Forum5er F07 (GT), F10 & F11
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BMW streicht 530D Sechszylinder

BMW 5er F11
Themenstarteram 22. Juni 2012 um 8:06

Habe gerade in der aktuellen Ausgabe der Autozeitung gelesen, dass mit dem ab 2016 erhältlichen Nachfolger des F10/F11 der 3 L-Sechszylinder-Diesel ebenfalls durch einen 4-Zylinder (2 Ltr., 260 PS, doppelter ATL) ersetzt wird. Ich persönlich werde allerdings in der € 70.000+ Klasse dann keinen 4-Zylinder fahren, sondern hoffen, dass die Marktbegleiter einen 6-Zylinder mit den Leistungsdaten des heutigen Motors anbieten werden.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von mattberlin

...Und, sorry für die 6Zylinder Fans, den Meisten ist es egal welcher Motor unter der Haube steckt, hauptsache die Marke, die Leistung und die Ausstattung stimmt.

Ob es den meisten egal ist, glaube ich zwar nicht. Darüber kann man im Zweifel lange diskutieren und wird zu keinem Ergebnis kommen.

Aber eines scheint mir damit unausweichlich:

Die Marke BMW als solche wird das nicht unbeschadet überstehen! Denn aufgeblasene 2-Liter-Motoren können viele andere Hersteller ebenso produzieren. Das Differenzierungsmerkmal, worüber die Marke BMW sich definiert hat, waren bisher nun mal die Motoren. Andere Hersteller sind BMW in unterschiedlichen Einzelpunkten überlegen, z. B. in Punkto Kaufpreis, Komfort, Platzangebot, Kofferraumvolumen, Verbrauchskosten, Umfang der Serienausstattung, Wintereigenschaften, langjährige Garantie, .... Was soll die Marke BMW zukünftig noch ausmachen?

Und spätestens dann, wenn der Markenkern erodiert ist, werden auch all jene, denen z. Zt. vielleicht wirklich egal ist, welcher Motor verbaut ist, auch nichts Attraktives mehr an der Marke BMW finden ...

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am 24. Juni 2012 um 19:03

laßt doch einfach diese firma in frieden oder hast du ne bessere idee für den antrieb der zukunft ... dann melde dich dort

ps: ich bin emotional frei ... deshalb schreib ich dir auch was ich denke ;)

am 24. Juni 2012 um 19:15

Zitat:

Original geschrieben von TheChemist

So ganz stimmt das nicht:

Du kennst sicher den Unterschied zwischen Investitionen und Kosten. Nur die Abschreibungen, nicht die Investitionen fließen als Kosten in die Ergebnisrechnung ein!

Ja, ich bin sicher man hat Dir auf der Klug... schreiberschule aber auch beigebracht, dass nicht nur Abschreibungen relevant sind, sondern dass auch Personalkosten und viele weitere Kosten z.B. für geleaste Anlagen keine Investitionen sind und dass man in der Entwicklungsphase ohne Umsatz wohl kaum mit schwarzen Zahlen rechnen kann.

Zitat:

Ich werde deinen Glauben an die Technik der Tesla-Elektrofahrzeuge mit diesem Artikel von Anfang 2012  vermutlich auch nicht revidieren, aber dennoch, hier ein paar der genannten Fakten, die zur Bezeichnung "Brick" für "tote" Teslas geführt haben:

- Teslas werden "gebricked" (also zu unbeweglichen Ziegelsteinen), wenn sie einige Zeit mit fast leerer Batterie stehen.

- Die einzig mögliche Reparatur dieser "Ziegelsteine" besteht im Austausch der Batterie, Kostenpunkt ca. 40.000 USD!

- Wird ein Tesla mit Restladung 4 % für 7 Tage oder länger stehen gelassen, ist er danach "gebricked" (mit anderen Worten: Ein wirtschaftlicher Totalschaden, wenn er nicht gerade nagelneu ist)

- Tesla-Manager haben bestätigt, dass der neue Tesla S das gleiche Problem haben wird.

