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Ausbildung zum KFZ-Prüfingenieur/Gutachter

Themenstarteram 10. Mai 2006 um 21:22

Hallo,

weiß nicht genau, ob ich in dem Forum hier richtig bin, schien mir am ehesten auf meine Frage zu passen.

Mich interessiert eine Ausbildung zum KFZ-Gutachter und/oder KFZ-Prüfingenieur. Hab mich jetzt mal bei KÜS und GTÜ schlau gemacht: da braucht man aber ALLE Führerschein ausser D (is glaube Omnibus?), außerdem kostet die Auzsbildung dort ein Heidengeld. Meine Frage: Ist hier jemand vom Fach und kann mir sagen, ob man auch nur mit Auto und Motorradführerschein irgendwo eine solche oder ähnliche Ausbildung machen kann (wenn wollte ich ja HU bei Motorräden und Autos machen, dazu brauche ich kein LKW-Führerschein). Oder sonst wie noch Infos?

Was kann man mit einem Maschinenbaustudium sonst noch Richtung Motorrad/Auto machen, außer zu Automobilfirmen gehen?

Gruß

Daniel

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1874 Antworten

Danke @hk_do, hab bis auf den letzten Abschnitt alles verstanden. Es ist auch gut so, dass alles überwacht und protokolliert wird. Nur so kann noch zumindest versucht werden, die Qualität aufrecht zu erhalten und den Gesetzen treu zu bleiben.

Hallo,

hatte vor 10Tage eine VG beim Tüv Hessen, bis jetzt keine Antwort?

Wie war es bei euch?

Zitat:

@Markus0123456789 schrieb am 26. Februar 2020 um 20:13:01 Uhr:

hatte vor 10Tage eine VG beim Tüv Hessen, bis jetzt keine Antwort?

Wie war es bei euch?

Hab keine Ahnung von der Thematik KFZ-Prüfingenieur/Gutachter, deshalb nur so ganz allg.:

- Was schätzt du wieviele Bewerber es auf die Stelle(n) gibt? Geht's eher um Ausbildungsplätze wo's tendenziell viel mehr Bewerber gibt als bei eher spezielleren Posten?

- Hast du den Eindruck, dass da auch div. Leute dabei waren, deren Hauptaufgabe es _nicht_ ist sich Bewerber anzuschauen? Reine "Bewerber-Durchschleuser"-Mitarbeiter gibt's meist nur in Zeitarbeitsfirmen & Co.

D.h. multipliziere die von dir geschätzte Zeit für dein Bewerbungsgespräch + Vor-/Nachbereitung für dein Bewerbungsgespräch mit der geschätzten Anzahl der Bewerber und rechnen ggf. noch dazu, dass die Leute evtl. noch andere Dinge arbeiten müssen abseits von Bewerbern und eben noch die "große Runde" mit der entgültigen Entscheidung. Dann nimmst du die Stunden und rechnest es in Wochen um basierend auf ca. 40h/Woche.

Kurze: Bei vielen guten Bewerbern kann das schnell 2-3 Wochen dauern bis die überhaupt selbst mit "Fast-Vollgas" alle Bewerbungsgespräche durch haben.

notting

So viele gute Bewerber hat's für den Job des Prüfingenieurs gar nicht so viele.

Bei mir war es damals so dass ich schon 3 Monate in der Ausbildung war als die letzten Absagen eintrudelten. Kenne das von Bewerbungen meines Nachwuchses so dass es heute leider auch nicht selten ist statt Absage einfach keine Antwort zu bekommen. Geht ja heutzutage fix: "klick, wollen sie wirklich löschen, ja".

Zitat:

@Markus0123456789 schrieb am 26. Februar 2020 um 20:13:01 Uhr:

Hallo,

hatte vor 10Tage eine VG beim Tüv Hessen, bis jetzt keine Antwort?

Wie war es bei euch?

10Tage finde ich zu lange um positiv Antwort zu bekommen, leider....

Hallo zusammen,

ich interessiere mich für eine Ausbildung zum KFZ-Prüfingenieur. Ich habe allerdings ein Elektrotechnik-Studium hinter mir und habe noch nicht im KFZ-Bereich gearbeitet. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Voraussetzungen für Prüfingenieur und amtlich anerkannten Sachverständigen unterschiedlich.

Meine Frag ist nun:

Was darf ein Prüfingenieur, was ein amtlich anerkannter Sachverständiger nicht darf, beziehungsweise anders herum?

Welcher der Berufe ist eventuell höherwertiger?

Bin für jede Antwort dankbar!

Viele Grüße

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Was ist der Unterschied zwischen PI und aaS?' überführt.]

https://de.wikipedia.org/.../...Sachverst%C3%A4ndiger_oder_Pr%C3%BCfer

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Was ist der Unterschied zwischen PI und aaS?' überführt.]

@Golf_in_silber

Wikipedia als Quelle ist immer mit Vorsicht zu betrachten.

Alles zum aaS findest Du im KfSachVG, alles zum PI in der Anlage VIIIb StVZO. Ich versuche mal (unvollständig) paar Fakten aufzuzählen, damit Du Dir nen Bild machen kannst.

Den PI gibt es quasi bei jeder Überwachungsorganisation wie TÜV/ DEKRA/ GTÜ und wie sie alle heißen, und das sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern. PI machen im Groben paar hoheitliche Sachen wie HU/ AU/ Änderungsabnahmen sowie etliche freiwirtschaftliche Dienstleistungen. PI sind von ihrer jeweiligen ÜO betraut und führen ihre Tätigkeit im Namen dieser aaÜO aus. Dieses kann angestellt oder auch freiberuflich erfolgen.

