ForumE60 & E61
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. BMW
  5. 5er
  6. E60 & E61
  7. Diesel vor dem Aus?

Diesel vor dem Aus?

Themenstarteram 5. Dezember 2007 um 8:40

Mal eine etwas provokante Frage zu einem interessanten Thema.

Ich bin ja auch nahezu genötigt worden, einen Diesel zu bestellen. Ich kann gut damit leben und fahre ihn gern.

Aber gehört nicht selbst mittelfristig anderen Konzepten die Zukunft?

Solange zum Beispiel ein 520d angeboten werden kann ist man in der heutigen Welt sicher noch sehr konkurrenzfähig, aber allein die Preisentwicklungen der nächsten 2 Jahre kann niemand vorhersehen.

Hier mal was Interessantes aus dem Stern dazu:

Zitat:

Sparsam, das war einmal

Er stank, rußte und ruckelte. Doch dann holte der Dieselmotor mächtig auf, bei hubraumstarken Modellen hat er den Benziner inzwischen abgehängt. Jetzt kostet Diesel vereinzelt mehr als Super. Kommt nun das Ende einer Ära?

Warum erhöhen die Mineralölkonzerne die Preise? Weil sie's können. Das zumindest ist der Eindruck, den der neueste schlechte Preiswitz bei den Fahrern erzeugt: Leser der Bild-Zeitung haben mehrere Tankstellen entdeckt, bei denen der Dieselpreis den von Superbenzin überholt hat. Und selbst, wenn das Einzelfälle sind, ist die durchschnittliche Differenz auf nur sieben Cent zusammengeschrumpft. Dazu der ADAC: "So ein Preischaos haben wir noch nicht erlebt!" Ein Chaos, das Lenker und Kaufinteressenten vor die Frage stellt: Lohnt sich mein Diesel noch, oder ist jetzt Schluss mit dem Trend zum Selbstzünder.

 

Unterschiede bei der Mineralölsteuer

Die Energiesteuer, ehemals Mineralölsteuer genannt, ist jedenfalls nicht die Ursache für die Angleichung von Diesel- und Benzinpreisen. Sie liegt wie gehabt bei 47 Cent für Diesel und gut 65 Cent für Ottokraftstoffe. Macht knapp 20 Cent Unterschied. Es sind diese theoretischen 20 Cent, die jeden Autokäufer vor die Frage stellen, ob sich der Mehrpreis beim Kauf eines Diesels plus der höheren Kfz-Steuer plus der höheren Wartungskosten über den Verbrauch wieder reinfahren lässt. Ziemlich genau die Hälfte der Neuwagenkäufer hat im Oktober 2007 ja zum Diesel gesagt.

 

Dieselanteil stark gestiegen

Wie stark der Trend zum Heizöl-Ferrari geworden ist, beweist ein Blick ins Archiv: Im Editorial der "auto, motor und sport" vom November 1995 verspricht ein Londoner Marktforschungsinstitut einen dicken Anstieg des Dieselanteils von 15,4 Prozent im Jahr 1996 auf 25,4 Prozent für das Jahr 2004. "Cabrios und Oberklassemodelle sollen zu Trendsettern für den neuen Boom werden", hieß es 1995. Wie gesagt, heute ist es die Hälfte. Ein weiterer Blick in die Zulassungsstatistik zeigt, dass vor allem Käufer großvolumiger Wagen zum Diesel greifen. Der prozentuale Verbrauchsvorteil schlägt bei ihnen am meisten zu Buche, und während Golf & Co. um jeden Käufer ringen, sieht es etwa bei den schweren SUVs super aus.

 

Ist es also die steigende Nachfrage, die zur Preisexplosion beim Diesel führt? Dafür spricht, dass das Verhältnis von Diesel zu Benzin, das aus einem Liter Rohöl gewonnen werden kann, immer gleich bleibt. Zum Nachfrageschub trägt auch der Boom bei den Lkw bei: In Deutschland stiegen die Verkaufszahlen von etwa 77.000 Einheiten im Jahr 2004 auf geschätzte 96.000 Laster in diesem Jahr. Immerhin, die heimische Industrie profitiert davon: Marktführer Mercedes hat einen Anteil von über 39 Prozent am Kuchen. Noch krasser sieht es für den europäischen Gesamtmarkt aus. Da sind aus knapp 337.00 Lkw im Jahr 2004 inzwischen 413.000 geworden.

