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Benzinqualität von "Freien Tankstellen"

Opel Insignia A (G09)
Themenstarteram 21. November 2010 um 12:11

Gibt es einen Unterschied von Markenbenzin und Benzin von freien Tankstellen?

Ja, ich habe es selber festgestellt an meinem Insignia!

Ich hatte die letzten 3-4 mal an einer freien Tankstelle voll getankt. Im nachhinein fiel es mir erst jetzt auf, seit dem lief mein Insignia unruhig, wenn ich im kalten Zustand an der Ampel stand, fing der Motor an unruhig mit der Drehzahl zu schwanken, der Motor war laut und brummig, hörte sich an wie ein Traktor, zog nicht richtig. Ich war zwei mal beim FOH wegen den "Annomalien", der hat getestet, Fehlerspeicher war leer, keine Ursachen gefunden. Ergo, alles OK!

Der Insignia war weiterhin unruhig.

Dann bin ich mal zum Boschdienst gefahren, die kennen sich ja auch aus mit der Motortechnik. So weit so gut, die haben auch ihre Geräte angeschlossen und ......, die haben auch nichts feststellen können. Hm, dachte ich, sind die denn alle unfähig?

Gestern habe ich mal wieder bei Shell getankt! Es ist kaum zu fassen! Ein ganz anderer Motor, nicht wieder zu erkennen, alles wie "früher"! Der Insignia läuft wieder ruhig, geschmeidig und der Durchzug ist auch wieder normal!

Kann das denn sein?

Ich habe es irgendwo mal gelesen, vielleicht auch hier im Forum, das es eigentlich keine Unterschiede geben darf, da der Sprit nach DIN Norm immer gleich bleiben muß. Das es unterschiedliche Benzin-Zusätze bei Markentankstellen gibt, das ist ja verständlich, aber das sich Motoren derart unterschiedlich verhalten das darf doch eigentlich gar nicht sein.

Naja, auf jeden Fall bin ich nun etwas schlauer und tanke nur noch Markenbenzin, auch wenn er 1-2 Cent teurer ist. Naja, bei Shell ja nicht, da spart man ja 1 Cent pro Liter, wenn man im ADAC ist.

Hat jemand die gleichen oder ähnliche Erfahrungen mit unterschiedlichen Benzinsorten gemacht?

Gruß Thomas

Beste Antwort im Thema

Hey,

man merkt wie gut die Werbung bei einigen wirkt ;-).... (warum auch nicht, die Reklame/Meinungsbildung kostet immerhin Millionen...)

Merkt man besonders an Berichten über die Lebensmittelqualität. Da ist schon der ein oder andere Sternekoch auf die vermeitliche Qualität reingefallen! Zudem wie auch beim Kraftstoff die Herausgabestelle (Hersteller) nicht selten ein und derselbe ist!

Das bei Rennmotoren Unterschiede der Kraftstoffqualität vom Motoringeneur gemessen werden, glauben ich, aber wenn "Hinz und Kunz" bei einem Brot- und Butterauto Leistungsdefizite im normalen Fahrbetrieb erfühlt, halte ich das für fragwürdig. Aber in vielen von uns schlummert wohl doch ein verkappter Schumi!

MFG

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Komisch, die Aral Jungs haben mit ihren Analysemethoden raus gefunden was ihr Sprit ist. Die DIN Norm ist halt die Mindestanforderung. Darüber hinaus gibt es noch Eigenschaften, die diese Norm durchaus übertreffen können. Die Ultimate Soße hat beim Diesel z.B. eine nachweislich höhere Schmierfähigkeit als normaler Diesel. Ebenso hat normaler Diesel eine Frostfestigkeit von -22 Grad, Ultimate Diesel aber -33. Die Mehr-Oktan beim Benzin-Pendant wird man auch nicht unbedingt in Form von Leistung merken, allerdings wird die Klopfregelung weniger eingreifen müssen und der Motor daher allgemein "runder" laufen.

Zitat:

Original geschrieben von peter_pott

Was ist denn nebulös an der Aussage, dass der Kraftstoff, der hierzulande verkauft wird, einer DIN Norm entspricht und deshalb qualitativ nicht zu unterscheiden ist? Natürlich meinen einige hier, einen Unterschied zu merken, der im Labor mit modernsten Analysemethoden nicht zu finden ist.

