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Der XC90 T8 als Langstreckenfahrzeug (Fahrweise/Verbrauch/Tankgröße/Reichweite)
Ich mache zu dem Komplex XC90 T8 als Vielfahrerauto mal einen neuen Thread auf, da die Thematik im "normalen" T8 Thread öfter mal gefragt wurde, dort inzwischen aber etwas untergeht. Meinen habe ich nächsten Di. 4 Wochen und er wird dann 6.ooo km auf der Uhr haben, ich würde mich also als Heavy-Autobahnuser bezeichnen und ein paar meiner Gedanken zu dem Auto darstellen.
Eines schonmal vorweg: Möchte man den T8 als Langstreckenfahrzeug einsetzen muß man bereit sein Kompromisse einzugehen, ein perfektes Langstreckenfahrzeug wie der kleine Bruder V60 D6 Plug-In Hybrid ist er auf keinen Fall.
Der wichtigste Kompromiß, der wohl die meisten bei einem Fahrzeug mit Papierdaten von 400+PS und 230km/h TopSpeed etwas herausfordern wird ist der Verzicht auf hohe Geschwindigkeiten, um auf erträgliche Reichweiten zu kommen. Nur am Rande: Wer sich nicht vorstellen kann jemals im Leben den Tempomat auf unter 200 zu setzen braucht ab hier gar nicht mehr weiterlesen, denn für den ist der T8 schlicht ungeeignet.
Bei mir war die Abkehr von hohen Tempi ein eher schleichender Prozeß, der momentan mit dem T8 kulminiert. Meine Hauptpendelstrecke ist 396km lang, davon sind etwa 370km Autobahn. Als ich vor vielen Jahren mit der Pendelei anfing hatten wir noch eine erheblich geringere Verkehrsdichte und ich hatte mit Anfang 30 meinen ersten "250er" unter dem Hintern. Besonders wenn ich in der Nacht von So. auf Mo. ins Büro pendelte hieß es immer Pedal to the Metal. Oft fand sich dann auch ein anderer V8 und man war gemeinsam auf der Bahn unterwegs. Völlig egal ob ABM, die 250er respektierten sich gegenseitig, man machte sich abwechselnd mit den Bi-Xenons die linke Spur frei und hielt gern auch beim Tank-Stop noch ein Pläuschchen. Irgendwann erfolgte dann eine erste Temporeduzierung, da ich nun einen auf Autogas umgebauten V8 fuhr, bei dem die Gasanlage bei 250 ausstieg. Zudem fingen dann die 3L Vertreter-Diesel sich gegenseitig zu bekriegen. Aus dem Miteinander der V8 ABM wurde ein Gehacke der Audis vs. die BMW's und die Daimlers. Da hatte ich auch nicht wirklich Lust zu. Ich fuhr dann "nur noch" so um die 210 - 220 und stellte anfänglich überrascht fest, das sich meine Fahrzeiten praktisch gar nicht veränderten.
Ich griff dann erstmals zum Taschenrechner: Auf den 380km Autobahn waren So. Nachts unter Idealbedingungen (keine Baustellen) etwa 300km unbeschränkt. Mit konstant 250 würde man diese 300km also in 1,2h = 72min fahren können, mit 200 würde es 90min dauern. Theoretisch also ein Zeitgewinn von 18min. der in Realitas aber nie erfahrbar war, da es immer wieder langsamere Fahrzeuge/Elefantenrennen und ähnliches gab. Während man also hinter einem LKW/KloMo oder sonstigem Verkehrshindernis hängt ist es egal, ob man 200 oder 250 fahren möchte, ist die Bremse weg erfolgt ein Zeitgewinn nur noch während der Phase von 200-250, wobei man dabei noch berücksichigen müßte, das man bei 250 viel früher bremsen muß, wenn der nächste rollende Bremsklotz rauszieht.