Start der Heizölsaison

Immerhin, das Heizöl kann kein Grund für einen hohen Preis durch starke Nachfrage sein. Nach dem milden Winter des letzten Jahres sind viele Tanks noch gut gefüllt. Und ohnehin geht der Anteil der privaten Häuser und Wohnungen, die Wärme durch Heizöl erzeugen, seit Jahren stetig zurück und liegt derzeit bei nur noch einem Drittel. Viele Häuslebauer setzen auf Pellets, die nur halb so teuer sind noch.

 

Der Diesel fällt zurück

Mit dem ersten TDI, den Audi 1990 im verblichenen Typ 100 auf den Markt brachte, begann der Dieselboom. Diesel, das war plötzlich nicht mehr der Mercedes W123 in der Version 200 D, der sich mit 60 PS mühsam auf Tempo 130 quälte. Diesel, das war jetzt schnell und stark. Kein Vielfahrer kann heute noch darauf verzichten, und die Rennen in der Dienstwagenklasse, wer 215 und wer 221 fahren kann, sind der tägliche Beweis. Nur die Zukunft liegt im Dunkeln: Die Technik ist teuer und schwer, und sie wird mit Partikelfilter und den kommenden Harnstoff-Katalysatoren noch aufwändiger und teurer. Gleichzeitig gewinnt der Benziner durch Downsizing-Konzepte mit Hochaufladung und dem so genannten Diesotto an Boden. Steht der träge Automarkt vor der Wende? Möglich ist es, und der Staat wird seinen Teil dazu beitragen. Zum Beispiel mit einer CO2-basierten Kfz-Steuer. Sie wäre ein weiterer Fallstrick für den Diesel, weil er pro verbrauchtem Liter Sprit immer ein bisschen mehr Kohlendioxid produziert als Ottomotoren.

 

Keine Planungssicherheit für Käufer

 

Die Zeche zahlen die Fahrer, die beim Kauf ihres Diesels von Zahlen ausgegangen sind, die von der Wirklichkeit überholt wurden. Aber auch der Autoindustrie kann das Preis-Wirrwarr zusetzen: Neben der Verunsicherung über die kommende CO2-Steuer, Umweltminister Gabriel hatte diese Diskussion öffentlich angestoßen, ohne ein präzises Konzept zu haben, beseitigt jetzt die Preisunsicherheit die letzte Planungssicherheit beim Autokauf. "Wir raten dem Interessenten, unabhängig vom Treibstoff ein Auto zu kaufen, das möglichst wenig verbraucht", sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer, "alles andere ist Kaffeesatzleserei." Nur eins sei sicher: Dass der Ölpreis auf Dauer nicht sinken werde.

Zitatende

Wie ist eure Meinung?

Danke vorab

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 5. Dezember 2007 um 8:40

Mal eine etwas provokante Frage zu einem interessanten Thema.

Ich bin ja auch nahezu genötigt worden, einen Diesel zu bestellen. Ich kann gut damit leben und fahre ihn gern.

Aber gehört nicht selbst mittelfristig anderen Konzepten die Zukunft?

Solange zum Beispiel ein 520d angeboten werden kann ist man in der heutigen Welt sicher noch sehr konkurrenzfähig, aber allein die Preisentwicklungen der nächsten 2 Jahre kann niemand vorhersehen.

Hier mal was Interessantes aus dem Stern dazu:

Zitat:

Sparsam, das war einmal

Er stank, rußte und ruckelte. Doch dann holte der Dieselmotor mächtig auf, bei hubraumstarken Modellen hat er den Benziner inzwischen abgehängt. Jetzt kostet Diesel vereinzelt mehr als Super. Kommt nun das Ende einer Ära?