Hab dich ggf. falsch verstanden, du meinst vermutlich die Marke, ich meine:

Zitat:

Genau so, wie die Aufschrift an der Tankstelle absolut nichts über die Kraftstoff Qualität aussagt.

Die Aufschrift an der Tanke sagt:

Normal schwefelfrei (ROZ 91)

Super schwefelfrei (ROZ 95 sowie bei V-Power-Sorten)

Super Plus schwefelfrei (ROZ 98 sowie ROZ 100 bei Ultimate- und V-Power-Racing-Sorten)

Super E10 schwefelfrei (ROZ 95)

oder

Dieselkraftstoff schwefelfrei DIN EN 590

und ist deshalb nicht irrelevant, es ist genaugenommen die Mindestanforderung.

MfG BlackTM

Zitat:

Original geschrieben von BlackTM

und ist deshalb nicht irrelevant, es ist genaugenommen die Mindestanforderung.

Richtig und da es ganz einfach Geld kostet diese Mindestanforderungen zu erreichen werden die Mineralölhersteller den Teufel tun, aber die Normen nur ganz knapp übertreffen.

Glaubt ihr denn immer noch an die Märchen von Esso ist besser als Aral? oder ähnliches?

Die LKW´s laden alle an der selben Ladestation und bekommen ein Grunderzeugnis, das je nach dem wie es danach heisst additiviert wird. Additive beziehen die Mineralstoffhersteller über die Industrie und sind als Fremdprodukt relativ teuer.

Auch die Freien bekommen ihren Sprit an den gleichen Ladestationen.

Der miese Ruf der Freien kommt aus früheren Zeiten, als man aus halbsicheren Quellen in den großen Umschlaghäfen halbscharigen Sprit beziehen konnte.

Heutzutage fast unmöglich.

Schlechten Sprit gibts nur noch nach Defekten beim Hersteller, oder in der Handelkette. Mir ist selbst ein solcher Defekt bei Esso bekannt. Da war, wie auch immer, Wasser in den Diesel gekommen.

Zitat:

Original geschrieben von draine

Komisch, die Aral Jungs haben mit ihren Analysemethoden raus gefunden was ihr Sprit ist.

Selbstverständlich können die ihre Suppe herausfinden, denn sie kennen ihre Additive mindestens genausogut wie die Konkurrenz. :D

Mit Qualität hat das aber nix zu tun.

Zitat:

Original geschrieben von draine

 

Die Mehr-Oktan beim Benzin-Pendant wird man auch nicht unbedingt in Form von Leistung merken, allerdings wird die Klopfregelung weniger eingreifen müssen und der Motor daher allgemein "runder" laufen.

Hallo.

Nicht ganz richtig, je höher die Oktanzahl umso mehr wird die Zündung auf früh verstellt für etwas mehr Leistung.

Deshalb wird auch darauf hingewiesen bei den OPC Modellen 98 Oktan zu tanken für eine optimale Leistungsabgabe.

Man kann auch 95 Oktan fahren, nur wird nicht die volle Leistung zur Verfügung stehen.

Nichts anderes wird auch bei Chip-tuning gemacht, auch deshalb die Empfehlung min. 98 Oktan zu tanken.

Des weiteren wird durch die frühere Zündung auch der Verbrauch gesenkt, minimal vielleicht aber messbar.

Werner

Zitat:

Original geschrieben von schrotti_999

Schlechten Sprit gibts nur noch nach Defekten beim Hersteller, oder in der Handelkette. Mir ist selbst ein solcher Defekt bei Esso bekannt. Da war, wie auch immer, Wasser in den Diesel gekommen.

Es kommt immer wieder mal zu Fehlbetankungen, wo dann z.B. Ottokraftstoff in den Bodentank für Diesel gefüllt wird oder umgekehrt.

Das führt aber in der Regel relativ kurzfristig zu Schäden an den betankten Fahrzeugen, die dann liegenbleiben und nicht zu "Känguruhbenzin"

 

Zitat:

Original geschrieben von hwd63

Nicht ganz richtig, je höher die Oktanzahl umso mehr wird die Zündung auf früh verstellt für etwas mehr Leistung.

Deshalb wird auch darauf hingewiesen bei den OPC Modellen 98 Oktan zu tanken für eine optimale Leistungsabgabe.

Man kann auch 95 Oktan fahren, nur wird nicht die volle Leistung zur Verfügung stehen.