Nach ein paar Jahren begann ich wochentags zu Pendeln (Mo. oder Di. vormittags hin, Do. oder Fr. nachmittags zurück). Da hatte ich es dann nicht nur mit elektronisschen Schilderbrücken und temporären (6h-20h) Geschwindigkeitsbegrenzungen zu tun, sondern es kamen auch immer mehr massiv beschränkte Baustellen hinzu. Aus den idealisierten 300km freie Fahrt wurden, wenn es hoch kommt 180km. Inzwischen hatte ich mein erstes Auto mit Abstandregeltempomaten, der aber "nur" bis 200 ging, also reduzierte ich meine 210-220 abermals auf nun 200 wo immer erlaubt. Auf meine Fahrzeiten wirkte sich das überhaupt nicht aus, der Verbrauch sank beim Diesel-V8 ML aber durchaus merkbar. Das wurde beim Benziner V8 ML nochmals mehr, als ich anfing mit Tempomat 180 unterwegs zu sein. Bei 180km unbegrenzter Autobahn macht eine Reduzierung von 200 auf 180 einen Zeitverlust von 6min, real (s.o.) noch viel weniger.
Ich blieb dann auch beim D6 bei den 180, selten legte ich mal eine "Alarmfahrt" mit 200 hin (Drüber fuhr ich fast nie, da ACC ja nur bei 200 geht). Der Zeitgewinn war immer völlig für die Füsse, aber es ergab sich meist ein Mehrverbrauch von etwa 1L (7,5L zu 8,5L).
Als ich begann mich etwas konkreter für den T8 zu interessieren und die ersten Verbrauchsangaben im T8-Thread sah wurde mir klar, das ich nochmals an der Temposchraube würde drehen müssen, wenn ich nicht 2x am Tag würde Tanken wollen ....
Beste Antwort im Thema
Ich mache zu dem Komplex XC90 T8 als Vielfahrerauto mal einen neuen Thread auf, da die Thematik im "normalen" T8 Thread öfter mal gefragt wurde, dort inzwischen aber etwas untergeht. Meinen habe ich nächsten Di. 4 Wochen und er wird dann 6.ooo km auf der Uhr haben, ich würde mich also als Heavy-Autobahnuser bezeichnen und ein paar meiner Gedanken zu dem Auto darstellen.
Eines schonmal vorweg: Möchte man den T8 als Langstreckenfahrzeug einsetzen muß man bereit sein Kompromisse einzugehen, ein perfektes Langstreckenfahrzeug wie der kleine Bruder V60 D6 Plug-In Hybrid ist er auf keinen Fall.
Der wichtigste Kompromiß, der wohl die meisten bei einem Fahrzeug mit Papierdaten von 400+PS und 230km/h TopSpeed etwas herausfordern wird ist der Verzicht auf hohe Geschwindigkeiten, um auf erträgliche Reichweiten zu kommen. Nur am Rande: Wer sich nicht vorstellen kann jemals im Leben den Tempomat auf unter 200 zu setzen braucht ab hier gar nicht mehr weiterlesen, denn für den ist der T8 schlicht ungeeignet.
Bei mir war die Abkehr von hohen Tempi ein eher schleichender Prozeß, der momentan mit dem T8 kulminiert. Meine Hauptpendelstrecke ist 396km lang, davon sind etwa 370km Autobahn. Als ich vor vielen Jahren mit der Pendelei anfing hatten wir noch eine erheblich geringere Verkehrsdichte und ich hatte mit Anfang 30 meinen ersten "250er" unter dem Hintern. Besonders wenn ich in der Nacht von So. auf Mo. ins Büro pendelte hieß es immer Pedal to the Metal. Oft fand sich dann auch ein anderer V8 und man war gemeinsam auf der Bahn unterwegs. Völlig egal ob ABM, die 250er respektierten sich gegenseitig, man machte sich abwechselnd mit den Bi-Xenons die linke Spur frei und hielt gern auch beim Tank-Stop noch ein Pläuschchen. Irgendwann erfolgte dann eine erste Temporeduzierung, da ich nun einen auf Autogas umgebauten V8 fuhr, bei dem die Gasanlage bei 250 ausstieg. Zudem fingen dann die 3L Vertreter-Diesel sich gegenseitig zu bekriegen. Aus dem Miteinander der V8 ABM wurde ein Gehacke der Audis vs. die BMW's und die Daimlers. Da hatte ich auch nicht wirklich Lust zu. Ich fuhr dann "nur noch" so um die 210 - 220 und stellte anfänglich überrascht fest, das sich meine Fahrzeiten praktisch gar nicht veränderten.
