ForumCarina, Avensis, Camry
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Toyota
  5. Carina, Avensis, Camry
  6. Avensis entäuscht im 100.000 km Dauertest-Autobild 16.6.

Avensis entäuscht im 100.000 km Dauertest-Autobild 16.6.

Themenstarteram 16. Juni 2006 um 0:09

Hallo Toyota Gemeinde,

"Nichts ist unmöglich:Auch bei Toyota.Nach 100.000 Kilometern mit dem Avensis D-Cat offenbart der Japaner überraschende Schwächen und hinterlässt Flecken auf der blütenweißen Image-Weste."

So beginnt der Bericht (Orginal-Zitat)über den Dauertest,der heute in der Autobild veröffentlicht wurde.

Er blieb zwar nicht liegen, hatte aber einige

erhebliche Defekte,wie Kupplung,D-Cat,

Beschädigung an einer Getriebewelle u.a.Zudem trübten nicht erwartete Mängel das Bild:Ausgeleierte und durchgesessene Sitze,stark abnehmende Karosseriesteifigkeit,Korrosion und Kantenrost etc.

Es endet im Fazit:

"....Ein guter Ruf ist mühsam erarbeitet und ganz schnell wieder verspielt.Die knapp 1 Million Rückrufe des vergangenen Jahres zeigen,daß auch TOYOTA nur mit Wasser kocht."

Pers.Anmerkung:

Im Hinblick auf die Erwartungshaltung,die auch ich an Toyota

habe,ist das Ergebnis ziemlich ernüchternd.

Gruß Kühli

PS: Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich hier nicht den ganzen Artikel einstelllen.Vielleicht ist er ja schon auf der Autobild Homepage eingestellt. Ansonsten 1,30 € am Kiosk.

Beste Antwort im Thema
am 16. Juni 2006 um 3:55

Re: Avensis entäuscht im 100.000 km Dauertest-Autobild 16.6.

 

Guten Morgen,

Zitat:

Original geschrieben von Wallibelli

Hallo Toyota Gemeinde,

"Nichts ist unmöglich:Auch bei Toyota.Nach 100.000 Kilometern mit dem Avensis D-Cat offenbart der Japaner überraschende Schwächen und hinterlässt Flecken auf der blütenweißen Image-Weste."

ich bin nach meinen CVerso-Erlebnissen leider auch zu der Erkenntnis gekommen, dass Toyota nur mit Wasser kocht, leider allerdings erst, nachdem ich das Fahrzeug gekauft hatte.

Das wird jetzt in einem Langzeittest ebenfalls bestätigt. Der Kunde hat jahrelang die Zuverlässigkeitsfloskel von Toyota von und in allen Medien tagtäglich förmlich um die Ohren geworfen bekommen. Dazu kamen noch die neuen Kundenzufriedenheitsstudien à la J.D.Power sowie die Pannenstatistiken, die ihr übriges zu dieser Entwicklung beisteuerten. Dass sowohl Kundenzufriedenheitsstudien wie auch Pannenstatistiken für den Kunden allenfalls tendentielle Aussagekraft haben, wie bereits des öfteren hier im Forum diskutiert wurde, ging stets im geballten, vereinfachenden Medien-Echo unter. Dass man die Qualität eines Fahrzeugs nicht nur an seiner angeblichen Pannenhäufigkeit messen kann, sondern auch noch eine Vielzahl anderer Faktore berücksichtigen soll, ebenfalls.

Die Konsequenz war, zumindest auf dem deutschen Markt, dass man als potentieller Käufer förmlich zur Überzeugung gelangen musste, dass es nur noch einen Anbieter gibt, der dem Kunden wirklich zuverlässige Automobile auf den Hof oder besser in die Garage stellen kann. Nicht wenige, auch ich gehörte dazu, haben dann aus schlechtem Gewissen (=wenn ich keinen Toyota kaufe, "erkaufe" ich mir dadurch mangelnde Zuverlässigkeit und damit Unglücklichkeit) einen Toyota gekauft. Über meine damalige Naivität kann ich mich heute noch wundern.

