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Betrugstricks beim Autokauf?

Themenstarteram 27. Oktober 2020 um 15:51

Man hört immer wieder von Betrugsversuchen im Zusammenhang mit Gebrauchtwagengeschäften.

Ich möchte Euch einen Fall schildern, bei dem ich mich frage, ob da irgendeine Betrugsabsicht hintersteckt.

Angebot eines Autos zu einem realistischen Preis. Lt. mobile.de "fairer Preis".

Das Auto ist ein ganz normales Auto der Kompaktklasse, um 100.000 gelaufen. Gute aber nicht außergewöhnliche Ausstattung, hat aber frisch einen Austauschmotor bekommen, 7 Jahre alt, soll ca. 8.000€ kosten.

Ein Interessent meldet sich aus Österreich (ca. 1.000 km vom Fahrzeugstandort entfernt!) und bietet an, das Geld zu überweisen und das Auto nach Eingang des Geldes durch eine Spedition abholen zu lassen.

Er hat das Auto nie gesehen, geschweige denn gefahren. Der Preis ist NICHT außergewöhnlich niedrig.

Zwischen "hier" und Österreich werden reichlich vergleichbare Autos bei mobile.de angeboten.

Warum macht man sowas? Mit den Speditioinskosten dürfte der preis unattraktiv werden. Irgendwie fragt man sich, was dahintersteckt. Gibt es ein bekanntes Betrugsmuster, das so startet? Hat da jemand Erfahrung?

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13 Antworten

Der Betrug wird sich erst im 2ten Schritt offenbaren, wenn es einer ist.

Manchmal soll es noch ehrliche Geschäftsanbahnungen geben;)

Zitat:

@Follkao schrieb am 27. Oktober 2020 um 15:51:32 Uhr:

Man hört immer wieder von Betrugsversuchen im Zusammenhang mit Gebrauchtwagengeschäften.

Ich möchte Euch einen Fall schildern, bei dem ich mich frage, ob da irgendeine Betrugsabsicht hintersteckt.

Angebot eines Autos zu einem realistischen Preis. Lt. mobile.de "fairer Preis".

Das Auto ist ein ganz normales Auto der Kompaktklasse, um 100.000 gelaufen. Gute aber nicht außergewöhnliche Ausstattung, hat aber frisch einen Austauschmotor bekommen, 7 Jahre alt, soll ca. 8.000€ kosten.

Ein Interessent meldet sich aus Österreich (ca. 1.000 km vom Fahrzeugstandort entfernt!) und bietet an, das Geld zu überweisen und das Auto nach Eingang des Geldes durch eine Spedition abholen zu lassen.

Er hat das Auto nie gesehen, geschweige denn gefahren. Der Preis ist NICHT außergewöhnlich niedrig.

Zwischen "hier" und Österreich werden reichlich vergleichbare Autos bei mobile.de angeboten.

Warum macht man sowas? Mit den Speditioinskosten dürfte der preis unattraktiv werden. Irgendwie fragt man sich, was dahintersteckt. Gibt es ein bekanntes Betrugsmuster, das so startet? Hat da jemand Erfahrung?

Bedenken gegenüber dem Käufer geäußert und glaubhafte Antwort erhalten?

Auffällig ist, dass diese Betrüger überhaupt nicht versuchen, den Preis zu drücken und auch nicht nach weiteren Details des angebotenen Autos fragen. Das ist ein sicheres Indiz.

Vermutlich wird die Überweisung von einem Dritten kommen, der entweder davon nichts weiß (gehacktes Konto) oder täuschungsbedingt glaubt, eine andere Schuld zu tilgen (Dreiecksbetrug). Oder aber sie können irgendwie die Auslandsüberweisung stornieren.

Wenn es denn ein Betrüger ist, hat der sicherlich für jede Frage eine plausible Antwort.

Zitat:

@gummikuh72 schrieb am 27. Oktober 2020 um 18:18:44 Uhr:

Wenn es denn ein Betrüger ist, hat der sicherlich für jede Frage eine plausible Antwort.

Das kann dann ja jeder für sich beurteilen.

Wer ein Gebrauchtwagen "blind" kauft und dann noch ohne Preisverhandlung ist wahrscheinlich ein Betrüger (oder extrem naiv). Wenn dann noch irgendwelche "komischen" zwischenschritte angeboten werden stinkt es wirklich zum Himmel. Das ganze auch noch bei einem 08/15 Auto was man an jeder Ecke bekommt dann wird es allmählich wirklich extrem unseriös.