Ich griff dann erstmals zum Taschenrechner: Auf den 380km Autobahn waren So. Nachts unter Idealbedingungen (keine Baustellen) etwa 300km unbeschränkt. Mit konstant 250 würde man diese 300km also in 1,2h = 72min fahren können, mit 200 würde es 90min dauern. Theoretisch also ein Zeitgewinn von 18min. der in Realitas aber nie erfahrbar war, da es immer wieder langsamere Fahrzeuge/Elefantenrennen und ähnliches gab. Während man also hinter einem LKW/KloMo oder sonstigem Verkehrshindernis hängt ist es egal, ob man 200 oder 250 fahren möchte, ist die Bremse weg erfolgt ein Zeitgewinn nur noch während der Phase von 200-250, wobei man dabei noch berücksichigen müßte, das man bei 250 viel früher bremsen muß, wenn der nächste rollende Bremsklotz rauszieht.
Nach ein paar Jahren begann ich wochentags zu Pendeln (Mo. oder Di. vormittags hin, Do. oder Fr. nachmittags zurück). Da hatte ich es dann nicht nur mit elektronisschen Schilderbrücken und temporären (6h-20h) Geschwindigkeitsbegrenzungen zu tun, sondern es kamen auch immer mehr massiv beschränkte Baustellen hinzu. Aus den idealisierten 300km freie Fahrt wurden, wenn es hoch kommt 180km. Inzwischen hatte ich mein erstes Auto mit Abstandregeltempomaten, der aber "nur" bis 200 ging, also reduzierte ich meine 210-220 abermals auf nun 200 wo immer erlaubt. Auf meine Fahrzeiten wirkte sich das überhaupt nicht aus, der Verbrauch sank beim Diesel-V8 ML aber durchaus merkbar. Das wurde beim Benziner V8 ML nochmals mehr, als ich anfing mit Tempomat 180 unterwegs zu sein. Bei 180km unbegrenzter Autobahn macht eine Reduzierung von 200 auf 180 einen Zeitverlust von 6min, real (s.o.) noch viel weniger.
Ich blieb dann auch beim D6 bei den 180, selten legte ich mal eine "Alarmfahrt" mit 200 hin (Drüber fuhr ich fast nie, da ACC ja nur bei 200 geht). Der Zeitgewinn war immer völlig für die Füsse, aber es ergab sich meist ein Mehrverbrauch von etwa 1L (7,5L zu 8,5L).
Als ich begann mich etwas konkreter für den T8 zu interessieren und die ersten Verbrauchsangaben im T8-Thread sah wurde mir klar, das ich nochmals an der Temposchraube würde drehen müssen, wenn ich nicht 2x am Tag würde Tanken wollen ....
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1928 Antworten
Bei eigenen Haustieren (viel Kontakt zum Auto / nah dran) ist das bestimmt die sicherere Variante.
So endlich mal wieder ein Monat ohne Werkstattaufenthalte, da kann ich euch die Fahrstatistik des letzten Monats zeigen (siehe auch angefügtes Bild). Bei 6232 km in 81 Stunden und 52 Minuten war ich im Schnitt also mit 76 Km/h unterwegs.
Insgesamt sind also etwa 800 l E10 durch die Einspritzdüsen geflossen sodass sich rein statistisch jeden zweiten Tag tanken musste.
Derzeit fahre ich pro Woche etwa 1200 km Autobahn gut 100 km über Landstraßen der Rest ist innerstädtisch. Auf der Autobahn fahre ich praktisch überhaupt nicht mehr schneller als 135, verglichen mit dem V 60 D6 zuvor bin ich etwa 5-6 Stunden im Monat länger auf der Autobahn unterwegs. Der Komfortgewinn durch PA2 wiegt diesen Zeitverlust für mich mehr als auf.
