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BMW-Kauf in England
Hallo an alle,
im Thread Konfiguration 520d Touring - Kommentare und günstige Bezugsquelle hatte ich von meiner Bestellung eines F11 in England berichtet. Da das auf großes Interesse gestoßen ist und ich viele Nachfragen per PN erhalte, erstelle ich hier einen eigenen Thread, um alle nötigen Informationen zu sammeln.
Ich möchte ausdrücklich keine Werbung für den Kauf in England machen, sondern lediglich dem Forum diese Möglichkeit aufzeigen und meine bisherigen Erfahrungen mitteilen. Vielleicht ist es in dieser Form leichter als in zip PNs. Ich übernehme natürlich keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Tipps.
Ich erzähle jetzt auch keine seitenlange Geschichte, wie ich darauf gekommen bin, wie meine Entscheidungsfindung verlief etc, sondern gebe nur die Informationen, die für mich entscheident waren.
1. Der Wiederverkaufswert eines importierten ist laut Angaben meines örtlichen Händlers identisch mit dem eines in Deutschland bestellten Fahrzeugs, da es aus der gleichen Produktion stamme und nicht - wie früher - in Ausstattung und Farbmöglichkeiten von hiesigen abweiche. Tatsächlich habe ich schonmal einen Polo meiner Schwester privat verkauft, der aus Dänemark reimportiert war. Keiner der Kaufinteressenten wollte darüber genaueres wissen und der Preis, den ich erzielt habe, war identisch mit allen anderen auf mobile.de.
2. Selbstverständlich bekommt man in England auf Bestellung ein Auto für den deutschen Verkehr, sprich Linkslenker, Lichter nach rechts, Software und Bedienungsanleitung auf deutsch etc. Der Händler in England kann ein Auto bestellen, als wäre es für einen deutschen Händler. Das kostet bei BMW keinen Aufpreis.
3. Die Grundpreise und die Preise der Sonderausstattungen sind in England per se günstiger als in Deutschland. Bspw. beim 520d Touring sind Extras Serie, die in Deutschland 4930,-€ kosten: Leder Dakota (2010,-), Bluetooth-Freisprecheinrichtung (750,-), Bereifung mit Notlaufeigenschaften (290,-), Dachreling Aluminium satiniert (350,-), Innenspiegel automatisch abblendend (210,-), Raucherpaket (30,-), Alarmanlage (480,-), Park-Distance-Control vorn und hinten (810,-). Zudem ist jedes weitere Extra, das man bestellt, wiederum günstiger. Je mehr man also bestellt, desto mehr spart man in Relation zum deutschen Preis.
4. In England hat man drei Jahre Neuwagengarantie, in Deutschland zwei. Beide europaweit, also vom Umfang her nicht zu unterscheiden. Auch mit dem Auto aus England kann man Garantieansprüche beim örtlichen Händler geltend machen.
5. Was mir besonders wichtig war: Den Export aus England macht ausschließlich BMW Park Lane in London. Hierbei handelt es sich um den größten englischen BMW-Händler und nicht um eine windige Hinterhof-Wir-Führen-Alle-Fabrikate-Firma.
6. So kommt Ihr nun an die Preise: Auf BMWtaxfree.co.uk klickt Ihr links auf "Build your BMW" und findet dort den gleich Konfigurator, wie auf der deutschen BMW-Seite. Ihr werdet Euch wundern, wie viele der englischen Extras Ihr aus dem deutschen Konfigurator schon mit Du ansprecht! :-)
7. Habt Ihr Eure Konfiguration fertig, könnt Ihr sie als .pdf speichern. In dieser .pdf findet Ihr den Preis mit und ohne die englische MwSt. von 17%. Zum steuerfreien Preis (Ihr kauft dort steuerfrei) rechnet Ihr nun 697.55 GBP (so viel war es bei mir) für die erste Tankfüllung, Überführung zum englischen Händler und "First Registration Fee". Diese Summe multipliziert Ihr mit dem aktuellen EUR-GBP-Kurs und rechnet dann da die deutsche Mehrwertsteuer von 19% drauf. Das ergibt den Endpreis. Hinzu kommen dann noch Anmeldung und Kennzeichen in Deutschland, das übernimmt der englische Händler nicht.
