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Auto Starthilfe - Was haltet ihr von Powerbank?

Themenstarteram 1. Dezember 2017 um 17:55

Es gibt ja jetzt diese Lithium Ionen Powerbatterien, mit denen man sogar ein Auto fremd starten kann. Hat jemand Erfahrung mit so einer? Was taugen Geräte für ca. 70 Euro?

Beste Antwort im Thema

Wer so eine Starthilfe für sich selbst häufiger braucht, macht irgendetwas falsch...

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Servus,

€ 70 - und wir kennen uns dann aus!

.

Für einen Benziner wird es sicher reichen.

werni883

Themenstarteram 1. Dezember 2017 um 19:48

Muss ich eine Flasche Wein trinken um die Antwort zu verstehen?

Dein Frage ist ungefähr so zu verstehen: Ist Auto gut, für Preis 18.000€....

Welche PowerBank, welche Leistung, Kapazität...

MfG

Grundsätzlich sind die Dinger schon geil... Aber welches und für welchen Preis kann ich nicht sagen! Hab mal einen gesehen der eine schwächelnde Batterie hatte und er hat mit so nem Teil ein v8 5,7l Ami Schlitten anbekommen! Hab nicht schlecht gestaunt!

Mit diesem Gerät werden aus einer tiefentladenen Batterie in zwei Minuten 800A Startstrom gesaugt und ein Dieselmotor bei -40°C vorgeglüht und angelassen !!! > > >

https://www.westfalia.de/.../...-starthilfe-startronic-800-12v.htm?...

Lithium Akkus haben eine sehr hohe Leistungsdichte.

Ich habe mit einer solchen Power Bank von DBPower für ca. 90€ meinen 520D mit völlig toter und tiefentladener Batterie ( Auto ging nichtmal mehr aufzusperren) problemlos gestartet. Auto stand dabei bei 15°C in der Garage.

Nachdem losfahren hab ich den Wagen leider abgewürgt und musste nochmal starten, auch kein Problem.

Der entnommene Strom ist recht gering, der Akku hatte glaube ich noch ca. 70% nach dem zweiten Starten.

Im Winter bei -13°C (Akku Pack hatte aber Zimmertemperatur) konnte ich den Wagen dann ca. 20-30s in vernünftiger Geschwindigkeit damit orgeln lassen, leider war der (Sommer-)Diesel versulzt und ich musste warten das es warm wird. Durch das längere orgeln war der Akku dann schon etwas recht entladen, wobei ich nicht gewartet hab ob er sich wieder erholt hat sondern ihn gleich weggepackt hab.

Mein Akkupack ist mit 600A und 18.000mAh angegeben. Realistisch sind es bei 12V aber nur 6000mAh da 3 Akkus in Reihe geschaltet sind. Die Verkäufer sind da immer recht reißerisch mit den Angaben. Realistisch würde ich daher auch den max. Startstrom eher bei 200A sehen. 30-35C Entladestrom sind bei einfachen Modellbau LiPos üblich.

Bis jetzt hab ich mit dem Ding alles anbekommen, um das zu überfordern muss man schon mit mächtigen Motoren anrücken oder hat noch zusätzlich anderweitige defekte.

Wichtig ist dass das Gerät einigermaßen warm ist, wie die allermeisten Akku Technologien mag auch ein Lithium Akku es nicht sehr kalt zu sein.

Das Problem ist eher das man fast keine Markengeräte bekommt, es ist halt fast alles generischer China-Kram. Man weiss nicht welche Schutzschaltungen, wenn überhaupt welche, dort verbaut sind. Die Kabelquerschnitte sind für die abgegebenen Ströme meist auch recht knapp bemessen, zumindest bei meinem können die Kabel bei zu langem orgeln gut warm werden.

Heute würde ich ein Gerät kaufen welches unter einem in Deutschland geläufigen Markennamen verkauft wird.

Damit hat man die Sicherheit ein Gerät zu bekommen welches wenigstens eine grundlegende Gebrauchssicherheit aufweist.

Bei den China Geräten würde ich empfehlen eher ein großes zu kaufen, auf die Bewertungen zu achten, und vor allem mit gesundem Menschenverstand ran gehen. D.h. z.B. nicht ewig lang orgeln bis das Pack in Flammen auf geht.

Aber grundsätzlich kann ich aus meiner Erfahrung heraus eine Kaufempfehlung für solche Geräte aussprechen, das technische Prinzip funktioniert und die Akkus haben genug Power, es hängt aber eben von der Größe und Qualität des speziellen Geräts ab. Ich habs mit meinem gut getroffen und bin sehr zufrieden.

Zitat:

@schelle1 schrieb am 2. Dezember 2017 um 00:09:53 Uhr:

Mit diesem Gerät werden aus einer tiefentladenen Batterie in zwei Minuten 800A Startstrom gesaugt und ein Dieselmotor bei -40°C vorgeglüht und angelassen !!! > > >

https://www.westfalia.de/.../...-starthilfe-startronic-800-12v.htm?...

Selber schonmal probiert?

Bis jetzt hab ich mit den Geräten schon viele scheitern sehen aber noch keinen erfolgreichen Startversuch.

Ich weiss auch nicht wie ein Kondensator aus einer entladenen Batterie noch eine ausreichende Spannung für den Start generieren soll. Der Kondensator erreicht maximal die Batteriespannung, niemals mehr.

