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Autoscheibe SELBST eingeschlagen. Zahlt die Vollkasko?

Themenstarteram 8. Juni 2014 um 15:37

Hi Leute,

kurz um, hatte meinen Schlüssel im Auto liegen lassen wo auch mein Wohnungsschlüssel drin war. Habe danach bei VW angerufen die sagten dass die einzige Möglichkeit ist die Scheibe einzuschlagen...

Gesagt getan, Scheibe eingeschlagen und den Schlüssel "zurückbekommen".

Nun meine Frage: Zahlt das meine Vollkaskoversicherung? Habe noch nie etwas mit der Versicherung zu tun gehabt, da es auf meine Mutter versichert ist, wie muss ich jetzt heute am Sonntag vorgehen?

Gruß Henny93

Beste Antwort im Thema

Zitat:

...........wie muss ich jetzt heute am Sonntag vorgehen?

Findest Du heute jemanden, der Dir einen neue Scheibe einbaut?

Wenn nicht Auto in Garage, am Dienstag reparieren lassen und Rechnung zur Versicherung schicken. Ist übrigens ein Teilkaskoschaden - SB musst Du/Deine Mutter natürlich selber zahlen.

Der ADAC hätte da übrigens sicher günstiger geholfen - vor allen Dingen schadenfrei - aber dann hätte VW ja nichts daran verdient ;).

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Auch wenn wir vermutlich diesbezüglich nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden, kann ich nicht verstehen, wieso Du es als Betrug(sversuch) wertest, einen Schadenfall beim Versicherer einzureichen, der nicht versichert ist.

Das passiert tagtäglich zig mal! Wie und vor allem warum willst Du eine Abgrenzung machen, ob der Kunde weiss, dass es nicht versichert ist, vermutet, dass es nicht versichert ist oder im treuen Glauben ist, dass es versichert ist, obwohl es das nicht ist?

am 12. Juni 2014 um 18:11

Das mache nicht ich sondern der Gesetzgeber in der von mir zitierten Norm.

Du unterliegst dem Irrtum, dass das Verschweigen wahrer Tatsachen in Ordnung ist. Wenn Du an den in machen Fällen passenden Spruch denkst "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" kannst Du vielleicht auch ableiten, dass Wissen eben eine relevante Rolle spielt im Strafrecht.

Mal vielleicht eine andere Herangehensweise:

Angenommen Du hast ein Autos gekauft und der Verkäufer wusste, dass der Wagen ein Totalschaden hatte, hat es Dir aber verschwiegen; Du hast aber auch nicht danach gefragt; zu dem wurde auch im Kaufvertrag hierzu nichts festgehalten.

Ist das Verhalten vom Verkäufer i.O.?

Nach Deiner Ansicht wärest Du der Depp, weil Du ja nicht gefragt hast, ob der Wagen einen Vorschaden hatte. Oder hätte der Verkäufer evtl. Dich doch informieren müssen?

Es ist im Prinzip genau das gleiche: Der Verkäufer erregt bei Dir - durch Verschweigen - den Irrtum, dass das Fahrzeug unfallfrei ist. Hierauf stützt Du Deine Entscheidung (zumindest hinsichtlich des Kaufpreises).

Etwas anderes wäre es natürlich, wenn der Verkäufer auch nichts davon weiß!

Natürlich musst Du straftrechtlich abgrenzen, ob bewusst, fahrlässig (unbewusst) oder schuldlos ein Tatbestand erfüllt ist. Dies ist im übrigen bei vielen Straftatbeständen auch für die Bemessung der Strafe relevant.

Ist auch logisch: Mal abstrahiert von der Beweisproblematik würde sonst ja derjenige der ausversehen grob fahrlässig jemand im Straßenverkehr umfährt genauso bestraft werden, wie jemand der es absichtlich macht. Das kann nicht wirklich gewoltl sein, oder?

Gruß Phaeti

Zitat:

Original geschrieben von Mimro

Auch wenn wir vermutlich diesbezüglich nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden, kann ich nicht verstehen, wieso Du es als Betrug(sversuch) wertest, einen Schadenfall beim Versicherer einzureichen, der nicht versichert ist.

Das passiert tagtäglich zig mal! Wie und vor allem warum willst Du eine Abgrenzung machen, ob der Kunde weiss, dass es nicht versichert ist, vermutet, dass es nicht versichert ist oder im treuen Glauben ist, dass es versichert ist, obwohl es das nicht ist?

