Diesel vor dem Aus?
Mal eine etwas provokante Frage zu einem interessanten Thema.
Ich bin ja auch nahezu genötigt worden, einen Diesel zu bestellen. Ich kann gut damit leben und fahre ihn gern.
Aber gehört nicht selbst mittelfristig anderen Konzepten die Zukunft?
Solange zum Beispiel ein 520d angeboten werden kann ist man in der heutigen Welt sicher noch sehr konkurrenzfähig, aber allein die Preisentwicklungen der nächsten 2 Jahre kann niemand vorhersehen.
Hier mal was Interessantes aus dem Stern dazu:
Zitat:
Sparsam, das war einmal
Er stank, rußte und ruckelte. Doch dann holte der Dieselmotor mächtig auf, bei hubraumstarken Modellen hat er den Benziner inzwischen abgehängt. Jetzt kostet Diesel vereinzelt mehr als Super. Kommt nun das Ende einer Ära?
Warum erhöhen die Mineralölkonzerne die Preise? Weil sie's können. Das zumindest ist der Eindruck, den der neueste schlechte Preiswitz bei den Fahrern erzeugt: Leser der Bild-Zeitung haben mehrere Tankstellen entdeckt, bei denen der Dieselpreis den von Superbenzin überholt hat. Und selbst, wenn das Einzelfälle sind, ist die durchschnittliche Differenz auf nur sieben Cent zusammengeschrumpft. Dazu der ADAC: "So ein Preischaos haben wir noch nicht erlebt!" Ein Chaos, das Lenker und Kaufinteressenten vor die Frage stellt: Lohnt sich mein Diesel noch, oder ist jetzt Schluss mit dem Trend zum Selbstzünder.
Unterschiede bei der Mineralölsteuer
Die Energiesteuer, ehemals Mineralölsteuer genannt, ist jedenfalls nicht die Ursache für die Angleichung von Diesel- und Benzinpreisen. Sie liegt wie gehabt bei 47 Cent für Diesel und gut 65 Cent für Ottokraftstoffe. Macht knapp 20 Cent Unterschied. Es sind diese theoretischen 20 Cent, die jeden Autokäufer vor die Frage stellen, ob sich der Mehrpreis beim Kauf eines Diesels plus der höheren Kfz-Steuer plus der höheren Wartungskosten über den Verbrauch wieder reinfahren lässt. Ziemlich genau die Hälfte der Neuwagenkäufer hat im Oktober 2007 ja zum Diesel gesagt.
Dieselanteil stark gestiegen
Wie stark der Trend zum Heizöl-Ferrari geworden ist, beweist ein Blick ins Archiv: Im Editorial der "auto, motor und sport" vom November 1995 verspricht ein Londoner Marktforschungsinstitut einen dicken Anstieg des Dieselanteils von 15,4 Prozent im Jahr 1996 auf 25,4 Prozent für das Jahr 2004. "Cabrios und Oberklassemodelle sollen zu Trendsettern für den neuen Boom werden", hieß es 1995. Wie gesagt, heute ist es die Hälfte. Ein weiterer Blick in die Zulassungsstatistik zeigt, dass vor allem Käufer großvolumiger Wagen zum Diesel greifen. Der prozentuale Verbrauchsvorteil schlägt bei ihnen am meisten zu Buche, und während Golf & Co. um jeden Käufer ringen, sieht es etwa bei den schweren SUVs super aus.
Ist es also die steigende Nachfrage, die zur Preisexplosion beim Diesel führt? Dafür spricht, dass das Verhältnis von Diesel zu Benzin, das aus einem Liter Rohöl gewonnen werden kann, immer gleich bleibt. Zum Nachfrageschub trägt auch der Boom bei den Lkw bei: In Deutschland stiegen die Verkaufszahlen von etwa 77.000 Einheiten im Jahr 2004 auf geschätzte 96.000 Laster in diesem Jahr. Immerhin, die heimische Industrie profitiert davon: Marktführer Mercedes hat einen Anteil von über 39 Prozent am Kuchen. Noch krasser sieht es für den europäischen Gesamtmarkt aus. Da sind aus knapp 337.00 Lkw im Jahr 2004 inzwischen 413.000 geworden.