Es ist gut, wenn man jetzt erfährt, dass durch die Ernüchterung bei vielen (potentiellen) Kunden bei der Studie aktueller Langzeittests (der von AutoBild ist ja nicht der einzige zu diesem Thema) etwas mehr Sachlichkeit in die Diskussion einkehrt. Ich kann mich noch gut erinnen, wie arrogant sich damals einige Händler der Toyota-Händlerorganisation mir gegenüber verhalten haben, als ich meinem Gebrauchtwagen (VW Bora) in Zahlung geben wollte. Ich musste ihn fast wie sauer Bier anbieten, obwohl mich das Fahrzeug in während seiner gesamten Laufzeit nur einmal im Stich gelassen hatte (durchgebrannte Sicherung). Da fielen Floskeln wie "tja, wollen wir jetzt doch mal ein zuverlässiges Auto fahren" oder "da werde ich wohl Schwierigkeiten haben, Ihr Fahrzeug ohne grosse Preisabschläge zu verkaufen, denn unsere Kunden sind zuverlässige Fahrzeuge gewohnt" etc.

Dadurch, dass Toyota aus Konkurrenzdruck die Komplexität seiner Fahrzeuge ständig erhöhen muss, steigt trotz Toyota Production System bekanntlichermassen auch die Fehleranfälligkeit- und Häufigkeit. Einen aktuellen Toyota mit einem Modell von vor 10 Jahren zu vergleichen und die zum damaligen Zeitpunkt sicherlich existente Zuverlässigkeit in die Disussion zu werfen, macht in Punkto Aussagekraft in Bezug auf Zuverlässigkeit und Qualität eigentlich keinen großen Sinn, denn die damaligen Modelle waren sowohl sicherheits- wie auch komforttechnisch wesentlich einfacher konstruiert wie heute! Trotzdem ist es schon allerhand, dass man bei einem aktuellen Fahrzeug dieser Preisklasse wieder Probleme mit Kantenrost u.ä. hat.

Ich warte jetzt schon auf diejenigen, die schreiben, dass es sich selbstverständlich

- nur um einen bedauernswerten Einzelfall handelt,

- der von AutoBild noch dazu masslos übertrieben wird (die "bösen Medien", die in der Vergangenheit so viel positives über die Marke geschrieben haben"),

- dass das Problem ausschliesslich in der europäischen Fertigung der Fahrzeuge liegt,

- dass die in noch Japan produzierten Toyotas weiterhin glänzend in Punkto Qualität dastehen,

- das Testfahrzeug ja kein einziges Mal stehen geblieben ist, die Zuverlässigkeit also weiterhin stimmt,

- die aufgetretenen Defekte und Probleme eigentlich belanglos sind, da sie durch die durchweg kompetenten Toyota-Händlerbetriebe im Vergleich zu anderen Marken unverzüglich behoben werden,

- die 3-Jahres-Garantie dem Kunden im Vergleich zur Konkurrenz eine grosse Sicherheit bietet und

- dass zuguterletzt im übrigen gerade die anderen Hersteller europäischen Ursprungs den Mund in Punkto Qualität nicht voll nehmen zu brauchen.

Das mag z.T. stimmen, nur war und ist es Toyota selbst, die Langzeittests, u.a. auch in AutoBild, und das restliche Medienecho in der Vergangenheit zum Anlass nahmen, die besondere Stellung und den Ruf der eigenen Marke in Punkto "Qualität" wie auch "Zuverlässigkeit" wie selbstverständlich und aggressiv in den Himmel zu heben. Wer erinnert sich nicht an den Fernsehspot mit dem getarnten Corolla-Faher, der angeblich mit einer Panne am Strassenrand steht. Oder einem Werbeplakat, in dem im Hintergrund ein Pannen-GolfIV abgebildet war.

Gerade hier im Forum gibt es meiner Beobachtung nach eine langgepflegte Tradition, negative Erlebnisse mit der Marke zu verharmlosen, als Nebensächlichkeiten oder Hirngespinste von wenigen wegzudiskutieren oder einfach den Fokus auf die Konkurrenz zu lenken, die ja auch nicht besser dastünde :)

Daher ist es doch gut zu wissen, dass das Sprichwort "Hochmut kommt vor dem Fall" offenbar auch bei Toyota keine Ausnahme macht :)

Nichts für ungut & Gruß

Verso

450 weitere Antworten
Ähnliche Themen
450 Antworten
am 17. Juni 2006 um 18:35

Zitat:

Original geschrieben von Bernd N

Nicht wirklich.

