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Autos die man "vergessen" hat
Hallo Zusammen!
Wie wär denn mal ein Thread mit Autos die nicht nur aus dem Strassenbild verschwunden sind, sondern auch aus dem Gedächtnis??
Beste Antwort im Thema
ich hab leider vergessen, welche ich vergessen hab. Kann mir einer sagen welche das sind? :D
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12000 Antworten
Ford hatte früher auch ein viel besseres Image, ne?
Würde ich nicht sagen. :)
Zitat:
@MarMor2000 schrieb am 8. Juni 2020 um 13:32:46 Uhr:
Ford hatte früher auch ein viel besseres Image, ne?
Ford galt als etwas "billiger"
Opel, zB Ascona oder Rekord ebenso.
BMW oder Audi war um einiges teurer.
War aber noch nie Opelaner, hatte im Leben auch nur mal einen C-Kadett. Aber auch nur, weil ich ihn geschenkt bekam. Habe aber eine Woche dran geschweißt um noch mal eine HU zu bekommen. Dann halbes Jahr gefahren und verkauft.
Gruß Jörg.
Ich hatte schon jede Marke mindestens ein Mal. Schrott kommt überall vor. So ist das :)
Zitat:
@Ostelch schrieb am 8. Juni 2020 um 08:48:28 Uhr:
Zitat:
Ja, die gab es. Das ging letztlich auf die Besatzungszonen nach 1945 zurück. Der Norden war zwar britische Zone, aber Bremen, Bremerhaven und bis Dezember 1945 auch die Landkreise Wesermünde, Osterholz und Wesermarsch gehörten zur amerikanischen Zone, damit die amerikanischen Einheiten einen eigenen Seehafen zur Versorgung hatten. Deshalb gehört heute noch zum Land Bremen auch die Stadt Bremerhaven.
Grüße vom Ostelch
Danke. Das mag noch so OT sein, ich finde es super interessant. Du kommst aus Dresden und kennst die Neckarsulmer Autogeschichte genauso wie die Landkreise in und um Bremen... Chapeau!
Zitat:
@63er-joerg schrieb am 8. Juni 2020 um 13:53:27 Uhr:
Zitat:
Ford galt als etwas "billiger"
Opel, zB Ascona oder Rekord ebenso.
BMW oder Audi war um einiges teurer.
Audi war bis Anfang der 80er genau in der gleichen Liga wie Opel und Ford, sowohl qualitativ als auch preislich. Den Rostschutz der 70er-Jahre-Modelle würde ich aus eigener leidvoller Erfahrung als schlechter bezeichnen als bei Opel. Das biedere Image teilte man insbesondere mit Opel.
Dass Audi in einem Atemzug mit BMW und sogar Mercedes genannt wurde, begann erst Ende der 80er, nachdem man ab Anfang des Jahrzehnts mit Aerodynamik, quattro-Antrieb und Vollverzinkung wirkliche Innovationen in Serie brachte, die das Image nachhaltig pushten und es Audi auch erlaubten, deutlich höhere Preise zu verlangen. Man kann von dem verstorbenen Ferdinand Piëch halten was man will, aber das war sein Meisterstück.
Zitat:
@MarMor2000 schrieb am 8. Juni 2020 um 10:05:17 Uhr:
und wie war das mit dem Lager was da abgefackelt ist, weiso haben die denn da nie wieder was aufgebaut? kein Geld gehabt? also wenn das jetzt hier nicht zu OT ist ...
Der Brand im Ersatzteillager von Ford in Köln-Merkenich hat im Jahr 1977 ca. 75% der dort gelagerten Ersatzeile vernichtet und war einer der größten und teuersten Industriebrände in Deutschland nach dem Krieg. Das Lager wurde wieder aufgebaut, aber sehr viele Ersatzteile für ältere Fahrzeuge, die auch nicht mehr nachproduziert werden konnten, wurden dabei vernichtet. An den Folgen dieses Brandes vor 53 Jahren leidet noch heute die Ford-Oltimerszene. Das hatte nichts mit Zeit und Geld zu tun. Die auf Vorrat produzierten Teile sind unwiederbringlich verloren.
So sah das damals aus: https://m.youtube.com/watch?v=EWiHhofD5tE
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Ostelch schrieb am 8. Juni 2020 um 09:03:21 Uhr:
Zitat:
@VolkerIZ schrieb am 07. Juni 2020 um 22:27:24 Uhr:
Das wurde während der Bauzeit mal geändert. Es gibt den P6 mit und ohne Taunus.
Bis 1967 hat Ford seine Pkw unter dem Markennamen "Taunus" verkauft, nicht als "Ford". Erst ab 1967 änderte sich das. "Ford" wurde wieder der Markenname und ab dem Taunus TC war "Taunus" ein Modellname. Das typische blaue Logo ("Fordpflaume") kam wohl erst mit dem überarbeiteten Taunus TC 1976 wieder auf die Fahrzeuge. Bis dahin war6das Kölner Stadtwappen auf den Autos. Auch so eine Spätfolge der Nazizeit, in det6dad Ford-Logo verboten wurde.
