Batterie immer nur teilgeladen?
Hallo zusammen,
Bei meinem 400er sagt die Mercedes me app und auch die Ladespannungsanzeige fast immer nur teilgeladen.
Die Spannung ist in abgeschalteten Zustand nie höher als 12,1 Volt. Wenn der Motor läuft etwa 14,4. Fällt aber beim Abestellen des Motors innerhalb 20 Sekunden wieder auf die 12,1. Habe auch schon einige Male die Info auf dem Command gehabt: 30-60 Minuten fahren, da Batterie kritisch. Gleiche Meldung, wenn nur die Zündung 5 Minuten an ist (ohne Motor).
Ich mein, das Ding mag evt. nur im Schiebebetrieb geladen werden und Start Stop tut auch was dazu. Aber ich bin gerade die letzten Wochen immer 40 km Strecken gefahren, da müsste doch die Batterie mindestens 13,x Volt haben und nicht immer die Warnmeldungen kommen? Wie ist das bei Euch?
Ich werd ihn am Do mal in zum :) schieben, die sollen mal die Batterie testen. Wenn ich dann mit dem Wohnwagen unterwegs bin, will ich nicht stehenbleiben, weil ich mal bisschen die LED Lampen bei ner Pause angeschaltet hatte.
Danke für die Info,
Pertel
Beste Antwort im Thema
So, ich habe mir mal Die Zeit genommen und bin heute zu einem anderen Euromaster gefahren sowie zu ATU.
Bei dem Euromaster kann das Anlernen gemacht werden.
Mit Boschbatterie kostet dann alles 339€
Bei ATU mit einer Varta-Batterie inkl. Aus-und Einbau sowie Anlernprozess 302.54€
Die Preise klingen doch schon vernünftiger.
Nur so zur Info für diejenigen unter euch, die auch demnächst eine neue Batterie brauchen.
Schönes Wochenende.
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954 Antworten
Zitat:
@SchwatteKatte schrieb am 25. April 2022 um 11:26:48 Uhr:
Ich wollte mal rekonditionieren. Dafür müsste ich aber sicher wissen, ob wirklich AGM verbaut ist. Schonmal gemacht?
btw: Man sollte das Ladegerät in die Ausstattungsliste aufnehmen. Kauft ja eh fast jeder, wenn man diesem Forum glauben kann. Mit der aktuellen E-Klasse traut man sich ja nichtmal das Radio anzulassen, während Frau und Kind einsteigen. Braucht zuviel Strom! In Zündstufe 1 deutlich über 10A. Wer hat das konstruiert und dann eine 95Ah Batterie dazugeplant?
Eine AGM-Batterie sollte man nicht "rekonditionieren", der Modus ist für konventionelle Blei-/Säurebatterien gedacht. Die Flüssigkeit soll "kochen"/ausgasen, das kann eine AGM gar nicht, da die Flüssigkeit gebunden ist.
Humor ist, wenn man trotzdrm lacht.
Ach nee wirklich. So ein schönes und auch gutes Auto. Motor klasse! Getriebe erste Sahne. Sitze prima. Display grandios. Aber sowohl das Comand "offline" als auch die Batterie enttäuschen völlig.
Das man eine AGM nicht rekonitioniert, sieht CTEC anders. Kann ich mit Handbuch belegen. Es gibt dafür extra einen Modus.
Hallo ins Forum,
Ctek hat die Kombination tatsächlich drin, macht aber aber trotzdem nicht, da der Akku beschädigt werden kann. AGM verträgt Recond schlicht nicht.
Viele Grüße
Peter
PS: Nachher schreibe ich noch was ausführlicher dazu.
Hallo ins Forum,
jetzt auch Ausführlicher:
Ein normaler nasser Bleiakku hat die Säure frei fließend drin. Dessen Ladespannung liegt bei maximal 14,4V, damit es nicht ausgast. Im Betrieb können sich Ablagerungen bilden, die stören und im Extremfall einen Zellenschluss verursachen können. Diese Ablagerungen können mit einer überhöhten Ladespannung durch die Gasblasenbildung aufgewirbelt werden und - vereinfacht - sich wieder an den Bauteilen teilweise anlagern. Damit gewinnt der Akku an Leistung. Diese Spannung liegt meist bei 15,8-15,9V (also bei rund 110% der normalen Ladeschlussspannung). Die sich bildenden Gasblasen müssen aus dem Akku raus, wofür die normalen Akkus ausgelegt sind (die haben dafür Öffnungen bzw. Schläuche zum Ableiten von Gasen). Bei einigen Modellen kann auch noch Wasser nachgefüllt werden, was den Effekt verbessert.
