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Diskussionen zum BMW iX3 vor Markteinführung

BMW, BMW iX3
Themenstarteram 19. Dezember 2019 um 7:03

Hallo zusammen,

da es noch keinen passenden Thread für den kommenden BMW iX3 gibt, eröffne ich an dieser Stelle ein passendes Thema dazu, in dem zukünftig Infos zum ersten i-SUV von BMW gesammelt werden können.

Es gab bisher ja noch nicht allzuviele Infos, nun hat BMW aber offiziell ein paar allgemeine Daten und Details bzgl. des Antriebs veröffentlicht. Die wichtigsten Eckpunkte daraus:

- Produktionsstart in 2020

- WLTP Reichweite voraussichtlich 440km

- Netto-Kapazität des Akkus: 74kWh

- "eDrive Technologie" der 5. Generation (wie auch im i4 und iNext)

- 270 PS/400Nm Drehmoment

- Hinterradantrieb

- kein Laderaumverlust im Vergleich zur Verbrenner-Version

- globaler Produktionsstandort in Shenyang (China)

Zur Ladegeschwindigkeit (AC sowie DC) und sonstigen Ausstattungsdetails sowie den Preisen gibt's leider noch keine Angaben.

Beste Antwort im Thema

So, ich komme grad von der iX3 Besichtigung zurück. Wie ich eigentlich erwartet habe, gabs (für mich) nichts wirklich Neues zu entdecken. Das Fahrzeug ist innen wie aussen eigentlich ein "normaler" X3 (kein Sportpaket).

Von aussen kennt man ja alles schon von Bildern (es war wie üblich das weisse Modell ausgestellt). Die blauen Akzente sind Geschmackssache. Auf der Seite gefällts mir noch und auch in der unteren Nieren-Umrandung ist es noch stylisch. Hinten wirkt es aber etwas billig. Wie so blaue Plastikteile (Transportsicherung :D ).

Als ich bisschen auf die generellen Mängel der X3 G01 Serie eingegangen bin (z.B. Regenwasser bei den Seitenfenster), hat mir der "Verkäufer" die seitlichen Einfassungen der Frontscheibe gezeigt. Das war eine ca. 5mm Rille, die das Wasser zum Dach hinauf ableiten sollte. Ich weiss nicht, ob das jetzt normal ist oder beim iX3 optimiert wurde. Auf jeden Fall war die Rille schon ausgeprägt und sollte meiner Meinung schon etwas bringen. Obs auf der Autobahn bei einem kräftigeren Schauer reicht, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Kofferraum war ok. Ich sah keine negativen Kompromisse und es entspricht den hier schon gezeigten Bildern. Der Boden kann im vorderen Viertel geöffnet werden und darunter hats Platz für paar Kabel. Nicht sehr tief. Ein Reserverad (oder entsprechender Stauraum) habe ich nicht gesehen.

Als ich ihn nach dem Frunk gefragt habe (ich wusste ja, dass es keinen gab), hat der "Verkäufer" mich ungläubig angeschaut. Er konnte mit dem Begriff nichts anfangen. Habs ihm dann erklärt und dann hat er natürlich bestätigt, dass es vorne nichts gibt. Er wisse auch nicht, warum BMW darauf verzichet hat. (Vorweg schon: Wie zu erwarten konnte er eigentlich keine meiner Fragen beantworten. Er hat einfach das Wissen, was offiziell kommuniziert wurde und somit eh schon bekannt ist.)

Wir haben dann mal die Motorhaube geöffnen und darunter ist einfach eine grosse Kunststoffabdeckung zu sehen. Als ich die Abdeckung auf der Seite etwas anhob, konnte man gut erkennen, dass in der Mitte ein recht grosses, nicht genutztes Loch existiert. Hab ihm dann gesagt, dass mich das jetzt doch etwas sehr enttäuscht. Wenn BMW wenigstens irgendwelche andere Aggregate dort verbaut hätte, dann hätte ich es ja noch verstanden. Aber so ist es einfach eine vergebene Möglichkeit, locker einen (günstigen) Frunk einbauen zu können. Vom Platz hätte man dort sicher eine recht tiefe Kunststoffschale montieren können und diese dann mit einem wasserdichten Deckel obendrauf.