Warum erhöhen die Mineralölkonzerne die Preise? Weil sie's können. Das zumindest ist der Eindruck, den der neueste schlechte Preiswitz bei den Fahrern erzeugt: Leser der Bild-Zeitung haben mehrere Tankstellen entdeckt, bei denen der Dieselpreis den von Superbenzin überholt hat. Und selbst, wenn das Einzelfälle sind, ist die durchschnittliche Differenz auf nur sieben Cent zusammengeschrumpft. Dazu der ADAC: "So ein Preischaos haben wir noch nicht erlebt!" Ein Chaos, das Lenker und Kaufinteressenten vor die Frage stellt: Lohnt sich mein Diesel noch, oder ist jetzt Schluss mit dem Trend zum Selbstzünder.

 

Unterschiede bei der Mineralölsteuer

Die Energiesteuer, ehemals Mineralölsteuer genannt, ist jedenfalls nicht die Ursache für die Angleichung von Diesel- und Benzinpreisen. Sie liegt wie gehabt bei 47 Cent für Diesel und gut 65 Cent für Ottokraftstoffe. Macht knapp 20 Cent Unterschied. Es sind diese theoretischen 20 Cent, die jeden Autokäufer vor die Frage stellen, ob sich der Mehrpreis beim Kauf eines Diesels plus der höheren Kfz-Steuer plus der höheren Wartungskosten über den Verbrauch wieder reinfahren lässt. Ziemlich genau die Hälfte der Neuwagenkäufer hat im Oktober 2007 ja zum Diesel gesagt.

 

Dieselanteil stark gestiegen

Wie stark der Trend zum Heizöl-Ferrari geworden ist, beweist ein Blick ins Archiv: Im Editorial der "auto, motor und sport" vom November 1995 verspricht ein Londoner Marktforschungsinstitut einen dicken Anstieg des Dieselanteils von 15,4 Prozent im Jahr 1996 auf 25,4 Prozent für das Jahr 2004. "Cabrios und Oberklassemodelle sollen zu Trendsettern für den neuen Boom werden", hieß es 1995. Wie gesagt, heute ist es die Hälfte. Ein weiterer Blick in die Zulassungsstatistik zeigt, dass vor allem Käufer großvolumiger Wagen zum Diesel greifen. Der prozentuale Verbrauchsvorteil schlägt bei ihnen am meisten zu Buche, und während Golf & Co. um jeden Käufer ringen, sieht es etwa bei den schweren SUVs super aus.

 

Ist es also die steigende Nachfrage, die zur Preisexplosion beim Diesel führt? Dafür spricht, dass das Verhältnis von Diesel zu Benzin, das aus einem Liter Rohöl gewonnen werden kann, immer gleich bleibt. Zum Nachfrageschub trägt auch der Boom bei den Lkw bei: In Deutschland stiegen die Verkaufszahlen von etwa 77.000 Einheiten im Jahr 2004 auf geschätzte 96.000 Laster in diesem Jahr. Immerhin, die heimische Industrie profitiert davon: Marktführer Mercedes hat einen Anteil von über 39 Prozent am Kuchen. Noch krasser sieht es für den europäischen Gesamtmarkt aus. Da sind aus knapp 337.00 Lkw im Jahr 2004 inzwischen 413.000 geworden.

Start der Heizölsaison

Immerhin, das Heizöl kann kein Grund für einen hohen Preis durch starke Nachfrage sein. Nach dem milden Winter des letzten Jahres sind viele Tanks noch gut gefüllt. Und ohnehin geht der Anteil der privaten Häuser und Wohnungen, die Wärme durch Heizöl erzeugen, seit Jahren stetig zurück und liegt derzeit bei nur noch einem Drittel. Viele Häuslebauer setzen auf Pellets, die nur halb so teuer sind noch.

 

Der Diesel fällt zurück

Mit dem ersten TDI, den Audi 1990 im verblichenen Typ 100 auf den Markt brachte, begann der Dieselboom. Diesel, das war plötzlich nicht mehr der Mercedes W123 in der Version 200 D, der sich mit 60 PS mühsam auf Tempo 130 quälte. Diesel, das war jetzt schnell und stark. Kein Vielfahrer kann heute noch darauf verzichten, und die Rennen in der Dienstwagenklasse, wer 215 und wer 221 fahren kann, sind der tägliche Beweis. Nur die Zukunft liegt im Dunkeln: Die Technik ist teuer und schwer, und sie wird mit Partikelfilter und den kommenden Harnstoff-Katalysatoren noch aufwändiger und teurer. Gleichzeitig gewinnt der Benziner durch Downsizing-Konzepte mit Hochaufladung und dem so genannten Diesotto an Boden. Steht der träge Automarkt vor der Wende? Möglich ist es, und der Staat wird seinen Teil dazu beitragen. Zum Beispiel mit einer CO2-basierten Kfz-Steuer. Sie wäre ein weiterer Fallstrick für den Diesel, weil er pro verbrauchtem Liter Sprit immer ein bisschen mehr Kohlendioxid produziert als Ottomotoren.

