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BMW E46 330i 6-gang SMG lange Schaltzeit

BMW
Themenstarteram 9. Juni 2018 um 16:48

Hallo zusammen,

geht um einen E46 330i Bj. 2004 mit 6-Gang SSG. Das Getriebe hat sehr lange Schaltzeiten beim Gangwechsel. Der Gang selbst wird normal schnell eingelegt, aber die Kupplung lässt er seeeeehr gemächlich kommen. Es dauert gute 3 Sekunden, bis man nach einem Gangwechsel wieder aufs Gas treten kann. Tritt man früher aufs Gas, sagen wir 1 Sekunde nach eingeleitetem Gangwechsel, dreht der Motor hoch (logisch, weil die Kupplung noch schleift und Kraftschluss noch nicht voll vorhanden ist). Im Sportmodus geht es etwas schneller (vllt. 2 Sekunden Schaltzeit beim Gangwechsel, was aber immer noch vieeeeel zu lang ist).

Der Fehlerspeicher ist leer. Den Getriebe-Anlernprozess habe ich durchlaufen lassen. Dieser wurde erfolgreich und fehlerfrei vollzogen. Den Hydraulikdruck habe ich während der Fahrt ausgelesen. Er liegt zwischen 44 und 50 bar.

Laufleistung ist 266tkm, die Kupplung wurde vor 50tkm bei BMW gewechselt.

Jemand eine Idee, was los sein kann?

Danke und Grüße!

Beste Antwort im Thema

Hi, ich wollte mal berichten wie es bei mir jetzt ausgegangen ist. Hab mich in meinem Urlaub nochmal damit beschäftigt. Hat mich leider ein wenig Nerven gekostet, zum Teil bin ich da selbst dran schuld.

Weil schon eine Schraube abgerissen ist habe ich den ganzen Ventilblock ausgebaut. Ist nicht so viel Aufwand. Druck abgelassen. Ausgleichsbehälter ausgebaut. Leitungen von Pumpe, Kupplungsnehmer und die drei Leitungen vom Schaltaktuator abgezogen. Stecker ab und dann drei Schrauben lösen und das Teil ist ab.

Dann habe ich versucht die restlichen Schrauben zu lösen, hab gedacht das die eine abgerissen ist weil ich die nicht richtig geweckt habe, so wie du auch gemeint hast sese1990, habe zwar leicht drauf geschlagen aber nur leicht. Jetzt wo ich das Teil vor mir hatte und gut an alle Schrauben dran kam habe ich diese richtig bearbeitet. Half alles nichts, selbst Wärme nicht. 4 Schrauben sind insgesamt abgerissen. Sind richtig festgegammelt.

Ok, Schrauben ausgebohrt und Gewinde geschnitten, hatte kein 4er Gewindeschneider also 5er geschnitten. Hat gut geklappt alles.

Dann habe ich mich an die Ventile gemacht. Zerlegt, gereinigt. Hab zwar keine Späne oder so gefunden aber das Öl was in den Ventilen war war schon dunkel und grau.

Dann habe ich eine leider etwas blöde Idee gehabt . Dachte mir das es vielleicht helfen würde wenn ich dem Kolben in dem Ventil ein wenig mehr Spannung gebe über die Feder. Dachte vielleicht ist diese schon etwas müde geworden. Also habe ich die Feder ein wenig gezogen. Alles zusammen gebaut, Öl aufgefüllt, entlüftet. Getestet, aber die Kupplung war tot. Kupplung wurde nicht betätigt. Super, ich also den Fehler am suchen. Konnte ja nur am Ventil, Spannung liegt an aber es tut sich nix. Also nochmal ausgebaut das Ventil.

Die Feder hatte ich wohl so stark gespannt das das Ventil den Kolben nicht mehr bewegen konnte. Nach langem hin und her bauen und paar mal zerlegen des Ventils habe ich es zwar zum arbeiten bekommen aber mit ganz schlechter Dosierbarkeit über das Ventil. Also Kupplung konnte über das System ganz schlecht dosiert werden, ruckliges anfahren usw.

Also in den sauren Apfel gebissen und Ventil neu bestellt. Hiermit kann ich bestätigen, es passt aus dem 5-Gang SMG :-). Steht zwar QPV11 drauf aber es ist das selbe.