Das ist praktisch die Klopfregelung... Der Klopfsensor macht nicht mehr als vom Maximum etwas wegzunehmen wenn ein Klingeln detektiert wird, wie hoch das ist kommt auf die Auslegung des Motors an (Verdichtung, Ventilüberschneidung, Abgasrückführrate). Sollte der defekt sein und das Steuergerät merkts wirds nicht mehr als der dafür eingestellte Wert sein. Es kann (bei älteren Fahrzeugen) auch eine Rolle spielen für welchen Markt das Fahrzeug entwickelt und/oder gebaut wurde.

Das Thema ist sehr komplex, man kann es aus verschiedenen Ansätzen heraus betrachten, z.B. als Kette von Reglern die mehr oder weniger Informationen über die Regelstrecke haben und den Rest mit Annahmen füllen oder als Ansammlung von Bauteilen. Regler haben Prioritäten, Bauteile haben Defekte...

MfG BlackTM

am 5. März 2014 um 15:43

Zitat:

Original geschrieben von draine

Komisch, die Aral Jungs haben mit ihren Analysemethoden raus gefunden was ihr Sprit ist. Die DIN Norm ist halt die Mindestanforderung. Darüber hinaus gibt es noch Eigenschaften, die diese Norm durchaus übertreffen können. Die Ultimate Soße hat beim Diesel z.B. eine nachweislich höhere Schmierfähigkeit als normaler Diesel. Ebenso hat normaler Diesel eine Frostfestigkeit von -22 Grad, Ultimate Diesel aber -33. Die Mehr-Oktan beim Benzin-Pendant wird man auch nicht unbedingt in Form von Leistung merken, allerdings wird die Klopfregelung weniger eingreifen müssen und der Motor daher allgemein "runder" laufen.

Kein Autohersteller der Welt kann es sich leisten, einen Motor zu verkaufen, der bei Normgerechtem Kraftstoff Probleme macht oder gar unruhig läuft. Die Norm ist ja gerade deshalb festgeschrieben, als Maßstab sozusagen. Und mit Analysemethoden kann ich auch Hühnerscheiße von Hundescheiße unterscheiden. Aber das sagt nichts über die Qualität. Ist also beides Scheiße.

Nur mal als Gegenbeispiel ... warum kaufen Menschen dann keine Aldi Schuhe für 10 EUR/Paar aus dem Ramsch Regal oder braun/weiche Bananen aus dem 3. Wahl Lager? Beides erfüllt die Mindeststandards der jeweiligen menschl. Bedürfnisse (Kleidung, Essen) aber 70 EUR Schuhe aus echten Wildleder und frische gelbe Bananen sind halt einfach besser. Genauso wie sich Leute halt ein ipad kaufen, statt ´nem Medion Tablet ...

Es steht wohl außer Frage das die Motoren mit beiden Sorten laufen, ich denke aber mit dem jeweiligen Ultimate oder V-Power gibt es halt einfach ein paar Bonuspunkte für Motorlauf und Leistungsentfaltung. Ein Motor der auf 98 Oktan auslegt ist und 98 Oktan Sprit tankt, ist immer kurz vor der Klopfgrenze. Wenn er jetzt aber 102 Oktan tankt, dann ist die Reserve einfach größer. Er hat deshalb nicht mehr Leistung aber er muss weniger gegenregeln was Leistung kostet.

am 5. März 2014 um 17:09

Jetz stelle mer uns ma jaanz dumm, watt is denn Qualität?

Qualität ist die Bezeichnung einer wahrnehmbaren Zustandsform von Systemen und ihrer Merkmale, welche in einem bestimmten Zeitraum anhand bestimmter Eigenschaften des Systems in diesem Zustand definiert wird. Qualität könnte sowohl ein Produkt wie Wein und dessen chemische Elemente und den daraus resultierenden subjektiv bewertbaren Geschmack beschreiben, als auch die Prozesse der Reifung der Traube, der Produktion und des Vertriebs des Weines, oder den Prozess des Managements der Winzerei. In der Bedeutung b) spricht man von Qualitätswein oder Wein mit Prädikat bzw. von Excellentem Management.

Quelle Wiki !

Was sagt uns das?

Nix . Kann alles sein. Kann jeder für sich definieren.:D

Wat is DIN-Norm ?

