ForumCaddy 3 & 4
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Volkswagen
  5. Caddy
  6. Caddy 3 & 4
  7. Behalten oder zurückgeben - was würdet ihr tun?

Behalten oder zurückgeben - was würdet ihr tun?

VW Caddy 3 (2K/2C)
Themenstarteram 10. März 2011 um 22:13

Bin grad ein bisschen ratlos - wir haben uns letzte Woche einen Caddy gekauft

EZ 10/2006

51000 km

Ecofuel

Kombi-Ausstattung (kein Life) mit nur 1 Schiebetür

aber mit Climatic und ein paar Nettigkeiten (Nebelscheinwerfer, elektr. Fensterheber / Spiegel)

gekauft für 9.500 Euro

Bei der Abholung habe ich festgestellt, dass die Motorschutzlampe (Abgassystem) leuchtet. Auslesen des Fehlerspeichers ergab "Fehler P0420 (Wirkungsgrad Katalysator Bank 1 / Wirkungsgrad unter Minimum). Der Fehlerspeicher wurde zurückgesetzt; nach ca. 200 km brannte die Lampe erneut; gleicher Fehler.

Die VW-Werkstatt hat den Wagen nun geprüft und sagt: Katalysator defekt; Reparatur kostet 1.200 Euro.

 

Ich habe den Wagen ohne Garantie gekauft, kann ihn aber in den kommenden Tagen noch zurückgeben (Kulanz des Verkäufers). Alternativ (wenn wir den Wagen behalten) bietet der Verkäufer eine Kulanzzahlung von 300 Euro an.

Ich habe mit dem Fahrer, der den Caddy vorher gefahren hat, telefoniert (Nummer fand sich zufällig in den Unterlagen), er sagte mir, dass die Lampe schon lange brannte, er damit öfter in der Werkstatt war, diese aber keinen Fehler gefunden hat. Der Fehlerspeicher wurde zurückgesetzt, die Lampe brannte nach zwei Wochen wieder und irgendwann hat er es aufgegeben in die Werkstatt zu fahren, weil im Fahrverhalten kein Unterschied feststellbar gewesen sei.

 

Jetzt meine Frage:

Was würdet ihr tun? Den Wagen reparieren lassen (und hoffen, es ist tatsächlich nur der Kat; bin nicht wirklich überzeugt davon). Oder jetzt das Angebot des Verkäufers nutzen und den Wagen zurückgeben - wobei ich dann auf den Anmeldekosten und Prüfkosten der Werkstatt von zusammen etwa 400 Euro sitzenbleiben würde....

Beste Antwort im Thema

Ich persönlich würde das Angebot den Wagen zurückzugeben annehmen!

Wenn ich hier die ganzen Beiträge im Forum lese bezüglich defekten Gasdruckreglern (GDR) und den anderen Kleinigkeiten die am Caddy auftreten können, würde ich einen gebrauchten Caddy nur mit Gebrauchtwagengarantie kaufen.

Gruß Caddy06

19 weitere Antworten
Ähnliche Themen
19 Antworten
am 10. März 2011 um 22:21

1 Jahr Gebrauchtwagengarantie muss doch jeder Händler geben?! Oder irre ich mich da?

Den Preis find ich etwas hoch angesetzt, ein Jahreswagen, z.b. ein Caddy Life Team würde da doch eigentlich besser sein, da hat man dann noch eine bessere Ausstattung und 2 Schiebetüren.

Gruß Steffen

Aus der Nummer kommt ein Händler nicht so einfach heraus, denn er unterliegt der gesetzlichen Gewährleistungspflicht. Und in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf ist er in der Beweislast, daß der Mangel zum Kaufpunkt nicht vorlag. So würde ich mir den Voreigentümer als Zeugen sichern und den Händler mal mit der Aussage konfrontieren, das reicht als Beweis, daß der Mangel vorlag. Der Händler muß dann für die Reparatur sorgen. Die Gewährleistung kann nur ein Privatmann ausschließen, aber wenn er einen Mangel verschweigt, kann arglistige Täuschung vorliegen. Den Mangel hätte der Vorbesitzer übrigens auch dem Händler offenbaren müssen. War der Vorbesitzer mit dem Problem in einer VW-Werkstatt? Dann ist der Fehler aktenkundig im System vermerkt.

Gruß

Uli

Themenstarteram 10. März 2011 um 22:25

Garantie greift hier leider nicht - der Wagen kommt von einem Flottenbetreiber, das heißt wir sind hier im gewerblichen Bereich; Angebot der Rücknahme ist schon recht kulant....