Ich habe auf anhieb nur die 2004er Zahlen gefunden(US):

Neuzulassungen 2,4 Mio Chrysler ohne Mercedes, 2 Mio Toyotas incl. Lexus,

220000 Mercedes.

Gruß

Bernd

Achso, so rechnest du. Ich bin von der Gesamtmenge ausgegangen. Denn auch wenn Toyota eine Menge Werke in den USA unterhält, so kommen die meisten Autos immer noch aus Japan...

am 17. Juni 2006 um 18:40

Mir ist allerdings immer noch nicht ganz klar was mit den NOx geschieht ...

Diese spalten sich ja nicht so einfach in N2 und Sauerstoff ...

Hmmm ...

Und was hast du davon Nissin??

am 17. Juni 2006 um 18:46

Zitat:

Original geschrieben von Alfitsch

Und was hast du davon Nissin??

Wie soll ich diese Frage verstehen Alfitsch ???

am 17. Juni 2006 um 18:48

@bernd N: ich will nicht klingen wie "öl ins feuer gießen zu wollen", aber wenn es um das thema Rückrufe geht, kann ich mir einfach nicht verkneifen jedesmal wieder zu sagen unter welchen "Bedienungen" die einzelnen Hersteller am Markt vertreten sind. Soll heißen, Toyota expandiert momentan wie kein zweiter, baut Kapazitäten auf rund um den Globus und muss kucken daß die Qualität einigermaßen gleich bleibt. Mercedes dagegen baut seit JAHREN ungefähr die gleiche Stückzahl (etwa 1 Mio. Fahrzeuge) und bekommt momentan die Krise wenn sie an drei Standorten gleichzeitig die neue C-Klasse produzieren sollen. Was wäre bei Mercedes los wenn die auch JEDES JAHR 600.000 Fahrzeuge MEHR produzieren müssten? Ich will nicht arrogant klingen, aber jeder der mit Produktion in der Autoindustrie etwas anfangen kann, weiß daß alle anderen Hersteller mindestens genauso zu kämpfen hätten wie Toyota im Moment. Für diesen Kraftakt macht es Toyota wirklich ausgezeichnet.

Und um noch einen draufzusetzen, wirklich "krasse" Rückrufe konnte ich bei Toyota noch nicht lesen. ausgebrannte Fahrzeuge der Konkurrenz auf der Autobahn die habe ich schon gesehen. und ich denke die bilder in der Auto-Bild dazu hat jeder auch gesehen.

Zitat:

Original geschrieben von LandCruiser200

Und um noch einen draufzusetzen, wirklich "krasse" Rückrufe konnte ich bei Toyota noch nicht lesen. ausgebrannte Fahrzeuge der Konkurrenz auf der Autobahn die habe ich schon gesehen. und ich denke die bilder in der Auto-Bild dazu hat jeder auch gesehen.

Toyota ruft in Deutschland mehr als 36.000 Fahrzeuge der Baureihen

Avensis, Corolla und Prius wegen Problemen mit der Lenkung zurück. Weltweit sind fast eine Million Autos betroffen. Offenbar kann es bei Autos mit elektrischer Servolenkung zu Problemen an einer Lenkzwischenspindel und einem Schiebegelenk kommen.

Grund sei frühzeitiger Verschleiß durch mangelnde Materialfestigkeit. Es entstehe dann ein für den Fahrer deutlich vernehmbares Knackgeräusch. Wenn dieses Geräusch über einen längeren Zeitraum hin ignoriert wird und sich der Verschleiß in dieser Zeit fortsetzt, könne dies schlimmstenfalls dazu führen, dass das Fahrzeug seine Lenkbarkeit verliere. Europaweit sind 41 solcher Fälle bekannt geworden.

http://www.repxpert.com/lukas/content?id=3722&type=32

No comment!

am 17. Juni 2006 um 19:03

@Bernd N:

Der Rückruf wurde hier schon einmal Diskutiert, genauso wie der 1Mio. Rückruf von DC wegen der SBC-Bremse. Und wie gesagt, das sind knappe 10% der Jahresproduktion von Toyota...

am 17. Juni 2006 um 19:06

@bernd N: "Krass" nenne ich wenn bei einem nicht einmal 1 Jahr alten Touran ein elektr. Kurzschluss passiert (OHNE Vorwarnungen) und einem das Auto ABFACKELT. Ich denke den Bericht dazu in Auto-Bild hat jeder gelesen.

Bei deinem Zitat (Rückruf mit der Lenksäule) erkenne ich mind. 5 "Warnstufen" bis es zum schlimmsten kommen KÖNNTE. 41 Fälle sind bekannt? Gab es Tote? Verletzte? Unfälle? Weiß man´s.....

gut ist der rückruf trotzdem nicht keine Frage.