8. Mit dieser .pdf wendet Ihr Euch nun an den englischen Händler. Mein Ansprechpartner ist Alexander Watts, hier sind seine Kontaktdaten:
Alexander Watts
BMW Park Lane
NATO Sales Executive
Alexander.Watts ättt BMWParkLane. c o. u k
Direct Line - (020) 7 3 1 8 9 4 3 5
Internal Extension - 3 4 3 5
Fax - (020) 7 3 1 8 9 3 1 7
Wundert Euch nicht, wenn die Antwort ein paar Tage braucht. Alex sagte mal, er bekomme wöchentlich hunderte eMails, da kann es ein bischen Wartezeit geben. Sollte er gar nicht antworten, ruft ihn einfach an, dann sucht er sich die eMail raus und antwortet binnen Stunden. So habe ich es damals auch gemacht.
9. Als ich im Sommer bestellt habe, gab es keinen Rabatt auf den F10/F11. Inzwischen habe ich aber gelesen, dass man bei 3% sei. Fragt einfach nach, dazu kann ich nichts sagen.
10. Wenn Ihr Euch mit Alex einig seid, schickt er Euch einen Kaufvertrag, den Ihr scannt und ihm erst per eMail und anschließend per Brief im Original zuschickt. Er verlangt eine Anzahlung von 20%. Ist die Anzahlung bei ihm eingegangen, wird das Auto bei BMW bestellt.
11. Nach etwa drei Monaten bekommt Alex von BMW eine Bau- und Lieferwoche, die er Euch dann mitteilt. Wir haben zwei Wochen Puffer zwischen geplanter Lieferung und Abholung eingeplant, falls sich die Herstellung um ein paar Tage verzögert. Das kommt ja immer mal vor. Rechnet mit etwa sechs Monaten Lieferzeit in England.
12. Einige Wochen vor Auslieferung überweist Ihr den Restbetrag. Ist dieser eingegangen, lässt Alex die sog. CoC-Papiere zu Euch schicken. Diese CoC-Papiere sind die europäische Zulassungs- und Betriebserlaubnis, mit denen Ihr das Auto zulassen könnt. So könnt Ihr gleich mit eigenem Kennzeichen nach England fliegen und das Auto überführen.
Meine Rechnung sieht übrigens grob so aus: 33.000 GBP engl. Preis ohne MwSt. x 1,119 (GBP-EUR-Kurs) x 1,19 (dt. MwSt.) = 44.000€. Deutscher Listenpreis ist ziemlich genau 60.000€. Das sind also gut 26% günstiger als der dt. Listenpreis, gut 20% günstiger als das beste Angebot, das ich von einem Händler in Deutschland bekommen habe.
So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Wenn doch, postet einfach, ich versuche dann, alles zu beantworten.
Nachtrag: Ich habe am 07. Januar Abholtermin für mein Auto. Allen geduldigen Interessenten rate ich, bis dahin zu warten und meinen Bericht abzuwarten. Dann kann ich sagen, ob die ganze Geschichte unterm Strich wirklich so gut gelaufen ist, wie bisher.
Die Kontaktdaten habe ich auf den Tipp von khkrb "verfälscht". Danke für den Rat!
Beste Antwort im Thema
Hallo an alle,
im Thread Konfiguration 520d Touring - Kommentare und günstige Bezugsquelle hatte ich von meiner Bestellung eines F11 in England berichtet. Da das auf großes Interesse gestoßen ist und ich viele Nachfragen per PN erhalte, erstelle ich hier einen eigenen Thread, um alle nötigen Informationen zu sammeln.
Ich möchte ausdrücklich keine Werbung für den Kauf in England machen, sondern lediglich dem Forum diese Möglichkeit aufzeigen und meine bisherigen Erfahrungen mitteilen. Vielleicht ist es in dieser Form leichter als in zip PNs. Ich übernehme natürlich keine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Tipps.
Ich erzähle jetzt auch keine seitenlange Geschichte, wie ich darauf gekommen bin, wie meine Entscheidungsfindung verlief etc, sondern gebe nur die Informationen, die für mich entscheident waren.
1. Der Wiederverkaufswert eines importierten ist laut Angaben meines örtlichen Händlers identisch mit dem eines in Deutschland bestellten Fahrzeugs, da es aus der gleichen Produktion stamme und nicht - wie früher - in Ausstattung und Farbmöglichkeiten von hiesigen abweiche. Tatsächlich habe ich schonmal einen Polo meiner Schwester privat verkauft, der aus Dänemark reimportiert war. Keiner der Kaufinteressenten wollte darüber genaueres wissen und der Preis, den ich erzielt habe, war identisch mit allen anderen auf mobile.de.