 

Zitat:

Original geschrieben von Deichgraf63

Aus der Nummer kommt ein Händler nicht so einfach heraus, denn er unterliegt der gesetzlichen Gewährleistungspflicht. Und in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf ist er in der Beweislast, daß der Mangel zum Kaufpunkt nicht vorlag. So würde ich mir den Voreigentümer als Zeugen sichern und den Händler mal mit der Aussage konfrontieren, das reicht als Beweis, daß der Mangel vorlag. Der Händler muß dann für die Reparatur sorgen. Die Gewährleistung kann nur ein Privatmann ausschließen, aber wenn er einen Mangel verschweigt, kann arglistige Täuschung vorliegen. Den Mangel hätte der Vorbesitzer übrigens auch dem Händler offenbaren müssen. War der Vorbesitzer mit dem Problem in einer VW-Werkstatt? Dann ist der Fehler aktenkundig im System vermerkt.

Gruß

Uli

Ich schrieb von Gewährleistung, die ist gegenüber Privatleuten immer gegeben und kann durch nichts ausgeschlossen werden. Aus diesem Grunde werden die Billigautos auch ins Ausland exportiert, selbst wenn man sie hier als Händler als Bastlerauto anbieten würde, kommt man damit aus der Nummer nicht heraus. Wie es von Gewerbetreibenden an Gewerbetreibende aussieht ist eine andere Sache.

Garantie hat im Grunde den Vorteil, daß die Beweislastumkehr entfällt, die bei der gesetzlichen Gewährleistung nach Ablauf von sechs Monaten eintritt und den Käufer in die Pflicht setzt, das Vorhandensein des Mangels bei Kaufvertragsabschluß zu beweisen. Dafür muß man bei der Garantie, die bei Gebrauchtwagen eigentlich immer eine Versicherung mit speziellen Bedingungen ist, Abschläge bei den Leistungen hinnehmen, meist wird der Arbeitslohn voll übernommen, vom Material ein laufleistungs- und altersabhängiger Anteil.

In den ersten sechs Monaten nach Kauf kann es also trotz der Abschläge bei der Garantie dazu kommen, daß der Händler voll zahlen muß, wenn er nicht beweisen kann, daß der Mangel nicht bei Kaufabschluß vorlag.

Die Garantie befreit den Händler nicht von der Sachmängelhaftung nach dem Gewährleistungsrecht, sondern schützt ihn im Grunde vor hohen Risiken, z.B. ein Motorschaden bei einem 10.000€ Gebrauchtwagen.

Also: Gewährleistung ist eine gesetzliche Sache, da kann sich ein gewerblicher Händler nicht herauswinden, auch als Flottenbetreiber ist er Gewerbetreibender, gilt übrigens auch für Freiberufler wie Ärzte und Anwälte, die müssen auch beim Verkauf ihres Geschäftswagens Gewähr leisten! Es spielt keine Rolle, ob das Gewerbe im Handel mit Fahrzeugen besteht oder ob der Verkäufer Zuhälter ist.

Garantie ist eine Versicherung, welche den Händler vor hohen Forderungen schützt und den Käufer vor dem Risiko der Beweislastumkehr nach Ablauf von sechs Monaten nach Erwerb einer Sache.

Gruß

Uli

Ich denke das der Threadsteller ein gewerblicher Kunde ist oder ?

 

Zwischen gewerblichen Kunden kann die Sachmängelhaftung ausgeschlossen werden (denke steht auch so im Kaufvertrag ?)

 

Daher meinte er auch wahrscheinlich das mit dem Entgegenkommen des Händlers. 

 

Aus der Geschichte mit dem nachgewiesenen Schaden (Warnlampe) / bekannter Schaden lt. Vorbesitzer kommt der Verkäufer allerdings nicht raus. Da steht er in der Pflicht.

 

Sollte der Threadsteller allerdings kein gewerblicher Kunde sein, dann schliess ich mich den Aussagen von Deichgraf (Uli) an.

Themenstarteram 10. März 2011 um 23:10

Hallo depeche,

du hast recht, ich bin gewerblicher Kunde (Freiberufler) und die Sachmängelhaftung wurde ausgeschlossen.....

Die Sache, dass die Warnlampe vorher gebrannt habe, weiß ich nur telefonisch vom Vor-FAHRER; der Besitzer war immer der gleiche, ein Flottenbetreiber...

 

Zitat:

Original geschrieben von depeche

Ich denke das der Threadsteller ein gewerblicher Kunde ist oder ?

Zwischen gewerblichen Kunden kann die Sachmängelhaftung ausgeschlossen werden (denke steht auch so im Kaufvertrag ?)