Das war das einzige Mal, wo er selber auch recht irritiert hinschaute und nicht verstand, warum BMW dort wertvollen Raum nicht nutzt. Als Ausrede meinte er, dass es vielleicht für einige zu umständlich wäre, vorher die Motorhaube zu öffnen, um an den Frunk zu kommen.

Ein paar Minuten vorher habe ich ihm aber noch beim Kofferaum-Unterboden erklärt, dass dort die Kabel nicht so sinnvoll sind, wenn man den ganzen Kofferraum voll Gepäck hat. (Was er auch zustimmte)

Der fehlende Frunk ist kein Deal-Killer, aber ärgerlich und zeigt wieder, dass man bei BMW einfach nicht wirklich den Willen hat, kundenorientiert mitzudenken.

Es war sowieso irgendwie erschreckend, dass er mir während der fast 2 Std. Präsentation eigentlich nur 3 Dinge aufzählen konnte, die dieses Modell von einem normalen X3 unterscheidet (mal abgesehen von der Elektrifizierung): Das war der ach so tolle Sound beim Einsteigen, die blauen Akzente aussen und das nun endlich vollwertige ID7 (also mit Professional Assistenten)!

Bei der Erwähnung vom Sound musste ich lachen und hab ihm auch gesagt, dass dies scheinbar auch bei der Weltpremiere das wichtigste Merkmal vom iX3 war. Er hat dann zugegeben, dass dies schon etwas zu prominent erwähnt wurde.

Und beim ID7 habe ich gesagt, dass man dies eigentlich bei einem neuen Modell erwartet. Schliesslich gibts das ja auch schon länger in anderen BMW-Modellen.

Also irgendwie hatte er nicht sehr viele Argumente für das Fahrzeug. Ausser dass es halt Leute anspricht, die ein "klassisches" Auto suchen, wo man nicht sofort ein E-Auto erkennt. (Andere Formulierung für ein bereits jetzt veraltetes Auto.)

Über geplante Stückzahlen und andere Lademöglichkeiten (V2G, "Plug and Charge") konnte er nichts sagen.

Auch bezüglich induktives Laden wusste er nichts. (Gabs ja schon beim X3 Hybrid nicht)

Er meinte nur, dass wohl viele Leute wegen der Strahlung vor dem Haus Angst haben und es deshalb nicht so gerne genommen wurde. (Und bei einem vollelektrischen Auto müsste ja die induktive Leistung noch höher sein, um überhaupt sinnvoll etwas laden zu können.)

Warum der 2. AC-Ladeanschluss in Europa weggefallen ist, obwohl er in China ja verbaut wird, wusste er auch nicht. Er meinte nur, dass sich hinten rechts halt "bei uns" bewährt hatte.

(Ach ja, der Ladedeckel ist rein mechanisch mit einem Druckschalter.)

Auf die Frage nach zukünftigen Antriebsversionen (Allrad, stärker) meinte er nur, dass "er sich vorstellen kann, dass da sicher noch was kommen wird." Hat dann aber schnell auf den i.Next verwiesen, wo es scheinbar definitiv mehrere Ausführungen geben werden soll.

Bezüglich Effizienz bzw. Reichweite blieb er natürlich auch an den offiziell, technischen Daten. Er strich die 150 kW Ladeleistung hervor und den Verbrauch von 18,5 kWh, welcher ja "bis zu 460 km" Reichweite ermöglichen soll. Hab ihm gesagt, dass wir dies mit den 150 kW Ladeleistung zuerst noch in der Praxis sehen müssen, wie gut die wirklich ist. (Hab ihm dann die Tabelle von meiner letzten Nachricht gezeigt, und erwähnt, dass der e-tron hier wirklich sehr flach und schnell lädt. Er ist nicht darauf eingegangen, weil es vermutlich zu technisch war oder er es nicht kommentieren wollte.)

