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Auto privat verkauft, jetzt kommt der Käufer mit Anwalt
Hallo zusammen
Mein Problem ist: ende November 2012 habe ich mein Vw Touran privat verkauft,wir haben einen Vertrag geschrieben (steht drin kleingeschrieben ganz oben: mit auschluss der sachmängelhaftung)und auch eine komplette Durchsicht+Probefahrt gemacht. Nun fängt der Spass erst richtig an. Der Käufer ruft zum ersten mal nach ein paar Monaten an und fragt wo der Zigarettenanzünder bleibt (Touran bj. 2003). Dann ruft er nochmal an um mir nur zusagen dass er neue Sommerreifen drauf gemacht hat, obwohl wir am Tisch saßen und ich ihm gesagt hatte dass er neue braucht(zeuge dabei). Dann nächster Anruf, die Klimaanlage funktioniert nicht (am ende war die nur leer). Dann vor einer Woche die Krönung, ruft mich der Käufer an und sagt er habe einen Getriebeschaden(zweimassenschwungrad) und der Schaden sei schon vor dem Verkauf gewesen. Jetzt lässt er mir über den Anwalt einen Brief schreiben(ich soll ihm das geld zurück geben sonst gericht polizei usw...bin ich ein Verbrecher???!!!), ich hätt von allen Mängel gewusst (reifen,zigarettenanzünder,klima leer: Mängel???!!!) sein Mandanten aber arglistig alles verschwiegen. Entschuldigt ein Anruf hab ich noch vergessen,er fragt mich ob der Cd-player nicht selbst gebrannt cds lesen würde, und dann sagt er mir noch er habe so viel stress mit dem Auto, normalerweise ist es bei ihm so das er erst nach 2Jahren geld ausgibt für Reparaturen wenn er ein Auto kauft.
Jetzt nun zu euch, wie soll ich jetzt reagieren???Ich hab nen Anwaltstermin am 10.09.
Ich hab wirklich nicht etwas von diesen Getriebeschaden gewusst. Bin im sommer 08/09.2012 noch ganz gemütlich im Urlaub gefahren. Ich hab den wagen nur verkauft weil ich nicht mehr so ein grosses auto genraucht habe.
Danke an euch allen
Beste Antwort im Thema
Da kannst Du ganz gelassen bleiben - Ausschluss der Sachmängelhaftung ist vertraglich festgeschrieben. Persönlich würde ich nicht einen Cent zu einem eigenen Anwalt tragen, sondrn dem Herrn Anwalt ein freundliches Schreiben mit der Kopie des Kaufvertrages aufsetzen.
Sehr geehrter HerrXXXXX,
wie aus beiliegender Kopie des gültigen Kaufvertrages ersichtlich ist, wurde die Sachmängelhaftung rechtsgültig ausgeschlossen. Ihr Mandant hatte die Gelegenheit, das Fahrzeug ausgiebig zu besichtigen und führte eine Probefahrt durch. Hier wurden die o.g. Mängel nicht reklamiert. Weiterhin wurde das Fahrzeug vor dem Verkauf durch eine Werkstatt nochmalig überprüft, diese Fakten sind Ihrem mandanten bekannt. Die Geltendmachung nach xxxx Monaten entbehrt jeglicher Grundlage, so dass ich keinerlei Veranlassung sehe, auf irgendgeartete Forderungen einzugehen. Selbstverständlich steht es Ihnen frei, Forderungen auf dem Klageweg durchzusetzen zu versuchen, allerding sehe ich diesen Bestrebungen unter Verweis auf den o.g. Kaufvertrag mit höchster Gelassenheit entgegen.
Mit freundlichen Grüßen und den besten Empfehlungen an Ihren Mandanten
gezeichnet Unleserlich
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274 Antworten
Moin!
Zitat:
Original geschrieben von rbknight
Ja also das nächste war, ich habe im Kaufvertrag ja alles richtig eingetragen, und ihm über alles informiert was ich über das Auto wusste, das nächste wäre ich selber habe natürlich auch eine Rechtsschutzversicherung, die aber dann doch nicht benötigt wurde. Das nächste ist als ich ne Zeitlang nichtmehr abhob stand er plötzlich vor vor der Eingangstüre (Mehrparteienhaus) .
Aber falls er wieder anfängt damit dann werde ich zur Polizei maschieren die gleich 200m weiter ist.
Das beispiel von mir sollte aber auch nur zeigen wie es in Österreich bei mir gelaufen ist.
Und das nächste wäre falls der Schaden bei mir schon war also es wäre die Federbeinaufnahme also das Blech weggerostet dann wäre ich dafür schon anteilig haftbar , je nachdem wie lange er schon im besitz des Autos ist.
Achja die Reperatur um die es hier ging hätte 300 euro gekostet, am anfang habe ich ihm freiwillig noch angeboten 50 euro zu bezahlen das wollte er natürlich nicht er wollte auf jedenfall das Auto zurückgeben.
