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Der Betrug mit den Bremsen - Meine denkwürdige Erfahrung - Eure Erfahrungen ???

VW Golf 7 (AU/5G)
Themenstarteram 1. Februar 2017 um 12:34

Obwohl ich selbst aus der Kfz-Branche stamme ist es mir nun selbst passiert, dass ich mich, wie ich meine, habe übers Ohr hauen lassen:

Die Inspektion war fällig Golf 7 2.0 Tdi 150PS und auch die Hauptuntersuchung stand an. 4 Jahre / 75000km

Auto abgegeben ca. 10:15, Auftrag formuliert, keine Dialogannahme am Auto - Vertrauenssache eben da mich die Leute kennen (sollten) ...

Dann 35 Minuten später der Anruf, der TÜV Mann habe gemeint, die Bremsen müssten wegen starkem Rost gewechselt werden ;-)

Nun aber stelle ich fest, dass der TÜV Mann sein Protokoll mit top Werten der Bremse bereits 20 Minuten nach Annahme ausgedruckt hatte !!!

So schnell wechselt keiner die Bremsen hinten ...

Was hat nun Relevanz frage ich mich ??? Wie "schön" die Bremse ist, oder ob sie laut den Werten sehr gut funktioniert ?

Und laut TÜV Protokoll ist sie sehr gut und das Auto ohne Mängel ... und das 20 Minuten nach Annahme, also 100 % vor dem Wechsel der Bremsen ...

Beste Antwort im Thema

Mit allem Respekt: ich kann nur den Kopf schütteln! Wie man aufgrund einer solchen Geschichte ein derartiges Fass aufmachen kann. Unabhängig von der Sachlage an sich: wenn der Wagen 75tkm gelaufen hat und hinten noch die 1. Bremse verbaut ist; dann wird es langsam sowieso Zeit für neue Scheiben/ Beläge -grade aufgrund der Thematik:

- Unterbelastung der Bremse hinten

- meist LM-Felgen Einsatz im Winter

- Materialqualität

- verstärkter Streusalzeinsatz

Zurück zur Kernthematik: Bremsenprüfstand und Tragbild der Bremsscheiben sind 2 verschiedene paar Schuhe. Die Werte können ok sein; die Scheibe kann dennoch einen Rostrand, Riefen, stark verminderte oder ungleichmäßige Belagauflage und und aufweisen...entsprechende Konsequenzen beim Bremsen aus hohen Geschwindigkeiten, wiederholter starker Belastung, Passfahrten, Anhängebetrieb etc.

Folgendes Szenario in der Praxis: Serviceberater und Prüfer schauen sich gemeinsam den Wagen an. Der Prüfer fordert den Tausch der Bremse. Um Zeit zu gewinnen (Werkstattauslastung, Teileanlieferung etc.) und eine Wiedervorführung zu vermeiden wird alles wie bestanden 'fertig' gemacht und die Werkstatt führt -im Anschluss- die Tätigkeiten aus.

Man kann natürlich auch eine Verschwörungtheorie aufbauen, im mt ein Thema aufmachen und zum zum guten Schluss noch Anwälte mit dem Ganzen beschäftigen. Im Hinblick auf den vom Themenersteller genannten beruflichen Werdegang wundert mich rein gar nichts...

...sowas bekommen nur Meschen fertig, die ihr ganzes Leben mit prüfen, protokollieren und nach Muster A arbeiten beschäftigt sind.

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wieso musste der Wagen eigentlich bei einem Alter von 4 Jahren zur HU?! Wäre doch eigentlich nach drei und fünf Jahren fällig. Oder gilt das nur für Benziner?!

Themenstarteram 2. Februar 2017 um 17:44

Es gibt Autohäuser die Verkaufen Autos mit "TÜV / Neu "... uns so kam das durcheinander ;-)

Zitat:

@i need nos schrieb am 2. Februar 2017 um 18:12:55 Uhr:

wieso musste der Wagen eigentlich bei einem Alter von 4 Jahren zur HU?! Wäre doch eigentlich nach drei und fünf Jahren fällig. Oder gilt das nur für Benziner?!

Ne gilt für alle Fahrzeuge. Gibt meines Wissens nach aber Ausnahmen für Taxen . Die müssen, solange sie in Ihrer Funkion als Taxi laufen, jedes Jahr zur HU.

