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Drastische Strafen für Raser
NRW Innenminister Pistorius will Raser schärfer sanktionieren, meldet SWR3 heute morgen.
20 km/h zu schnell sollen 1000 Euro kosten, in Baustellen das Doppelte.
Auch die Fahrerlaubnis will Pistorius schneller entziehen.
Würde das Raser einbremsen ?
In der Schweiz werden z.B. auch die Fahrzeuge von Extremrasern beschlagnahmt und zu Gunsten der Staatskasse versteigert.
Abschreckung ?
Gleichzeitig möchte Pistorius eine Anpassung der Bußgelder an das Einkommen.
Wer mehr verdient, zahlt mehr.
Gerecht ?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@Forster007 schrieb am 14. Juni 2016 um 12:32:30 Uhr:
Wo ist das Problem an den Strafen? Jeder hat doch die Möglichkeit, sein Gefährt auch in den Rahmen des erlaubten zu bewegen. Wer es nicht kann, sollte entsprechend auch zu seinem Fehler oder nicht können, jenachdem, welches eingetroffen ist, stehen.
Das Problem ist ein Staatsverständnis, das ich nicht unbedingt teile. Gerade bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen kann man sich doch des Eindrucks nicht erwehren, dass die wenigsten davon tatsächlich sachgerecht sind. Gern werden auch nach Unfällen schärfere Geschwindigkeitsbegrenzungen gefordert, obwohl der Unfallverursacher bereits die geltende Begrenzung überschritten hat. Und dann müssen Tausende statt völlig angemessener 80 km/h 60 km/h fahren, nur weil ein Depp 130 gefahren ist (und das auch bei Tempolimit 60 getan hätte). Aus meiner Warte ist das lediglich eine mutwillige Verschlechterung der Nutzungsmöglichkeit einer Straße, die ich schließlich mit meinen Steuergeldern mitgezahlt habe. Dazu kommen zahllose Messstellen von Kommunen, die nie nach Sicherheitsgesichtspunkten sondern immer ausschließlich nach finanziellen Gesichtspunkten ausgewählt werden. Da gibt es dann schon mal eine sinnlose Geschwindigkeitsbegrenzung, damit sich das Teil auch lohnt. Dann sollen sie halt versuchen, Maut zu kassieren und die Leute wenigstens mit der Blitzerei in Ruhe lassen!
Als Kraftfahrer sieht man sich einer breiten Phalanx von Kräften gegenüber, die nichts unversucht lassen, das Auto- und Motorradfahren so unattraktiv wie möglich zu machen, als gäbe es ein offizielles Staatsziel, die Leute vom Autofahren abzuhalten (Motorradfahren gilt ja schon immer als bäh).
Das macht vielleicht deutlich, warum ich Schwierigkeiten damit habe, mir in meinem Auto, das ich von meinem versteuerten Einkommen gekauft habe und das ich mit doppelt versteuertem Sprit betanke, in einer Tour sinnlose Einschränkungen machen zu lassen.
"Freie Fahrt für freie Bürger" hört sich arg reaktionär an, aber bei Licht betrachtet ist der Slogan so dumm nicht.
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219 Antworten
Zitat:
@twindance schrieb am 14. Juni 2016 um 23:45:20 Uhr:
Zitat:
@moppedsammler schrieb am 14. Juni 2016 um 23:23:27 Uhr:
Das ist der Pragsattel.
Wie soll man jemanden bezeichnen, der hier mit 80 km/h drüber donnert ?
Ist mir auch schon passiert - im Verkehr mitgeschwommen.
....und das ist schon jedem passiert und passiert auch Autofahren, die eigentlich sehr verhalten fahren.
Man kann das sehr schön in der Baustelle auf der A9 (München-Nürnberg) zwischen Allershausen und dem Dreieck Holledau bewundern.
Baustelle in beide Richtungen dreispurig, aber in Richtung Nürnberg sind 80km/h erlaubt, hingegen in Richtung München nur 60km/h.
Wer dort tagsüber in Richtung München fährt und mit dem Verkehr mitschwimmt, fährt mind. um die 70km/h.
Ist das jetzt "rasen" oder einfach nur sein Tempo der Verkehrslage anpassen?
Warum bezeichnet man überhaupt soviele Blitzer als Abzocke?
Wenn eine Beschränkung (eine mit keinem Grund) aufgestellt wird und sofort auch geblitzt wird, dann könnte man davon vielleicht reden.
Aber wenn die Beschränkung dort schon seit Jahren ist und nur mal dort geblitzt wird, dann kann man nicht von Abzocke reden. Die Beschränkung steht da nun einmal und wer sich an diese hält, wird auch nichts zahlen. Hat also jeder in seiner Hand.
Abzocke ist ja nur, wenn der Abgezogte es nicht wusste oder mit Absicht in einen falschen Glauben geführt wird.
Das ist aber nicht der Fall.