Er hat mir dann noch die im Cockpit angezeigte Reichweite gezeigt. Die zeigte 374 km an, für ein Fahrzeug, dass vermutlich noch nicht gross bewegt wurde und ca. 90% aufgeladen war. Er meinte, dass man "sicher" auf 400 km kommen sollte.

Ich fragte ihn auch noch, ob er OTA kann bzw. ob das nur eine abgespeckte Variante sei (z.B. nur für Navi und Infotainment). Er sagte nur, dass man damit "alles" updaten könne und dies ja auch schon in anderen BMW-Modell so gemacht würde. Es würde aber nicht soweit gehen, dass dann z.B. ein ID8 geladen werden könne.

Wir haben dann noch bisschen über die BMW-Philosophie (Power of Choice) diskutiert und dass der iX3 im Frühling/Sommer (wenn er für die Kunden erhältlich ist) schon arg Konkurrenz hat. Und ob sich diese Kompromisslösungen (AHK-Zuladung, ungenützter Frunk, Mitteltunnel im Fond etc.) wirklich auszahlen oder nicht eher dann zum Bumerang werden.

Zuletzt habe ich ihn noch gefragt, ob es stimmt, dass BMW beim iX3 weniger Rabatt gibt, als bei den Verbrenner-Modellen. Er hat dies indirekt bestätigt, da ja von den vollelektrischen Modellen nicht soviele Stückzahlen verkauft werden und BMW hier somit keine so grossen Rabatte geben könne. Schlussendlich hänge es aber auch vom Händler ab.

Im Grossen und Ganzen bin ich also weder extrem enttäuscht, noch positiv überrascht worden. Die Besichtigung hat meine (niedrigen) Erwartungen erfüllt. Mir gefällt generell (noch) die aktuelle X3-Serie. Es ist noch eher ein klassiches SUV mit akzeptablen Dimensionen. Ich mag die SUV Coupé Form weniger, die jetzt überall kommt. Auch das Interieur ist schön und ich fühle mich wirklich wohl in dem Fahrzeug. Aber es wirkt jetzt schon leicht "veraltet" (vorallem, wenn man halt Studien von neuen Fahrzeugen sieht). Und meine Angst ist halt schon, wie empfinde ich das Auto in 2-3 Jahren? Bezahle ich hier nicht einen (saftigen) Premiumpreis für etwas, dass bei Auslieferung eigentlich schon 2 Jahre veraltet ist? (Ja, jedes neue Auto ist immer einige Jahre hinter dem aktuellen Stand der Technik. Aber vergleichbare 2021 Modelle wie Audi Q4 eTron, Nissan Ariya, VW id.4, Polestar 2 oder gar ein Nio ES6 wirken einfach moderner.)

Ansonsten gibt es an diesem Fahrzeug meiner Meinung nach kein wirkliches exklusives Merkmal, was andere nicht können. Ja, wenn der iX3 wirklich 18,5 kWh Verbrauch hat, dann ist das für seine noch ungünstige Form eigentlich sehr gut. Aber ich denke, das wir sich in der Praxis dann relativieren.

Irgendwie ein schönes Auto mit eigentlich (fast) allem, was ich persönlich brauche (nicht dass ich nicht mehr Leistung toll fände). Aber irgendwie kommt es zu spät auf den Markt.

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Zitat:

@flex-didi schrieb am 14. Juli 2020 um 19:12:03 Uhr:

von was träumst du nachts :confused:

Naja, es ist sicher nicht nur ein Gerücht, dass die ersten produzierten Modelle wohl noch eine "spezielle" Qualitätssicherung durchlaufen. Einfach, weil die Prozesse noch nicht vollständig eingespielt sind und vorallem, weil viele dieser Fahrzeuge auch zu den Autotestern weltweit gehen. Und die meisten Testberichte stammen aus dieser ersten Zeit und können Interesse wecken oder dämpfen. Deshalb sollten diese Fahrzeuge makellos sein. (Man erinnere sich an die leidige Geschichte mit den Gasdruckdämpfern, die in allen Youtube-Reviews so gelobt wurden und BMW als innovativen Hersteller darstellten....bis sie dann bald in der Serie dem Kostendruck zum Opfer fiel.)

