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DSG spülen sinnvoll?

VW Golf
Themenstarteram 2. Juni 2019 um 17:20

Hallo zusammen,

bei meinem Golf steht der nächste Ölwechsel vom DSG an, ist der 2. bei 120.000 km.

Ist es sinnvoll mal eine Spülung durch die Werkstatt durchführen zu lassen,ich wollte den Golf noch mindestens 5 Jahre fahren und möchte deswegen sicherstellen das mir das DSG keine Probleme bereitet.

Seitens eines guten Freundes wurde mir angeraten mal eine Spülung zu machen um Schmutzpartikel heraus zu bekommen die bei einem normalen Ölwechsel nicht entfernt werden.

Hat es schon jemand machen lassen und ist es sinnvoll,oder geht der meiste Dreck beim Wechsel sowieso mit raus?

Danke im Voraus für eure Antworten!

Beste Antwort im Thema
am 3. Juni 2019 um 12:11

Zitat:

@6N1 schrieb am 3. Juni 2019 um 00:13:16 Uhr:

Da hat das einen sehr viel wichtigeren Einfluss, das Öl auch zur Ansteuerung benutzt wird (quasi als Kupplung und Steuerung/Regelung).

Das ist nicht richtig, wie bereits gesagt wurde haben die nassen DSGs ebenfalls nur ein Ölreservoir. Damit dient das Öl zur hydraulischen Steuerung, Schmierung und Kühlung. Anders verhält sich das beim DQ200 und den nassen S-tronic-Getrieben (DLXXX).

Am Thema Getriebeölspülung scheiden sich die Geister. Im Getriebe befinden sich zwei Ölfilter, ein Saugölfilter und ein Druckölfilter. Die Ölpumpe saugt über den Saugölfilter das Öl aus dem Ölsumpf an und pumpt es ins Hydrauliksystem. Von dort aus wird es an verschiedene Stellen in der Hydraulik weitergeleitet. Das Öl, welches den Ölkühler passiert hat, läuft anschließend durch den Druckölfilter, wird über das Ölspritzrohr an die entsprechenden Stellen des Zahnradsatzes gespritzt (zur Kühlung und Schmierung) und tropft anschließend wieder in den Ölsumpf, wo es wieder angesaugt wird. Hier schließt sich der Kreis. Das heißt früher oder später passiert das komplette Öl beide Ölfilter. Diese nehmen feinen Abrieb auf. Der Druckölfilter wird beim Ölwechsel mit gewechselt. Abrieb, welcher selbst unter hohem Druck in der Hydraulik nicht zum Ölfilter befördert wird, wird auch bei einer Ölspülung nicht abtransportiert.

Der einzige Vorteil einer Ölspülung ist, dass man nahezu das komplett Öl durch neues ersetzt, während bei einem konventionellen Ölwechsel eine gewisse Menge Altöl im Getriebe verbleibt. Das ist aber in den Ölwechselintervallen einkalkuliert. Wenn man bedenkt was eine Ölspülung kostet und wie viel Öl dabei verschwendet wird halte ich es für wirtschaftlicher und umweltfreundlicher den Ölwechsel einfach etwas vorzuziehen und das Öl nicht bis zum letzten Drücker zu fahren, insbesondere bei höherer Belastung (z. B. Zugfahrzeug). Die Ölqualität sinkt hauptsächlich dadurch, dass wichtige Additive durch die hohen Temperaturen an der Kupplung und Scherkräfte gecrackt werden.

Ich halte Ölspülungen in den meisten Fällen für reine Geldschneiderei. Lediglich in speziellen Fällen bei konkreten Beanstandungen erscheint mir das sinnvoll.

Zitat:

@braucki schrieb am 3. Juni 2019 um 09:09:20 Uhr:

Bei der letzten Inspektion würde das DSG-Öl nach Vorgabe gewechselt. Bisher schaltet das Getriebe auch leise und unauffällig.

Und das täte es ohne Ölspülung höchstwahrscheinlich genauso.

24 weitere Antworten
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24 Antworten

Moin, diese Frage würde mich auch sehr interessieren. Ich freue mich auf die Antworten.

Dem kann ich mich nur anschließen. Ich bin kurz vor dem ersten Getriebeölwechsel.

Schaut euch mal die Folge 139 von den Autodoktoren auf YouTube an. Da wird das gut erläutert.

https://youtu.be/zCfMxsg7dUo

Der Beitrag richtet sich jedoch an Wandler. Da hat das einen sehr viel wichtigeren Einfluss, das Öl auch zur Ansteuerung benutzt wird (quasi als Kupplung und Steuerung/Regelung).

Beim DSG ist der Effekt bei weitem nicht so stark, da das Öl einzig zur Kühlung genutzt wird.

@Paule Panter Was für einen Motor hast du eigentlich?

Im DSG wird das Öl doch ebenfalls zur Ansteuerung durch die hydraulische Getriebesteuerung genutzt!?

