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duc 748 Verhalten im Grenzbereich...??

Themenstarteram 30. Juli 2006 um 11:58

Hallo,

habe meine Ducati 748 nun schon seit 5 Jahren... Fühle mich auch recht sicher im Umgang mit dem Gerät.

Nur in Kurvenfahrten bin ich immernoch sehr zurückhaltend...

Ich hab da immer etwas "Respekt" da ich keine Erfahrungen mit kritischen Situationen habe...

Würde gern erfahren wie sich so ein Motorrad verhält wenn man doch mal etwas zu schnell ist...

Kann man da überhaupt noch was machen oder ist ein Abflug vorprogrammiert...??? Was passiert wenn ich mich dem Grenzbereich nähere???

Hier gibt's doch sicher einige erfahrende Biker die verstehen was ich meine und mir meine Fragen beantworten können...

Also:

Ducati 748 mit Pirelli Dragon Bereifung....

Sicher hängt es von mehr Faktoren als den Reifen ab, aber wie sich das Motorrad verhält kann mir doch sicher jemand sagen...

Lacht mich bitte nicht wegen solch "bekloppten" Fragen aus... Aber ich möcht mein Motorrad nicht zu "schrott" fahren und möglicherweise noch schlimmeres anrichten...

vielen Dank schonmal

Alex

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12 Antworten
am 30. Juli 2006 um 17:12

Also ich kann dir zwar nichts direkt dazu sagen, aber ich denken, Genzbereich und Straßenverkehr gehören nicht zusammen. Schau doch mal nach Sicherheitstrainings, oder Renntrainings. Da wirst du sowas lernen und auch deine Maschine dabei heilzulassen ;)

Themenstarteram 30. Juli 2006 um 17:31

Zitat:

Original geschrieben von hgjdl

Also ich kann dir zwar nichts direkt dazu sagen, aber ich denken, Genzbereich und Straßenverkehr gehören nicht zusammen. Schau doch mal nach Sicherheitstrainings, oder Renntrainings. Da wirst du sowas lernen und auch deine Maschine dabei heilzulassen ;)

Hallo...

ich glaub Du hast mich falsch verstanden oder ich hab mich falsch ausgedrückt...

Ich möchte nicht "TOP Rundenzeiten" im Straßenverkehr fahren.

Es geht mir eigentlich nur darum dass ich irgendwie bescheid weiß was passiert wenn es mal etwas zu schnell wird. Nicht unbedingt mit Absicht, ich denke eher daran dass ich mich etwas "sicherer" fühle... schließlich kann man auch unbeabsichtigt in "knappe" Situationen kommen... oder sich einfach mal verschätzen... Ich wüsste eben ganz gern mal wie sich das bemerkbar macht oder ob man eine Chance hat soetwas ohne Sturz zu überstehen...

Sicherheitstraining hab ich mir auch schon überlegt... Ich wohne hier ganz in der Nähe vom Eurospeedway oder Lausitzring. Da gibt's ne Motorradschule von Ralf Waldmann... Aber die wollen tatsächlich knapp 400 Euro für den Spass...

Und wie gesagt, ich möcht ja kein "Rennfahrer" werden sondern nur wissen wie sich die Karre in solchen Situationen verhällt.

Alex

am 30. Juli 2006 um 18:02

Das Renntraining ist ja auch nicht nur dazu, um Rundenzeiten zu fahren, sondern um den Grenzbereich auszutesten.

Klar kann man im Verkehr in Grenzbereiche kommen. Aber es geht hier ja darum, sich absichtlich an den Grenzbereich ranzutasten. Und das hat nichts im Straßenverkehr zu suchen. Dafür muss man dann in den sauren Apfel beißen und das Geld ausgeben. Du lernst ja da dann dich im Verkehr sicherer zu bewegen. Denn: Nicht für das Sicherheitstraining, für den Straßenverkehr lernen wir - oder wie diese Sprichwort ging .......

Jo, hab dich verstanden.....

Lowsider, Highsider oder einen Frontendlooser... das kann dabei rauskommen.

Muss jetzt zu einem Termin, schreib später näher dazu... ;)

Themenstarteram 30. Juli 2006 um 20:43

Ja, das ist schon klar...

Aber wie macht es sich bemerkbar dass so eine Situation "fast" erreicht wird.

Ich möchte eigentlich wissen ob das plötzlich eintritt oder ob man merkt dass es langsam schnell genug wird und und die maximale Kurvengeschwindigkeit erreicht ist.