Ventil verbaut, einlüftet und adaptiert. Und es funktioniert. Ich würde sagen besser als je zuvor. Werde noch das ganze eine Zeit beobachten aber es fühlt sich verdammt gut an. Kein schleifen der Kupplung und vom Gefühl ein richtig sauberes einkuppeln. Ich kann nicht sagen ob es auch so wäre wenn ich alles nur sauber gemacht hätte. Aber naja, hab was bei gelernt und nach 15 Jahren kann man auch mal in ein neues Ventil investieren:-). 138€ ca. hat es gekostet über Leebmann.

Ich hänge mal paar Bilder an, vielleicht interessiert es jemanden der auch mal da dran will. Ist an sich kein Hexenwerk. Und mit der Richtigen Software kann man Fehler auch gut diagnostizieren. Danke nochmal an die Kollegen hier die gute Tipps gegeben haben.

+7
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Hi, ja kann gut sein das ein Magnetventil nicht richtig schließt. Hattest du die mal draußen? Oringe sitzen vielleicht nicht richtig?

Warum hast du denn die Pumpe und den Speicher getauscht gehabt? Beides Neuteile?

Wenn die Pumpe natürlich dauerhaft läuft dann dauert es nicht lange bis die kaputt geht. Hattest du Späne im System?

am 12. August 2018 um 19:17

Zitat:

@wolleE46 schrieb am 12. August 2018 um 21:02:00 Uhr:

Hi, ja kann gut sein das ein Magnetventil nicht richtig schließt. Hattest du die mal draußen? Oringe sitzen vielleicht nicht richtig?

Warum hast du denn die Pumpe und den Speicher getauscht gehabt? Beides Neuteile?

Wenn die Pumpe natürlich dauerhaft läuft dann dauert es nicht lange bis die kaputt geht. Hattest du Späne im System?

Ja hatte das komplette ding mal ab und Gereinigt ,aber das auseinander nehmen der Ventile da hatte ich mich nicht ran getraut ,aber die Dichtringe sahen alle noch echt top aus ,aber wie gesagt da nu was durch den Rücklauf was kam ist für mich eigentlich nur logisch das sie nicht richtig funktionieren aber das ist halt nur meine Denkweise

Das komische ist halt nur das die pumpe ja schon ihre arbeit ja macht und bei ca 400 taller überlegt man schon ,denke eigentlich entweder sie läuft oder nicht ist ja halt eigentlich nur ein ganz normaler E Motor ;-)

Ich hatte letztes jahr vor der Winterpause hat er urplötzlich nicht mehr die Gänge drin behalten und ständig gepumpt hab den aber mit dem tausch erst den winter abgewartet und vorsorglich gleich den Druckspeicher mit getauscht ...

Beides neu teile

und spänne nicht sichtbar aber es wahr schon eine sehr dunkle suppe die aus dem system raus kam ...

Hattest du Späne im System von der alten Pumpe?

Ich würde spontan auch sagen das da ein Ventil hängt und in den Rücklauf durchlässt.

 

edit: ok das mit den Spänen hab ich jetzt gelesen:-)

am 12. August 2018 um 19:45

naja ich hab das ja nun gelesen wie man sie auf bekommt ,das werde ich morgen mal nach meiner schicht in Angriff nehmen ;-)

Wie hast Du genau die Magnetventile angesteuert, einfach 12 Volt drauf?

 

...

 

Zitat:

@sese1990 schrieb am 10. Juli 2018 um 03:47:41 Uhr:

Gewechselt habe ich die O-Ringe Nr. 14, 18x2 mm: Klick! (Zeichnung ist hier vom 5-Gang SSG, da es eine solche Zeichnung vom 6-Gang SSG nicht gibt. Die Magnetventile sind aber dieselben).