Lässt man sich so wie ich auf den PA2 ein erreicht man trotz des kleinen Motörchen in dem großen und schweren Auto mehr als akzeptable Verbräuche. Theoretisch müsste dieser im Mai sogar noch etwas zurückgehen, da ich erst vor kurzem die Benzinzusatzheizung deaktiviert habe. Allerdings muss ich im Mai dank der vielen Feiertage zum Glück nicht gar so viel fahren.
Beim in der App angezeigten Stromverbrauch bin ich mir nicht ganz sicher ob das so hinkommt. Derzeit lade ich mindestens fünfmal pro Woche d. h. in einem Monat hing er mindestens 20 mal am Kabel. Wenn er aber 157 kWh Rekuperiert hat und ich 200 kWh aus der Steckdose entnommen habe komme ich auf mehr als 300 kWh.
Alles in allem bin ich immer noch sicher das für mich die Wahl T8 die richtige war. Ich werde zum anstehenden 100.000 km Jubiläum demnächst noch ein längeres Posting schreiben derzeitiges zwischen Fazit: tolles Langstrecken Auto wenn nicht diese komplett verpfuschte Software wäre.
@stelen
Du hast glaube ich einen Tippfehler drinnen. In dem Screenshot steht 500l. Dachte nämlich erst, 800 l bei knapp 6000 km, alle Achtung, habt schön viel.
Was den Stromverbrauch angeht könnte ich mir vorstellen, das es durch evtl vorhandene Restladung kommt. Gerade wenn man in Hybrid fährt, was imho für lange Strecken an sinnvollsten ist (und kurz vorm Ziel auf Pure um die letzten KM aus dem Akku zu holen), kommt man meist mit einer kleinen Restladung an. Bei Hybrid nuckelt er den Akku laut OBD Schnittstelle auf rund 22% leer, in Pure auf knapp über 10%.
Äh, ja, wie komme ich denn auf 800L? Ist natürlich Blödsinn.
Auf Hybrid fahre ich höchstens im Winter auf Schnee, oder im Hochsommer, wenn ich mal volle AC-Leistung brauche. Ansonsten ausschliesslich Pure.
Idem! Nur schalt ich dann auf "Individual", wo ich ECO für AC ausgeschaltet habe.
LG
GCW
Ich bin da Extremist, bei mir ist AC nur an, wenn es trotz Schiebedach unerträglich wird. Dann aber normalerweise auf Pure mit Eco. Nur an wenigen Tagen im Juli/August gehe ich wegen AC volle Pulle mal auf Hybrid.
Wenn Du 200kwh aus der Steckdose entnimmst, hast Du nicht 200kwh im Akku. Es sind Ladeverluste da und insbesondere wenn der Lüfter während des Ladens läuft treibt das den Stromverbrauch in die Höhe.
Ich finde daher Deine Strombilanz stimmig.
Gruß Thomas
Ist das denn so, dass im angegebenen Stromverbrauch die Rekuperationsenergie enthalten ist?
Vermutlich schon, dann passt das doch, wie 850R96 schreibt: Ladeverluste und Konditionierungsenergie werden nicht gezählt.
@bado8978: Ob die Batterie nun auf 22% oder 10% leergenuckelt wird ist doch völlig egal. Könnte ja auch immer bei 50% nachladen, was soll sich dann am Verbrauch ändern?
@Hoberger
Stimmt, Denkfehler meinerseits... Danke für den Hinweis.
Wollte das erst im E Kennzeichen Thread Posten. Aber da passt es nicht wirklich gut hin.