Bei den zyklenfesteren AGM-Akkus (die auch höhere Ströme vertragen) ist die Säure eben nicht in einer freien Flüssigkeit vorhanden, sondern fest in einem Vlies gebunden. Solche Akkus brauchen eine höhere Ladeschlussspannung, nämlich meist um die 14,7V. Bei 14,7V würde bei normalen Akkus die Gasung leicht beginnen, so dass dies ungünstig wäre. Umgekehrt reichen die 14,4V bei den AGM-Akkus nicht für eine Vollladung aus. Sie brauchen aber auch eine besonders saubere Laderegelung, damit sie keinen Schaden nehmen.
AGM-Akkus sind auch deshalb so zyklenfest, weil sie absolut dicht gebaut sind. Da gibt's keine Öffnungen oder Ableitungsschläuche, weil alles gebunden abläuft. Damit sind sie auch vollständig wartungsfrei. Das Problem ist, dass auch bei AGM-Akkus bei Überspannung (z.B. auch schon bei 15,8V) eine Gasung auftreten wird. Insoweit würde sich die Gasung aus dem Vlies heraus ergeben, was dieses beschädigen kann. Außerdem steigt dann durch die Gasung der Innendruck im AGM-Akku. Damit dieser nicht platzt (z.B. wegen eines Fehlers), hat der AGM-Akku ein Überdrucknotventil. Dieses öffnet in solchen Überdrucksituationen und dies ist das Problem. Zum einen gelangen dann die Gase an Stellen, wo sie nicht hin sollen (sind explosiv) und zum anderen bleibt das Notventil offen, wenn es einmal geöffnet hat. Damit trocknet der AGM-Akku aus, wodurch er unbrauchbar wird.
Von daher darf ein AGM-Akku niemals mit 15,8V über einen längeren Zeitraum bekommen (was im Recond-Modus passiert), damit er nicht zerstört wird. Außerdem bilden sich durch das absorbierendes Vlies auch keine Ablagerungen, die durch die Gasung aufgewirbelt werden könnten. Somit bringt es nichts und schadet nur.
Viele Grüße
Peter
Super Beitrag, mal wieder, Peter!
Habe auch schon viel zum Thema gelesen und die Rekonditionierung ist wirklich nur für alte Bleiakkus vorgesehen, die eigentlich schon über den Jordan sind und noch mal wiederbelebt werden können.
Für neue AGM-Batterien ist dieser Modus der Anfang vom Ende. Auch nicht ganz ungefährlich für die Bordelektronik.
was haltet ihr von LiFePo4 batterien statt bleiakkus zu verbauen?
ich habe festgestellt das mein 213er die batterie auch nach längerer zeit nicht voll lädt und nach "kurzer" zündung von 30min bereits in den kritischen bereich rutscht
nach etwas googeln wird die euro6 lichtmaschinen regelung verantwortlich gemacht, die lädt bevorzugt beim bremsen und versucht die generator last niedrig zu halten, den bleiakku auf max 80% zu laden und das ganze um minimal sprit zu sparen und es ist natürlich grüner alle 3 jahre neue bleiakkus zu kaufen als einfach die akkus vollzuladen^^
deswegen kam ich auf die LiFe akkus, folgende vorteile sehe ich:
- leichter
- mehr startleistung
- längere lebensdauer
- konstante power bis leer
- bis auf 0% entladbar der interner BMS regelt
- manche LiFe haben eine euro6 verarsche (bms leerlauf simulation täuscht werte unter 80% vor) eingebaut, die immer 100% lädt(deutliche verbesserung)
- laden im vergleich zu bleiakkus 10x so schnell..also sind mit weniger fahrzeit auf einen viel höheren ladestand
nachteile:
- übertrieben teuer, 900-1000€ statt 130€ (preis ist künstlich hochgehalten, akkus in der größe würden selbst mit bms 200€ kosten)
- kein laden unter 0grad möglich, batterie muss erst erwärmt werden
überlege ganze zeit...ja nein..vielleicht?
jemand mal probiert, gibt es weitere nachteile?
