ForumFinanzierung
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Finanzierung
  5. Autopreise haben sich mit dem Euro fast verdoppelt!?

Autopreise haben sich mit dem Euro fast verdoppelt!?

Themenstarteram 21. November 2011 um 17:25

Hallo Zusammen,

ich habe mir mal vor 11 Jahren einen neuen Ford Focus Turnier gekauft. Jetzt mal spaßeshalber den aktuellen Konfigurator angeworfen bei Ford und bin auf knapp 25.000 Euro gekommen. Ich hatte damals für die Karre 31.000 DM bezahlt!

Viele sagen das es alles nicht teurer geworden ist bei der Umstellung und nur die Inflation eingepreist wäre. Aber das kommt bei fast 10 Jahren Euro dennoch nicht hin!?

Wer hat denn ähnliche Erfahrungen gemacht mit seinem Auto von Damals und Heute oder hat noch Rechnungen in der Schublade von damals??

Danke für Eure Antworten.

MfG Tom

Beste Antwort im Thema

Wenn man nach 25 Jahren immer noch den nominell gleichen Verdienst hat, ist was schief gelaufen...

759 weitere Antworten
Ähnliche Themen
759 Antworten
am 4. Januar 2012 um 12:51

Zitat:

Original geschrieben von macros_1102

 

Extremes Beispiel:

Partei A bekommt 47% der Stimmen

Partei B bekommt 25%

Partei C bekommt 27%

 

Partei A kann nur regieren, wenn sie mit B oder C koaliert - alleine ist das nicht möglich, obwohl die überwiegende

Mehrheit......

51 % wäre eine überwiegende Mehrheit, und ohne sich dann einen Koalitionspartner zu suchen wäre Deutchland so nicht regierbar.

am 4. Januar 2012 um 13:05

Zitat:

51 % wäre eine überwiegende Mehrheit, und ohne sich dann einen Koalitionspartner zu suchen wäre Deutchland so nicht regierbar.

NEIN und JA!

51% sind nicht die überwiegende Mehrheit, 51% sind nur die für die Regierungsfähigkeit notwendige Mehrheit im Landtag/Bundestag.

Die überwiegende Mehrheit ist die Mehrheit, für die sich die meisten Leute entscheiden.

Es gibt verschiedene Mehrheiten:

einfache Mehrheit: Wahlmöglichkeit mit dem größten Stimmanteil

absolute Mehrheit: Wahlmöglichkeit hat >50% Stimmanteil

2/3 Mehrheit: Wahlmöglichkeit hat 66% Stimmanteil

Die absolute Mehrheit funktioniert bei einer geringen Anzahl an Parteien recht gut - aber wir haben mittlerweile so viele Parteien, die über die 5% Hürde springen, dass es nicht mehr wirklich funktioniert.

am 4. Januar 2012 um 13:14

Zitat:

Original geschrieben von macros_1102

 

 

Die absolute Mehrheit funktioniert bei einer geringen Anzahl an Parteien recht gut - aber wir haben mittlerweile so viele Parteien, die über die 5% Hürde springen, dass es nicht mehr wirklich funktioniert.

Ja genau das nenne ich aber Demokratie,es macht unser Leben aus, die Menschen haben viele Einstellungen als nur  Schwarz / Weiß denken, und aus diesem Sammelsurium von Meinungen muss man sich eine Mehrheit suchen die Regierungsfähig ist, notfalls auch 3 kleinere Parteien, die dann eine Mehrheit bilden.

Ich kenne das auch, Niemand will glauben, dass die Preise im Allgemeinen viel stärker gestiegen sind als die Löhne der normalen Menschen in Deutschland.

Ich als Maler habe Ende 1995 noch 2400,-DM Netto bekommen! Heute verdient ein Maler kaum mehr als 1000,- Euro im Monat. Und wem jetzt nicht auffällt, dass man weniger Geld in der Tasche hat, der ist einfach nur ignorant oder ganz viel doll dumm!

1995 musste man für einen 5er BMW mit normaler Ausstattung inkl. Klima, elekt.Fenster, Sitzheizung, ABS noch etwas 20 Monatsgehälter (Maler) für einen Neuwagen hinlegen. Heute im Jahr 2015 müsste ein Maler schon ca. 50 Monatsgehälter hinblättern. Bei der Standardausstattung eines 5er BMW ca. immer noch 40-43 Monatsgehälter und das ist eben dann doch das Doppelte zu 1995.

