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Autopreise haben sich mit dem Euro fast verdoppelt!?
Hallo Zusammen,
ich habe mir mal vor 11 Jahren einen neuen Ford Focus Turnier gekauft. Jetzt mal spaßeshalber den aktuellen Konfigurator angeworfen bei Ford und bin auf knapp 25.000 Euro gekommen. Ich hatte damals für die Karre 31.000 DM bezahlt!
Viele sagen das es alles nicht teurer geworden ist bei der Umstellung und nur die Inflation eingepreist wäre. Aber das kommt bei fast 10 Jahren Euro dennoch nicht hin!?
Wer hat denn ähnliche Erfahrungen gemacht mit seinem Auto von Damals und Heute oder hat noch Rechnungen in der Schublade von damals??
Danke für Eure Antworten.
MfG Tom
Beste Antwort im Thema
Wenn man nach 25 Jahren immer noch den nominell gleichen Verdienst hat, ist was schief gelaufen...
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759 Antworten
Zitat:
Die These:
Die Reallöhne sind gesunken.
Ich liebe diese Statistik, da sie immer so schön aufzeigt, wie schlecht es uns armen Deutschen doch im europäischen Vergleich geht. Wenn diese Statistik so stimmt, wie erklärt es sich dann, dass das Sparvermögen von 70% der Deutschen sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt hat? (die restlichen 30% gehören zu den "Schlechtverdienern" bzw. Arbeitslosen - bei denen hat sich das Sparvermögen natürlich nicht so entwickelt). Setzt man dem Ganzen noch die Entwicklung des BIP entgegen kommt man dazu, dass die Deutschen auch nicht weniger Geld ausgeben.
Formulieren wir es ein wenig anders. Die deutschen verdienen laut Statistiken (angeblich) weniger, geben jedes Jahr mehr aus (Ausnahme 2001), und sparen gleichzeitig mehr als je zuvor.
Ja - da muss man wirklich zugeben, dass es wirklich schlecht um uns steht.
Und jetzt kommt nicht mit "die soziale Kluft wird immer größer, die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer - und dazwischen gibts nichts mehr (Mittelstand bricht weg und blahblah)" - das ist der größte Quatsch, der einem von den Medien dargeboten wird. Wenn es um die Darstellung der Vermögensverhältnisse der Deutschen geht wird immer mit zweierlei Maß gemessen. Es werden nämlich nur die gezeigt denen es schlechter geht (10% der Bevölkerung) und (fast) nie die, die ein geregeltes und normales Leben führen (!70% der Bevölkerung!). Die fehlenden 20% sind diejenigen, die irgendwo dazwischen liegen - aus meiner Sicht diejenigen, die nen geregeltes Leben führen, aber zu wenig verdienen um damit glücklich zu werden.
Du wendest hier fast alle Begriffe falsch an.
Reallöhne sind nicht Nettolöhne. Reallohn gibt das Verhältnis zur Kaufkraftparität an. Kaufkraftparität bedeutet vereinfacht: "was bekomme ich für mein Geld" an einem geographischen Ort. Der Reallohn ist daher in Deutschland für im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern nur leicht gestiegen, obwohl der Nettolohn stark gestiegen ist.
Das mit dem verdoppeltem Sparvermögen will ich dir auch gerne erklären. In Deutschland gehören den "oberen" 10% etwa 70% des Gesamtwertes, etwa 30% sind mittellos. Der verdoppelte Vermögen bezieht sich auf diese oberen 10%. Der Mittelstand hat in den letzten 10 Jahren stark an Besitz eingebüßt und ein hoher Prozentsatz ist in den mittellosen Bereich abgerutscht. Die Schere zw. arm und reich, die du anzweifelst, gibt an, daß die Anzahl der Millionäre stark steigt, gleichzeitig aber x-fach mehr in die Unterschicht abstürzen. Die privaten Verbraucherinsolvenzen haben sich in den letzten 10 Jahren versiebenfacht. Die Armutsgefährdungsquote liegt bei 16%, d.h. 16% der Bevölkerung sind scharf an der Grenze zur Armut und verdienen weniger als 11 151€ im Jahr.
1997 waren 31% im Niedriglohnsektor (75% des üblichen Gehaltes) und 7,5% im Armutssektor (50% des üblichen Gehaltes). 2009 waren es 35% und 11%. Das ist ein Anstieg von 8%! Gleichzeitig ist der höhere Wohlstand (150% - 200%) um 2% gestiegen.
Noch ein paar Worte zur absoluten Armut. In Ostdeutschland sind 19% der Gesamtbevölkerung arm, vor 10 Jahren waren es noch 15%. In Gesamtdeutschland sind 12% arm. Das heißt, daß jeder 9. arm ist. Arm bedeutet laut Bundesamt unter anderem übrigens, daß keine 884€ für Ausgaben zur Verfügung stehen. (Übrigens sind Migranten 10x mal mehr arm als Nicht-Migranten.)
