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Deutsche Antriebstechnologien innovativ?

Themenstarteram 1. August 2008 um 16:09

Hallo liebe Leute,

ich habe mit großem Interesse viele Diskussionen zu den alternativen Antrieben, wie Hybrid, Elektro und Brennstoffzelle verfolgt.

Verschiedene Automobilhersteller hatten vor ca. 10 Jahren bereits derartige Antriebs-Lösungen und diese dann wieder verworfen ... und fuhrwerkeln heute wieder an neuen/alten Lösungen.

Das Beispiel der Hybridtechnologie ist ja hier sehr gerne genannt... deutsche Erfindung und japanische Umsetzung mit Prius oder Lexus.

Welcher deutsche Hersteller kann denn heute überhaupt noch überzeugen bzw. glaubhaft innovativ sein in diesem Bereich?

 

Beste Antwort im Thema

Diese Fragen kann man sich ganz leicht selbst beantworten, aber dazu muss man sich etwas in die Materie einlesen. Nur soviel: Vernunft, wie sie der geschundene Steuerzahler, oder Bezieher von Hartz 4 versteht, spielt hier KEINE Rolle, denn es sind sämtlich rein politische Entscheidungen, denn Militär und Hochfinanz sagen an, wo es langgeht und was wir zu fressen, zu glauben, zu wählen und vor allem zu kaufen haben. Das kann man leider nicht beschönigen. Es könnte schon seit Jahrzehnten allerhand alternative Antriebe mit Dampf, Stirling, oder Elektro geben, aber diese Maschinen haben einen großen Fehler: Sie sind beinahe wartungsfrei und brauchen weder hochraffinierte Spezialtreibstoffe, noch Schmiermittel. An diesem Rattenschwanz hängt alles und deshalb kommen die Alternativen meist nicht über den Status einer weiteren Zeitungsente hinaus. Schliesslich wären die ganzen Dreckskriege am Arsch der Welt nicht mehr notwendig, denn die Alternativen fahren auch mit Sprit aus Kuhkacke und benötigen kein Erdöl aus dem Irak, oder Afghanistan. Weil die machtgierigen Schweinebacken am Ruder bleiben wollen, müssen wir eben Scheiße fressen und ihre frei erfundenen Mondpreise bezahlen. Für mich hat die Frage nach dem "warum" daher inzwischen einen ziemlich rhetorischen Charakter. Das Monster würde ganz schnell sein wahres Gesicht zeigen, wenn am kommenden Montag Morgen die wenigen, die noch robotten gehen, nicht mehr zur Arbeit erscheinen und ihr Auto verkaufen würden. Kein popeliger, Sommerloch-Luxusstreik wie der von VerDi und den Lusthansi Überfliegern, sondern ein Generalstreik. Ehrlich gesagt: Was willst Du denn mit einem Auto? Kannst ja doch nicht mal durchtreten, oder Fahren wie Du willst. An jeder Ecke steht die Schmiere, oder so'n mieser Starenkasten. Man sollte sich echt mal überlegen, wozu wir welche Mobilität benötigen.

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Das Einliterauto sollte ja auch in erster Linie demonstrieren, dass übertriebene Sparsamkeit zu nichts brauchbarem führt.

Dagegen fährt der Jetcar 2.5 mit zwei Leuten pro Nase genauso sparsam, bei erheblich höherer Alltagstauglichkeit.

Letztendlich und da gebe ich Uwe recht, ist das Elektroauto mit seinen derivaten und der zugehörigen Infrastruktur politisch nicht gewollt.

Aber, ich weiß jetzt gerade nicht von wem das ist, nichts ist so gewaltig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Und nicht nur für PKW sondern auch LKW.

Peterbilt und Kenworth haben Hybrid LKW im aktuellen Angebot.

Zwar ist MB noch am "testen" in England und USA aber in Japan ist der Mitubishi Canter bei den Händlern.

Meinst Du damit wirklich "richtige" LKW für den Fernverkehr?

Da kann ich mir den Sinn eines Hybridantriebes beim besten Willen nicht vorstellen.