Zitat:
AGM-Akkus sind auch deshalb so zyklenfest, weil sie absolut dicht gebaut sind. Da gibt's keine Öffnungen oder Ableitungsschläuche, weil alles gebunden abläuft.
Mmh, ich habe letztens die Batterie in meinem 212 220CDI getauscht. Da steckte oben seitlich ein Kunststoffschauch drin, den ich natürlich auch wieder in die neue AGM Batterie gesteckt habe.
Ich kenne diese Batterien aus dem Motorradbereich, der größte Nachteil ist wohl, wie schon von dir geschrieben unter null Grad keine Leistung, dein Wagen wird nicht anspringen bevor die Batterie nicht auf Betriebstemperatur gebracht wird, also muss die Batterie stark belastet werden damit sie sich aufwärmt, heißt Heizung auf volle Leistung stellen, Licht einschalten, oder mehrere Startversuche.
Sind ja auch kleiner als eine Normale, das ergibt die Frage der Befestigung und eben der Preis.
Ich würde gerne zu meiner Eingangsfrage zurückkommen.
Da so viele 213-Fahrer ein CTEC Ladegerät haben, wie ladet ihr? Die Bedienungsanleitung ist ja dazu nicht ganz eindeutig.
Hier der Textauszug aus dem Manual:
Programm für normale Batterien
14,4V/5A
Wird für Nassbatterien, Ca/Ca-, wartungsfreie
Batterien, Gel-Batterien und
viele AGM-Batterien verwendet
aber:
AGM-Option
14,7V/5A
Zum Laden der meisten AGM-Batterien
wie z. B. Optima und Odyssey
Und ist es überhaupt sicher, dass in meinem Fahrzeug 200D aus 09.2019 eine AGM verbaut ist?
Wenn S/S verbaut ja, sonst nachsehen.
Danke!
Ja, S/S ist verbaut.
Das steht oben auf der Batterie, wenn es eine AGM ist.
Es gibt Kfz mit S/S bei denen keine AGM-Batterien verwendet werden. Ob MB jemals normale Batterien im Zusammenhang mit S/S verbaut hat, weiß ich aber nicht.
Wenn du sicher sein willst, mach die Abdeckung ab und guck nach. Obwohl du beim 213er zu 99,99% eine AGM drin hast.
Zitat:
@SchwatteKatte schrieb am 26. April 2022 um 08:01:15 Uhr:
AGM-Option
14,7V/5A
Zum Laden der meisten AGM-Batterien
wie z. B. Optima und Odyssey
Dieses Programm verwenden, ansonsten wird deine AGM-Batterie nicht vollständig geladen.
Hallo ins Forum,
Zitat:
@nicoahlmann schrieb am 26. April 2022 um 07:16:41 Uhr:
Mmh, ich habe letztens die Batterie in meinem 212 220CDI getauscht. Da steckte oben seitlich ein Kunststoffschauch drin, den ich natürlich auch wieder in die neue AGM Batterie gesteckt habe.
sicher, dass es eine AGM war/ist? Beim 212er kamen die erst mit S/S rein. Möglich ist auch, dass der Schlauch für das Notventil ist, damit die (explosiven) Gase nicht in den Innenraum kommen.
Zitat:
@SchwatteKatte schrieb am 26. April 2022 um 08:01:15 Uhr:
Ich würde gerne zu meiner Eingangsfrage zurückkommen.
Da so viele 213-Fahrer ein CTEC Ladegerät haben, wie ladet ihr?
Mit AGM-Modus (aber ohne Recond-Option), damit die AGM auch richtig geladen wird und voll geladen werden kann.
Zitat:
Und ist es überhaupt sicher, dass in meinem Fahrzeug 200D aus 09.2019 eine AGM verbaut ist?
Ja, beim 213er sind wegen serienmäßiger S/S immer AGM-Akkus verbaut.
Zitat:
@delvos schrieb am 26. April 2022 um 10:35:10 Uhr:
Ob MB jemals normale Batterien im Zusammenhang mit S/S verbaut hat, weiß ich aber nicht.
Daimler hat bei Fahrzeugen mit S/S immer AGM im Einsatz gehabt (jedenfalls bei den Fahrzeugen im E-Segment; bei früheren Fällen in anderen Baureihen gab's auch mal S/S ohne AGM, da damals noch keine AGM nutzbar waren).
Viele Grüße
Peter