Daher meinte er auch wahrscheinlich das mit dem Entgegenkommen des Händlers. 

Aus der Geschichte mit dem nachgewiesenen Schaden (Warnlampe) / bekannter Schaden lt. Vorbesitzer kommt der Verkäufer allerdings nicht raus. Da steht er in der Pflicht.

Sollte der Threadsteller allerdings kein gewerblicher Kunde sein, dann schliess ich mich den Aussagen von Deichgraf (Uli) an.

Ich denke das hier §444 BGB gilt:

 

§ 444. Haftungsausschluss. Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat. 

 

Wenn der VOR-Fahrer dir das so bestätigt, kann der Händler ja nicht behaupten, das der Fehler nicht vorhanden war. Ich geh jetzt mal davon aus, das du bei einem VW-Händler gekauft hast ?

 Evtl. kann dir ein/der VW-Händler mal einen Einblick in die Werkstatthistorie geben. Da müssten ja die Reklamationen/Reparaturen vom VOR-Fahrer verzeichnet sein. 

 

 

Nun, dann ist nichts mit Gewährleistung und wenn dem Fahrer der Mangel bekannt war, aber nicht dem Eigentümer, dann ist der Verkäufer da auch 'raus, da ihm der Mange ja nicht bekannt gewesen sein muß.

Ich würde das Angebot des Verkäufers annehmen und den Wagen zurückgeben. Ich fand ihn eh recht teuer, wenn ich bedenke, daß ich für meinen Life TDI mit Winterpaket (Standheizung mit Fernbedienung, beheizte Sitze und Spiegel), Climatic, RCD 300, Tempomat, MFA +, AHK, Dauerfahrlicht, beide Sitze vorn mit Schubladen und Höheneinstellung, DWA, ZV, EFH, Nebler, ESP und 12 Monaten Garantie) 9.800€ vor einem Jahr bezahlt habe (EZ 12/2006). Gut, meiner hatte mit 134.000km mehr gelaufen, aber ich habe noch einen kompletten Service herausgehandelt, dabei wurde ein defektes Zweimassenschwungrad festgestellt, das auch samt Kupplung genauso wie die Bremsflüssigkeit und der Zahnriemen samt Kühlmittelpumpe gewechselt wurde. Ausgezeichnet war der Wagen übrigens vorher mit 10.450€.

Mittlerweile ist das ein Jahr her und es gab das Facelift sowie gerade wieder ein attraktives neues Sondermodell mit reichlich mehr Ausstattung.

So etwas ist immer ärgerlich, ich drücke dir die Daumen für ein gutes Ende der Angelegenheit.

Gruß

Uli

Ich persönlich würde das Angebot den Wagen zurückzugeben annehmen!

Wenn ich hier die ganzen Beiträge im Forum lese bezüglich defekten Gasdruckreglern (GDR) und den anderen Kleinigkeiten die am Caddy auftreten können, würde ich einen gebrauchten Caddy nur mit Gebrauchtwagengarantie kaufen.

Gruß Caddy06

...wenn du selbst schon ein "dummes" Gefühl in Sachen Reparatur hast, gib ihn zurück wenn du kannst.

Meist bewahrheitet sich das Bauchgefühl und es ist doch mehr dran als "nur" der Kat.

Gruß Bambi

Die ganzen rechtlichen Aussagen hier mögen ja stimmen. Helfen dir aber nicht weiter, das der Verkäufer dir ja die Rücknahme schon anbietet. Ich würd den Caddy zurückgeben. Mir wäre das Risiko zu groß. Und ein Schnäppchen ist der Kauf ja auch nicht gewesen. Für das Geld sollte man einen Eco doch auch mit Garantie bekommen.

Der 10/2006 wird noch den mechanischen Gasdruckregler drin haben - das ist zumindest ein weiteres Risiko für eine teure Reparatur. Muss nicht kommen. Kann aber.

Jens

am 11. März 2011 um 20:35

Ich würde den Caddy auch zurückgeben. Das Angebot erscheint mir im Hinblick auf die Ausstattung und die fehlende Garantie auch nicht besonders günstig.

Hat schon jemand geschrieben 'behalten'?

Mache ich auch nicht...:D

...und bei Herrn Jauch wäre das dann ein richtig guter Publikumsjoker gewesen;).

Der Fahrer war mehrmals in der Werkstatt

und der Besitzer hat keine Ahnung?

Zurück geben ohne wenn und aber.

MfG

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Volkswagen
  5. Caddy
  6. Caddy 3 & 4
  7. Behalten oder zurückgeben - was würdet ihr tun?