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Aus aktuellem Anlass: Augen auf beim Moppedkauf
Es frühlingt. Die ersten Saisonbiker sind am Start, diejenigen, die –wie ich- das ganze Jahr fahren, nehmen es gelassen, dass eine Sonntagsfahrt durchs Lautertal wieder mit einem Krampf im linken Arm endet. Es ist aber auch eine Zeit, in der zwei Spezies wie die Tulpen sprießen: Die, die gerne ein Motorrad hätten und die, die eines loswerden wollen. Davon handelt mein Beitrag:
Mist !! Drei Motorräder auf einen Schlag im Eimer. Alle drei in meinem Besitz befindlichen Kawasakis sind ganz offensichtlich defekt.
Wie das geschehen konnte ? Aus heiterem Himmel. Ich habe Verkaufsanzeigen auf den einschlägigen Internet-Seiten studiert. Eine Kawasaki klappert immer... steht da zu lesen. Dass das keinesfalls ein Defekt sei, sondern bei einer Kawasaki so sein muss. Deshalb nenne man sie auch „Klappersaki“ wie jeder halbwegs Informierte Motorradfreund wisse.
Das Ganze gipfelt in der Behauptung, eine Kawasaki, die nicht klappert, habe einen Defekt. „Kenner“ wissen das. „Kenner“ ? Nein, natürlich nur „Echte Kenner“ .
Von einer schlimmen Vorahnung erfüllt, schleiche ich zur Garage. Als Erstes zerre ich die ZX 10 auf die Straße. Dieses Motorrad hat mich seit Jahren durch halb Europa getragen, erbarmungslos behängt mit Koffern, Topcase und Tankrucksack, dazu noch den mit Montur gut 120 Kilo schweren sammler drauf und der Motor mit seinen knapp 140 PS hat mich immer begeistert. Jetzt ist er wohl hinüber.:(
Bange Minuten: Choke durchziehen, Benzinhahn auf, kein Gas… mit der ersten Anlasserumdrehung nimmt der Motor die Arbeit auf und dumpfes Grollen entweicht der devil – Tüte. Ich lausche aufmerksam auf verdächtige Geräusche und da sind sie: Man hört:
- Nichts.
Kein Klappern, kein Rasseln, nichts. Vermutlich bin ich kein echter Kenner, wenngleich ich ziemlich genau weiß, wie es in diesem Motor aussieht: Nockenwellen ohne Einlaufspuren, Ventilspiel in Ordnung, die Schlepp -Kipphebelchen ohne Pitting.
Der Steuerkennspanner und die Steuerkette im grünen Bereich und bevor die Primärkette sich längt, um zu schlagen, müsste der Motor wohl 200.000 km auf der Uhr haben.
Dasselbe Spiel bei der GPZ 1100: Unauffällig wie es das ganze Motorrad ist, läuft auch der Motor sauber rund, leise blubbernd finden die Abgase den Weg durch die Serienpüffe alles scheint okay, nur das Klappern fehlt. Also noch ein Motor im Eimer. :eek:
Bei der ZZ-R 1100 genannt „Sargnagel“ wird’s nicht besser. Giftig prötteln die 150 PS nach kurzem Druck auf den Starterknopf durch den Eagle Mach7 und der Motor lässt schon im Standgas keinen Zweifel an seinem Potential. Aber auch er klappert nicht.
Motorrad Nummer 4: Auch der Motor poltert gleich los, und hurra: Es klappert. Klappert ? Es rasselt. Rasselt ? Es hört sich an, als würden 100 Schmiede abwechselnd den Hammer auf einen Stahl krachen lassen. Na also, geht doch…
Nur: Das ist keine Kawasaki. Es ist die Ducati M 900 Monster mit der Trockenkupplung, einem Aluminium-Kupplungsdeckel und offener Rizoma-Abdeckung. Klingt wie ein kapitaler Lagerschaden, ist aber normal.
Kenner wissen das. Sofern es „echte“ sind. :D
Der oben von sich selbst als solcher gepriesene „Kenner“ ist keiner. Eventuell bekäme der Satz mehr Wahrheitsgehalt, wenn man das „K“ gegen ein „P“ tauscht.