Start der Heizölsaison
Immerhin, das Heizöl kann kein Grund für einen hohen Preis durch starke Nachfrage sein. Nach dem milden Winter des letzten Jahres sind viele Tanks noch gut gefüllt. Und ohnehin geht der Anteil der privaten Häuser und Wohnungen, die Wärme durch Heizöl erzeugen, seit Jahren stetig zurück und liegt derzeit bei nur noch einem Drittel. Viele Häuslebauer setzen auf Pellets, die nur halb so teuer sind noch.
Der Diesel fällt zurück
Mit dem ersten TDI, den Audi 1990 im verblichenen Typ 100 auf den Markt brachte, begann der Dieselboom. Diesel, das war plötzlich nicht mehr der Mercedes W123 in der Version 200 D, der sich mit 60 PS mühsam auf Tempo 130 quälte. Diesel, das war jetzt schnell und stark. Kein Vielfahrer kann heute noch darauf verzichten, und die Rennen in der Dienstwagenklasse, wer 215 und wer 221 fahren kann, sind der tägliche Beweis. Nur die Zukunft liegt im Dunkeln: Die Technik ist teuer und schwer, und sie wird mit Partikelfilter und den kommenden Harnstoff-Katalysatoren noch aufwändiger und teurer. Gleichzeitig gewinnt der Benziner durch Downsizing-Konzepte mit Hochaufladung und dem so genannten Diesotto an Boden. Steht der träge Automarkt vor der Wende? Möglich ist es, und der Staat wird seinen Teil dazu beitragen. Zum Beispiel mit einer CO2-basierten Kfz-Steuer. Sie wäre ein weiterer Fallstrick für den Diesel, weil er pro verbrauchtem Liter Sprit immer ein bisschen mehr Kohlendioxid produziert als Ottomotoren.
Keine Planungssicherheit für Käufer
Die Zeche zahlen die Fahrer, die beim Kauf ihres Diesels von Zahlen ausgegangen sind, die von der Wirklichkeit überholt wurden. Aber auch der Autoindustrie kann das Preis-Wirrwarr zusetzen: Neben der Verunsicherung über die kommende CO2-Steuer, Umweltminister Gabriel hatte diese Diskussion öffentlich angestoßen, ohne ein präzises Konzept zu haben, beseitigt jetzt die Preisunsicherheit die letzte Planungssicherheit beim Autokauf. "Wir raten dem Interessenten, unabhängig vom Treibstoff ein Auto zu kaufen, das möglichst wenig verbraucht", sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer, "alles andere ist Kaffeesatzleserei." Nur eins sei sicher: Dass der Ölpreis auf Dauer nicht sinken werde.
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Ich bin ja auch nahezu genötigt worden, einen Diesel zu bestellen. Ich kann gut damit leben und fahre ihn gern.
Aber gehört nicht selbst mittelfristig anderen Konzepten die Zukunft?
Solange zum Beispiel ein 520d angeboten werden kann ist man in der heutigen Welt sicher noch sehr konkurrenzfähig, aber allein die Preisentwicklungen der nächsten 2 Jahre kann niemand vorhersehen.
Hier mal was Interessantes aus dem Stern dazu:
Zitat:
Sparsam, das war einmal
Er stank, rußte und ruckelte. Doch dann holte der Dieselmotor mächtig auf, bei hubraumstarken Modellen hat er den Benziner inzwischen abgehängt. Jetzt kostet Diesel vereinzelt mehr als Super. Kommt nun das Ende einer Ära?