Solche Spinnereien häufen sich eben, seit jeder Kreti und Pleti eine Rechtsschutzversicherung hat und meint, mit 30.000 Eur im Jahr Gehalt ein dickes Auto fahren zu müssen.
Eine solche Rückgabe würde ich dem Käufer dann auch anbieten. Allerdings abzgl. 100 Eur Nutzungsgebühr pro Tag und 2 Eur pro gefahrenem Km...
Habe nun das letzte Auto privat verkauft. Es musste weg, ohne dass eine Ersatzbeschaffung geplat war.
In Zukunft wird nur noch beim Markenhändler in Zahlung gegeben.
Es ist unglaublich, was für Typen sich über die Autoportale im Web melden, selbst wenn man ein relativ hochwertiges Auto anbietet. Nichts auf der Naht, aber unverschämt werden. Glücklicherweise fand sich dann doch noch ein vernünftiger Interessent. Einer!
Gruß,
M. D.
Zitat:
Original geschrieben von twindance
Da kannst Du ganz gelassen bleiben - Ausschluss der Sachmängelhaftung ist vertraglich festgeschrieben. Persönlich würde ich nicht einen Cent zu einem eigenen Anwalt tragen, sondrn dem Herrn Anwalt ein freundliches Schreiben mit der Kopie des Kaufvertrages aufsetzen.
Leider nicht ganz. Wenn es sich um eine Arglistige Täuschung handelt muss man trotzdem handeln, da dies Betrug wäre. Gibt es leider auch öfter sowas.
Sprich hättest du Gewusst das das Getriebe kaputt ist, er hats grad so vom Hof geschafft und dann ist es zerflogen, dann wäre es recht klar gewesen, du müsstest Zahlen. Bei der Klima genauso.
Es ist allerdings eine Sache der Auslegung, wie lang das Fahrzeug fahren muss bis man es nicht mehr auf den alten Besitzer beziehen kann. Hattet Ihr den KM-Stand im Kaufvertrag festgehalten? Oder hast du einen Zeugen der den KM Stand beim verkauf weiß? Dann kannst du wenigstens schonmal die Laufleistung überprüfen.
Allerdings ist die Sache nichts womit man spaßen sollte. Klar wenn alles andere mit Zeugen geklärt wurde dann passt es ja, aber so ein Getriebeschaden ist was hässliches. Deine Gegenseite wird einen Gutachter beauftragen, welcher Feststellen muss, ob der Schaden angelegt war oder nicht, dich mehrfach Anschreiben zu zahlen und zu guter letzt, wenn der Anwalt gute Chancen sieht, vor Gericht gehen. Da solltest du dir dann auch einen ordentlichen Verkehrsrechts Anwalt zulegen um auf Augenhöhe Argumentieren zu können.
edit: okay war etwas alt, sry ;) Aber im allgemeinen Häufen sich solche Sachen und dabei auch noch sehr oft wirklich richtige Fälle, wo der Käufer recht hatte...
Tja ich geb mein Altes Auto dann lieber in Zahlung, weniger Stress und nicht sooo viel weniger Geld ;)
@killertofu
Gibt es denn einen Vertragsvordruck, der so was von vorn hinein ausschließt? Ich kann ja auch zu einem Gebrauchtwagenhändler gehen und so eine Sache passiert auch. Sprich das Auto hat nach einigen Monaten einen Getriebeschaden und ich drohe dem Verkäufer mit einem Anwalt, klar der wird sich mit solchen Modalitäten wahrscheinlich besser auskennen als ein Privatverkäufer. Aber wie kann man sich gegen so etwas absichern?
Also ich kann euch nur sagen, es sind schon 10tage vergangen seit mein anwalt geschrieben hat,und es hat sich noch nichts bewegt von der anderen seite...wenn mich nicht alles täuscht habe ich sogar den touran wieder rumfahren sehen. Hoffen wir mal das es so bleibt.
Gruss
Das klingt doch schon mal super. So wie du den Fall beschrieben hast kann man ja auch nicht von arglistiger Täuschung sprechen. Ich habe eher die Vermutung, dass er einfach Pech hatte und dann nicht auf den Kosten sitzen bleiben wollte. Ich denke auch, dass von dem Anwalt nicht mehr kommen wird.
Also ich hab den wagen hier bei uns in der nähe verkauft,ich hätt niemals irgend etwas verschwiegen. Das mit dem getriebe ist sicherlich ärgerlich aber ich kann nichts dafür,der käufer hat war vor dem kauf 3mal bei mir und hat selber gesehrn das alles i.O. war. Aber bei einen GW-kauf mussten man auf so sachen eingestellt sein. Es ist nun mal kein neuwagen mehr.
Ich hoff wirklich das jetzt schluss mit der ganzen sachen ist.