Das kann man alles auf destatis.de (Statistisches Bundesamt) nachlesen.
Genauso deine vollkommen verkehrte Verwendung des BIP. Das Bruttoinlandsprodukt gibt die Gesamtheit aller erwirtschafteten Leistungen an. Das hat mit Löhnen und Geld ausgeben erst mal gar nichts zu tun.
Wer ernsthaft bezweifelt, daß ein Großteil der Deutschen mit mehr Geld weniger kaufen kann, kann nicht recht bei Trost sein.
Zitat:
Original geschrieben von Der Lustige Alt
Zitat:
Original geschrieben von Berti V.
du hast wohl vergessen zu schreiben: ...'stark renovierungsbedürftig, Öleinzelöfen und Bodenbelag alter Teppich, betreten auf eigene Gefahr :D'... . ;););)
Gruß Berti
Such doch mal sowas wo noch Leute leben und leben wollen;) Nicht böse gemeint aber wie fast jeder weiß sind die Preise im tiefsten Osten andere als beispielsweise in Stuttgart, München etc. Da bekommste wenns nicht gerade ein Brennpunktviertel ist, nur ein müdes Lächeln:(
Die Preise im tiefsten Osten interessieren mich zugegeben auch eher wenig. Aber ich sprach von inem Haus in Niedersachsen, 30 km von der Nordsee weg. In einem Moloch wie Stuttgart oder München würde ich übrigens nicht freiwillig wohnen. Da müßte man mir schon Gelad dazugeben, damit ich es in so einem Dreck aushalte.
Zitat:
Original geschrieben von meehster
Zitat:
Original geschrieben von Der Lustige Alt
Such doch mal sowas wo noch Leute leben und leben wollen;) Nicht böse gemeint aber wie fast jeder weiß sind die Preise im tiefsten Osten andere als beispielsweise in Stuttgart, München etc. Da bekommste wenns nicht gerade ein Brennpunktviertel ist, nur ein müdes Lächeln:(
Die Preise im tiefsten Osten interessieren mich zugegeben auch eher wenig. Aber ich sprach von inem Haus in Niedersachsen, 30 km von der Nordsee weg. In einem Moloch wie Stuttgart oder München würde ich übrigens nicht freiwillig wohnen. Da müßte man mir schon Gelad dazugeben, damit ich es in so einem Dreck aushalte.
Wollte dich auch nicht angreifen. Nur ein Haus für 100 K bekommste nicht mal auf der Alb, wo ich mal gewohnt habe.
Der QM liegt bei 70 EUR in den meisten Dörfern, und für ein Haus, reines Mittel zum Zweck Haus liegt das Haus heute schon bei min 150 TSD eher 200 TSD EUR. Ich sag auch ganz ehrlich ich könnte mir heute kein Haus leisten, nichtmal das minimum am ende der Welt;):(
Zitat:
Original geschrieben von Der Lustige Alt
Wollte dich auch nicht angreifen. Nur ein Haus für 100 K bekommste nicht mal auf der Alb, wo ich mal gewohnt habe.
Der QM liegt bei 70 EUR in den meisten Dörfern, und für ein Haus, reines Mittel zum Zweck Haus liegt das Haus heute schon bei min 150 TSD eher 200 TSD EUR. Ich sag auch ganz ehrlich ich könnte mir heute kein Haus leisten, nichtmal das minimum am ende der Welt;):(
Hehe, es gibt Gegenden in Deutschland da kannst du für 60T€ ein Haus kaufen. ein nicht ganz neues, aber durchaus bewohnbar.
Nur willst dafür in die Uckermark an die polnische Grenze ziehen?
:D
Zitat:
Original geschrieben von downforze94
Du wendest hier fast alle Begriffe falsch an.
Reallöhne sind nicht Nettolöhne. Reallohn gibt das Verhältnis zur Kaufkraftparität an. Kaufkraftparität bedeutet vereinfacht: "was bekomme ich für mein Geld" an einem geographischen Ort. Der Reallohn ist daher in Deutschland für im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern nur leicht gestiegen, obwohl der Nettolohn stark gestiegen ist.