Am Montag geht meiner zu einem Update zum :) . (Diverse kleine Bugs, jeder für sich kein Grund, aber zusammen nerven die mittlerweile schon. Z.B. On Call Service Meldung, springt von Pure auf Hybrid zurück, teilweise geht das rechte Lenkradbedienfeld nicht richtig, Fahrerdisplay friert manchmal in dem Infobereich ein und 2 kleine Schäden am Fahrersitz und das Handschuhfach braucht viel Druck um zu zu machen)
Hoffe nur das es bei mir kein Downgrade des Hybridsystems ist. Das funktioniert nämlich prima. Liege derzeit, trotz Wohnwagenfahrt die den bisherigen Schnitt total ruiniert hat, bei gesamt rund 7000 km bei 6,6 l/100km E10 und 13,7 kWh/100km. Nach Tankquittung und meinem Strommix bei 8,86€/100km Dino-Saft und 2,96 €/100km Strom (Ökostrom & eigener Solarstrom den ich mit 0,12 €/kWh berechne für die verlorene Einspeisevergütung). Damit liege ich kann in etwa gleichauf mit meinem vorherigen D5 was für mich okay ist. Hat ja niemand behauptet das der T8 wirtschaftlich sinnvoll ist, aber ökologisch kann es durchaus Sinn machen weniger Öl zu verbrennen und mehr sauberen Strom.
Nach gut 1 1/2 Jahren musste ich mich heute vom fünfstelligen Tachostand verabschieden. Das ist eine gute Gelegenheit ein kleines Zwischenfazit zum XC 90 T8 als Langstreckenfahrzeug zu ziehen. Ich werde dies in loser Folge auf mehrere Postings verteilen. Hier jetzt erst mal etwas zum Fahrprofil.
Derzeit fahre ich während der Woche überwiegend folgende Strecken:
• montags: 100 km je ein Drittel Autobahn / Überland / Stadt (Akku bei Abfahrt geladen)
• dienstags: 400 km davon 25 km statt, Rest Autobahn (Akku bei Abfahrt geladen)
• mittwochs 700 km (2X 350 km) 500 km Autobahn Rest über Land mit diversen Ortsdurchfahrten (Akku bei beiden Abfahrten geladen)
• donnerstags: 400 km davon 25 km statt, Rest Autobahn (Akku bei Abfahrt geladen)
• freitags: 100 km je ein Drittel Autobahn / Überland / Stadt (Akku bei Abfahrt geladen)
an den Wochenenden hängt es ganz davon ab was wir vorhaben das kann von 0 km bis zu ein paar 100 gehen, im Schnitt fahre ich derzeit pro Woche mindestens 1700 km.
Eine Frage die sich jetzt natürlich viele stellen werden: was verbraucht denn so ein T8 bei dieser Fahrerei? Dem muss ich vorausschicken das erstens der Bordcomputer beim letzten Update zurückgesetzt wurde, mir also aktuell nur die Fahrdaten der letzten 16.000 km zur Verfügung stehen und zweitens meine Autobahngeschwindigkeit höchstens 135 km/h beträgt.
Derzeit steht als Schnittverbrauch 8,2 l auf 100 km in der Fahrer Performance. Das ist-selbst wenn man das relativ niedrige Autobahntempo berücksichtigt-ein sehr respektabler Wert für eine so große und schwere rollende Schrankwand.
Im Normalfall komme ich mit einer Tankfüllung etwa 500-700 km weit. Das bedeutet natürlich dass ich zum Beispiel mittwochs öfter mal auf beiden Strecken tanken muss, wenn der Tank bei der morgendlichen Abfahrt nicht mindestens halbvoll war. Wer also mit Gewalt 1000 km am Stück fahren will müsste auch mit dem neuen 70 l Tank sehr langsam fahren. Für mich sind die Tankstopps nicht weiter dramatisch, man muss sie nur auf der A 20 früh genug einplanen, da dort die Tankstellendichte sehr gering ist.
Die Elektroreichweite habe ich bis jetzt noch nicht wirklich ausprobiert. Zu Hause im bergischen Land habe ich zu viele Stellen wo sich der Benziner an Steigungen zu schaltet. Die Reichweite des V 60 D6 erreiche ich allerdings nie, was aber auch nicht wirklich verwunderlich ist wenn man die Fahrzeuge vergleicht.
Wie gesagt gehe ich noch auf verschiedene Punkte zum Auto genauer ein, vorab kann ich ihm eine recht hohe Tauglichkeit als Langstreckenfahrzeug attestieren, wenn man bereit ist den rechten Fuß etwas zu zügeln.
