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Die Maut kommt!?
Hi,
entweder ich hab's übersehen oder es gibt noch keine News hierzu - aber es gibt ja Neues zur Maut.
Anscheinend soll es doch Tages- und Wochenvignetten geben. Und nach wie vor gibt es Aerger mit dem Ausland, weil die Deutschen ja nicht zusätzlich belastet werden sollen (wobei es sich jetzt schon wieder so anhört als ob z.b. grössere Motoren doch draufzahlen, ich bezweifle dass auch das zurückerstattet wird).
Wie auch immer, nur die Ausländer zu belasten ist wirklich nicht clever. Ich empfehle dringend das Schweizer Modell: Nix Tages- oder Wochenvignette! Wer fahren will muss für das ganze Jahr zahlen. Der Urlauber (der nur 2 Tage/Jahr die Strasse nutzt) kann, gegenüber dem Deutschen um den 200-fachen Betrag erleichtert werden. Nur so lohnt sich das Ganze, denn überwiegend nutzen wir unsere Strassen ja selbst. Was bringt das also wenn wir uns selbst zur Kasse bitten? Nix - eben. ;)
Grüsse
P.S. Achtung, Beitrag kann Ironie enthalten :D
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von mister-white
2 bis 3 Tage? Und?
Stell dir mal die Frage wer die hängematte mit seiner Arbeit und seinen Steuern finanziert.
Stimmt, die Arbeitslosen sind ja auch alle selber schuld an ihrer Situation. Faule Schweine denen man nur genug in den Arsch treten muss.
Die ehemaligen Mitarbeiter von Nokia, Karstadt und Opel haben ja auch sofort neue Jobs bekommen, nicht wahr? Oder sind die auch alle faul und wollten nicht mehr arbeiten?
Vor zehn Jahren haben die Opel Juns vielleicht auch so gedacht. Sozialabgaben sind so lange verschwendung bis es mal den eigenen Arbeitgeber oder die eigene Firma trifft.
Aber da sind dann vermutlich die bösen Ausländer schuld, die unserer deutschen Jugend die Arbeitsplätze wegnehmen, nicht wahr?
Und jetzt geh schnell deine braune Uniform bügeln. Ihr habt doch bestimmt morgen früh wieder Frühschoppen im "Deutschen Eck"
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663 Antworten
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 30. März 2015 um 20:36:28 Uhr:
Es wurde behauptet, mit der Maut bleiben die Nutzer der Straße fern. Erkläre mir ersteres...
Autobahnen sind dazu da, um große Strecken schnell und auf möglichst direktem Weg zu überbrücken. Niemand wird lange Umwege, dazu noch mit weitaus geringerer zHG, in Kauf nehmen, nur um ein paar Euro Maut zu sparen. Die Umwege kosten nämlich deutlich mehr (Sprit-)Geld und Zeit.
Die Behauptung, mit der Maut blieben die Nutzer der Straße fern, ist also nichts weiter als blanker Unsinn.
Zitat:
@kiaora schrieb am 30. März 2015 um 20:03:54 Uhr:
Zitat:
@Vollgasfuzzi schrieb am 30. März 2015 um 19:11:27 Uhr:
Ich hätte nichts dagegen, als Deutscher etwas für die Maut zu zahlen, hauptsache unsere Nachbarn werden auch zur Kasse gebeten............
.... dass ihr aber dabei am Meisten draufzahlen werdet ist dir noch nicht in den Sinn gekommen.
Wir sind es gewohnt, überall, wo wir über die Grenze fahren und die AB benutzen zu bezahlen.
Wenn ich nach Bratislava fahre, kostet allein die Strecke von der Grenze bis Bratilava Zentrum (20 km) 10 Tagesvignette €10,-
Also, ich bin das nicht gewohnt. Ich fahre alle 1-3 Jahre mit dem Auto nach Schottland, über Luxemburg, Belgien und Nordfrankreich.
Mautgebühren: Null. OK, in GB zahle ich dann 1,50GBP Maut für die Themsequerung. Aber das wars auch schon.
