ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Breitere Winterreifen = mehr Grip?????

Breitere Winterreifen = mehr Grip?????

Hey Leute,

ich habe auf meinem Corsa C 155er Winterreifen......

Ich frage mich aber, warum ich nur so dünne reifen habe??

breitere Reifen haben doch bei allen straßenverhältnissen auf jeden fall mehr grip, ODER???????

Warum habe ich dann nur 155er Winterreifen auf meinem Corsa??

Helft mir bei meiner Überlegung :D

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von downforze94

Weil Gewicht und Motorleistung mit denen gut übereinstimmen. Außer bei Aquaplaning gilt: je breiter, desto besser.

Ja besser ist es .... (es bleiben zu lassen!)

Außer #

bei Aquaplaning,

bei Schnee

bei Eis

beim Verbrauch

Beim Einkauf

bei der Höchstgeschwindigkeit

bei den Radlagern....

Mist ich weiß irgendwas habe ich vergessen......

haben die Breitreifen IMMER Vorteile

Aber ansonsten sind sie super die breiten Reifen

Gruß Alex

War das jetzt ne Fangfrage? - trollig!

257 weitere Antworten
Ähnliche Themen
257 Antworten

Zitat:

@S8V10So schrieb am 3. November 2014 um 08:17:39 Uhr:

Die Breite ist der Leistung des Wagens (450PS V10) geschuldet. Dass diese Dimension auf allen vier Seiten aufzuziehen ist, begründet sich im Allradantrieb (Haldex-Kupplung).

Bist du dir da gaaaanz sicher? S8 und Haldex?:confused: Ich tippe eher auf Torsen.:cool:

Zitat:

@dolofan schrieb am 3. November 2014 um 15:11:44 Uhr:

Bist du dir da gaaaanz sicher? S8 und Haldex?:confused: Ich tippe eher auf Torsen.:cool:

Klar. Gast recht. Perm. Allradsystem. Haldex ist ja die Billig-/Schmalspurversion.

Quattro generation IV[citation needed][edit]

Starting from 1995 on Audi A4/S4/RS4 (B5 platform), Audi A6/S6/allroad/RS6, Audi A8/S8 with both manual and automatic transmissions. Also on VW Passat B5, where it was initially referred to as syncro, but by the time it reached US soil, it had been re-christened 4motion. Also used on the Volkswagen Phaeton and Volkswagen Group D platform sister vehicles. The Volkswagen Touareg used 4Xmotion with a separate transmission, PTUs and front axles.

The manually locking rear differential from the earlier generations was replaced with a conventional open differential, with Electronic Differential Lock (EDL) (which detects wheelspin via ABS road wheel speed sensors, and applies brakes to one spinning wheel, thus transferring torque via open differential to the opposite wheel which has more traction). EDL works at speeds up to 80 km/h (50 mph) on all quattro models (on non-quattro models: up to 40 km/h (25 mph).

System type: Permanent four-wheel drive.

Torsen type 1 or 2 centre differential, 50:50 'default' split, automatically apportioning up to 75% of torque transfer to either front or rear axle.

Quelle: Linkservice

Zitat:

Je mehr "Fläche" (breitere Reifen) Deine Reifen aufweisen, desto mehr neigen sie zum "schmieren" bei Regen/Schnee /Matsch.

Das ist so nicht richtig. Aquaplaning außen vor, da bleibt die Keilbildung bei Schneematsch, ansonsten sind erstmal die etwas breiteren Reifen immer im Vorteil. Zudem die reine Breitenfrage immer den Querschnitt berücksichtigen muss und so das Größere Rad in seinen Eigenschaften doppelt Punktet. Denn Flächendruck ist nur einer der vielen Faktoren, selbst wenn dieser abnimmt gleichen den Gummimischung/Profil etc. aus! Nur die größten Räder, wie martins42 schon sagt, sind meist wieder eher nachteilig.

Zitat:

@B4ABC schrieb am 2. November 2014 um 21:31:37 Uhr:

Zitat:

Jetzt wird's aber vollends absurd! Leute, habt ihr alle in Physik gefehlt oder was? Langsam beginne ich an der Leistungsfähigkeit des deutschen Bildungssystems zu zweifeln!

