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BMW R1200GS - widerlich!

Themenstarteram 6. Juni 2013 um 10:32

Liebe Biker/innen!

Dauernd wird hier die Frage nach dem ultimativen Motorrad gestellt, dem Besten, Tollsten,

Alleskönner, eierlegende Wollmichsau aber trotzdem gepflegt und wohlriechend, Klassenbester...

Brauchen wir das? Natürlich nicht, wir können's auch so...:D

Aber meine französischen Kollegen von moto-TV sind der Sache mal auf den Grund gegangen:

 

Klick

Die 1200 GS: Das Mopped, dass wütend macht!

Beste Antwort im Thema
am 6. Juni 2013 um 13:05

schönes Filmchen.

Nur - ich schätze, dass 90% def GS-Fahrer nix davon mit ihrem Bike beherrschen.

Der letzte, den ich gesehen habe, hat ja kaum den Kantstein bei Louise geschafft.

Immerhin ist sie gut fürs Image..

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Zitat:

Original geschrieben von moppedsammler

 

Ich weiß nicht, wie viele BMW GS mir begegnet sind. Unzählige. Gefühlt mehr asls 50 % aller Bikes, die ich gesehen habe, waren BMW's. Davon wiederum gut 60 % GS - Modelle.

Liegt das nur daran, dass ich gerade in Bayern rumcruise, oder daran, dass das einfach ein geniales Mopped ist ?

Ein paar Zahlen: 2012 wurden in .de knapp 135.000 Motorräder zugelassen, davon waren rund 19.400 BMWs, das macht einen Marktanteil von knapp 15 Prozent. Anders gesagt: Auf eine neue BMW kommen 6 andere neue Motorräder. 2012 wurden in Deutschland 6641 R1200GS neu zugelassen, das ist mehr als ein Drittel der BMW-Neuzulassungen insgesamt. Über den Daumen kann man sagen, dass jede 20. im vergangenen Jahr zugelassene neue Maschine eine R1200GS war. Die R1200GS führt die Zulassungsstatistik mit weitem Abstand an, allerdings auch mit einem Trick: Die R1200GS und die R1200GS Adventure werden zusammengerechnet. Die Honda NC 700 S wird aber getrennt von der NC 700 X und dem NC 700 Roller gezählt, obwohl alle drei weitgehend baugleich sind. Würde man die als ein Modell rechnen (das KBA hat früher Golf und Jetta auch immer als ein Modell gerechnet), läge die Honda zwar nicht vorn, aber immerhin auf dem zweiten Platz. Übrigens: Honda hat 2012 nur etwas mehr als halb so viel Moppeds in .de zugelassen wie BMW.

Dass in bestimmten Gegenden besonders viele GS rumfahren, mag auch noch andere Gründe haben: der stückzahlenmäßige Höhenflug setzte so gegen 2004 ein, als die 1150 von der 1200 abgelöst wurde. Will sagen: Es gibt keinen anderen Hersteller, der dieses Marktsegment schon so lange mit so hohen Stückzahlen bedient. Und: GS sind hochpreisige Moppeds, die lange gefahren werden. Wenn eine GS keinen Unfall hat, dann wird die gern mal 20 Jahre gefahren, bevor sie zum Verwerter kommt. Und das macht sich eben auf die Dauer im Straßenbild bemerkbar.

 

Zitat:

Original geschrieben von Cruisersteve

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2

Es ist nun mal der einzige deutsche Hersteller, der auch wirklich leistungsfähig ist. Insofern ist da immer auch Deutsch-Tümelei dabei. Kauft zuerst deutsch! Das erhält hier Arbeitsplätze. Damit ist aber keine Aussage über die Produktqualität getroffen.

Einen Vergleich bezüglich der Produktqualität braucht BMW trotz gelegentlicher Pannen wohl nicht zu scheuen.

Wenn Geld keine Rolle spielte, hätte ich wahrscheinlich auch schon eine BMW im Stall stehen.

Den Begriff Deutsch-Tümelei würde ich gerne ersetzen durch Nutzung eines regionalen Produkts, ohne dabei die Nationalität in den Vordergrund zu schieben.

Ich bin zwar einerseits ziemlich skeptisch, wenn desöfteren der Begriff der Premium-Marke fällt.

Andererseits bin ich aber davon überzeugt, dass nicht ohne Grund die Marke BMW mit der GS im Motorradsektor zu einem legendären Ruf gekommen ist. 