Ich freu mich schon darauf, dass all diese Länder als Reaktion auf die deutsche Maut dann auch Autobahngebühren einführen...
Sollen sie ruhig machen aber die meisten müssen durch Deutschland, wenn sie in ein anderes Land wollen und dafür dürfen sie nun schön zahlen.
Ich bin sicher, daß die Maut mehr bringt als erwartet.
Zitat:
@Vollgasfuzzi schrieb am 30. März 2015 um 22:59:21 Uhr:
........Ich bin sicher, daß die Maut mehr bringt als erwartet.
Ich auch, ob's allerdings Geld ist bezweifel ich doch einigermaßen!
Zitat:
@kasemattenede schrieb am 30. März 2015 um 23:13:32 Uhr:
Zitat:
@Vollgasfuzzi schrieb am 30. März 2015 um 22:59:21 Uhr:
........Ich bin sicher, daß die Maut mehr bringt als erwartet.
Ich auch, ob's allerdings Geld ist bezweifel ich doch einigermaßen!
Na warten wirs mal ab.
Sorry, aber das mit den Nummernschildscannern (die an weit mehr Standorten gebaut werden müssen als die TollCollect-Brücken) ist doch hinlänglich bekannt, oder?
Und? das ist eine einmalige Investition (abgesehen von der Wartung)
Zitat:
@Vollgasfuzzi schrieb am 31. März 2015 um 00:17:16 Uhr:
Und? das ist eine einmalige Investition (abgesehen von der Wartung)
Sicher?
Unterhalt = Wartung ok.
Aber was ist mit dem Betrieb? Die brauchen Strom.
Was ist mit der Auswertung (schliesslich wollen jene die in Deutschland KFZ-Steuer zahlen die Maut rückvergütet haben, das geht nur via Nummernschild-Scanner und Bewegungsprofilen (wenn km-abhängige Maut))? D.h. man braucht Übertragungswege; ordentlich fetten Speicher für mehrere Tage, Auswertungsprogramme und -angestellte...
Und das wiederum benötigt "Infrastruktur" (Leitungen, Räume, jene wiederum Strom, die Angestellten kosten auch)
...ich glaube ich schriebs schonmal hier in nem Maut-Faden... Je länger man über die Ideen bezüglich "Maut in Deutschland" nachdenkt, desto wahnsinniger und stupider erscheinen die Vorschläge die gemacht wurden...
Das "paperl" oder "d'Vignette" - schnell, einfach, effektiv, bleibt viel Kohle über.
...aber da man ja wiedermal das Rad neu erfinden musste (vgl. TollCollect - ist nicht so, das die CH und AT bereits Streckenabhängige LKW-Maut-Systeme hatten deren Fehler man schnell ausgemerzt hätte und das System hätte übernehmen können)...
Joah... Und sowas soll dann auch noch exportiert werden (wie TollCollect) (diese Variante ist ja auch schonmal genannt worden: man würde ein System erschaffen das von anderen Staaten dann gekauft wird... Wohl via EZB-Zwang oder wie...)
Mal sehen, ev. kommt Dobrindt in die psychiatrisch/forensische Begutachtung bevor es zu spät ist... ;-)
Die Pkw-Maut ist nicht km-abhängig, sondern nur von der Gültigkeitsdauer und der Schadstoffklasse des Fahrzeugs.
Weshalb man dann überhaupt eine Kennzeichenerfassung und eine Vorratsdatenspeicherung braucht, wo eine Vignette völlig reichen würde?
Ich vermute mal, es liegt daran, dass man die Daten einfach mal sammeln will bzw die technischen Möglichkeiten dafür schaffen. Wer weiß, wofür man die Daten in 10 Jahren nochmal brauchen kann...
Zitat:
vgl. TollCollect - ist nicht so, das die CH und AT bereits Streckenabhängige LKW-Maut-Systeme hatten deren Fehler man schnell ausgemerzt hätte und das System hätte übernehmen können
Das geht nicht. Man muss natürlich den deutschen Unternehmen, die schön in die Parteikassen eingezahlt haben, auch ein paar Aufträge zuschanzen, das ist schwer zu machen, wenn man fertige und ausgereifte Produkte kauft...
und bei der kommenden Pkw-Maut ist das ganz ähnlich. Dadurch, dass das System so kompliziert ist, entsteht ein höherer Aufwand und somit mehr Potential, den Spendern was zurückzugeben.
