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Diesel bei mehr als - 20 °?

Themenstarteram 21. Januar 2006 um 1:25

Hallo Leute

Ich habe folgende Frage

War heute mittag an der Tanstelle. Als ich die Pistole der Zapfanlage nahm sah ich auf den Deckel einen Aufkleber.

Darauf stand Diesel Din irgendwas,,,Frostfrei bis - 20 Grad

Was passiert wenn ich mit meinen Wagen nach Russland fahre (dort sind derzeit oft mehr als - 20 Grad) und den Wagen über nacht stehen lasse.

Oft ist es am morgen danach nicht viel wärmer.

Was passiert nun mit meinem treibstoff bei diesen Temperaturen?

Darf ich ohne bedenken mit meinem wagen bei den Temperaturen fahren?

Was könnte passieren?

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21 Antworten

Das wäre erstmal egal. Auch Benziner haben dort ein Problem.

Denk mal an deine Batterie, dein Motoröl und vorallem an dein Kühlwasser!

Sollte Diesel nicht frieren, wird es nicht mehr gefördert, weil er verflockt ist.

Wahnsinns Temperaturen.

Ich kenne nur das warmbrennen: Unter den Wagen wird ein Eigenbau-Flammenfeld aus Gasbrennern geschoben, die den Wagen auftauen. An Ampeln, beim aussteigen, beim einkaufen...bleibt der Motor an. Das soll in der Extreme eine gute Taktik sein.

In Teilen Russlands soll es bald rund -40° werden. :rolleyes:

Und ich zitter schon bei -8..

Wo sind die -8 denn?

In Sibirien lässt man die Autos über Nacht laufen.

am 21. Januar 2006 um 12:39

Der Treibstoff könnte ausflocken. Ist das einmal passiert dann helfen Zusätze auch kaum mehr weiter.

Wenn auf der Zapfsäule bis -20°C steht dann wird man in der Praxis erst bei noch etwas tieferen Temperaturen mit Problemen rechnen müssen.

In Gegenden mit sehr tiefen Temperaturen bekommt man beim Nachtanken ohnehin einen an die dortigen Temperaturen angepassten Treibstoff.

 

Bei aktuellen Dieselmotoren keinesfalls (Normal)Benzin zugeben sondern nur vom Hersteller freigegebene Zusätze. Schon die kleinste Zugabe von Benzin kann extrem teure Schäden an der Einspritzanlage verursachen.

Normalbenzin darf man idR nur bei Vor- oder Wirbelkammermotoren mit Reiheneinspritzpumpe bis zu einem gewissen Anteil zugeben.

dann flockt u.a. parrafin aus, dieses löst sich aber wieder bei erwärmung...

sobald der filter etc. mal damit dann zu sind geht garnichts mehr...

abhilfe schafft u.a. die beimsichung von isopropanol....

Wenn man seinen Wagen öfters in Tieftemperaturgebieten betreibt, lohnt sich eine Tank- und Förderleitungsheizung mit Fremdstromanschluß. Man kann dann den Motor über Nacht abstellen und die Heizung an die örtliche Stromversorgung anschließen.

dasselbe Problem haben Hauseigentümer mit uralten Ölheizungen und - verschärfend - den Öltank in der unbeheizten Garage

da fließt bei -20 Grad auch nix mehr

Abhilfe: Leitungen und Pumpen isolieren / heizen

Re: Diesel bei mehr als - 20 °?

 

Zitat:

Original geschrieben von sponedeath

(dort sind derzeit oft mehr als - 20 Grad)

"Mehr" als -20°C heisst, dass die Temperatur auch höher, d.h. wärmer sein muss. Du wolltest wohl "weniger als -20°C" sagen, richtig?

:P

(Sorry für den Klugscheisser-OT-Kommentar)

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Wenn man seinen Wagen öfters in Tieftemperaturgebieten betreibt, lohnt sich eine Tank- und Förderleitungsheizung mit Fremdstromanschluß. Man kann dann den Motor über Nacht abstellen und die Heizung an die örtliche Stromversorgung anschließen.

Diese Taktik kenne ich auch aus Kanada.

Einige Stunden vorher wird dann kräftig mit Strom geheizt...

Ich weiss, ich bin spät dran, will aber noch ein paar Infos loswerden:

Es gibt Sommer- und Winterdiesel an den Zapfsäulen.

Wir hatten den Winterdiesel von November bis März in den Erdtanks, der Wechsel wird normalerweise nicht groß angekündigt. Der bleibt bis ca. -22/-24°C flüssig, danach flockt das Parafin aus und verstopft die Filter. Sommerdiesel geht laut Norm nur bis 0°C, tatsächlich ist so bei -10°C spätestens Schluss. Ist mir einmal passiert, dass es den Filter in der Zapfpistole(!) zugesetzt hat, allerdings bei Biodiesel (bis ca. -18/-20°C).

Aus den Zapfpistolen kommt das Zeug sowieso mit höherer Temperatur, da die meisten Tankstellen ja Erdtanks haben. Wir hatten selbst im tiefsten Winter nie weniger als -8°C da unten, und das nur nach dem Befüllen.

Normalem Diesel kann man 5-8% Zusätze (Fliessverbesserer) beimischen, am besten geeignet ist angeblich Petroleum.

am 30. Januar 2006 um 9:03

Um zu sehen, wie Dieselfahrzeuge nimmer anspringen, muss man nicht nach Russland oder dergleichen. Letzte Woche gab es bei uns in der Region Einige, die damit Probleme hatten.

Angefangen bei Schulbussen, die die Schüler nicht mehr in die Schule fahren konnten, über Speditionen, die teilweise auch Probleme hatten ihr LKW in Gang zu bekommen bishin zu Privatpersonen wie z.b. meinem Vater, der seinen Transporter nicht mehr zum Laufen bekam. Und das alles trotz dem super Winterdiesel ;)

Grüße

Es empfielt sich auch, den Dieselfilter ab und zu mal zu reinigen/auszutauschen. Wenn darin das Wasser gefriert, helfen auch die besten Additive nichts mehr.

Habe neulich mit einem Geologen gesprochen welcher in Yakutien (Sibirische Steppenlandschaft, wo Gold abgebaut wird) war. Er sagte, dass Diesel trotz - 55 °C flüssig wie Wasser war. Dort würde Flug-Kerosin beigemischt werden.

MFG Alex

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