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Bewegt sich BMW in Sachen E-Mobilität aufs Abstellgleis?

BMW
Themenstarteram 13. Juni 2020 um 15:16

Vor ein paar Jahren hatte ich den Eindruck, dass BMW in Sachen E-Mobilität eine Führungsrolle übernehmen wollte. Ein richtungsweisender i3, der i8 und später der 330e ... alles Fahrzeuge, die zum jeweiligen Zeitpunkt als Maßstab gelten konnten.

Aber wie sieht es heute aus? Ok, die Hybridtechnik gibt es mittlerweile in etlichen Modellen. Das bieten andere Hersteller aber auch. Und häufig sogar mit größeren Akkus und damit größeren Reichweiten. Ein weiterer Schwachpunkt bei den BMW Hybriden ist die Ladetechnik mit nur 1-phasigem Wechselstrom Anschluss. Da dauert der Ladevorgang mehrerer Stunden. Warum verbaut BMW keinen schnellen Gleichstromlader? Dann kann man auch beim ALDI oder IKEA Einkauf oder beim Kundenbesuch eben mal aufladen und wieder 30 oder 40km elektrisch fahren. Mercedes macht es beim A250e vor. Ein Akku mit 15.6 KWh, einer Reichweite von ca. real 60km und einem Gleichstromlader mit 24 KW/h.

Ein "normales" E-Auto ist mit dem i4 erst angekündigt, der i3 passt nicht überall und der für dieses Jahr angekündigte iX3 hat auch schon wieder ein Akkuproblem. Mit 75 KWh ist er schon wieder kleiner als die Akkus bei allen Konkurrenten, was der Reichweite nicht gut tun wird. Das gleiche Problem gibt es beim E-Mini. Der hat schon einen fast lachhaft kleinen Akku und eine Reichweite von oftmals nur um die 150km. Das mag bei manchen Stadtfahrprofilen durchaus reichen, zwingt aber die Nutzer schon bei einer Shoppingfahrt in die nächste Großstadt (mal angenommen knapp 100km) oder beim Wochenendausflug zur hektischen Suche nach einer Lademöglichkeit.

Mir gefallen BMW's und ich fahre schon viele Jahre viele Modelle. Ich habe aber den Eindruck, dass BMW in Sachen E-Mobilität vom Vorreiter zum Nachzügler geworden ist. Wie seht ihr das?

Beste Antwort im Thema

Man liest hier immer nur Batterien, Antrieb/Beschleunigung, Reichweite - als wenn es nichts anderes gäbe. Für mich, als langjähriger Kunde bei div. Premiummarken, zählen auch Haptik, Verarbeitungsqualität, Konfigurierbarkeit und Nutzbarkeit dazu.

Was man so vom ID3 liest, hört und sieht, ist der ja wohl haptisch und qualitativ weit von einem Golf entfernt, zumindest dem 7er - sehr viel Hartplastik. Ich denke das wird sich beim ID4 fortsetzen. Dem iX3 traue ich da wesentlich mehr zu, ähnlich dem X3. Ich für mich erwarte das, wenn ich das Geld für einen BMW auf den Tisch. Ich erwarte keine E-Plattform, sondern ich erwarte etwas, was Audi, BMW und Mercedes oder auch Volvo bisher im Automobilbau geliefert haben. Eben diese Haptik und Verarbeitungsqualität, für die man sich schlicht und ergreifend begeistern kann. Das mag keinen bisherigen Besitzer/Eigentümer eines Opel, Ford, Franzosen, Koreaners, einer Amikarre etc. interessieren, wohl aber das Klientel, das sich auch bisher aus genannten Gründen für eine Premiummarke entscheidet und dafür im 5-stelligen Bereich mehr bereit ist zu bezahlen. Wenn BMW meint, dass für sie eine Ein-Plattform-Strategie Sinn macht, dann ist das so und sie werden bei ihren Kunden damit auch langfristig Erfolg haben, wenn sie an bisherigen Tugenden festhalten.

