Diesel vor dem Aus?
Mal eine etwas provokante Frage zu einem interessanten Thema.
Ich bin ja auch nahezu genötigt worden, einen Diesel zu bestellen. Ich kann gut damit leben und fahre ihn gern.
Aber gehört nicht selbst mittelfristig anderen Konzepten die Zukunft?
Solange zum Beispiel ein 520d angeboten werden kann ist man in der heutigen Welt sicher noch sehr konkurrenzfähig, aber allein die Preisentwicklungen der nächsten 2 Jahre kann niemand vorhersehen.
Hier mal was Interessantes aus dem Stern dazu:
Zitat:
Sparsam, das war einmal
Er stank, rußte und ruckelte. Doch dann holte der Dieselmotor mächtig auf, bei hubraumstarken Modellen hat er den Benziner inzwischen abgehängt. Jetzt kostet Diesel vereinzelt mehr als Super. Kommt nun das Ende einer Ära?
Warum erhöhen die Mineralölkonzerne die Preise? Weil sie's können. Das zumindest ist der Eindruck, den der neueste schlechte Preiswitz bei den Fahrern erzeugt: Leser der Bild-Zeitung haben mehrere Tankstellen entdeckt, bei denen der Dieselpreis den von Superbenzin überholt hat. Und selbst, wenn das Einzelfälle sind, ist die durchschnittliche Differenz auf nur sieben Cent zusammengeschrumpft. Dazu der ADAC: "So ein Preischaos haben wir noch nicht erlebt!" Ein Chaos, das Lenker und Kaufinteressenten vor die Frage stellt: Lohnt sich mein Diesel noch, oder ist jetzt Schluss mit dem Trend zum Selbstzünder.
Unterschiede bei der Mineralölsteuer
Die Energiesteuer, ehemals Mineralölsteuer genannt, ist jedenfalls nicht die Ursache für die Angleichung von Diesel- und Benzinpreisen. Sie liegt wie gehabt bei 47 Cent für Diesel und gut 65 Cent für Ottokraftstoffe. Macht knapp 20 Cent Unterschied. Es sind diese theoretischen 20 Cent, die jeden Autokäufer vor die Frage stellen, ob sich der Mehrpreis beim Kauf eines Diesels plus der höheren Kfz-Steuer plus der höheren Wartungskosten über den Verbrauch wieder reinfahren lässt. Ziemlich genau die Hälfte der Neuwagenkäufer hat im Oktober 2007 ja zum Diesel gesagt.
Dieselanteil stark gestiegen
Wie stark der Trend zum Heizöl-Ferrari geworden ist, beweist ein Blick ins Archiv: Im Editorial der "auto, motor und sport" vom November 1995 verspricht ein Londoner Marktforschungsinstitut einen dicken Anstieg des Dieselanteils von 15,4 Prozent im Jahr 1996 auf 25,4 Prozent für das Jahr 2004. "Cabrios und Oberklassemodelle sollen zu Trendsettern für den neuen Boom werden", hieß es 1995. Wie gesagt, heute ist es die Hälfte. Ein weiterer Blick in die Zulassungsstatistik zeigt, dass vor allem Käufer großvolumiger Wagen zum Diesel greifen. Der prozentuale Verbrauchsvorteil schlägt bei ihnen am meisten zu Buche, und während Golf & Co. um jeden Käufer ringen, sieht es etwa bei den schweren SUVs super aus.
Ist es also die steigende Nachfrage, die zur Preisexplosion beim Diesel führt? Dafür spricht, dass das Verhältnis von Diesel zu Benzin, das aus einem Liter Rohöl gewonnen werden kann, immer gleich bleibt. Zum Nachfrageschub trägt auch der Boom bei den Lkw bei: In Deutschland stiegen die Verkaufszahlen von etwa 77.000 Einheiten im Jahr 2004 auf geschätzte 96.000 Laster in diesem Jahr. Immerhin, die heimische Industrie profitiert davon: Marktführer Mercedes hat einen Anteil von über 39 Prozent am Kuchen. Noch krasser sieht es für den europäischen Gesamtmarkt aus. Da sind aus knapp 337.00 Lkw im Jahr 2004 inzwischen 413.000 geworden.