Klar wäre auch ein Fahrertraining sehr gut. Ich habe mich auch schon öfter damit beschäftigt... Aber wie gesagt, das ist verdammt teuer...

Na mal gucken... vielleicht lass ich mich doch noch dazu hinreißen das Geld zu investieren. Wie ich ja oben erwähnt habe, übe ich mich in Zurückhaltung... Und wenn man weiß was das Motorrad macht wenn's mal zu schnell wird, kann es ja nur von Vorteil sein... Das Fahren an sich ist ja schon gefährlich genug, wenn man dann in kritischen Situationen richtig reagiert kann man vielleicht noch was drehen.

Hab schon öfter Situationen erlebt in denen plötzlich Autos ohne zu gucken zum Überholen angesetzt haben, nur bin ich gerade von hinten gekommen und wollte selbst überholen...

Ein ander mal komm ich um ne Kurve gefahren und plötzlich steht ein Auto mitten auf der Landstraße weil der Fahrer meinte dass er sich mit einem Radfahrer unterhalten müsse (Der Radfahrer stand übrigens nicht am rechten Fahrbahnrand, sondern links vom Auto mitten auf der Straße...).

Naja, da hat immer ne Vollbremsung mit heftig ausschlagendem Hinterrad gereicht...

Wenn's aber zum Bremsen zu eng ist, wäre es schon von entscheidendem Vorteil genau zu wissen was das Motorrad mit mir macht wenn man "auf der letzten Rille" unterwegs ist.

Gemach, Gemach...kommt ja schon nach: ;)

Beim Lowsider bist Du einfach für die Reifen zu schnell dran, der Reifen kommt über die Haftgrenze, Du liegst immer weiter unten, der Reifen beginnt zu rutschen um sich dann mit einem Haftungsabriss zu verabschieden, Du schlitterst auf der Seite >Das wird dir eher nicht passieren, die Reifen sind einfach besser, als die meisten Fahrer. >am besten cool bleiben wenn er rutscht und stabilisieren, nicht Beschleunigen oder gar Bremsen, einfach schön durchziehen.

Einen Highsider leitest Du dadurch ein, dass dein Hinterrad erstmal plötzlich wegrutscht (z.B. Bodenwelle) und dabei das Federbein auslenkt. Fängt sich der Reifen, drückt das Möp das Federbein schlagartig voll zusammen und genauso schlagartig wieder auszufedern. Dabei wird dein Heck so heftig ausschlagen, dass es dich glattweg aus dem Sattel schmeisst! >wenig Chancen, geht verdammt schnell >auch durch falsches Setup/Zuladung begünstigt

Frontend: Wenn Du zu spät und zu hart vor der Kurve in die Bremsen langst (also beim Einlenken noch bremst), kann dein Vorderreifen Bremsen und Lenken nicht gleichzeitig bringen. Du kommst in Schräglage, dein Lenker vibriert und geht zur Kurveninnenseite. Das Rad rutscht, die Sache wird immer schräger und dann kippst Du schlagartig um.

Ist es erstmal soweit, hilft kaum mehr was. Oft machen Fahrer einfach schon aus Schreck das genau Verkehrte.

Zielführend kann imho nur sein, dies praktisch zu er- "fahren" und physikalisch zu verstehen >Fahrertraining

Und selbst wenn es 400 kostet (satter Tarif)...ist schon komisch, für einen Auspuff oder Felgenglanz usw. wird das mehrfache ohne mit der Wimper zu zucken bezahlt....obwohl DAS nichts bringt. Wenn Du sie einmal in die maximale Schräglage, also aufs Brett geschickt hast, werden dir die 400 nicht langen. Tu dir, deinem Möp, deinem Spass, deinen Mitmenschen einen riesen Gefallen: Gönn es dir! Du wirst an einem Tag mehr lernen als ohne in Jahren ;)

Noch was, ganz simpel und gar nicht selten schuld:

Schau immer dahin, wo Du auch hinwillst!

Und schau nie einem Abflieger, Spaziergänger, Auto oder was auch immer in der Kurve nach!

Du fährst dahin, wohin Du schaust....ggf. auch in die Pampa oder einem Flieger genau hinterher!

Hoffe, das war jetzt eher das, was Du hören wolltest ;)

am 31. Juli 2006 um 8:19

Nur mal so am Rande.....ein eintägiges Fahrrtraining auf der Rennstrecke mit Instruktor ist auch für unter 200Teuronen zu haben ;-) ....und machen Sinn. Das wird Dir jeder bestätigen, der´s schon mal ausprobiert hat!