Wenn du die Ventile herausgeholt hast, kannst du sie vorne aufschrauben. An deren Ende befindet sich ein weißes Plastikkäppchen, das mit einem Gewinde herausgedreht werden kann. Als Antrieb eignet sich ein großer Schlitzschraubendreher. Dann kannst du den Kolbenschieber heraus holen, alles reinigen, mit Pentosin schmieren und wieder komplettieren. Vor dem Einbau habe ich aus meinem Sammelsurium an alten abgeschnittenen elektrischen Steckern einen passenden für die Magnetventile heraus gesucht und damit Spannung auf die ausgebauten Magnetventile gegeben, um deren Funktion zu überprüfen.

Wichtig: Vor dem Ausbau der Magnetventile Hydraulikdruck per OBD-Ansteuerung abbauen. Es geht auch ohne, aber dann gibt es beim Herausschrauben des ersten Magnetventils eine ziemliche Sauerei. In beiden Fällen leert sich der Ausgleichsbehälter des Hydrauliköls (Pentosin). Ein MV-Ausbau geht also immer mit einem Hydrauliköl-Wechsel einher. Nach getaner Arbeit Entlüftungsroutine und Anlernprozess durchführen.

Übrigens konnte ich zwischenzeitlich herausfinden, dass das 6-Gang SSG für die M54 Motoren aus dem E6x genau das gleiche wie in unserem E46 ist. Hierzu ist die Dokumentation mancherorts besser. Wenn man also Infos zum 6-Gang SSG recherchieren möchte, wird man mitunter beim E6x besser fündig.

Themenstarteram 21. September 2018 um 7:59

Zitat:

@Kenzo77 schrieb am 21. September 2018 um 08:42:01 Uhr:

Wie hast Du genau die Magnetventile angesteuert, einfach 12 Volt drauf?

Jep!

Hallo, habe leider auch ein Problem mi meinem SMG Getriebe. BMW hat bei mir zwei Mal den Motor mit der Hydraulikpumpe nun getauscht. Jetzt nach dem letzten Tausch, habe ich ein lautes Geräusch im Stand und beim Schalten. Das Geräusch kommt wie es sich anhört aus dem Ventilbereich. Habe daher die Ventile und den Verteilerblock ausgebaut und greinigt. Leidre ohne Erfolg, das Geräusch ist noch immer da. Hier ist ein Video von dem Geräusch: https://www.youtube.com/watch?v=YLWZRVB2Fzo

Das ist jetzt nicht bei meinem Fahrezug aber genau so hört es sich bei mir auch an.

Dazu kommt noch, das ich nach dem Reinigen der Ventile und Ölwechsel nicht das System entlüften kann via INPA.

Bei mir steht nur Zündung einschalten und fertig. Es passiert weiter nix mehr.

Habe nun festegestelt das der Kupplungsaktuator auch noch undicht ist. Werde diesen zur Reperatur wegschicken.

Aber das Problem bleibt immer noch bei mir mit dem Entlüften, dass es bei mir nicht klappt. Habt Ihr ein Idee woran es liegen könnte?

Würde mich über eine Rückmeldung freuen.

Danke

Gruß

Themenstarteram 27. Februar 2019 um 20:05

Deine SMG Pumpe pumpt auffällig häufig. Vermutlich weil der Hydraulikdruck aufgrund einer Leckage nicht konstant gehalten werden kann (dafür würde auch der von dir beschriebene undichte Kupplungsaktuator sprechen).

Wenn nach der Reparatur des Aktuators das Problem immer noch besteht, lies den Hydraulikdruck während der Fahrt aus und lass uns den kleinsten Wert wissen.

Zitat:

@sese1990 schrieb am 27. Februar 2019 um 21:05:47 Uhr:

Deine SMG Pumpe pumpt auffällig häufig. Vermutlich weil der Hydraulikdruck aufgrund einer Leckage nicht konstant gehalten werden kann (dafür würde auch der von dir beschriebene undichte Kupplungsaktuator sprechen).

Wenn nach der Reparatur des Aktuators das Problem immer noch besteht, lies den Hydraulikdruck während der Fahrt aus und lass uns den kleinsten Wert wissen.

Hallo,

morgen baue ich mal den kupplungsaktuator ein und hoffe das ich es dann via INPA entlüften und adaptieren kann. Die letzten Versuche gingen schief weil das INPA nicht den Ablauf gestartet hat.

Probiere das mal dann auch mit Rheingold aus falls diese Funktion dort zur verfügung steht.

Danke

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