Eine DIN-Norm ist ein unter Leitung eines Arbeitsausschusses im DIN Deutsches Institut für Normung erarbeiteter freiwilliger Standard, in dem materielle und immaterielle Gegenstände vereinheitlicht sind. DIN-Normen entstehen auf Anregung und durch die Initiative interessierter Kreise (in der Regel die deutsche Wirtschaft), wobei Übereinstimmung unter allen Beteiligten hergestellt wird.

Auf internationaler Ebene erarbeitete Standards sind zum Beispiel ISO-Normen oder die europäischen Normen EN.

Quelle Wiki .

 

Ergo; der Sprit ist Europaweit ge DIN-Normt. Somit kommt überall mindestens das aus dem Rüssel, was drauf steht.

Und wenn nun ein Hersteller sagt, er sei besser als die DIN-Norm, dann hat er vielleicht eine höhere "Qualität" aus seiner Sicht, die er teurer verkaufen möchte, aber brauchen wir das für unsere Omi ???

 

Nööö. Die Omi freut sich über den guten Super E 5 Sprit und macht Dampf.

Der Rest ist bestenfalls Popometer oder Phantasie.;)

 

Gruss

Haibarbeauto

Zitat:

Original geschrieben von haibarbeauto

Nööö. Die Omi freut sich über den guten Super E 5 Sprit und macht Dampf.

Der Rest ist bestenfalls Popometer oder Phantasie.;)

Siehste und ich hab es Opi begreiflich gemacht, dass seine olle A Klasse mit E 10 genausogut läuft und er die gesparte Kohle lieber den Enkeln schenken soll. :D :D :D

am 6. März 2014 um 11:09

Zitat:

Original geschrieben von hwd63

 

Deshalb wird auch darauf hingewiesen bei den OPC Modellen 98 Oktan zu tanken für eine optimale Leistungsabgabe.

Man kann auch 95 Oktan fahren, nur wird nicht die volle Leistung zur Verfügung stehen.

Nichts anderes wird auch bei Chip-tuning gemacht, auch deshalb die Empfehlung min. 98 Oktan zu tanken.

Des weiteren wird durch die frühere Zündung auch der Verbrauch gesenkt, minimal vielleicht aber messbar.

Werner

Kann ich so nicht nachvollziehen. Hatte meinen OPC wirklich gefordert und keinen Unterschied, weder in Verbrauch noch Leistung, bei 95 und 98 Oktan festgestellt.

Als es dann kein 95er mehr gab sondern nur noch das dabbische E10, habe ich gemeint einen Unterschied zu merken. In manchen Fahrbereichen war der Motor geringfügig rauer.

Also keine 10 Cent wert...

In Wikipedia ist zu lesen: "Allerdings versetzen die Markenanbieter ihre Kraftstoffe mit Additiven, die den Kraftstoffen freier Anbieter meist fehlen."

Zitat:

@spillerkiller schrieb am 6. März 2014 um 12:09:43 Uhr:

 

Als es dann kein 95er mehr gab sondern nur noch das dabbische E10, habe ich gemeint einen Unterschied zu merken. In manchen Fahrbereichen war der Motor geringfügig rauer.

Also keine 10 Cent wert...

Das heute angebotene Super hat immer noch 95 Oktan, das Super Plus hat 98 oder 100 Oktan je nach Marke. Wahrscheinlich meintest du Normalbenzin mit 92 Oktan welches nicht mehr erhältlich ist. Bei meinem 1.6 SIDI merke ich auch keinen Unterschied ob ich Super oder E10 tanke - weder in der Leistung noch beim Verbrauch.

am 25. Februar 2015 um 23:43

Mal wieder Fakten Sprechen lassen, das grenzt ja schon an Voodoo:

Generelle Benzinqualität

Benzin können Sie an den Tankstellen der großen Markenhersteller tanken oder aber zum meist günstigeren Preis an freien Tankstellen oder Supermarkttankstellen. An Stammtischen wird der Nicht-Markenkraftstoff oft mißtrauisch gesehen, und man unterstellt ihm gern eine mindere Qualität. Um zu beleuchten, ob dies den Tatsachen entspricht, wollen wir uns erst einmal anschauen, was an den Tankstellen verkauftes Benzin überhaupt ist und wie die Markenhersteller arbeiten:

