Audi A3 vs Golf VI - bin im Preisschock
Kurz vorab, ich habe mir 11/1997 einen Audi A3 1.8T gekauft. Im Golf (IV) gabs diesen Motor zu dem Zeitpunkt nur als GTI. Der Listenpreis des A3 war mit 38 TDM sogar leicht unter den 40 TDM des GTI. Ausstattungsbereinigt war der GTI natürlich günstiger. Der Unterschied lag bei etwa 2 TDM. Da ich keine Recaro-Sportsite (GTI) wollte, und auch die 16" Alus des GTI nicht (15" auf dem A3 Ambition war prima für Winter, 17" dann selbst nachgekauft) usw. - war der A3, vor allem weil er mir auch besser gefiehl die richtige Wahl. Und der Mehrpreis war zu verkraften.
Aber was ist aktuell los? Wenn ich mir einen A3 Sportback 1.8 TFSI konfiguriere wie ich ihn haben möchte komme ich auf Liste ~ 30k Euro. Der Golf VI mit 1.4 TSI und ebenso 160 PS (laut Autobild etc. soll der Golf-Motor sogar besser sein) komme ich bei vergleichbarer Ausstattung auf 24,5k Euro. Ja kann das denn sein?
Vom Grundpreis unterscheiden sich die beiden ja noch nicht soooo deutlich (A3 SB 1.8 TFSI Ambition 6-Gang: 26.950 Euro - vs. - Golf VI Highline 1.4 TSI 160 PS 6-Gang + 4 Türen/elektrische Fensterheber: 23.450 + 945 = 24.395 Euro), das sind bis dahin "nur" 2.555 Euro. Auch schon satt, aber ich habe damit gerechnet, dass der A3 rund 2k bis 2,5k Euro mehr kostet für "das selbe Auto". Die Keule kommt dann bei der Ausstattung. Folgende Extras die ich beim Audi auch möchte sind beim Highline-Golf schon drin:
-) Climatronic (Aufpreis 1.425 Euro)
-) Sitzheizung Fordersitze (Aufpreis 330 Euro)
-) Mittelarm-Lehne (Aufrpeis 125 Euro)
-) Park Assist (ich würde nur hinten nehmen, Aufpreis 370 Euro, beim Golf vorne+hinten drin, wären 650 Euro)
Der Golf hat auch noch Alcantara Mittelbahn-Sitze. Beim Audi sind es nur Stoff. Und die netten Leder+Alca-Sitze kosten bei Audi nochmal 870 Euro mehr - aber lassen wir das mal aussen vor.
Hab ich sonst relevante Extras vergessen? Ein einfaches Radio haben beide. Auch sonst sehe ich keine weiteren Punkte die einen weiteren Ausgleich zum Grundpreis rechtfertigen. Eher ist es so, dass die von mir darüber hinaus noch gewünschten Extras (Sonderlack, 18" Felgen, etc.) beim Golf günstiger, sprich bei meinen wünschen für weitere 2.500 Euro zu haben wären. Beim Audi kostet der gleiche Spass dann nochmal +3.000 Euro, wieder 500 Euro mehr.
Aber lassen wir diesen weiteren Punkt mal weg, betrachten nur die "basic" Extras (oder will jemand einen A3 ohne Klima??). Nur die oben genannten offentsichtlichen Unterschiede in der Basisaustattung die für mich relevant ist (und Park-Assist nur für hinten, weil ich vorne nicht brauche) - kostet der A3 nochmal 2.250 Euro mehr. Macht schlappe 4.805 Euro für ein ansonten "identisches" Auto.
Ja mir gefällt der A3 besser als der Golf VI, als 3-Türer wie als 5-Türer. Aber für eigentlich gleiche Technik soviel Unterschied? Nach Rabatt lande ich bei 4.000 Euro netto Aufpreis. Konkrekt: Golf ~ 22k, Audi ~ 26k. Das sind 18% mehr. Bin ich der einzige der diesen satten Aufpreis für völlig überzogen hält?
Beste Antwort im Thema
Kurz vorab, ich habe mir 11/1997 einen Audi A3 1.8T gekauft. Im Golf (IV) gabs diesen Motor zu dem Zeitpunkt nur als GTI. Der Listenpreis des A3 war mit 38 TDM sogar leicht unter den 40 TDM des GTI. Ausstattungsbereinigt war der GTI natürlich günstiger. Der Unterschied lag bei etwa 2 TDM. Da ich keine Recaro-Sportsite (GTI) wollte, und auch die 16" Alus des GTI nicht (15" auf dem A3 Ambition war prima für Winter, 17" dann selbst nachgekauft) usw. - war der A3, vor allem weil er mir auch besser gefiehl die richtige Wahl. Und der Mehrpreis war zu verkraften.