Gruß,

Duc_elfe

Kann hier nur aus der Situation in AUT sprechen...

Fahrsicherheitstrainings gibt es 1 und 2 tägige zu moderaten Preisen vom ÖAMTC ( = AUT Ausgabe vom ADAC).

2 Tage sind sehr lehrreich, da du einen Tag Trial moppettn bewegst und die Fahrphysik in sehr niedrigen Tempobereichen kennenlernst.

Am zweiten Tag geht es auf die Strecke mit allen möglichen Parcouren (schreibt man das so??) und da lernst du das oben gesagte nochmal mit deinem Bike -

Blick in die Kurve , Notbremsung auf verschiedenen Asphaltbelägen, Ausweichmanöver etc...

Ich kann nur sagen aus meiner Erfahrung - gerade für einen, der sich selbst als unsicher in den Kurven bezeichnet absolut empfehlenswert!

Ringfahren ist da wieder eine andere Geschichte...

Da ging es meinerseits eher um Ideallinie finden u dgl. als um Grenzbereiche.

Hatte da ehrlich gesagt "Spundus", daß ich mein Werkl umlege. Knee Down ist zwar nicht schlimm am Ring ( Die Reifen halten das aus, aber ned meine Nerven :) )

Aber das ist sicher von Typ zu Typ verschieden denke ich .

Unterm Strich kann ich mich nur anschliesen: 400 Euronen sind viel, aber allemal billiger als deine Diva schrotten!

LG aus AUT

Alex

Ich muss jetzt einfach eine Lanze dafür brechen....

Viele Tageskurse sind für den Preis von zwei Fahrstunden zu haben. Angebote quer durch Deutschland gibt es reichlich. Suzuki wird sein Angebot auch nächstes Jahr wiederholen, also schön beobachten und rechtzeitig buchen ;)

Irgenwie verstehe ich die "Hinderungsargumente" nicht. :confused:

>zu weit >zu teuer >will ja keine Rennen fahren >keine Zeit

Biker geben oft eine Stange Geld für allen möglichen Schrott aus, der Sparwille beginnt meist bei den Klamotten, steigert sich dann bei Verschleiss- und Unterhaltsausgaben und gipfelt idR genau dabei, wo´s drauf ankommt: Fahren können! :rolleyes:

Ich würde sogar einen speziellen Kurs vor der Fahrschule empfehlen, kostet rund 100 Euro, die ihr dann mehrfach einsparen werdet! Auch die Lektüre diverser Bücher, z.b. Bernd Spiegel) schadet nichts und hält sich mit 25 Euro auch im Rahmen *fg*

Zweiter (oder eben erster) Step ist ein Sicherheitstraining, wenn man die Sache schon etwas im Griff hat. Das gibts ab 39 Euro von Suzuki und auch anderswo für unter 100 Flocken. Gibt es da noch einen Schräglagentrainer (>Flieger) und etwas Physiktheorie....optimal. Allein das gibt ein zigfach besseres Gefühl auf dem Möp und man fährt schon ganz anders. Das lernt man in der Regel sonst nicht in Jahren!

Perfektionieren kann man das alles dann nach Gusto durch spezielle Trainings....Hangup...Trial (sehr zu empfehlen)...Rennen....Stunt usw. usf. Zwei Tages Kurse mit ausgedehntem Fahrphysikanteil, Setupschule usw. sind optimal.

Zu weit, zu teuer, keine Zeit.....aha.

Macht doch einen netten Ausflug daraus, nehmt ein paar Leute mit. Wer sich informiert, wird feststellen, dass es quer durch D genügend Veranstaltungen gibt. Eine WE Tour, eine Fahrt ins Freizeitland oder was weis ich machen alle und das kostet ja auch hübsch Geld. Hier habt ihr nicht nur den Fun beim Kurs, sondern bekommt viel mehr: Ihr werdet sicherer und mit mehr Freude Mopped fahren....bei jeder Tour!

Ab 10 - 12 Leuten machen auch einige Schulen einen eigenen Kurs nur für euch! Fragen macht wissend....

Zeit zum Felgenpolieren etc. ist ja auch reichlich da...kann man durchau sinnvoller verbringen.

Plant das als Erlebnis- und Gaudiurlaub, bisserl Rahmenprogramm.....eine Woche Salzkammergut mit Touren, zwei Tage auf dem Salzburgring.....so können das echte Highlights in einem Bikerleben werden ;)

Ich sag mal 1000 Euro auf zwei, drei Jahre für das volle Programm.....für ein sicheres Gefühl....für echten Spass beim Biken....für eure Knochen und für die anderer.....für den Spass an der Sache selber....das ist doch kein Drama, oder? Einmal auf´s Brett........