Benzin sprich Kraftstoff für Ottomotoren ist ein Gemisch aus verschiedenen, üblicherweise aus Erdöl gewonnenen Kohlenwasserstoffen, und zwar hauptsächlich sogenannte Aromaten, Alkane und Alkene (früher Olefine genannt), die grob zwischen 4 und 12 Kohlenstoffatomen enthalten. Zusätzlich sind Additive z.B. zur Steigerung der Klopffestigkeit wie Ether (früher Äther genannt), MTBE (Methyl-tert-butylether) bzw. ETBE (Ethyl-tert-butylether) oder Alkohole üblich. Weiterhin enthält Benzin in kleiner Menge Korrosionsschutzmittel, Oxidationsschutzmittel, Emulgatoren etc. In Europa an Endkunden verkauftes Benzin muß der Europanorm EN228 entsprechen. In dieser Norm ist festgelegt, welche Benzinbestandteile in welcher maximalen Konzentration zulässig sind, welche Klopffestigkeit (ROZ = im schönsten Denglisch Research-Oktan-Zahl) die unterschiedlichen Benzine (Normal, Super und Super Plus) haben müssen, welchen Dampfdruck sie haben dürfen bzw. haben müssen, wie der Siedeverlauf aussehen muß, in welchem Bereich sich die Dichte bewegen muß, wieviele Abdampfrückstände zulässig sind, wie die Zapfsäulen markiert sein müssen, welche Prüfmethoden bei der Überprüfung der Benzinqualität eingehalten werden müssen und vieles mehr. Ottokraftstoff nach EN228 ist daher ein streng reglementiertes, standardisiertes und offengelegtes Produkt, was typisch für genormte Produkte ist.

Die Zusammensetzung des Benzins nach EN228 dürfen die Raffinerien also nur innerhalb der durch diese Norm gesetzten Grenzen variieren. Die Klopffestigkeit muß dabei mindestens ROZ95 ("Super" oder "Super 95", umgangssprachlich "95 Oktan") bzw. ROZ98 ("Super Plus" oder "Super 98", umgangssprachlich "98 Oktan") betragen. Normalbenzin mit ROZ91 ist in der EN228 zwar ebenfalls definiert, wird in Deutschland aber seit 2010/2011 nicht mehr verkauft. Auf dieses der Norm EN228 entsprechende Benzin legen auch alle Automobilhersteller ihre Motoren für den europäischen Markt aus, wobei die Motoren auch eine Urlaubsfahrt mit schlechtem Sprit, dessen Klopffestigkeit unter ROZ95 respektive ROZ98 liegt, schadlos überstehen müssen. Wieviel niedriger die Klopffestigkeit sein darf, ist je nach Autohersteller unterschiedlich und hängt auch davon ab, auf welchen Märkten die Fahrzeuge in unverändertem Zustand verkauft werden. Üblich ist eine Stufe, d.h. Normal- statt Superbenzin bzw. Superbenzin statt Super Plus. Für Märkte mit von der EN228 abweichendem Benzin (z.B. Brasilien, wo oft pures Ethanol verwendet wird) werden übrigens oft ganz andere Motoren verwendet, was man als Endkunde allerdings nicht ohne weiteres erkennen kann, da sich Hubraum und Maximalleistung zwar von den europäischen Motoren unterscheiden können aber nicht notwendigerweise müssen.

In Deutschland gibt es nur eine beschränkte Anzahl von Raffinerien, nämlich Stand 2011 lediglich 15 Stück, wenn man örtlich eng zusammenliegende Doppelstandorte als eine Raffinerie zählt. Von diesen stellen nicht alle das Endprodukt Benzin her; die restlichen Raffinerien beliefern den gesamten deutschen Markt. Wenn jeder Markenhersteller von seinen eigenen Raffinerien nur seine eigenen Tankstellen belieferte, würde dies weite Transportwege und damit hohe Auslieferungskosten nach sich ziehen. Daher gibt es schon lange eine Übereinkunft, daß sich die Markenhersteller gegenseitig beliefern, um die Transportwege kurz zu halten, was allen Firmen nützt. Eine Raffinerie versorgt somit stets alle Tankstellen in seiner Umgebung - auch die der Konkurrenz. Dies können Sie übrigens selbst verifizieren, wenn Sie sich vor das Tor einer beliebigen Raffinerie stellen (Adressen finden Sie leicht mittels einer Suchmaschine im Internet). Sie werden feststellen, daß an einer einzelnen Raffinerie ein reger Betrieb von Tankwagen aller Marken herrscht, die alle das gleiche Benzin tanken. Mit diesem Benzin werden selbstverständlich auch alle freien Tankstellen oder Supermarkttankstellen beliefert. Insofern gibt es keinen qualitativen Unterschied zwischen den verschiedenen Marken oder auch Nicht-Marken.