Start der Heizölsaison
Immerhin, das Heizöl kann kein Grund für einen hohen Preis durch starke Nachfrage sein. Nach dem milden Winter des letzten Jahres sind viele Tanks noch gut gefüllt. Und ohnehin geht der Anteil der privaten Häuser und Wohnungen, die Wärme durch Heizöl erzeugen, seit Jahren stetig zurück und liegt derzeit bei nur noch einem Drittel. Viele Häuslebauer setzen auf Pellets, die nur halb so teuer sind noch.
Der Diesel fällt zurück
Mit dem ersten TDI, den Audi 1990 im verblichenen Typ 100 auf den Markt brachte, begann der Dieselboom. Diesel, das war plötzlich nicht mehr der Mercedes W123 in der Version 200 D, der sich mit 60 PS mühsam auf Tempo 130 quälte. Diesel, das war jetzt schnell und stark. Kein Vielfahrer kann heute noch darauf verzichten, und die Rennen in der Dienstwagenklasse, wer 215 und wer 221 fahren kann, sind der tägliche Beweis. Nur die Zukunft liegt im Dunkeln: Die Technik ist teuer und schwer, und sie wird mit Partikelfilter und den kommenden Harnstoff-Katalysatoren noch aufwändiger und teurer. Gleichzeitig gewinnt der Benziner durch Downsizing-Konzepte mit Hochaufladung und dem so genannten Diesotto an Boden. Steht der träge Automarkt vor der Wende? Möglich ist es, und der Staat wird seinen Teil dazu beitragen. Zum Beispiel mit einer CO2-basierten Kfz-Steuer. Sie wäre ein weiterer Fallstrick für den Diesel, weil er pro verbrauchtem Liter Sprit immer ein bisschen mehr Kohlendioxid produziert als Ottomotoren.
Keine Planungssicherheit für Käufer
Die Zeche zahlen die Fahrer, die beim Kauf ihres Diesels von Zahlen ausgegangen sind, die von der Wirklichkeit überholt wurden. Aber auch der Autoindustrie kann das Preis-Wirrwarr zusetzen: Neben der Verunsicherung über die kommende CO2-Steuer, Umweltminister Gabriel hatte diese Diskussion öffentlich angestoßen, ohne ein präzises Konzept zu haben, beseitigt jetzt die Preisunsicherheit die letzte Planungssicherheit beim Autokauf. "Wir raten dem Interessenten, unabhängig vom Treibstoff ein Auto zu kaufen, das möglichst wenig verbraucht", sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer, "alles andere ist Kaffeesatzleserei." Nur eins sei sicher: Dass der Ölpreis auf Dauer nicht sinken werde.
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Aber gehört nicht selbst mittelfristig anderen Konzepten die Zukunft?
Solange zum Beispiel ein 520d angeboten werden kann ist man in der heutigen Welt sicher noch sehr konkurrenzfähig, aber allein die Preisentwicklungen der nächsten 2 Jahre kann niemand vorhersehen.
Hier mal was Interessantes aus dem Stern dazu:
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Sparsam, das war einmal
Er stank, rußte und ruckelte. Doch dann holte der Dieselmotor mächtig auf, bei hubraumstarken Modellen hat er den Benziner inzwischen abgehängt. Jetzt kostet Diesel vereinzelt mehr als Super. Kommt nun das Ende einer Ära?
Warum erhöhen die Mineralölkonzerne die Preise? Weil sie's können. Das zumindest ist der Eindruck, den der neueste schlechte Preiswitz bei den Fahrern erzeugt: Leser der Bild-Zeitung haben mehrere Tankstellen entdeckt, bei denen der Dieselpreis den von Superbenzin überholt hat. Und selbst, wenn das Einzelfälle sind, ist die durchschnittliche Differenz auf nur sieben Cent zusammengeschrumpft. Dazu der ADAC: "So ein Preischaos haben wir noch nicht erlebt!" Ein Chaos, das Lenker und Kaufinteressenten vor die Frage stellt: Lohnt sich mein Diesel noch, oder ist jetzt Schluss mit dem Trend zum Selbstzünder.