@ Nissin,

ich meinte was es dir bringt das Toyota so viele Fahrzeuge verkauft, normalerweise sind dann die Autos auch deutlich teurer wenn die Marke stückzahlenmässig so erfolgreich ist.

Das kann ja für den Privatkunden, bis auf den Wiederverkauf nicht wirklich positiv sein, oder?

Zitat:

Original geschrieben von LandCruiser200

@bernd N: ich will nicht klingen wie "öl ins feuer gießen zu wollen", aber wenn es um das thema Rückrufe geht, kann ich mir einfach nicht verkneifen jedesmal wieder zu sagen unter welchen "Bedienungen" die einzelnen Hersteller am Markt vertreten sind. Soll heißen, Toyota expandiert momentan wie kein zweiter, baut Kapazitäten auf rund um den Globus und muss kucken daß die Qualität einigermaßen gleich bleibt. Mercedes dagegen baut seit JAHREN ungefähr die gleiche Stückzahl (etwa 1 Mio. Fahrzeuge) und bekommt momentan die Krise wenn sie an drei Standorten gleichzeitig die neue C-Klasse produzieren sollen. Was wäre bei Mercedes los wenn die auch JEDES JAHR 600.000 Fahrzeuge MEHR produzieren müssten? Ich will nicht arrogant klingen, aber jeder der mit Produktion in der Autoindustrie etwas anfangen kann, weiß daß alle anderen Hersteller mindestens genauso zu kämpfen hätten wie Toyota im Moment. Für diesen Kraftakt macht es Toyota wirklich ausgezeichnet.

Und um noch einen draufzusetzen, wirklich "krasse" Rückrufe konnte ich bei Toyota noch nicht lesen. ausgebrannte Fahrzeuge der Konkurrenz auf der Autobahn die habe ich schon gesehen. und ich denke die bilder in der Auto-Bild dazu hat jeder auch gesehen.

Aber mal ne Frage dazu: was habe ich davon als Endkunde, ob der Hersteller mehr oder weniger produziert, wenn die Qualität letzten Endes nachlässt (auch wenn nur unwesentlich...Hauptsache: besser wird die Qualität davon offensichtlich nicht).

Also verstehe ich jetzt nun mal wirklich nicht, was es mir bringt, Stückzahlen oder sonst was zu vergleichen, wenn ich, als Endkunde, mit meinem Toyota vor 10 Jahren sehr zufrieden war und wenn ich dies heute nicht wäre (ist ja jetzt nur eine Annahme, ich selbt hatte und habe kein Toyota, obwohl ich wirklich nichts gegen Toyota habe)??? Hier liest man ja auch ziemlich oft von solch unzufriedenen Fällen...

Zitat:

Original geschrieben von LandCruiser200

@bernd N: "Krass" nenne ich wenn bei einem nicht einmal 1 Jahr alten Touran ein elektr. Kurzschluss passiert (OHNE Vorwarnungen) und einem das Auto ABFACKELT. Ich denke den Bericht dazu in Auto-Bild hat jeder gelesen.

Bei deinem Zitat (Rückruf mit der Lenksäule) erkenne ich mind. 5 "Warnstufen" bis es zum schlimmsten kommen KÖNNTE. 41 Fälle sind bekannt? Gab es Tote? Verletzte? Unfälle? Weiß man´s.....

gut ist der rückruf trotzdem nicht keine Frage.

Der Rückruf bei VW bzw. dem Touran hatte nichts mit der Elektrik zu tun sonden wenn ich mich recht erinnere mit der Kupplung wo ein schleifendes Zweimassenschwungrad für Funkenflug und somit Feuergefahr sorgte;)

Andy

am 17. Juni 2006 um 19:15

Zitat:

Original geschrieben von Alfitsch

@ Nissin,

ich meinte was es dir bringt das Toyota so viele Fahrzeuge verkauft, normalerweise sind dann die Autos auch deutlich teurer wenn die Marke stückzahlenmässig so erfolgreich ist.

Das kann ja für den Privatkunden, bis auf den Wiederverkauf nicht wirklich positiv sein, oder?

Lest doch bitte erstmal worum es da ging.

Zitat:

Original geschrieben von Joohn

Mir ist allerdings immer noch nicht ganz klar was mit den NOx geschieht ...