Um ihren Qualitätsanspruch aufrechtzuerhalten und damit die höheren Preise zu argumentieren, befeuern die Markenhersteller gern die Gerüchte, daß ihr Benzin zusätzlich mit Additiven versetzt sei, die beispielsweise die Ventile sauberhalten oder eine bessere Verbrennung gewährleisten sollen. In einer älteren Werbung wurde sogar suggeriert, daß nach dem Tanken einer bestimmten Marke ein Raubtier im Tank Ihres Autos zu finden sei. Richtig ist, daß beim Markenbenzin nach dem Betanken des jeweiligen Tankwagens eine kleine Menge Farbstofflösung in der für die jeweilige Marke typischen Farbe zugesetzt wird, während bei der Ware für freie Tankstellen und Supermärkte der Farbstoffzusatz unterbleibt. Daß dies nur ein Werbe-Gag sein kann, sehen Sie schon an der zugesetzten Menge: 5 Liter auf eine Tankfüllung von z.B. 25.000 Liter ergeben eine Konzentration von lediglich 0,02%. Diese Konzentration ist viel zu gering, als daß hiermit Weltbewegendes zu bewirken wäre; es reicht zum Färben, aber nicht viel mehr. Zum Vergleich: Handelsüblicher Ventilreiniger, den man im Zubehörhandel kaufen kann, wird oft mit 500 ml auf eine Tankfüllung von 50 l dosiert (bei großen Tanks muß man mehr reinkippen oder darf nicht volltanken). Das sind immerhin 1%, also 50mal stärker konzentriert. Um es mal plastisch darzustellen: Wenn Sie gern ab und zu einen Schnaps mit 40% trinken, werden Sie durchaus eine Wirkung verspüren - auch wenn es nur die ist, daß er im Mund für ein brennendes Gefühl sorgt. Aber in 50facher Verdünnung ergibt das lediglich 0,8% Alkohol, was bei gleicher Menge nicht mehr wahrnehmbar ist und nur knapp die gesetzliche Obergrenze für alkoholfreie Getränke überschreitet (Obstsäfte, Malzbier etc. enthalten stets geringe Mengen an Alkohol). Davon können Sie mengenmäßig überhaupt nicht soviel trinken, daß Sie auch nur leicht berauscht würden.

Sehr wichtig für den Endkunden ist der Heizwert des Benzins sprich, wieviele kJ (kilo-Joule) an Energie pro Volumeneinheit in ihm steckt und bei der Verbrennung freigesetzt wird. Dieser Wert ist nämlich entscheidend für den Verbrauch. Leider wird er von keinem Hersteller angegeben. Der Heizwert schwankt je nach Zusammensetzung des Benzins ein wenig, da nach EN228 eine gewisse Bandbreite in der Zusammensetzung des Benzins zulässig ist. Generell besitzt Normalbenzin mit ROZ91 einen geringfügig höheren Heizwert als Superbenzin mit ROZ95. Dieses wiederum besitzt einen geringfügig höheren Heizwert als Super Plus mit ROZ98. Der höheroktanige Sprit besitzt also mitnichten auch einen höheren Heizwert. Die Erklärung dafür ist einfach: Um hochoktanigen Sprit herzustellen, muß man Stoffe zusetzen, die die Klopffestigkeit erhöhen. Leider besitzen diese Stoffe meistens einen etwas geringeren Heizwert als der Rohsprit, wodurch der Heizwert der Mischung mit zunehmender Klopffestigkeit leicht sinkt. Wenn man einen auf Normalbenzin ausgelegten Motor mit z.B. Super Plus betreibt, tut man ihm keineswegs etwas Gutes, denn die höhere Klopffestigkeit kann er überhaupt nicht nutzen, sondern es steigt sogar der Verbrauch. Wenn man andererseits einen Motor auf höheroktaniges Benzin durch eine höhere Verdichtung auslegt, sinkt der Verbrauch trotz des etwas geringeren Heizwerts, weil aufgrund thermodynamischer Gesetzmäßigkeiten mehr von der durch die Verbrennung freigesetzten Energie in mechanische Energie umgewandelt werden kann, d.h. der Wirkungsgrad steigt. Aus diesem Grund gehören auf dem deutschen Markt, wo flächendeckend Superbenzin verfügbar ist, auf Normalbenzin ausgelegte Motoren zu einer aussterbenden Gattung.