Aber ob auch "First Edition" Modelle zu dieser Kategorie gehören, kann ich natürlich nicht beurteilen. 100 Fahrzeuge erscheinen mir zumindest nicht als viel.

Ich könnte mir vorstellen, dass für Kabel und ähnliches ein Frunk vorhanden ist, aber nichts, um eine Reisetasche oder Ähnliches unterzubringen

Zitat:

@Deckard19 schrieb am 14. Juli 2020 um 19:40:27 Uhr:

Zitat:

@flex-didi schrieb am 14. Juli 2020 um 19:12:03 Uhr:

von was träumst du nachts :confused:

Naja, es ist ...

...im Weiteren für den 2. Besitzer ein Gebrauchtwagen. Punkt.

Aber wer für ein Emblem mehr zahlen will. Bitte...

Zitat:

@bmwfreak.13 schrieb am 14. Juli 2020 um 19:40:36 Uhr:

Ich könnte mir vorstellen, dass für Kabel und ähnliches ein Frunk vorhanden ist, aber nichts, um eine Reisetasche oder Ähnliches unterzubringen

im video wird doch abwechselnd der jew. antriebs-strang "reingehoben", da ist nicht viel unterschied/ähnlich raumfüllendes verbaut/inkl. Abdeckung oben auf.

Ein wenig grenzwertig finde ich die Aufpreispolitik, so gibt es das HUD nur in der höherwertigen Variante, dann aber Serie. Verstehe einer BMW?

Wer versteht die technischen Daten? Auszug aus der Preisliste: 0-60 km/h: 3,7 sek, 0-100 km/h: 6,8 sek

Quelle: https://www.press.bmwgroup.com/.../454771

In mehren Artikel wird der Durchzug von 80-120 km/h mit 2,5 sek angegeben.

Beispiel: https://www.bimmertoday.de/.../

Wenn ich die Werte aus der Preisliste hernehme, braucht das Fahrzeug von 60-100 km/h 3,1 sek. Wie können dann 80-120 km/h soviel schneller sein? Der Luftwiderstand ist doch bei 20 km/h mehr auch schon höher und die 400 Nm liegen permanent an. Falsche Info, oder gibt es eine Erklärung?

Gruß Tim

- gelöscht -

Es gibt zwei Erklärungen:

1) Im Vorhinein wurde mal spekuliert, ob der iX3 mit einem Zweigang-Getriebe ausgestattet sei. Damit hätte man den unteren Bereich konstanten Drehmomentes oben nochmal einspiegeln können - halt im 2. Gang. Oder man hätte den Leistungsbereich noch mal nach unten einspiegeln können.

In der Preisliste jetzt steht aber eindeutig: "1 Gang Automatik". Also eine Festübersetzung.

2) Und damit: Die 400 Nm liegen nicht permanent an. Kann man ausrechnen:

Sondern das muss ab einem bestimmten Punkt runtergehen, wenn eine Festübersetzung drin ist. Hier an einem Model S.

http://mihalache.free.fr/TSLA/ModelS.png

Für den iX3: spätestens ab 5014 RPM *muss* das Drehmoment von den 400 Nm zurückgehen, sonst gehen Drehmoment [Nm] * RPM / 9550 über die 210 kW Peak-Leistung hinaus.

Aber: bis 5000 RPM steigt auch die Leistung linear an. Über 5000 RM hat man dann über einen bestimmten Bereich konstante Leistung von den 210 kW peak, während dann eben das Drehmoment abfällt. Wenn die 210 kW aber erst bei 6000 RPM erreicht werden (siehe Preisliste), dann hat er da nur noch 334 Nm, denn 6000 RPM * 334 Nm / 9550 = 210 kW.