In den nächsten Postings möchte ich etwas auf die Motoren eingehen. Als Basis der Betrachtung möchte ich voran schicken, dass ich zuvor etwa 400.000 km mit verschiedenen V8 Benziner und Diesel unterwegs war und zusätzlich zwei sportliche Sechszylinder in der Garage stehen. Die Erfahrungen mit Elektromotoren kommen von 160.000 km Fahrpraxis mit dem V 60 D6.
Ich hatte als ich damals den Vergleich zwischen der Audi Q und dem XC 90 gemacht hatte den D5 für mich komplett ausgeschlossen. Wie macht sich nun der T6, der ja die Basis des T8 Verbrenners motorseitig darstellt? Das Bild ist etwas diffus. An sich gibt es an dem Motor nicht besonders viel herum zu kritisieren. Ich beziehe mich im folgenden auf die oben genannten vorher von mir gefahrenen Motoren und da fällt im Fahrbetrieb schon auf,, dass dem T6 sehr viel Bums fehlt. Die Leistung ist durchaus vorhanden allerdings fehlt es doch sehr an Drehmoment was sehr oft dazu führt dass der Motor recht hoch drehen muss. Dies gilt besonders im Anhängerbetrieb, dazu aber in einem späteren Posting noch mehr.
Mit den hohen Drehzahlen einher geht eine Geräuschentwicklung die aus meiner Sicht eines Fahrzeuges in der 100.000 € Klasse unwürdig ist. Dabei meine ich noch nicht mal den Vierzylinder Sound an sich, dass ein solcher nicht klingen kann wie ein dicker V8 sollte jedem klar sein. Was mich mehr stört ist die aus meiner Sicht sehr schlechte Geräuschdämmung des Motors. Hier ist der motorseitig sehr gut vergleichbarer 2.0 TFS I im Audi A6 meiner Frau ganz erheblich leiser. Zudem läuft der T6 vergleichsweise rau. Fahre ich mit meinen 135 km/h auf der Autobahn tritt der Motor zum Glück akustisch in den Hintergrund und dreht auch nur knapp über 2000 Touren. Sodass ich mit der brummeligen Charakteristik durchaus leben kann trotzdem bin ich der Meinung das Volvo auf dem Gebiet Sound Engeneering bzw. Geräuschdämmung des Motors gepatzt hat.
Trat ich bei den dicken V8 aufs Gas zogen sie los und schienen mir sagen zu wollen „endlich darf ich zeigen was ich kann, sag Bescheid wenn du noch mehr brauchst“ der T8 zieht auch durchaus aber sagt dabei „da ist Deine Leistung, aber eigentlich muss das wirklich nicht sein Du Spinner“. Der kleine Motor wirkt oft sehr angestrengt, auch wenn er das in der aktuellen Situation vielleicht gar nicht ist. Ich habe anfänglich ein paar Mal die Performanceanzeige eingeschaltet, da ich mir sicher war dass er ständig bis an den Begrenzer drehen würde und jeden Moment die Minikolben durch die Motorhaube schießen müssten. In Wirklichkeit schaltete er recht oft auch bei kräftigem beschleunigen bei 4500-5000 Touren, also eigentlich noch weit vom Begrenzer entfernt.
Ich glaube am besten trifft es, wenn ich den Motor für mich als charakterlos einstufe. Als Vergleich nehme ich mal meinen B6, der beim beschleunigen alle Bläser eines Sinfonieorchesters durchdekliniert, um kurz vor dem Begrenzer ins Crescendo der Trompeten von Jericho zu kommen. Dabei schreit er die ganze Zeit „ja lass mich drehen lass mich drehen“. Der T6 knurrt beim beschleunigen einfach nur lauter und sagt mir „du hast doch einen Sockenschuss mit der Treterei“. Wie gesagt die Leistung ist durchaus da ich war auch positiv überrascht wie gut er bei meinem ersten und auch einzigen Top-Speedversuch bis in die Abriegelung durch beschleunigte. Ich könnte mir gut vorstellen dass der Motor so wie er ist recht gut in einen V 40 R (nicht so ein albernes Designgedöns, sondern ein echter R) passen würde. Um dem Werbeversprechen Luxus neu definieren zu wollen müsste der Motor im XC 90 ganz erheblich besser gedämmt werden. Ich weiß das ich mich wiederhole es ist für mich aber die Kernkritik an diesem Motor in diesem Auto. Aus diesem Grund ist es mir auch völlig schleierhaft wie man sich diese Polstar Software auf einen T8 installieren lassen kann, da das Motörchen damit latent ja noch höher dreht.