Das sehe ich aus meiner Erfahrung anders. Zunächst einmal finde ich die Motorräder von BMW nicht mehr teuer. Sie bewegen sich im Rahmen der Konkurrenz. Eine Multistrada ist viel teurer. Teuer bei BMW ist das Zubehör und die Wartungsarbeiten. Einmal im Jahr schreib ich es und nun ist es wieder soweit: Ich hatte eine R65, K75S, und R1150 GS. Alle hatten Macken und alle mussten teuer repariert werden. Ich bin von BMW geheilt.

Auf der GS sehe ich einfach komisch aus, sagen Freunde, die mich bei Sitzproben begleiten. Dabei bin ich durchschnittliche 1,83 groß. Trotzdem ist mir der Kniewinkel zu spitz. Sie passt mir einfach nicht. Das ist auf der K1300S oder war bei der hässlichen ST z. B. besser.

Meine FZS 1000 ist nun schon von 2005. Es wird eine Neue kommen müssen ... Im Moment jedoch keine BMW.

Gruß k2

Themenstarteram 9. Juni 2013 um 18:29

Zitat:

Original geschrieben von sampleman

Und: GS sind hochpreisige Moppeds, die lange gefahren werden. Wenn eine GS keinen Unfall hat, dann wird die gern mal 20 Jahre gefahren, bevor sie zum Verwerter kommt. Und das macht sich eben auf die Dauer im Straßenbild bemerkbar.

?? Meine CX fährt jetzt seit 33 Jahren und die XLR seit 28. Die Z 750 meines Freundes (siehe Blog)

seit 35 Jahren. Und wenn ich sage "fährt", dann meine ich das. Bei jedem Wetter, jede Distanz. Neue BMW's müssen nach 20 Jahren zum Schrott? Seltsam. Zumindest früher war das mal anders...früher waren Japaner und BMW hochwertige Motorräder.

Ich habe mit BMW nie schlechte Erfahrungen gemacht. Auch mit den Autos (2500, 3.0 Si, 325i Cabnrio, 525i (92er, habe ich noch) und Z3 roadster)

Motorrad:

R 100 S (EZ 1977) habe ich über 100.000 km gefahren, R 80 ST (1983) mehr zum Spaß nebenher als Sammlerteil, K 1100 LT seit 30.000 km. Hat jetzt knapp 85.000 (EZ 1998) Völlig problemlos. Reparaturen kann ich selbst.

Und da kommt das Problem. Bei den alten Moppeds kannst du das. Bei ner 20 Jahre alten neuen BMW ist ein defekter Stoßdämpfer am elektrohydraulischen Fahrwerk ein wirtschaftlicher Totalschaden, falls es die Teile überhaupt noch gibt.

Zitat:

Original geschrieben von muhmann

Und da kommt das Problem. Bei den alten Moppeds kannst du das. Bei ner 20 Jahre alten neuen BMW ist ein defekter Stoßdämpfer am elektrohydraulischen Fahrwerk ein wirtschaftlicher Totalschaden, falls es die Teile überhaupt noch gibt.

Das ist Gerede, mehr nicht. Die R1200GS ist das meistverkaufte Mopped über 500 Kubik weltweit. Wenn es für eine Maschine Teile gibt, dann für die. Wir reden ja nicht von Moto Morini oder Voxan

Themenstarteram 10. Juni 2013 um 8:11

Ein "Volksmotorrad" also, für 18.000 Euro?

Wenn gestandene Bastler sagen, sie können an dem Dings nichts mehr selber machen,

ausser putzen ;) dann nützt es nix, das Ersatzteil zu haben. Man muss es auch noch einbauen lassen.

Und nirgends altert Elektronik so schnell, wie im Gelände ...

Zitat:

Original geschrieben von TDIBIKER

Ein "Volksmotorrad" also, für 18.000 Euro?

Die GS verkauft sich eben gut, das ist alles. Und deshalb kriegt man auch Teile dafür. Ist wie mit dem iPhone und hat nichts mit dem Preis zu tun, abgesehen davon dass BMW zu den Herstellern mit sehr guter Ersatzteilversorgung gehört und Zubehörfirmen sogar für BMW-Modelle Zubehör auf den markt bringen, die seit 15 Jahren nicht mehr gebaut werden.

Zitat:

Wenn gestandene Bastler sagen, sie können an dem Dings nichts mehr selber machen,

ausser putzen ;) dann nützt es nix, das Ersatzteil zu haben. Man muss es auch noch einbauen lassen.

Und nirgends altert Elektronik so schnell, wie im Gelände ...