Jetzt müsste man nur noch wissen, was die 5000 RPM oder 6000 RPM am iX3 als Geschwindigkeit wirklich bedeuten. Dafür bräuchte man die Achsübersetzung. Die Radgröße haben wir ja in der Preisliste.

Am Ende beschleunigt nicht Drehmoment ein Auto, sondern eine Kraft (F = m*a, a = F/m). Und diese Kraft folgt aus P = F * v, also F = P/v. Untenrum kommt, zwar Drehmoment, aber noch keine Drehzahl und damit auch keine hohe Leistung. Es müsste dann so sein, dass er zwischen 80 und 120 km/h über den Drehzahlbandbereich eine höhere mittlere Leistung abrufen kann, sodass selbst nach teilen durch das höhere v noch mehr Kraft übrig bleibt. Ob das wirklich gegeben ist, weiß ich nicht.

Technisch finde ich den iX3 mit Hinterradantrieb und der angegebenen Gewichtsverteilung sehr gut gelöst - wenn jetzt noch die "reale Reichweite" so bei 400km liegen würde, dann ist der iX3 wirklich interessant ... bin schon gespannt, wie er sich wirklich fährt !

Etwas enttäuscht bin ich hingegen von den Ausstattungs-Optionen - ich dachte, dass wird ein "X3 elektrisch". Aber kein Sport oder M-Sportpaket (damit kein M-Lenkrad), nur 2 Felgentypen, eingeschränkte Innenausstattung (Leder, Int.-Leisten), etc. - ist das dzt. nur für den Start so eingeschränkt und folgt da noch eine ordentliche Liste an SAs - oder bleibt's bei diesen Einschränkungen ?

Gruß,

Christian

Zu den Bildern:

https://cdn.motor1.com/images/mgl/3obBp/s3/bmw-ix3-2020.jpg

Das wird die China-Variante sein mit den 2 Inlets: hinten der GB/T Part 3 DC, vorne der GB/T Part 2 AC, der so leicht optisch mit einem Typ2 verwechselt wird.

Ach so: Dafür, dass da an der Vorderachse kein Motor drunter ist, ist da eine Menge Geraffel und auch Kühlung vorgesehen, selbst als Klimakühler.

https://www.motor-talk.de/.../bmw-ix3-i209913675.html

Und das die EU-Variante: nur hinten ein CCS.

Zitat:

Was denkt ihr was der Grund war, dass der iX3 serienmäßig fast vollausgestattet ist…

Damit er den Verbrenner-X3 und X3 als PHEV nicht so stark gefährdet vom Absatz her. Von wegen "Power of Choice".

Und damit BMW Marge machen kann aus den Subventionen der Staaten.

Und damit BMW die Early Adopter abschröpfen kann.

Solange Model Y außerdem kein günstigeres Standard Range hat (oder andere Konkurrenten wie e-tron und EQC oder id.4 günstiger wären), braucht man das auch vom ix3 nicht.

Zitat:

@christian_oele schrieb am 15. Juli 2020 um 08:31:52 Uhr:

Etwas enttäuscht bin ich hingegen von den Ausstattungs-Optionen - ich dachte, dass wird ein "X3 elektrisch". Aber kein Sport oder M-Sportpaket (damit kein M-Lenkrad), nur 2 Felgentypen, eingeschränkte Innenausstattung (Leder, Int.-Leisten), etc.

Finde ich ebenfalls sehr sehr schade, zumal beim E-tron und EQC ganz normal das S-Line und AMG-Paket ausgewählt werden kann. Das muss man wieder nicht verstehen bei BMW. Ich habe immer häufiger den Eindruck, die WOLLEN überhaupt keine E-Modelle verkaufen, müssen sie aber trotzdem anbieten.

am 15. Juli 2020 um 7:26

SUV über 2 Tonnen mit 500km Reichweite liest sich nicht wie Spitzentechnologie.