Unterschiede bei der Mineralölsteuer
Die Energiesteuer, ehemals Mineralölsteuer genannt, ist jedenfalls nicht die Ursache für die Angleichung von Diesel- und Benzinpreisen. Sie liegt wie gehabt bei 47 Cent für Diesel und gut 65 Cent für Ottokraftstoffe. Macht knapp 20 Cent Unterschied. Es sind diese theoretischen 20 Cent, die jeden Autokäufer vor die Frage stellen, ob sich der Mehrpreis beim Kauf eines Diesels plus der höheren Kfz-Steuer plus der höheren Wartungskosten über den Verbrauch wieder reinfahren lässt. Ziemlich genau die Hälfte der Neuwagenkäufer hat im Oktober 2007 ja zum Diesel gesagt.
Dieselanteil stark gestiegen
Wie stark der Trend zum Heizöl-Ferrari geworden ist, beweist ein Blick ins Archiv: Im Editorial der "auto, motor und sport" vom November 1995 verspricht ein Londoner Marktforschungsinstitut einen dicken Anstieg des Dieselanteils von 15,4 Prozent im Jahr 1996 auf 25,4 Prozent für das Jahr 2004. "Cabrios und Oberklassemodelle sollen zu Trendsettern für den neuen Boom werden", hieß es 1995. Wie gesagt, heute ist es die Hälfte. Ein weiterer Blick in die Zulassungsstatistik zeigt, dass vor allem Käufer großvolumiger Wagen zum Diesel greifen. Der prozentuale Verbrauchsvorteil schlägt bei ihnen am meisten zu Buche, und während Golf & Co. um jeden Käufer ringen, sieht es etwa bei den schweren SUVs super aus.
Ist es also die steigende Nachfrage, die zur Preisexplosion beim Diesel führt? Dafür spricht, dass das Verhältnis von Diesel zu Benzin, das aus einem Liter Rohöl gewonnen werden kann, immer gleich bleibt. Zum Nachfrageschub trägt auch der Boom bei den Lkw bei: In Deutschland stiegen die Verkaufszahlen von etwa 77.000 Einheiten im Jahr 2004 auf geschätzte 96.000 Laster in diesem Jahr. Immerhin, die heimische Industrie profitiert davon: Marktführer Mercedes hat einen Anteil von über 39 Prozent am Kuchen. Noch krasser sieht es für den europäischen Gesamtmarkt aus. Da sind aus knapp 337.00 Lkw im Jahr 2004 inzwischen 413.000 geworden.
Start der Heizölsaison
Immerhin, das Heizöl kann kein Grund für einen hohen Preis durch starke Nachfrage sein. Nach dem milden Winter des letzten Jahres sind viele Tanks noch gut gefüllt. Und ohnehin geht der Anteil der privaten Häuser und Wohnungen, die Wärme durch Heizöl erzeugen, seit Jahren stetig zurück und liegt derzeit bei nur noch einem Drittel. Viele Häuslebauer setzen auf Pellets, die nur halb so teuer sind noch.
Der Diesel fällt zurück
Mit dem ersten TDI, den Audi 1990 im verblichenen Typ 100 auf den Markt brachte, begann der Dieselboom. Diesel, das war plötzlich nicht mehr der Mercedes W123 in der Version 200 D, der sich mit 60 PS mühsam auf Tempo 130 quälte. Diesel, das war jetzt schnell und stark. Kein Vielfahrer kann heute noch darauf verzichten, und die Rennen in der Dienstwagenklasse, wer 215 und wer 221 fahren kann, sind der tägliche Beweis. Nur die Zukunft liegt im Dunkeln: Die Technik ist teuer und schwer, und sie wird mit Partikelfilter und den kommenden Harnstoff-Katalysatoren noch aufwändiger und teurer. Gleichzeitig gewinnt der Benziner durch Downsizing-Konzepte mit Hochaufladung und dem so genannten Diesotto an Boden. Steht der träge Automarkt vor der Wende? Möglich ist es, und der Staat wird seinen Teil dazu beitragen. Zum Beispiel mit einer CO2-basierten Kfz-Steuer. Sie wäre ein weiterer Fallstrick für den Diesel, weil er pro verbrauchtem Liter Sprit immer ein bisschen mehr Kohlendioxid produziert als Ottomotoren.