Es ist der tägliche Wahnsinn und die Gier. Man will so viel wie möglich herausschlagen, beim Verkauf der alten Möhre. Es ist ein Zweikampf. Verkäufer gegen Käufer. Ein Pokerspiel. Es wird gelogen und geblufft, dass sich die Balken biegen. Nur der Verkäufer aber weiß, welche Karten kommen.
Und er weiß sich zu wehren. Der potentielle Käufer fragt vorsichtig nach einem Scheckheft. Jetzt ist ein leicht höhnisches kurzes Auflachen angesagt. „Scheckheft ?“ „Hat heute keiner mehr. Das Motorrad ist 15 Jahre alt.“ Der Käufer hakt nach: „Inspektionsnachweis oder Rechnung ?“
Jetzt schnell einen wissend-mitleidigen Blick aufsetzen: „Mein Bester, Sie wissen doch… diese Werkstätten heutzutage. Tststs… Nur Pfuscher, die einen abzocken wollen. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man das alles selbst macht“
Obwohl meine Meinung über die Werkstätten eine Bessere ist, why not. Wenn er’s kann. Ich mach ja auch (fast) alles selbst. Aber dann sollte statt des Laubsägekastens, einem mittleren Hammer und dem Werkzeugkasten mit den verchromten Nüssen von OBI, wenigstens zwei vernünftige Drehmomentschlüssel, ein Nussenkasten von Snap-on, Gedore oder wenigstens Proxxon noch vernünftige Schraubendreher, Lehren, ein Schraubstock, Ring-Gabelsatz und eine Micrometerschraube vorhanden sein. Eine Hebebühne wäre der vollendete Luxus.
Die vergnaddelten Motorschrauben am Objekt der Begierde sprechen aber eine deutliche, andere Sprache.
Und bei der angeblich immer selbst gewarteten BMW Baujahr 1999 das U-DIAG II, denn der Anschluss dieses Diagnosegeräts ist der erste Schritt zur Wartung der moderneren ABS - BMW Einspritzer. Ein Ölwechsel mit Filter ist keine Wartung.
Was gibt’s noch: „Die Schrammen sind vom Vorbesitzer ! Dem ist Motorrad in der Garage umgefallen. Im Stand – und nur ganz leicht.“
Dass der Mensch seine eigene Blödheit nicht zugeben will, verstehe ich. Ich weiß aber auch, dass Schrammen dann entstehen, wenn etwas in Bewegung ist, wenn es über den Asphalt schraddelt.
Und Alles, was lt. Inserat „für einen nur wenig begabten Schrauber eine Kleinigkeit“ ist, ist was für Schrauber mit dem schwarzen Gürtel.
„Sportauspuffanlage, weil die Serienanlage ja nichts taugt“ bedeutet übersetzt: „Ich weiß, dass der Serienauspuff das Beste ist. Aber nachdem ich die Karre draufgelegt hatte und der Händler mir den Preis nannte, habe ich mir lieber das Billigteil von Polo geholt.“
Lustig fand ich auch den Hinweis eines Händlers, der eine ZX9R anpries: „Scheinwerfer muss noch eingestellt werden“ Ja geht’s noch ? Ist der dazu zu blöd ? Natürlich und das aus einem einfachem Grund: Die Lampeneinsätze in den Verkleidungen kann man meist nur in der Höhe vestellen. Um das schielende Geleucht wieder einzunorden, muss man nämlich die beim Sturz ebenfalls verbogene Verkleidungshalterung ersetzen.
Ein gern gelesener Klassiker: „Vergaser müssten mal nachgestellt werden“
Der Mythos des Vergasereinstellens scheint unauslöschbar. Fahren die noch Mofa, wo man Schieber und Düsennadel „frisieren“ konnte ?
Moderne Unterdruck-/Gleichdruckvergaser kann man nicht „mal nachstellen“ Da sind Schwimmernadeln undicht und lassen die Karre absaufen, in den meisten Fällen ist einfach die ganze Gasfabrik verharzt und versifft, hier hilft nur Ausbau, professionelles Reinigen im Ultraschallbad, Vorsynchronisation und nochmal nachträglich bei laufendem Motor mit einem Unterdruckmessgerät nachjustieren. Kostet beim „Freundlichen“ um 300 Euro, denn wer hat schon ein professionelles US-Equipment und entsprechend Ahnung und Erfahrung mit Vergasern ?