Wenn der Blitzer bei erlaubten 100 schon bei 90 Losgeht, dann könnte man auch wieder von Abzocke reden. Aber so halt nicht.
Außerdem, wer bringt die Entscheidung, dass dort die 50 nicht in Ordnung sind? Halt zu niedrig?
Manchmal hängt da viel mehr hinter, als man einfach so sehen kann.
Also, wer bringt einem die Entscheidung, dass Außerorts 20km/h schneller schon oki sind? Warum sind dann 50 schneller nicht auch Ok?
Warum ist innerorts nicht 30km/h schneller ok? Wenn es ein anderer für Ok hält?
Man kann sich doch nicht auf der einen Seite aufregen, weil der eine ein Tick schneller fährt als einer selbst und selbst auch eben zu schnell sein. Für einen anderen ist man dann selbst schon wieder zu schnell.
Also nimmt man einfach die Beschränkung als einfache Grenze und man hat ne einfache Definition gefunden.
In Deutschland ist es ja nicht verboten auf die Barrikaden zu gehen oder sich in der Politik mit einzubinden. Wenn man also was gegen Die Geschwindigkeitsbeschränkungen hat, kann man entsprechend was dagegen tun. Wenn die Mehrheit für einen ist, kann man spätestens dann was ändern. Hat man nicht die Mehrheit auf seiner Seite, dann ist die Sache genauso klar...
Zitat:
@camion-rebel schrieb am 15. Juni 2016 um 06:51:39 Uhr:
Ist das jetzt "rasen" oder einfach nur sein Tempo der Verkehrslage anpassen?
Nur weil andere so schnell fahren, bzw. "Rasen" heißt das ja nicht gleich, dass man sich diesem Stil anpassen muss. Die Pedale hat man ja selbst unter Kontrolle seines Fahrzeuges (zumindest zur Zeit noch).
Wenn man also gerne Mitschwimmt, muss man dann auch die Bezeichnung "Raser" oder besser "zu Schnell Fahrer" akzeptieren.
Zitat:
@Forster007 schrieb am 15. Juni 2016 um 06:56:17 Uhr:
Zitat:
@camion-rebel schrieb am 15. Juni 2016 um 06:51:39 Uhr:
Ist das jetzt "rasen" oder einfach nur sein Tempo der Verkehrslage anpassen?
Nur weil andere so schnell fahren, bzw. "Rasen" heißt das ja nicht gleich, dass man sich diesem Stil anpassen muss. Die Pedale hat man ja selbst unter Kontrolle seines Fahrzeuges (zumindest zur Zeit noch).
Wenn man also gerne Mitschwimmt, muss man dann auch die Bezeichnung "Raser" oder besser "zu Schnell Fahrer" akzeptieren.
Das was Du schreibst ist natürlich vollkommen Richtig!
Mir geht es aber auch darum, ob man selber wirklich der ist, der sich dann sklavisch an die Vorgabe hält, oder doch einfach mitfährt.
Ich bin eher derjenige, der in einem gewissen Rahmen + (bis max. 20km/h) an Geschwindigkeit, mitfährt.
Ich persönlich halte mich an die Regeln. Und im Auto mit Tempomat ist das ganze überhaupt kein Problem und mit dem Motorrad wird halt einmal mehr auf den tacho geschaut.
Muss und kann zum glück ja auch jeder selbst entscheiden. Mir geht es nur darum, dass man dann wenigstens, wenn man erwischt wird auch dazu steht und nicht die anderen als die "bösen" (z.B Abzocker) hinstellt, obwohl man es ja selbst in der Hand hat.
Habe jetzt nicht alles Durchgelesen, aber warum gleich nicht öffentliche Auspeitschung wie in Arabischen Ländern;)
Klar unsere Strafen sind lächerlich für Vermögende Leute. Warum nicht den Weg gehen, wie es die Italiener derzeit machen. So erzählte mir unserer Hotelier am Garadsee, wenn du 40kmh und schneller im Tunnel oder
Innerorts unterwegs bist dann ziehen die dir einfach dein KFZ ein und du kannst es zurückersteigern auf einer Öffentlichen Versteigerung + Strafe + Führerscheineinzug.
Ansonsten Einkommensabhänig wie Schweiz oder Finnland.
Denke der Staat braucht jetzt jeden Euro für unsere Gäste.
Zitat:
@Forster007 schrieb am 15. Juni 2016 um 07:43:07 Uhr:
Mir geht es nur darum, dass man dann wenigstens, wenn man erwischt wird auch dazu steht und nicht die anderen als die "bösen" (z.B Abzocker) hinstellt, obwohl man es ja selbst in der Hand hat.
Eine alte Spielerweisheit sagt "Wer zockt muss verlieren können"!
Im Umkehrschluss bedeutet das nichts anderes als "Wer zu schnell fährt muss mit Bestrafung rechnen". Das ist keine Abzocke, sondern einfach geltendes Recht und natürlich Pech wenn es einen erwischt ;).