Zitat:

@micsto schrieb am 2. Februar 2017 um 17:14:21 Uhr:

War im Juli mit meinem GTI beim TÜV, ca. 65.000km runter, Bremsscheiben hinten übel verrostet und voller Riefen.

Ergebnis: TÜV bekommen, keine Beanstandungen.

Der "Witz" an der Sache:

Die HU wird immer Zerlegungsfrei durchgeführt. Das heißt für die Prüfung wird nichts am Fahrzeug demontiert. Durch Alufelgen kann man die Bremsen ganz anders Kontrollieren als wenn das gleiche Fahrzeug mit Stahlfelgen und montierten Felgendeckeln zur HU fährt. Dort kann der Prüfer nur mit einer Lampe auf eine Seite der Bremse schauen. Die andere Seite wird ja fast komplett von der Felge verdeckt. Hier verlässt sich der Prüfer dann mehr auf die Werte des Prüfstands.

So gibt es bei einigen Fahrzeugen der Mercedes C - Klasse Baureihe 204 das Problem von (durch) gerosteten Bremsleitungen. Diese können bei der HU gar nicht einer Sichtprüfung unterzogen werden, weil der Unterboden komplett verkleidet ist.

Auch beim Passat B7 von meinem Vater, hat der TÜV Mensch nicht viel vom Unterboden sehen können, weil dieser Verkleidet war. (dieses Fahrzeug hatte aber KEINE Rostenden Leitungen oder so)

GTI = Alufelgen = Bremsanlage gut sichtbar ;)

Zitat:

@CelicaSt185 schrieb am 2. Februar 2017 um 09:15:53 Uhr:

Zitat:

@schlambambomil schrieb am 2. Februar 2017 um 09:09:53 Uhr:

Klärt mich mal einer auf: wie konnte der Prüfer ein Protokoll über die Bremswirkung des reparierten Autos schon vor der eigentlichen Reparatur erstellen. Wo hatte er die "gemessenen" Werte her? Datenbank oder wie? Diese Frage ist ernsthaft gemeint.

Genau das ist der springende Punkt und für mich Anlaß zur Unterstellung, daß man mich abgezockt hat.

Wenn die sagen sie hätten sich abgesprochen, wie manipuliert da ein Prüfer vorher seine Software mit diesen Bremsenprüfstandwerten ??? Wer da nicht Betrug wittert ist naiv ;-)

Ich kenne Werkstattbetriebe, dort fährt der Prüfingenieur das Fahrzeug nicht einmal auf den Bremsenprüfstand! Diese Tätigkeit wird regelmäßig vor Erscheinen des Prüfers von einem Mechaniker ausgeführt. Die Werte werden auf einen Werkstattauftrag gekritzelt und später vom Prüfer blind übernommen.

Themenstarteram 2. Februar 2017 um 21:10

Zitat:

 

Ich kenne Werkstattbetriebe, dort fährt der Prüfingenieur das Fahrzeug nicht einmal auf den Bremsenprüfstand! Diese Tätigkeit wird regelmäßig vor Erscheinen des Prüfers von einem Mechaniker ausgeführt. Die Werte werden auf einen Werkstattauftrag gekritzelt und später vom Prüfer blind übernommen.

Dann hätte man aber wenigsten eine Vordokumentation ;-) mit Stempelzeit ... (in der Regel)

@lufri1

ich glaube, das war wohl etwas missverständlich. Ich meinte damit die, die vorsätzlich (falsch) handeln und nicht alle - so wie Du es aufgefasst hast; ist mir schon klar ....., dass nicht alle so sind Gruß habi99

Natürlich gibt es genug Strolche, in allen Bereichen. Ich habe nur Probleme mit "Alle sind Gauner . . . "

edit

Themenstarteram 3. Februar 2017 um 14:34

verlieren werden beide: das Autohaus ist einen Kunden los, der vielen anderen abraten wird dort hin zu gehen und wir als Kunden verlieren viel Geld, da wir vertraut haben und dieses ausgenutzt wurde ...

Ende vom Lied ...

Die Begriffe "Kundendienst" und "Qualitätsversprechen" sind sehr oft - zu oft nur noch Schall und Rauch :-(

Aber dieser Fall war nur einer von mehreren, da wird noch einiges kommen ...

Schönes Wochenende Euch !

Ich habe da ein Prinzip:

Nie den TÜV in der Werkstatt machen lassen. Ich fahre selbst zum TÜV. Die verdienen nicht an der Reparatur.