Das mit dem verdoppeltem Sparvermögen will ich dir auch gerne erklären. In Deutschland gehören den "oberen" 10% etwa 70% des Gesamtwertes, etwa 30% sind mittellos. Der verdoppelte Vermögen bezieht sich auf diese oberen 10%. Der Mittelstand hat in den letzten 10 Jahren stark an Besitz eingebüßt und ein hoher Prozentsatz ist in den mittellosen Bereich abgerutscht. Die Schere zw. arm und reich, die du anzweifelst, gibt an, daß die Anzahl der Millionäre stark steigt, gleichzeitig aber x-fach mehr in die Unterschicht abstürzen. Die privaten Verbraucherinsolvenzen haben sich in den letzten 10 Jahren versiebenfacht. Die Armutsgefährdungsquote liegt bei 16%, d.h. 16% der Bevölkerung sind scharf an der Grenze zur Armut und verdienen weniger als 11 151€ im Jahr.
1997 waren 31% im Niedriglohnsektor (75% des üblichen Gehaltes) und 7,5% im Armutssektor (50% des üblichen Gehaltes). 2009 waren es 35% und 11%. Das ist ein Anstieg von 8%! Gleichzeitig ist der höhere Wohlstand (150% - 200%) um 2% gestiegen.
Noch ein paar Worte zur absoluten Armut. In Ostdeutschland sind 19% der Gesamtbevölkerung arm, vor 10 Jahren waren es noch 15%. In Gesamtdeutschland sind 12% arm. Das heißt, daß jeder 9. arm ist. Arm bedeutet laut Bundesamt unter anderem übrigens, daß keine 884€ für Ausgaben zur Verfügung stehen. (Übrigens sind Migranten 10x mal mehr arm als Nicht-Migranten.)
Das kann man alles auf destatis.de (Statistisches Bundesamt) nachlesen.
Genauso deine vollkommen verkehrte Verwendung des BIP. Das Bruttoinlandsprodukt gibt die Gesamtheit aller erwirtschafteten Leistungen an. Das hat mit Löhnen und Geld ausgeben erst mal gar nichts zu tun.
Wer ernsthaft bezweifelt, daß ein Großteil der Deutschen mit mehr Geld weniger kaufen kann, kann nicht recht bei Trost sein.
Öhm - grundlegend erstmal NÖ!
1. Reallohn habe ich genauso betrachtet, wie du ihn definierst. Keine Ahnung wieso du etwas anderes annimmst. Die Entwicklung der Reallöhne spiegelt jedoch in KEINER WEISE das Wohlstandsniveau wieder.
2. Das Sparvermögen der Deutschen kannst du drehen und wenden wie du willst.
- "Die privaten Verbraucherinsolvenzen haben sich in den letzten 10 Jahren versiebenfacht."
Schöne Zahl - aber vollkommen irrelevant für die diese Statistik. Das hat nichts mit Armut zu tun, geschweige denn mit der Schere zwischen arm und reich. Die (meisten) Betroffen gehen in Privatinsolvenz weil sie sich vertan haben. Zu viele Schulden, die getilgt werden mussten, und das in einem Zeitraum wo die Wirtschaft mal nicht gebrummt hat und teilweise auf Kurzarbeit umgestellt wurde. Wie sollen die ihre Schulden dann auch bezahlen.
- "In Deutschland gehören den "oberen" 10% etwa 70% des Gesamtwertes, etwa 30% sind mittellos."
Das ist schlichtweg QUATSCH! 15,6% sind armutsgefährdet und können somit als mittellos bezeichnet werden.
- "2009 waren es 35% und 11%. Das ist ein Anstieg von 8%!
Verkauf deine Zahlen bitte so, dass es nicht so aussieht wie 35%+11% - denn das ist nicht die Realität!
22% arbeiten im Niedriglohnsektor (Quelle DGB Stand 2011)
15,6% armutsgefährdet (Quelle destatis Stand 2009)
Ich weise auch hier darauf hin, dass arbeiten im Niedriglohnsektor NICHTS mit Armut oder Armutsgefährdung zu tun hat. (in meinem ersten Post waren es ~20% - sorry für die Ungenauigkeit) "Die fehlenden 20% sind diejenigen, die irgendwo dazwischen liegen - aus meiner Sicht diejenigen, die nen geregeltes Leben führen, aber zu wenig verdienen um damit glücklich zu werden."
Wir haben also 15,6% armutsgefährdet + 22% unzufriedene Niedriglohnempfänger, also 37,6% der Deutschen sind entweder arm oder unzufrieden mit ihrem Einkommen. (Tendenz von mir aus auch steigend)
Es ist natürlich auch typisch deutsch, nur diese 37,6% der Bevölkerung aufzuzeigen - und die restlichen ~62% auszublenden.
- "Genauso deine vollkommen verkehrte Verwendung des BIP. Das Bruttoinlandsprodukt gibt die Gesamtheit aller erwirtschafteten Leistungen an. Das hat mit Löhnen und Geld ausgeben erst mal gar nichts zu tun."
Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber ich denke du hast das BIP etwas falsch verstanden. Da das jetzt zu weit gehen würde, das hier alles aufzulisten - bitte einfach "Verteilungsrechnung BIP" googlen, das sollte dir aufzeigen, wieso ich das BIP in meinem Beitrag mit angebracht habe. (und bitte nicht wikipedia als Quelle nehmen!!! ;) ) (Die Tatsache, dass destatis diese Berechnung nicht mit in ihre Angaben zum BIP einfließen lässt heisst noch lange nicht, dass es sie nicht gibt!!!)
Um das Ganze mal zu beenden hier - man kann die Dinge immer von der einen oder der anderen Seite betrachten. Es wird immer Leute geben, denen es besser geht, ebenso gibts immer welche, denen es schlechter geht. Ja, es gibt auch die eine oder andere Problemzone, wo nachgebessert werden kann - aber die hat meine Frau auch. Wenn man nicht immer alles so negativ betrachtet, sondern auch mal die Positiven Aspekte beleuchtet (die es ja wirklich auch in Zahlen ausgedrückt gibt!!!) - dann sieht die Welt schon nicht mehr ganz so dunkel aus.
Uns Deutschen geht es GUT!!! Und es wird uns auch noch in 20 Jahren gut gehen.
(OK, ich könnte jetzt auch durch die Welt gehen und mich an jeder Ecke bei jedem Mitbürger beklagen, wie schlecht es mir doch geht, und wie arm ich doch dran bin, und wie neidisch ich auf die oberen 10.000 bin, und dass ich Angst um mein Erspartes habe, und dass ich es nicht einsehe, den Griechen zu helfen, und dass Deutschland die Zeche für alles bezahlen muss, und dass ich an der Tankstelle viel zu viel bezahle, und dass ich dringend bei der nächsten Wahl mein Kreuz bei den Grünen oder bei den Linken/Rechten machen muss, da die ja alles besser machen werden
. . . . . . . . . . . . . - NEEE - keine Zeit für so nen Quark!)
Zitat:
Original geschrieben von macros_1102
Uns Deutschen geht es GUT!!! Und es wird uns auch noch in 20 Jahren gut gehen.
Naja mit so einer Aussage wäre ich sehr vorsichtig (Zerfall der Euunion).
Zitat:
Original geschrieben von macros_1102
Uns Deutschen geht es GUT!!! Und es wird uns auch noch in 20 Jahren gut gehen.
Dir geht es vermutlich jetzt gut weil Du meinst das die Kohle größtenteils zum freien Konsum zur Verfügung steht. Dem ist aber nicht so, irgendwann und spätestens Mitte 50 gehören fast alle zu Deinen nicht betrachtenswerten 30%. Und dann werden sich die Konsumausgaben früherer Jahre bitter rächen.
Ich weiß ziemlich genau wovon ich rede, weil ich davon bestens profitiere. Früher hab ich mal eine Beteiligung an einer Taxibude erworben, die jetzt Platin wert ist. Wir führen primär Krankentransporte durch und ich kann Dir garantieren, daß der Nachschub an Leuten, die für unsere Ausbeutergehälter arbeiten, ununterbrochen anhält. Bei Gehältern um die max. 1600 Brutto ist das auch wichtig, die Leute bleiben ja nicht so lange :D
Fakt ist, daß wir aus einem Reservoir schöpfen können, das vom Ingenieur Mitte 40 bis zum Absolventen alles umfaßt. Am liebsten natürlich Rentner die nichts vorhaben und sich freuen, wenn sie mit dem Auto durch die Gegend gondeln können. Und das von 6.00 bis 19.00 und einmal Samstag frei. Ich sag Dir wie es ist, die meisten Leute haben keinen Plan davon, wie sie mal abstürzen werden. So gesehen hast Du gar nicht mal unrecht mit "uns geht es gut". Denn an die zwei Jahrzehnte "Wohlstand" bis Mitte 40 werden sich die Leute später noch gern erinnern, wenn sie mit Aziback-Schriftzug auf der Jacke Patienten zur Bestrahlung/Dialyse karren. Irgendwann landet Ihr alle bei mir, entweder auf der Trage oder als Fahrer :p
Im Prinzip hab ich ja auch ein schlechtes Gewissen, aber ich bin auch Kaufmann und muß sehen, wo ich bleibe.
Zitat:
Original geschrieben von AZiBACK
Wir führen primär Krankentransporte durch und ich kann Dir garantieren, daß der Nachschub an Leuten, die für unsere Ausbeutergehälter arbeiten, ununterbrochen anhält. Bei Gehältern um die max. 1600 Brutto ist das auch wichtig, die Leute bleiben ja nicht so lange :D
Fakt ist, daß wir aus einem Reservoir schöpfen können, das vom Ingenieur Mitte 40 bis zum Absolventen alles umfaßt.