Druck ist Kraft pro Fläche. Bitte guckt euch diese einfache Formel genau an. Die Form der Fläche (z. B. die Breite des Reifens) ist nicht enthalten, sie ist für die Diskussion um Kräfte, Drücke und Flächen also völlig irrelevant.

Wer das nicht verstehen will, den kann ich nicht zwingen. Ich sag's aber gern noch mal: Die Physik läßt sich nicht bescheißen.

Jetzt zäumen wir das Pferd mal ganz langsam von hinten auf.

Das sich die von dir mehrfach erwähnte Physik nicht "bescheißen" lässt steht außer Frage.

Sie ist sogar Hauptbestandteil unserer Diskussion. Ich wollte keine großen Rechnungen machen da man sich das eigentlich ganz gut logisch erklären kann ohne zu rechnen. Je größer die Fläche desto kleiner der Druck da er sich auf einer größeren Fläche verteilen kann.

[...]

Wir rechnen mit einem Reifen mit 185mm Breite und mit einem mit 225mm Breite. Um die Rechnung zu vereinfachen nehmen wir an das beide Reifen baugleich sind bis auf die unterschiedliche Breite und somit bei identischem Reifendruck gleichtief einsinken. Mit einsinken ist die Elastizität des Reifens nach dem Ablassen vom Wagenheber gemeint. Beide Reifen haben absolut den gleichen Umfang.

Die Länge der Fläche auf der der Reifen steht beträgt bei beiden Reifen angenommene 100mm. Der 185er Reifen hat mit einer Breite von 185mm und der Länge der Aufstandsfläche von 100mm eine Aufstandsfläche von 18500mm².

Bei dem 225er Reifen haben wir mit einer Breite von 225mm und einer Länge der Aufstandsfläche von 100mm eine Aufstandsfläche von 22500mm².

[...]

Wenn wir jetzt noch die errechnete Fläche von jedem Reifen mit den 500 Kg Radlast verrechnen erhalten wir den Druck den das Rad auf den Boden ausübt.

[...]

185er= Aufstandsfläche 18500mm² und 2,65 bar

225er=Aufstandsfläche 22500mm² und 2,18 bar

Sollte stimmen wenn ich mich nicht verrechnet habe.

Was sagt unser "Erwachsener" Physiker dazu?

Du hast den Erwachsenen mißverstanden, daher redest Du an ihm vorbei. Deine Forderungen nach Erklärungen ist fehl am Platzt, Lesekompetenz tut not. Du spricht vom Anpressdruck der Reifen auf die Straße, der Erwachsene meint den Reifeninnendruck. Du hast richtig gerechnet, seine Herleitung ist aber auch richtig.

Du hast berechnet:

- gegebene Reifenbreite und gegebene Länge der Aufstandsfläche

- daraus ergibt sich die Auflagefläche

- gegebenes Fahrzeuggewicht

- daraus ergibt sich der Anpreßdruck der Reifen auf die Straße

- dieser ist natürlich bei Breitreifen geringer als bei schmalen Pneus

Der Erwachsene meint folgendes:

- gegebenes Fahrzeuggewicht

- gegebener Reifeninnendruck, als gleich vorausgesetzt bei schmaler und breiter Bereifung

- die sich dabei einstellende Reifenaufstandfläche ist gleich, egal ob mit schmalen oder breiten Reifen.

Diesen Fakt hat Erwachsener einwandfrei hergeleitet - nicht mehr und nicht weniger. Er hat auch darauf hingewiesen, daß sich im tiefen Schnee oder Matsch diese Regeln ändern können, weil in solchen Verhältnissen der Reifeninnendruck nicht mehr allein die die Reifenaufstandsfläche bestimmende Größe ist. Da spielt dann auch Konsistenz, Tiefe usw. des weichen Untergrundes eine Rolle. Steht aber alles weiter oben, es ist müßig, es zu wiederholen. Nicht jeder hier kann oder will dies verstehen, aber er hat völlig recht. Und auch, wenn er nicht immer explizit von Reifeninnendruck geschrieben hat, sondern oft allgemein "Druck" schrieb, war durch den Zusammenhang eigentlich immer klar, was er meinte.

Ich persönlich halte es für gewagt, breiteren Reifen pauschal mehr "Grip" zuzusprechen. Überhaupt- was ist Grip? Haftung nach in Längs- oder in Querrichtung? Bei tiefem, flachem, lockerem, festem, trockenem, matschigem, salzigem Schnee? Bei Eis, im Regen, auf trockener Straße? Sowohl breite als auch schmale Pneus können, abhängig von den Bedingungen und dem Einsatzszenario, mal mehr und mal weniger Grip haben, relativ gesehen.

tja ich fang hier net mit berechnungen an sondern meine erfahrung.

der golf 2 hat als offizielle winterräder die 155er r13 winterräder.

weder die noch die grössere 175/70 r13 kommen bei mir drauf sondern eher die die 15 aka 185/55r15 oder 195/50r15.

das ist erfahrung bei mir da ich keinen vorteil von den kleinen 13 zoll bereifungen hatte sondern eher nachteil.

als ich noch in leipzig gewohnt habe hatte ich im winter 3 strassenbedingungen.

- nichts geräumt dafür schon beschneiter weg

-nicht geräumte siedlungsstrasse mit eisdecke

-geräumte stadt strasse.

mit den 13 zollern bin ich auf der eisdecke an die grenzen gekommen das das fahrzeug sich nicht sicher fahren lies und eher am rutschen war.

dies problem hatte ich mit der 15zoll bereifung nicht das lies sich gut fahren ohne grosse probleme.

auf dem zugeschneiten weg waren alle ok ausser das die stossstange schnee schieber gespielt hat.

auf der stadtstrasse hatte ich auch keinerlei probs.

klar spielt das gewicht des fahrzeuges eine rolle so ist ein golf 2 besser als der aschekasten von seat marbella!

daher ist mein persönliches fazit lieber die grossen reifen im winter drauf als die kleinen da sich das besser fährt.

so jetzt könnt ihr meckern aber das ist meine erfahrung aus 15 jahren auto fahren

bei unseren subaru forester ist auch die winter und sommer grösse gleich das ist glaube sogar normal.

und lieber im winter einen allrader ( *hust* subaru weltgrösster allrad hersteller) als ein front oder hecktriebler wobei der hecktriebler nicht gerade toll ist im winter.

Zitat:

 

Du hast den Erwachsenen mißverstanden, daher redest Du an ihm vorbei. Deine Forderungen nach Erklärungen ist fehl am Platzt, Lesekompetenz tut not. Du spricht vom Anpressdruck der Reifen auf die Straße, der Erwachsene meint den Reifeninnendruck. Du hast richtig gerechnet, seine Herleitung ist aber auch richtig.

Du hast berechnet:

- gegebene Reifenbreite und gegebene Länge der Aufstandsfläche

- daraus ergibt sich die Auflagefläche

- gegebenes Fahrzeuggewicht

- daraus ergibt sich der Anpreßdruck der Reifen auf die Straße

- dieser ist natürlich bei Breitreifen geringer als bei schmalen Pneus

Der Erwachsene meint folgendes:

- gegebenes Fahrzeuggewicht

- gegebener Reifeninnendruck, als gleich vorausgesetzt bei schmaler und breiter Bereifung

- die sich dabei einstellende Reifenaufstandfläche ist gleich, egal ob mit schmalen oder breiten Reifen.

Diesen Fakt hat Erwachsener einwandfrei hergeleitet - nicht mehr und nicht weniger. Er hat auch darauf hingewiesen, daß sich im tiefen Schnee oder Matsch diese Regeln ändern können, weil in solchen Verhältnissen der Reifeninnendruck nicht mehr allein die die Reifenaufstandsfläche bestimmende Größe ist. Da spielt dann auch Konsistenz, Tiefe usw. des weichen Untergrundes eine Rolle. Steht aber alles weiter oben, es ist müßig, es zu wiederholen. Nicht jeder hier kann oder will dies verstehen, aber er hat völlig recht. Und auch, wenn er nicht immer explizit von Reifeninnendruck geschrieben hat, sondern oft allgemein "Druck" schrieb, war durch den Zusammenhang eigentlich immer klar, was er meinte.

Ich persönlich halte es für gewagt, breiteren Reifen pauschal mehr "Grip" zuzusprechen. Überhaupt- was ist Grip? Haftung nach in Längs- oder in Querrichtung? Bei tiefem, flachem, lockerem, festem, trockenem, matschigem, salzigem Schnee? Bei Eis, im Regen, auf trockener Straße? Sowohl breite als auch schmale Pneus können, abhängig von den Bedingungen und dem Einsatzszenario, mal mehr und mal weniger Grip haben, relativ gesehen.

Ich habe ihn nicht missverstanden sondern die Rechnung bewusst gemacht damit klar wird wie die Aufstandsfläche die sich bei jedem Reifen ergibt zu Stande kommt.

"Erwachsener" hat auf den ersten Seiten irgendwo geschrieben, dass "Druck=Kraft/Fläche" ist und die Fläche ja gleich sein muss wenn die Kraft und der Druck gleich bleiben.

Genau das kann man auf einen Reifen so nicht direkt übertragen. Physikalisch hat er vollkommen recht, aaaaaaaaaber angenommen ich nehme einen Monstertruck Reifen und pumpe diesen mit 3 bar auf und belaste ihn mit 500 Kg.

Die Aufstandsfläche ist dann nicht die gleiche wie bei einem 185er nur weil Kraft (Gewicht : 9,81m/s²) von 500Kg und der Druck von 3 bar gleich sind. Es ist lediglich mehr LUFTMASSE im Reifen damit der Druck zustande kommt. Das hat er vermutlich nicht bedacht.

Dank an ghostrider78.

Ansonsten, seid mir nicht böse: Es geht ein Riß durch dieses Forum wie durch die gesamte Gesellschaft. Da sind diejenigen, die eher naturwissenschaftlich-technisch denken und die Grundlagen der Physik beherrschen. Und dann die, die an technische Fragen rein empirisch rangehen, um nicht zu sagen: mit Glaubenssätzen. Weil sie im Leben andere Prioritäten haben als Wissenschaft.

Wißt ihr was - es ist faktisch nahezu egal. Ihr seid Verbraucher und habt eine Wahlfreiheit. Es ist mir persönlich völlig wumpe, ob irgendjemand hier Breitreifen fährt oder nicht. Das wirklich Wichtige im Winterbetrieb - nämlich gute Winterreifen aufziehen und vorsichtig sein - wurde hier genügend klargestellt. Da sind wir uns einig.

Das Problem in deinem Fall ist, dass du für dich einen ach so überlegenen Wissensstand reklamierst, dabei aber leider den Unterschied zwischen Theorie und Praxis vernachlässigst. Du blendest relevante Einflussfaktoren aus und reduzierst die Betrachtung auf physikalische Idealkörper. Bei einem Reifen hast du es aber nicht mit einem solchen Ideal zu tun. Von daher ist es zwar sehr nett, dass du meinst, die Grundlagen der Physik zu beherrschen. Deine gnadenlose Vereinfachung hat dann nur leider nichts mehr mit der Realität zu tun.

Alles gut. Danke für dein Engagement.

Es ist schade, dass du so komplett uneinsichtig bist.

Zitat:

@Erwachsener schrieb am 4. November 2014 um 11:49:27 Uhr:

Dank an ghostrider78.

Ansonsten, seid mir nicht böse: Es geht ein Riß durch dieses Forum wie durch die gesamte Gesellschaft. Da sind diejenigen, die eher naturwissenschaftlich-technisch denken und die Grundlagen der Physik beherrschen. Und dann die, die an technische Fragen rein empirisch rangehen, um nicht zu sagen: mit Glaubenssätzen. Weil sie im Leben andere Prioritäten haben als Wissenschaft.

[...]

Nicht böse sein, aber ich sage mal, dass du da etwas zu hoch auf dem Ross sitzt. Eventuell würde dir etwas Empirik nicht schaden. ;)

Was mir zu denken gibt, ist dass du hier

http://www.motor-talk.de/.../...nterreifen-mehr-grip-t3006126.html?...

Breitreifen in Bausch und Bogen jeden Nutzen abredest.

Und dem ist nun mal nicht so. Wenn man an guter Querdynamik interessiert ist, bringt ein Breitreifen nun mal sehr viel Nutzen. Sowohl aus theoretischer, technisch-physikalischer Sicht, als auch empirisch nachvollziehbar. Von daher hat dein Plädoyer der puren Physik und reinen Vernunft einen etwas eigenartigen Beigeschmack.

Nur um das Klarzustellen: Ich breche hier keine Lanze für den Breitreifen im Winterbetrieb. Wobei er praktisch gesehen in den meisten Situationen völlig problemlos, unter Umständen sogar vorteilhaft ist. Die Wühlerei in Matsch und Tiefschnee ist doch eher die exotische Ausnahme. Allein schon aufgrund der klimatischen Veränderungen, Änderungen der Fahrzeuge (mehr Masse) und Änderungen der Reifentechnologie sind viele der alten Regeln, mit denen ich noch großgeworden bin, mit sehr viel Vorsicht zu betrachten.

Bin mit meiner 1150kg Keksdose im Winter auch schon auf 195/45 R16 unterwegs. Früher wäre das ein Breitreifen für diese Autoklasse, heute völlig normales Format.

Von daher ist auch schon die Frage, die in diesem Thread nie geklärt wurde, was eigentlich "Breitreifen" meint, im Bezug auf die Fahrzeugklasse. Diskussion ohne gemeinsame Nomenklatur. Eigentlich eh schon zum Scheitern verurteilt.

Das ist natürlich völlig korrekt - schwerere Fahrzeuge brauchen größere Reifen, damit der Bodendruck nicht zu groß wird. Druck ist Kraft pro Fläche.

Das habe ich aber nie bezweifelt. Aber es ist ein wunderbares Beispiel für das, was mich hier konkret so stört und warum ich "Schluß" gesagt habe. Es scheint mit ein, zwei Ausnahmen keiner in der Lage zu sein, sich auf eine konkrete Behauptung und ihre Widerlegung oder Bestätigung zu konzentrieren. Die konkrete Behauptung war, daß breitere Reifen (bei gegebenem Fahrzeug) größere Aufstandsflächen und weniger Bodendruck haben. Daß und warum das nicht stimmt, habe ich dreimal erläutert. Falls es doch der eine oder andere verstanden hat und bereit ist, sich mal darauf zu konzentrieren, darf er mir gern sagen, wo mein Fehler liegt. Dann und nur dann bin ich bereit, hier weiter mitzuschreiben.

Dein "Fehler" ist, dass du von einem Idealmodell ausgehst, wo ein Reifen sich entsprechend Reifendruck und Last beliebig verformt. Da ist aber eine Grenze der lastbedingten Abflachung dadurch gesetzt, dass die Innnenseite der Laufläche irgendwann auf der Felge aufsetzt. Weiterhin wird das Verformungsverhalten der Reifen nicht nur vom Luftdruck bestimmt, sondern auch von der konstruktiven Karkassensteifigkeit.

Weiteres Problem ist, dass der Reifendruck eine beliebig manipulierbare Variable ist. Zur Veranschaulichung einfach einen schmalen Reifen mit - sagen wir - 6Bar betrachten. Aufstandsfläche ist relativ schmal, aber Länge der Fläche eben auch, der gibt unter Last fast nicht mehr nach. Die Fläche reduziert sich da zu einer schmalen Linie mit fast 0 Ausdehnung. Im Gegensatz dazu einen Breitreifen mit nur - angenommen . 1Bar , der fast platt einen riesigen Flatschen auf die Straße bringt.

(Wobei man das Spiel auch umdrehen kann.)

Last not least eben auch die Empirik. Das Fahrverhalten und Messungen zeigen, dass alle theoretischen Gedankenspiele zum Trotz ein Breitreifen auf demselben Fahrzeug mehr Gummi auf die Straße bringt, als seine Normalbereifung. Messbar beim Bremsweg, Verhalten auf der Kreisbahn, fühlbar im Eigenlenkverhalten.

Das eben nicht basierend auf normaler Rollreibung sondern auf größerer mikroverzahnender Aufstandfläche. Sonst würden keine Bremswerte größer 1g erreicht.

Zitat:

@Erwachsener schrieb am 4. November 2014 um 13:51:51 Uhr:

Das ist natürlich völlig korrekt - schwerere Fahrzeuge brauchen größere Reifen, damit der Bodendruck nicht zu groß wird. Druck ist Kraft pro Fläche.