Ja und? Wer mit einer R1200GS ernsthaft durchs Gelände ballern will, der kauft sich ohnehin ein Wilbers-Fahrwerk. Und das ist an einer GS noch einfacher zu wechseln als an irgendeinem anderen Bock, weil am Telelever nur ein Federbein sitzt.

Aber, auch dazu: Modern Times: Wenn man sich statt der GS mit ESA eine Multilala, eine Caponord oder eine KTM 1190 Adventure kauft, der hat auch ein elektronisch einstellbares Fahrwerk, wenn er bei der Bestellung am richtigen Fleck ein Kreuz macht. Und wenn man jegliche Technik ablehnt, die man nicht selbst reparieren kann, dann ist man eben mit zweitklassigem Material am Start, mehr nicht.

Ich hab auch jetzt in Frankreich wieder mit jemandem gesprochen, der bis vor kurzem BMW gefahren ist. Hatte jetzt eine nagelneue XTZ 1200 dabei.

Ist mit der BMW auch irgendwo liegengeblieben wegen totaler Funktionsverweigerung. Sprang nicht mehr an. EDS (Wegfahrsperre) ausgelöst. Doof in der ausländischen Pampa. Anschließend sofort verkauft. Das hat er übel genommen.

Ich hab das ja auch mal live erlebt, an einer 12er GS. Am Haus Scheppen (Moppedtreff am Baldeneysee in Essen).

Er steigt auf. Macht Motor an. Will losfahren und würgt beim Anfahren den Motor ab. Passiert jedem mal.

Die GS nahm das übel. Die EDS wertete den plötzlichen Spannungsabfall beim Abwürgen wohl als Diebstahlsversuch (oder was auch immer), jedenfalls war das Motorrad anschließend funktionslos und verweigerte jeden Wiederbelebungsversuch.

BMW-Servicehotline anrufen. Auf X5 warten.

In Essen einfach. In einem einsamen Pyrenäental mit Problemen behaftet, die beim nicht vorhandenen Handynetz anfangen.

Ich weiß, das sind Einzelfälle. Aber so selten, dass ich für mich das vernachlässigen könnte, ist das nicht.

Das sind so meine (subjektiven) Damoklesschwerter, die mich davon abhalten, eine BMW nach Bj. 2000 zu kaufen. Ab 2001 gabs das BKV-ABS, das ich nicht will und ab 2006 hielt mit dem CAN-Bus der Elektronik-Overkill einzug. Toll, wenns funktioniert. Extrem kagge, wenn nicht.

 

 

Is ja wie Kino hier... und man muss sich noch nicht mal beteiligen... :D

Themenstarteram 10. Juni 2013 um 9:37

Zitat:

Original geschrieben von WorldEater666

Is ja wie Kino hier... und man muss sich noch nicht mal beteiligen... :D

Man muss nicht, man kann :)

Übrigens gibt es im Netz bereits unzählige Crash-videos

des Volksmotorrads. Deshalb weiss ich jetzt, warum der Mann auf dem Video

die GS im Schlamm nicht heben konnte. Er hätte sie am Lenker hochziehen sollen.

Anscheinend kann der Lenker (und die Halterung) das ab...

Edith: Schade, ich find's nicht mehr. Da machte sich einer auf einer Tour 3 mal lang und hat das zusammengeschnitten:D

Richtig. Das Erste, was ich 2004 in Hechlingen gelernt habe. Aufheben eines Eisenschweins (aka 1150GS) auf Schotter.

Wird am Lenker gemacht. Ist aber trotz "gewusst wie" kein Zuckerschlecken.

 

Jipp, man braucht trotzdem noch ein wenig Schmalz... klappt aber besser, je leerer der Tank ist... ;)

 

Ne Adventure mit vollem 30 Liter-Tank aufheben... darauf wär ich auch nicht scharf... :D

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

Das sind so meine (subjektiven) Damoklesschwerter, die mich davon abhalten, eine BMW nach Bj. 2000 zu kaufen. Ab 2001 gabs das BKV-ABS, das ich nicht will und ab 2006 hielt mit dem CAN-Bus der Elektronik-Overkill einzug. Toll, wenns funktioniert. Extrem kagge, wenn nicht.

