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Diesel im Sportwagen?

Themenstarteram 12. Mai 2006 um 14:27

Hallo,

ich stelle diesen Artikel ins Porsche-Forum, weil es hier um Sportwagen geht. Ausserdem finde ich dieses Thema ausgesprochen spannend.

Was denkt ihr, wird sich der Diesel in Sportwagen durchsetzen?

Und wenn man alle staatlichen Einschränkungen (wie KFZ-Steuer usw.)weglassen würde, hätte dann ein Benzinmotor überhaupt noch eine Daseinsberechtigung? Ein Benziner ist doch nur in der Laufruhe, in der Lebensdauer und der Sauberkeit der Abgase überlegen. Abgesehen von der LAufrauhe müsste man diese Probleme technisch in den Griff begommen.

Was denkt ihr, haben Benziner noch eine Existenzberechtigung?

Viele Grüße

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238 Antworten
am 27. Juni 2006 um 9:14

Ein Sportwagen ist eben anstrengend und das will der Großteil der gutbetuchten Kundschaft nicht. Ein Sportwagen hat kein wirkliches Standgas und eignet sich überhaupt nicht für das Flanieren und Cruisen auf Sehen-und-gesehen-werden-Sraßen. Da schüttelt sich die Kiste und die Frisur der Gattin fällt durch die Hitze im Cockpit zusammen wie ein angebrülltes Soufflé.

Hmmm, nun will aber jeder dieser Leute einen Sportwagen, man ist ja auch höchst dynamisch und das passt zum Image. Also baue ich als Hersteller doch einen Wagen der die Gene eines Sportwagens hat, verbaue ihn mit vor Gewicht nur so strotzenden Navigationssystemen zum sicheren Brötchen holen, Klimaanlagen zur sicheren Achselschweißvermeidung im Prada Kleid und Brems-, Lenk- sowie Kupplungsassistenten um den Bürogestählten Körper nicht zu überanspruchen.

am 27. Juni 2006 um 9:26

Zitat:

Original geschrieben von Brugazzi

Ein Sportwagen ist eben anstrengend und das will der Großteil der gutbetuchten Kundschaft nicht. Ein Sportwagen hat kein wirkliches Standgas und eignet sich überhaupt nicht für das Flanieren und Cruisen auf Sehen-und-gesehen-werden-Sraßen. Da schüttelt sich die Kiste und die Frisur der Gattin fällt durch die Hitze im Cockpit zusammen wie ein angebrülltes Soufflé.

Hmmm, nun will aber jeder dieser Leute einen Sportwagen, man ist ja auch höchst dynamisch und das passt zum Image. Also baue ich als Hersteller doch einen Wagen der die Gene eines Sportwagens hat, verbaue ihn mit vor Gewicht nur so strotzenden Navigationssystemen zum sicheren Brötchen holen, Klimaanlagen zur sicheren Achselschweißvermeidung im Prada Kleid und Brems-, Lenk- sowie Kupplungsassistenten um den Bürogestählten Körper nicht zu überanspruchen.

Da kannst du aber gar nichts ab Stange kaufen dass dem entspricht.

am 27. Juni 2006 um 9:36

Na ja, die GT Reihe von Porsche ist noch relativ nahe dran bzw. Lotus Seven oder so...

Ist doch Schade oder? Gerade im unteren Preissegment ist es fast unmöglich etwas zu finden. Insgesamt zahlt man auch mehr für weniger. Die Abweichung von der Norm ist einfach zu groß.

am 27. Juni 2006 um 9:58

Ich denke da du mit deiner Definition von Sportwagen relativ alleine dastehst wird auch niemand ein Fahrzeug auf ein solch kleines Kundensegment hin bauen.

Ich persönlich hätte vom 11er auch lieber den Turbo als einen GT. Ein bisschen weicher, leiser...

Ausnahmen vorbehalten. Diesen habe ich noch gefunden. Könnte man dazu zählen? Oder ist dir der schon zu weich? ;)

.....war jung und mir fehlte das Geld. Empfand es früher auch so, je puristischer desto sportlicher. Kaufte mir für 99T DM 'nen 930, ohne Klima ,denn das kostet ja Leistung, ohne Schiebedach denn das beeinträchtigt die Steifheit der Karosse.Was für ein Fehlkauf, gefahren im Sommer hab' ich den Golf, war das erste Modell mit Klima. Das war Lebensqualität ! Seidem gibt's nur noch Klima und SD. Finde ein starker Porsche fährt nicht langsamer mit Bose- Surround und Navi. Bei meinen Fahrkünsten zumindest. Zurück zu Terminus "Sportwagen", wer wenn nicht Porsche verdient ihn denn dann ?