Aber was ist aktuell los? Wenn ich mir einen A3 Sportback 1.8 TFSI konfiguriere wie ich ihn haben möchte komme ich auf Liste ~ 30k Euro. Der Golf VI mit 1.4 TSI und ebenso 160 PS (laut Autobild etc. soll der Golf-Motor sogar besser sein) komme ich bei vergleichbarer Ausstattung auf 24,5k Euro. Ja kann das denn sein?
Vom Grundpreis unterscheiden sich die beiden ja noch nicht soooo deutlich (A3 SB 1.8 TFSI Ambition 6-Gang: 26.950 Euro - vs. - Golf VI Highline 1.4 TSI 160 PS 6-Gang + 4 Türen/elektrische Fensterheber: 23.450 + 945 = 24.395 Euro), das sind bis dahin "nur" 2.555 Euro. Auch schon satt, aber ich habe damit gerechnet, dass der A3 rund 2k bis 2,5k Euro mehr kostet für "das selbe Auto". Die Keule kommt dann bei der Ausstattung. Folgende Extras die ich beim Audi auch möchte sind beim Highline-Golf schon drin:
-) Climatronic (Aufpreis 1.425 Euro)
-) Sitzheizung Fordersitze (Aufpreis 330 Euro)
-) Mittelarm-Lehne (Aufrpeis 125 Euro)
-) Park Assist (ich würde nur hinten nehmen, Aufpreis 370 Euro, beim Golf vorne+hinten drin, wären 650 Euro)
Der Golf hat auch noch Alcantara Mittelbahn-Sitze. Beim Audi sind es nur Stoff. Und die netten Leder+Alca-Sitze kosten bei Audi nochmal 870 Euro mehr - aber lassen wir das mal aussen vor.
Hab ich sonst relevante Extras vergessen? Ein einfaches Radio haben beide. Auch sonst sehe ich keine weiteren Punkte die einen weiteren Ausgleich zum Grundpreis rechtfertigen. Eher ist es so, dass die von mir darüber hinaus noch gewünschten Extras (Sonderlack, 18" Felgen, etc.) beim Golf günstiger, sprich bei meinen wünschen für weitere 2.500 Euro zu haben wären. Beim Audi kostet der gleiche Spass dann nochmal +3.000 Euro, wieder 500 Euro mehr.
Aber lassen wir diesen weiteren Punkt mal weg, betrachten nur die "basic" Extras (oder will jemand einen A3 ohne Klima??). Nur die oben genannten offentsichtlichen Unterschiede in der Basisaustattung die für mich relevant ist (und Park-Assist nur für hinten, weil ich vorne nicht brauche) - kostet der A3 nochmal 2.250 Euro mehr. Macht schlappe 4.805 Euro für ein ansonten "identisches" Auto.
Ja mir gefällt der A3 besser als der Golf VI, als 3-Türer wie als 5-Türer. Aber für eigentlich gleiche Technik soviel Unterschied? Nach Rabatt lande ich bei 4.000 Euro netto Aufpreis. Konkrekt: Golf ~ 22k, Audi ~ 26k. Das sind 18% mehr. Bin ich der einzige der diesen satten Aufpreis für völlig überzogen hält?
Ähnliche Themen
180 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von patrickx
Meiner Erfahrung nach ist es aber bei VW mit der Qualität in den letzten Jahren rapide bergab gegangen, ja. :rolleyes:
Da kann ich dann nur sagen: Entdecke Audi ;) :D Audi, eine Marke im VW-Konzern: identische Technik, identischer Service, identische Fehler...
Zitat:
Original geschrieben von patrickx
Von was soll ich denn ablenken wollen? :confused:
Vom Thema, wie ich bereits oben erklärt habe...
@g-j:)
Kein Thema ;)
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von boofoode
Da kann ich dann nur sagen: Entdecke Audi ;) :D Audi, eine Marke im VW-Konzern: identische Technik, identischer Service, identische Fehler...
