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bernsteinzimmer

Themenstarteram 17. März 2006 um 21:26

Moin, moin,

habe die treads um KZI UND KZII im Tread verfolgt

und möchte gerne leise wieder anblasen

und ein kleines Feuer entfachen,

weil ich der Meinung bin, solch eine Seite muss sein

um sich auch kommunikativ näher zu kommen und nicht in Treads OT zu landen.

Das hier was schief ging, haben wir alle gelesen,

die, die das schrieben, haben das vielleicht schon unzählige

Male bereut, weil sie damit ja auch die Gemeinschaft um eine Errungenschaft gebracht haben, und ich appelliere

an die Mod's. - wir sind doch alle Menschen - und machen auch mal Fehler (deswegen ist das Forum ja auch so menschlich, und man fühlt sich da gut beraten und unter Freunden) seht mal drüber hinweg.

Drückt ein Auge zu. Wir probieren es noch mal im Guten.

Also, womit beginnen wir?

Wir sind keine edlen Ritter,

wir fahren einfach nur gute Auto's.

Gruss Thomas.

Beste Antwort im Thema

Ruinenporno aus der Motor City - unglaubliche Bilder:

http://goobingdetroit.tumblr.com/

Lieb Gruß

Oli

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Zitat:

Original geschrieben von oli

Harsch! Erinnert ein bisschen an den deutschen Streitfall, wo eine Putzfrau wegen des Ladens ihres Mobiltelefones (Stromwert unter 0,03€) ihre Arbeit verlor.

Was hat Verunglimpfung des Arbeitgebers mit Diebstahl zu tun?

Beides sind auf ihre Weise unglaubliche Kleinigkeiten. Wieviele Arbeiter und Angestellte haben ihren Arbeitsplatz nicht schon als Irrenhaus bezeichnet? Und in diesem konkreten Fall mit der schwierigen persönlichen Situation darf doch sicher mit etwas Toleranz gerechnet werden, auch wenn es in der Halböffentlichkeit geschah. Das Aufladen eines Mobiltelefones würde ich andererseits wirklich nicht als Diebstahl bezeichnen wollen. Es ist ja nicht so, dass sie ohne zu fragen ein Elektroauto aufgeladen oder eine Lok angetrieben hat. ;)

Lieb Gruss

Oli

Hi,

 

es sind bei weitem keine "Kleinigkeiten".

1. macht es einen Unterschied, ob ich den Chef oder die Firma im persönlichen Umfeld, also z.B. bei Freunden, durch einen simplen Ausspruch "vergänglich" diffamiere oder dies in der breiten Öffentlichkeit (hier Internet mit möglichen x Milliarden Lesern inkl. ewiger Nachweisbarkeit). Der Hintergrund ist dabei nahezu egal...

2. ist bei besagtem Stromdiebstahl dies sicher nicht der einzige Grund. Ich kenne zwar nicht das ausführliche Urteil und dessen Zustandekommen, aber es hängt sicher einiges mehr dahinter. Man berücksichtige bitte nur mal den Versicherungsschutz der Feuerversicherung, wenn unrechtmäßig betriebene Geräte einen Brand auslösen. Oder wollt Ihr der Versicherung klar machen, daß das doch nicht ausschlaggebend gewesen sein kann und sie bitte doch die x Millionen Euro für den Neuaufbau der Firmenzentrale bereitstellen sollen?

Keiner von uns kennt den genauen Hergang und die Vorkommnisse vorher. Deshalb sollte man solche Meldungen von Urteilen nicht allzu ernst nehmen, da hier meist entscheidende Details ungenannt bleiben.

 

 

Gruß

 

Markus

 

Na jaaaa...

Bis vor kurzem war es schon so, dass dich dein Arbeitgeber wegen Kleinigkeiten vor die Tür setzen konnte. Die aktuelle Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts hat da aber inzwischen die Hürden etwas höher gehängt. Da gab es diverse Fälle (z. B. den von der Bäckereiangestellten, die nach Feierabend in ein olles Brötchen gebissen hat, das ohnehin gerade in de Müll geworfen werden sollte und deswegen die Kündigung bekam), die dazu geführt haben, dass den obersten Arbeitsrichtern der Kragen geplatzt ist und sie die immer häufiger vorkommende mangelnde Verhältnismäßigkeit zwischen Delikt und Sanktion gerügt haben. Soll heißen, dass es inzwischen eine Art inoffizieller Bagatellgrenze gibt.

Gruß

DeWeDo - der sich fragt, was passiert wäre, wenn die Dame das Brötchen aus dem Müll gefischt hätte

Bagatellgrenze bei Diebstahl!?

Eine Schraube ist erlaubt, 10 nicht mehr? Was ist, wenn jeden Monat eine entwendet wird? Sind auch 12 im Jahr.

Ich halte das für sehr fragwürdig und es sollte immer vom Einzelfall abhängig gemacht werden.

