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Autopreise haben sich mit dem Euro fast verdoppelt!?

Themenstarteram 21. November 2011 um 17:25

Hallo Zusammen,

ich habe mir mal vor 11 Jahren einen neuen Ford Focus Turnier gekauft. Jetzt mal spaßeshalber den aktuellen Konfigurator angeworfen bei Ford und bin auf knapp 25.000 Euro gekommen. Ich hatte damals für die Karre 31.000 DM bezahlt!

Viele sagen das es alles nicht teurer geworden ist bei der Umstellung und nur die Inflation eingepreist wäre. Aber das kommt bei fast 10 Jahren Euro dennoch nicht hin!?

Wer hat denn ähnliche Erfahrungen gemacht mit seinem Auto von Damals und Heute oder hat noch Rechnungen in der Schublade von damals??

Danke für Eure Antworten.

MfG Tom

Beste Antwort im Thema

Wenn man nach 25 Jahren immer noch den nominell gleichen Verdienst hat, ist was schief gelaufen...

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Zitat:

Original geschrieben von Pepperduster

Nur wenige schaffen es aus diesem Millieu herauszukommen, oftmals  werden die Kinder schon bei Bewerbungen abgeschrieben wenn die nur die Anschrift in den Bewerbungsunterlagen steht.

Liegt das dann an der Absenderadresse oder daran, dass die Bewerbung handschriftlich auf kariertem Papier, doppelt gefaltet im C6-Umschlag eingegangen ist? Von den Rechtschreibfehlern ganz zu schweigen. Kein Witz, eigene Erfahrung...

Zitat:

Ich denke die Kinder welche dort aufwachsen sind eben nicht dafür verantwortlich sondern die Eltern,welche aber wiederum selbst gescheitert sind. Und genau hier beißt sich die Katze selbst in den Schwanz. Diese Eltern haben wiederum von Ihren Eltern nichts gelernt, es ist eine Kette durch Generationen.

Meine Lieblings-Auszubildende stammt genau aus so einem Millieu. Schlechter Hauptschulabschluß, anschließend 4 Jahre arbeitslos. Dann kam die Erkenntnis: Mit 20 den Realschulabschluß nachgemacht, anschließend durch Arbeitsamt vermitteltes Praktikum (bei mir). Dort hat sie dann einen so guten Eindruck hinterlassen, dass sie als Azubi eingestellt wurde. Es folgten 3,5 Jahre Ausbildung in denen sich zeigte, dass sie durchaus konnte wenn sie wollte, aber (anfangs) oft einfach nicht wollte. Die Nicht-Wollen-Phasen wurden dann durch ein Auf-den-Pott-setzen meinerseits beendet (incl. Geschrei und Tränen), anschließend lief es wieder einige Wochen bis zum nächsten Einbruch. Zum Ende der Ausbildung waren diese Phasen auf 0 reduziert, die Dame hat einen 1er Abschluß hingelegt. Mittlerweile hat sie sich von ihrer Familie komplett gelöst, lebt in München und arbeitet dort in der Automobilbranche, wo sie vermutlich nicht wesentlich weniger als ich verdient... Von der Familie hat sie sich übrigens deswegen gelöst, weil die sie unten halten wollten, ihr vorwarfen sich für etwas besseres zu halten etc...

Gegenbeispiel:

Die Bewerberin (meine damalige Firma hat grundsätzlich auch immer einige sozial schwache Kandidaten eingeladen, um denen wenigstens eine Chance zu geben), die von mir gefragt wurde, warum sie denn gerne Werkstoffprüferin werden möchte. Antwort: Eigentlich möchte ich ja Frisörin werden. Da ich da aber keine Stelle bekommen habe, ist es mir eigentlich egal was ich mache...

Das gab zwar einen Ehrlichkeitspunkt, die Dame durfte aber trotzdem gehen. Ebenso wie der Bewerber, der mit Basecap und HipHop-Schlabberjeans zum (dann sofort abgebrochenen) Vorstellungsgespräch erschien...