Warum erhöhen die Mineralölkonzerne die Preise? Weil sie's können. Das zumindest ist der Eindruck, den der neueste schlechte Preiswitz bei den Fahrern erzeugt: Leser der Bild-Zeitung haben mehrere Tankstellen entdeckt, bei denen der Dieselpreis den von Superbenzin überholt hat. Und selbst, wenn das Einzelfälle sind, ist die durchschnittliche Differenz auf nur sieben Cent zusammengeschrumpft. Dazu der ADAC: "So ein Preischaos haben wir noch nicht erlebt!" Ein Chaos, das Lenker und Kaufinteressenten vor die Frage stellt: Lohnt sich mein Diesel noch, oder ist jetzt Schluss mit dem Trend zum Selbstzünder.
Unterschiede bei der Mineralölsteuer
Die Energiesteuer, ehemals Mineralölsteuer genannt, ist jedenfalls nicht die Ursache für die Angleichung von Diesel- und Benzinpreisen. Sie liegt wie gehabt bei 47 Cent für Diesel und gut 65 Cent für Ottokraftstoffe. Macht knapp 20 Cent Unterschied. Es sind diese theoretischen 20 Cent, die jeden Autokäufer vor die Frage stellen, ob sich der Mehrpreis beim Kauf eines Diesels plus der höheren Kfz-Steuer plus der höheren Wartungskosten über den Verbrauch wieder reinfahren lässt. Ziemlich genau die Hälfte der Neuwagenkäufer hat im Oktober 2007 ja zum Diesel gesagt.
Dieselanteil stark gestiegen
Wie stark der Trend zum Heizöl-Ferrari geworden ist, beweist ein Blick ins Archiv: Im Editorial der "auto, motor und sport" vom November 1995 verspricht ein Londoner Marktforschungsinstitut einen dicken Anstieg des Dieselanteils von 15,4 Prozent im Jahr 1996 auf 25,4 Prozent für das Jahr 2004. "Cabrios und Oberklassemodelle sollen zu Trendsettern für den neuen Boom werden", hieß es 1995. Wie gesagt, heute ist es die Hälfte. Ein weiterer Blick in die Zulassungsstatistik zeigt, dass vor allem Käufer großvolumiger Wagen zum Diesel greifen. Der prozentuale Verbrauchsvorteil schlägt bei ihnen am meisten zu Buche, und während Golf & Co. um jeden Käufer ringen, sieht es etwa bei den schweren SUVs super aus.
Ist es also die steigende Nachfrage, die zur Preisexplosion beim Diesel führt? Dafür spricht, dass das Verhältnis von Diesel zu Benzin, das aus einem Liter Rohöl gewonnen werden kann, immer gleich bleibt. Zum Nachfrageschub trägt auch der Boom bei den Lkw bei: In Deutschland stiegen die Verkaufszahlen von etwa 77.000 Einheiten im Jahr 2004 auf geschätzte 96.000 Laster in diesem Jahr. Immerhin, die heimische Industrie profitiert davon: Marktführer Mercedes hat einen Anteil von über 39 Prozent am Kuchen. Noch krasser sieht es für den europäischen Gesamtmarkt aus. Da sind aus knapp 337.00 Lkw im Jahr 2004 inzwischen 413.000 geworden.
Start der Heizölsaison
Immerhin, das Heizöl kann kein Grund für einen hohen Preis durch starke Nachfrage sein. Nach dem milden Winter des letzten Jahres sind viele Tanks noch gut gefüllt. Und ohnehin geht der Anteil der privaten Häuser und Wohnungen, die Wärme durch Heizöl erzeugen, seit Jahren stetig zurück und liegt derzeit bei nur noch einem Drittel. Viele Häuslebauer setzen auf Pellets, die nur halb so teuer sind noch.