Zitat:
@Der Lustige Alt schrieb am 15. Juni 2016 um 08:14:38 Uhr:
Denke der Staat braucht jetzt jeden Euro für unsere Gäste.
Ich glaube wenn wir dieses Thema jetzt auch noch hier erörtern, kommt zügig der Schwertträger um die Ecke geschossen :eek:.
Lassen wir besser....obwohl ;)
Haste recht. Der Kalifatstaat ist sowieso nicht relevant, das Moloch dort kann man mit Restdeutschland sowieso nicht vergleichen. Zudem würde dort die zuständige Scharia Police solche Gesetze sowieso nicht vollstrecken:D
Wenn Pistorius für eine Überschreitung von 20km/h 1000€ ansetzt, was will er dann bei z. Bsp. 50km Außerorts?
Zweimal im Jahr mit mehr als 26km/h erwischt werden führt doch schon zum Fahrverbot, reicht das nicht?
Geld hat man. Der eine zahlt sowas locker mit einem müden Lächel, der andere stottert es iwie ab.
Die Aussage eines vermögenden Geschäftsmannes kürzlich vor einem kroatischen Verkehrsgericht:
"Ja was wollen Sie denn. Mein Mercedes hat über 500 PS. Der kann nicht langsam. Ich fahre im Jahr 100tkm und fahre immer so." (Landstrasse statt 90 mit 170 und AB statt 130 über 230)
Das sind für mich definitiv unbelehrbare Raser die es auch hier in D gibt. Nur stört solche eine Geldstrafe relativ wenig.
Kurz mal auf der AB Gas geben um jemanden zu überholen der auf der mittleren Spur schleicht statt rechts zu fahren oder dauerhaft in der 100ter Zone 130 oder mehr zu fahren, da sehe ich einen Unterschied im Fahr/Fehlverhalten.
Zitat:
@Forster007 schrieb am 15. Juni 2016 um 06:52:49 Uhr:
Wenn der Blitzer bei erlaubten 100 schon bei 90 Losgeht, dann könnte man auch wieder von Abzocke reden.
Das sollte so nicht vorkommen!
Wir haben im Landkreis einen Blitzer, der anfangs bereits bei 80 auslöste.
Was meinst Du, was da los war? :eek:
http://www.welt.de/.../Blitzer-arbeitet-falsch-Geld-zurueck.html
Der Artikel gibt die Entrüstung und den Wuhau darum nicht annähernd wieder!
Eigentlich jeder der mehr als 100K/Jahr verdient, für den sind die "Strafen" lächerlich, nur kurz ärgerlich und das wars dann. Da bleibt bei keinem die Küche kalt. Strafe ist´s nur für die Durchschnittlichen Bürger, aber die fahren ja alle immer anständig;)
Es soll auch keine Neiddebatte werden, aber wer mehrere 100K/Jahr verdient, Fahrzeuge kauft/least die 150K/2500 EUR+mon. kosten den jucken die 500 EUR Strafe nun wirklich nicht. Der sieht das als "Renngebühr" die man gerne bezahlt falls man den erwischt wird.
Nur die auf die Punkte folgende MPU wird mit viel Geld auch nicht einfacher. Personen die gewohnt sind sich mit Einfluss und Geld die Türen zu öffnen und Probleme zu beseitigen stehen dort gerne mal da wie die Deppen weil man Einsicht und Reue nicht kaufen kann.
Und das ist der Unterschied zu anderen Ländern, Hier hat man eine ultimative Maßnahme bei der notorische Verkehrssünder Alle gleich sind, egal ob Arm oder Reich.
Ich verstehe diese ganzen Verkehrssicherheitsdebatten nie. Die braucht doch niemand.
Unsere - mittlerweile traditionellen - Verkehrsregeln dürften doch so wirklich jedem mittlerweile bekannt sein.
Falls sie jemand doch nicht kennen sollte, kann er sie hier nochmal ansehen: https://www.facebook.com/alterichgehkaputt/videos/1030504633654937/
Zitat:
@Sir Donald schrieb am 15. Juni 2016 um 11:22:05 Uhr:
Personen die gewohnt sind sich mit Einfluss und Geld die Türen zu öffnen und Probleme zu beseitigen stehen dort gerne mal da wie die Deppen weil man Einsicht und Reue nicht kaufen kann.
Daran glaubst Du aber nicht wirklich?
Wer über Einfluss in den richtigen Kreisen verfügt (Landes/Bundespolitik) und dann noch mal gerne eine nette Spende für einen guten Zweck (oder die regierende Partei) anbietet, hat doch bei einer MPU die besten Karten.
Wirklich angeschissen ist doch dort Otto Normalverbraucher der seinen Lappen braucht und natürlich einen unverzeihbaren Fehler begangen hat.