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DENKANSTOSS

Über einen Bekannten, der bei der Polizei ist, wurde ich auf einen netten Denkanstoß, sogar für mich, zum Thema "ZU schnell unterwegs" aufmerksam gemacht.

 

 

Stimmt nachdenklich und passt gut zu Weihnachten und zum Thema  Verkehrssicherheit.

 

 

Wolf24

 

 

 

18 Antworten
am 20. Dezember 2007 um 21:08

Hallo Wolf 24,

eine herzergreifende Geschichte und wie ist jetzt deine Meinung zum Tempolimit ( 130 ) auf dt. Autobahnen???

mfg.

sa-ko

Ich kannte die Geschichte schon, sie kommt jedes Jahr um die Weihnachtszeit herum, immer leicht abgeändert und immer wieder von jemand anderem. Und jedes Jahr läuft es mir kalt den Rücken runter und ich kann mir die eine oder andere Träne nur mit Mühe verkneifen.

Der Text stimmt sehr nachdenklich, bitte lasst die Geschichte auf Euch wirken und missbraucht den Thread nicht für eine Diskussion für oder gegen Tempolimits.

Nachdenkliche Grüsse

Cyberax

am 20. Dezember 2007 um 21:41

@ Cyberax,

was nuetzen diese Geschichten, wenn es dann schon morgen oder uebermorgen mit Volldampf in den Weihnachtsurlaub geht ??? (ok. absolute Staugefahr :) )

mfg.

sa-ko

Zitat:

Original geschrieben von sa-ko

Hallo Wolf 24,

eine herzergreifende Geschichte und wie ist jetzt deine Meinung zum Tempolimit ( 130 ) auf dt. Autobahnen???

mfg.

sa-ko

 

Wie schon Cyberax andeutete, sollte die Geschichte nicht zu ner Diskussion über das Tempolimit mißbraucht werden. Aber zu Deiner Frage, ich bin nach wie vor gegen ein von außen verordnetes Limit. Mir reichen die Limits die mir mein  Verstand und die Einschätzung der Verkehrslage als sinnvoll eingibt. :)

 

Zu schnell kann jemand auch mit 30, 40 oder 50 km/h sein!

 

 

Wolf24

130km/h auf der BAB als Limit...oder mit 90km/h durch die Stadt und dabei ein Kind oder die nette Omi von gegenüber plattfahren?...sind doch wohl zwei Geschichten!

Als "Ortskundiger" kenne ich die gefährlichen Stellen an Schulen und Kindergärten und fahre langsam.

Und ich denke da sehrwohl an die Kinder und nicht an mobile Radarpistolen!!!

130km/h auf den deutschen Autobahnen halte ich für sinnvoll!...pro Achse...:D

Wenn Deutschland auch zur 130km/h-Zone wird, dann braucht SAAB auch keinen Hirsch mehr.

130 kann ich auch mit einem Polo von VW fahren.

Und mit dem Polo kann ich auch ein Kind in der 30er-Zone plattfahren!

Als Autofahrer hast du keine Chance, wenn ein Junge auf einem Kett-Car plötzlich vom Grundstück auf die Strasse fährt und du bist auch nur im Schritt-Tempo unterwegs...du fährst das Kind platt!

Aber als Autofahrer hast du erstmal die Karte gezogen.

Du machst Dir heftigste Vorwürfe, auch wenn die Polizei bestätigt, daß DU keine Chance hattest.

DU hast ein Kind verletzt/getötet.

Mit dieser Schuld musst Du erstmal leben können!

Wenn das Kind nur verletzt wurde, kannst Du Dir selber helfen indem Du dem Kind Trost und Zuspruch gibst...Besuche mit kleinen Geschenken, etc. ...und der Genesung persönlich beiwohnen kannst.

Und was sagst Du zu den Eltern eines getöteten Kindes???

Tut mir leid, habe ich nicht gewollt, ich hatte keine Chance???

Auch wenn die Eltern wissen, daß Du keine Chance hattest...von der Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigt...sie können dir nicht wirklich verzeihen.