Das funktioniert bestimmt besser als das Bashing einiger Hobby-Experten mit angelesenem Fachwissen, die meinen sie hätten es drauf und bei BMW sitzen nur Vollpfosten in den Entscheiderpositionen. Da setze ich lieber auf diese vermeintlichen Vollpfosten bei BMW, wie ich auch bzgl. meiner Gesundheit auf meine Ärzte setze, anstatt auf Dr. Google und diverse Foreninhalte Wert zu legen.

Automobilbau ist ein wenig mehr als das, was Tesla zeigt - auch hinsichtlich Kundenzufriedenheit im Premiumsegment.

Ich kenne Tesla Model 3 und X Besitzer, die werden sich für Reichweite, SC-Netz, Beschleunigung, Geld und gute Worte kein zweites Mal einen Tesla kaufen. Die haben sich auch nicht vorstellen können, dass derart mangelhafte Verarbeitung und mangelhafter Service möglich ist.

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Im Gegensatz zu BMW ist der ID.3 aber keine reine Vaporware, sondern wird bereits ausgeliefert. Ob BMW irgendwas kann werden sie erst noch zeigen müssen.

Zitat:

@stelen schrieb am 11. September 2020 um 12:14:03 Uhr:

Im Gegensatz zu BMW ist der ID.3 aber keine reine Vaporware, sondern wird bereits ausgeliefert. Ob BMW irgendwas kann werden sie erst noch zeigen müssen.

Der BMW i3 wurde seit 2008 entwickelt und wird seit 2013 verkauft und wird regelmäßig erneuert und aktualisiert.

BMW hatte bereits 2013 keine nennenswerten Software-Probleme bei der Navigation und bei der Spracherkennung. Meine BMW-Version ist von 2013 und läuft beeindruckend reibungslos.

Auch der BMW i4 wird sorgfältig und nachhaltig entwickelt und hätte bereits 2019 im Ausland (Mexico) gebaut werden können, aber man hat sich für deutsche Arbeitsplätze entschieden.

Am 9. Dezember 2014 wurde Vorstand Diess’ Wechsel von der BMW AG zur Volkswagen AG bekannt, der dort im Juli 2015 das neu geschaffene Vorstandsressort Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen-Pkw übernahm, ab 2018 Vorsitzender des Vorstandes. Aber die Software konnte er natürlich nicht mitnehmen.

https://www.bimmertoday.de/.../

In nur wenigen Wochen (Nov) werden wir auf der BMW-Technologie-Hausmesse #NEXTGen sehen, ob BMW diese Zeit genutzt hat, um die i4-Modelle sorgfältig fertig zu entwickeln, ausführlich zu testen und jene echte Qualität zu erzeugen, für die deutsche Autos international bevorzugt werden.

Welche Ablenkung von der Strasse dies für die Fahrsicherheit bedeutet, kann man sich in 60 Sekunden beim Autotester hier anschauen:

https://youtu.be/ulI_WRqVpPU?t=278

Ich fahre einen 2018er i3 und da sind sowohl Sprachbedienung als auch Navigation / Ladeplanung komplett für den A.... noch schlechter kann VW das gar nicht hinbekommen.

Mein i3s ist von 2019 und von der Sprachsteuerung kann sogar Amazon noch lernen.

Ebenso mit dem Navi: Perfekt

Selbst mein BMW Navi von 2011 war genial. Genauso wie das iDrive. Aber ob das ausreicht um gute Elektroautos zu bauen? Wir werden sehen. Leider dauert es noch ewig bis zu i4, i5 und iX5.

Zitat:

@stelen schrieb am 11. September 2020 um 13:57:36 Uhr:

Ich fahre einen 2018er i3 und da sind sowohl Sprachbedienung als auch Navigation / Ladeplanung komplett für den A.... noch schlechter kann VW das gar nicht hinbekommen.

Schreib mal warum, kann es nicht nachvollziehen. Selbst genuschelte Sprachbefehle bei offenem Fenster werden erkannt (EZ 1/19). Ein Quantensprung zum Navi unseres 2ers aus 2016.

