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Darlehensvertrag und Sicherungsübereignung mit 19% USt

Themenstarteram 23. November 2020 um 21:46

Hallo,

 

Ich habe mir gerade einen Audi gekauft und über die Audi Bank finanziert. Beim Verkaufsgespräch im Mai wurde mir gesagt, dass der genaue Ablauf der USt-Reduzierung erst später geklärt wird. Nun wurde das Auto ausgeliefert. Die Rechnung ist korrekt mit 16% USt ausgewiesen. Der Darlehensvertrag weist aber noch immer 19% aus. Auch die Sicherungsübereignung, die ich nun überschreiben soll, weist den Rechnungsbetrag mit 19% aus.

Ich fühle mich nun unwohl das zu unterzeichnen - es stimmt doch schließlich nicht! Laut Audi-Händler ist es systemtechnisch nicht möglich, die 16% auf dem Darlehensvertrag und Sicherungsübereignung auszuweisen. Die Differenz zwischen Rechnung und Darlehensvertrag soll mir überwiesen werden. Was mit dem mehr an Zinsen ist, dass durch den höheren Darlehensvertrag entsteht, konnte mir niemand etwas sagen.

Hat jemand aktuelle Erfahrungen mit Audi und der Audi Bank bezüglich dieses Themas?

Oder sehe ich das falsch?

Danke :)

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10 Antworten

Soweit ich weiß haben die Händler und Hersteller für die kurze Zeit ihre Systeme nicht umgestellt. Tritt also häufiger auf.

Das kann tatsächlich so sein, ich erkläre mal kurz:

Die Mehrwertsteuer ist für den Händler ein durchlaufender Posten, der immer bis zum 10. des Folgemonats an das für ihn zuständige Finanzamt abgeführt wird.

Ich würde einem Repräsentanten von Audi das so abnehmen, zumal du ja eine Fahrzeugrechnung inklusive der ausgewiesenen 16% Umsatzsteuer bekommen hast, oder?

Das Darlehen ist als Finanzdienstleistung USt.-frei. Die Darlehensvaluta ist auf den Rechnungsbetrag abzusenken. Scheinbar möchte man die Vermittlungsprovision des Darlehens lieber nach dem höheren Steuersatz "verdienen". Da sollte ein direktes Telefonat mit der finanzierenden Bank zeiteffektiv für Klärung sorgen.

Die 19% gilt für die gesamte Laufzeit, und nach dem 01.01. wird diese wieder von 16% auf 19% erhöht. Somit hat das schon seine Richtigkeit. Für jetzt bis zum 31.12.2020 dürfen sie Dir aber nur die 16% in Rechnung stellen, oder Dir die Differenz zurücküberweisen. Ford hat das bei mir gemacht. Allerdings beim Leasing, die haben mir die Differenz einfach auf das Konto überwiesen.

Ruf einfach bei der Bank an, das klärt sich.

Auf das Modell, die Differenz vorab zurück zu bekommen ( nebenbei wie soll das verbucht werden und mit was für einer Grundlage? Gutschriftrechnung?), würde ich mich nicht einlassen, da du sonst auf den höheren Darlehensbetrag Zinsen zahlen musst.

 

Eine für mich sinnvolle Lösung wäre, diese Differenz nicht auszuzahlen, sondern als Sondertilgung umzubuchen, denn das wäre dann auch zinsneutral. Setzt aber voraus, dass nicht andere Bausteine wie RSV abgeschlossen wurden, die durch den höheren Darlehensbetrag nicht auch prozentual teuerer werden.

Den Betrag den du ausgezahlt bekommst einfach als Sonderzahlung auf das Kreditkonto überweisen und fertig.

Themenstarteram 24. November 2020 um 14:32

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 24. November 2020 um 00:00:29 Uhr:

Das Darlehen ist als Finanzdienstleistung USt.-frei. Die Darlehensvaluta ist auf den Rechnungsbetrag abzusenken. Scheinbar möchte man die Vermittlungsprovision des Darlehens lieber nach dem höheren Steuersatz "verdienen". Da sollte ein direktes Telefonat mit der finanzierenden Bank zeiteffektiv für Klärung sorgen.

Nach drei Telefonaten mit der Audi-Bank folgendes Ergebnis: "Wenden Sie sich an das Autohaus".

Naja ... dreist kommt weiter. Dann würde ich die Papiere eben von Hand ändern und dem Händler auf den Tisch legen. Der lebt vom Verkauf ... ;)

Ich verstehe das Problem nicht so recht, oder vielmehr - bist du denn Privat- oder Geschäftskunde? Das kann nämlich schon einen Unterschied ausmachen.

Ansonsten hat die Bank Recht: Sie erbringt nur umsatzsteuerfreie Leistungen, wie berlin-paul richtig erkannt hat. Umsatzsteuerfragen sind daher nur vom Autohaus zu beantworten.

Das stimmt so nicht ganz. Die Bank hat ein Optionsrecht gem § 9 UStG und kann ggü. Unternehmen durchaus USt berechnen.

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