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Dresscode - ja/nein

Themenstarteram 18. September 2003 um 14:37

Ihr kennt das ja - Kleider machen Leute, gerade beim Autokauf.

Heute wurde ich von einem Hyundai-Händler nett aber primitiv abgeledert, weil ich mich in tonbraunen Patchwork-Jeans und blauem V-Pulli für einen Sonata intressiert habe - war gerade beim Aldi einkaufen und dachte mir, was soll's, schau mal vorbei. Vor Ort hat mein Ärger nur für ein schulterzuckendes "Pech gehabt" gereicht, aber 10 min später habe ich es doch nicht ausgehalten, angerufen und dem Verkäufer sehr freundlich aber mit viel Nachdruck die Hose ausgezogen. Ich will nicht auf Details eingehen, jedenfalls hat beim ihm jeder Satz mit scheissfreundlichem speichelaussonderndem "Ja, nee..." angefangen...

Dresscode - ein gesellschaftlich eingeprägter und täglich gelebter Bestandteil unserer Kommunikation.

Ist es Notwendigkeit oder ein Zeichen geistiger Armut? Macht diese Spielregel das schwere Spiel einfacher? Sollen wir so unflexibel bleiben oder sind wir es erst geworden???

20 Antworten

Als jemand, der in seiner Signatur Zitate aus einem Buch verwendet, das i.d.R. von Menschen gelesen und geliebt wird, die etwas lockerer drauf sind, enttäuscht mich Deine absolutistische Feststellung. Es sind mit Sicherheit keine 95 Prozent sondern maximal 89!

Die Autobranche ist eine Deppenbranche, soweit es Leute in den "unteren" Chargen betrifft. Als seit drei Monaten Ex-Markenverkäufer kann ich Deine Argumente dennoch nachvollziehen. Leider haben die Verantwortlichen in den Vertriebsorganisationen keine Veranlassung, den durchschnitlichen Intellekt ihrer einzelnen Krämer auf den Prüfstand zu stellen, solange die zur Firmenzentrale gesendeten Marktanteile für die eigene Beförderung dienlich sind. Warum sollte man jemanden dazu animieren, eine langwierige und vor allem bedarfsgerechte Beratung zu führen, wenn in der gleichen Zeit zwei bis drei Autos verkauft werden können, weil der Herr mit Krawatte einen unanständigen Nachlass gibt?

Solange nicht Qualität sondern Stückzahl honoriert wird, nimmt die Zahl der verantwortungsbewußten Verkäufer mit Benzin im Blut und guter Kinderstube stetig ab.

Um auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen, bin ich sehr froh, in Berlin zu leben. Die hiesige Bürgerschaft ist sicher die mit Abstand am schlampigsten angezogene Klientel in Deutschland und damit auch anderen gegenüber recht tolerant. Man weiß nie, ob einem ein erfolgreicher Firmenchef oder ein Sozialhilfe empfangender Germanistikstudent gegenübersteht. Wer hier nach dem Klamottenstil urteilt, hat schon verloren!

Werde nun mit einer Geschwindigkei von etwa 3 R mental ins Wochenende düsen und sende beste Grüße aus der Pleitestadt,

Wolf.

Themenstarteram 26. September 2003 um 12:56

Zitat:

Original geschrieben von AutoMensch

Als jemand, der in seiner Signatur Zitate aus einem Buch verwendet, das i.d.R. von Menschen gelesen und geliebt wird, die etwas lockerer drauf sind, enttäuscht mich Deine absolutistische Feststellung. Es sind mit Sicherheit keine 95 Prozent sondern maximal 89!

*Am Kopf kratz*

... Da habe ich mich wohl reingesteigert...

Hast recht, 89% ist doch ein Stück lockerer, genau richtig für die Zielgruppe von Douglas Adams :D

lalala...

hab ich auch so erlebt, vor jahren...

normal renn ich auch unrasiert und fern der heimat durch die gegend, jeans etc., hab aber geschäftlich doch das eine oder andere mal anzugzwang, und zu diesem behufe ein, zwei armanis daheim hängen...

gut. ich häng also den ganzen tag schon im motor, auf meinem t-shirt steht gross "**** this town", zerissene jeans... bekomme einen anruf vom händler dass meine teile da sind...

ich hin, und während ich so auf meine teile warte sticht mir die neue celica ins auge... gestern angekommen.

ich zum verkäufer... der meinte "keine zeit, ich soll doch nen termin ausmachen" und dreht sich wieder um... und labert mit seinen kollegen weiter, was denn am wochendende alles war....

ich SO nen hals, heimgefahren.

2 wochen später, ich hatte nen geschäftstermin, bin ich wieder hin wegen teilen...

nicht nur dass mich der typ überhaupt nicht wiedererkannt hat...

ich steh so an der celi während ich auf den teilefuzzi warte und schau nochmal, kommt der gleiche heini wieder angewetzt... schönes auto etc., ob ich denn eine probefahrt wollte etc. blabla...

als ich ihm dann ganz süffisant gesagt habe, dass er seine chance schon hatte als ich das letzte mal teile geholt habe, ist ihm ziemlich das gesicht auseinandergefallen...

hoffentlich hat er draus gelernt...

Das ist im allgemeinen kein kleines Problem, fakt ist nunmal das Kleider leute machen, sicherlich sind es auch oft vorurteile, aber oftmals ist es auch für den verkäufer (oder was auch immer) schwer seine klientel vom rest zu unterscheiden!

das beste beispiel davon sind im allgemeinen messen, dort wird auch vorrangig über die klamotten unterschieden...

oder ob der jenige gepflegt und gewählt auftritt...

Zitat:

Original geschrieben von Theresias

...aber oftmals ist es auch für den verkäufer (oder was auch immer) schwer seine klientel vom rest zu unterscheiden!

Das ist eben der Punkt, wo sich der Spitzenverkäufer vom 08/15-Verkäufer unterscheidet. Der Spitzenverkäufer geht halt nicht nach reinen Äußerlichkeiten, sondern setzt seine fundierte Menschenkenntnis ein und beurteilt seinen (potentiellen) Kunden nach dessen kompetenten Auftreten, Fachkenntnissen, Glaubhaftigkeit etc. .....

Moin!

Kleider machen Leute, zumindest beim Autokauf, mein Vater war letztens an einem Samstag normal in Jeans bei Mercdes, interessiert sich für eine neue E-Klasse, es kam aber kein Verkäufer der ihn Beraten wollte, als er dann einer der Verkäufer die durch den Saal gingen ansprach meinte dieser: " Mein Kollege ist dafür zuständig, ich werde ihn mal holen..." na ja, nach fast 10 Min. kam der Kollege aber noch immer nicht. Am Monatag daruaf ist mein Vater in "Arbeistskleindung" ( Anzug denn er ist Unternehmensberater) wieder zu dem selben Autohaus gefahren um sich den Wagen nocheinmal anzusehen, und der selbe Typ der am Samstag noch meinte: "Mein Kollege ist dafür zuständig" beriet ihn kurz nach Betreten des Autohauses.

Ich finde es schon traurig, das Menschen aufgrund ihrer Kleidung anders behandelt werden, schließlich hatte mein Vater am Montag ja nicht mehr oder weniger Geld als am Samstag...

MfG

Florian

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