 

Keine Planungssicherheit für Käufer

 

Die Zeche zahlen die Fahrer, die beim Kauf ihres Diesels von Zahlen ausgegangen sind, die von der Wirklichkeit überholt wurden. Aber auch der Autoindustrie kann das Preis-Wirrwarr zusetzen: Neben der Verunsicherung über die kommende CO2-Steuer, Umweltminister Gabriel hatte diese Diskussion öffentlich angestoßen, ohne ein präzises Konzept zu haben, beseitigt jetzt die Preisunsicherheit die letzte Planungssicherheit beim Autokauf. "Wir raten dem Interessenten, unabhängig vom Treibstoff ein Auto zu kaufen, das möglichst wenig verbraucht", sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer, "alles andere ist Kaffeesatzleserei." Nur eins sei sicher: Dass der Ölpreis auf Dauer nicht sinken werde.

Zitatende

Wie ist eure Meinung?

Danke vorab

302 weitere Antworten
Ähnliche Themen
302 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von d5er

Zitat:

Original geschrieben von Cali65

 

Die Idee gibt es. Stell dir mal vor:

 

 

Ab morgen tanken nahezu alle deutschen Autofahrer auf einen Schlag nicht mehr bei Shell und z.B. Total. Nur noch bei Aral und anderen. Was meinst du, wann Shell in die Knie gehen würde und erheblichst die Preise senken würde. Das würde 3 Tage dauern. Maximal. Die anderen müssten dann wieder nachziehen.

 

Wir Autofahrer haben so viel Macht. Wir wissen es nur nicht bzw. sind nicht koordiniert. Das ist das Problem. Man müsste mal zu so etwas aufrufen. Und zwar so, dass es alle hören wie bei der Umweltaktion am 8. Dezember um 20 Uhr.

 

 

Wieso soll man dan bei Aral und BP tanken??

Ist das ein Marketinggag den wir da aufsitzen??

 

 

Gruß Martin

 Am besten nur noch bei Freien Tankstellen zu tanken... die können ja garnix für den preis und wenn die Großen der Spritt liegen bleibt, dann werden die vielleicht umdenken. ob man zu groß A oder groß B geht ist dann auch wurscht.

 

Grüße

Themenstarteram 7. Dezember 2007 um 8:09

Man kann es ja auch anders herum tun und nicht bei Aral tanken sondern bei Shell. Allerdings ist das eine Luftnummer und würde nicht funktionieren. Da müsste dann schon ein Aufruf über den ADAC zum Beispiel laufen, um das ausreichend publik zu machen. Und die würden sich hüten.

Diese Woche habe ich insgesammt 3 Mails bekommen die zum Shell Boykott aufgerufen haben.

War das bei euch genauso??

Gruß Martin

Zitat:

Original geschrieben von Nille72

[FLAME ON]

Da ja man gerade in Berlin darüber nachdenkt wie man die NPD endlich verbieten kann, sollten man sich über den VCD gleich auch noch Gedanken machen.

:D:D:D

[FLAME OFF]

So ähnlich war auch mein erster Gedanke. :D

Themenstarteram 7. Dezember 2007 um 9:10

Zitat:

Original geschrieben von d5er

Diese Woche habe ich insgesammt 3 Mails bekommen die zum Shell Boykott aufgerufen haben.

War das bei euch genauso??

Gruß Martin

Eine in der letzten Woche....

Zitat:

Original geschrieben von kevinmuc

Am besten nur noch bei Freien Tankstellen zu tanken... die können ja garnix für den preis und wenn die Großen der Spritt liegen bleibt, dann werden die vielleicht umdenken. ob man zu groß A oder groß B geht ist dann auch wurscht.