Keine Planungssicherheit für Käufer
Die Zeche zahlen die Fahrer, die beim Kauf ihres Diesels von Zahlen ausgegangen sind, die von der Wirklichkeit überholt wurden. Aber auch der Autoindustrie kann das Preis-Wirrwarr zusetzen: Neben der Verunsicherung über die kommende CO2-Steuer, Umweltminister Gabriel hatte diese Diskussion öffentlich angestoßen, ohne ein präzises Konzept zu haben, beseitigt jetzt die Preisunsicherheit die letzte Planungssicherheit beim Autokauf. "Wir raten dem Interessenten, unabhängig vom Treibstoff ein Auto zu kaufen, das möglichst wenig verbraucht", sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer, "alles andere ist Kaffeesatzleserei." Nur eins sei sicher: Dass der Ölpreis auf Dauer nicht sinken werde.
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302 Antworten
hoffen die Prius Fahrer!
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Zitat:
Original geschrieben von tobistenzel
Ich wäre mir da gar nicht mal so sicher... Wenn man den Energieverbrauch vergleicht könnte es knapp werden.
Das denke ich auch. Hat jemand den Vergleich schon mal in der Praxis durchgeführt?
Einen Vergleich habe ich nicht gemacht, aber ich bin mit meinem Prius schon längere Strecken mit 170 gefahren. Nach meiner Erfahrung liegt der Verbrauch beim Prius bei konstant 170 (in echt und nicht nach Tacho) bei ungefähr 10l/100km. Maximaler Momentanverbrauch war unter 12l/100km. Demnach müsste der 118d für gleiche Energieeffizienz auf einen Verbrauch von unter 9l/100km kommen.
Ich denke aber, dass in dieser Disziplin der BMW besser abschneidet, als der Prius. Ist aber nur so eine Vermutung.
Grüsse
Fabio
Nabend zusammen,
man kanns auch anders herum sehen.
Hab mir grad mal die Tesla HP angesehen. Das Ding sieht mir aus wie ein Lotus Elise mit Elektroantrieb. Gewicht ist mit 2690 engl Pound, also 2690/2,204 = 1220 Kg angegeben. Das ist so die Kategorie Golf 3 oder Vectra A.
Die 2 Cent pro Mile sind tatsächlich angegeben. allerdings USCent. Nun sein wir mal nicht knauserig, und setzen USCent und Euro Cent gleich, also 2 Eurocent pro 1 Meile. 100 engl Meilen sind ca 161 Km. Macht also 2 Cent mal 100 Meilen / 161 km = 1,24 Cent pro Km bzw 1,24 Eur pro 100 Km entstehen uns lt Tesla an Kosten für 100 Km Fahrt. Meine letzte Stromrechnung lag effektive bei 22,8 EurCent pro verbrauchter Kilowattstunde. Ich würde also für 1.24 Euro ca 5,44 Kilowattstunden bekommen. Damit müssen 100 Kilometer zurückgelegt werden. Ich möchte gemütlich auf der Landstrasse konstant mit 100 Km/h gondeln, also relativ sparsam unterwegs sein. Welche Leistung würde dann zur Verfügung stehen, wenn man diese elektr Arbeit binnen genau einer Stunde aufbrauchen würde ? Ganz einfach 5,44 kw/h / 1 h = 5,44 Kilowatt mal 1,36 = 7,4 PS. Und dabei habe ich bereits stillschweigend angenommen, dass
- diese elektr. Arbeit ohne jeden Verlust (Trafo, Gleichreichter, Verlust an der Regelung) vom Wechselspannungsnetz in die Batterie kommt
- die Batterie Null Verlust hat
- der Elektromotor die gesamte elektr. Energie in mechan. Energie umwandelt
...was absolut unrealistisch ist, wie wir alle wissen. Nimmt man einen hervorragenden aber immer noch unrealistischen Gesamtwirkungsgrad von ca 70% an, gemessen zwischen Stromaufnahme an der Steckdose und abgegener mech Arbeit, so liegt man bei ca 5 PS maximal, die für diese Aufgabe zur Verfügung stehen würden.
Mit 5 PS Leistung liegt man irgendwo zwischen Mofa und Motorroller d.h. so zwischen 25 bis 60 km/h und so zwischen 80 und 150 Kg Gewicht. Damit kann ein Auto mit 1220 kg Gewicht und entprechender Rollreibung (vorne 175er, hinten 225er) aber vielleicht noch mit so 15 km/h bewegt werden.