„34 PS lt. Brief, geht aber zweihundert…“ bedeutet: „Drossel rausgebaut, Betriebserlaubnis erloschen, du fährst ohne Versicherungsschutz und meist auch ohne Fahrerlaubnis, aber ich habs Dir ja gesagt.“
Warum schreibe ich das ? Aus Erfahrung. Und weil ich einen Hals bekomme, wenn ich sowas lese, das ein Ahnungsloser vom Anderen abschreibt (sog. Zu Guttenberg-Methode)
Weil die Leutz zu mir kommen, wenn man „das Schnäppchen“ gemacht hat und nun plötzlich Zweifel auftreten. Und weil es mir immer wieder Spaß macht, Verkäufer, die völlige Ahnungslosigkeit durch sicheres Auftreten kompensieren wollen, zu entlarven.
Einen ganz wichtigen Begriff habe ich vergessen: „Lt. Vorbes.“
Der wichtigste Satzbestandteil ist „laut Vorbesitzer“ und kann mit den Begriffen „unfallfrei“ „Laufleistung“ „stets schonend gefahren“ „regelmäßig gewartet“ und zig anderen beliebig kombiniert werden. Man hat die Arschkarte damit gleich weitergereicht.
Und was wollte ich eigentlich sagen ? Achso, ja…
„Augen auf beim Motorradkauf“ oder jemand mitnehmen, der sich auskennt. Ist zwar keine Garantie, aber besser als blauäugig zu kaufen.
Hat jemand eine Kawasaki, die klappert ? Dann würde ich das Ventilspiel checken, Nockenwellen und Schlepphebel auf Einlaufspuren prüfen und evtl. den Steuerkettenspanner, im Zweifel die Steuerkette tauschen. Normal ist das nämlich nicht.
Meine Kawas klappern nicht. Und das ist gut so.
Eine schadenfreie Saison wünscht
Der moppedsammler.
Beste Antwort im Thema
Es frühlingt. Die ersten Saisonbiker sind am Start, diejenigen, die –wie ich- das ganze Jahr fahren, nehmen es gelassen, dass eine Sonntagsfahrt durchs Lautertal wieder mit einem Krampf im linken Arm endet. Es ist aber auch eine Zeit, in der zwei Spezies wie die Tulpen sprießen: Die, die gerne ein Motorrad hätten und die, die eines loswerden wollen. Davon handelt mein Beitrag:
Mist !! Drei Motorräder auf einen Schlag im Eimer. Alle drei in meinem Besitz befindlichen Kawasakis sind ganz offensichtlich defekt.
Wie das geschehen konnte ? Aus heiterem Himmel. Ich habe Verkaufsanzeigen auf den einschlägigen Internet-Seiten studiert. Eine Kawasaki klappert immer... steht da zu lesen. Dass das keinesfalls ein Defekt sei, sondern bei einer Kawasaki so sein muss. Deshalb nenne man sie auch „Klappersaki“ wie jeder halbwegs Informierte Motorradfreund wisse.
Das Ganze gipfelt in der Behauptung, eine Kawasaki, die nicht klappert, habe einen Defekt. „Kenner“ wissen das. „Kenner“ ? Nein, natürlich nur „Echte Kenner“ .
Von einer schlimmen Vorahnung erfüllt, schleiche ich zur Garage. Als Erstes zerre ich die ZX 10 auf die Straße. Dieses Motorrad hat mich seit Jahren durch halb Europa getragen, erbarmungslos behängt mit Koffern, Topcase und Tankrucksack, dazu noch den mit Montur gut 120 Kilo schweren sammler drauf und der Motor mit seinen knapp 140 PS hat mich immer begeistert. Jetzt ist er wohl hinüber.:(
Bange Minuten: Choke durchziehen, Benzinhahn auf, kein Gas… mit der ersten Anlasserumdrehung nimmt der Motor die Arbeit auf und dumpfes Grollen entweicht der devil – Tüte. Ich lausche aufmerksam auf verdächtige Geräusche und da sind sie: Man hört:
- Nichts.
Kein Klappern, kein Rasseln, nichts. Vermutlich bin ich kein echter Kenner, wenngleich ich ziemlich genau weiß, wie es in diesem Motor aussieht: Nockenwellen ohne Einlaufspuren, Ventilspiel in Ordnung, die Schlepp -Kipphebelchen ohne Pitting.
Der Steuerkennspanner und die Steuerkette im grünen Bereich und bevor die Primärkette sich längt, um zu schlagen, müsste der Motor wohl 200.000 km auf der Uhr haben.