Die sogenannten "Freien" spielen dieses Spiel doch mit! Oder wieso erhöhen sie auch, wenn die "Großen"

nur aus Profitgier erhöhen?

Zitat:

Original geschrieben von sulu

Zitat:

Original geschrieben von kevinmuc

Am besten nur noch bei Freien Tankstellen zu tanken... die können ja garnix für den preis und wenn die Großen der Spritt liegen bleibt, dann werden die vielleicht umdenken. ob man zu groß A oder groß B geht ist dann auch wurscht.

Die sogenannten "Freien" spielen dieses Spiel doch mit! Oder wieso erhöhen sie auch, wenn die "Großen"

nur aus Profitgier erhöhen?

Und trotzdem bleiben die Freien meist einen Center drunter. Alleine das drastisch durchgezogene Preisevergleichen hätte Erfolg, wenn nicht jeder so bequem wäre, und auf die gesparten 60 Cent achten würde. Klar, was sind 60 Cent!? Wenn jeder so handeln würde, könnte man diesen Raffzähnen ein Schnippchen schlagen. Scheitern tuts (mal wieder) an der Bequemlichkeit von uns Autofahrern. :(

Naja, ein 3.0TDI Allroad kostet gerade mal 1.100 Euro mehr das Ergebniss würde dan wohl anders aussehen;)

Gruß Martin...findet den XC70 aber schöner.-

Zitat:

Original geschrieben von sulu

Zitat:

Original geschrieben von kevinmuc

 

Am besten nur noch bei Freien Tankstellen zu tanken... die können ja garnix für den preis und wenn die Großen der Spritt liegen bleibt, dann werden die vielleicht umdenken. ob man zu groß A oder groß B geht ist dann auch wurscht.

 

Die sogenannten "Freien" spielen dieses Spiel doch mit! Oder wieso erhöhen sie auch, wenn die "Großen"

nur aus Profitgier erhöhen?

 Ist eigentlich ganz einfach... die "freien" kaufen den Sprit auch ein. Wenn Aral & Co. die Preise erhöht an den eigenen Tankstellen, dann werden die "Großhandelspreise" auch erhöht. Der Freie hat keinen Einfluss auf die Preisentwicklung. Sobald er mehr bezahlen muss, muss er auch mehr verlangen... ist doch logisch oder? oder würdest du etwas billiger verkaufen wie du dafür zahlen müstest?

 

Punkt wäre der, dass wenn die Konzerneigenen Tankstellen "leer" bleiben würden, dann würden die Pächter den Konzeren auf die Füße steigen. Ein Einzelner Pächter könnte zwar nix ausrichten, allerdings als Kollektiv...

 

Geht man nicht mehr zu Aral oder shell etc. oder zu nem anderen Großen... dann bringt das nix, weil der begünsigste könnte die Preise gleich halten. 3 Tage Boykott... = 0 Auswirkungen.

 

Wird hingegen festgestellt das im Monatsschnitt 30 - 50% weniger an den Eigenen tankstellen verkauft wird, dann würde das durchaus Auswirkungen auf die langfristige Preisgestaltung haben.

 

Kennst doch den Spruch mit den Bellenden Hunden? die nicht beisen.

Hier in Deutschland meckern die Leute nur, aber machen nix. Von daher können sich Aral & Co. erlauben was sie wollen. Sie werden eh keine Probleme / Nachteile bekommen. Da in Deutschland eh nicht an einem Strang gezogen wird... jeder macht was er will und eine Gruppe macht Protesttanken nicht bei Shell die andre nicht bei Aral.

Was ist das Ergebniss von so kleinen "Aktionen" ? gegenüber den Konzeren NULL, manche Pächter haben weniger umsatz oder durch überlagerung von gegensätzlichen Aktionen wird vielleicht kein Unterschied erwirkt.

 

Mein Fazit daraus ist, dass man mit kurzen Aktionen NULL bewirken kann.

 

Würden hingegen 30 - 50% der Autofahrer nur noch bei Freien Tankstellen Tanken, dann würde es den Großen weh tun und hätte eine Wirkung. Aber wer von den vielfahrern will auf die Punkt, die Geschenke, die Meilen oder sonstige Add Ons verzichten?