Zitat:

Damit diesen Kindern eine Chance gegeben werden kann muss nicht weiter nach der Herkunft gefragt werden sondern die Kinder brauchen Bildung Bildug und nochmals Bildung, das ist Ihre einzige Chance,denn nicht jeder kann ein Bushido werden.

Fast richtig. Jedes Kind muss die Möglichkeit zur Bildung erhalten, diese darf nicht von finanziellen Mitteln abhängen. Aber dies muß (wie vorher geschrieben: zwingen kann man keinen) eine Holschuld sein, das vor-den-Arsch-tragen bringt gar nichts.

Mein Lieblingsbeispiel, ein Fleischer der seit Jahren Mitarbeiter sucht und auch ausbilden kann und will und keine geeigneten Bewerber finden kann.

Kleines Testgespräch...

"Ich habe ein rechteckiges Grundstück mit einer Länge von 100 Metern und einer Breite von 20 Metern. Ich will einen neuen Zaun setzen. Wieviel Meter Zaun muß ich kaufen um das gesamte Grundstück damit zu umzäunen."

KEINER, aber auch keine einziger konnte diese Frage beantworten. Die abenteuerlichsten Antworten kamen da. Von 200 bis 2000 und "da hatten wir immer in der Schule Formeln"

Der Fleischer muß die einzelnen Zutaten seiner Würste in bestimmten Verhältnissen mischen. Da ist auch die Prozentrechnung gefragt. Aber die Bewerber konnten(oder wollten?) ja nicht mal addieren! Nach 10 Klassen Schule in Deutschland.

Der Fleischer ist heute noch verzweifelt ob der schlechten Bewerber.

Und wenn diese Jugend dann nur Bauhelfer wird und wenig verdient, dann ist die Gesellschaft schuld.

Daß man selbst mal den Finger aus den Arsch ziehen muß und etwas für seine Bildung tun muß, hat ihnen noch keiner gesagt. Es wird aber langsam Zeit.

Die sollen aber später nicht jammern. Denn ich frage sie: Was hast du denn für deine Bildung gemacht?

Du warst zu faul, wolltest Tanz auf allen Sälen und Bier in Strömen? Na das hast du jetzt davon. Also Hör auf zu jammern!

Just my 2 Cent.

Zitat:

Original geschrieben von Bert1956

Und wenn diese Jugend dann nur Bauhelfer wird und wenig verdient, dann ist die Gesellschaft schuld.

Daß man selbst mal den Finger aus den Arsch ziehen muß und etwas für seine Bildung tun muß, hat ihnen noch keiner gesagt. Es wird aber langsam Zeit.

Die sollen aber später nicht jammern. Denn ich frage sie: Was hast du denn für deine Bildung gemacht?

Du warst zu faul, wolltest Tanz auf allen Sälen und Bier in Strömen? Na das hast du jetzt davon. Also Hör auf zu jammern!

Wer ist denn nun schuld? Die Gesellschaft oder jeder für sich? Das Angebot, sich bilden zu können, besteht jedenfalls, der Besuch der Angebotsstätten ist für jeden zumindest 10 Jahre Pflicht. Die große Mehrheit macht was draus (und das sind nicht die, die sich dann als Fleischer-Azubi bewerben...), einer Minderheit sind eben andere Dinge wichtig (und später kommt das große Jammern).

Zitat:

Original geschrieben von Bert1956

Mein Lieblingsbeispiel, ein Fleischer der seit Jahren Mitarbeiter sucht und auch ausbilden kann und will und keine geeigneten Bewerber finden kann.

Wie intensiv sucht er denn?

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß da niemand zu finden ist, der diese mathematischen Mindestanforderungen mitbringt.

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Zitat:

Original geschrieben von Bert1956

Mein Lieblingsbeispiel, ein Fleischer der seit Jahren Mitarbeiter sucht und auch ausbilden kann und will und keine geeigneten Bewerber finden kann.