Ein Elektromotor in der Grösse, wie er im Tesla verbaut ist, hat vor allem bei geringer Auslastung einen erhebliche besseren Wirkungsgrard als ein Verbrennungsmotor. Bei den angegebenen 2 UScent pro Meile ist keinerlei Angabe zu sehen, bei welcher Geschwindigkeit die zustandekommt. Und wie die zustandekommen, kann ich mir lebhaft vorstellen, nämlich bei 5 km/h Kriechfahrt. Und das wird dann stolz auf der HP angegeben. Bin zufälligerweise E-Ingenieur. Für dumm verkaufen lasse ich mich nicht. Ich würde die Kosten an meiner Steckdose für so einen Spass pro 100 Km in der Summe auf ca 15 - 25 Euro pro 100 km schätzen, stark von der Fahrweise und der Häufigkeit der Nutzung abhängig. Je selteren man fährt, desto teurer wirds übrigens, weil der Akku bereits nach wenigen Tagen merklich verliert. Und was ist der Tesla ? Ein Sportwagen. Der wird also öfters nur rumstehen.
Das Chassis des Lotus ist übrigens sehr leicht. Als brauchbarer Kombi (Golf 4 oder 5 Kombi) würde das Gewicht mitsamt Akkus so bei min. 1700 Kilo liegen., und damit die Bilanz nochmal deutlich verschlechtern.
Verdächtigerweise wird keine Batteriekapazität angegeben. Da könnte man den Durchschnittstromverbrauch und damit die Mindestkosten ganz leicht nachprüfen....hmm.
Laut TV Sendung kostet dieses Ding ca 100Tsd USD. Bestellt haben ihn vor allem reiche Leute (US Schauspleler, etc), und damit ist dieses Teil leider nichts weiter als ein teures Mode-Umweltspielzeug für die, die was neueres als den Prius haben wollen.
PS: Allein schon der Stromverbrauch der Scheinwerfer und Lämpchen und Radio und sonstigen elektr. Heinzelmännchen im Auto liegt locker schon bei 300 - 500 Watt. Damit liegt man nächtens allein schon fürs Licht bei grob so etwa 10 Cent an Kosten für die elektr. Arbeit für eine Stunde fahren.
Und für so etwa das 15fache an meinem Lichtverbrauch soll ich dann einen 1,5 Tonner mit 180 Sachen über die A5 prügeln können ??
Nun ja, wers glaubt ;) ...ich nicht.
MfG
iuw
Zitat:
Laut TV Sendung kostet dieses Ding ca 100Tsd USD. Bestellt haben ihn vor allem reiche Leute (US Schauspleler, etc), und damit ist dieses Teil leider nichts weiter als ein teures Mode-Umweltspielzeug für die, die was neueres als den Prius haben wollen.
Sicher, da stimme ich mit dir vollkommen überein. Das habe ich aber auch schon geschrieben, das ist nichts für die Masse. Aber es könnte ein Anfang sein.
Was da letztlich bei rauskommt, werden wir sehen, wenn das Ding aufgeliefert wird.
Alles andere sind Hypothesen. Rechenspielchen wurden schon viele gemacht, ob die am Ende genau zutreffen, wird man noch sehen. Bei den Rechenspielchen werden Voraussetzungen zugrunde gelegt, die nicht unbedingt genau zutreffen müssen. Z.B. ist die Accutechnik heute weiter als vor 2 Jahren. Die Angabe vom Wirkungsgrad ist ebenfalls nur eine Hypothese, die sich noch beweisen muss.
Und ich sags nochmal: Mercedes ist bei Tesla Kunde, die kaufen deren Accus für ihre Hybridkiste, die auf der IAA stand. Da hat Mercedes bestimmt seine Gründe für.
Wenn ich das Ding hätte, würde ich vermutlich vor der Fahrt immer "Volltanken", so würden die Accus im Stand nicht soviel verlieren und die Kapazität wäre bei der Fahrt voll da. So wäre wohl die Kälte im Winter auch nicht so ein grosses Problem für die Reichweite.
Abwarten...
Auf jeden Fall macht der Tesla eine Fahrzeugentwicklung durch wie andere Serienautos auch. Z.B. wurde und wird er in extrem kalten Regionen und extrem heissen Regionen getestet.