Der Diesel fällt zurück
Mit dem ersten TDI, den Audi 1990 im verblichenen Typ 100 auf den Markt brachte, begann der Dieselboom. Diesel, das war plötzlich nicht mehr der Mercedes W123 in der Version 200 D, der sich mit 60 PS mühsam auf Tempo 130 quälte. Diesel, das war jetzt schnell und stark. Kein Vielfahrer kann heute noch darauf verzichten, und die Rennen in der Dienstwagenklasse, wer 215 und wer 221 fahren kann, sind der tägliche Beweis. Nur die Zukunft liegt im Dunkeln: Die Technik ist teuer und schwer, und sie wird mit Partikelfilter und den kommenden Harnstoff-Katalysatoren noch aufwändiger und teurer. Gleichzeitig gewinnt der Benziner durch Downsizing-Konzepte mit Hochaufladung und dem so genannten Diesotto an Boden. Steht der träge Automarkt vor der Wende? Möglich ist es, und der Staat wird seinen Teil dazu beitragen. Zum Beispiel mit einer CO2-basierten Kfz-Steuer. Sie wäre ein weiterer Fallstrick für den Diesel, weil er pro verbrauchtem Liter Sprit immer ein bisschen mehr Kohlendioxid produziert als Ottomotoren.
Keine Planungssicherheit für Käufer
Die Zeche zahlen die Fahrer, die beim Kauf ihres Diesels von Zahlen ausgegangen sind, die von der Wirklichkeit überholt wurden. Aber auch der Autoindustrie kann das Preis-Wirrwarr zusetzen: Neben der Verunsicherung über die kommende CO2-Steuer, Umweltminister Gabriel hatte diese Diskussion öffentlich angestoßen, ohne ein präzises Konzept zu haben, beseitigt jetzt die Preisunsicherheit die letzte Planungssicherheit beim Autokauf. "Wir raten dem Interessenten, unabhängig vom Treibstoff ein Auto zu kaufen, das möglichst wenig verbraucht", sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer, "alles andere ist Kaffeesatzleserei." Nur eins sei sicher: Dass der Ölpreis auf Dauer nicht sinken werde.
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302 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von alderan_22
Wenn ich bedenke das eine Vielzahl der Freds hier zu Höchstgeschwindigkeit und Fahrspaß ist, was bei vielen anscheinend unabdingbar gekoppelt ist, dann ist mein Rezept gegen die Konzerne einfach mal vom Gas zu gehen...
Genauso sieht es aus.
Seltsamerweise hat die Anzahl der Geschwindigkeits-Threads auf MT seit den massiven Kraftstoff-Preissteigerungen nicht abgenommen...:cool: :D
Zitat:
Original geschrieben von alderan_22
Naja, so ganz kann ich jetzt die Jammerei über die Kosten nicht teilen. Ein E60 Benzinfahrer braucht bei 15tkm im Jahr ca. 175€ pro Monat. Ein Kleinwagenfahrer wird so bei 100€ p.m. liegen. Das ist gerade mal soviel wie manch einer verpafft.
manch eine Familie muss hiervon im Monat "LEBEN" - dies sollte man sich immer schön vor Augen halten!
Zitat:
Original geschrieben von alderan_22
Wenn ich bedenke das eine Vielzahl der Freds hier zu Höchstgeschwindigkeit und Fahrspaß ist, was bei vielen anscheinend unabdingbar gekoppelt ist, dann ist mein Rezept gegen die Konzerne einfach mal vom Gas zu gehen oder öfters mal zu laufen oder das Fahrrad zu benutzen. Aber ganz ehrlich bei dem Sauwetter pack ich das auch nicht. ;)
Da stimm ich voll zu. Für mich ist Fahrspaß nicht mit hohen Geschwindigkeiten verbunden. Mir macht es mehr Spaß, mit meinem Auto spritsparend zu fahren (130 auf AB, vorausschauend fahren, bremsen möglichst vermeiden, sondern vom Gas gehen und ausrollen lassen, natürlich bei eingelegtem Gang) und dann alle Raser an der Tanke auszulachen, die mit noch vor 10 Minuten mit 200 auf der AB überholt haben :D:D:p.
MfG
Franzl
@thkneb
fährt aber sicher keinen e60 wie ich vermute?