Dasselbe Spiel bei der GPZ 1100: Unauffällig wie es das ganze Motorrad ist, läuft auch der Motor sauber rund, leise blubbernd finden die Abgase den Weg durch die Serienpüffe alles scheint okay, nur das Klappern fehlt. Also noch ein Motor im Eimer. :eek:
Bei der ZZ-R 1100 genannt „Sargnagel“ wird’s nicht besser. Giftig prötteln die 150 PS nach kurzem Druck auf den Starterknopf durch den Eagle Mach7 und der Motor lässt schon im Standgas keinen Zweifel an seinem Potential. Aber auch er klappert nicht.
Motorrad Nummer 4: Auch der Motor poltert gleich los, und hurra: Es klappert. Klappert ? Es rasselt. Rasselt ? Es hört sich an, als würden 100 Schmiede abwechselnd den Hammer auf einen Stahl krachen lassen. Na also, geht doch…
Nur: Das ist keine Kawasaki. Es ist die Ducati M 900 Monster mit der Trockenkupplung, einem Aluminium-Kupplungsdeckel und offener Rizoma-Abdeckung. Klingt wie ein kapitaler Lagerschaden, ist aber normal.
Kenner wissen das. Sofern es „echte“ sind. :D
Der oben von sich selbst als solcher gepriesene „Kenner“ ist keiner. Eventuell bekäme der Satz mehr Wahrheitsgehalt, wenn man das „K“ gegen ein „P“ tauscht.
Es ist der tägliche Wahnsinn und die Gier. Man will so viel wie möglich herausschlagen, beim Verkauf der alten Möhre. Es ist ein Zweikampf. Verkäufer gegen Käufer. Ein Pokerspiel. Es wird gelogen und geblufft, dass sich die Balken biegen. Nur der Verkäufer aber weiß, welche Karten kommen.
Und er weiß sich zu wehren. Der potentielle Käufer fragt vorsichtig nach einem Scheckheft. Jetzt ist ein leicht höhnisches kurzes Auflachen angesagt. „Scheckheft ?“ „Hat heute keiner mehr. Das Motorrad ist 15 Jahre alt.“ Der Käufer hakt nach: „Inspektionsnachweis oder Rechnung ?“
Jetzt schnell einen wissend-mitleidigen Blick aufsetzen: „Mein Bester, Sie wissen doch… diese Werkstätten heutzutage. Tststs… Nur Pfuscher, die einen abzocken wollen. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man das alles selbst macht“
Obwohl meine Meinung über die Werkstätten eine Bessere ist, why not. Wenn er’s kann. Ich mach ja auch (fast) alles selbst. Aber dann sollte statt des Laubsägekastens, einem mittleren Hammer und dem Werkzeugkasten mit den verchromten Nüssen von OBI, wenigstens zwei vernünftige Drehmomentschlüssel, ein Nussenkasten von Snap-on, Gedore oder wenigstens Proxxon noch vernünftige Schraubendreher, Lehren, ein Schraubstock, Ring-Gabelsatz und eine Micrometerschraube vorhanden sein. Eine Hebebühne wäre der vollendete Luxus.
Die vergnaddelten Motorschrauben am Objekt der Begierde sprechen aber eine deutliche, andere Sprache.
Und bei der angeblich immer selbst gewarteten BMW Baujahr 1999 das U-DIAG II, denn der Anschluss dieses Diagnosegeräts ist der erste Schritt zur Wartung der moderneren ABS - BMW Einspritzer. Ein Ölwechsel mit Filter ist keine Wartung.
Was gibt’s noch: „Die Schrammen sind vom Vorbesitzer ! Dem ist Motorrad in der Garage umgefallen. Im Stand – und nur ganz leicht.“
Dass der Mensch seine eigene Blödheit nicht zugeben will, verstehe ich. Ich weiß aber auch, dass Schrammen dann entstehen, wenn etwas in Bewegung ist, wenn es über den Asphalt schraddelt.
Und Alles, was lt. Inserat „für einen nur wenig begabten Schrauber eine Kleinigkeit“ ist, ist was für Schrauber mit dem schwarzen Gürtel.