 

Grüße

 

p.s. Gegengteile Behauptungen bitte mit Erläuterung :-)

Zitat:

Original geschrieben von Bartman

Und trotzdem bleiben die Freien meist einen Center drunter. Alleine das drastisch durchgezogene Preisevergleichen hätte Erfolg, wenn nicht jeder so bequem wäre, und auf die gesparten 60 Cent achten würde. Klar, was sind 60 Cent!? Wenn jeder so handeln würde, könnte man diesen Raffzähnen ein Schnippchen schlagen. Scheitern tuts (mal wieder) an der Bequemlichkeit von uns Autofahrern. :(

Dennoch steht fest, dass die sog. "Freien" im Windschatten der "Großen" auch ihre Preise anheben oder senken. Wieso, wenn sie doch nicht müssen? Die würden doch bei mehr Cent Unterschied erst recht einen riesen Reibach machen.

Zitat:

Original geschrieben von sulu

Zitat:

Original geschrieben von Bartman

 

Und trotzdem bleiben die Freien meist einen Center drunter. Alleine das drastisch durchgezogene Preisevergleichen hätte Erfolg, wenn nicht jeder so bequem wäre, und auf die gesparten 60 Cent achten würde. Klar, was sind 60 Cent!? Wenn jeder so handeln würde, könnte man diesen Raffzähnen ein Schnippchen schlagen. Scheitern tuts (mal wieder) an der Bequemlichkeit von uns Autofahrern. :(

 

Dennoch steht fest, dass die sog. "Freien" im Windschatten der "Großen" auch ihre Preise anheben oder senken. Wieso, wenn sie doch nicht müssen? Die würden doch bei mehr Cent Unterschied erst recht einen riesen Reibach machen.

 du meinst die würden dann riesen Verluste machen?!

 

Eine freie Tankstelle schlägt zwischen 0,5 und 1,3 Cent auf.

 

Geiz ist geil.... auch wenn man andere damit kaputt macht :)

Zitat:

Original geschrieben von sulu

Zitat:

Original geschrieben von Bartman

Und trotzdem bleiben die Freien meist einen Center drunter. Alleine das drastisch durchgezogene Preisevergleichen hätte Erfolg, wenn nicht jeder so bequem wäre, und auf die gesparten 60 Cent achten würde. Klar, was sind 60 Cent!? Wenn jeder so handeln würde, könnte man diesen Raffzähnen ein Schnippchen schlagen. Scheitern tuts (mal wieder) an der Bequemlichkeit von uns Autofahrern. :(

Dennoch steht fest, dass die sog. "Freien" im Windschatten der "Großen" auch ihre Preise anheben oder senken. Wieso, wenn sie doch nicht müssen? Die würden doch bei mehr Cent Unterschied erst recht einen riesen Reibach machen.

Begründung wurde oben geschrieben. Der Windschatten zieht den Preis für die Freien durch ebenfalls höhere Beschaffungskosten mit. Trotzdem ist noch dieser eine Cent vorhanden. :D

Zitat:

Original geschrieben von kevinmuc

 

Ist eigentlich ganz einfach... die "freien" kaufen den Sprit auch ein. Wenn Aral & Co. die Preise erhöht an den eigenen Tankstellen, dann werden die "Großhandelspreise" auch erhöht. Der Freie hat keinen Einfluss auf die Preisentwicklung. Sobald er mehr bezahlen muss, muss er auch mehr verlangen... ist doch logisch oder? oder würdest du etwas billiger verkaufen wie du dafür zahlen müstest?

p.s. Gegengteile Behauptungen bitte mit Erläuterung :-)

Ich behaupte mal das Gegenteil!

Denn wenn sich die Großhandelspreise erst dadurch erhöhen, wenn die "Großen" mehr Geld haben wollen, dann müssten parallel die Preise auch in allen anderen Ländern ansteigen, eben wegen der "Großhandelspreise". Das geschieht aber nicht.

am 7. Dezember 2007 um 10:20

Zitat:

Original geschrieben von Cali65

Hinzu kommt ja, dass zukünftig sehr viele Benziner - Fahrer Super Plus oder Ultimate tanken müssen, weil der Bio-Anteil am Benzin und SUper auf bis zu 20 % erhöht werden soll. Da bleibt dann nur der Umstieg auf die teuren Sorten.

