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Autokauf für 3500 Euro, gute Wahl?

Themenstarteram 2. Mai 2012 um 17:45

Tag,

folgendes Auto würde ich mir kaufen wollen: http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=213512339

Aufgrund eines Schadens gibts den für 3500 statt den 3950.

Bin 19, hab den Führerschein seit 1 Monate und es wäre mein erstes Auto.

Wäre es ein Fehlkauf oder nicht? Ein Anwort fänd ich super.

Beste Antwort im Thema

Fangen wir mal ganz allgemein an:

- Saugbenziner wegen Reparaturkosten. In Deinem Preissegment wäre ein Diesel oder gar Benziner mit Turbolader im Reparaturfall sofort ein wirtschaftlicher Totalschaden. LPG wäre auch nett aber in diesem Preissegment eher selten was vernünftiges zu bekommen.

- Neuer TÜV

- Händlergewährleistung (NICHT "Im Kundenauftrag", das ist praktisch wie ein Privatverkauf nur mit Händlermarge) ODER Privatkauf mit Dekra-Gebrauchtwagencheck vor dem Kauf

- Probefahrt:

- Kalter Motor: Ölstand, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und Servoflüssigkeit prüfen. Zustand des Keilriemens, Leerlauf prüfen, ALLE Schalter prüfen, Klimaanlage auf Funktion testen. Kupplung und Getriebe testen. Bremsen anschauen

- Warmer Motor: Leerlauf prüfen, Kupplung und Getriebe, Schubbetrieb (ohne Gas zu geben ein Stück fahren) und Vollgas testen, dabei die Gänge relativ weit ausdrehen, Servolenkung checken (darf nicht zuviel Spiel haben) und Geradeauslauf testen...möglichst ein Stück Autobahn oder wenigstens 100er Bundesstrasse fahren. Radlager checken (mit offenem Fenster fahren und auf drehzahl- und lastabhängige Geräusche achten)

Fahrwerk checken; kann man schwer beschreiben aber wenn Querlenker o.ä. im Arsch sind merkt man dass was nicht stimmt.

Beim starken Beschleunigen auf den Auspuff achten. Jetzt im Frühsommer darf beim warmen Motor keine Auspuffwolke zu sehen sein.

Nach der Probefahrt: Nochmal Blick in den Motorraum auf Öl achten was auf/am Motor nichts zu suchen hat, Öldeckel (wenn abgekühlt) nochmal öffnen und auf weisse Ablagerungen achten.

Schauen ob nach dem Abstellen unten Kühlflüssigkeit oder Öl tropft

Auto von unten begutachten. Vor allem auf Durchrostungen achten (auch die Schweller und Radläufe), die ganzen Gummiteile (Hinterachsbuchsen etc.), Zustand von Auspuffstrang, angefangen vom Krümmer direkt unter dem Motor (ist je nach Hersteller ziemlich teuer ein neuer Krümmer)

Spaltmaße überprüfen, Kofferraumboden überprüfen, überlackierte Verschraubungen seitlich im Motorraum überprüfen (wg. eventueller Unfallschäden)

Lackkratzer überprüfen ob Rostgefahr besteht

Innenraum, ob es stimmig aussieht bezüglich der Laufleistung

- Sich bei dem Motor über das Zahnriemenwechselintervall informieren. Z.B. sagt Hersteller X, alle 10 Jahre ODER alle 120.000km, je nachdem was als erstes kommt.

Ein Zahnriemenwechsel kostet meist mehrere hundert Euro, hier würde ich darauf bestehen die Rechnung zu sehen bzw. verhandeln dass der gemacht wird.

- Autos aus 1. oder maximal 2. Hand. Wenn plausibel vielleicht 3. Hand. Der Rest sind Autos mit Problemen wo die Fehlersuche bzw. das Beheben von Problemen den Vorbesitzern zu teuer war.

Ford ist in diesem Preissegment nicht die schlechteste Wahl. Für 3000-4000 Euro bekommt man schon einen Focus. Hat den Vorteil keine 60PS Möhre zu bekommen, immer 4 Türen, aber letztendlich musst Du das Wissen was Du für ein Auto haben möchtest.

EDIT: Das Reifenprofil aller vier Reifen anschauen (z.B. einseitig abgefahren, Sägezahnbildung etc.)

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Dir sind also die monatlichen Kosten egal? Ob 300 oder 1000€ ist nebensächlich? Kann ich mir kaum vorstellen.

Themenstarteram 3. Mai 2012 um 6:14

So gering wie möglich ist doch wohl klar? Also das ich das noch sagen muss, echt mal jetzt. Das ist schon geradezu lächerlich.