Beim Verbrauch gilt immer noch der alte Spruch Turbo läuft Turbo säuft, hier kommt noch erschwerend hinzu dass zusätzlich zum Turbo ja auch noch ein Kompressor verbaut ist der immer mitläuft und immer angetrieben werden will. Ich habe es anfänglich ein paar Mal versucht, wenn man ihn auf der Autobahn tritt verbraucht der T6/T8 praktisch exakt das gleiche wie mein zuvor gefahrener V8 mit fast dem dreifachen Hubraum (Also bei 160km/h locker 15L, ab 180 steht eine 2 vorne). Darüber war ich mir allerdings nach der Probefahrt auch im Klaren. Das Ganze ändert sich natürlich schlagartig wenn man die Autobahn verlässt, dazu später mehr.
Absolut meine Rede. Charakterlos trifft es (den Klang und die Leistungsentfaltung betrifft) ganz gut, wobei ich letztens bei Rosenheim von einem Range Rover Supercharged geärgert worden bin und siehe da, nachdem ich ihn überholen lies wurde er mich bis zum Topspeed nicht mehr los. Nichts desto trotz fahre ich ihn regulär auch mit ca 135 (meistens) oder 145 (seltener) und viel Stadtverkehr. Nach einem Jahr und 30.000 km hab ich einen Durchschnittsverbrauch von 6,5 ltr. (Wobei ich nich sagen kann ob und wann der evtl resetted wurde, aber ich glaube es) das ist für ein 400 PS SUV absolut respektabel. Absolut mangelhaft ist das reine touch System (geheiligt sei BMW), das Navi und nachdem ich noch ein 18er Modell habe der kleine Tank. Ein Hammer die B&W Anlage. Im Mix aber schon recht cool. Ein unschlagbarer Vorteil und mit der Hauptgrund für den Volvo war der Imagevorteil bei Kunden, hier hatte ich bei BMW und Mercedes immer die Nachrede...
Kann die Kritik am Motor durchaus nachvollziehen. Finde aber selbst das der Motor bis ~130 kmh schon eher im Hintergrund bleibt. Und der XC90 ist ein guter entschleuniger. Wer ein SUV zum schnell fahren will ist aber sicherlich mit dem Volvo schlecht bedient. Wer ein SUV zum entspannt Ankommen will ist aber genau richtig.
Zitat:
@Schurl82 schrieb am 30. Mai 2018 um 23:26:43 Uhr:
... wobei ich letztens bei Rosenheim von einem Range Rover Supercharged geärgert worden bin und siehe da, nachdem ich ihn überholen lies wurde er mich bis zum Topspeed nicht mehr los.
... naja, solche Vergleiche auf der Straße sind immer wenig aussagekräftig - weiß ich deshalb, weil ich sie gerne auch mal selbst mache ("der 911er konnte mich mit dem Disco 4 V8 nicht abhängen").
Ein RRS Supercharged ab 2010 hängt unsere T8 zu jeder Zeit bei jeder Geschwindigkeit locker ab. Wenn er will. Allerdings liegt so ein Ding dann im Alltagsverbrauch real auch mindestens beim doppelten Verbrauch (15+) von unseren T8. Das sagt dir allerdings kein Besitzer - denn die werden dir immer nur den Verbrauch unter Optimalbedingungen nennen. Die Dinger nehmen sich bei 180+ dann locker 25 Liter.