Wie intensiv sucht er denn?

Soll das ein Witz sein? Willst du jetzt dem Fleischer die Schuld für die mangelnde Bildung der Bewerbe geben?

Er macht sicher alles was so machen kann. AA, Innung, Annonce.

Es kamen ja auch genug. Nur nach 20-40 solcher Jungs und Mädels haste echt keine Lust und Zeit mehr dafür.

Aber selbst ein mieser Hauptschüler sollte die erwähnte Aufgabe lösen können. Und darum gings. Um Bildung und Lebenschancen.

Zitat:

Original geschrieben von Bert1956

Soll das ein Witz sein? Willst du jetzt dem Fleischer die Schuld für die mangelnde Bildung der Bewerber geben?

Er macht sicher alles was so machen kann. AA, Innung, Annonce.

Es kamen ja auch genug. Nur nach 20-40 solcher Jungs und Mädels haste echt keine Lust und Zeit mehr dafür.

Ein guter Freund von mir ist Fleischermeister, von daher kommt mir das Dilemma recht bekannt vor. Laut seiner eigenen Aussage ergreifen den Beruf mittlerweile nur noch Fleischersöhne (die dann mal den Laden vom Papa übernehmen wollen) oder Jugendliche, die sonst nix kriegen. Aus diesem Grunde bildet er auch nicht mehr aus...

Zitat:

Original geschrieben von Bert1956

Willst du jetzt dem Fleischer die Schuld für die mangelnde Bildung der Bewerbe geben?

Nein, natürlich nicht.

Es wunderte mich nur angesichts der doch relativ hohen (Jugend-)Arbeitslosigkeit in Deutschland.

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Zitat:

Original geschrieben von Bert1956

Willst du jetzt dem Fleischer die Schuld für die mangelnde Bildung der Bewerbe geben?

Nein, natürlich nicht.

Es wunderte mich nur angesichts der doch relativ hohen (Jugend-)Arbeitslosigkeit in Deutschland.

Hier in Berlin/Brandenburg sind 1000e Lehrstellen unbesetzt.

Ich dachte davon hättest du schon gehört.

Übrigens bei hoher Arbeitslosigkeit. So weit dazu...

Ich hätte da auch etliche Anekdoten über Bewerber, Bewerbungen, Praktikanten ... ...

Bringt aber nichts, hier wieder (nur) die Beispiele aufzulisten, die gerade zur eigenen Argumentationskette passen. Auch hier gibt es wie immer (mindestens) zwei Seiten: Willige und/oder fähige Leute, die nichts finden, und andererseits Arbeitgeber, die einfach keinen Bewerber finden, der die Midestanforderungen erfüllt.

 

Eine kann ich mir nicht verkneifen:

Bewerbung eines (fast fertigen) Abiturienten per Email um einen Ausbildungsplatz. Da die Zeugnisnoten und die Bewerbung ganz gut aussahen, habe ich ebenfalls per Email darum gebeten, mit dem Sekretariat einen Vorstellungstermin zu vereinbaren. Antwort (wieder per Mail):"Ich bin zur Zeit viel unterwegs und am besten auf meinem Handy xxx yyy yy yy zu erreichen". Ohne Anredeo Ohne Grußformel, nix außer dem zitierten Satz. :D

Zitat:

Original geschrieben von Bert1956

Mein Lieblingsbeispiel, ein Fleischer der seit Jahren Mitarbeiter sucht und auch ausbilden kann und will und keine geeigneten Bewerber finden kann.

Nur mal nebenbei gefragt: wie hoch ist die Ausbidungsverütung für einen Fleischerlehrling? Ist sie der Anforderung: "Fähiger Mitarbeiter" angemessen?