„Sportauspuffanlage, weil die Serienanlage ja nichts taugt“ bedeutet übersetzt: „Ich weiß, dass der Serienauspuff das Beste ist. Aber nachdem ich die Karre draufgelegt hatte und der Händler mir den Preis nannte, habe ich mir lieber das Billigteil von Polo geholt.“
Lustig fand ich auch den Hinweis eines Händlers, der eine ZX9R anpries: „Scheinwerfer muss noch eingestellt werden“ Ja geht’s noch ? Ist der dazu zu blöd ? Natürlich und das aus einem einfachem Grund: Die Lampeneinsätze in den Verkleidungen kann man meist nur in der Höhe vestellen. Um das schielende Geleucht wieder einzunorden, muss man nämlich die beim Sturz ebenfalls verbogene Verkleidungshalterung ersetzen.
Ein gern gelesener Klassiker: „Vergaser müssten mal nachgestellt werden“
Der Mythos des Vergasereinstellens scheint unauslöschbar. Fahren die noch Mofa, wo man Schieber und Düsennadel „frisieren“ konnte ?
Moderne Unterdruck-/Gleichdruckvergaser kann man nicht „mal nachstellen“ Da sind Schwimmernadeln undicht und lassen die Karre absaufen, in den meisten Fällen ist einfach die ganze Gasfabrik verharzt und versifft, hier hilft nur Ausbau, professionelles Reinigen im Ultraschallbad, Vorsynchronisation und nochmal nachträglich bei laufendem Motor mit einem Unterdruckmessgerät nachjustieren. Kostet beim „Freundlichen“ um 300 Euro, denn wer hat schon ein professionelles US-Equipment und entsprechend Ahnung und Erfahrung mit Vergasern ?
„34 PS lt. Brief, geht aber zweihundert…“ bedeutet: „Drossel rausgebaut, Betriebserlaubnis erloschen, du fährst ohne Versicherungsschutz und meist auch ohne Fahrerlaubnis, aber ich habs Dir ja gesagt.“
Warum schreibe ich das ? Aus Erfahrung. Und weil ich einen Hals bekomme, wenn ich sowas lese, das ein Ahnungsloser vom Anderen abschreibt (sog. Zu Guttenberg-Methode)
Weil die Leutz zu mir kommen, wenn man „das Schnäppchen“ gemacht hat und nun plötzlich Zweifel auftreten. Und weil es mir immer wieder Spaß macht, Verkäufer, die völlige Ahnungslosigkeit durch sicheres Auftreten kompensieren wollen, zu entlarven.
Einen ganz wichtigen Begriff habe ich vergessen: „Lt. Vorbes.“
Der wichtigste Satzbestandteil ist „laut Vorbesitzer“ und kann mit den Begriffen „unfallfrei“ „Laufleistung“ „stets schonend gefahren“ „regelmäßig gewartet“ und zig anderen beliebig kombiniert werden. Man hat die Arschkarte damit gleich weitergereicht.
Und was wollte ich eigentlich sagen ? Achso, ja…
„Augen auf beim Motorradkauf“ oder jemand mitnehmen, der sich auskennt. Ist zwar keine Garantie, aber besser als blauäugig zu kaufen.
Hat jemand eine Kawasaki, die klappert ? Dann würde ich das Ventilspiel checken, Nockenwellen und Schlepphebel auf Einlaufspuren prüfen und evtl. den Steuerkettenspanner, im Zweifel die Steuerkette tauschen. Normal ist das nämlich nicht.
Meine Kawas klappern nicht. Und das ist gut so.
Eine schadenfreie Saison wünscht
Der moppedsammler.
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96 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Lewellyn
Den Laser und die exakt die Felge (19" oder?) hatte ich auch auf meiner GR. Damals.
Jetzt versteh ich auch den Satz, den mal ein BMW-Treiber aus´m Ruhrpott;) vor nicht all zu langer Zeit über meine damalige Lasertec-Bereifung abgelassen hat: "...es gibt inzwischen modernere Reifen.":D:D
Ich hatte den Motor komplett neu aufgebaut und dachte anfänglich ich hätte ne Schrauben drin vergessen... ;)
Zitat:
Original geschrieben von moppedsammler
Jetzedle...
klar. Als ich das erste Mal meine frisch restaurierte GS 850 (1979) im Leerlauf poltern hörte, war mir auch Angst und Bange.
Ein guter Freund und Motorenprofi hat mich beruhigt: Bei rollengelagerten Kurbelwellen dieser Gewichstklasse und dieses Alters vollkommen normal.