Der wird nicht einfach irgendwo zusammengebaut und an die Kunden ausgeliefert, die dann die Betatester dieses Autos sind.
Deshalb bin ich überzeugt davon, dass der auch ausgeliefert wird und störungsfrei funktioniert.
Genaue Daten muss man abwarten.
Sollte jemand auf die Idee kommen das Gerät auch im Winter zu bewegen wäre die Fahrt wohl schon nach wenigen km zu Ende. Die Heizleistung eines normalen PKW beträgt mehrere KW, Licht und nachlassende Batteriekapazität bei Kälte kommen noch hinzu.:mad:
Zitat:
Original geschrieben von Noris123
Sollte jemand auf die Idee kommen das Gerät auch im Winter zu bewegen wäre die Fahrt wohl schon nach wenigen km zu Ende. Die Heizleistung eines normalen PKW beträgt mehrere KW, Licht und nachlassende Batteriekapazität bei Kälte kommen noch hinzu.:mad:
Existierende E-Autos haben teilweise eine Standheizung, die mit Benzin betrieben wird. Das passt natürlich auch nicht so recht zur Technik aber es ist eine große Verschwendung, Strom zur Beheizung einzusetzen. Wärmepumpensysteme wären vielleicht noch interessant oder die Nutzung der Abwärme der Elektronik, der Batterie und der Motoren. Da kommt auch einiges zusammen.
Zitat:
Original geschrieben von Noris123
Sollte jemand auf die Idee kommen das Gerät auch im Winter zu bewegen wäre die Fahrt wohl schon nach wenigen km zu Ende. Die Heizleistung eines normalen PKW beträgt mehrere KW, Licht und nachlassende Batteriekapazität bei Kälte kommen noch hinzu.:mad:
Klar, kurz beschleunigen und dann ist schluss. Das reicht grad mal gegen die Mauer...
Hier ist ein Video von Tests in kalten Regionen, auf Eis.
Zitat:
Original geschrieben von tobistenzel
Zitat:
Original geschrieben von Noris123
Sollte jemand auf die Idee kommen das Gerät auch im Winter zu bewegen wäre die Fahrt wohl schon nach wenigen km zu Ende. Die Heizleistung eines normalen PKW beträgt mehrere KW, Licht und nachlassende Batteriekapazität bei Kälte kommen noch hinzu.:mad:
Existierende E-Autos haben teilweise eine Standheizung, die mit Benzin betrieben wird. Das passt natürlich auch nicht so recht zur Technik aber es ist eine große Verschwendung, Strom zur Beheizung einzusetzen. Wärmepumpensysteme wären vielleicht noch interessant oder die Nutzung der Abwärme der Elektronik, der Batterie und der Motoren. Da kommt auch einiges zusammen.
Ein Elektroauto mit Benzinheizung! Geniale Lösung des Heizungsproblems!
Zitat:
Original geschrieben von Noris123
Ein Elektroauto mit Benzinheizung! Geniale Lösung des Heizungsproblems!
IMHO die einzig sinnvolle Lösung für das Heizungsproblem. Strom zum Heizen zu verschwenden wäre äußerst unökonomisch.
Die Einzelheiten interessieren mich auch, wie lange halten die Accus, bei Nacht, wenn die Fahrzeugbeleuchtung an ist, oder andere Verbraucher.
Heizung nat. auch, wobei die Wärme evtl. von den Accus kommt? Die sollen ja ordentlich gekühlt werden müssen. Wenn die mit Wasser gekühlt werden, ist das Heizungsproblem schon gelöst.
Zitat:
Original geschrieben von Norbert W.
Die Einzelheiten interessieren mich auch, wie lange halten die Accus, bei Nacht, wenn die Fahrzeugbeleuchtung an ist, oder andere Verbraucher.
Heizung nat. auch, wobei die Wärme evtl. von den Accus kommt? Die sollen ja ordentlich gekühlt werden müssen. Wenn die mit Wasser gekühlt werden, ist das Heizungsproblem schon gelöst.
Solange bei den Technischen Daten alles mögliche angegeben wird nur nicht (aus gutem Grund?) das Wichtigste für ein Elektroauto, die Batteriekapazität, kann man natürlich nur rätseln.