Der Denkfehler ist, dass Du das Einschlagen der Scheibe als Schaden (= Einbuße durch unfreiwilliges Ereignis) hinstellst.

Es ist kein Schaden und deshalb auch keine Sache für eine Schadensversicherung.

Frage:

Bei welcher Versicherung erhält man Schadensersatz ohne (kurze) Schilderung der Schadensumstände ?

O.

am 12. Juni 2014 um 19:12

naja da hat er schon recht das Glasschäden aus wirtschaften Erwägungen auch direkt über die Werkstatt per Abtretung ohne weitere Prüfung der Schadenursache abgerechnet werden.

Das ist aber kein Persilschein.

Zitat:

Original geschrieben von phaetoninteressent

naja da hat er schon recht das Glasschäden aus wirtschaften Erwägungen auch direkt über die Werkstatt per Abtretung ohne weitere Prüfung der Schadenursache abgerechnet werden.

Das ist aber kein Persilschein.

Bei Steinschlag in der Frontscheibe nachvollziehbar.

Aber bei eingeschlagener Seitenscheibe?

Keine Nachfrage der Werkstatt? Keine Nachfrage der Versicherung?

O.

am 12. Juni 2014 um 20:52

meiner Erfahrung nach nicht.

Ist aber auch nachvollziehbar: Die Kosten für eine Nachfrage stehen in keinem Verhältnis zum wirtschaftlichen Erfolg dieser, da es, wie in diesem Thread hier ja auch beschrieben, nahezu keine Situation gibt, in der Versicherungsschutz nicht besteht. Und bei der marginalen Anzahl bei denen dies doch der Fall ist, stellt sich die Frage der Aufdeckungsquote.

Diesen Hintergrund verkauft der Versicherer natürlich als Service am Kunden verpackt als "zeitnahe und unbürokratische Schadenregulierung".

Gruß Phaeti

Zitat:

Original geschrieben von phaetoninteressent

Mal vielleicht eine andere Herangehensweise:

Angenommen Du hast ein Autos gekauft und der Verkäufer wusste, dass der Wagen ein Totalschaden hatte, hat es Dir aber verschwiegen; Du hast aber auch nicht danach gefragt; zu dem wurde auch im Kaufvertrag hierzu nichts festgehalten.

Wenn der Verkäufer mir nicht bestätigt, dass das Fahrzeug unfallfrei ist und ich nicht nachfrage, bin ich der Depp, wie Du das formuliert hast... Der Verkäufer ist doch nicht verpflichtet mir unaufgefordert mitzuteilen, dass das Fahrzeug reparierte Vorschäden hat!

Zitat:

Original geschrieben von Mimro

 

Der Verkäufer ist doch nicht verpflichtet mir unaufgefordert mitzuteilen, dass das Fahrzeug reparierte Vorschäden hat!

Falsch

Der Verkäufer eines Gebrauchtwagens muss einen Schaden oder Unfall, der ihm bekannt ist, grundsätzlich auch ungefragt dem Käufer mitteilen, wenn er sich nicht dem Vorwurf arglistigen Verschweigens aussetzen will. Dies gilt nicht, wenn der Schaden oder Unfall so geringfügig war, dass er für den Kaufentschluss unbedeutend ist ( BGH Urteil vom ???).

O

am 13. Juni 2014 um 15:24

Worüber wird eigentlich diskutiert?

Das bei vorsätzlich herbeigeführten Schäden keine Versicherung zahlt, sollte jedem vernünftig denkenden Menschen einleuchten. Der TE sollte es spätestens nach diesem Thread auch wissen.

Alle guten Tipps und Ratschläge, wie ein Versicherer doch noch zu einer Zahlung veranlasst werden könnte, zeigt doch mal wieder die vorherrschende Meinung, das Versicherungsbetrug als Kavaliersdelikt betrachtet wird.

Das mag in vielen Fällen gut gehen und unentdeckt bleiben. Aber dann sollte sich auch niemand beschweren, wenn der Versicherer bei entsprechender Feststellung die "Keule" schwingt. Die Zeiten, in denen ein Versicherer einen derartigen Schaden lediglich als unberechtigt zurückweist, sind schon lange vorbei.

Die möglichen Konsequenzen mag der eine oder andere hier nicht überschauen oder nachzuvollziehen. So ein kleiner Betrugsversuch hat aber dem einen oder anderen Versicherungsnehmer schon erhebliche Nachteile eingebracht, wenn es z.B. bei einem Diebstahlereignis auf die Glaubwürdigkeit ankommt.

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