Wenn ich ne Wohnung miete kauf ich auch nicht das mit den höchsten Nebenkosten?

Die frage ist nicht lächerlich. Ich/wir wollen nicht wissen, was du im Monat ausgeben WILLST sondern was du ausgeben KANNST. Ist das so schwer zu verstehen? Du scheinst dir über die kosten eines Autos nicht bewusst zu sein. Gerade als Fahranfänger.

Der Thread erinnert mich ein wenig an den vom Einjochen. :D

Fangen wir mal ganz allgemein an:

- Saugbenziner wegen Reparaturkosten. In Deinem Preissegment wäre ein Diesel oder gar Benziner mit Turbolader im Reparaturfall sofort ein wirtschaftlicher Totalschaden. LPG wäre auch nett aber in diesem Preissegment eher selten was vernünftiges zu bekommen.

- Neuer TÜV

- Händlergewährleistung (NICHT "Im Kundenauftrag", das ist praktisch wie ein Privatverkauf nur mit Händlermarge) ODER Privatkauf mit Dekra-Gebrauchtwagencheck vor dem Kauf

- Probefahrt:

- Kalter Motor: Ölstand, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und Servoflüssigkeit prüfen. Zustand des Keilriemens, Leerlauf prüfen, ALLE Schalter prüfen, Klimaanlage auf Funktion testen. Kupplung und Getriebe testen. Bremsen anschauen

- Warmer Motor: Leerlauf prüfen, Kupplung und Getriebe, Schubbetrieb (ohne Gas zu geben ein Stück fahren) und Vollgas testen, dabei die Gänge relativ weit ausdrehen, Servolenkung checken (darf nicht zuviel Spiel haben) und Geradeauslauf testen...möglichst ein Stück Autobahn oder wenigstens 100er Bundesstrasse fahren. Radlager checken (mit offenem Fenster fahren und auf drehzahl- und lastabhängige Geräusche achten)

Fahrwerk checken; kann man schwer beschreiben aber wenn Querlenker o.ä. im Arsch sind merkt man dass was nicht stimmt.

Beim starken Beschleunigen auf den Auspuff achten. Jetzt im Frühsommer darf beim warmen Motor keine Auspuffwolke zu sehen sein.

Nach der Probefahrt: Nochmal Blick in den Motorraum auf Öl achten was auf/am Motor nichts zu suchen hat, Öldeckel (wenn abgekühlt) nochmal öffnen und auf weisse Ablagerungen achten.

Schauen ob nach dem Abstellen unten Kühlflüssigkeit oder Öl tropft

Auto von unten begutachten. Vor allem auf Durchrostungen achten (auch die Schweller und Radläufe), die ganzen Gummiteile (Hinterachsbuchsen etc.), Zustand von Auspuffstrang, angefangen vom Krümmer direkt unter dem Motor (ist je nach Hersteller ziemlich teuer ein neuer Krümmer)

Spaltmaße überprüfen, Kofferraumboden überprüfen, überlackierte Verschraubungen seitlich im Motorraum überprüfen (wg. eventueller Unfallschäden)

Lackkratzer überprüfen ob Rostgefahr besteht

Innenraum, ob es stimmig aussieht bezüglich der Laufleistung

- Sich bei dem Motor über das Zahnriemenwechselintervall informieren. Z.B. sagt Hersteller X, alle 10 Jahre ODER alle 120.000km, je nachdem was als erstes kommt.

Ein Zahnriemenwechsel kostet meist mehrere hundert Euro, hier würde ich darauf bestehen die Rechnung zu sehen bzw. verhandeln dass der gemacht wird.

- Autos aus 1. oder maximal 2. Hand. Wenn plausibel vielleicht 3. Hand. Der Rest sind Autos mit Problemen wo die Fehlersuche bzw. das Beheben von Problemen den Vorbesitzern zu teuer war.

Ford ist in diesem Preissegment nicht die schlechteste Wahl. Für 3000-4000 Euro bekommt man schon einen Focus. Hat den Vorteil keine 60PS Möhre zu bekommen, immer 4 Türen, aber letztendlich musst Du das Wissen was Du für ein Auto haben möchtest.

EDIT: Das Reifenprofil aller vier Reifen anschauen (z.B. einseitig abgefahren, Sägezahnbildung etc.)

am 3. Mai 2012 um 22:18

Vielleicht hab ich es ja bei picard95 überlesen, aber vollständiges Scheckheft wäre noch gut. Anhänger suchen mit Infos zu Ölwechsel, wenn eine Werkstatt den gemacht hat findet man das irgendwo.

Gruß Frank

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