Im Prinzip hab ich ja auch ein schlechtes Gewissen, aber ich bin auch Kaufmann und muß sehen, wo ich bleibe.
Endlich mal einer, der ehrlich ist und es auch sagt, wie die Wirklichkeit aussieht. Ausbeuetergehälter ist schon das richtige Stichwort und das zieht sich durch alle Ebenen durch. Fachkräftemangel, dass ich nicht lache! Fachkräfte für ein Hungerlohn, ja daran mangelt es in diesem Land tatsächlich. Deswegen muss man mit Leiharbeitsfirmen und EU-Erweiterung für ständigen Nachschub sorgen.
Und ja es wohnen nicht alle im Großraum Stuttgart und sind in einem Betrieb mit IG-Metall-Tarif angestellt. Es gibt durchaus ganze Landstriche in diesem Land, denen es nicht besonders gut geht.
Ich bin recht viel unterwegs und mir fällt es vor allem an den Autos auf. Schaut euch einfach mal an, welche Fahrzeuge das Straßenbild dominieren:
Hamburg: deutsche Nobelmarken, viele SUV
Stuttgart: dito mit Mercedes-Überhang
München: dito mit BMW-Überhang
Hessen, Ruhrpott: Opel -Anteil steigt.
Ostdeuschland (ohne Leipzig, Jena, Potsdam): extrem hoher Anteil an Franzosen, Autos ab E-Klasse aufwärts Mangelware.
Das sind wohl die statistisch lächerlichen 37,6 % = 4/10= etwas weniger als die Hälfte der Gesamtbevölkerung, die Berufsversager, die zu doof sind nach München zu ziehen.
Ich bin gewiss nicht links eingestellt, aber wenn Menschen von ihrem Einkommen nicht leben können, liegt ein Systemfehler vor. Und wenn eine Firma nur profitabel ist, wenn sie ihre Mitarbeiter ausbeutet, liegt ebenfalls ein Systemfehler vor, bzw. das Geschäftsmodell ist Mist.
Zitat:
Original geschrieben von diman3
...aber wenn Menschen von ihrem Einkommen nicht leben können, liegt ein Systemfehler vor.
Meistens handelt es sich bei solchen Systemen um Auslaufmodelle, die ihren Zenith bereits überschritten haben...
Früher hieß es Sowjetunion heute heißt es Eurozone.
Für das eine kam das Ende und für das andere sicher auch.
Zitat:
Original geschrieben von diman3
Zitat:
Original geschrieben von AZiBACK
Wir führen primär Krankentransporte durch und ich kann Dir garantieren, daß der Nachschub an Leuten, die für unsere Ausbeutergehälter arbeiten, ununterbrochen anhält. Bei Gehältern um die max. 1600 Brutto ist das auch wichtig, die Leute bleiben ja nicht so lange :D
Fakt ist, daß wir aus einem Reservoir schöpfen können, das vom Ingenieur Mitte 40 bis zum Absolventen alles umfaßt.
Im Prinzip hab ich ja auch ein schlechtes Gewissen, aber ich bin auch Kaufmann und muß sehen, wo ich bleibe.
Endlich mal einer, der ehrlich ist und es auch sagt, wie die Wirklichkeit aussieht. Ausbeuetergehälter ist schon das richtige Stichwort und das zieht sich durch alle Ebenen durch. Fachkräftemangel, dass ich nicht lache! Fachkräfte für ein Hungerlohn, ja daran mangelt es in diesem Land tatsächlich. Deswegen muss man mit Leiharbeitsfirmen und EU-Erweiterung für ständigen Nachschub sorgen.
Und ja es wohnen nicht alle im Großraum Stuttgart und sind in einem Betrieb mit IG-Metall-Tarif angestellt. Es gibt durchaus ganze Landstriche in diesem Land, denen es nicht besonders gut geht.
Ich bin recht viel unterwegs und mir fällt es vor allem an den Autos auf. Schaut euch einfach mal an, welche Fahrzeuge das Straßenbild dominieren:
Hamburg: deutsche Nobelmarken, viele SUV
Stuttgart: dito mit Mercedes-Überhang
München: dito mit BMW-Überhang
Hessen, Ruhrpott: Opel -Anteil steigt.
Ostdeuschland (ohne Leipzig, Jena, Potsdam): extrem hoher Anteil an Franzosen, Autos ab E-Klasse aufwärts Mangelware.
Das sind wohl die statistisch lächerlichen 37,6 % = 4/10= etwas weniger als die Hälfte der Gesamtbevölkerung, die Berufsversager, die zu doof sind nach München zu ziehen.