Grüße vom Ostelch
Diese Geschichte habe ich auch von dir gelernt. Wie du weiter vorne im Thread schon geschrieben hast, hat das aber wirklich keiner verstanden. Jeder aus der älteren Generation sprach bei diesen Autos von Ford-Modellen. Auch in Chroniken wie der von Werner Oswald stand in meiner Erinnerung nichts darüber, aber da kann ich auch mal was überlesen haben.
Oswald hat immerhin den Taunus in Klammern gesetzt, weil der P6 nicht immer so heißt. Umgangssprachlich war das aber immer ein Taunus und ein Ford sowieso.
Den tatsächlichen Sprachgebrauch sollte man nie unterschätzen. Der Käfer wurde ursprünglich von VW gar nicht so genannt, irgendwann war der "Spitzname" so populär, dass der Hersteller ihn übernahm.
Bei Ford war das Kölner Stadtwappen bis Ende der 60er gebräuchlich. Anfang der 70er stand einfach nur Ford drauf. Habe gerade heute einen Granada der ersten Serie (Zweitürer!) gesehen, da war das so. Ebenso beim ersten und zweiten Escort.
VW hat in den 50ern noch mit Klagen gedroht, wenn einer den Volkswagen "Käfer" genannt hat. Aber das war wohl irgendwie nicht durchzuhalten. Es waren einfach zu viele. :D
Mit Klagen gedroht... auch die deutsche Humorlosigkeit ist nicht zu unterschätzen und tut manchmal weh.
Aber natürlich war das auch eine andere Zeit, die wir nicht immer nachvollziehen können.
Die nächste Frage wäre, ob VW sich den Namen später hat schützen lassen bzw. ob das rechtlich überhaupt möglich war.
Zitat:
VW hat in den 50ern noch mit Klagen gedroht, wenn einer den Volkswagen "Käfer" genannt hat. Aber das war wohl irgendwie nicht durchzuhalten. Es waren einfach zu viele.
Man könnte jetzt die New York Times vom 3. Juli 1938 zitieren:
"[…] In a short time Der Fuehrer is going to plaster his great sweeps of smooth motor highways with thousands and thousands of shiny little beetles, purring along from the Baltic to Switzerland and from Poland to France, with father, mother and up to three kids packed inside and seeing their Fatherland for the first time through their own windshield.” ;)
Ohne dass ich da was Konkretes weiß, aber es spricht dafür, dass nie jemand anders den Namen verwendet hat.
Zitat:
@VolkerIZ schrieb am 9. Juni 2020 um 21:35:41 Uhr:
Oswald hat immerhin den Taunus in Klammern gesetzt, weil der P6 nicht immer so heißt. Umgangssprachlich war das aber immer ein Taunus und ein Ford sowieso.
"Im August 1967 wurden der Ford 17M und Ford 20M (intern P7a) vorgestellt. Die beiden Typen trugen nicht mehr den Markennamen „Taunus“, sondern die Herstellerbezeichnung Ford." =Quelle: Wiki
"Schon damals war der 26M kaum auf den Straßen zu finden. Inzwischen sind nur noch ca. 35 Stück (Stand Zulassungsstelle, Anfang 2017) in unterschiedlichen Zuständen und Versionen (Limousine, Coupé, Deutsch-Cabrio) in Deutschland zugelassen. Einige wenige 26M gibt es noch im benachbarten Ausland." =Wiki
So ein 26M (Limo 4-türer) lief damals bei uns im Dorf.
Was war (ist) das für ein schönes Auto. Schon damals habe ich diesen Mann der ihn fuhr bewundert. Mein alter Herr bekam damals den vergleichbaren Commodore. Den fand ich lange nicht so schön.
Ich kann mich nicht erinnern einen 26M gesehen zu haben, schon Jahre nicht.
Den 20M bekommt man öfter mal zu sehen.
"Restaurationen in Oldtimer-Fachbetrieben von P7-Modellen, die Rostschäden und andere gravierende Mängel haben, sind sehr arbeitsaufwendig, kosten viel Zeit und sind somit nicht billig. Gute, neuwertige Originalteile sind teilweise gar nicht mehr und wenn doch, teuer und schwer zu finden. Nicht selten kann es vorkommen, dass Ersatzteile nachgefertigt oder aufgearbeitet werden müssen. Die Ersatzteilversorgung dieser älteren Ford-Modellen ist schlechter als beispielsweise die von Volkswagen, wo die Teileversorgung für deren Klassiker wesentlich besser aussieht. Fords zentrales Ersatzteillager brannte 1977 ab, wobei die Teile für ältere Modelle zum größten Teil verlorengingen." =Wiki
Gründe, warum diese schönen Autos immer seltener werden, wie hier schon erwähnt.
Gruß Jörg.