Zitat:
Original geschrieben von sampleman
Zitat:
Original geschrieben von moppedsammler
okee okee... war nur Spaß...:D
Obwohl ich die alten Dinger mag...:rolleyes:
Wenn ich deinen Fuhrpark betrachte, hast du kein jüngeres Ding als ich :D
Eben. Genau meine Rede. Ich mag die alten Schlegel. An denen kann ich noch alles selbst machen. An dem neumodischen Firlefanz nicht. An Deiner R 1100 und meiner K 1100 allerdings geht auch nix mehr ohne das U-DIAG.
Aber- was ist heute los mit Dir ? Ich bins von Dir eher nicht gewohnt, dass Du meine Aussagen so massiv unterstützt...:rolleyes:
Um das hier noch mal um einen wichtigen Punkt zu ergänzen...
Nur weil ein Fahrzeug gerade eine neue TÜV Plakette bekommen hat, muss das Gerät noch lange nicht OK sein.
Zitat:
An dem neumodischen Firlefanz nicht.
technik entwickelt sich. einen einfachen OBD-scanner gibts mittlerweile schon im supermarkt zu kaufen.
p.s. ob ich meine noch loswerde? muss den preis wohl noch weiter senken. scheiss teures hobby.
eigentlich habt ihr recht. alte karre fahren, alles selber machen und glücklich sein.:(
Zitat:
Original geschrieben von Asphalt Darling
Um das hier noch mal um einen wichtigen Punkt zu ergänzen...
Nur weil ein Fahrzeug gerade eine neue TÜV Plakette bekommen hat, muss das Gerät noch lange nicht OK sein.
Ein wahres Wort. Da könnte ich jetzt einen Beitrag dazu schreiben, länger als mein Eingangspost.
Sich an der Paarung Metzeler Z1/Z2 aufhängen, aber eine defekte Bremse, die falsche Reifengröße und ein fest sitzendes Lenkungslager "übersehen"
Aber "HU/AU neu" spart heutzutage 60 Euro, das kostet der Spaß inzwischen.
also bei mir haben die übersehen...
Acron Felgen
Falsche Reifen
K&N Lufi
Illegale Auspuffanlage
andere Vergaser
andere Nockenwellen
andere Dämpfer
und zu guter letzt...
124 ccm
:)
Wäre so durchgegangen... ist jetzt alles eingetragen.
Zitat:
Original geschrieben von sampleman
Man erlebt merkwürdige Dinge beim Motorradverkauf. Einer rief aus Köln an und wollte mit dem Zug nach München fahren und dann auf Achse nach Köln zurück (im Februar), dem habe ich den Kauf schlicht ausgeredet. Ich meine: Was soll das? Gibt es in Köln keine 19 Jahre alten TDMs?
Ist wohl normal. Kaum hab ich den Audi rein rief einer aus Berlin an und will auch mit Zug und was weis ich. Ist mir schon etwas suspekt.
Zitat:
Original geschrieben von Marodeur
Zitat:
Original geschrieben von sampleman
Man erlebt merkwürdige Dinge beim Motorradverkauf. Einer rief aus Köln an und wollte mit dem Zug nach München fahren und dann auf Achse nach Köln zurück (im Februar), dem habe ich den Kauf schlicht ausgeredet. Ich meine: Was soll das? Gibt es in Köln keine 19 Jahre alten TDMs?
Ist wohl normal. Kaum hab ich den Audi rein rief einer aus Berlin an und will auch mit Zug und was weis ich. Ist mir schon etwas suspekt.
Tz....
offenbar gibt es massive Preisunterschiede, je nach Region. Gebrauchte Möpps sind in HH gute 25% teurer als zB in Sammlers Nachbarschaft. So war ich zwischendurch auch schon ersthaft am überlegen, selbst mit Zug irgendwo hin und auf Achse heim.....
Februar? OK, also mehr heißen Tee mitnehmen...
Ich muss gestehen, das ich 99 auch mal 1850 km am Stück mit nem ollen Transit gefahren bin um
mir ne Karre aus Füssen ab zu holen.