375€? Für ein Kind? Da klafft wohl eine extreme Lücke zwischen viel und wenig. :eek:
Wenn mir der Spritpreis 100% egal wäre, würde ich Benziner fahren. Also spare ich schon irgendwie, oder? ;)
Zitat:
Original geschrieben von Franzl89
Für mich ist Fahrspaß nicht mit hohen Geschwindigkeiten verbunden. Mir macht es mehr Spaß, mit meinem Auto spritsparend zu fahren...
Damit befindest du dich in einer Gesellschaft, deren Anhängerschaft ständig zunimmt...;)
Zitat:
Original geschrieben von Bartman
Wenn mir der Spritpreis 100% egal wäre, würde ich Benziner fahren. Also spare ich schon irgendwie, oder? ;)
Die Frage die ich mir immer stelle ist spare ich am richtigen Ende? Beim Diesel hab ich eine klare Entscheidung getroffen.
Selbst mal unterstellt der Diesel würde bei 15000km irgendwo Geld einsparen was ich nach wievor errechnen kann, würde ich eher eine Sonderausstattung weglassen, z.B. die Metalliclackierung und schon bin ich pari.
Zitat:
Original geschrieben von alderan_22
Selbst mal unterstellt der Diesel würde bei 15000km irgendwo Geld einsparen was ich nach wievor errechnen kann, würde ich eher eine Sonderausstattung weglassen, z.B. die Metalliclackierung und schon bin ich pari.
Das kann man so nicht pauschalisieren, da es von der Haltedauer und der Jahresfahrleistung des Fahrzeuges abhängt.
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Zitat:
Original geschrieben von alderan_22
Selbst mal unterstellt der Diesel würde bei 15000km irgendwo Geld einsparen was ich nach wievor errechnen kann, würde ich eher eine Sonderausstattung weglassen, z.B. die Metalliclackierung und schon bin ich pari.
Das kann man so nicht pauschalisieren, da es von der Haltedauer und der Jahresfahrleistung des Fahrzeuges abhängt.
Rrrrrichtig!
@alderan:
Dann sind wir wieder dabei: Spare ich am richtigen, oder falschen Ende?! ;) Ich bin wirklich auch kein Dieselfreund, aber so "billig" (nur auf den Verbrauch bezogen) wie in so einem Auto kann man mit keinem Benzin-5er Spaß haben. Das kannst du nicht abstreiten. :p
Gruß
So lange die Mineralölunternehmen nicht weiter an der Diesel-Preisschraube drehen, hast du wohl Recht.
Zitat:
Original geschrieben von sulu
So lange die Mineralölunternehmen nicht weiter an der Diesel-Preisschraube drehen, hast du wohl Recht.
Das wird aber hoffentlich bald besser, da viele Dieselfahrer endlich begreifen, dass sie nichts sparen.
Zitat:
Original geschrieben von sulu
So lange die Mineralölunternehmen nicht weiter an der Diesel-Preisschraube drehen, hast du wohl Recht.
Nenn mir eine Preisschraube, an der in dieser Abzockergesellschaft NICHT gedreht wird.
So langsam sollte man mit dieser Erscheinung adäquat umzugehen gelernt haben.
Und was nun speziell die Diesel-Geschichte angeht, so gibt es noch immer keine vergleichbare Motorisierung, mit der man derart sparsam unterwegs ist.
Die klammheimliche Freude der Benziner-Fans ist zwar durchaus nachvollziehbar, lässt aber dennoch jedwede rationale Basis vermissen. Rein verbrauchstechnisch ist der Selbstzünder noch immer ungeschlagen.
Und dass sich hirnentleerte Politikerköpfe wohl niemals werden entscheiden können, ob ein Diesel nun strafbesteuert oder doch besser steuervergünstigt werden muss, darf einem Herrn Diesel wohl kaum zum Vorwurf gemacht werden.