Ich kann mir das schon lange nicht mehr leisten, wenn das immer so weiter geht, dann werden die Autobauer bald nur noch sehr wenige Fahrzeuge in Deutschland verkaufen. Siehe die demographische Entwicklung der Menschen. Bis 2050 wird die Zahl der Rentner (über 65-Jährige) auf ca. 22-25 Millionen Menschen ansteigen! Und welcher Rentner bekommt dann noch 2000 Euro oder mehr ausbezahlt?

Also immer schön realistisch bleiben und nicht immer die Verteuerungsrate mit einrechnen oder die gefühlte Inflation wie es diese von Lobbyisten verhätschelten Politiker immer sagen!

Zitat:

@dump666 schrieb am 21. November 2011 um 18:25:35 Uhr:

Hallo Zusammen,

ich habe mir mal vor 11 Jahren einen neuen Ford Focus Turnier gekauft. Jetzt mal spaßeshalber den aktuellen Konfigurator angeworfen bei Ford und bin auf knapp 25.000 Euro gekommen. Ich hatte damals für die Karre 31.000 DM bezahlt!

Viele sagen das es alles nicht teurer geworden ist bei der Umstellung und nur die Inflation eingepreist wäre. Aber das kommt bei fast 10 Jahren Euro dennoch nicht hin!?

Wer hat denn ähnliche Erfahrungen gemacht mit seinem Auto von Damals und Heute oder hat noch Rechnungen in der Schublade von damals??

Danke für Eure Antworten.

MfG Tom

Zitat:

@cellerdeluxe schrieb am 13. Dezember 2015 um 21:51:08 Uhr:

Ich kenne das auch, Niemand will glauben, dass die Preise im Allgemeinen viel stärker gestiegen sind als die Löhne der normalen Menschen in Deutschland.

Ich als Maler habe Ende 1995 noch 2400,-DM Netto bekommen! Heute verdient ein Maler kaum mehr als 1000,- Euro im Monat. Und wem jetzt nicht auffällt, dass man weniger Geld in der Tasche hat, der ist einfach nur ignorant oder ganz viel doll dumm!

1995 musste man für einen 5er BMW mit normaler Ausstattung inkl. Klima, elekt.Fenster, Sitzheizung, ABS noch etwas 20 Monatsgehälter (Maler) für einen Neuwagen hinlegen. Heute im Jahr 2015 müsste ein Maler schon ca. 50 Monatsgehälter hinblättern. Bei der Standardausstattung eines 5er BMW ca. immer noch 40-43 Monatsgehälter und das ist eben dann doch das Doppelte zu 1995.

Ich kann mir das schon lange nicht mehr leisten, wenn das immer so weiter geht, dann werden die Autobauer bald nur noch sehr wenige Fahrzeuge in Deutschland verkaufen. Siehe die demographische Entwicklung der Menschen. Bis 2050 wird die Zahl der Rentner (über 65-Jährige) auf ca. 22-25 Millionen Menschen ansteigen! Und welcher Rentner bekommt dann noch 2000 Euro oder mehr ausbezahlt?

Also immer schön realistisch bleiben und nicht immer die Verteuerungsrate mit einrechnen oder die gefühlte Inflation wie es diese von Lobbyisten verhätschelten Politiker immer sagen!

Und für diesen Quark hast du den Thread aus der Versenkung geholt?

Da ich es heute wieder auf dem Tisch hatte:

Golf III GL Ez 1996, 116PS Automatic mit Klimaautomatik und ein paar Extras: 38.247,83 DM = 19555,80€

Golf VII Trendline 110PS DSG mit entsprechender Ausstattung: 22.810€

Das macht eine Steigerung von grob 16-17%.

Durchschnittsentgelt 1996: 51.687DM = 26.427€

Durchschnittsentgelt 2015: 34.999€

Das macht eine Steigerung von: grob 32%

Das Gefühl täuscht hier, aber am Stammtisch und in der linken sowie der Gewerkschaftsszene sind solche Aussagen weiterhin populär. Auch früher hat der Maler, Arbeiter in der Fertigung usw. keinen neuen 5er BMG gefahren. Trotzdem nimmt man gerne die Autos der oberen Mittelklasse als Maßstab, hier zeigt sich doch eine Verschiebung der Ansprüche hin zum wirklich dekadenten. Nicht jeder kann auf dem Niveau eines Lehrers, Richters, Managers oder Arztes verdienen.