Das hört sich nicht schön an. Da es sich um nagelneue Technik handelt, wird man wohl auch noch viele Kinderkrankheiten ausmerzen müssen. Erstaunlich genug, dass so ein Minimini-Hersteller sowas auf die Beine stellt, während alle großen in die Luft schauen. Nur mal zum Vergleich, ich selbst hatte bei einem nagelneuen Auto nach wenigen Monaten einen Motorschaden. Kostenpunkt ebenfalls ein hoher fünfstelliger Betrag. Und wie ich im Heimatforum lernen durfte, die Quote derer mit gleichem Schicksal ist erstaunlich hoch. Um da handelt es sich um angeblich altbewährte, ausgereifte Verbrennungstechnik. Also, Benzinautos haben auch viele Schwachpunkte, ein Elektroauto eben andere. Ein Getriebeschaden z.B. ist beim Elektroauto schonmal kaum zu befürchten.

Jedenfalls kann man guten Gewissens sagen, die völlig alltagstauglichen Elektroautos sind keine Utopie, sie sind da, müssen sich jetzt im direkten Vergleich beweisen und wie man das bei Benzinautos auch seit Jahrzehnten macht, mit gemachter Erfahrung im Detail immer weiter verbessert werden. 

Zitat:

Original geschrieben von -> Neurocil <-

laßt doch einfach diese firma in frieden oder hast du ne bessere idee für den antrieb der zukunft ... dann melde dich dort

Ja, habe ich:

So läßt sich z. B. aus Wasserstoff und CO2 ein diesel-ähnlicher Kraftstoff erzeugen. Ebenso aus Kohle. Aber dafür gibt es derzeit keine Lobby ...

Zitat:

Original geschrieben von raser1000

Zitat:

Original geschrieben von TheChemist

So ganz stimmt das nicht:

Du kennst sicher den Unterschied zwischen Investitionen und Kosten. Nur die Abschreibungen, nicht die Investitionen fließen als Kosten in die Ergebnisrechnung ein!

Ja, ich bin sicher man hat Dir auf der Klug... schreiberschule aber auch beigebracht, dass nicht nur Abschreibungen relevant sind, sondern dass auch Personalkosten und viele weitere Kosten z.B. für geleaste Anlagen keine Investitionen sind und dass man in der Entwicklungsphase ohne Umsatz wohl kaum mit schwarzen Zahlen rechnen kann.

Wieder so ein Versuch, unterhalb der Gürtellinie einen Treffer zu landen:

Habe ich über Kosten im allgemeinen geschrieben oder nur über die Kosten, die aus getätigten Investitionen entstehen?

Darüber hinaus können Kosten für die Entwicklung (inkl. Personalkosten) aktiviert werden, wovon Start-ups üblicherweise Gebrauch machen.

am 24. Juni 2012 um 19:31

Zitat:

Original geschrieben von TheChemist

Wieder so ein Versuch, unterhalb der Gürtellinie einen Treffer zu landen:

Habe ich über Kosten im allgemeinen geschrieben oder nur über die Kosten, die aus getätigten Investitionen entstehen?

Darüber hinaus können Kosten für die Entwicklung (inkl. Personalkosten) aktiviert werden, wovon Start-ups üblicherweise Gebrauch machen.

Ja ja, dann lies mal Deine eigenen Beiträge... Zum Thema übertriebene Empfindlichkeit wegen der Gürtellinie. ;)

Du hast von Verlusten allgemein gesprochen, die irgendwie bedenklich sein sollten. Sind sie wohl kaum wenn man grade nagelneue Produkte entwickelt und logischerweise damit keinerlei Umsatz, geschweige denn Gewinn zu erwarten ist.

Dass zurückgehende Umsätze ein generelles Alarmsignal sein müssen ist in diesem Fall sicher Quatsch. Der Roadster ist schon viele Jahre auf dem Markt und der Lebenszyklus sicher nicht mehr auf dem aufsteigenden Ast.

am 24. Juni 2012 um 19:46

Zitat:

Original geschrieben von TheChemist

Zitat:

Original geschrieben von -> Neurocil <-

laßt doch einfach diese firma in frieden oder hast du ne bessere idee für den antrieb der zukunft ... dann melde dich dort

Ja, habe ich:

So läßt sich z. B. aus Wasserstoff und CO2 ein diesel-ähnlicher Kraftstoff erzeugen. Ebenso aus Kohle. Aber dafür gibt es derzeit keine Lobby ...