Ich bin gewiss nicht links eingestellt, aber wenn Menschen von ihrem Einkommen nicht leben können, liegt ein Systemfehler vor. Und wenn eine Firma nur profitabel ist, wenn sie ihre Mitarbeiter ausbeutet, liegt ebenfalls ein Systemfehler vor, bzw. das Geschäftsmodell ist Mist.
ich sage es mal ganz provokant: zum ausbeuten (was es nun wirklich gibt) gehören auch immer leute die sich aufgrund ihrer ausbildung ausbeuten lassen. es steht JEDEM frei was daran zu ändern. ich habe sicherlich keinen exorbitanten abschluss oder ausbildungsstand, muss aber klar sagen: ich habe null probleme nen job zu kriegen und 1600euro würde ich nichtmals als nettoanfangsgehalt akzeptieren....und akzeptieren müssen.
mir kommt teilweise, sorry, echt die galle hoch wenn ich dieses "deutsche gejammer" immer höre.
es trifft, mit wenigen ausnahmen, fast immer nur die faulen und bequemen.
was ist faul?
- zu meinen mit nem hauptschulabschluß plus berufsausbildung hat man seine schuldigkeit geten
(ich sage da nur: wer minimal im bereich ausbildung unterwegs ist, wird auch immer nur minimal im bereich gehalt unterwegs sein)
was ist bequem?
- zu meinen das man nie umziehen muss und mit erreichung eines gewissen ausbildungsstandards ist man fertig.
dem ist nicht mehr so! flexibilität und ständige weiterbildung, auch mit mitte 30 oder älter, ist heute pflicht.
ich kenne genug beispiele im bekanntenkries....es ist immer das gleiche.
"mehr als 20km fahr ich nicht" oder "ich bin über 30 und habe abitur, irgendwann ist gut" verdient kein geld. fakt.
anders rum kenne ich aber auch leute die mit "einsatz" trotz fehlendem studium gutes geld verdienen...
oder, das gibt es leider auch, leute die krankheitsbedingt mit dem zugehörigen pech einfach die a-karte gezogen haben...das ist allerdings die absolute minderheit.
nur: frage an alle: was zum henker hat das mit dem euro zu tun?!:confused:
zu DM-zeiten wären schlecht bis mittelmäßig ausgebildete arbeitnehmer heute in sachen gehalt auch nicht glücklich, das ist mal sicher.
zum thema "geschäftsmodell" kann ich nur sagen: wer will es jemandem übel nehmen, wenn er die ihm gegebenen möglichkeiten voll ausnutzt? das ist schlicht kapitalismus, und keine straftat.
JEDER der mehr leistet als der durchschnitt und zudem die nötige flexibilität aufweist, wird auch mehr als der durchschnitt verdienen...funktioniert in deutschland wie in kaum einem anderen land!
klar gehört da geduld, einsatz und fleiß zu...manchmal auch ne portion glück...aber ich kenne KEINEN der die zwei haupttugenden aufweist, dem es heute schlecht geht. das thema "glück" ist fast immer im grunde nur dann der unterschied, wenn man von "wieviel mehr als durchschnitt" spricht....mit der nötigen (und geforderten) leistung ist man in deutschland immer über dem durchschnitt unterwegs.
ein jeder der es anders sieht:
- ich (als willkürliches beispiel und nicht als held) habe schlappe 10 jahre immer mehr gemacht als gefordert war. ich habe 3 jahre lang jedes (!) freizeitvergnügen ausgelassen, da ich nebenberuflich (volle 40 stunden die woche) studiert habe....und mir geht es mehr als gut.
- ich leiste heute noch, trotz ansprechendem gehalt, mehr als vertraglich gefordert ist. 60 stunden die woche ist NORMAL. schadet mir wie es scheint nicht, seit 3 jahren immer rund 10% gehaltsupgrade pro jahr. trotz der so bösen leiharbeiterpolitik...es ist halt immer ne frage ob man sich selber in eine situation bringt, die einen unqualifizierten leiharbeiter zur konkurrenz aufsteigen lässt- im nächsten jahr werde ich keine gehaltsupgrades erhalten werden, die situation ist angespannt...ich leiste trotzdem mehr als der durchschnitt. warum? besitzstandswahrung...ich muss mein geld wert sein! für viele utopisch...da wird immer gefordert und nix gebracht. man muss ERST leisten und dann fordern, nicht umgekehrt
andere (bekannte/freunde) arbeiten nach gleichem prinzip....teils jünder und daher jahre zurück, aber absehbar mit gleichem ergebnis. so "besonders" kann ich nicht sein....
andere haben teils noch mehr geschafft...bin ich nicht neidisch drauf, ich jammer nicht rum...ich habe respekt davor.
irgendwie kann ich seit 10 jahren (!) dieses eurogejammer nicht mehr hören. es sind IMMER andere schuld und in deutschland geht alles den bach runter...klar....daher stehen wir auch im vergleich zu anderen so gut dar.
