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Betrunken Unfall gebaut mit 1,74 Promille

Themenstarteram 21. Januar 2023 um 8:58

Also auf dem Nachhauseweg mit dem Auto 30-Zone, Straße war glatt wegen Regen und Schnee. Beim Abbiegen in meine Garage , riss auf der rechten Seite ein BMW, mit vollkommen verschneiten Auto seine Fahrertüre auf. Dabei erfaßte der Fahrer meine recht vordere Seite - Kotflügel -.

Danach kam die Polizei und stellte a`, den Unfall fest und b`, leider auch den Alkoholgehalt bei mir. Nach blasen lassen und Klinik Blutentnahme kamen 1,74 heraus.

Es ist mir vollkommen klar, daß ich hätte nicht trinken dürfen.

Mir geht es darum, wenn ich nüchtern gewesen wäre und der Unfall trotzdem passiert wäre, hätte doch der Unfallgegner 100% schuld.

Kann ich nun den eigentlichen Unfall von meinem 2. Problem den Alkohol abtrennen?. Es gibt eine Verhandlung vom Unfall, bei dem ich mich unschuldig fühle. Jedoch das 2. Alkohol alles, dafür werde ich bestraft. Ganz klar Ich will einfach nur wissen, ob das geht?.

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9 Antworten

Ohne Details zu kennen: Mit 1,74 Promille dürfte Deine Reaktionsfähigkeit derart herabgesetzt sein, dass ein Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen wohl schwerlich zu trennen ist. Dein Unschuldsgefühl ist hier nicht nachvollziehbar- es würde sogar nachteilig ausgelegt werden.

Wenn Du glaubhaft machen kannst, dass der Unfall auch einem nüchternen Fahrer passiert wäre, dann geht das. Eigentlich sind es drei Verfahren: 1. das Strafverfahren gegen Dich. Da kommt es darauf an, ob Du nach §316 oder nach 315c wegen Straßenverkehrsgefährdung bestraft wirst. Das macht aber nur 10 Tagessätze aus und ist vernachlässigbar. 2. geht es um die Ansprüche des anderen Fahrers gegen Dich. Dies kannst Du Deiner Versicherung überlassen, die sind für die Abwehr unberechtigter Ansprüche zuständig. Wenn die Versicherung zahlt, wird sie Dich aber mit bis zu 5000€ in Regress nehmen. 3. geht es um Deine Ansprüche gegen den Unfallgegner. Die wirst Du notfalls vor Gericht durchsetzen müssen. Es wäre gut, das über einen Anwalt laufen zu lassen und noch besser, wenn Du dazu eine Rechtschutzversicherung hättest.

Stell Dich auf eine Strafe von 40-50 Tagessätzen und eine Sperrfrist von einem Jahr ein. Vor Neuerteilung wirst Du eine MPU machen müssen.

Grundsätzlich ist die Frage berechtigt, denn selbst betrunken kann man unstreitbar bei grün über eine Ampel fahren und ein anderer einem die Vorfahrt nehmen, weil er bei rot drüberfährt.

Das Problem dürfte sein, daß man in Deinem Fall bei dem Alkoholwert als dermaßen fahruntüchtig gelten könnte, daß jede Aussage in Zweifel gezogen wird, also ob sich die Tür so öffnete, daß ein Unfall auch für einen nüchternen unvermeidbar war.

Der Hintergrund der Frage ist schon klar, denn es geht um den Versicherungsschutz. Da Du ohnehin einen guten Anwalt für Verkehrsrecht brauchst, besprich alles weitere mit ihm.

EDIT: Da waren andere schon schneller als ich, der Tenor geht aber in die gleiche Richtung.

Wenn Du mit 1,74 Promille noch reaktionsfähig gewesen sein willst, bist du Alkoholiker und hast ab dem anstehenden Verfahren ein ganz anderes, größeres Problem. Ich würde zum Anwalt gehen und mich dort beraten lassen.... wenn wir hier weiter schreiben macht die interne Rennleitung eh zeitnah dicht.

... zumal das hier teils schon auf eine Rechtsberatung hinausläuft.

Zitat:

@Autodepp schrieb am 21. Januar 2023 um 08:58:17 Uhr:

Kann ich nun den eigentlichen Unfall von meinem 2. Problem den Alkohol abtrennen?. Es gibt eine Verhandlung vom Unfall, bei dem ich mich unschuldig fühle. Jedoch das 2. Alkohol alles, dafür werde ich bestraft. Ganz klar Ich will einfach nur wissen, ob das geht?.

selbstverständlich nicht! Sonst könnte sich ja jeder mit 1,7 Promille wegen "temporärer Unzurechnungsfähigkeit aufgrund Alkohol" aus sämtlicher Verantwortung rausreden und auf "unschuldig" machen. Die "Unvermeidbarkeit" des Unfalls selbst bei Nüchternheit wirst du niemals nachweisen können. Das erweckt bei jedem Richter bestenfalls ein mitleidiges Lächeln. Schlimmstenfalls kann man dir bei dieser Denklogik sogar die "charakterliche Eignung" zum Autofahren absprechen. Im übrigen ist dazu schon alles gesagt worden.

Mich würde interessieren, wie man eine ausreichende Reaktionsfähigkeit bei mehr als 1,7 Promille nachweisen will.

Ich finde es unverantwortlich sich mit so viel Promille ans Steuer zu setzten.

Man kann von Glück reden das kein Mensch zu Schaden kam.

Auf jeden Fall ist erst mal der FS auf längere Zeit weg.

Vielleicht auch besser so.

Frag deinen Anwalt, Rechtsber gibt es hier nicht.

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