2. Selbstverständlich bekommt man in England auf Bestellung ein Auto für den deutschen Verkehr, sprich Linkslenker, Lichter nach rechts, Software und Bedienungsanleitung auf deutsch etc. Der Händler in England kann ein Auto bestellen, als wäre es für einen deutschen Händler. Das kostet bei BMW keinen Aufpreis.
3. Die Grundpreise und die Preise der Sonderausstattungen sind in England per se günstiger als in Deutschland. Bspw. beim 520d Touring sind Extras Serie, die in Deutschland 4930,-€ kosten: Leder Dakota (2010,-), Bluetooth-Freisprecheinrichtung (750,-), Bereifung mit Notlaufeigenschaften (290,-), Dachreling Aluminium satiniert (350,-), Innenspiegel automatisch abblendend (210,-), Raucherpaket (30,-), Alarmanlage (480,-), Park-Distance-Control vorn und hinten (810,-). Zudem ist jedes weitere Extra, das man bestellt, wiederum günstiger. Je mehr man also bestellt, desto mehr spart man in Relation zum deutschen Preis.
4. In England hat man drei Jahre Neuwagengarantie, in Deutschland zwei. Beide europaweit, also vom Umfang her nicht zu unterscheiden. Auch mit dem Auto aus England kann man Garantieansprüche beim örtlichen Händler geltend machen.
5. Was mir besonders wichtig war: Den Export aus England macht ausschließlich BMW Park Lane in London. Hierbei handelt es sich um den größten englischen BMW-Händler und nicht um eine windige Hinterhof-Wir-Führen-Alle-Fabrikate-Firma.
6. So kommt Ihr nun an die Preise: Auf BMWtaxfree.co.uk klickt Ihr links auf "Build your BMW" und findet dort den gleich Konfigurator, wie auf der deutschen BMW-Seite. Ihr werdet Euch wundern, wie viele der englischen Extras Ihr aus dem deutschen Konfigurator schon mit Du ansprecht! :-)
7. Habt Ihr Eure Konfiguration fertig, könnt Ihr sie als .pdf speichern. In dieser .pdf findet Ihr den Preis mit und ohne die englische MwSt. von 17%. Zum steuerfreien Preis (Ihr kauft dort steuerfrei) rechnet Ihr nun 697.55 GBP (so viel war es bei mir) für die erste Tankfüllung, Überführung zum englischen Händler und "First Registration Fee". Diese Summe multipliziert Ihr mit dem aktuellen EUR-GBP-Kurs und rechnet dann da die deutsche Mehrwertsteuer von 19% drauf. Das ergibt den Endpreis. Hinzu kommen dann noch Anmeldung und Kennzeichen in Deutschland, das übernimmt der englische Händler nicht.
8. Mit dieser .pdf wendet Ihr Euch nun an den englischen Händler. Mein Ansprechpartner ist Alexander Watts, hier sind seine Kontaktdaten:
Alexander Watts
BMW Park Lane
NATO Sales Executive
Alexander.Watts ättt BMWParkLane. c o. u k
Direct Line - (020) 7 3 1 8 9 4 3 5
Internal Extension - 3 4 3 5
Fax - (020) 7 3 1 8 9 3 1 7
Wundert Euch nicht, wenn die Antwort ein paar Tage braucht. Alex sagte mal, er bekomme wöchentlich hunderte eMails, da kann es ein bischen Wartezeit geben. Sollte er gar nicht antworten, ruft ihn einfach an, dann sucht er sich die eMail raus und antwortet binnen Stunden. So habe ich es damals auch gemacht.
9. Als ich im Sommer bestellt habe, gab es keinen Rabatt auf den F10/F11. Inzwischen habe ich aber gelesen, dass man bei 3% sei. Fragt einfach nach, dazu kann ich nichts sagen.
10. Wenn Ihr Euch mit Alex einig seid, schickt er Euch einen Kaufvertrag, den Ihr scannt und ihm erst per eMail und anschließend per Brief im Original zuschickt. Er verlangt eine Anzahlung von 20%. Ist die Anzahlung bei ihm eingegangen, wird das Auto bei BMW bestellt.
11. Nach etwa drei Monaten bekommt Alex von BMW eine Bau- und Lieferwoche, die er Euch dann mitteilt. Wir haben zwei Wochen Puffer zwischen geplanter Lieferung und Abholung eingeplant, falls sich die Herstellung um ein paar Tage verzögert. Das kommt ja immer mal vor. Rechnet mit etwa sechs Monaten Lieferzeit in England.
12. Einige Wochen vor Auslieferung überweist Ihr den Restbetrag. Ist dieser eingegangen, lässt Alex die sog. CoC-Papiere zu Euch schicken. Diese CoC-Papiere sind die europäische Zulassungs- und Betriebserlaubnis, mit denen Ihr das Auto zulassen könnt. So könnt Ihr gleich mit eigenem Kennzeichen nach England fliegen und das Auto überführen.
Meine Rechnung sieht übrigens grob so aus: 33.000 GBP engl. Preis ohne MwSt. x 1,119 (GBP-EUR-Kurs) x 1,19 (dt. MwSt.) = 44.000€. Deutscher Listenpreis ist ziemlich genau 60.000€. Das sind also gut 26% günstiger als der dt. Listenpreis, gut 20% günstiger als das beste Angebot, das ich von einem Händler in Deutschland bekommen habe.
So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Wenn doch, postet einfach, ich versuche dann, alles zu beantworten.
Nachtrag: Ich habe am 07. Januar Abholtermin für mein Auto. Allen geduldigen Interessenten rate ich, bis dahin zu warten und meinen Bericht abzuwarten. Dann kann ich sagen, ob die ganze Geschichte unterm Strich wirklich so gut gelaufen ist, wie bisher.
Die Kontaktdaten habe ich auf den Tipp von khkrb "verfälscht". Danke für den Rat!
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208 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von gurusmi
Zitat:
Original geschrieben von GoTiLa
Da hat Dein Bankmensch aber auch geschlafen..
...
Ralf_530d:
Bei Importen aus Jedem Land fällt die EUSt an. Bei einem Außer-EU Geschäft zusätzlich noch Zoll. Eine der wenigen Ausnahmen ist der Hausstand beim Umzug.
nichts anderes schrub ich doch ;):confused: Innergemeinschaftlicher Verkehr = EUST; Rest: Eust + Importzoll
Zitat:
Original geschrieben von Ralf_530d
nichts anderes schrub ich doch ;):confused: Innergemeinschaftlicher Verkehr = EUST; Rest: Eust + Importzoll
Es klang alternierend. ;)
Ergänzend zur Bezahlung
Park Lane bietet hier die Überweisung in GBP oder Eur an;
es handelt sich um zwei unterschiedliche Konten
Wegen des Wechselkurses bei Überweisung in Eur
Park Lane legt jeden Monat einen Wechselkurs GBP / Eur fest, der dann für den jeweiligen Monat gilt.
Je nach dem, wie sich das Pfund entwickelt, kann dies im Ende für den Käufer besser oder schlechter ausfallen
Zur Zulassung
Mir wurde auf der Zula erklärt, dass die Bestätigung "Neuwagen" nötig ist, da in D jedes Fahrzeug nur einen Brief erhält; ich musste nach der Zulassung noch einmal bei der Zula vorfahren; dort wurde allerdings nur noch mal gecheckt, ob die angegebene Fahrzeuidentnummer stimmt
Zitat:
Original geschrieben von alphie
Ich musste nach der Zulassung noch einmal bei der Zula vorfahren; dort wurde allerdings nur noch mal gecheckt, ob die angegebene Fahrzeuidentnummer stimmt
Das werde ich auch noch tun müssen, allerdings beim TÜV. Die Zulassungsstelle will nur die Bescheinigung sehen, dass der Wagen noch nicht zugelassen war.
Übrigens wird das Auto auf jeden Fall morgen in Ashford eintreffen, so viel steht inzwischen fest. Sehr wahrscheinlich ist es auch gleich morgens da, so dass meine Rückreiseplanung vielleicht doch eingehalten werden kann.
hi,
ich drück die Daumen!!!!!
Zitat:
Original geschrieben von falke44
hi,
ich drück die Daumen!!!!!
Danke danke, das kann ich gebrauchen! Um zwei stehe ich auf, um drei fahre ich los. Der erste Flug ist meiner. Also jetzt ab ins Bett. Unglaublich, so früh war ich zuletzt mit drei im Bett.. :)
Morgen Abend werde ich dann berichten, wie es gelaufen ist!
Kriegt man bei Park Lane auch Optionen, die nicht im Konfigurator sind? Konkret einen 5er GT mit xDrive und eine Standheizung?
Hab mal ne Fage zu den Verkäufer:
Spricht der auch Deutsch oder muss man sich mit dem in Englisch unterhalten?
@GoTiLa
Drück Dir auch die Daumen und wüsch Dir viel Spaß beim Abholen.