Hauptproblem ist das das Ding sich gern mal aufhängt. Es steht dann "Navigation wird gestartet" und das wars dann. Anhalten, ausmachen und 10min warten ist das Einzige was hilft.

Die Routen / Ladepausen, die er vorschlägt sind vollkommen unsinnig, ich habe es inzwischen komplett aufgegeben und plane längere Touren nur noch mit ABRP.

Was er mir (und auch meiner Frau) bei gesprochenen Navizielen so alles vorschlägt führt inzwischen nur noch zu Erheiterung.

Dazu ist für mich auch nach 1 Jahr und 15.ooo km die Bedienung des iDrive immer noch ein totales Rätsel, ich hatte noch nie ein so unintuitiv zu bedienendes System im Auto.

Simple Konsequenz: Ich habe einen Handyhalter in der Lüftung und mache alles mit dem Smartphone, ansonsten mag ich ihn sehr denn vom Fahren her ist der Kleine unschlagbar.

Da aber bekanntermassen das gesamte i-Team bei BMW in den Sack gehauen hat bezweifel ich persönlich das iX und i4 in irgendeiner Weise auch nur wettbewerbsfähig sein werden.

Das mit den vorgeschlagenen Ladestationen kann ich nachvollziehen und plane ebenfalls über ABRP. Mit der Streckenwahl bin ich hingegen größtenteils einverstanden und finde mich in den i Drive Menues instinktiv/intuitiv zurecht. Einen „Aufhänger“ hatte ich bisher noch nie. Dazu würde ich dem Händler die Pistole auf die Brust setzen. Vielleicht gibt es eine neue Firmware?

Ist bei uns nicht so dramatisch. Er wird überwiegend innerhalb seiner E-Range auf bekanntem Terrain bewegt, sodaß eine Navigation zum Glück nicht allzu oft nötig ist.

Mit dem "...so unintuitiv zu bedienendes System im Auto..." stehst Du aber ziemlich alleine da inkl. Presse.

Was ist denn Deiner Meinung nach ein intuitives Bediensystem?

Wenn mein Navi ständig abstürzen würde, würde ich dem Händler aber gewaltig auf den Sender gehen. Fahre seit fast 20 Jahren BMW und Navi Abstürze sind extrem selten und bei mir ein oder zweimal vorgekommen. Seit den F-Modellen nicht einmal.

Ganz allein eher nicht, meine mir Angetraute findet es genauso dämlich. Der letztes Jahr gefahrene X5 Volle Hütte war für mich ähnlich kompliziert.

Okay, vielleicht nicht alleine, aber alle die ich kenne sind schlechter und das sind nicht wenige.

Nun, ich denke: Wenn sich der Adidas nicht gut anfühlt, muss man halt zum Nike oder Puma greifen.

Dann liegt es aber vielleicht eher am Fuß, als am Schuh. ;)

 

Ich bin jedenfalls immer wieder froh, wenn ich in nem Bimmer sitze.

Donnerstag in nem Audi gesessen: Absolut nicht mein Bedienkonzept.

 

LG

Beitrag editiert, bitte keine Grundsatzdiskussion zur Stromerzeugung, Zimpalazumpala, MT-Moderator

Ich hätte mir daher eine Weiterentwicklung des i3 gewünscht und eine Neuentwicklung des 1er und 2er als BEV. Die größeren Fahrzeuge ab 3er aufwärts und die X-Reihen hätte ich zu PHEV mit 100 km realer Reichweite weiterentwickelt. Damit würde ein wesentlich größerer Teil auf unseren Straßen rein elektrisch zurückgelegt und bei längeren Strecken würden synthetische Kraftstoffe zum Einsatz kommen.

Die Batterien könnten bei BEV auf maximal 50 KWh, bei PHEV auf 20 KWh begrenzt bleiben, was der Umwelt sehr entgegenkommen würde. Damit wäre BMW auf einem für mich richtigen Weg.

Beitrag entfernt, Bezug wurde entfernt, Zimpalazumpala, MT-Moderator

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