Apropos Vakuumköpfe ... da fällt mir doch spontan die wunderbare Erleuchtung umweltbegeisterter Amis ein, die nämlich herausgefunden haben, dass man Autos bauen kann, die statt eines Tankstutzens eine Steckdose besitzen. Ist das nicht fantastisch?! Nie wieder Sorgen mit dem fiesen schmierigen Öl ... ganz einfach anstöpseln und dann sorglos weiterfahren. Eine saubere Sache! Da freut sich die Umwelt, da freut sich das Klima, da freut sich der Geldbeutel ... da freut sich das naive Ami-Hirn.
Frage niemals einen Amerikaner, was er vom Diesel hält ... er kennt ihn nicht.
Aber suchst du nach den einfachsten und genialsten Lösungen für all deine Probleme, frage zu allererst einen Amerikaner!
"It's so easy, Baby!"
Tüte
Man kann sich ja nicht um alles eine Kopf machen. Manche Dinge sollen Spaß machen und keine Probleme mit sich bringen. Dazu gehört bei mir das Auto fahren. Und das ganz abgesehen von meinem Auto.
Um zum Thema was beizutragen. Meine Frau hat nen X5 3,0d. Sie fährt ca 15TKM im Jahr. Gestern Abend habe ich entschieden die Gurke im Mai abzugeben, und gegen einen Beziner zu tauschen. Mit dieser Kilometerleistung bringt der diesel ausser Lärm überhauptnix.
Die Schrankwand klingt jeden Morgen wie ein T5 Transporter :D Und Ganz schlimm ist bei Ihrem zwar erst ein Jahr alten Modell die Rudolf-Diesel-Gedenksekunde beim anfahren. Das nervt extrem.
Es wird dann wohl ein neuer X5 benziner werden :)
Ob nun Freunde des Diesels oder der Benziner: beides sind Vertreter einer mittel- bis langfristig aussterbenden Gattung. Sowohl Diesel als auch Benzin werden durch Rohöl hergestellt. Die Zukunft liegt in anderen Antirebsstoffen. Aber da darf man sich nichts vormachen: auch diese werden eines Tages zum Objekt der Begierde - sowohl von den Unternehmen, die diese anbieten, als auch von den Staaten, die sie besteuern werden. Denn im Endeffekt geht es darum, dass die Einnahmen fließen - in der Wirtschaft und beim Staat.
Zitat:
Apropos Vakuumköpfe ... da fällt mir doch spontan die wunderbare Erleuchtung umweltbegeisterter Amis ein, die nämlich herausgefunden haben, dass man Autos bauen kann, die statt eines Tankstutzens eine Steckdose besitzen. Ist das nicht fantastisch?! Nie wieder Sorgen mit dem fiesen schmierigen Öl ... ganz einfach anstöpseln und dann sorglos weiterfahren. Eine saubere Sache! Da freut sich die Umwelt, da freut sich das Klima, da freut sich der Geldbeutel ... da freut sich das naive Ami-Hirn.
Na ja, es gibt den Tesla, der ist ein reines Elektroauto. Beschleunigt in 4 Sek. auf 100, 200 Km/h Endgeschwindigkeit. Reichweite 300 - 400 km. Der fährt "wesentlich" verbrauchsärmer als ein Diesel. Der Leistungsverlust des Elektromotors ist fast Null. Die Kosten pro 100 km sind weniger als 10 Eurozent. Da wirst du mit dem Diesel wohl schwerlich hinkommen;)
Die neueste Generation Lithiumaccus für den Tesla ist in 15 Min voll geladen. Das ist zwar noch nicht offiziell, aber das kommt.
Der Tesla ist kein Auto für die Masse, weil zu teuer und nur ein Zweisitzer. Aber es ist der Anfang, denke ich. Da wird nochwas folgen. Und das ist in meinen Augen die Zukunft.
Übrigens hat Mercedes bei Tesla eingekauft, für dieses Überauto, von der letzten IAA ;)
Also nicht vorschnell schiessen, das kann auch ganz anders kommen :rolleyes: