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Breitere Winterreifen = mehr Grip?????
Hey Leute,
ich habe auf meinem Corsa C 155er Winterreifen......
Ich frage mich aber, warum ich nur so dünne reifen habe??
breitere Reifen haben doch bei allen straßenverhältnissen auf jeden fall mehr grip, ODER???????
Warum habe ich dann nur 155er Winterreifen auf meinem Corsa??
Helft mir bei meiner Überlegung :D
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von downforze94
Weil Gewicht und Motorleistung mit denen gut übereinstimmen. Außer bei Aquaplaning gilt: je breiter, desto besser.
Ja besser ist es .... (es bleiben zu lassen!)
Außer #
bei Aquaplaning,
bei Schnee
bei Eis
beim Verbrauch
Beim Einkauf
bei der Höchstgeschwindigkeit
bei den Radlagern....
Mist ich weiß irgendwas habe ich vergessen......
haben die Breitreifen IMMER Vorteile
Aber ansonsten sind sie super die breiten Reifen
Gruß Alex
War das jetzt ne Fangfrage? - trollig!
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257 Antworten
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 4. November 2014 um 18:00:54 Uhr:
Ist denn die oft gehörte Aussage, ein breiterer Reifen hätte per se besseren Grip, tatsächlich belastbar?
Was für Reifen fahren noch mal Rallyefahrzeuge?
Und jetzt nicht "Formel 1" rufen. Ganz andere Baustelle. Dort sind die Reifen so groß, weil sie mit extrem niedrigem Druck gefahren werden. Der niedrige Druck und die daraus resultierend große Aufstandfläche ist zusammen mit der Erwärmung (durch die große Walkarbeit) für den Grip verantwortlich.
Hier hast du was vergessen, nämlich die Praxis. Ein Rallyereifen muss wesentlich härtere Belastungen aufnehmen, da die Jungs über Stock und Stein, durch Matsch, Schnee, Schotter und was weis ich noch fahren. Deswegen haben die Reifen zB auch Profil. Ein Formelreifen kennt nur Strasse glatt wie ein Babypopo, und bis auf gelegentliche Kerbausflüge auch keine Schläge.
Wie schrieb mal einer:
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie
;)
Zitat:
1. Daß des Users B4ABCs Beiträge in dieser Hinsicht schlicht Fehlinformationen sind, eben weil er diese Fläche entgegen seiner Behauptung überhaupt nicht berechnet, sondern vorgegeben hat.
Natürlich habe ich die Fläche berechnet. Allerdings mit einer von mir FREI angenommenen Länge der Fläche (hier von vielen auch "Latsch" genannt).
Um es nach unaufhörlichen 13 Seiten nochmal auf den Punkt zu bringen, meine Behauptung, dass Breite Reifen mehr Fläche haben als BAUGLEICH schmalere ist Fakt sonst wären sie ja nicht breiter (185er->z.B.205er). Man muss allerdings genau unterscheiden, bzw. bei der Diskussion festlegen um was es bei baugleich geht. Meine Annahme das der sog. "Latsch"- die Länge der Auflagefläche des Reifens- bei beiden Reifen gleich ist ist vllt. nicht korrekt wenn man unterschiedliche QUERSCHNITTE vergleicht! Ich bin kein Reifenexperte aber trotzdem bin ich mir sicher, dass ein 185er Reifen mit dem gleichen Querschnitt eine kleinere Fläche als ein 195er Reifen hat. Alles andere macht keinen Sinn.
Meine Grundgedanke, dass "breitere Reifen" mehr Grip haben basiert allerdings auch nicht auf dem Vergleich von 185er und 195er sondern von 185er/195er und 225er oder noch breiter. Bei der Betrachtung muss man genau definieren welche Reifen man vergleicht.
Vergleicht man einen schmalen 185/65R16 mit einem breiten 225/65R16 dann haben beide den gleichen Querschnitt und der Breite "walkt" genauso, hat aber definitiv mehr Fläche und wird auch sportlicher sein durch seine Breite, allerdings immer noch nicht wirklich sportlich da er für meine Begriffe eine viel zu hohe Flanke hat aber das steht hier nicht zur Debatte.
Vergleicht man allerdings jetzt einen 205/55R16 mit einem 225/40R18 dann ist die Frage schon interessanter da der schmale- nach längerer Überlegung meinerseits und dem gezeigten Bild von DUNLOP, bei dem ich annehme, dass beide Reifen (195&205) mit dem gleichen Gewicht belastet wurden-, tatsächlich aufgrund des größeren Querschnitts einen größeren Latsch also eine etwas größere Länge der Reifenaufstandsfläche hat.
Soweit so gut, jetzt ist die Frage, wie breit bzw. in Kombination mit welchem Querschnitt muss der "breitere" Reifen sein um mehr Aufstandsfläche mit sich zu bringen.
"Erwachsener" hat auf Seite 6 behauptet, Zitat: "Sind Druck und Kraft gleich, ist die Fläche gleich, egal wie die Hülle geformt ist. Der Reifen wird sich immer genau so weit verformen (abplatten), bis die auf dem Untergrund aufliegende Fläche so groß ist, daß die darauf wirkende Druckkraft aus dem Innendruck genau der Radlast entspricht. Man kann es also vorwärts oder rückwärts rechnen."
Das ist natürlich nicht richtig da wie schon mehrfach erwähnt ein breiterer BAUGLEICHER Reifen (gleicher Querschnitt) DEFINITIV breiter ist.
Hier ein Zitat von mir von Seite 6 auf der Behauptung ich noch immer beharre:
"Vielleicht braucht man wirklich einen mindest Flächendruck und kann falls es tatsächlich so ist mit der Wahl von ETWAS BREITEREN REIFEN als Serie über eine gewisse Bandbreite bis an die untere Grenze des Mindestflächendrucks gehen und dadurch bessere Traktion erzielen. Wählt man allerdings zu breite Reifen ist der Mindestflächendruck zu gering und die Traktion ist wieder schlechter (Vermutung)."
Mit Mindestflächendruck ist der Druck gemeint, den der Reifen braucht um genügend Traktion erzielen zu können. Ist der Reifen für das gewählte Fahrzeug zu breit (das Fahrzeug dann zu leicht) sinkt die Traktion.
Mit der Behauptung, dass schmale Reifen im Tiefschnee besser sind als breitere, liegt man dann richtig, wenn die Fläche von schmalem und breitem Reifen gleich ist denn dann ist die Traktion in Fahrtrichtung "gleich" nur das der schmale Reifen weniger Schnee verdrängen muss als der breite und somit weniger "aufschwimmt". Argumente wie besser zur Straße durchgraben sind völliger Quatsch da man sich wie schon erwähnt mit Tempo 50 nicht bis zur Straße graben kann.
Außer bei Tiefschnee und evtl. Aquaplaning bei Sommerreifen sehe ich keinen weiteren Vorteil außer evtl. den Spritverbrauch für schmale Reifen. Was sportlichkeit, Querbeschleunigung, Bremswegverkürzung, Traktion auf trockener und nasser Straße und festgefahrener Schneedecke angeht sehe ich den Breitreifen klar im Vorteil.
Was den Test des 3er BMW´s mit den Breitreifen angeht, da spiegelt sich evtl. meine Vermutung mit dem Mindestflächendruck wieder da die 275er auf der Hinterachse vermutlich zu breit sind für das Gewicht des 3er BMWs und somit nicht so viel Traktion als die breiteren als Serie, dennoch schmäleren wie die 275er, auf die Straße bringen können.
Zitat:
"Erwachsener" hat auf Seite 6 behauptet, Zitat: "Sind Druck und Kraft gleich, ist die Fläche gleich, egal wie die Hülle geformt ist. Der Reifen wird sich immer genau so weit verformen (abplatten), bis die auf dem Untergrund aufliegende Fläche so groß ist, daß die darauf wirkende Druckkraft aus dem Innendruck genau der Radlast entspricht. Man kann es also vorwärts oder rückwärts rechnen."
Das ist natürlich nicht richtig da wie schon mehrfach erwähnt ein breiterer BAUGLEICHER Reifen (gleicher Querschnitt) DEFINITIV breiter ist.
FALSCH!!!
Erwachsener hat mit dieser Aussage recht.
Der einzige Nebeneffekt der Auftritt ist die Steifigkeit der Karkasse, diese hat aber auch wieder nichts mit der Reifenbreite zu tun.
Der Latsch breiterer Reifen ist kürzer, die Fläche nahezu gleich, das ist Fakt.
Wie kommst du zu deinen Aussagen? Frei erfunden?
Hast du Quellen? Hast du es aus eigenen Beobachtungen?
Oder schreibst du hier nach "Gefühl"?
Jedwede Fachliteratur bestätigt den Zusammenhang zwischen Latsch, Reifendruck und Radlast.
Informier dich doch bitte etwas über das Thema bevor du weiter solche Behauptungen als Tatsachen verkaufen willst.
Vergleich dazu z.B. "Rennwagentechnik - Michael Trzesniowski" erschienen im Springer Verlag
ISBN 978-3-8348-1779-2
Seite 207 ff.
Zitat:
@Destructor schrieb am 6. November 2014 um 04:07:08 Uhr:
Zitat:
"Erwachsener" hat auf Seite 6 behauptet, Zitat: "Sind Druck und Kraft gleich, ist die Fläche gleich, egal wie die Hülle geformt ist. Der Reifen wird sich immer genau so weit verformen (abplatten), bis die auf dem Untergrund aufliegende Fläche so groß ist, daß die darauf wirkende Druckkraft aus dem Innendruck genau der Radlast entspricht. Man kann es also vorwärts oder rückwärts rechnen."
Das ist natürlich nicht richtig da wie schon mehrfach erwähnt ein breiterer BAUGLEICHER Reifen (gleicher Querschnitt) DEFINITIV breiter ist.
FALSCH!!!
Erwachsener hat mit dieser Aussage recht.
Der einzige Nebeneffekt der Auftritt ist die Steifigkeit der Karkasse, diese hat aber auch wieder nichts mit der Reifenbreite zu tun.
Der Latsch breiterer Reifen ist kürzer, die Fläche nahezu gleich, das ist Fakt.
Wie kommst du zu deinen Aussagen? Frei erfunden?
Hast du Quellen? Hast du es aus eigenen Beobachtungen?
Oder schreibst du hier nach "Gefühl"?
Jedwede Fachliteratur bestätigt den Zusammenhang zwischen Latsch, Reifendruck und Radlast.
Informier dich doch bitte etwas über das Thema bevor du weiter solche Behauptungen als Tatsachen verkaufen willst.
Vergleich dazu z.B. "Rennwagentechnik - Michael Trzesniowski" erschienen im Springer Verlag
ISBN 978-3-8348-1779-2
Seite 207 ff.
Das von dir genannte Buch habe ich leider nicht zu Hand. Ich glaube gerne, dass dies dort auch so drin steht was auch unangefochten richtig sein mag (Latsch, Reifendruck und Radlast). Wie auch immer es beschrieben ist, kann es bestimmt nicht erklären, dass ein 185er Reifen mit hohem Querschnitt die gleiche Fläche wie ein 285er mit niedrigerem Querschnitt hat. Denkt doch mal nach menschenskind!
Also kann ich rein aus Traktionsgründen in Längsrichtung des Fahrzeugs (für die Beschleunigung) einen 185er, von mir aus mit 70er Querschnitt auf einen Porsche Turbo ziehen welcher die gleiche Traktion bietet wie ein 285er mit 40er Querschnitt???
Zitat:
@B4ABC schrieb am 6. November 2014 um 03:18:12 Uhr:
Natürlich habe ich die Fläche berechnet. Allerdings mit einer von mir FREI angenommenen Länge der Fläche (hier von vielen auch "Latsch" genannt).
Um es nach unaufhörlichen 13 Seiten nochmal auf den Punkt zu bringen, meine Behauptung, dass Breite Reifen mehr Fläche haben als BAUGLEICH schmalere ist Fakt sonst wären sie ja nicht breiter (185er->z.B.205er). Man muss allerdings genau unterscheiden, bzw. bei der Diskussion festlegen um was es bei baugleich geht. Meine Annahme das der sog. "Latsch"- die Länge der Auflagefläche des Reifens- bei beiden Reifen gleich ist ist vllt. nicht korrekt wenn man unterschiedliche QUERSCHNITTE vergleicht! Ich bin kein Reifenexperte aber trotzdem bin ich mir sicher, dass ein 185er Reifen mit dem gleichen Querschnitt eine kleinere Fläche als ein 195er Reifen hat. Alles andere macht keinen Sinn.
[...]
"Erwachsener" hat auf Seite 6 behauptet, Zitat: "Sind Druck und Kraft gleich, ist die Fläche gleich, egal wie die Hülle geformt ist. Der Reifen wird sich immer genau so weit verformen (abplatten), bis die auf dem Untergrund aufliegende Fläche so groß ist, daß die darauf wirkende Druckkraft aus dem Innendruck genau der Radlast entspricht. Man kann es also vorwärts oder rückwärts rechnen."
Das ist natürlich nicht richtig da wie schon mehrfach erwähnt ein breiterer BAUGLEICHER Reifen (gleicher Querschnitt) DEFINITIV breiter ist.
Hier ein Zitat von mir von Seite 6 auf der Behauptung ich noch immer beharre:
"Vielleicht braucht man wirklich einen mindest Flächendruck und kann falls es tatsächlich so ist mit der Wahl von ETWAS BREITEREN REIFEN als Serie über eine gewisse Bandbreite bis an die untere Grenze des Mindestflächendrucks gehen und dadurch bessere Traktion erzielen. Wählt man allerdings zu breite Reifen ist der Mindestflächendruck zu gering und die Traktion ist wieder schlechter (Vermutung)." [...]
Es wurde Dir inzwischen mehrfach erklärt und sogar vorgerechnet, wie sich die Größe der Reifenaufstandsfläche herleitet - und das hat nichts damit zu tun, daß man wie Du deren Länge und Breite vorgibt und daraus irgendeine Fläche erhält. Deine "Methode" (l*b=A) lernt man in Mathematik Klasse 5/6, den Zusammenhang zwischen Druck, Fläche und Kraft in Physik Klasse 9/10. Hast Du da vielleicht gefehlt? Wie Du siehst, ist für das Verstehen der Zusammenhänge nichtmal der Besuch des Gymnasiums oder einer Hochschule (z.B. Maschinenbau mit Vertiefung Fahrzeugtechnik) nötig. Keiner hindert Dich daran, Dir Deine Welt auf Grundschulniveau zu erklären und das auch noch "Berechnung" zu nennen - der Informationsgehalt Deiner Aussagen ist dann allerding vernachlässigbar.
Wenn Du immer noch auf Deinen falschen Aussagen von Seite 6 beharrst, bist Du schlicht lernresistent. Dagegen ist leider keine Kraut gewachsen. Das einzige was hier noch hilft ist folgendes: Du liest Dir den Thread ab Seite 6 unter Zuhilfenahme der einschlägigen Fachliteratur* (siehe Postings von Destructor und mir) und eines Physikbuches so oft durch, bis Du die Zusammenhänge schnallst, oder bleibst... naja... auf Deinem Standpunkt. Ist halt ärgerlich und enttäuschend für die, die sich wirklich Mühe gegeben haben, Dir die Zusammenhänge häppchenweise zu erläutern.
Zitat:
@B4ABC schrieb am 6. November 2014 um 09:45:46 Uhr:
Das von dir genannte Buch habe ich leider nicht zu Hand. Ich glaube gerne, dass dies dort auch so drin steht was auch unangefochten richtig sein mag (Latsch, Reifendruck und Radlast). Wie auch immer es beschrieben ist, kann es bestimmt nicht erklären, dass ein 185er Reifen mit hohem Querschnitt die gleiche Fläche wie ein 285er mit niedrigerem Querschnitt hat. Denkt doch mal nach menschenskind!
Also kann ich rein aus Traktionsgründen in Längsrichtung des Fahrzeugs (für die Beschleunigung) einen 185er, von mir aus mit 70er Querschnitt auf einen Porsche Turbo ziehen welcher die gleiche Traktion bietet wie ein 285er mit 40er Querschnitt???
Genau- denk doch mal nach. Die Größe des Latsches ist offenbar nicht entscheidend für die Traktion, da spielen noch andere Faktoren eine Rolle, weil es sich um ein dynamisches System handelt, weil die Druckverteilung im Latsch variiert, weil Verzahnungseffekte usw. usf. Wurde alles schon geschrieben. Die Reifenaufstandsfläche an sich hängt jedoch hauptsächlich ab von Reifeninnendruck und der wirkenden Gewichtskraft... s.o., ach, was soll´s - Du glaubst es doch eh´ nicht.
*Fachliteratur kann jeder an einer Hochschulbibliothek ausleihen.
Zitat:
@Destructor schrieb am 6. November 2014 um 01:57:18 Uhr:
Die Schubspannung zwischen Gummi und Untergrund welche durch die Verformung des Reifen durch die Last verursacht wird steigt linear mit dem eintauchen in den Latsch. Ein Punkt des Reifens der also im Latsch weiter hinten ist erfährt eine höhere Spannung als ein Punkt des Reifens der gerade erst in den Latsch einläuft.
Das ist unabhängig von der Reifenbreite.
Durch den längeren Latsch entsteht nun bei den schmäleren Reifen am Ende des Latsches eine höhere Schubspannung als bei den breiten Reifen.
Der Punkt an welchem die Haftreibung in die Gleitreibung übergeht ist aber nicht konstant, wird beispielsweise ein Moment auf das Rad aufgebracht verschiebt sich der Punkt im Latsch nach vorne.
Im einfachen Fall der mitlaufenden Rades kann man davon ausgehen das über den kompletten Bereich des Latsches die Haftreibung vorliegt. Wird nun Beschleunigt (oder Gebremst oder eine Kurve gefahren) belasten wir den Reifen zusätzlich, er soll nun eine Kraft auf den Untergrund übertragen.
Das erhöht die Schubspannung zwischen Reifen und Untergrund weiter, irgendwann geht dann bei steigender Belastung die Haftreibung in Gleitreibung über. Das beginnt am Ende des Latsches, da hier die Spannung ursprünglich bereits am höchsten war. Im Extremfall bewegt sich diese Grenze zwischen Haft- und Gleitreibung bis zum Beginn des Latsches, dann rutscht der Reifen.
DANKE!
Das ist der Punkt, wo ich was gelernt habe. - Ich liebe dieses Forum!
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 5. November 2014 um 18:55:30 Uhr:
Wissenschaft zu verachten ("die Theoretiker") ist, mit Verlaub, einmalig dumm.
Wissenschaft verachte ich keineswegs. Dein geschwollenes Gelaber hat aber mit Wissenschaft nicht sonderlich viel zu tun. Du hast ein paar Formeln auswendig gelernt. Toll. Was du leider nicht begreifst ist, dass deine paar Formeln leider zu kurz greifen und an der Realität vorbei gehen. Und eben das immer wieder zu verleugnen, das ist dumm. Wir reden hier davon, was ein Reifen in der Praxis bringt und nicht, wie es theoretisch sein müsste.
Ich bin raus aus diesem Thread. So viel Arroganz vertrage ich nicht.
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 6. November 2014 um 10:38:35 Uhr:
Zitat:
@Destructor schrieb am 6. November 2014 um 01:57:18 Uhr:
Die Schubspannung zwischen Gummi und Untergrund welche durch die Verformung des Reifen durch die Last verursacht wird steigt linear mit dem eintauchen in den Latsch. Ein Punkt des Reifens der also im Latsch weiter hinten ist erfährt eine höhere Spannung als ein Punkt des Reifens der gerade erst in den Latsch einläuft.
Das ist unabhängig von der Reifenbreite.
Durch den längeren Latsch entsteht nun bei den schmäleren Reifen am Ende des Latsches eine höhere Schubspannung als bei den breiten Reifen.
Der Punkt an welchem die Haftreibung in die Gleitreibung übergeht ist aber nicht konstant, wird beispielsweise ein Moment auf das Rad aufgebracht verschiebt sich der Punkt im Latsch nach vorne.
Im einfachen Fall der mitlaufenden Rades kann man davon ausgehen das über den kompletten Bereich des Latsches die Haftreibung vorliegt. Wird nun Beschleunigt (oder Gebremst oder eine Kurve gefahren) belasten wir den Reifen zusätzlich, er soll nun eine Kraft auf den Untergrund übertragen.
Das erhöht die Schubspannung zwischen Reifen und Untergrund weiter, irgendwann geht dann bei steigender Belastung die Haftreibung in Gleitreibung über. Das beginnt am Ende des Latsches, da hier die Spannung ursprünglich bereits am höchsten war. Im Extremfall bewegt sich diese Grenze zwischen Haft- und Gleitreibung bis zum Beginn des Latsches, dann rutscht der Reifen.
DANKE!
Das ist der Punkt, wo ich was gelernt habe. - Ich liebe dieses Forum!
Das obere Zitat ist sehr informativ, wenn man sich das vorstellt leuchtet es auch ein!
Mir ist bewusst geworden, dass ich mit Latsch nicht das gesagt habe was ich gemeint habe. Ich meinte mit Latsch die Länge der Aufstandsfläche!!! Mit Latsch ist aber die gesamte Fläche gemeint. Ich entschuldige mich dafür hiermit.
Noch ein letztes Beispiel und dann gebe ich es hier auf. Da es zu nichts führt. Jeder soll das glauben was er zu glauben meint.
Im übrigen bin ich nicht lernresistent aber ich nehme nicht alles hin was mir vorgelegt wird. Mit solchen Dingen/Spezialisten habe ich schon genug einschlägige Erfahrungen machen dürfen...
Angenommen, wir nehmen einen schmalen 185er mit 65 Querschnitt und einen 235er mit 65 Querschnitt.
Sollten beide IN ETWA die gleiche Länge der Aufstandsfläche haben oder nicht?
Wenn die Länge bei beiden also nahezu identisch ist, der breitere aber dazu noch mehr BREITE mit sich bringt, dann ist die Schubspannung pro cm² bei dem Breiten zwar geringer aber verteilt sich doch nur auf eine größere Fläche die mehr Kontakt zur Fahrbahn bietet!?
Wenn man also Leistung hat die auf den Boden gebracht werden kann/muss bringe ich diese mit dem breiten besser auf die Straße!?
Was soll der schmale Reifen da jetzt besser oder gleich gut können? Ernstgemeinte Frage!
Der schmale Reifen kann nur Aquaplaning und Keilbildung bei Schneematsch besser. Das ist aber beim Alltags PKW nicht gewünscht, dass es in diesen Situationen zu höchstmöglichen Geschwindigkeiten kommt. Es ist höchstens so, dass die Reifenbreite nach oben hin irgendwann limitiert ist, damit in solchen Fällen noch Sicherheitsreserven ist. Irgendwo wurde das doch mal getestet, Aquaplaning zwischen 195 und 225 ist unter 5km/h Differenz in der Auto-Mittelklasse. Erst wenn es viel breiter wird fällt die Aquaplaning Sicherheit stärker.
Dann kommen natürlich noch weitere Faktoren wie Kosten/Verbrauch, aber hier ist auch in der Mittelklasse der 195/65R15 dem 205/55/R16 vom Rollwiderstand unterlegen, erst darüber steigt es wohl wieder auch in Summe mit Luftwiderstand und Gewicht.
D.h. wer zb auf einem Golf 195/65R15 WR drauf macht spart nur in der Anschaffung, in allem anderen ist ein 205/55R16 von Vorteil und 225/45R17 noch lange nicht wirklich von Nachteil.
Zitat:
@AMenge schrieb am 6. November 2014 um 11:35:03 Uhr:
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 5. November 2014 um 18:55:30 Uhr:
Wissenschaft zu verachten ("die Theoretiker") ist, mit Verlaub, einmalig dumm.
Wissenschaft verachte ich keineswegs. Dein geschwollenes Gelaber hat aber mit Wissenschaft nicht sonderlich viel zu tun. Du hast ein paar Formeln auswendig gelernt. Toll. Was du leider nicht begreifst ist, dass deine paar Formeln leider zu kurz greifen und an der Realität vorbei gehen.