Das Kühlwasser von der Batteriekühlung wird aber mit Sicherheit nicht für die Fahrzeugheizung reichen. Da müsste ja der Wirkungsgrad schlechter sein als z.B. bei einem Diesel. Da muss bekanntlich bereits mit Zuheizern nachgeholfen werden.
Zitat:
[...]kann man natürlich nur rätseln.
Sag ich ja, letztlich muss man sehen, was daraus wird und kann nur warten, bis das Ding wirklich da ist.
Zitat:
Das Kühlwasser von der Batteriekühlung wird aber mit Sicherheit nicht für die Fahrzeugheizung reichen. Da müsste ja der Wirkungsgrad schlechter sein als z.B. bei einem Diesel. Da muss bekanntlich bereits mit Zuheizern nachgeholfen werden.
Schon möglich, auch dass muss man sehen...
Auf jeden Fall ist es interessant zu sehen, was dabei am Ende wirklich rauskommt...
Das Tesla gute E-Motoren verbaut bei 100Tsd USD pro Wagen, kann ich mir vorstellen. Das ist aber nicht das Problem hier.
Es ist der Energiespeicher, der hier das Problem ist. Bis jetzt gibt es für kleines Geld leider immer noch nichts besseres, als einen dummen Tank, wenn es darum geht, ausreichend Energie möglichst leicht und schnell wieder befüllbar mit sich herum zuführen.
Tesla gibt eine Reichweite von 265 Meilen, als ca 390 Kilometer an. Und das für den kleinen Sportwagen, nicht für einen Durchschnitts PKW mit ca 300 - 500 KG höherem Gewicht und wesentlich besserer Nutzbarkeit (Sitze, Kofferaum).
Damit käme ich noch nicht mal von Frankfurt nach München am Stück, sondern müsste bereits in Ingolstadt eine Zwangspause einlegen.
Die Ladedauer zum Vollladen wird mit ca 3,5 Stunden angegeben. OK, jetzt könnte man in Ingolstadt nur sagen wir mal nur eine 3/4 Stunde statt der vollen 3,5 h laden, um nicht in München im Petueltunnel plötzlich zum Verkehrshindernis zu werden, und den Rest dann abends an der Steckdose laden.
Aber was soll denn jemand auf Urlaubsfahrt sagen oder ein Geschäftsmann oder Vielfahrer (bin selbst einer), der von Bonn oder Köln nach München will ? Der darf dann an der Tanke 3,5 Stunden warten, weil der eine weitere volle Ladung braucht, um ans Ziel zu kommen. Man stelle sich übrigens mal die "Tankstellen" vor, die sowas anbieten. Die würden ruck zuck zu Campingpläztzen mutieren. Klar könnte man auch Akkus mit Schnellladefunktion einbauen. Aber dann ist es aus mit Laden an der Haussteckdose. Die Akkus würden dann glühheiss werden und man braucht wegen der Stromstärken fingerdicke Kabel zum Auto. Mit 10A (Standardsicherung im Haushalt) reichts dann jedenfalls nicht mehr.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gros der Autofahrer bereit wäre, mehrstündige Wartezeiten in Kauf zu nehmen im Vergleich zu 5 - 7 Minuten zum Vollmachen eines Tanks inkl. bezahlen, erst recht nicht mit unseren heutigen Anforderungen an Flexibilität.
Allein schon deshalb wird der Tesla bezüglich Stückzahlen das bleiben was er ist, ein teures Spielzeug für den Sonntagsausflug.
Was die Umweltbilanz betrifft: Es nützt uns unterm Strich gar nichts, wenn zwar das Mobil keine Emissionen mehr hat, aber dafür das Kohlekraftwerk umso mehr Dreck in die Luft blässt und dazu noch ein riesiges Stromnetz bedient werden muss, was wiederum den Wirkungsgrad drückt, oder nach 30 Jahren alte abgenuckelte Atommeiler überall rumstehen, die man nicht mehr entsorgen kann und stattdessen einfach nur als Ruine für die nächsten 10000 Jahre stilllegt, nach dem Motto "nach uns die Sintflut".