Gruß

Rolf

am 27. Juni 2006 um 10:50

Zitat:

Original geschrieben von turbo996

Zurück zu Terminus "Sportwagen", wer wenn nicht Porsche verdient ihn denn dann ?

Gruß

Rolf

Ferrari, Lambo, Vector, Koenigsegg, Salen, Bugatti, Jaguar, Aston, Alpine, Corvette?, Honda (NSX), Lotus...

am 27. Juni 2006 um 11:45

Schade, wurde leider immernoch nicht verstanden was ich meine.

Egal... :-)

Back-to-topic:

Gerade im Langstreckenbereich mit vielen Tankstops kann man die Vorteile bezüglich Energieeffizienz des Dieselmotors kaum von der Hand weisen (ca. 28% bei Otto und 32% bei Dieselmotoren). Ich denke, dass im Diesel oder generell in anderen Antriebskonzepten noch enormes Entwicklungspotenzial steckt.

Für Spassausfahrten und Kurzstreckenbereiche ist sicherlich der Ottomotor zur Zeit Konkurrenzlos.

am 27. Juni 2006 um 17:08

Porsche hat zumindest schon 911er versuchsweise mit Dieselagregaten laufen gehabt, so zumindest die Meinung aus einem anderen Forum, der das Nageln auch akustisch aufgenommen hatte.

Jaguar gibt es zwischenzeitlich auch mit Diesel

Und im Cayenne würde ich für einen Diesel gute Absatzchancen prognostizieren. Ein gescheites DSG oder PDG dazu und die Sache wäre in der richtigen Bahn, zumal der Touareg demnächst mit verunstalteten Scheinwerfern auf den Markt kommen soll. In der Klasse hat sich ja der Diesel mehr als etabliert und scheint mir auch sehr sinnvoll

am 27. Juni 2006 um 18:40

Zitat:

Original geschrieben von Brugazzi

In Richtung eines Sportwagenkonzepts geht man wenn man sich nach der einfachen Formel Beschleunigung=Kraft/Masse richtet. Dabei ist sowohl Kraft als auch Masse zu berücksichtigen.

Definitiv ja. Und glücklicherweise erkennen immer mehr Tuner/ Hersteller,

dass hohes Gewicht nicht beliebig durch höhere Leistung ausgegilchen

werden kann, wenn man Wert auf Fahrdynamik (=Fahrspaß) legt.

Das Thema Gewichtsoptimierung ist daher aktueller denn je, zumal es

sich ja praktischerweise auch noch positiv auf den Verbrauch auswirkt.

Allerdings kann man sich bei der Klassifizierung von Sportwagen natürlich

nicht stumpf auf die Beschleunigungsgleichung, bzw. das Leistungsgewicht

verlassen. Ansonsten wird der von dir erwähnte SL nämlich doch noch

zum Sportwagen, sofern er nur die entsprechend große Maschine

hat. Tatsächlich bleibt der SL aber auch mit einem 1000 PS Monster-Motor

eine kopflastige und vergleichsweise schwerfällige Rentnerschaukel. ;)

Daher ist bei der Sportwagenfrage imo eben das Gesamtkonzept

entscheidend. Und weitere wichtige Faktoren hierbei sind z.B:

Gewicht (absolut), Antriebskonzept, Gewichtsverteilung, Karosserieform,

Leistungsfähigkeit der Bremsen, usw., wobei mir bewußt ist, dass

ich dir da nichts neues erzähle. Ich glaube, unser Bild vom idealen

Sportwagen ist sehr ähnlich, nur dass du eben bei dem Begriff "Sportwagen"

ein wenig zickig bist. :D

am 28. Juni 2006 um 9:33

Die 24 Std von le Mans wurden erstmals vone einem Diesel-Audi gewonnen

http://www.auto-motor-und-sport.de/d/116048

am 29. Juni 2006 um 8:54

Hast ja recht dass das zickig rüberkommt ;-). Ist ja auch so beabsichtigt. Ich kann es nur einfach nicht mehr hören, dass jede (Zitat) "Rentnerschauken ... mit Monstermotor" dieses Prädikat Sportwagen bekommt. Sicherlich wird es von mir überspitzt dargestellt aber es sollte, wie ich bereits schrieb, nur zum nachdenken anregen.