Na du bist ja einer.
Lies dir meine Beiträge durch. Ich habe eingangs AUSSCHLIESSLICH darauf hingewiesen, daß und warum das weit verbreitete Märchen von der größeren Aufstandfläche von Breitreifen eben das ist, ein Märchen. Darauf ging ein halber Aufruhr los. Habe ich in dieser Teilfrage recht behalten? Habe ich. Warum? Weil man die Physik nicht bescheißen kann. Aufruhr beendet.
Was heißt das in dem Fall konkret, wenn man eine größere Aufstandfläche ausschließen kann? Für die tatsächlichen praktischen Vorteile von Breitreifen muß es eine andere Erklärung geben. Welche, wurde etwas später hier (von anderen) erläutert: Breitere Reifen haben dort, wo es auf die Verzahnung mit dem (festen) Untergrund ankommt, tatsächlich Vorteile, weil die Lauffläche aufgrund dynamischer Effekte günstiger geformt ist.
Fazit: Frage geklärt, alle sind klüger geworden (hoffentlich). Und das soll arrogante Theoretisiererei sein? Unbelehrbarkeit?
Uns zwei scheinen Welten zu trennen. Wissen, Lernen, Theorie und Praxis scheinen bei dir, verehrter Mitforist AMenge, komplett anders besetzte Begriffe zu sein als bei mir.
Zitat:
Angenommen, wir nehmen einen schmalen 185er mit 65 Querschnitt und einen 235er mit 65 Querschnitt.
Sollten beide IN ETWA die gleiche Länge der Aufstandsfläche haben oder nicht?
Wenn die Länge bei beiden also nahezu identisch ist, der breitere aber dazu noch mehr BREITE mit sich bringt, dann ist die Schubspannung pro cm² bei dem Breiten zwar geringer aber verteilt sich doch nur auf eine größere Fläche die mehr Kontakt zur Fahrbahn bietet!?
Wenn man also Leistung hat die auf den Boden gebracht werden kann/muss bringe ich diese mit dem breiten besser auf die Straße!?
Was soll der schmale Reifen da jetzt besser oder gleich gut können? Ernstgemeinte Frage!
Woraus schliesst du das die Länge der Aufstandsfläche bei beiden Reifen die selbe ist?
Das hängt wieder von Radlast und Reifendruck ab. Der Reifenquerschnitt ist hier wieder relativ irrelevant, da er nur die Steifigkeit der Karkasse beeinflusst welche auf die Aufstandsfläche wiederum nur einen geringen Einfluss hat.
Der Querschnitt des Reifens wird dann eher bei der Betrachtung des Schräglaufs relevant.
D.h. beide Reifen werden, auf dem gleichen Auto montiert mit dem gleichen Druck, die gleiche Aufstandsfläche haben. Der 235er eine breitere und kürzere als der 185er.
Die Länge der Aufstandsfläche wäre hier also nicht gleich.
Zitat:
Wenn man also Leistung hat die auf den Boden gebracht werden kann/muss bringe ich diese mit dem breiten besser auf die Straße!?
Richtig, aber eben aus dem von mir beschrieben Sachverhalt.
Der kürzere Latsch ist eben sehr von Vorteil.
Zitat:
Was soll der schmale Reifen da jetzt besser oder gleich gut können? Ernstgemeinte Frage!
Naja, immer eine Frage worauf es einem ankommt.
Der schmälere Reifen hat einen niedrigeren Rollwiderstand, einen niedrigeren Luftwiderstand, er führt zu niedrigeren ungefederten Massen, läuft Spurrinnen weniger hinterher und ist deutlich weniger anfällig fürs Aufschwimmen. Dazu ist er meist deutlich günstiger.
Zitat:
Mir ist bewusst geworden, dass ich mit Latsch nicht das gesagt habe was ich gemeint habe. Ich meinte mit Latsch die Länge der Aufstandsfläche!!! Mit Latsch ist aber die gesamte Fläche gemeint. Ich entschuldige mich dafür hiermit.