Es geht, wie gesagt, im Kern der Sache um die Verhältnismäßigkeit von Delikt und Sanktion. Ein Diebstahl ist qua lege grundsätzlich ein Grund für die außerordentliche und fristlose Kündigung. Würde man das aber auf die Spitze treiben, dürftest du dir mit einem vom Arbeitgeber bereitgestellten Kugelschreiber noch nicht einmal eine private Notiz machen, weil du deinen Arbeitgeber ja dadurch schädigst. Die Richter haben das erkannt und den Rechtsrahmen durch das Urteil ausgestaltet, d. h. sie haben ihrer Meinung nach einen Umstand entdeckt, der nicht hinreichend genau geregelt ist und diese Regelungslücke durch das Urteil geschlossen.

Damit ist nicht gemeint, dass überhaupt nichts passiert, wenn ein Mitarbeiter nicht zwischen seinem und dem Eigentum des Arbeitgebers unterscheiden kann. Soweit ich weiß steht in der Urteilsbegründung, dass es durchaus im Ermessen eines Arbeitgebers liegt, unter Würdigung der Umstände zunächst andere Maßnahmen (z. B. Abmahnung) zu ergreifen.

Beleuchtet man die Hintergründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben, findet man schnell heraus, dass sich derartige Kündigungen seit einiger Zeit gehäuft haben, weil die Arbeitgeber auf diesem Wege versuchen, Mitarbeiter, die sie aus welchen Gründen auch immer loswerden wollen, zu chassen.

Gruß

DeWeDo - der sich gerade fragt, ob er nicht doch lieber Jurist geworden wäre

Hi,

zum konkreten Fall hier: Ich halte es für unternehmensschädlich, wenn sich ein Mitarbeiter bei Facebook am Besten noch während der Arbeitszeit über sein Unternehmen oder seine Befindlichkeiten während der Arbeit negativ äußert. Der steht da mit Realname und meist auch mit seinem Arbeitgeber.

Facebook ist kein privates Umfeld. Ich kenne kaum jemanden, der dort nicht sowohl geschäftliche Kontakte wie auch private Kontakte als "Freunde" hinzugefügt hat. Und die geschäftlichen Kontakte brauchen nicht erfahren, dass die Arbeit keinen Spaß macht - welchen Hintergrund auch immer das haben mag.

Ich beobachte Ähnliches im eigenen Umfeld auch sehr ungern...

Schönen Gruß

Jürgen

Zitat:

Original geschrieben von DeWeDo

Damit ist nicht gemeint, dass überhaupt nichts passiert, wenn ein Mitarbeiter nicht zwischen seinem und dem Eigentum des Arbeitgebers unterscheiden kann. Soweit ich weiß steht in der Urteilsbegründung, dass es durchaus im Ermessen eines Arbeitgebers liegt, unter Würdigung der Umstände zunächst andere Maßnahmen (z. B. Abmahnung) zu ergreifen.

Beleuchtet man die Hintergründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben, findet man schnell heraus, dass sich derartige Kündigungen seit einiger Zeit gehäuft haben, weil die Arbeitgeber auf diesem Wege versuchen, Mitarbeiter, die sie aus welchen Gründen auch immer loswerden wollen, zu chassen.

... aber es gibt eben auch Gründe. Sowohl für eine potentielle Kulanz wie auch für das Chassen. Wenn ein Arbeitgeber einen Grund fürs Chassen hat, liegt das nicht nur am Arbeitgeber... :rolleyes:

Schönen Gruß

Jürgen

hat keine Gründe.

Also ganz klar will ich hier weder Diebstahl (viel oder wenig) noch das Verunglimpfen des Arbeitgebers schön reden. Alle Details im Handy-aufladen-Fall kenne ich auch nicht, aber es kam eben als Begründung oder Anlass im Urteil vor und wurde deswegen entsprechend von der Presse für alles, das es wert ist, ausgebeutet. Können Mobiltelefone an normalen 220V-Steckdosen eigentlich Feuer fangen? An Dreiphasensteckdosen und anderen Spielkram lassen die sich kaum anschliessen? Das Versicherungsargument ist sicher richtig, aber auch ein klassisches Argument, hinter dem man sich mit anderen Motiven verstecken kann. Und genau die anderen Motive ist es eben leicht zu vermuten auch im Falle der Kündigung wegen kaum messbaren Strom-"diebstahls".

Was den Fall bei Volvo angeht: Ich bin vollkommen einig, was die Zusammenhang aus Kontakten bei FB und auch die Realität der Veröffentlichung eines solchen Status angeht. Ich würde sowas nie schreiben und unterstütze es auch keinesfalls. Aber worin ich mich hineinversetzen kann ist die schwierige Situation des Arbeitnehmers - sollte die Umfeldbeschreibung stimmen. Und da halte ich eben eine Abmahnung der Situation eher angemessen als eine Kündigung. Das ist imho eine grobe und harsche Reaktion auf ein Vergehen, dass zur Strafe nicht im Verhältnis steht. Da hat der Mann nicht nur seine Mutter verloren sondern auch seinen Job - was macht das besser? Und trägt das nicht viel mehr zur Rufschädigung Volvos bei als ein unbedarfter FB-Status?