Zitat:
Original geschrieben von vacuumdiver
Kriegt man bei Park Lane auch Optionen, die nicht im Konfigurator sind? Konkret einen 5er GT mit xDrive und eine Standheizung?
Nein, leider nicht.
Zitat:
Original geschrieben von jgjghsv
Hab mal ne Fage zu den Verkäufer:
Spricht der auch Deutsch oder muss man sich mit dem in Englisch unterhalten?
Auch da leider nein, man muss sich auf Englisch mit Ihnen herumplagen. Das meinste geht aber eh per mail.
Heute abend nur noch ein Satz: Das Auto ist da, ich bin gut gelandet und der Plan ist aufgegangen! Da mir die Augen zufallen, folgt der Bericht morgen oder Sonntag.
Guten Morgen,
super. Dann träum mal schön :-)
Hat sich das Daumen gedrücken gelohnt.
Herzlichen Glückwunsch!!!!
Auf den Bericht bin ich gespannt.
So, dann will ich jetzt mal berichten, wie alles gelaufen ist.
Zunächst der geplante Ablauf:
06.25h Abflug Frankfurt Hahn, 06.40h UK-Zeit Landung London Stansted. 07.00h Taxi-Transfer nach Ashford, 09.00h Termin zur Übergabe bei BMW Park Lane. Dort ohne weitere Erklärungen ins Auto, um um 09.30h bis spätestens 09.45h in Dover einzuchecken, um die Fähre um 10.15h nach Calais zu nehmen. Ankunft in Calais 12.45h (wieder dt. Zeit), dort Termin in einer Bosch-Werkstatt, um die Winterreifen aufziehen zu lassen. Die Winterreifen hatte ich Ende Dezember per Spedition nach Calais liefern lassen. Nach dem Reifenwechsel sollte es dann gemütlich nach Hause gehen.
Um 06.25h sind wir ab Frankfurt Hahn nach London Stansted geflogen. Leider gab es keinen passenden Flug mehr mit der Lufthansa, so dass wir auf RyanAir zurückgreifen mussten. Ich habe mir zwar schon ein paar mal geschworen, nie wieder mit RyanAir zu fliegen, da ich (1,90m groß) auf den Sitzen kaum Platz finde, nun ging es aber halt nicht anders. Der Flug war aber pünktlich und problemlos.
In London sind wir pünktlich um 06.40h gelandet, für 07.00h hatte ich einen Transferservice bestellt. Ich hatte ihn zuvor im Internet gebucht und bezahlt. In der Bestätigungsemail stand, dass der Fahrer zur gebuchten Zeit mit einem Schild, auf dem mein Name stehen sollte, am Arrival warten würde. Wie gesagt, würde, war er nämlich nicht. Nach einer viertel Stunde habe ich dann die Hotline des Taxiunternehmens angerufen, um das zu reklamieren. Nach kurzer dummer Diskussion mit einem Herrn, der weniger Englisch konnte, als ich, sagte er dann, der Fahrer sei auf dem Weg und in zwei Minuten bei uns. Nach zehn Minuten kam er dann tatsächlich an. An diesem Punkt habe ich zum ersten mal die Planung den Bach runtergehen sehen. Aber gut, halb acht ging die Fahrt dann los, vielleicht schaffen wir es ja bis neun nach Ashford.
An der Übergabe hing ja wie ich in den letzten Tage beschrieben hatte sowieso noch ein Fragezeichen, da nicht klar war, wann die Spedition den Wagen liefern würde. Als wir aber um eins vor neun (!!) auf den Hof von BMW einbogen, sah ich einen Autotransporter, der gerade entladen worden war. Also dachte ich schon YES, er ist da. Und tatsächlich war er um zehn vor neun eingetroffen. Mit der ganz schnellen Abfahrt wurde es dann aber nichts, da der Wagen noch poliert werden musste. Innen war der Wagen bereits aufbereitet, außen aber nicht. Um kurz nach halb zehn wurde er uns dann übergeben und ohne weitere Verzögerung sind wir nach Dover aufgebrochen. Die nötigen Formalien hatten wir mit den wahnsinnig netten Leuten von Park Lane während der Aufbereitung erledigt.