Falsch. Aber völlig.

Der anteil soll auf 10% erhöht werden, und das verkraftet jeder Motor, selbst uralte BMWs aus den jahren 80 ;).

Klingt komisch ist aber so.

Der Betagte Passat (BJ 95) von meinem Dad bewege ich mit bis zu 70% Alkohol im tank. Probleme 0.

Der Wagen fährt damit jetzt seit 1 Jahr.

Der Motor ist wie neu. der Wagen schnurrt wie ne Katze und geht ab wie ein Brötchen.

diese unfundierte Hetze des ADAC ist wirklich zu davonlaufen.

und NEIEN Ethanol greift weder die dichtungen noch den motor an, ich kann es echt nicht mehr hören!

Schaut mal in Alternative Kraftstoffe hier im Forum. 3 Jahre langzeittests. in 99% der fälle ohne probleme mit alkoholanteilen jenseits der 50%

in den usa sind die GLEICHEN autos für E10 freigegeben. mit den exakt gleichen komponenten.

lalala. lasst euch nicht ...veräppeln.

Ich würde viel lieber ein Super mit 10% alk tanken. dieses verbrennt sauberer wie ein super + mit 5%

Zitat:

Original geschrieben von sulu

Zitat:

Original geschrieben von kevinmuc

 

 

Ist eigentlich ganz einfach... die "freien" kaufen den Sprit auch ein. Wenn Aral & Co. die Preise erhöht an den eigenen Tankstellen, dann werden die "Großhandelspreise" auch erhöht. Der Freie hat keinen Einfluss auf die Preisentwicklung. Sobald er mehr bezahlen muss, muss er auch mehr verlangen... ist doch logisch oder? oder würdest du etwas billiger verkaufen wie du dafür zahlen müstest?

 

p.s. Gegengteile Behauptungen bitte mit Erläuterung :-)

 

Ich behaupte mal das Gegenteil!

Denn wenn sich die Großhandelspreise erst dadurch erhöhen, wenn die "Großen" mehr Geld haben wollen, dann müssten parallel die Preise auch in allen anderen Ländern ansteigen, eben wegen der "Großhandelspreise". Das geschieht aber nicht.

 Das was du meinst sind die Preise für den Rotterdammer Handel.

 

Okay, also zu Erklärung:

 

Die Freie Tankstelle kann nicht am Rotterdammer Markt einkaufen. Dafür sind sie zu klein.

Dort bestimmen Alle Großen Raffenerien Europas (der Welt) das Angebot, und die Nachfrage wird bestimmt durch die verschiedenen Großabnehmer. Diese sind Weltweit vertetten.

Dort kaufen dann die Konzeren Ihren Treibstoff (sofern sie ihn nicht selbst Produzieren) und dann wird er an die Landesniederlassungen weiterverhöckert.

Die Landesniederlassung verteilt dann den Sprit in ein Art Monarchie an die eigenen Filialen und an Fremde ( Freie ) Anbieter. Dabei ist es meist so, dass die eigenen Filialen bessere Konditionen haben wie die freien.

Der Freie Anbieter muss sich einen Anbieter suchen, der in seinem Umkreis den treibstoff anbietet. Zu den Sprittkosten kommen noch Lieferkosten dazu.

Kleines Rechenbeispiel:

 

Lokaler Großhändler:

10 km Fahrtweg = (schätzungsweise) 50 € Transportkosten

 

Bezug im Ausland (für München)

160 km = (schätzungsweise) 600 € Transportkosten

 

So jetzt geh mal davon aus, das Sortenreiner bezug mit maximal 5000 Liter möglich ist. Da die Tanks pro Sorte nicht größer sind.

 

So dann schlag mal die Transportkosten auf den Liter um!

 

Großhandelspreis ist nicht gleich Großhandelspreis. Must immer schauen wieviele Retailer dazwischen stehen.

 

Na wenn man die komplexen zusammenhänge nicht sehen will, dann kann man immer einfach Behauptungen aufstellen, also deine Argumentation war mager :)

 

grüße

Deine Antwort
Ähnliche Themen