Lieb Gruss

Oli

am 16. Juni 2011 um 21:11

Hej,

wenn es ein wenig "menscheln" würde, wären bei uns viele Dinge im Umgang miteinander einfacher. Leider klappt das nicht immer und das Aufladen eines Handy ist der Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt.

Ich erlebe es häufig, dass von mir als AG totale Loyalität und Integrität erwartet wird, der eine oder andere Mitarbeiter das für sich selbst aber nicht so ganz genau nimmt. :confused:

Wenn ein guter MA seine Arbeit und seine Leistung bringt die er bei der Einstellung versprochen hat dann ist mir ein privates Telefongespräch doch völlig egal. Nur diese MA kommen gar nicht auf die Idee privat zu telefonieren.

Gruß havaru

Wie wäre denn der Ruf von Volvo, wenn sie nichts unternommen hätten? Aus meiner Sicht sehr viel schlechter...

 

Zitat:

Original geschrieben von gseum

Facebook ist kein privates Umfeld. Ich kenne kaum jemanden, der dort nicht sowohl geschäftliche Kontakte wie auch private Kontakte als "Freunde" hinzugefügt hat.

Dann kennst du jetzt einen mehr. :D

Ich bin totaler FB-Verweigerer und auch -Ablehner. Das Beispiel zeigt, warum.

Die Menschheit ist einfach zu doof für solche Sachen.:rolleyes:

Sapere aude! (in der Kant'schen Interpretation) sag' ich nur.

Gruß

DeWeDo - der überlegt, nur noch maskiert beim GT zu erscheinen

Zitat:

Original geschrieben von DeWeDo

Die Menschheit ist einfach zu doof für solche Sachen. :rolleyes:

Daumen hoch dafür! ;) Lokal in Bergen gab es Fälle, wo sich Universitätszensoren über die Inkompetenz ihrer Studenten beschwerten. Die hätten definitiv eine Abmahnung verdient, aber die Uni ist zu schlapp und zu sehr Kindergarten, als dass das konkrete Konsequenzen hätte.

@DarkSpamlord, kein einziger hier sagt, dass Volvo nichts unternehmen hätte sollen. :) Würde man alle feuern, die zu blöd für's Leben sind, arbeitet bald keiner mehr.

@havaru, vollkommen einig! Ich habe erst kürzlich zwischen zwei Nachbarn den Makler gespielt. Die eine meinte, dass die Weidetiere nicht um die Brunnen herum weiden sollten, wegen der Gefahr, unser Trinkwasser zu verunreinigen. Sie hatte dazu die Gemeinde und staatliche Institutionen kontaktiert, aber hatte sie mit dem Bauern hier gesprochen? Nö. :rolleyes:

Lieb Gruss

Oli

Zitat:

Original geschrieben von DeWeDo

Dann kennst du jetzt einen mehr. :D

Ich bin totaler FB-Verweigerer und auch -Ablehner. Das Beispiel zeigt, warum.

Die Menschheit ist einfach zu doof für solche Sachen.:rolleyes:

.. du nimmst gar nicht teil - und da habe ich gar nichts gegen. Ich habe die gleiche sehr kritische Meinung speziell zu FB.

Aber ich kann (und darf!) nicht beeinflussen, ob meine Mitarbeiter dort teilnehmen oder nicht. Erst dann, wenn es die Tätigkeit im Unternehmen oder das Unternehmen generell betrifft, muss man sprechen.

Generell finde ich, dass havaru das sehr treffend formuliert hat. Ich würde bei einem Problem nicht einmal bis zur Abmahnung gehen - ich halte es eigentlich für selbstverständlich, dass ich über solche Problematiken einfach ein kurzes und freundliches Gespräch mit meinen Kollegen führen kann.

Wenn ich für so etwas eine Abmahnung schreiben muss, dann passt etwas generell schon nicht...

Schönen Gruß

Jürgen

Zitat:

Original geschrieben von gseum

Generell finde ich, dass havaru das sehr treffend formuliert hat. Ich würde bei einem Problem nicht einmal bis zur Abmahnung gehen - ich halte es eigentlich für selbstverständlich, dass ich über solche Problematiken einfach ein kurzes und freundliches Gespräch mit meinen Kollegen führen kann.

Wenn ich für so etwas eine Abmahnung schreiben muss, dann passt etwas generell schon nicht...

Deine Einstellung gereicht dir zur Ehre, wie die alten Römer gesagt hätten. Aber leider ist es so, dass es auch Arbeitgeber gibt, die das nicht so handhaben.

Das scheint bei einigen eher ein beliebtes Mittel zu sein, bei Mitarbeitern, die einem nicht mehr in den Kram passen, den Kündigungsschutz zu umgehen. Anders kann ich nämlich sowas nicht interpretieren.

Gruß

DeWeDo - der Geschichtsbücher interessanter findet als Gesichtsbücher

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