Die Fahrt nach Dover ist sehr angenehm zu fahren, auch für Menschen ohne jede Erfahrung im Linksverkehr. Man muss nur in unmittelbarer Nähe des Delivery Centers auf die Autobahn fahren und landet automatisch in Dover, das geht wirklich leicht von der Hand. In Dover bin ich dann im Büro der Fährgesellschaft vorstellig geworden, um das Ticket für die verpasste Fähre auf die nächste umzubuchen oder ggf. ein neues Ticket zu lösen. Die Dame am Schalter sagte aber, das sei nicht nötig, ich könne mit dem abgelaufenen Ticket einfach für die nächste Fähre einchecken. Gesagt, getan, nach kurzer Sicherheitskontrolle konnten wir direkt auf die Fähre. Die 1,5 stündige Überfahrt haben wir uns mit Fish&Chips und einem Gang durch den Duty-Free-Shop verkürzt. Die Fährüberfahrt war sehr angenehm.
In Calais waren wir dann um 13.40h. Die Bosch-Werkstatt ist nur fünf Minuten vom Hafen entfernt und war dank des Navis schnell gefunden. Als der Mechaniker loslegen wollte, fragte er mich nach dem Felgenschlüssel. Hmm, wo mag der sein? Gesucht, gesucht, der Mechaniker hat gesucht, der Chef kam zum suchen, zwei weitere Mechaniker kamen zum suchen, nichts zu machen. Bei BMW Park Lane war niemand erreichbar (Mittagspause???!!!). Also sind wir zu BMW in Calais gefahren, die müssen das doch wissen. Da BMW Calais z.Zt. aber in ein neues Gebäude umzieht und keinen Betrieb hat, musste ich mich mit meinem gebrochenen Französisch erstmal durchfragen, ob jemand da ist, der mir helfen kann. Bien sur! Ein freundlicher Herr kam mit, ging zielsicher auf den Kofferraum zu und hatte nach Sekunden den gleichen fragenden Blick, wie die Bosch-Leute zuvor. Dann kam ein anderer Mechaniker, der suchte, dann noch einer, dann noch einer, der vierte im Bunde hat das kleine Set mit dem Felgenschlüssel dann gefunden. Es war im seitlichen Fach des Kofferraums so "clever" angebracht, dass man es von außen kaum sehen konnte. Nun mussten wir aber zurück zu Bosch, da BMW ja nicht in Betrieb war. Dort wurden die Reifen dann glücklichen Endes gewechselt und wir konnten die Rückreise antreten.
In der Dämmerung haben die schließlich noch festgestellt, dass beide Scheinwerfer in den Himmel leuchteten, was ich aber heute morgen beim :) beheben lassen konnte. Jetzt steht das Auto also endlich in der Einfahrt. Ich bin froh, dass mein Plan recht gut aufgegangen ist und wir nicht irgendwo derart große Vespätung hatten, dass wir den jeweiligen "Anschlusstermin" nicht mehr erreicht hätten.
Als Fazit kann ich nur sagen, dass ich diesen Aufwand sofort wieder auf mich nehmen würde. Die Pionierarbeit ist jetzt geleistet, so dass eine weitere Bestellung und Reise mit wesentlich gerimgerem Aufwand erledigt wäre. Man muss halt wissen, wie es geht! ;)
P.S.: Bilder vom Auto habe ich auch schon gemacht.
Gratuliere!
Btw, der informativste Beitrag den ich bis dato gelesen habe;
Mach' dich mit der Nummer selbstaendig und die rennen Dir die Bude ein;
Allerdings steht und faellt das Ganze mit der xrate, aber das koennte man ja hedgen...
Deine Geduld und Sorgfaeltigkeit sind bewundernswert.
Habsinger
Hallo,
auch von mir Glückwunsch zu diesem sehr informativen Bericht und die erfolgreiche Abwicklung.
Aufgrund des zu hohen Preisniveaus - bzw. der mageren Serienausstattung in Deutschland, bin ich auch am überlegen, demnächst einen X3-30D auf diesem Wege zu ordern.
Leider ist zur Zeit der Wechselkurs recht ungünstig, so dass man über einen Vermittler schon annähernd an diese Preise heran kommt.
Ich würde ja gerne den Händler vor Ort unterstützen, zumal ein gutes Verhältnis im Reparatur- (Kulanz-) fall bzw. Inspectionen wichtig ist, aber die Anschaffungskosten sollten auch einigermaßen im Rahmen bleiben.
Gruß
Wolfgang
Zitat:
Original geschrieben von habsinger
Allerdings steht und faellt das Ganze mit der xrate, aber das koennte man ja hedgen...
Wie/wo hedged man denn als Normalbürger (nicht als Konzern!) so um die 35.000 GBP, und zu welchem Preis?? Die Aussage scheint mir doch sehr theoretisch zu sein, oder täusche ich mich?