Themenstarteram 3. Juni 2019 um 8:11

Ich habe den 2l TDI 150 PS von 2014,leider noch Euro 5.

Zitat:

@6N1 schrieb am 3. Juni 2019 um 00:13:16 Uhr:

Der Beitrag richtet sich jedoch an Wandler. Da hat das einen sehr viel wichtigeren Einfluss, das Öl auch zur Ansteuerung benutzt wird (quasi als Kupplung und Steuerung/Regelung).

Beim DSG ist der Effekt bei weitem nicht so stark, da das Öl einzig zur Kühlung genutzt wird.

@Paule Panter Was für einen Motor hast du eigentlich?

Hier ist mal ein Video zum DSG. Da ist farblich ein minimaler Unterschied zum Wandleröl zu erkennen.

Ich würde auf jeden Fallmal rausfinden wie groß der Preisunterschied zwischen Wechsel und Spülung ausfällt.

Habe ich bisher bei allen Wandler-Automaten bei ca. 100kkm machen lassen. Wird das DSG ebenfalls bei etwa dieser Laufleistung bekommen - also in 35kkm.

Bei der letzten Inspektion würde das DSG-Öl nach Vorgabe gewechselt. Bisher schaltet das Getriebe auch leise und unauffällig.

http://www.automatikoelwechselsystem.de/home.html

am 3. Juni 2019 um 12:11

Zitat:

@6N1 schrieb am 3. Juni 2019 um 00:13:16 Uhr:

Da hat das einen sehr viel wichtigeren Einfluss, das Öl auch zur Ansteuerung benutzt wird (quasi als Kupplung und Steuerung/Regelung).

Das ist nicht richtig, wie bereits gesagt wurde haben die nassen DSGs ebenfalls nur ein Ölreservoir. Damit dient das Öl zur hydraulischen Steuerung, Schmierung und Kühlung. Anders verhält sich das beim DQ200 und den nassen S-tronic-Getrieben (DLXXX).

Am Thema Getriebeölspülung scheiden sich die Geister. Im Getriebe befinden sich zwei Ölfilter, ein Saugölfilter und ein Druckölfilter. Die Ölpumpe saugt über den Saugölfilter das Öl aus dem Ölsumpf an und pumpt es ins Hydrauliksystem. Von dort aus wird es an verschiedene Stellen in der Hydraulik weitergeleitet. Das Öl, welches den Ölkühler passiert hat, läuft anschließend durch den Druckölfilter, wird über das Ölspritzrohr an die entsprechenden Stellen des Zahnradsatzes gespritzt (zur Kühlung und Schmierung) und tropft anschließend wieder in den Ölsumpf, wo es wieder angesaugt wird. Hier schließt sich der Kreis. Das heißt früher oder später passiert das komplette Öl beide Ölfilter. Diese nehmen feinen Abrieb auf. Der Druckölfilter wird beim Ölwechsel mit gewechselt. Abrieb, welcher selbst unter hohem Druck in der Hydraulik nicht zum Ölfilter befördert wird, wird auch bei einer Ölspülung nicht abtransportiert.

Der einzige Vorteil einer Ölspülung ist, dass man nahezu das komplett Öl durch neues ersetzt, während bei einem konventionellen Ölwechsel eine gewisse Menge Altöl im Getriebe verbleibt. Das ist aber in den Ölwechselintervallen einkalkuliert. Wenn man bedenkt was eine Ölspülung kostet und wie viel Öl dabei verschwendet wird halte ich es für wirtschaftlicher und umweltfreundlicher den Ölwechsel einfach etwas vorzuziehen und das Öl nicht bis zum letzten Drücker zu fahren, insbesondere bei höherer Belastung (z. B. Zugfahrzeug). Die Ölqualität sinkt hauptsächlich dadurch, dass wichtige Additive durch die hohen Temperaturen an der Kupplung und Scherkräfte gecrackt werden.

Ich halte Ölspülungen in den meisten Fällen für reine Geldschneiderei. Lediglich in speziellen Fällen bei konkreten Beanstandungen erscheint mir das sinnvoll.

Zitat:

@braucki schrieb am 3. Juni 2019 um 09:09:20 Uhr:

Bei der letzten Inspektion würde das DSG-Öl nach Vorgabe gewechselt. Bisher schaltet das Getriebe auch leise und unauffällig.

Und das täte es ohne Ölspülung höchstwahrscheinlich genauso.

am 3. Juni 2019 um 13:30

Zitat:

@Longfan schrieb am 2. Juni 2019 um 21:06:58 Uhr:

Schaut euch mal die Folge 139 von den Autodoktoren auf YouTube an. Da wird das gut erläutert.

https://youtu.be/zCfMxsg7dUo

Dazu noch ein Kommentar: "Unterstützung durch Produktplatzierung".