Im übrigen gilt für gelernte Maler ein Mindestlohn von 12,80€ brutto pro Stunde. Bei einer 40h/Woche bleiben somit nicht 1.000€ sondern mindestens 1.498€ netto übrig! Aber es macht sich einfach besser die Zahlen nach unten zu korrigieren wenn man auf diesem Niveau hier diskutiert.

Zitat:

@cellerdeluxe schrieb am 13. Dezember 2015 um 21:51:08 Uhr:

Ich kenne das auch, Niemand will glauben, dass die Preise im Allgemeinen viel stärker gestiegen sind als die Löhne der normalen Menschen in Deutschland.

Dein Ansatz vom Einzelfall auf die Allgemeinheit zu schließen, ist der Fehler.

Die Menschen "ohne" Ausbildung haben tatsächlich nichts gewonnen, sondern nur verloren. In struktuschwachen Regionen ganz besonders. In so fern hast du recht, wenn du vom Anstreicher oder Taxifahrer ausgehst. Aber bei weitem nicht alle "normalen" Menschen haben ein Beruf, wo man eigentlich fast nichts können muss.

Das war schon 2012 eine dämliche Diskussion.

Und wer als angestellter Maler mit 1000 Euro im Monat nach Haus geht ist selber schuld. Die Stunde Malerarbeit sollte sich der Chef mit mindestens 40 Euro vergüten lassen. Davon 17 Euro für den Angestellten und man verdient Brutto deutlich über 2500 Euro. Selbst mit 10 Euro wären es noch 1680 Euro und Netto mindestens 1200. Die Arbeit kann auch nicht per Nearshore in Rumänien erledigt werden.

Im übrigen wüsste ich gerne, wer heute mit dem Auto von 1986 rumfahren möchte und trotzdem über einen Neuwagen nachdenkt.

Und wer meint als angestellter Maler sich einen neuen 5 er leisten zu können, der lebt über seine Verhältnisse.

Zitat:

@Pepperduster schrieb am 14. Dezember 2015 um 07:21:32 Uhr:

Und wer meint als angestellter Maler sich einen neuen 5 er leisten zu können, der lebt über seine Verhältnisse.

Und genau das ist das Problem im Vergleich zu der Zeit vor 20 Jahren.

Damals wollte man sich leisten was man konnte, heute meint man sich leisten zu können was man will.

Ein vergleichbares Auto ist 2015 im Vergleich zu 1995 inflationsbereinigt nicht teurer geworden.

Nur die Ansprüche der Ottonormalverbraucher sind weit schneller gewachsen als ihre Gehälter.

Dass das in die Hose gehen muss liegt auf der Hand.

 

Ausstattungsbereinigt sind die sogar günstiger geworden rechne mal ABS und ESP Klima Navi und und und raus was es vor 20 Jahren nur als Extra gab

am 14. Dezember 2015 um 7:50

Zitat:

@Pepperduster schrieb am 14. Dezember 2015 um 08:19:15 Uhr:

Ausstattungsbereinigt sind die sogar günstiger geworden rechne mal ABS und ESP Klima Navi und und und raus was es vor 20 Jahren nur als Extra gab

Ich will Dir wirklich nicht zu nahe treten, aber dass die Autos ausstattungsbereinigt günstiger geworden sein sollen, kann ich nicht nachvollziehen.

Ein BMW 520i kostete 1995 inkl. Klimaautomatik 58.200 DM. ABS und ASC (entspricht ESP) gab es damals serienmä0ig. Rechnet man noch einige Features hinzu, die heute serienmäßig sind (LM-Felgen, NSW, MFL, EFH, FB für ZV) ergibt sich ein Gesamtpreis von 62.900 DM (äquivalent 32.160 €).

Heute kostet ein 520i 41.200 €, ist also mithin 28% teurer als vor 20 Jahren. Zu berücksichtigen ist allerdings auch, dass die Mehrwertsteuer heute 4 Prozentpunkte höher ist als vor 20 Jahren.