Der Diesel solcher LKWs läuft praktisch ständig im Verbrauchs-Bestpunkt, wie soll da eine Wirkungsgradverbesserung erreicht werden.:confused:

Denkbar wäre zwar ein bischen Bremsenergierückgewinnung z.B. bei Gefällstrecken, aber dafür dürfte sich der Aufwand (Kosten, Gewicht...) kaum lohnen.

Zitat:

Original geschrieben von gs-hybrid

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Das Auto der Zukunft im Museum, eigentlich ja fast pervers....

Einen Einsitzer, Marke "Sardinenbüchse", stelle ich mir nicht gerade als Auto der Zukunft vor ;)

Obwohl, wenn ich's mir recht überlege: die meisten Leute sitzen allein in ihrem Auto. Vielleicht reicht dann ja doch ein Einsitzer :confused:

Bitte genau hingucken... Es ist nämlich ein Zweisitzer, man kanns Mädle schon vom Tanz nach Hause fahren damit :D

Tandem, genau wie Messerschmitt und der von Sachsen-Anhalt.

Wahrscheinlich genau so Teuer.

Es würde mich echt interessieren was der Preis eines Messerschmitt war, in Heutigem Gelde, also Kaufkraftmässig.

Das mit der Sardinenbüchse ist zumindest teilweise nur Gefühlsmässig so.

Wenn ich auf einem Stuhl sitze brauche in genau den gleichen Platz, egal ober der Stuhl in einer leeren Turnhalle ist oder im Kleiderschrank....

Nur das der Kleiderschrank etwas weniger Fläche im Dorf beansprucht als die Turnhalle und auch weniger Heizung :D

Gruss, Pete

am 16. August 2008 um 21:44

Zitat:

Original geschrieben von uwedgl

Wie soll das ausgehen, wenn wir ganz auf Treibstoff verzichten und die zukünftigen Batterievehikel nach Vorbild von GM EV1, oder Elektroporsche mit selbst produziertem Solarstrom laden (oder lokalem Holzgas-BHKW)??? Und es werden nicht nur die Tankstellenpächter sein, die dann um ihre vermeintlich sicheren Pfründe fürchten müssen.

Das ist das wovor die gesamte Energiewirtschaft Angst hat. Bisher ist es so, dass die Energiewirtschaft in den Händen weniger aber recht großer Unternehmen ist. Die können sich (inoffiziell natürlich) an nen runden Tisch setzen und sich in dem ein oder anderem Punkt absprechen. Was passiert nun, wenn die Leute a) plötzlich sparen b) ihre Energie selbst produzieren? Denen bricht der Markt weg. Bei LPG gehts schon los, da das von den paar Großen kaum kontrolliert werden kann. Für 10.000 Euro hat man schnell ne Zapfsäule hingestellt. Solaranlagen auf den Dächern sind dann wahnsinnig dezentral und überhaupt nicht kontrollierbar. Bei zweiteren könnten die Energieanbieter natürlich clever sein: man bietet potentiell interessierten Kunden einen Deal an: Der Energieversorger zahlt eine Art "Pacht" für die Dachfläche, was sich in einer Bezuschussung beim Bau bemerkbar macht. Der Strom gehört dafür dem Betreiber. Der Ökostromanteil steigt schnell (Politik ist zufrieden) und die wegbrechenden AKWs können kompensiert werden. Aber das kostet erstmal Geld. Ich bin gespannt, ob es in die Richtung etwas geben wird.

Zitat:

Original geschrieben von Noris123

Meinst Du damit wirklich "richtige" LKW für den Fernverkehr?

Da kann ich mir den Sinn eines Hybridantriebes beim besten Willen nicht vorstellen.

Der Diesel solcher LKWs läuft praktisch ständig im Verbrauchs-Bestpunkt, wie soll da eine Wirkungsgradverbesserung erreicht werden.:confused:

Denkbar wäre zwar ein bischen Bremsenergierückgewinnung z.B. bei Gefällstrecken, aber dafür dürfte sich der Aufwand (Kosten, Gewicht...) kaum lohnen.

Richtige LKW schon, allerdings 10 bis 16 Tonner für den Verteilerverkehr.