Es gibt ja noch viele weitere Möglichkeiten mit Wasserstoff. Ob das an der Lobby liegt glaube ich nicht. Wasserstoff war ja überall mal ein großer Hoffnungsträger. Bei BMW sind die Clean Energy 7er haufenweise rumgefahren. und bei Mercedes war die Brennstoffzelle mal sehr en vogue. Die großindustriellen Herstellung per Elektrolyse ist wohl problematisch und die Infrastruktur. Und statt Wasserstoff aus Erdgas ist LPG wahrscheinlich effizienter. Aber da bist Du der Experte.

Den Antrieb der Zukunft kennt gegenwärtig NIEMAND. Dass Elektroautos mit Batterien die (nahe) Zukunft gehört, wage ich, zu bezweifeln. BMW war mit den Wasserstoff-Motoren in der Entwicklung erstaunlich weit, und aus wenig nachvollziehbaren Gründen wurden diese Aktivitäten eingestellt. Heute redet man wieder davon, für Brennstoffzellen-Fahrzeuge Wasserstofftankstellen zu installieren. Dabei werden sowohl bei Batterien als auch bei Brennstoffzellen 2 Fakten ignoriert, und es wird nicht besser, wenn die Dinge im falschen Licht wiederholt werden:

Lithiumionenbatterien enthalten brennbare organische Lösemittel und sind im Gesamtenergiegehalt von Sprengstoff nicht zu weit entfernt. Ein interner Kurzschluss, und die Batterie kann selbständig zu brennen beginnen. Selbst wenn man Alles tut, dies zu verhindern, bleibt die mangelhafte Zyklenstabilität bei horrenden Kosten.

Brennstoffzellen, dort insbesondere die MEA (membrane electrode assembly), altern zu schnell. Was die Meisten auch ignorieren: Im Betrieb ist der Wirkungsgrad von Brennstoffzellen auch nicht viel besser als 50 %. Ob die grundsätzlichen Probleme je gelöst werden, kann gegenwärtig NIEMAND sagen, da dazu die Materialien verbessert werden müssen. Das sehe ich bei Verbrennungsmotoren momentan eher machbar. Der Wirkungsgrad steigt, wenn die Verbrennungstemperatur gesteigert werden kann (Carnot lässt grüßen).

Bisher besteht in der Physikalischen Chemie und in der Physik nur in einem einzigen Punkt das CO2 betreffend Einigkeit: Man kann messen, dass die Konzentration angestiegen ist, und man kann auch die jahreszeitlichen Schwankungen messen. Dass CO2 für den Klimawandel verantwortlich ist, ist NICHT bewiesen. Das wird auch nicht besser, wenn jeden und jeden Tag zu lesen ist, dass CO2 einen Temperaturanstieg bewirkt und die EU irgendwelche dämlichen Klimaziele herausgibt, für die sich im Rest der Welt eh niemand interessiert. Und, mir kann niemand erzählen, dass BMW es nicht schaffen kann, einen 6-Zylinder-Motor zu bauen, der sparsamer ist als die vorigen Generationen. Für mich stand BMW immer für turbinenartige und feine 6-Zylinder-Maschinen. Da der Privatkäufer ab der 5er Reihe sowieso keine Rolle mehr spielt und sich BMW auf das Firmenwagen- und Flottengeschäft konzentriert (die Kisten werden eh gekauft), kann man sich auch erlauben, einen 530 D als 4-Zylinder anzubieten. Ich würde dies weder als Firmen- noch als Privatkunde akzeptieren.

Der Öko-Wahn in Deutschland hat für mich unabsehbare Folgen für Wirtschaft und Wohlstand. Man beachte bitte, dass eine Studie des KIT in Karlsruhe davon ausgeht, dass der Strompreis bis 2025 um mindestens 70 % ansteigt, wenn dem EEG-Irrsinn nicht Einhalt geboten wird. Wenn es so kommt, wird sich bald niemand mehr einen 5er BMW leisten können, dann ist es auch egal, ob die Kiste von einem 3-, 4- oder 6-Zylinder-Motor angetrieben wird.