Was hilft das beste Bike mit 180 Pferden, wenn ein Esel an der Lenkstange sitzt?

In diesem Sinne, liebe Gemeinde ;-))

@ tec-doc

Kompliment besser hätte man es nicht ssgen können :) !!

nicht bei den wirklich wichtigen Sachen sparen sondern lieber bei irgendeinen Zubehör Teil.

Im Sommer sieht man ja genug Leute die mit irgendwelchen Jeans-Jacken oder sonstigen Müll auf dem Motorrad unterwegs sind. Nicht nur das es voll beschissen aussieht ist ihnen anscheinend nicht klar was nur bei einem 50 km/h Rutscher passiert. Immer schön mit einem ordentlichen Lederkombi fahren dann passiert nicht so leicht was.

Das ist natürlich von Motorrad zu Motorrad anders. Bei meiner alten FZR hat das Federbein angefangen zu pumpen. Der Popometer hat gemeldet, dass der Reifen leicht walgt, als wenn er sich leicht versetzt. Im Endeffekt ist tatsächlich garnix Schlimmes passiert. Weder hat die Fuhre rumgewackelt, noch hat es den Reifen versetzt. Der Popometer macht aus wenig viel und das ist auch gut so. Das war für mich das Zeichen "reicht jetzt".

Auf die Duc bezogen ist das ne ganze Ecke kritischer. Der Kollege Fuchs hat mal gesagt, schau immer genau, wie schnell du mit ihr fahren willst, sie wird es dir nie sagen! Übersetzt, gleich wie schnell du bist, die Duc zuckt nicht mit einer Wimper...

...bis sie abgeht. Und normal hälst du sie dann auch nicht mehr. Laut Fuchs ist der Grenzbereich sehr sehr schmal. Ich hatte mal die Situation, das beim rausbeschleunigen aus einer Kurve das Hinterrad kam. Wie ich das gehalten habe, weiss ich nicht. Habe wohl instinktiv das Richtige getan. Ein zweites Mal brauche ich das nicht mehr. Ich engen, schnellen Kurven mit hoher Schräglage nehme ich das Knie zur Hilfe. Wenns nicht schleift, ist kein Thema. Schleift es, ist meine Grenze erreicht. (Muss man aber nicht auf der Strasse testen!) Ich muss dann keine Experimente mehr bringen noch weiter runter zu gehen. Ich heisse nicht Rossi.

Was die Duc wirklich kann? Keine Ahnung, ich werde es wohl auch nie erfahren. Auch das ist gut so!

Nun, die Fahrwerke haben sich ja hübsch verändert und auch die Rahmen....eine GPZ oder gar Z900 macht dir die Hose schon im grünen Bereich voll :p

Aber das trifft ja, was ich schon oft gesagt habe: Die Möps können heute so viel, dass viele Fahrer sich in Bereiche unbewusst vorwagen, die sie ggf. nicht mal mehr im Ansatz beherrschen. Daher >Training. Das Problem ist ja nicht gegeben, solange sie liegt, sondern erst, wenn sie zickt. Wie schon richtig bemerkt, passiert das bei modernen Fahrwerken in einem dünnen Bereich. Auch wenn dann noch was machbar wäre....s.o.....der Fahrer ist oft schon lange vorher in einer Region, die er nicht wirklich beherrscht...

Im Regelfall wird ein Mensch mit halbwegs Hirn im Kopf sich ja an die Sache rantasten und da seine gefühlten Grenzen finden (selten die des Moppeds). Solange alles "normal" läuft, langt das ja auch. Erst wenn es mal brenzlig wird (keine Ahnung, von mir aus ein verlorenes Harleyteil in der Kurve ;) ), tritt das Problem zu Tage: Überfordert. Genau da setzt imho eben der Sinn eines Trainings an....es geht nicht nur um das Fahren am Limit, sondern auch besonders um das Bewusstsein, wo wir uns da bewegen und wie man im Fall der Fälle noch was retten kann...oder es auch mal unter dem Machbaren belässt, sprich Reserven einkalkuliert.

Ich hoffe der eine oder andere versteht was ich meine.

Wirklich fahren kann für mich nicht der, der den Bock am schnellsten um´s Eck wirft, sondern in überraschenden Momenten noch Reserven hat und die Situation retten kann. Dafür halte ich persönlich eben Trainings für wichtig und elementar. ;)

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