Für die Grossen gibts LNG und ab diesem Herbst Mini Hybrid.

Die sind so konzipiert um Sprit beim Parken zu sparen (hört sich doof an ist aber wichtig!) Das Parken der Fernfahrer frisst 18% (vielleicht war es auch 8%, muss ich erst wieder ausgraben) des Diesels, für: Elektrik, AC (Klima) und Heizung.

Etwa 12 bis 1500 Stunden Leerlauf im Jahr..... :eek:

Ich stelle gerne das Link hier rein, es ist aber nur in english.

Aber Hybrid für die ganz Grossen kommt auch, Tests haben gezeigt das es etwa 3 bis 6% bringen würde, auch im Fernverkehr.

Auch auf der Autobahn laufen sie nicht "ständig im Verbrauchs-Bestpunkt".

Schliesslich hats auch auf der Autobahn Buckel, und ab und zu müssen sie ja davon runter....

Die meisten Hybriden in der kürzesten Zeit sehe ich bei Müllwagen und Schulbussen (da ist MB dabei), weil da die grösste Ersparniss für den Dollar ist.

Nicht zu vergessen, bei uns sind das alle 3 Achser (22 Tonnen)

Aufpreis ist momentan 50%, aber es ist gehofft das auf etwa 20% in zwei Jahren zu verringern. Ausserdem entwickelt sich das hierzulande schon zum Konkurrenzkampf zwischen Elektrik und Hydraulik.

Hydraulik kann was nur Batterien und Superkapazitoren (nicht sicher ob das das richtige Deutsche Wort ist) zusammen können, für wesentlich weniger Geld.

Volvo macht da glaube ich auch schon was in Europa.

Gruss, Pete

Zitat:

Original geschrieben von CyberTim

 

man bietet potentiell interessierten Kunden einen Deal an: Der Energieversorger zahlt eine Art "Pacht" für die Dachfläche, was sich in einer Bezuschussung beim Bau bemerkbar macht. Der Strom gehört dafür dem Betreiber. Der Ökostromanteil steigt schnell (Politik ist zufrieden) und die wegbrechenden AKWs können kompensiert werden. Aber das kostet erstmal Geld. Ich bin gespannt, ob es in die Richtung etwas geben wird.

Da ist aber nicht viel Spannung drin :D

Gibts bei uns ja schon :D

Allerdings nicht vom Kraftwerk sondern von Privatfirmen, die wahrscheinlich Händchen mit den Herstellern halten.

Allerdings nur für Geschäfte mit grossen Dachflächen.

In der Mehrheit so: nicht Pacht, sondern die setzen die Anlage aufs Dach, dafür kriegen sie Prozente der Einsparung des Geschäftes.

Ne grosse Lebensmittelkette macht das hier seit etwa 2 Jahren.

 

Gruss, Pete

am 17. August 2008 um 8:41

das klingt doch mal gut. Hast da nen Link zu?

Zitat:

Original geschrieben von Noris123

Meinst Du damit wirklich "richtige" LKW für den Fernverkehr?

Da kann ich mir den Sinn eines Hybridantriebes beim besten Willen nicht vorstellen.

Der Diesel solcher LKWs läuft praktisch ständig im Verbrauchs-Bestpunkt, wie soll da eine Wirkungsgradverbesserung erreicht werden.:confused:

Denkbar wäre zwar ein bischen Bremsenergierückgewinnung z.B. bei Gefällstrecken, aber dafür dürfte sich der Aufwand (Kosten, Gewicht...) kaum lohnen.

Toyota hat seit vielen Jahren über die Tochterfirma Hino einen Lkw-Hybriden. Der ist vorwiegend für den Zulieferverkehr gedacht. In Fußgängerzonen oder Stauzonen kann er elektrisch fahren.

Der Mitsubishi Fuso Canter scheint ein ähnliches Konzept zu verfolgen. Mercedes hatte aber auch mal einen Sprinter Hybrid als Versuchswagen am Laufen. Von dem hat man aber nix mehr gehört ...

Hi.

Scheins haben alle Japanischen Truck Hersteller Hybriden seit mehreren Jahren im aktuellen Angebot, die Wagen werden auch in Australien verkauft.