Das habe ich aber nie bezweifelt. Aber es ist ein wunderbares Beispiel für das, was mich hier konkret so stört und warum ich "Schluß" gesagt habe. Es scheint mit ein, zwei Ausnahmen keiner in der Lage zu sein, sich auf eine konkrete Behauptung und ihre Widerlegung oder Bestätigung zu konzentrieren. Die konkrete Behauptung war, daß breitere Reifen (bei gegebenem Fahrzeug) größere Aufstandsflächen und weniger Bodendruck haben. Daß und warum das nicht stimmt, habe ich dreimal erläutert. Falls es doch der eine oder andere verstanden hat und bereit ist, sich mal darauf zu konzentrieren, darf er mir gern sagen, wo mein Fehler liegt. Dann und nur dann bin ich bereit, hier weiter mitzuschreiben.

Sei gegrüßt Sportsfreund,

auf meine These mit den Monstertruckreifen hast du noch in keinster Weise geantwortet!?

Beziehe doch mal Stellung zu exakt dem Beispiel.

Ich bin ein Praktiker, prahle hier auch nicht mit Hochschulabschlüssen was du zwar auch nicht in voller Gänze getan hast, aber versuche die Sache so PRAKTISCH wie möglich zu halten um es für jeden verständlich zu machen. Seit der Rechnung bzw. dem Monstertruck Beispiel höre ich nichts mehr von dir.

Ist ein Monstertruckreifen mit sagen wir mal 1,20m Breite nun genauso breit wie ein 185er bei gleichem Druck und gleicher Belastung????? Stichwort Luftmasse.

Mir ist auch schon das ein oder andere Licht aufgegangen nachdem ich etwas von jemand anderem aus einer anderen Sichtweise erklärt bekommen habe...

Zitat:

@martins42 schrieb am 4. November 2014 um 14:16:35 Uhr:

Dein "Fehler" ist, dass du von einem Idealmodell ausgehst, wo ein Reifen sich entsprechend Reifendruck und Last beliebig verformt. Da ist aber eine Grenze der lastbedingten Abflachung dadurch gesetzt, dass die Innnenseite der Laufläche irgendwann auf der Felge aufsetzt. Weiterhin wird das Verformungsverhalten der Reifen nicht nur vom Luftdruck bestimmt, sondern auch von der konstruktiven Karkassensteifigkeit.

Weiteres Problem ist, dass der Reifendruck eine beliebig manipulierbare Variable ist. Zur Veranschaulichung einfach einen schmalen Reifen mit - sagen wir - 6Bar betrachten. Aufstandsfläche ist relativ schmal, aber Länge der Fläche eben auch, der gibt unter Last fast nicht mehr nach. Die Fläche reduziert sich da zu einer schmalen Linie mit fast 0 Ausdehnung. Im Gegensatz dazu einen Breitreifen mit nur - angenommen . 1Bar , der fast platt einen riesigen Flatschen auf die Straße bringt.

(Wobei man das Spiel auch umdrehen kann.)

Es geht schon weiter mit dem Mist: Du versuchst abzulenken, indem du über lauter Extremfälle sprichst. Aufsetzen auf die Felge oder 6 bar Druck - vergiß das doch mal!

Es geht um den konkreten Vergleich zwischen einem Standardreifen und einem für das gleiche Fahrzeug zugelassenen Breitreifen, beide jeweils auf dem gleichen Fahrzeug montiert und mit demselben Reifeninnendruck. Kann es denn bitte mal bei GENAU diesem Szenario bleiben?

OK, OK, ich mache noch einen vierten Versuch. Ganz real: Ich nehme ein Standard-Rad 185/65 R15, blase es auf 2,8 bar auf, schraube es an die Vorderachse und lasse den Wagen runter, Radlast sagen wir 400 kg (korrekter natürlich 4 kN, das lassen wir der Einfachheit halber mal weg). Es ergibt sich Aufstandfläche A1.

Jetzt nehme ich die Karre wieder hoch, schraube 215/45 R17 drauf, gleiche 2,8 bar Reifendruck. Und lasse runter. Selbe Last, 400 kg. Es ergibt sich Aufstandfläche A2.

Druck ist Kraft pro Fläche. In beiden Fällen haben wir denselben Druck und die dieselbe Kraft. Was passiert also mit der Fläche?

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Breitere Winterreifen = mehr Grip?????