Abgesehen davon hat The Chemist Recht: Man kann aus CO2 über eine Wasserelektrolyse Methan und daraus wiederum höhere Kohlenwasserstoffe herstellen. Auch wenn irgendwann alle Autos elektrisch fahren sollten, ein Flugzeug, ein Hubschrauber oder Schiffe werden ganz sicher so schnell nicht mit Batterien oder Brennstoffzellen angetrieben werden, daher wird man flüssige Treibstoffe benötigen, wobei ich Ethanol trotz seiner im Vgl. zu Kohlenwasserstoffen nur rund 0,65x so hohen Energiedichte nicht ausschließen kann. Dazu braucht es aber neue Entwicklungen, denn der übermäßige Anbau von Energiemais kann m.E. nur als Brückentechnologie zum Etablieren neuer Techniken angesehen werden.

Hätte man sich in Deutschland nicht von jeglicher Art der Atomenergie verabschiedet, könnte man sich auch in diesem Bereich in den kommenden 50 - 100 Jahren Entwicklungen vorstellen, aber so was ist mittlerweile politisch "extremely uncorrect" (interessiert den Rest der Welt aber nicht).

Zitat:

Original geschrieben von TheChemist

Zitat:

Original geschrieben von -> Neurocil <-

laßt doch einfach diese firma in frieden oder hast du ne bessere idee für den antrieb der zukunft ... dann melde dich dort

Ja, habe ich:

So läßt sich z. B. aus Wasserstoff und CO2 ein diesel-ähnlicher Kraftstoff erzeugen. Ebenso aus Kohle. Aber dafür gibt es derzeit keine Lobby ...

Ein Chemist und Naturwissenschaftler als Battery Basher. Nicht schlecht.

Auch über den ECE Zyklus darf man da ruhig mal die Wahrheit schreiben über die Berücksichtigung der Stromenenergie und so, gell?:D

Kann man aber ganz ruhig bleiben. Die Zerknalltreiblings-Dinosaurier werden entweder an der Kreuzung laut und lahmer zurückbleiben, oder sie lernen dazu. :p

Es wird einfach nicht als die intelligentestmögliche Lösung unserer Probleme in die Geschichte eingehen, regelmäßig an der Tankstelle eine Terrorismusspende in den Nahen Osten zu überweisen, und mit der Hausheizung die Gasprom zu sponsern. Erklärt das doch mal Euren Kindern.

Technischer Fortschritt sieht einfach anders aus. Und ja: bin seit 7 Jahren 535D Fahrer, demnächst auch mit drei Turbos. Aber wenn man einmal

Tesla Roadster Gefahren ist, muss man doch die technische Faszination erleben, die von diesem wunderbaren Sportwagen ausgeht. So elegant beschleunigt kein anderes Fahrzeug. Klar sind Strecken über 200 km noch ein Problem. Das geht aber mit dem Model S noch einmal gewaltig nach oben. Etwas Pioniergeist sollte man schon haben, sonst kaufen die Asiaten irgendwann auch nicht mehr bei uns.

Was die Jungs in Deer Creek bei Tesla da an Alukarosse mit niedrigstem Schwerpunkt und hochinnovativen Lösungen einfallen lassen, ist aller Ehren Wert. Finde einfach super, dass Elon Musk die Eier hat, der Verbrennerindustrie ein herzliches: "und es geht doch" entgegenzuhalten. Genau dafür habe ich dann auch etwas Geld investiert, damit die Jungs aus den Nutzerspenden das Ziel erreichen. Sonst hätte die Autoindustrie doch mehrheitlich das Problem für unlösbar erklärt und 3Tonner mit 12Zylinder und 20 l für ein zeitgemäßes Design erklärt.

Und ja, ich freu ich mich auf i3, i5 und i8.

Könnte man aus dem ZF Regal einen 520D Plugin Hybrid mit 20km Elektroreichweite, 300 PS, 6s auf 100 und einem Verbrauch mit einer 3 vor dem Komma zusammenstellen ohne das ganze Carbongedöns? Just a thought.

 

Schaut doch mal hier:

Videos:

http://vimeo.com/teslamotors/videos/page:1/sort:date

Blog:

http://www.teslamotors.com/de_DE/blog

 

It can be done.

 

Herzliche Grüße

HyperMiler

Bei Wasserstoff ist neben anderen Problemen auch die Herstellung relativ energieintensiv glaube ich. Inzwischen ist man auf dem Weg wirtschaftlich alternativ und klimaneutral aus Algen Flüssigkraftstoff zu erzeugen. Mitbestimmend könnte am Ende sein, inwieweit sich vorhandene Infrastruktur und Motorentechnik in Konkurrenz weiter nutzen lässt.