Nissan benützt Technik von Isuzu.

Hino hat neben den oben genannten Fahrzeug auch den Hino 165 Hybrid im Angebot seit 2004, Ein Fahrzeug der 7,5 Tonnen Klasse. Das hybridsystem wiegt etwa 200kg, der Aufpreis beträgt etwa 11 000 Dollar, Spritersparniss liegt so um 20% real im Japanischen Stadtverkehr .

Wie gehabt kriegt man in Amiland den Hauber:

Re: Sattelschlepper.

Das hatte ich nicht ganz richtig, es handelt sich um einen Peterbilt, nicht Kenworth, der seit letzten Jahr bei Walmart läuft.

Die angegebene Spritersparniss beläuft sich auf 5 bis 8%.

Bei heutigen Preisen und durchschnittlicher Kilometerleistung sind das etwa 12 000 Dollar im Jahr...

Allerdings muss der Preis wohl noch etwas runterkommen....

Das Fahrzeug soll aber für alle "willigen" Kunden erhältlich sein.

Gruss, Pete

Bild:

Zitat:

Original geschrieben von CyberTim

das klingt doch mal gut. Hast da nen Link zu?

Hab das mal dort rein geknallt damit wir hier nicht total OT sind... :D

http://www.motor-talk.de/.../...re-mobilitaet-retten-t1870335.html?...

Gruss Pete

am 17. August 2008 um 17:54

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Zitat:

Original geschrieben von CyberTim

das klingt doch mal gut. Hast da nen Link zu?

http://www.motor-talk.de/.../...re-mobilitaet-retten-t1870335.html?...

Also meintest du mit hier nicht Deutschland, oder?

Zitat:

Original geschrieben von CyberTim

Also meintest du mit hier nicht Deutschland, oder?

Leider nicht, "hier" in meinem Falle meint seit 30 Jahren USA.

Das urpsrüngliche "hier" hat sich inzwischen zum "da" entwickelt ...

Ich finde es immer interessant was sich hier und da unterschiedlich entwickelt und warum. Technisch sind da nicht viele Unterschiede.

Meistens handelt sich um Gewohnheiten, teilweise auch andere Steuergesetze.

Gruss, Pete

am 18. August 2008 um 10:25

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

 

Ich finde es immer interessant was sich hier und da unterschiedlich entwickelt und warum. Technisch sind da nicht viele Unterschiede.

Meistens handelt sich um Gewohnheiten, teilweise auch andere Steuergesetze.

mit Letzteren kann man wohl am meisten erreichen. Das Wörtchen Steuer sollten die dann nur ersetzen und zwar so, dass Alternativen (Hybride, E-Autos, ...) gefördert werden. Aber das ist wohl nur ein Traum, denn auch die Politik scheint von der Ölindustrie abhängig zu sein. Mineralölsteuer usw. sei dank.

E-Autos als absolutes Universalprojekt für die Zukunf sehe ich als etwas skeptisch. Solange wir in der Stromindustrie von Fossilen Energieträgern abhängig sind, verlagert man nur das Problem von dezentralen Antrieben hin zu zuntralen Erzeugern (Kraftwerken)

Kohle ist genauso endlich wie Gas oder Öl. AKW's sind auch nicht die Lösung, da auch das Uran nicht unbegrenzt zur Verfügung steht.

Wenn der komplette Individualverkehr in Europa per Strom laufen würde, dann würde unser Stromnetz total zusammenbrechen. Die erneuerbaren Energieen wie Wind, Wasser und Sonne sind zur Zeit noch nicht so nutzbar, dass die Grundlast im Stromverbrauch auch nur Teilweise abgedeckt werden kann. Diese Energieen decken z.Zt. nur Spitzen ab. Die eigentliche Grundlast wird trotz Ökostrom immer noch durch Kohle und Atom erzeugt.

Hybridautos verlagern auch nur die Problematik duch etwas geringeren Verbrauch. Viel interessanter wären eigentlich neue Ansätze in der Antriebstechnik (oder auch "alte", siehe die Beiträge am Anfang dieses Threads).

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