Was das betrifft, bin ich schmerzfrei. Mal kurz in den Saale-Orla-Kreis (570 km) um eine XS 750 mit Motorschaden abzuholen. Nach Köln oder nach Leipzig um eine verkaufte XJ 600 / XS 850 auszuliefern. Zum Mark Sawyer nach "Rhoihesse" für ne XTZ 660, nach Bayern (Honda CB 250 G) , an die Schweizer Grenze (KTM 640 LC4, gekauft an heiligabend) nach Zürich (XV 750 importiert) ins Allgäu (CB 400N und CX 500E) nach Bruchsal (olle Ducati für 800 Ocken holen):D
Mein Anhänger, der die Moppeds tragen muss, hat Ecken unseres Landes gesehen, das ist unglaublich.
Meine Frau anschließend Dinge, die sie nicht fassen konnte. (siehe Foto, der Fachmann erkennt sofort eine Moto Guzzi Le Mans I)
Wenn in zwei Stunden alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, muss der Anhänger bald nach Oberschwaben und danach ins Badische und dessie bekommt wieder eine oder zwei Krisen...
Diese "Mit dem Zug hin und mit dem mopped zurück" - Nummer würde ich niemals machen. Das wäre mir viel zu gefährlich. Die Gründe stehen in meinem Eingangspost. Ein "neues" Motorrad kommt erst einmal in die Werkstatt, wird weitest gehend zerlegt und auf Herz und Nieren geprüft, bevor ich irgendeinem Hobel mit fest sitzenden Bremskolben, wackligen Rad- und Lenkungslagern und sonstigen Unwägbarkeiten bis hin zu "kein öl drin" mein Leben anvertraue.
An einer Yamaha FJ 1200 durfte ich so ein gebrochenes Zentralfederbein (unten abgerissen) und an meiner ZX 10 (Vmax = 270 km/h) einen "H"-Hinterreifen der völlig falschen Größe und einen fast leeren Bremsflüssigkeitsbehälter feststellen. "TÜV neu, ohne Mängel" übrigens.
Als ich meinen Porsche 944 S2 verkauft habe, kam der Tüp auch aus HH mit dem Zug und hat den Pursch heim gefahren. Hat sich danach beschwert, weil er auf dieser Strecke über einen Liter Öl nachkippen musste. Muss man eben wissen, dass der Dreiliter-Porschemotor mit geätzten Zylinderwänden auf 1000 km 1,5 - 2 Liter Öl braucht (Werksangabe)
An den Bildern unten kann man evtl. erkennen, dass ich nicht ausschließlich unfallfreie Motorräder in Topzustand mit neuem TÜV kaufe.:D
Das ist ja mal schmerzfrei... und dann auch noch im "Quelle"-Karton. :D
Zitat:
Original geschrieben von moppedsammler
Aber- was ist heute los mit Dir ? Ich bins von Dir eher nicht gewohnt, dass Du meine Aussagen so massiv unterstützt...:rolleyes:
Vielleicht bleibt ja bei dir der Eindruck haften, dass ich a) ein Mensch bin, der geistig flexibel ist und b) ich keinen Grund darin sehe, dir immer und überall zu widersprechen, nur weil du was sagst. Warum sollte ich das auch tun?:)
Zitat:
Original geschrieben von Dessie
offenbar gibt es massive Preisunterschiede, je nach Region. Gebrauchte Möpps sind in HH gute 25% teurer als zB in Sammlers Nachbarschaft. So war ich zwischendurch auch schon ersthaft am überlegen, selbst mit Zug irgendwo hin und auf Achse heim.....
Du, grundsätzlich bin ich ja als Verkäufer eines Moppeds auch nicht so sehr daran interessiert, warum einer das Teil kaufen will, solange er das nur tut;-),
Aber ich habe bislang noch nicht mitbekommen, dass es in München irgendwas gibt, das billiger ist als anderswo, und München-Köln einfach sind 550 km, da kostet ja allein der Sprit schon 3% vom Motorradwert;-)
Zitat:
Original geschrieben von sampleman
Zitat:
Original geschrieben von moppedsammler
Aber- was ist heute los mit Dir ? Ich bins von Dir eher nicht gewohnt, dass Du meine Aussagen so massiv unterstützt...:rolleyes:
Vielleicht bleibt ja bei dir der Eindruck haften, dass ich a) ein Mensch bin, der geistig flexibel ist und b) ich keinen Grund darin sehe, dir immer und überall zu widersprechen, nur weil du was sagst. Warum sollte ich das auch tun?:)
Der grüne Daumen ist von mir. DANKE !!!:D