Wenn man die Preisentwicklung 1975-1995 vergleicht, dann ist der Preisanstieg der letzten 20 Jahre tatsächlich moderat und weit weg von der Behauptung in der Überschrift, dass sich die Autopreise verdoppelt hätten.

Gruß

Der Chaosmanager

Ich denke einfach das es schon viele "Berufsgruppen" gibt die sich immer weniger leisten können. Das ist die oft beschriebene Schere und die gibt es. Wenn sich der Ersteller des Beitrags unter diesen befindet verstehe ich seinen Ärger. Wenn man Leute / Familien kennt die im Niedriglohnsektor Arbeiten versteht man das eher denke ich. Und mal eben einen Job für 1000€ ausschlagen um dann keinen zu haben, diese Option gibt es oft auch nicht.

Aber ich bemerke hier im Forum oft das sich doch eher Leute aufhalten die eigentlich hier nicht sein müßten, wobei die Tips natürlich gerade von besser Gestellten nicht schlecht sind, nicht falsch verstehn.

Aber bitte macht mal die Augen auf und schaut das es auch die andere Seite gibt.

Leider übertreiben oft beide Seiten, die die wenig haben und die die viel haben. Aus der Mitte gibt es keine Meldungen... jedenfalls habe ich hier oft das Gefühl.

Einen neuen 5er BMW als Anstreicher gabs denke ich so oder so selten :) um mal zurück zum Thema zu kommen.

Und deswegen bleibe ich bei meinem Credo: Augen auf bei der Berufswahl!

Ich verstehe einfach die Mitmenschen nicht, die sehenden Auges eine Ausbildung in entsetzlich schlecht zahlenden Branchen machen und sich dann, wenige Jahre später, über das wenige Geld beklagen. Friseure beispielsweise. Von den Ungelernten oder Schulabschlusslosen (völlig unverständlich!) ganz zu schweigen. Es sind nicht immer die anderen / die Umstände / der Euro / die Lobbyisten schuld, wenn es mit den eigenen Finanzen nicht klappt. Für mein Leben bin ich vor allem selbst verantwortlich.

Grüße

SpyderRyder

Es ist aber wesentlich einfacher den Fehler in der Gier der Manager, den Lobbyisten, den allgemeinen Bedingungen, dem Euro und was weiß ich noch zu suchen als sich an die eigene Nase zu fassen und etwas an der Situation zu ändern. Man sieht auch, dass sich viele mehr als man selbst leisten kann und statt dies als Motivation zu verstehen wird in Deutschland auf diese Menschen geschimpft und man versucht Ihnen mehr weg zu nehmen. Das gibt einem ein gutes Gefühl, ändert an der Situation aber nichts.

Nun, das ist so, und das ist ganz besonders ausgeprägt in Deutschland.

Nach mehr "sozialer Gerechtigkeit" wird immer dann geschrien wenn man ohne Gegenleistung etwas haben will und es die die es haben geben sollen.

Anders gesagt: Gerecht ist immer, wenn die anderen zahlen.

Der Großteil derer, die heute jammern dass alles so teuer geworden ist, dass sie sich nichts leisten können weil ihr Job furchtbar schlecht bezahlt ist hat sich diese Situatuion so ausgesucht, bzw. ist an dieser Situation zumindest selbst schuld.

Die Zeiten, in denen ungelernte Arbeiter ihr bequemes Auskommen in der Produktion finden konnten gibts hierzulande nicht mehr, dafür sind die Anforderungen an den einzelnen zu hoch geworden.

Wer heute (oder auch vor 15 Jahren) glaubte ein Schulabschluss, eine Lehre, ein Studium wäre nur etwas für Streber, der wird durchs Raster fallen und sich sein Leben lang darüber beklagen müssen, dass ihm sein Einkommen nicht reicht.

Demzufolge hat der, der heute in diesem Land mit 1000€ Brutto auskommen muss, in seiner Lebensplanung etwas grundlegend falsch gemacht, und die Weichen grundlegend falsch gestellt.

Klingt vielleicht grausam, ist aber leider so.

Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Finanzierung
  5. Autopreise haben sich mit dem Euro fast verdoppelt!?