Zum Thema Diesel in Sportwagen zurück. In Bezug auf Langstrecken hat ein Diesel wirklich mehr Vor- als Nachteile. Kleines Beispiel:

Vor ein paar Wochen traf ich einen Geschäftsfreund in Stuttgart. Da wir beide am Abend nach Berlin zurück mussten, haben wir uns noch in der Hotellobby getroffen um einen Kaffee zu trinken. Dabei kam uns die Idee mal zu schauen wie sich die Gesamtfahrzeit nach Berlin mit zwei Unterschiedlichen Fahrzeugen verhält. Er fährt einen 996er 4s und ich den e39 530d. Abgemacht war, dass wir bei Tempolimits nicht mehr als 30 drüber fahren und ansonsten nach dem Motto "freie Fahrt für freie Bürger". Er brauchte auf der Strecke 2x (fast 3x) und ich nur 1x Kraftstoffnachschub.

Ergebnis: 10 Minuten Vorsprung für mich. 50Km weiter hätte er noch mal tanken müssen. Er war natürlich geschafft aber ich fühlte mich noch recht fit.

Zitat:

Original geschrieben von Brugazzi

Er brauchte auf der Strecke 2x (fast 3x) und ich nur 1x Kraftstoffnachschub.

Ergebnis: 10 Minuten Vorsprung für mich. 50Km weiter hätte er noch mal tanken müssen. Er war natürlich geschafft aber ich fühlte mich noch recht fit.

Genau so ist es! Und wenn man das mal erkannt hat, dann wird man auch im Porsche gelassener!! ;) :D

Gruß

Konni

Porsche will mit dem neuen Cayman auch einen Cayman D herausbringen. Richtig! Einen Diesel. Man mag es kaum glauben, aber es wird ein 6Zylinder-Boxer mit 6(!!!) Turboladern entwickelt. Dieser soll eine Leistung von 270PS und ein göttliches Drehmoment von 540Nm entwickeln. Die Endgeschwindigkeit wird aufgrund der geringen Leistung nur 265 km/h betragen. Dafür steckt der Diesel den Cayman mit Benzinmotor beim Durchzug in die Tasche. Alle die bisher meinten, dass solche Autos zuviel verbrauchen und damit der Umwelt schaden, an die wurde auch gedacht Der Cayman D soll lediglich 8,5 Liter im Durchschnitt und 12 Liter maximal verbrauchen. Und er wird serienmäßig mit modernen Russfiltern ausgestattet sein.

Der Motor wird vorerst nur mit der Tiptronic geliefert, da die jetzigen Schaltgetriebe mit der enormen Kraft überfordert wären. In Planung steht allerdings schon ein 7Gang-Schaltgetriebe.

;)

am 29. Juni 2006 um 12:00

üble Leistung...

Zitat:

Original geschrieben von paulimaxx

Dafür steckt der Diesel den Cayman mit Benzinmotor beim Durchzug in die Tasche. Alle die bisher meinten, dass solche Autos zuviel verbrauchen und damit der Umwelt schaden, an die wurde auch gedacht Der Cayman D soll lediglich 8,5 Liter im Durchschnitt und 12 Liter maximal verbrauchen. Und er wird serienmäßig mit modernen Russfiltern ausgestattet sein.

Durchzug interessiert aber nicht. Der Cayman ist ein Sportwagen und wird dementsprechend beim Einsatz immer im Bereich der Nennleistung betrieben. Da interessiert es niemanden, wie das Drehmoment bis 4000 oder 4500 aussieht. Wichtig ist nur der Bereich um Pmax.

Leistung zählt, das Drehmoment ist nur am Rad wichtig.

Dass er maximal 12l verbraucht ist ebenso Humbug. Zumindest wenn er 265 fährt braucht er mehr. Die Gesetze der Thermodynamik gelten auch für Porsche.

Das Thema Rußfilter ist eine ganz andere Ecke. Ruß macht den Diesel nicht umweltfeindlich und die Entfernung der eh ungefährlichen groben Partikel bringt daher auch nichts.

 

Was zählt ist seine Zeit auf der Rennstrecke und die Fahrbarkeit dabei. Wenn er da taugt, taugt er. Taugt er da nicht, ist der Motor im Cayman unnütz.

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