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Bewusst Rechtschutzbeiträge nicht zahlen um aus Vertrag zu kommen - sind "Strafkosten" real?

Themenstarteram 2. Mai 2022 um 3:36

Hi,

ich habe eine Rechtschutzversicherung für die Dauer von 5 Jahren inkl. Kfz-Rechtschutz abgeschlossen. Nun will ich nach Ablauf des ersten Jahres - indem ich die Beiträge nicht bezahle - ausm Vertrag raus. In den AGBs steht, dass Zinsen und Co. anfallen könnten:

"Wenn Sie einen Folgebeitrag nicht rechtzeitig zahlen, können wir Sie auf Ihre Kosten in Textform zur Zahlung auffordern und eine Zahlungsfrist bestimmen (Mahnung). Die Zahlungsfrist muss mindestens zwei Wochen ab Zugang der Zahlungsaufforderung betragen. Die Mahnung ist nur wirksam, wenn wir die rückständigen Beiträge, Zinsen und Kosten im Einzelnen beziffern und außerdem auf die Rechtsfolgen (Leistungsfreiheit und Kündigungsrecht) hinweisen. "

Wie wahrscheinlich sind allerdings solche "Drohtexte"?

Danke und VG

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29 Antworten

Sehr wahrscheinlich.

Den Vertrag kannst du regelkonform nach 3 Jahren kündigen.

Bei Nichtzahlung kannst du auch einen Schufa-Eintrag bekommen, ob dies sehr sinnvoll ist?

Ob es ebenso sinnvoll ist nach einer Kündigung durch den Versicherer keine neue RSV mehr abschließen zu können (oder nur eine mit aberwitziger SB) ist genauso fraglich.

Lieber die Zähne zusammenbeißen und nach drei Jahren regulär kündigen.

Zitat:

@ChrisTegra schrieb am 2. Mai 2022 um 03:36:43 Uhr:

.....

Wie wahrscheinlich sind allerdings solche "Drohtexte"? ...

Sehr wahrscheinlich.

Es wäre auch nicht verwunderlich wenn die Versicherung den Vertrag ausserordentlich kündigt und dann die Gesamtsumme der Mindestvertragslaufzeit auf einen Schlag als Schadensersatz einfordert.

Woher kommt denn diese Weisheit?

Aus den Aktionen anderer Firmen die so verfahren.

Würde mich wundern, wenn das nach VVG statthaft ist.

Richtigerweise wurde schon erwähnt, dass es eben kein "5-Jahres-Knebelvertrag" ist.

Ich habe geheiratet und nun ein anderes Mädel kennengelernt.... darf ich die Ehefrau nun umtauschen?

Aber versuch das mal mit der Nichtzahlung und berichte im Anschluss, wie das ausgegangen ist.... ich könnte mir das Ende schon jetzt vorstellen, will aber nicht spoilern :)

Habe bei einer anderen freiwilligen Versicherung mal probiert, ob die bei Nichtzahlung des Beitrages einfach nur von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch macht und den Vertrag beendet. War aber nicht so, die wollten nach dem Mahnen zum Inkasso übergehen.

Wie aus deinem Text hervorgeht, ist gleichzeitig aber die Versicherung womöglich gemäß Vertrag nicht zur Leistung im Schadensfall verpflichtet, wenn man mit dem Beiträgen in Verzug ist. Wenn man (wie ich) den Versuch so "aus dem Vertrag rauszukommen" beendet und doch weiter bezahlt, dann zahlt man also auch für den Zeitraum, in dem die Versicherung vielleicht gar nicht geleistet hätte.

Zitat:

@NDLimit schrieb am 2. Mai 2022 um 08:38:17 Uhr:

 

Ich habe geheiratet und nun ein anderes Mädel kennengelernt.... darf ich die Ehefrau nun umtauschen?

Glückwunsch, das ging aber schnell.

Windel... keine Sorge... hatte keinen plötzlichen Tiefenrausch, der mich hätte so blöde werden lassen :)

Ich frage mich nach dem "warum" der beabsichtigten Aktion - mußt Du allerdings hier nciht beantworten!

Bei einer "einfach so" bzw. pauschalen Anfrage, kommen die Antworten wie hier oben raus.

Sollte es allerdings einen dringenden nachvollziehbaren Grund geben, dann kann ich mir gut vorstellen, dass man hier zu einer einvernehmlichen Lösung mit dem Versicherer kommen kann...

da der TE den inkludierten Kfz-Rechtschutz besonders erwähnt, hat er möglicherweise anderswo ein besseres oder gratis-Angebot dazu erhalten, vielleicht beim Neuwagenautokauf? Ich würde raten, den Umfang der Versicherung mit einem Berater so zu verändern, dass es passt. Wenn das nicht möglich ist, einfach den Vertrag erfüllen. Ich würde deswegen keinen neg. Schufa-Eintrag riskieren. Ich befürchte nämlich, zukünftig werden durch die veränderte Wirtschaftslage viele Firme wieder verstärkt auf die Liquidität der Verbraucher achten.

Zitat:

@keksemann schrieb am 2. Mai 2022 um 09:17:32 Uhr:

 

viele Firme wieder verstärkt auf die Liquidität der Verbraucher achten.

.was auch gut so ist. Wenn ich sehe was ich so auf den Tisch bekomm, weil irgendjemand meint, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu müssen ist schon erheblich.

Aus einem Vertrag herauszukommen, in dem ich einfach keine Beiträge bezahle, finde ich moralisch zumindest etwas bedenklich und auch wenig intelligent- zumal es offenbar noch nicht einmal den Versuch gab, mit der Versicherung Kontakt aufzunehmen und sich um eine gütliche Einigung zu bemühen. Und sich dann noch zu fragen, ob die "Drohtexte" ernst zu nehmen sind? Auweia.

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