Auch das Rechnen mit Energiebilanzen ist letztlich Humbug. Ein guter E-Motor ist in seínem Wirkungsgrad kaum zu toppen. Aber je nachdem, wo man Schnittstelle ansetzt (Akku, Kraftwerk, Kohletagebau, Erfzörderung oder gar die Enstehung dieser Energieträger vor millionen von Jahren) geht der Verglich mit Verbrennunsgmotoren mal so oder so aus. Da werden oft Äpfel mit Birnen verglichen. Bei Biosrprit wird oft agrumentiert, dass nur soviel CO2 ausgestossen wird, wie die pflanzlichen Rohstoffe mal aufgenommen haben. Schön, aber haben das die Lebewesen und Pflanzen, die zu Rohöl wurden und jetzt verheizt werden, denn nicht auch mal getan ?
Wir haben mit den jetzt in der Masse eingesetzten Techniken langsfristig ein Umwelt- Energie- und Demokratieproblem.
Entscheidend ist es, eine Kombination massiv zu fördern, die
- in der SUMME eine günstige Umweltbilanz hat
- eine hohe Energiedichte hat
- bezahlbar d.h. in der Masse benutzbar ist
- weltweit möglichst gleichmässig verfügbar ist
Auch wenn es hier nicht so klingen mag, ich bin ein Fan alternativer Energien. Das schöne Öl einfach nur zu verbrennen, ist auf Dauer einfach nur schändlich. Die gesamte Petrochemie (Kunststoffe) benötigt Öl als Grundstoff. Und die grössten Schwerverbrecher findert man häufig in den Regierungen der Ländern mit grossen Ölvorkommen.
Dabei gibt es einige grotesk schlechte Ansätze, wie zB Diesel aus Palmöl, für die in der 3ten Welt ganze Wälder abgeholzt werden mit den daraus folgenden Schäden (Erosion, etc) und andere, die m.M. nach sehr vielversprechend sind, wie zB die Choren mit ihrem von VW, Shell und Daimler geförderten hochreinen synthetischen Sundiesel.
Den Prius kann man auf längeren Strecken vergessen, da sind die meisten Diesel schneller und sparsamer. Der Akku des Pruis ist wesentlich kleiner als der der Tesla. Sobald es vor die Stadttore geht, ist das Ding leer. Und dann muss ein 1,3 oder 1,5 L Benziner mit lausigen 80 Ps meinen 1,5 Tonner bewegen und dazu auch noch den Akku laden. Die Fahrleistunge lassen dann rapide nach. Oder auch den Ansatz, einen kleinen Diesel permanent laufen zu lassen, der dann über einen Generatort (Wirkungsgrad 50 - 60 %) den Akku lädt, der dann wieder dem E-Motor treibt, anstatt mit dem Diesel direkt an die Antriebswelle zu gehen, selten so einen Schwachsinn gesehen.
Aber der Prius hat eine wichtige Funktion, nämlich die Leute ans fahren mit Elektroantrieb zu gewöhnen. Die Psyche spielt beim Auto eine sehr grosse Rolle. Wenn jemand nun mal auf das Blubbern eines V8 steht, wird er sich schwer mit Elektro abfinden können.
Mittelfristig sehe ich den Diesel sowie alternativen wie Ethanol auf dem Vormarsch, auch und gerade in den USA mit ihren Dickschiffen und Stussjuviehs. Langfristig wirds aber wohl Elektro werden.
Wenn sich eine handvoll der geldgeilen kurzdenker Schlaffies aus dem Vorstand der Autokonzerne mit der Energiewirtschaft endlich mal zusammentun, und Elektroantrieb im Verbund mit Brennstoffzelle und Verfügbarkeit an der Tanke zusammen einführen, DANN wirds interessant.
Aber das würde ich nicht von 10 - 15 Jahren erwarten....noch ist die Lobby zu doof dafür.
MfG
iuw
Für Langstrecken ist das nat. nichts. Aber mit fast 400 km Reichweite kann man schon sehr viele Fahrten unternehmen.
Ich weiss, dass Tesla schon Accus in Erprobung hat, die sich in 15 Min. voll aufladen lassen. Soweit ich weiss, allerdings mit Starkstrom. Dennoch wäre das nat. ein grosser Schritt zu einer grösseren Nutzbarkeit. Eine 15 Min.-Pause ist sicher kein grosses Problem.
Ich habe bei youtube.com tesla roadster eingegeben, so findet man eine Menge Filmchen über die Kiste.