Nebenbei bemerkt besitzt Dieselkraftstoff volumetrisch gesehen einen um ca. 20% höheren Heizwert als Ottokraftstoff. Dies bedeutet, daß Dieselmotoren aus genau diesem Grund zum Erreichen der gleichen Leistung wie ein Ottomotor 20% weniger Kraftstoff einspritzen müssen, wenn man vom gleichen Wirkungsgrad der Motoren ausgeht. Dies bedeutet, daß ein Dieselmotor von ganz alleine wegen des höheren Heizwerts des Kraftstoffs 20% weniger verbraucht als ein Ottomotor gleicher Leistung.

 

Thema Premiumsprit:

Benzin für niedrigeren Verbrauch

Benzinsparen ist angesichts deshohen Ölpreises und der Bestrebungen, möglichst wenig CO2 zu emittieren, groß in Mode und im Grunde auch löblich. So ist es nicht wirklich verwunderlich, daß die Industrie nun plötzlich Benzinsparbenzin anbietet, mit dem man pro Tankfüllung angeblich mehr Kilometer zurücklegen kann. Versprochen werden beispielsweise bis zu 1 l pro Tankfüllung von 50 l, was 2% entspricht. Rein technisch erreichen könnte man das durch einen um 2% höheren Energieinhalt des Benzins. Aber erstens handelt es sich um eine "bis zu"-Aussage, die nur unter günstigsten und mitunter sehr praxisfernen Voraussetzungen erreicht werden kann. Und zweitens fällt in der Praxis wie schon oben beschrieben der theoretische Vorteil deutlich geringer aus, so daß man ihn in der Praxis nur schwer nachweisen kann. Die Erklärungen auf den Herstellerseiten, die den Verbauchsvorteil mit einer verbesserten Schmierwirkung erklären wollen, sind jedenfalls reichlich abenteuerlich und technisch nicht nachzuvollziehen: Was schmiert, ist schließlich das Motoröl und nicht der Sprit. Und wenn das Benzin auf der Zylinderwand zu einer besseren Schmierwirkung führen würde, müßte nicht nur der Motorölhersteller massiv etwas falsch gemacht haben, weil sein teures Öl nicht richtig schmierte, sondern zusätzlich auch der Motorhersteller, der sein Verbrennungsverahren hochgradig nicht im Griff hätte, denn das Benzin sollte bei warmem Motor keinesfalls an den Zylinderwänden kondensieren, was Grundvoraussetzung für einen Einfluß auf die Schmierwirkung ist.

Fazit: Es gibt zwar Stand September 2011 keine unabhängigen Praxismessungen, aber die Erklärungsversuche der Wirkungsweise führt in Fachkreisen nur zu schallendem Gelächter. Die Einflußmöglichkeiten, die Sie als Fahrer auf den Benzinverbrauch haben, sind um Größenordnungen größer, als es mit Benzin je möglich wäre; eine Verbrauchsreduzierung um 10% erzielt man schon leicht dadurch, daß man nicht ganz so fest aufs Gaspedal latscht wie sonst und konsequent schon bei 2000 Umdrehungen pro Minute hochschaltet (wir reden hier wohlgemerkt ausschließlich von Benzinmotoren).

Achja ich Tanke Aral auf Firma, und Freie auf Privat und ich merke Null Unterschied. Aber man kann sich auch vieles einreden ;)

Link zum Artikel: http://www.elektronikinfo.de/diverses/benzin.htm

Ebenso schön, wenn auch 2012 (der VdA sagt es sogar selber ;))

http://www.augsburger-allgemeine.de/.../...-Tankstelle-id19000641.html

Aber Manche Leute glauben ja Stein und Bein ihr Auto fährt mit AralSprit einfach besser :D

Es gibt hier bei uns im Landkreis einen Tankstellen Betreiber, wenn ich bei dem Diesel tanke geht mein Insi beim richtigen beschleunigen ins Notlaufprogramm mit Meldung “Druck Kraftstoffleitung zu gering“ wenn ich bei den großen oder anderen freien tanke passiert nix. Schon manchmal komisch. Aber der Betreiber steht hier auch im Ruf nich ganz “so genau“ zu sein. Wenn man das nich weiß fährt man halt wegen dem guten Preis da tanken :))

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