AUFWACHEN:
wer in den letzten 10 jahren sein gehalt nicht um mindestens 50% gesteigert hat, hat persönliche fehler gemacht.
kein arbeitgeber ist für die inflation verantwortlich und es gibt auch keinen grund eine identische leistung, die sich nicht verändert, plötzlich höher zu entlohnen. WARUM AUCH??? es zahlt ja auch keiner plötzlich den doppelten preis für ne autowäsche, nur weil es den betrieb seit 10 jahren gibt. man zahlt mehr, weil die inflation mehr fordert...das ist der einzige grund.
keiner, aber auch echt keiner, würde nem autohersteller 50% mehr bezahlen, nur weil es den hersteller seit xxjahren gibt. man zahlt mehr weil:
- inflation
- produkt verbessert, sprich mehr wird geliefert
statt dessen regt man sich auf: die ganzen scheiß leiharbeiter und osteuropäischen billiglöhner nehmen mir, der seit jahren nix fortbildendes gemacht hat, plötzlich die butter vom brot und ich muss mich mit denen behaupten......zeitgleich werden die autos immer teuerer....das ist alles scheiße....
ich kann mir heute mehr auto leisten, als es vor 10 jahren der fall war. der grund ist aber nicht das ich der supermann bin, der grund ist trivial: ich habe mit der zeit schritt gehalten.
heute reicht 08/15 halt teilweise nichtmals mehr für 08/15....das muss man nur wahrhaben wollen.
ein PC aus 1993 erfüllt halt auch nicht mehr die gestellten anforderungen von 2011. das ist jedem klar...aber das eine ausbildung sich genauso verhält scheinbar nicht.
nochmal, ich hab gute freunde denen es finanziell teils echt schlecht geht und ich bin nicht mit nem goldenen löffel aufgewachsen (verdiene mehr als meine eltern, habe also definitiv nix geschenkt bekommen), ABER:
jammern ist was für verlierer. und ein verlierer kreiert ist in deutschland zu 99% selber.
es gibt immer härtefälle und es ist nicht immer alles fair...aber grundsätzlich sind statements a`la "man wird abgespeist, scheiß firmen, drecks lohndummping" immer was für die tonne.
wen betrifft den lohndumping? richtig. die schlecht bis minimal motivierten.
ich kenne KEINEN der sich wirklich auf den arsch gesetzt hat und heute darüber jammert. KEINEN EINZIGEN.
am rande:
ich habe mein abi (abendschule!) mit 30 (!!!!!) und mein studium (ebenso abendschule und unter, das kann ich echt sagen, dramatischen privaten einbußen mit 32) gemacht. ES GEHT ALLES. man muss nur wollen ;)
@ AZIBAK: ich arbeite in der callcenterbranche....mehr muss ich glaube ich nicht sagen. bei uns arbeiten leute für 1200euro (BRUTTO!!!) 40 stunden und das teils noch im schichtbetrieb. das thema "billigkräfte" kenne ich also zu genüge. und ich kann sagen: die kräfte sind im regelfall auch "billig"...sonst würden sie nicht für uns arbeiten ;)
@Heltino sehr schöner Beitrag...
Es ist immer wieder beeindruckend, wie schnell man sich auf die schlechten Sachen konzentriert. Wer bei Aziback für lächerliche Gehälter/Löhne arbeitet ist doch selber schuld, egal ob nun Ingenieur oder Schulabgänger. Es gibt andere Jobs, es gibt bessere Jobs, und die wird es auch noch in 20 Jahren geben. Man muss nur etwas für den Job tun!!!
@Aziback
Zitat:
Dir geht es vermutlich jetzt gut weil Du meinst das die Kohle größtenteils zum freien Konsum zur Verfügung steht. Dem ist aber nicht so, irgendwann und spätestens Mitte 50 gehören fast alle zu Deinen nicht betrachtenswerten 30%. Und dann werden sich die Konsumausgaben früherer Jahre bitter rächen.
Gehts noch??? Wieso immer so negativ? Wer sagt dir denn, dass die Entwicklung so weiter geht? Es gibt keine Prognosen dazu und die jährlichen Zahlen schwanken je nach (Welt)Wirtschaftslage. Mal ist es besser, mal schlechter. Wie kann man nur so naiv sein und denken, dass in 20 Jahren alle im Niedriglohnsektor arbeiten? Dort arbeiten solche Leute:(und da geh ich voll mit Heltino mit)
Zitat:
jammern ist was für verlierer. und ein verlierer kreiert ist in deutschland zu 99% selber.
es gibt immer härtefälle und es ist nicht immer alles fair...aber grundsätzlich sind statements a`la "man wird abgespeist, scheiß firmen, drecks lohndummping" immer was für die tonne.
wen betrifft den lohndumping? richtig. die schlecht bis minimal motivierten.
ich kenne KEINEN der sich wirklich auf den arsch gesetzt hat und heute darüber jammert. KEINEN EINZIGEN.