DU bist der Kindes-Töter.

Und damit musst Du erstmal zurechtkommen!

Als unschuldiger Autofahrer ein Kind töten...ist so ziemlich das schrecklichste, was ich mir vorstellen kann.

Das zweitschrecklichste wäre, mein Kind durch einen solchen blöden Unfall zu verlieren.

Ich kann sagen: Ich verzeihe dir...du hattest keine Chance.

Aber im Innern hat man immer eine Wut und einen Groll gegen den Verursacher seines Schmerzes...also doch nicht wirklich verziehen.

In solchen Fällen können nur Psychologen helfen...oder Seelsorger der katholischen oder evangelischen Fraktion...je nach Belieben.

Tempo 30 nehme ich in der Nähe aller Schulen und Kindergärten sehr ernst...und nicht nur auf den 30m vor dem Schulhof!

130km/h auf der BAB halte ich für albern!

1. hält sich eh keiner dran!

2. warum habe ich Autos, die über 200km/h fahren können?

3. die Spaßbremse gibt es doch schon an der Tankstelle!

auf meiner strecke die ich morgens, noch im dunkeln, zur arbeit fahre, ist ein kleines mädchen neu eingeschult worden.

das haus der familie liegt an der landstrasse, hinter einer ganz leichten rechtskurve mit baumbestand. direkt gegenüber ist die bushaltestelle, zu der das kind jeden morgen von den eltern gebracht wird. man sieht die stelle, wo eltern und kind darauf warten, die strasse überqueren zu können, weil dunkel und ohne kurvenlicht und eben baumbewachsene kurve erst ca. 10-15m vorher. 70km/h sind dort erlaubt, man kann die kurve schlecht einsehen, aber problemlos mit 130km/h durch, wenn man wollte, es ist wirklich nur eine leichte rechtskurve.

beim ersten mal, als ich noch nicht wusste, dass dort ein kind gegenüber zum bus muss, bin ich dort auch mit 70km/h (und sogar keinen strich drüber- sonst bin ich oft ca 7km/h zu schnell) gefahren- wohl auch, weil ich gemerkt habe dass mir die kurve irgendwie nicht ganz geheuer ist...

das kind stand mit vater an der strasse, ich seh noch wie das kind lossprintet über die strasse, bremse und weiche auf die gegenfahrbahn aus.

der vater hat sie noch am kragen erwischt, sie blieb also wo sie war und nichts ist passiert...

aber ich hab den schreck meines lebens bekommen. seitdem fahre ich dort, sehr zum ärger der leute hinter mir, dort morgens mit 40-50km/h um die kurve.

besser ist das...

aber viele fahren dort 100km/h und deshalb werde ich demnächst mal bei der landkreisverwaltung anrufen und mich erkundigen, was man tun muss um eine änderung der geschwindigkeitsbegrenzung zu erreichen...

wenn da jemand eines tages das kind anfahren sollte und sei es in 15jahren, dann würde ich meines lebens nicht mehr froh wenn ich nichts getan hätte, weil ich wusste wie gefährlich diese stelle ist...

in diesem sinne wolf, ist dein post für mich hochaktuell, weil eben die geltende geschwindigkeitsbegrenzung oft schon viel zu schnell ist. einerseits würde ich gerne mit 100km/h durch die kurve, denn für MICH bestünde dabei keine gefahr.

aber wer kann schon ahnen, ob hinter der kurve nicht ein kind gerade auf die strasse gelaufen ist?

DANKE... sehr gut !

man denkt einfach zu wenig nach !

 

Ich wünsche euch allen schöne feiertage und eine unfallfreie fahrt !

Marcus

am 21. Dezember 2007 um 13:49

Ganz ehrlich: mir hängt das zum Hals raus! Jedes Jahr die gleiche Leier.....

Pünktlich zu Weihnachten kommen von allen Seiten herzergreifende Geschichten, vorzugsweise als "Newsletter" per Mail, der Spendengedanke wird bis aufs Letzte ausgelutscht, Mediengestalter kramen die Tränendrüsennummern hervor und und und......