Nach Ablauf der Garantie nie in eine Werkstatt, die auch Autos verkauft. Die wollen lieber ein neues Auto verkaufen. Eine Werkstatt ohne Neuwagenverkauf will das Auto so lange wie möglich reparieren. Die habe nichts davon, wenn ich nen neuen Wagen kaufe.

Damit bin ich immer gut gefahren und bin nie über den Tisch gezogen worden.

Ich würde nie auf die Idee kommen VW den Tüv machen zu lassen... Einfach separat einen Termin bei der Dekra vereinbaren und gut ist. Die Zeit hat man ja wohl. Sind doch genug Wochen Zeit dafür. Ist doch klar, dass im Zweifelsfall (und eben auch juristisch korrekten Fall) man sich pro Reparatur entscheidet. Aber ich kenne das, man stimmt zu und im Nachhinein denkt man drüber nach und steigert sich da in was rein. Ich hatte bei meinem A4 1.8t ein verstopftes Ölsieb und daher nach längerer Fahrt (meist erst Autobahn) die Öldruckwarnung. In der Werkstatt abgegeben, dass das Ölsieb getauscht werden soll. Letztlich (ich 19 Jahre jung, erstes Auto) bekomme die Rechnung und es steht auch noch die Ölpumpe drauf (angeblich Teil angesaugt). Wurde ich gefragt, ob sie getauscht werden soll? Nein. Wurde einfach gemacht. Der Kostenvoranschlag enthielt falsche Stunden. Diesen Betrag hatte ich abgesegnet. Am Ende standen die richtigen Stunden, aber die Pumpe mit drauf. Tatsächlich war es dann ein paar Euro günstiger (850 statt 900 oder so). Als Antwort bekam ich: "Wir hatten leider die falschen Stunden verrechnet. Zu ihrem Glück wird es dadurch günstiger. Die Pumpe kam dann aber leider noch dazu." - heute fühle ich mich über den Tisch gezogen ;) Aber gut... das war in drei Jahren mit dem Auto alles. Habe das Auto nicht mehr und suche seit ein paar Wochen nach einem 7er Golf 1.4 tsi 140/150ps - mal sehen was mich da alles erwartet. Ich würde an deiner Stelle die Sache ruhen lassen. Hast du nun eben etwas verfrüht neue Bremsen und auch deinen Tüv gekriegt. Man sollte nie gegenseitige Interessen in Kauf nehmen. Eine Institution kann und darf sich nun mal nicht selber kontrollieren.

Themenstarteram 4. Februar 2017 um 8:26

Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus ...

Sobald ein Prüfer unterm Dach des Auftraggebers arbeitet, kann man sich nie sicher sein, ob nicht zugunsten des Geschäftes Absprachen stattfinden, ob ein Teil nun ästhetisch fällig ist, oder eben noch technisch in Ordnung wäre hängt allein vom Prüfer ab, auch ohne Meßgeräte. In meinem Fall hat diese Absprache sicher stattgefunden. Es gibt keinerlei Belege oder Beweise zu den alten Teilen, es gibt nur ein End-Ergebnis, oder die Werte sind nachgetragen worden, was angeblich gehen muß, wenn Premsenprüfstände keine Schnittstelle zum Prüfercomputer haben. Gerade bei Allradautos gibt es ja selten die Möglichkeit am Bremsenprüfstand zu arbeiten, also muß das so nachzutragen sein. Wie auch immer ...

Betrug klingt drastisch, aber aus Sicht des Verbrauchers ist es so ... Der Gesetzgeber hält diese Lücken offen, das der Augenschein reicht, Bewertungsmaßstäbe scheint es da keine zu geben, man ist der Willkür ausgesetzt.

Selbst wenn man sich daneben stellt ...

Für mich gilt ab sofort: Zuerst ein Augenschein mit einer Vertrauten Person, dann separat HU und dann ggf. Reparatur.

Ich hatte früher mal ein Auto, da waren die Bremsen kurz vor Minimum, sie wären sicher durchgefallen, aber man hat "nah der Verschleißgrenze" im Protokoll vermerkt, damit er aus der Prüfer aus der Haftung ist ... Danach kamen eh irgendwann die Sensoren und dann erst habe ich es machen zu lassen. So soll es sein. Aber da habe ich es gewußt und wurde nicht überrumpelt mit einem Drang- Argument ...

Schönes Wochenende

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