Und Photovoltaik ist gemäß EEG eine gigantische Umverteilung der Stromkosten von oben nach unten: tolle Technik, leider politisch missbraucht.

Ich finde die Aktivitäten von TESLA übrigens sehr gut. Die Zukunft wird zeigen, ob sich die Technik durchsetzen wird, definitiv aber nicht mit den aktuellen Batterien, wenn eine monovalente Elektromobilität angestrebt wird. Ich erinnere mich übrigens noch sehr gut an das Scheitern des letzten Batterie-Auto-Hypes.

By the way: I love doing battery research :cool:

Zitat:

Original geschrieben von Hypermiler

Ein Chemist und Naturwissenschaftler als Battery Basher. Nicht schlecht.

 

Was die Jungs in Deer Creek bei Tesla da an Alukarosse mit niedrigstem Schwerpunkt und hochinnovativen Lösungen einfallen lassen, ist aller Ehren Wert. Finde einfach super, dass Elon Musk die Eier hat, der Verbrennerindustrie ein herzliches: "und es geht doch" entgegenzuhalten. Genau dafür habe ich dann auch etwas Geld investiert, damit die Jungs aus den Nutzerspenden das Ziel erreichen. Sonst hätte die Autoindustrie doch mehrheitlich das Problem für unlösbar erklärt und 3Tonner mit 12Zylinder und 20 l für ein zeitgemäßes Design erklärt.

It can be done.

Herzliche Grüße

HyperMiler

@ Chemist und Ferrocen:

Das worst Case Szenario für Großindustrie und Politik ist doch, dass sich Stromherstellung im Gegensatz zu den flüssigen und gasförmigen nicht mehr monopolisieren lässt. Da hat doch der Verbraucher die Wahl, wo er seine Energie herbeizieht. Also rasch ganz viel Geld in die Windkraft auf dem Meer, Wasserstoff (man hat ja extra den Herrn Reitzle schon mal dort plaziert) und Photovoltaik in Afrika investieren, die haben gemeinsam, dass die alten Dickschiffe weiter die Hand am Drücker haben. Und dabei vor allem das jetzige Businessmodell noch bis zur Neige abkochen.

Und wenn dann hier Chemiker im Blog auftauchen, die Lithiumoxide für explosiv und Knallgas für harmlos erklären, dann bin ich halt blöd und hab in der Schule wieder nix verstanden. Da haben wir uns aber wieder ganz wasserstoffblond angestellt... :rolleyes:

Sorry for Way-Off-Topicness... .

Herzliche Grüße

HyperMiler

Entscheidend wird sein, sich langfristig zum Wettbewerb der besten Ideen zu bekennen. Da Politiker nur in 4- bzw. 5-Jahresrhythmen denken und sogar unsere Bundeskanzlerin ihr gesamtes physikalisches Wissen abgelegt zu haben scheint, ist es für mich unvorhersehbar, welche Technik sich durchsetzen wird. Meines Erachtens wird es in den nächsten 30 Jahren in der Individualmobilität eher auf einen Mix aus monovalenter Elektromobilität (Kurzstrecken, Stadtverkehr, Sportwagen), Hybriden (vom einfachen System bis zum dieselelektrischen Fahrzeug) und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hinauslaufen. Im Schwerlastverkehr könnte sich der dieselelektrische Antrieb durchsetzen, im Flugverkehr weiter entwickelte Biokraftstoffe. Das wird niemand seriös sagen können. Vor 30 Jahren hätte niemand damit gerechnet, dass eine 2 Tonnen schwere Luxuslimousine mit 6 L Diesel pro 100 km bewegt werden kann, vom Internet für die Masse oder von Mobiltelefonen in der Breite haben wohl auch nur ganz Wenige geträumt. Warten wir es ab.....

Zitat:

Original geschrieben von Renegade Pilot

Bei Wasserstoff ist neben anderen Problemen auch die Herstellung relativ energieintensiv glaube ich. Inzwischen ist man auf dem Weg wirtschaftlich alternativ und klimaneutral aus Algen Flüssigkraftstoff zu erzeugen. Mitbestimmend könnte am Ende sein, inwieweit sich vorhandene Infrastruktur und Motorentechnik in Konkurrenz weiter nutzen lässt.

Hat irgendeiner von Euch schon mal live erlebt wie eine Li-Ionenzelle der grösse AA explodiert?!