Das Funktionsprinzip muss mir erstmal einer erklären.

Hier kannst du einen der Autodoktoren mit dem Gerät scheitern sehen:

Booster boostet nicht!

Ich könnte mir vorstellen, das in so einem Booster eine Spannungverdopplungsschaltung verbaut ist.

Siehe auch Step Up Wandler

Ja da sitzt ein Stepup Wandler drin.

Funktioniert aber auch nur wenn die Batterie noch etwas an Energie liefern kann.

Wenn die Batterie tot ist passiert das was den Autodoktoren passiert ist.

https://youtu.be/YdyZaQqqAxY

ich würde das Geld lieber, rechtzeitig, in eine neue Starterbatterie investieren.

Rund 300€ für den Super-Kondensator-Start-Booster, stehen m.E. in keinem Verhältnis zum Nutzen bei gewöhnlichen 1-2-Autobesitzern.

Für den Eigentümer eines Schrottplatzes sieht das natürlich anders aus...

Um relativ sicher zu gehen, dass man nicht "völlig unerwartet" damit konfrontiert wird, dass der Motor nicht mehr startet, könnte man die Batterie schlichtweg einmal im Herbst prüfen lassen. Kostet manchmal nix und geht sehr schnell.

Wenn man natürlich dazu neigt, häufig zu vergessen, irgend etwas im Auto ab zu schalten und das Auto zudem keine eigene Spannungs-/Ladezustandsüberwachung hat, ist so eine Not-Starthilfevorrichtung eventuell ganz sinnvoll.

Ansonsten hat man noch ein zusätzliches elektronisches Gerät und die technischen Angaben dieser Geräte sind fast immer etwas (zu) fantastisch.

Zitat:

@Destructor schrieb am 2. Dezember 2017 um 00:40:03 Uhr:

 

Bis jetzt hab ich mit den Geräten schon viele scheitern sehen aber noch keinen erfolgreichen Startversuch.

Ich weiss auch nicht wie ein Kondensator aus einer entladenen Batterie noch eine ausreichende Spannung für den Start generieren soll. Der Kondensator erreicht maximal die Batteriespannung, niemals mehr.

Das Funktionsprinzip muss mir erstmal einer erklären.

Gerne. Eine quasi tote / reichlich leere Batterie hat einen unbrauchbar hohen Innenwiderstand, bricht also unter Last sofort weg. Die Leistung u.a. des Anlassers ist aber P=U^2/R mit R quasi konstant. Der Kondensator saugt sich nun langsam mit Strom voll, kann den aber mit geringem Innenwiderstand abgeben und arbeitet damit parallel zu einer Batterie, die selbst weniger belastet wird. Wenn du 2 Sekunden mit 1000A bei "12V" saugst, ist das gerade ne halbe Amperestunde. Quasi nix. Weiss daher auch nicht, wieso sich leute ins Hemd machen wenn der Akku statt 70Ah nur 62 oder so hat.

Nutzt nur nichts wenn die Batterie mit einem Plattenschluss richtig tot ist oder böse tiefentladen.

Ein guter neuer Akku kostet etwa nen Hunni. Diese Dinger sind kaum billiger. Ich nehm jederzeit den "guten" Akku. Oder würde einen Batteriehauptschalter (Nato-"Knochen") einbauen, wenn die Karren lange stehen muss und Diebstahlwarnung/Wegfahrsperre mir den Akku langsam leersaugen würde.

 

Zitat:

Für den Eigentümer eines Schrottplatzes sieht das natürlich anders aus...

Dieser hat mit Sicherheit einen Blei Akku auf einem Wagen.

Danke für die Erklärung GaryK, so dachte ich mir das Funktionsprinzip auch. Nur hilft das wie du selbst schon schreibst nur bei Akkus die "gerade so" kaputt sind. Wenn das Ding von vorne herein unter 10V hat braucht mans damit nicht versuchen.

Selbst ein Spannungswandler würde darauf vertrauen noch irgendwas an Saft rauszubekommen um den Kondensator zu laden.

Die LiPo Power Bank hilft für 1/3 des Preises aber auch bei tiefentladenen Akkus ioder Plattenschluss.

Deswegen halte ich das Ding ganz allgemein für ziemlichen Murks.

Rechtzeitig die Batterie zu tauschen ist natürlich die sinnvollste Option.

Manchmal hängts aber gar nicht da dran, ich hatte z.B. einfach einen OBD Dongle 3 Wochen im Auto vergessen der die Batterie tot gesaugt hat. Es kann auch mal das vergessene Licht sein oder tatsächlich ein defekt.

Wenn man auf sein Auto angewiesen ist ist so eine Power Bank eine geringe Investition, vor allem wenn man sie dann ab und zu auch tatsächlich als Power Bank nutzt und nicht nur als Starthilfegerät.

Oder wenn man mehr als ein Auto betreut, z.B. in der Familie oder Freundeskreis.

Das war auch der Grund warum ich meines gekauft habe.

Zitat:

@Ziachspieler schrieb am 2. Dezember 2017 um 13:34:15 Uhr:

Zitat:

Für den Eigentümer eines Schrottplatzes sieht das natürlich anders aus...

Dieser hat mit Sicherheit einen Blei Akku auf einem Wagen.

.

...Werden die Schrottautos heutzutage mit laufenden Motor gepresst ???

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