Das Problem sind doch weniger die Geschwindigkeiten, sondern dass leider ein Großteil der Autofahrer weder umsichtig, noch vorausschauend unterwegs ist. Dies würde bei entsprechender Anwendung viele Unfallgefahren von vornherein abwenden.

Für mich ist diese Geschichte daher kein Denkanstoß, denn grundsätzlich stimme ich mit Wolf24 überein....

Zitat:

ich bin nach wie vor gegen ein von außen verordnetes Limit. Mir reichen die Limits die mir mein Verstand und die Einschätzung der Verkehrslage als sinnvoll eingibt.

Übrigens wohne ich neben einer Schule und obwohl ich keine Kinder mag und diese mich auch regelmäßig auf dem Weg zur Sporthalle "umrennen", fahre ich an diesen Stellen sehr vorsichtig :D

Stimmt nachdenklich und man liest sowas eigentlich viel zu selten.

Schlüsselerlebnisse wie die schon beschriebenen oder ähnliche Situationen hatten wir sicher alle schon mal. Diese "bremsen" einen dann mehr ein als jedes Blitzerfoto und wirken dann viel nachhaltiger. Bei uns gibt es in Schulgebieten zum Schulanfang immer schöne Aktionen mit der Polizei und Kindern. Jeder der zu schnell war muss dann vor den Kindern Rede und Antwort stehen. Ich find diese Aktionen super und auch solche Denkanstösse!

Am Kneipentisch nach dem Sport hatten wir mal die Idee jedem der zu schnell fährt einen Schaumstoffklotz 1m x 1m x 1m vor´s Auto zu schmeissen. Wir waren uns sicher das mind. 90% der Leute den böse treffen. Danach müsste man dann sagen "Stell dir vor es wäre ein Kind gewesen!". Sicher nicht praktikabel, aber sehr anschaulich und prägend!

All das hat aber mit Tempolimitdiskussionen für die BAB, in meinen Augen, nichts zu tun.

Zitat:

Original geschrieben von hertzkasper

und obwohl ich keine Kinder mag und diese mich auch regelmäßig auf dem Weg zur Sporthalle "umrennen", fahre ich an diesen Stellen sehr vorsichtig :D

Wenn Du daran denkst, daß die Kinder von heute Dir später im Altersheim den Popo abwischen, kann man sie eigentlich ertragen.

Ich hätte vor zwei Wochen auch lieber so einen Zettel erhalten - nur laufen auf der Autobahn so wenig Kinder herum. Jetzt habe ich dafür wohl drei Punkte und das erste (und hoffentlich) letzte Mal meine Fahrt auf Video verfolgen dürfen.

Der 9k sieht von hinten zwar sehr lahm aus; kann aber offensichtlich trotzdem ganz flott rennen.

Nebenbei: man kann in der Tat 39km/h zu schnell fahren und sich trotzdem an das Rechtsfahrgebot und an die Abstandsregelung halten.

Tja, das kommt davon wenn man sich angeregt und in freudiger Erwartung auf tolle Schneeverhältnisse mit der Partnerin unterhält. Dafür hat die darauffolgende Woche mehr als entschädigt.

Zwei Sätze zur Geschichte: diese Laienpsychologie bringt einem jedes Jahr aufs Neue Sodbrennen und Magengeschwüre. Schlechter gehts nimmer. Anstatt solche rührseligen fiktve Klamotten auszugraben könnte man sich auch beispielsweise darüber unterhalten, wovon der reale Kaffeebauer mitsamt seiner sechs/acht/.../-köpfigen Familie lebt wenn Jacobs/Tchibo & Co das Pfund für 2,98€ verschleudern. Aber darüber denken wir lieber nicht nach - das kostet Geld. Lieber schürfen wir in der Rührseligkeit des zettelverteilenden grünen Männchens, der lieber auf das Strafmandat verzichtet und dafür eine Moralschnulze schmettert. DEN möchte ich auch mal treffen.