Es wird bemängelt, dass das Getriebe spät hochschaltet. Gut, das ist erst mal eine Beobachtung, Ursache unbekannt. In wie fern das jetzt mit dem alten Öl zusammenhängt ist fraglich, denn das Schaltverhalten hängt eigentlich einzig und allein von den im Getriebesteuergerät hinterlegten Schaltkennfeldern ab. Ursächlich dürfte vielmehr ein Warmlaufprogramm, ein laufendes Abgasreinigungsprogramm, niedrige Batteriespannung oder Ähnliches gewesen sein. Ein weiterer Grund können bestimmte Fehler im Getriebe sein, z. B. niedriger Öldruck. Grundsätzlich lässt sich die programmierte Schaltstrategie aber natürlich nicht durch einen Ölwechsel beeinflussen, daher wage ich stark zu bezweifeln, dass es diesbezüglich überhaupt einen Zusammenhang gab, auch wenn das natürlich am Ende als Erfolg durch die Ölspülung verkauft wird. Dazu siehe meinen ersten Satz. Den Ruck beim Umschalten von D auf R, vornehmlich bei niedrigen Temperaturen, haben viele Mercedes-Getriebe übrigens von Anfang an.

Auch hier hätte ein normaler Öl- und Filterwechsel meiner Meinung nach zum selben Ergebnis geführt, mit geringeren Auswirkungen auf die Umwelt und den Geldbeutel.

Ich habe bei 80.000km eine Spülung meines DQ250 in einer freien Werkstatt machen lassen. Das ganze hat zwei Stunden gedauert, neun Liter Öl verbraucht und 400€ gekostet.

Übrigens wurde bei 60.000km vom Vorbesitzer ein DSG-Ölwechsel bei VW vorgenommen. Ich war mit dem Schaltkomfort und vor allem der Lautstärke (Heulen im Schubbetrieb) aber nicht zufrieden. Das Öl kam pechschwarz aus dem Getriebe. Es wurde noch ein Reiniger zugesetzt und dann solange gespült, bis nur noch klares Öl kam.

Im Nachgang wurde das DSG neu angelernt und eine Adaptionsfahrt gemacht.

Die ersten paar Kilometer hat man leider nicht viel Unterschied gemerkt. Aber während der ersten Stop an Go Phase merkte man deutlich, dass das DSG viel weicher schaltet, kein Anfahrvibrieren mehr, kein Ruckeln beim Runterschalten und etwas leiser.

Insgesamt hat es sich für mich gelohnt, allein wegen des "guten Gefühls". Fahrprofil ist 50% Autobahn und 50% Stop and Go.

Verwendet wurden BG Produkte.

Zitat:

@DieselSeppel schrieb am 3. Juni 2019 um 12:11:19 Uhr:

... Der Druckölfilter wird beim Ölwechsel mit gewechselt. ...

Kleine Anmerkung zu diesem Punkt: Beim DSG-Ölwechsel ist von VW standardmäßig ein Filterwechsel nicht vorgesehen, weder für das DQ250 noch für das DQ381. Wer es zusätzlich in Auftrag geben will, sollte sich über den damit verbundenen Aufwand (und damit auch die Kosten) im klaren sein. Um an den Filter zu kommen, müssen Batterie, Batteriehalterung und Luftfiltergehäuse ausgebaut werden.

am 3. Juni 2019 um 14:58

Das ist leider (mal wieder) falsch. Beim DQ250 ist ein Ölfilterwechsel vorgeschrieben, beim DQ381 nicht. Beim DQ381 wurde die Filterleistung gegenüber dem DQ250 verbessert. Wer ihn trotzdem wechseln will muss allerdings aufgrund der ungünstigeren Einbaulage tatsächlich mit erheblichem Mehraufwand rechnen.

Gemäß Fragestellung ging es hier aber ums DQ250, und daher ist meine Aussage zu 100 % zutreffend.

Ich zitiere einfach mal wörtlich aus der Reparaturanleitung, Rep. Gr. 34:

" ... Der Getriebeölfilter braucht nicht in jedem Fall gewechselt werden.

Filter nicht wechseln, wenn:

* Der Getriebeölkühler oder seine O-Ringe ersetzt wurden und kein Kühlmittel in das Öl gelangt ist.

* Wellendichtringe oder O-Ringe des Getriebes ersetzt wurden.

* Ölwanne oder Mechatronik ersetzt wurden.

* Das Wartungsintervall erreicht wurde.

Filter muss gewechselt werden, wenn:

* Metallspäne im Öl gefunden wurden.

* Die Kupplung verbrannt oder mechanisch defekt ist. ... "

Die entscheidenden Punkte habe ich mir erlaubt, fett hervorzuheben. Ansonsten ohne Kommentar.

Wenn du dir einen Wartungsplan bei erWin erstellen lässt, ist der Filterwechsel deshalb auch nicht dabei und das ist die Methode, nach der VW-Werkstätten arbeiten. Beim DQ250 ist der Filter im übrigen genauso mühsam zugänglich wie beim DQ381, jedenfalls bei allen Motor-/Getriebekombinationen, die ich schon mal gesehen habe.

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