Zunächst mal: Keiner kann und will dich zwingen, eine BMW zu kaufen, wenn du das nicht willst. BMW verkauft auch ohne dich genügend Motorräder. Und eine Super Tenere verliert zwar gegen die GS jeden Vergleichstest, aber wenn man die Tests nicht liest und keine GS ausprobiert, dann merkt man das nicht, weil die Unterschiede, objektiv betrachtet, wirklich nicht weltbewegend sind. Und die Yamaha scheint ziemlich zuverlässig zu sein. Also nimm sie, sie kostet auch weniger als die GS.

Dann die Elektronik: Heute hat jedes Mopped eine Wegfahrsperre und ist bis unter den Tank vollgestopft mit Elektronik. Ohne kriegst du sie nicht zugelassen und nicht versichert. Und wenn bei BMW schon Wegfahrsperren zicken, was meinst du dann, wie oft die das bei Ducati der Fall ist;-)

Und noch was: Als ich mir das letzte Mal die Verkaufszahlen angesehen habe, wurden von der 1200er fast zehnmal so viele verkauft wie von der Super Tenere. Ist es bei einer solch extremen Ungleichverteilung nicht ganz normal, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, jemanden zu treffen, der mit seiner BMW Probleme hat? Wie viele Fahrer einer Moto Guzzi Stelvio kennst du persönlich? Ich kenne keinen einzigen. Das BKV-ABS ist äußerst umstritten. Die, die es haben und bei denen es funktioniert, die sind begeistert davon, wie man eine halbe Tonne Mopped inklusive Beladung mit zwei Fingern zusammenbremst. Die, bei denen es nicht funktioniert und die, die nur gehört haben, dass es nicht funktioniert, finden es den größten Scheiß auf Gottes Erdboden. BMW baut übrigens seit 2007 (also seit sechs Jahren) keine Motorräder mit BKV-ABS mehr... Der CAN-Bus ist in der Praxis unauffällig. Und vor allem nähern sich damit Motorräder technisch dem Automotive-Standard an, der in der Automobilindustrie üblich ist, inklusive Qualität der Steckverbindungen, Diagnosefunktionen etc. . Wenn ich mir meine ersten Krafträder aus den 70er und 80er Jahren so ansehe, die hatten ja oft eher eine Elektrik auf Fahrrad-Niveau. Bleibt die Wegfahrsperre: Die erste Serie der 1200er GS hatte mit der Ring-Antenne für das Transpondersignal derbe Probleme. Es ist eine Schande für BMW, dass diese Probleme überhaupt aufgetreten sind, aber sie gelten inzwischen als behoben.

Testberichte werden eh überbewertet.

Ich möchte mal wetten, dass meine K75RT in einem Vergleichstest mit aktuellen Motorrädern auch mit weitem Abstand den Letzten machen würde. Grausames Fahrwerk, schlapper Motor, dafür viel Gewicht. Und da ich sie mit der XTZ (und mit vielen anderen Motorrädern) vergleichen kann, kann ich das alles bestätigen. Ändert aber nix daran, dass auf den Pässen die Abstände zu den modernen, viel stärkeren, leichteren, Motorrädern meist auffallend gross werden. Hinter mir.

Ich hatte meine "Erleuchtung" dahingehend im Jahr 2000, als ich eine 1-wöchige, geführte Alpentour mit Münchner Freiheit gemacht habe. Es waren praktisch alle damals verfügbaren BMW-Modelle mit mehr als einem Zylinder dabei (sogar eine R850R, aber keine K12LT). Und es wurde reihum durchgetauscht.

Dabei ich habe festgestellt, dass es am Berg keinerlei nennenswerte Performanceunterschiede zwischen den doch recht unterschiedlichen Motorrädern gibt, wenn die Fahrer alle etwa auf einem Niveau sind. Selbst die R850R hat keinerlei Probleme dranzubleiben. Einfach immer einen Gang tiefer fahren.

Kurz: 80% Fahrer - 20% Material. Und es hilft nicht viel, wenn man mit modernster Technik das Motorrad auf 30% hebt, wenn der Fahrer deutlich unter 50% bleibt.

Fahrertraining ist billiger und erheblich effektiver als Neukauf eines Testsiegers.

Die Ringantennenproblematik kenne ich. Und die Batterieproblematik. Und noch eine Reihe weiterer BMW-Problematiken. Ich fahr schon ne Weile (13 Jahre) BMWs und bin jetzt seit über 15 Jahren in diversen Motorradforen unterwegs.

Es ist kein Zufall, dass die qualitativ problemloseste BMW aus diesem Jahrtausend eine Aprilia mit österreichischem Rotaxmotor ist, um das mal polemisch auszudrücken.

 

 

 

 

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