Gruß,

Sebastian

Zitat:

Original geschrieben von Steffen9976

Stimmt nachdenklich und man liest sowas eigentlich viel zu selten.

 

Schlüsselerlebnisse wie die schon beschriebenen oder ähnliche Situationen hatten wir sicher alle schon mal. Diese "bremsen" einen dann mehr ein als jedes Blitzerfoto und wirken dann viel nachhaltiger. Bei uns gibt es in Schulgebieten zum Schulanfang immer schöne Aktionen mit der Polizei und Kindern. Jeder der zu schnell war muss dann vor den Kindern Rede und Antwort stehen. Ich find diese Aktionen super und auch solche Denkanstösse!

Am Kneipentisch nach dem Sport hatten wir mal die Idee jedem der zu schnell fährt einen Schaumstoffklotz 1m x 1m x 1m vor´s Auto zu schmeissen. Wir waren uns sicher das mind. 90% der Leute den böse treffen. Danach müsste man dann sagen "Stell dir vor es wäre ein Kind gewesen!". Sicher nicht praktikabel, aber sehr anschaulich und prägend!

 

All das hat aber mit Tempolimitdiskussionen für die BAB, in meinen Augen, nichts zu tun.

 

 

Die Idee wäre nicht Schlecht. Meine Kollegen vom Verkehrsdienst haben vor ein paar Wochen vor einer Schule in einer 30 Km/h-Zone geblitzt: Über 60 % die schneller als 30 fuhren waren was für Leute? Genau: Lehrer und Anwohner ....  ohne Worte!

 

Gruß

Saabienche

am 21. Dezember 2007 um 22:52

Zitat:

Original geschrieben von Linear Cycle

 

 

Als "Ortskundiger" kenne ich die gefährlichen Stellen an Schulen und Kindergärten und fahre langsam.

Und ich denke da sehrwohl an die Kinder und nicht an mobile Radarpistolen!!!

Wenn Deutschland auch zur 130km/h-Zone wird, dann braucht SAAB auch keinen Hirsch mehr.

130 kann ich auch mit einem Polo von VW fahren.

 

 

130km/h auf der BAB halte ich für albern!

1. hält sich eh keiner dran!

2. warum habe ich Autos, die über 200km/h fahren können?

3. die Spaßbremse gibt es doch schon an der Tankstelle!

@ Linear Cycle,

find ich gut das Du als Ortskundiger zumindest an Schulen und Kindergärten langsam fährst !!! Was machst Du in einer fremden Stadt ???

Hirsch,Porsche,M3 usw. werden NUR in Deutschland verkauft, im restlichen Ausland lohnen sich diese Modelle nicht deswegen fährt man da nur Polo,Fiesta

und Corsa

Mit der Spassbremse naja fährts halt ins Ausland zum tanken ( falls du Grenznah wohnst)

mfg.

sa-ko

Zitat:

Original geschrieben von Cyberax

Ich kannte die Geschichte schon, sie kommt jedes Jahr um die Weihnachtszeit herum, immer leicht abgeändert und immer wieder von jemand anderem. Und jedes Jahr läuft es mir kalt den Rücken runter und ich kann mir die eine oder andere Träne nur mit Mühe verkneifen.

Der Text stimmt sehr nachdenklich, bitte lasst die Geschichte auf Euch wirken und missbraucht den Thread nicht für eine Diskussion für oder gegen Tempolimits.

Nachdenkliche Grüsse

Cyberax

Mir war diese Geschichte auch schon bekannt, mir geht es wie Cyberax.

Wenn ich hier so einige Kommentare lese, wäre es besser gewesen, dem Wunsch von Cyberax zu entsprechen und diese Tempolimitsdiskussion zu vermeiden.

Danke an Wolf24 für das "Aufwärmen" der Geschichte und wenn nur einer dadurch zum Nachdenken angeregt wird, so ist das Ziel erreicht.

Gruss

Luxi

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