Diese spalten sich ja nicht so einfach in N2 und Sauerstoff ...

Hmmm ...

Vielleicht hilft dir dieser Link weiter:

http://www.toyota.de/innovation/technology/engines/dcat.asp

Dort steht unter Punkt 4:

"Der DPNR-Katalysator wirkt optimal, indem das Kraftstoff-Luft-Verhältnis in den Abgasen durch das Motorsteuersystem variiert wird. Zu diesem Zweck sitzt eine fünfte Einspritzdüse im Auslasskanal. Im entscheidenden Moment spritzt diese Düse Kraftstoff in den Auslasskanal hinter dem Abgaskrümmer, um die Betriebsbedingungen für den DPNR-Katalysator zu verbessern. Dieses kurzzeitige Anfetten des Kraftstoff-Luft-Gemisches ermöglicht dem DPNR-Katalysator, die gespeicherten Stickoxide auszulösen und zu reduzieren."

Wenn ich mich an meinen Chemie-Unterricht erinnere, bedeutet "reduzieren", dass der Sauerstoff aus der Verbindung entfernt wird. Im konkreten Fall kann das eigentlich nur bedeuten, dass das Stickoxid (NOx) in Stickstoff (N) und Sauerstoff (O2) zerlegt wird. Und diese beiden Stoffe kommen bekanntlich in größeren Mengen auch in unserer Atemluft vor ...

am 17. Juni 2006 um 21:43

Zitat:

Original geschrieben von gs-hybrid

Wenn ich mich an meinen Chemie-Unterricht erinnere, bedeutet "reduzieren", dass der Sauerstoff aus der Verbindung entfernt wird. Im konkreten Fall kann das eigentlich nur bedeuten, dass das Stickoxid (NOx) in Stickstoff (N) und Sauerstoff (O2) zerlegt wird. Und diese beiden Stoffe kommen bekanntlich in größeren Mengen auch in unserer Atemluft vor ...

Soweit fast richtig beschrieben - nur wird meist der Sauerstoff eben in CO2 gebunden...

Man kann sich das so vorstellen: Sauerstoff O will "lieber" mit Kohlenstoff C bzw. CO zusammen als mit Stickstoff N. Wenn aber - wie im Diesel prinzipbedingt - mehr O vorhanden ist, als für die vollständige Verbrennung des als Kraftstoff eingespritzten C und H, dann reagiert (besonders bei hohen Temperaturen) das "übrige" O mit N aus der Luft. Mit der fünften Einspritzdüse wird nun wieder C und H eingespritzt, das das O dem N wegreißt.

Im Benzinmotor mit G-Kat muss deswegen das Gemisch genau bei Lambda=1 gehalten werden - damit im Abgas genau die richtige Menge NOx und O und CO vorhanden sind, um zusammen zu N2 und CO2 wegreagiert zu werden (im Kat, den man braucht, damit die Reaktion schneller und vollständiger abläuft)

NOx und CO entstehen bei der Verbrennung im Motor in gewissen Maßen immer, die ist einfach zu kurz und eingeschränkt, um das zu verhindern...

Wenn der Motor fetter läuft (Lambda < 1) dann ist zu wenig Sauerstoff da, es bleibt CO im Abgas übrig und da der Kat auch nicht genug Luft hat, geht das hinten raus. Bei zu mager laufendem Motor (Lambda > 1) ist zu viel Sauerstoff da, es bleibt NOx übrig, da kein CO mehr da ist, dass dem NOx den Sauerstoff entreißt.

Ein ganz hübsches Diagramm ist bei NGK zu finden: http://www.ngkntk.de/uploads/pics/Lambda_Grafik_Funktion_2.gif

(HC sind unverbrannte Kohlenwasserstoffe - bei viel zu wenig Luft...)

Deswegen wird bei der Nachverbrennung auch kein/deutlich weniger NOx frei, denn es wird deutlich näher an Lambda 1 laufen, als der normale Motorlauf.

MfG, HeRo

am 17. Juni 2006 um 22:07

Zitat:

Original geschrieben von Yarissol

Ja, sehr seltsam. Nur Auto Bild erwischt immer Toyotas die auseinanderfallen....*wunder*

seltsam, dass ihr es nie glaubt.

Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Toyota
  5. Carina, Avensis, Camry
  6. Avensis entäuscht im 100.000 km Dauertest-Autobild 16.6.