Wer glaubt bei einem "echten" Unfall eines Hybrid-KFZ das die Feuerwehr, ausser den Krater zu zuschütten, noch irgend etwas zu tun hat lebt nicht auf diesem Planeten. Siehe der aktuelle Unfall des BYD.

Hybrid oder rein elektrische KFZ werden sich mM. sicher schon allein deswegen nicht durchsetzten.

Just my experience and 2 cents....

Gruss

Fan 342

Ich fürchte, Du hast in Chemie wirklich nicht aufgepasst, scheinbar auch nicht so richtig in Physik: Lithiumoxid ist nicht das Problem, nur, damit funktioniert keine Batterie. Wir reden von Lithiumcobaltoxid und bei den neuen Hochvoltmaterialien von Lithium(Nickel-Mangan-Cobalt)oxid. Und die haben leider die äußerst unangenehme Eigenschaft, ab ca. 60 Grad Celsius atomaren Sauerstoff abzugeben. Dieser reagiert mit den Lösemitteln, und zwar mit Ethylencarbonat und Propylencarbonat. Das typische Aufblähen von überlasteten LiPos ist auf gasförmige Produkte wie CO zurückzuführen. Und die Membran ist leider auch aus Kunststoff (halten wir die Separion-Membran der Evonik mal außen vor) und kann schmelzen und brennen. Die Anode besteht aus Graphit, in welches Lithium interkaliert. Graphit ist Kohlenstoff und brennt in fein verteilter Form (wie in Batterien) bestens. Selbst wenn man Lithiumeisenphosphat als Kathodenmaterial nimmt (setzt erst bei viel höheren Temperaturen Sauerstoff frei), kann eine Batterie bei einem Unfall explodieren. Die organischen Lösemittel brennen leider immer noch prima, wie auch die Aluminiumableitungselektrode und die organischen Binder in den Elektrodenmaterialien prima brennen können.

Wenn wir dann von künftigen Lithium-Luft oder Natrium-Luft-Batterien reden, sollte nicht vergessen werden, dass bei Beschädigung der Batterie Lithium und Natrium ebenfalls explosionsartig mit Luft reagieren können, wobei Lithiumoxide und Lithiumnitride (Natriumoxide) entstehen, je mit recht hoher freier (Gibbs´scher) Reaktionsenthalpie. Lithium reagiert nämlich bedauerlicherweise auch bestens mit Stickstoff, der immerhin fast 80% der Luftzusammensetzung stellt.

Aber, Naturwissenschaftler haben ja sowieso von nichts eine Ahnung, insbesondere in einem mehr oder weniger anonymen Forum.

Noch Fragen ?

Zitat:

Original geschrieben von Hypermiler

@ Chemist und Ferrocen:

Und wenn dann hier Chemiker im Blog auftauchen, die Lithiumoxide für explosiv und Knallgas für harmlos erklären, dann bin ich halt blöd und hab in der Schule wieder nix verstanden. Da haben wir uns aber wieder ganz wasserstoffblond angestellt... :rolleyes:

Sorry for Way-Off-Topicness... .

Herzliche Grüße

HyperMiler

am 24. Juni 2012 um 20:33

Zitat:

Original geschrieben von Hypermiler

...

It can be done.

...

@HyperMiller, allerbesten Hyper-Dank für diesen Einblick in die Hintergründe zur Tesla-S Bestellung. Ich dachte ich bin hier ganz allein auf weiter Flur mit der Begeisterung. Den Roadster hab ich in der alten Version ausprobiert und bin seit dem angefixt. Autofahren wie in einem Science Fiction Film. Beschleunigung auf Porsche Turbo Niveau aber unfassbar viel lässiger. Im neuen Roadster S braucht man wahrscheinlich so ein Formel 1 HANS System um den Hals, sonst bricht man sich das Genick beim Gasgeben. Sowas ist unwissenden Benzinautofahrern nicht vermittelbar. Für mich wäre der X das richtige, aber mir fehlt noch der Mut - auch angesichts der gewöhnungsbedürftigen Optik. Zu einer Blindbestellung sowieso.

Ich lass für heute die Finger von der Handy-Tastatur, wir haben gelernt, die Lithium-Ionen-Akkus sind brandgefährlich und fliegen in die Luft bei Überhitzung. Gute Nacht.

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