VW und Getriebe ist eh eine Sache für sich, wenn VW etwas nicht kann ist es haltbare Getriebe zu bauen. Ein Kollege ist diesen Sommer auch ein Opfer dieser Murxerei geworden. Auf dem Weg nach Bella Italia Null Probleme, auf dem Heimweg auch nicht, bis kurz vor Chur als sich das Getriebe kaum noch schalten lies. Erste Diagnose in der Schweiz war ZMS und Kupplung für schlanke 2000 Franken. Dann Auto nach Deutschland bringen lassen, zum Händler der die Kiste verkauft hat. Dort erst mal die gleiche Diagnose. Aber beim Ausbau der Kupplung zeigte sich das Sie ok ist, für 100000km sogar noch sehr gut. Der Defekt war ein Kugellager im Getriebe welches sich zerlegt hat. Wobei noch offen ist ob das Lager den Lagersitz demoliert hat oder ob das Lager ein Folgeschaden wegen eines gelösten Lagersitzes war. Auf jeden Fall war der Schaden für diverse VWler keine Überraschung, weder der Schaden an sich noch das Er schon bei gerade mal 100000km auftrat, eher war die Meinung das das Getriebe entweder bei ca 100000km kaputtgeht oder so gut wie ewig hält. Wie auch immer, vom Bemerken des Problems bis abstellen des Autos lagen keine 50km. Hätte Er das Auto zB bei dem Kilometerstand verkauft als Er von Italien aus wieder in die Schweiz einreiste hätte der Käufer nach wenigen Kilometern Probleme gehabt, ohne das der Verkäufer was dafür konnte.
Zitat:
Original geschrieben von Killertofu
Zitat:
Original geschrieben von twindance
Da kannst Du ganz gelassen bleiben - Ausschluss der Sachmängelhaftung ist vertraglich festgeschrieben. Persönlich würde ich nicht einen Cent zu einem eigenen Anwalt tragen, sondrn dem Herrn Anwalt ein freundliches Schreiben mit der Kopie des Kaufvertrages aufsetzen.
Es ist allerdings eine Sache der Auslegung, wie lang das Fahrzeug fahren muss bis man es nicht mehr auf den alten Besitzer beziehen kann. Hattet Ihr den KM-Stand im Kaufvertrag festgehalten? Oder hast du einen Zeugen der den KM Stand beim verkauf weiß? Dann kannst du wenigstens schonmal die Laufleistung überprüfen.
Tja, wenn der Wagen nen elektronischen Kilometerzähler hat, dann nützt das nichts. Schließlich kann man da den Tacho zurück stellen, so daß der Wagen seit Kauf angeblich wenig gefahren wurde.
Es müßte mich stark wundern, wenn VW Getriebe baute... VW kauft Getriebe zu, so wie fast alle anderen Hersteller auch.
Schaltgetriebe und mindestens 1 Variante des DSG baut VW selbst im Getriebewerk Kassel/Baunatal. Ebenso war oder ist die stufenlose Automatik von Audi ein selbst verbrochenes Produkt. http://regiowiki.hna.de/.../Baunatal Produktion über 3 Millionen Getriebe/Jahr. VW baut Vieles selbst weil Sie als Kunde bei den Zulieferern einen beschi**enen Ruf haben und Einige lieber kein Geschäft machen als Eines mit VW.
@ S3cuore:
Mich würde mal interessieren, ob jetzt noch was gekommen ist oder nicht. Du meintest ja schon, dass seit 10 Tagen nichts da war. Aber das ist ja jetzt auch schon wieder ein bisschen her. Aber wahrscheinlich hat er es aufgegeben =)
Ja das würde mich auch mal interessieren. Das schreckt ja schon ein wenig ab seinen Gebrauchten in der Nähe zu verkaufen. Aber ich denke auch, dass (zumindest vom Anwalt) nichts mehr kommt.
Zitat:
Original geschrieben von Blubber-AWD
Es müßte mich stark wundern, wenn VW Getriebe baute... VW kauft Getriebe zu, so wie fast alle anderen Hersteller auch.
Ausnahme: Volkswagenwerk Kassel.
EDIT: Sir Donald war schneller.
Also ich hatte am 10.09. mit mein Anwalt alles besprochen,und mein Anwalt hat auch sofort eine Antwort an den gegnerrischen Anwalt gefaxt. Bis Heute ist noch nichts gekommen, ich hoffe es bleibt auch so, und wie schon gesagt vor ein paar Tage wenn mich nicht alles täuscht habe ich den Touran wieder unterwegs gesehen. Meine Meinung ist dass der Käufer nur gewartet hat mit der Reparatur weil er wissen wollte wie ich reagiere, ob er es jetzt schafft mich fertig zumachen, aber wahrscheinlich hat er jetzt doch aufgegeben, oder zumindest hoffe ich das.
Gruss
Zitat:
Original geschrieben von Blubber-AWD
Es müßte mich stark wundern, wenn VW Getriebe baute... VW kauft Getriebe zu, so wie fast alle anderen Hersteller auch.
VW bzw. deren Konzerntöchter kaufen auch Getriebe.
VW ist aber auch einer der beiden letzten deutschen Hersteller (neben Mercedes) die eigene Getriebe entwickeln und fertigen.