Da ich aus dem Bereich der Elektrotechnik komme, zitiere ich hier einfach mal auszugsweise aus der Zeitschrift "de" Ausgabe 22/2011 S. 3 Artikel "Zukunft gibt es nur mit motiviertem Nachwuchs":

Auch ohne die Energiewende und ihre positiven Effekte für neue Geschäftsfelder im Elektrohandwerk muss die Branche heute bereits eine große Bandbreite know-how-intensiver Tätigkeitsfelder abdecken.

Doch das Gewinnen von motiviertem Nachwuchs ist für viele Betriebe zu einer echten Herausforderung geworden.

Gestalten Köche und Gärtner die Energiewende? Wohl kaum –diese Berufsgruppen liegen jedoch im aktuellen Ranking der Ausbildungsvergütungen vor den jungen Elektrotechnikern.

Fakt ist, dass die Elektroniker weit abgeschlagen mit 544€ hinter Köchen, Gärtnern und Metallbauern landen.

Wer glaubt, mit diesen Verhältnissen junge und motivierte Fachkräfte in ausreichender Zahl für die Zukunftsthemen der Branche gewinnen zu können, ist sicher auf dem Holzweg.

Soviel zum Thema keine geeignete Auszubildenden. Keine geeigneten für ein Hungerlohn müsste es wohl eher heißen.

Und selbst Bildung ist kein Garant frü angemessene Einkommen. Ich kenne selbst mehrere Techniker, die in Bremen für 2500€ Brutto den Airbus A380 mit konstruieren. Und kommt mir nicht mit dem Geschwatz, selbst schuld, denn Airbus selbst stellt schon lange keine Leute mehr ein, und 80 % der Stellenanzeigen sind alle von irgendwelchen Leihfirmen.

Zitat:

Original geschrieben von diman3

Und kommt mir nicht mit dem Geschwatz, selbst schuld, denn Airbus selbst stellt schon lange keine Leute mehr ein, und 80 % der Stellenanzeigen sind alle von irgendwelchen Leihfirmen.

Das zeigt zumindest, daß es genügend Verzweifelte gibt, die den Arbeitnehmer-Pool der Leihfirmen immer wieder füllen.

Zitat:

Original geschrieben von diman3

Soviel zum Thema keine geeignete Auszubildenden. Keine geeigneten für ein Hungerlohn müsste es wohl eher heißen.

99% agree .... weil: Wenn ich einen Ausbildungsberuf ergreifen würde interessiert mich die Ausbildungsvergütung nicht wirklich. Interessanter ist es, was man nach der Ausbildung verdient. Sonst würde ja auch kein Mensch studieren wollen ;)

Der Ausbildungsbetrieb selber hat also nur marginale Möglcihkeiten wenn das Lohnniveau der Branche schlecht ist.

Aber im Grundsatz stimmt die Aussage: Als AG würde ich auch hochqualifiziertes Personal haben wollen, die für einen Hungerlohn arbeitet ... siehe Airbus ;)

Zitat:

Original geschrieben von bigLBA

Als AG würde ich auch hochqualifiziertes Personal haben wollen, die für einen Hungerlohn arbeitet ...

Wenn man dann das Wort "Fachkräftemangel" in den Mund nimmt, macht man sich als Arbeitgeber allerdings sofort unglaubwürdig.

Zitat:

 

Und kommt mir nicht mit dem Geschwatz, selbst schuld, denn Airbus selbst stellt schon lange keine Leute mehr ein, und 80 % der Stellenanzeigen sind alle von irgendwelchen Leihfirmen.

Naja aber Airbus ist nicht der Nabel der Welt, es gibt genug Firmen die suchen.

Wir sind nicht in Bremen aber suchen und sind bestimmt keine kleine Firma die schlecht bezahlt (größer als z.B. Airbus) nur wenn sich keiner bewirbt.....

Nebenbei haben wir sehr viele aus der Luftfahrt, da Artverwandt also wenn die Leute bei Airbus so unzufrieden sind warum melden die sich nicht bei uns?

Ausbildungvergütung Fleischer :

1. Jahr 395,00 €

2. Jahr 495,00 €

3. Jahr 575,00 €

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