Dass eine Vignette der bessere Weg gewesen wäre, weiss jeder.
Es handelt sich somit um eine Subvention.
Zitat:
@Vollgasfuzzi schrieb am 30. März 2015 um 22:59:21 Uhr:
Ich bin sicher, daß die Maut mehr bringt als erwartet.
Selbst, wenn es so wäre: Glaubst du wirklich, dass damit mehr Geld in die Erhaltung und den Ausbau der Infrastruktur fliesst ?
Zitat:
Also, ich bin das nicht gewohnt. Ich fahre alle 1-3 Jahre mit dem Auto nach Schottland, über Luxemburg, Belgien und Nordfrankreich.
Mautgebühren: Null. OK, in GB zahle ich dann 1,50GBP Maut für die Themsequerung. Aber das wars auch schon.
Nur am Rande, die Fährüberfahrt von Amsterdam nach Newcastle ist da wesentlich entspannter.
In Schottland habe ich auch die höchste Maut gezahlt, die ich je entrichtet haben und zwar etwa 30 Mark für eine 500 m - Brücke auf die Isle of Skye.
Würde dieser Streckentarif auf der Bahn von Hamburg nach München fällig, würde das 48.000,00 € Mark kosten:-)
Zitat:
@Gleiterfahrer schrieb am 31. März 2015 um 06:05:51 Uhr:
Zitat:
@Vollgasfuzzi schrieb am 30. März 2015 um 22:59:21 Uhr:
Ich bin sicher, daß die Maut mehr bringt als erwartet.
Selbst, wenn es so wäre: Glaubst du wirklich, dass damit mehr Geld in die Erhaltung und den Ausbau der Infrastruktur fliesst ?
Nein, ich glaube nicht, daß alles in die Infrastruktur gesteckt wird aber das ist ein anderes Thema ....
Vermutlich wird die Katze bald aus dem Sack sein.
Der für mich wirkliche gangbare Weg wäre folgender.
Die Toll Collect wird - da sie ja eh schon die LKW-Maut administriert - auch die PKW-Maut dazu bekommt.
Mit den "Gesamteinnahmen" aus der Maut wird Toll Collect auch verpflichtet den Ausbau und die Eerhaltung der AB zu finanzieren.
Provokant formuliert durchaus Rechtens. Die Straße nicht nur die AB ist auch Teil der Infrastruktur.
Die Infastrukturabgabe könnte natürlich auch für den Ausbau des Strom- oder des Kanalnetzes (als Teil der Infrastruktur) verwendet werden.
Sollte etwas anderes gemeint sein, dann müsste die ISA richtiger Weise als Straßenverkehrsabgabe für Deutsche und Autobahnmaut für Ausländer benannt werden.
Zitat:
@Emsland666 schrieb am 31. März 2015 um 08:57:06 Uhr:
Zitat:
Also, ich bin das nicht gewohnt. Ich fahre alle 1-3 Jahre mit dem Auto nach Schottland, über Luxemburg, Belgien und Nordfrankreich.
Mautgebühren: Null. OK, in GB zahle ich dann 1,50GBP Maut für die Themsequerung. Aber das wars auch schon.
Nur am Rande, die Fährüberfahrt von Amsterdam nach Newcastle ist da wesentlich entspannter.
Mag sein, aber aus meiner Ecke kommend lohnt sich das nicht. Würde ich etwas nördlicher wohnen, OK.
Zitat:
In Schottland habe ich auch die höchste Maut gezahlt, die ich je entrichtet haben und zwar etwa 30 Mark für eine 500 m - Brücke auf die Isle of Skye.
Das muss aber schon eine Weile her sein, die Skye Bridge ist schon seit einiger Zeit mautfrei (bin selbst in den letzten 4 Jahren 3 mal da gewesen). Wie übrigens inzwischen auch die Autobahnbrücke über den Firth of Forth bei Edinburgh.