Hi!

Schlage ihm vor, das Geld vorab über Western Union zu schicken.

Geht er darauf ein, ist er ein Schaf.

Geht er nicht darauf ein, ist er ein Betrüger.

Ganz einfach eigentlich.

Gerne gesehen ist des Weiteren Falschgeld bei Barzahlung.

Deshalb halte ich es so:

- Probefahrt

- Preisverhandlung nur vor Ort

- Schriftlicher Kaufvertrag mit Ausschluss der Sachmängelhaftung. Eintrag der Ausweisdaten.

- Übergabe des Fahrzeugs nur abgemeldet, außer es handelt sich um einen vernünftigen Privatmann aus der Nähe oder einen großen / Markenhändler

- Barzahlung nur in der Bank mit direkter Einzahlung auf mein Konto

- Überweisungen nur von einem deutschen Bankkonto, das auf den namen des Käufers läuft. Übergabe des Fahrzeuges frühestens 5 Tage nach Überweisungseingang (dann wird die Rückbuchung extrem schwierig).

Wer davon abweicht, geht einfach ein Risiko ein.

ZK

Zitat:

@ZiKla schrieb am 28. Oktober 2020 um 08:35:14 Uhr:

...

Deshalb halte ich es so:

- ...

- Barzahlung nur in der Bank mit direkter Einzahlung auf mein Konto

- ...

hatten auch mal (in den 1990er Jahren) einen Verkauf:

Käufer war ein Russe, der dann statt der vereinbarten 3.X00 DM nur US-Dollar hatte

sind dann zum Abschluss des Vertrags auch zur nächsten Sparkasse, um die 2.Y00 USD dort direkt in DM umzutauschen

(und so einer späteren Überraschung vorzubeugen - war aber alles korrekt)

Das erinnert mich an eine Masche, die vor etwa 15 Jahren nicht so selten war und über die auch im TV berichtet wurde. Die Betrüger saßen zu der Zeit meist in England. Es war, bis auf eine Abweichung genau so, wie der TE schreibt. Der Unterschied war, der Käufer hat den Kaufpreis nicht überwiesen, sondern einen Scheck mit der Post geschickt.

Der Verkäufer hat diesen bei seiner Bank eingelöst und sobald der Betrag seinem Konto gutgeschrieben war, vereinbarungsgemäß einen Spediteur mit dem Transport beauftragt. Nach etwa 4-6 Wochen wurde die Gutschrift durch die Bank storniert, da der Scheck nicht gedeckt war.

Der Verkäufer hat nicht nur sein Auto verloren, sondern auch noch den Transport bezahlt.

Auch heute dürfte es schwierig sein, einen überwiesenen Betrag noch nach Tagen zu stornieren. Aber vielleicht haben findige Zeitgenossen ja eine Möglichkeit gefunden, auch Überweisungen aus dem Ausland zu stornieren. Anders ist es, wenn der "Käufer" den Verkäufer bittet, den vereinbarten Betrag von seinem Konto abzubuchen. Dann hat er viel Zeit, der Abbuchung zu widersprechen.

Eine weitere Möglichkeit wäre der klassische Dreiecksbetrug.

Zitat:

@take3 schrieb am 28. Oktober 2020 um 14:06:32 Uhr:

... Aber vielleicht haben findige Zeitgenossen ja eine Möglichkeit gefunden, auch Überweisungen aus dem Ausland zu stornieren. ...

es soll zumindest Zeitgenossen geben, die gelegentlich (mittels "Phishing") zu der Möglichkeit kommen, von einem fremden Konto aus eine oder ein paar Überweisungen zu tätigen

ob diese dann storniert wird, ist denjenigen eher egal - der Bank die den Schaden auf jemand anderen abwälzen will allerdings nicht!

Themenstarteram 29. Oktober 2020 um 11:52

Zitat:

@A346 schrieb am 27. Oktober 2020 um 15:56:04 Uhr:

299 Seiten ;)

https://www.motor-talk.de/.../...utokauf-bzw-autoverkauf-t1246526.html

Vielen Dank für den Link. Schon der vierte Beitrag (aus 2006!) könnte hier passen.

Letzten Endes haben wir dem "Interessenten" mitgeteilt, er möge dem Spediteur bitte Bargeld mitgeben.

Seitdem ist Funkstille ;-)

Wer das zurücküberweist ist allerdings auch selber schuld. Sorry, sehe ich so.

Gekauft ist gekauft, soll er dann zusehen wie er dann ans Auto kommt.

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