Wer zu wenig verdient - der soll halt was anderes machen - oder zumindest dafür sorgen, dass er was anderes machen kann. Und nicht nach seiner "sch***"-35 Stunden Woche nach Hause gehen und sich aufs Sofa legen und dann beschweren, wie schlecht es einem doch geht! Wer zu wenig verdient soll einfach mal in die PUSCHEN kommen. Es gibt XXX Jobs in Deutschland mit besserer Bezahlung, 2013 gehen mehr Leute in Rente als neue Arbeitnehmer nachkommen - da ist so unfassbar viel Luft nach oben, man muss sich halt nur mal strecken. Im Gegensatz zu einigen Jammeren hier freue ich mich auf 2012/2013/2014 usw. - weil ich (man glaubt es kaum) gern lebe.
Zitat:
ich kenne KEINEN der sich wirklich auf den arsch gesetzt hat und heute darüber jammert. KEINEN EINZIGEN.
Geht mir ganz genau so!!! Und da waren wirklich einige schwierige Kandidaten dabei!
Zitat:
Original geschrieben von macros_1102
Gehts noch??? Wieso immer so negativ?
Ich denke nicht negativ, ich spreche nur unangenehme Dinge an, das ist ein deutlicher Unterschied. Aus Deinem "gehts noch" kann ich nur entnehmen das Du zu denen gehörst, die annehmen mit übertrieben positiven Denken kann man seinen Lebensunterhalt sichern. Sorry das sind alles hohle Phrasen - um mal mit Westernhagen zu antworten: ich vertraue nur der Deutschen Bank, denn die zahlt aus in bar. Worte kosten nichts, bringen nichts und zahlen nicht Dein Essen. Das ist hier kein Esoterikforum :p
Zitat:
Original geschrieben von macros_1102
Zitat:
ich kenne KEINEN der sich wirklich auf den arsch gesetzt hat und heute darüber jammert. KEINEN EINZIGEN.
Geht mir ganz genau so!!! Und da waren wirklich einige schwierige Kandidaten dabei!
Und ich kenne bestimmt 20 Leute, davon sind vielleicht 2 verpeilte Lehrerkinder, die anderen haben einfach Pech gehabt.
Oh da gibts ja zwei die richtig Kohle machen weil sie fleißig und flexibel sind.
Naja mit den oben gemachten Aussagen kann ich mir vorstellen was dies für Leute sind.
Mit solchen Aussagen würde ich mich an euerer Stelle nicht unters Volk mischen, denn das könnte zur Augenverbläuung und Nasenbluten führen.
Wo habe ich denn in meinem Post gejammert? Ich bin der Meinung, dass ich relativ neutral die Lage beschrieben habe, ohne Urteile jeglicher Art zu bilden.
Natürlich lohnt sich Leistung und wird meistens entsprechend bezahlt. Aber ein Volk kann nicht nur aus Häuptlingen bestehen, es braucht auch Indianer. Sonnst haben die Häuptlige belad keinen mehr, den sie Führen können. Es kann sich eben nicht jeder weiterbilden und mit Hochschulabschluss durch die Gegend laufen. Muss auch nicht jeder, sonst wäre der Abschluss am Ende auch nichts mehr wert. Aber ein Klempner oder Bäcker kann auch ohne einen Hochschulabschluss seine Arbeit gut machen und gehört dafür so entlohnt werden, dass er davon leben kann. Und dann muss auch dieser Mensch am Leben vernünftig teilnehmen können. Ein LKW-Fahrer hat übrigens auch locker ein 60-Stunden-Woche und geht mit 2000€ brutto nach hause. Soll er auch umschulen und die Waren kommen von alleine in den Supermarkt, oder wie?
Um zum Autothema zurück zu kommen: Es ist hier ja auch die Tese aufgestellt worden, dass neue Auto so teuer sein müssen, da sie mit modernster Technik ausgestattet sind. Wie kann es dann sein, das ein VW Passat TDI mit 140 PS in den USA bei 26.000 $ = 20.000 € anfängt, während in Deutschland das gleiche Fahrzeug ab 28.000 € zu haben ist? Verschenkt VW die Fahrzeuge in den USA, oder werden wir doch eben abgezockt? Unter dem Deckmantel des Euros? Denn 28.000 werden psychologisch doch anders aufgenommen, wie 56.000 DM? Da würde sich jedem sofort die Nackenhaare aufstellen, egal wie gut er nun im einzelnen verdient.