Zitat:

Haben diese limitierten "First Edition"-Modelle eigentlich einen besseren Wiederverkaufswert (wegen exklusiver Kennzeichnung und womoglich "handverlesener", besserer Qualität) oder ist das schlussendlich nur ein Marketing-Gag?

Nein, kein Marketing-Gag. Die First Edition Modelle haben in der Regel zwei Aufgaben, die produktionstechnisch bedingt sind.

1) Um First Edition Modelle zu bauen, nimmt man in der Regel eine Maximalausstattung. Damit muss man nicht auf Kundenbestellungen warten (wo jeder Drops was anderes ankreuzt), sondern kann von allen Zulieferern schon mal paar hundert oder tausend Teile fest bestellen. Damit testet man, dass alle Zulieferer auch für Stückzahl lieferfähig sind und auch in guter Qualität liefern. Auch den Verbau am Band testet man damit, denn die "Maximalausstatter" belegen die meisten Bandabschnitte mit "echter Arbeit", wo eine Basismodell dann einfach durchfährt, weil z.B. ein bestimmtes Teil dort nicht zu verbauen ist.

2) Die ersten Autos gehen ja gängig an Händler als Vorführer für die Kunden (Markteinführungsvolumen). Diese Händler kreuzen dafür in der Regel eh alles an, damit der Kunde erstmal alles testen kann und so zu Sondergeschichten verführt werden kann, von denen er oder sie vorher noch gar nicht wusste, dass er/sie das vermissen oder schätzen würde. In Folge hofft man drauf, dass der Kunde üppig auch in der Sonderaussatttungsliste die Kreuzchen macht und seine Preisrationaliät ein bisschen ablegt.

Nebeneffekt: Die ersten 100 oder 1000 Autos kaufen (über Drittfirmen) auch ganz viele Konkurrenten und Zulieferer, die das Fahrzeug dann analysieren und zerlegen. Auch die bestellen in der Regel Vollausstattung, um möglichst viel analysieren zu können.

Zitat:

@Laemat schrieb am 15. Juli 2020 um 09:26:09 Uhr:

SUV über 2 Tonnen mit 500km Reichweite liest sich nicht wie Spitzentechnologie.

Nicht? :confused:

@Grasoman

Danke, das macht Sinn. Im konkreten Fall des iX3 ist das aber ja nun bisschen anders, da es nur 2 Ausstattungspakete gibt und das bessere davon eigentlich beinahe eine Vollausstattung bietet. Der Käufer kann hier also gar nicht mehr soviele Optionen zusammenstellen.

Anders gefragt, was ist der wirkliche Mehrwert einer First Edition für den Käufer? (Und nein, ich meine jetzt nicht die exklusive Kennzeichnung.) Sondern rein finanziell oder qualitativ. Schliesslich ist das Bestellfenster sehr kurz.

Falls jemand Zeit hat und nicht unbedingt eines der ersten gelieferten Modelle haben muss, dann sehe ich eigentlich keinen wirklichen Nutzen für die Bestellung einer First Edition. Zumindest nicht finanziell. Ob ein First Edition Modell qualitativ besser konstruiert/verarbeitet wurde, ist eh nicht nachweisbar. (Ich bin zwar davon überzeugt, aber das ist halt nur ein Bauchgefühl. Man kann auch später ein makelloses Modell erwischen...oder Pech haben.)

Ich sehe, dass zumindest in der Schweiz beim Impressive-Paket noch ein kostenloses "plug@home"-Paket enthalten ist. (Beinhaltet die Wallbox Essential, sowie eine Beteiligung an die Kosten für die Standardinstallation in der Höhe von bis zu CHF 1'950.-)

Aber dies scheint nichts mit der First Edition zu tun zu haben. Würde man wohl auch später beim Impressive-Paket erhalten.(Möglicherweise aber zeitlich limitierte Aktion)

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