Der aaS ist an eine Technische Prüfstelle (TP) gebunden, dieses ist im Osten die DEKRA und im Westen der TÜV, Berin beide. Der aaS ist selbst beliehene Person. Er darf alles das machen was der PI auch macht, zusätzlich darf er aber die ganze Betriebserlaubnisbegutachtung ("Vollgutachten") sowie Personenprüfungen ("Fahrerlaubnisprüfungen") durchführen.

Also klare Aussage: Der aaS hat mehr Befugnisse als der PI, falls das Deine Frage war. Ob der aaS "mehr wert" als der PI ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe als Voll-aaS so ziemlich alle Befugnisse und würde es sicher heute nicht mehr machen, meine geschätzten PI-Kollegen leben manchmal aus meiner bescheidenen Sicht deutlich ruhiger.

Aber jeder wie er mag. Hope this helps.

Gardiner

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Was ist der Unterschied zwischen PI und aaS?' überführt.]

@gardiner Danke vielmals für deine Erklärungen. Das hat mir sehr weitergeholfen. Jetzt habe ich mehr Klarheit.

Die Frage, ob einer mehr wert ist, war von mir schlecht ausgedrückt. Ich meinte vor allem, wer mehr Befugnisse hat.

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Was ist der Unterschied zwischen PI und aaS?' überführt.]

Wobei es für den PI inzwischen auch die Möglichkeit gibt sich zum USB weiterzuqualifizieren, dann darf er auch das volle Programm an Betriebserlaubnisprüfungen durchführen.

Jemand der als FH-Ingenieur bzw. Bachelor PI und USB ist darf in dem Bereich hinterher mehr als der aaSmT. (Um Voll-aaS zu werden muss man doch immer noch TH-Ingenieur oder Master sein?)

Das muss aber in der Praxis keine große Bedeutung haben, denn auch die meisten Voll-aaS werden wohl nicht ständig Gutachten für ABEs oder andere Typgenehmigungen machen sondern eher nie...

In welchem Umfang freiberufliche Leistungen erbracht werden hängt sicher vom jeweiligen Einsatzort ab. Sowohl PI als auch aaSoP machen in der Prüfstelle üblicherweise so Dinge wie UVV-Prüfungen an Fahrzeugen und Campinggasprüfungen. Gutachten im Bereich Schaden und Bewertung, Spezialgutachten (Lack, Motoren, ...) oder weitergehende UVV-Prüfungen (z.B. für Maschinen und Werkstatteinrichtungen) können, müssen aber bei beiden nicht zum Aufgabenbereich gehören.

Verbliebenes Monopol sind heute im Wesentlichen die Personenprüfungen, das dürfen nur die aaS der TP.

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Was ist der Unterschied zwischen PI und aaS?' überführt.]

Ich hab die Frage mal hier angehängt, dann ist genug Lesestoff da.

Moorteufelchen

MT-Moderator

@hk_do was PI und aaS sind, habe ich mitlerweile verstanden, aber für was steht USB?

USB ist der Unterschriftsberechtigte eines technischen Dienstes.

Das Konzept gab es die letzten ca. 10 Jahre für internationale Genehmigungen (EG- und ECE-Genehmigungen) und ist im letzten Jahr auch auf die nationalen Begutachtungen nach §21 incl. §19(2) StVZO erweitert worden.

Für den USB gibt es keine starre Festlegung der Befugnisse, sondern eine riesig lange Liste sogenannter Scopes, für die er berechtigt sein kann. Wer PI ist kann nach einer gewissen Zeit (sind die drei Jahre einheitlich?) eine Fortbildung zum USB machen und bekommt dann eine Anzahl von Scopes, die im Groben den Berechtigungen eines aaS entspricht (wie gesagt, die Personenprüfungen sind davon nicht erfasst).

@hk_do Okay, danke für die ausführliche Erklärung!

Zitat:

@hk_do schrieb am 20. März 2020 um 14:51:05 Uhr:

Wobei es für den PI inzwischen auch die Möglichkeit gibt sich zum USB weiterzuqualifizieren, dann darf er auch das volle Programm an Betriebserlaubnisprüfungen durchführen.

Jemand der als FH-Ingenieur bzw. Bachelor PI und USB ist darf in dem Bereich hinterher mehr als der aaSmT. (Um Voll-aaS zu werden muss man doch immer noch TH-Ingenieur oder Master sein?)

Das muss aber in der Praxis keine große Bedeutung haben, denn auch die meisten Voll-aaS werden wohl nicht ständig Gutachten für ABEs oder andere Typgenehmigungen machen sondern eher nie...

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Was ist der Unterschied zwischen PI und aaS?' überführt.]

Nö, auch der Voll-aaS kann durchaus Dipl.-Ing. (FH) sein oder Bachelor, allerdings braucht dieser dann eine entsprechende Ausnahmegenehmigung der zuständigen obersten Landesbehörde, diese wird aber ohne Probleme erteilt. Bei uns laufen ne Menge dieser Leute rum, die auch Voll-aaS sind. Wie genau das Regime ist, warum der eine aaSmT wird und der andere aaS, hab ich allerdings auch nie durchschaut. Bei mir hatten sie seinerzeit gefragt, ob ich aaS werden will, und ich hatte ja gesagt und bin es dann geworden.

Und von wegen selten oder nie Gutachten für ABE oder TG machen hängt davon ab, wo man angesiedelt ist, ich für meinen Teil hab ne Menge davon.

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