Die theoretische Physik sagt, daß ein halb so breiter Reifen bei gleichem (Innen-)Druck und gleicher Gewichtskraft eine Auflagefläche hat, die doppelt so lang ist, wie beim schmalen Reifen, denn die Breite ist ja schon voll ausgenutzt. Die Gesamtauflagefläche ist gleich groß (zufrieden Herr Erwachsener?). Das stimmt in der Praxis aber leider nicht. Reduziert man im Reifen den Innendruck von 2 bar auf 1 bar, ist die Auflagefläche eben nicht doppelt so lang (nicht groß!). Das kann man am besten mit einem Fahrradreifen testen. Da der extrem schmal ist, müßte die Auflagefläche bei halbem Druck quasi einen Halbkreis ergeben. Auch das tritt in der Praxis nicht auf. Oder Alternativ kann man einen 10 kg Zementsack auf den Sitz legen. Auch hier müßte sich die Auflagefläche verdoppeln (5 kg für jeden Reifen bei einem angenommenem Fahrradgewicht von 5 kg). Das tut sie aber nicht.
Warum ist das so?
An der Stelle noch mal ein Statement von meinem Maschinenbautypen: (sinngemäß)
"Die Druckänderung sagt nix aus, die Reifengeometrie ist entscheidend."
Da Breitreifen durch ihre größere Gesamtfläche mehr Eigenstabilität besitzen, reduziert sich auch die Verformung und damit vergrößert sich die Auflagefläche eben nicht linear.
Zitat:
Lies dir meine Beiträge durch. Ich habe eingangs AUSSCHLIESSLICH darauf hingewiesen, daß und warum das weit verbreitete Märchen von der größeren Aufstandfläche von Breitreifen eben das ist, ein Märchen. Darauf ging ein halber Aufruhr los. Habe ich in dieser Teilfrage recht behalten? Habe ich. Warum? Weil man die Physik nicht bescheißen kann. Aufruhr beendet.
Nein, hast du nicht; weil du nur zwei Größen betrachtet hast.
Und um mal persönlich zu werden. Es kotzt mich maßlos an, wenn man sich hier mit einer Selbstgefälligkeit hinstellt und 98% (Zitat: "bis auf zwei .. nicht in der Lage..") als Vollidioten betitelt. Hier sind Leute mit Ingenieur-Anschlüssen und Doktortiteln in verschiedenen Studiengängen. Die haben sie sicher nicht auf dem Jahrmarkt geschossen.
Ich habe noch ein Beispiel, wie sehr sich die klassische Physik manchmal irrt: Der Photoeffekt bei der Wellentheorie. Hier müßte die Lichtintensität eine Änderung des Fotostroms bewirken. Ist aber leider nicht so.
Zitat:
@HairyOtter schrieb am 6. November 2014 um 15:23:20 Uhr:
Die theoretische Physik sagt, daß ein halb so breiter Reifen bei gleichem (Innen-)Druck und gleicher Gewichtskraft eine Auflagefläche hat, die doppelt so groß ist, wie beim breiten Reifen. Das stimmt in der Praxis aber leider nicht.
Ja, weil es auch in der Theorie nicht stimmt.
Meine Güte, hat das denn kein Ende.
Zum sechsten Mal: Aufstandfläche ist Gewichtskraft, geteilt durch Druck. Die Breite des Reifens spielt keine Rolle.
Es ist alles x-mal durchgekaut. Du fängst wieder bei denselben blödsinnigen Aussagen an. Wenn du es nicht so mit der Physik hast, halt dich doch einfach zurück.
Ich habe es editiert, da verschrieben. Jetzt stimmt es.
"Du fängst wieder bei denselben blödsinnigen Aussagen an. Wenn du es nicht so mit der Physik hast, halt dich doch einfach zurück."
Und da haben wir wieder den großen Rand. Das einzige, was ich von dir lese ist die F p A Formel. Die reicht hier aber nicht.
Und bei der Erkenntnis waren alle anderen hier schon vorgestern.
Die Aufstandfläche ist gleich, aber wenig relevant. Die Vorteile von Breitreifen hängen nicht an der Größe der Aufstandfläche.