Bin dabei! Immer bereit, mich überraschen zu lassen. Hast du ja nicht anders gemacht, wenn du dir das Urteil erlauben kannst ;)
Zitat:
Original geschrieben von boofoode
Vom Thema, wie ich bereits oben erklärt habe...
Wenn du meinst ;)
Zitat:
Original geschrieben von boofoode
Man sieht es immer wieder: Werbung wirkt. Zumindest bei einigen Zeitgenossen ;) Es ist aktuell in weiten Kreisen der Gesellschaft einfach hipp, einen Audi zu haben, weil der einfach viel mehr "Premium" ist alle(s) andere(n). Das Audi-Marketing hat ganze Arbeit geleistet.
es wird leider hier immer seltener, aber: sehr gute Beiträge, stimmig und fundiert. :)
Tja, wenn ich das alles hier so lese, dann kann ich boofoode nur zustimmen.
Eigentlich könnte man es abkürzen. Ich habe mich auch für den A 3 entschieden, weil er mir besser gefällt. Den Mehrpreis, der bei meiner Konfig. etwa "noch" erträgliche 2,5 k€ beträgt, ist er keinesfalls wert. 4 - 6 k€ erst recht nicht.
Fakt ist also: der A 3 ist im Vergleich zum Golf zu teuer - VIEL zu teuer. Wer Geld zum Fenster rauswerfen will und ihm das (zweifelhafte) Image dies wert ist, der soll es tun. Eines müssen wir aber alle anerkennen: solange wir uns - wie Krallos - von den Marketingstrategen (Abzockern) von Audi weiterhin das Gehirn waschen lassen, indem wir uns einreden lassen, mit dem A 3 kauften wir einen "besseren" Golf, solange wird der A 3 GARANTIERT nicht preiswerter (von billiger will ja schon gar nicht reden).
Wir Kunden bestimmen Preise und Rabatte indem wir endlich mal anfangen, "mit den Füßen abzustimmen" - ich beziehe mich ausdrücklich mit ein. Bis jetzt bestimmten die Imagefetischisten unter uns Kunden, dass Audi von Jahr zu Jahr immer unverschämtere Preise abgezockt hat. Aber glaubts mir, auch bei Audi kommt der Tag, an dem sie überreizt haben - nur wir Kunden müssen uns endlich richtig verhalten. Das hat übrigens gar nichts mit "Geiz-ist-geil-Mentalität" zu tun, sondern mit der realistischen Einschätzung der Preis-Gegenwert-Relation eines Produkts. UND DIE STIMMT BEI AUDI SCHON LANGE NICHT MEHR! Dank "derer", die sich von der "schnöden Golfkundschaft" abheben wollen - dabei ist der Golf DAS klassenlose Auto schlechthin.
Zitat:
Original geschrieben von FR190
Tja, wenn ich das alles hier so lese, dann kann ich boofoode nur zustimmen.
Eigentlich könnte man es abkürzen. Ich habe mich auch für den A 3 entschieden, weil er mir besser gefällt. Den Mehrpreis, der bei meiner Konfig. etwa "noch" erträgliche 2,5 k€ beträgt, ist er keinesfalls wert. 4 - 6 k€ erst recht nicht.
Fakt ist also: der A 3 ist im Vergleich zum Golf zu teuer - VIEL zu teuer. Wer Geld zum Fenster rauswerfen will und ihm das (zweifelhafte) Image dies wert ist, der soll es tun. Eines müssen wir aber alle anerkennen: solange wir uns - wie Krallos - von den Marketingstrategen (Abzockern) von Audi weiterhin das Gehirn waschen lassen, indem wir uns einreden lassen, mit dem A 3 kauften wir einen "besseren" Golf, solange wird der A 3 GARANTIERT nicht preiswerter (von billiger will ja schon gar nicht reden).
Wir Kunden bestimmen Preise und Rabatte indem wir endlich mal anfangen, "mit den Füßen abzustimmen" - ich beziehe mich ausdrücklich mit ein. Bis jetzt bestimmten die Imagefetischisten unter uns Kunden, dass Audi von Jahr zu Jahr immer unverschämtere Preise abgezockt hat. Aber glaubts mir, auch bei Audi kommt der Tag, an dem sie überreizt haben - nur wir Kunden müssen uns endlich richtig verhalten. Das hat übrigens gar nichts mit "Geiz-ist-geil-Mentalität" zu tun, sondern mit der realistischen Einschätzung der Preis-Gegenwert-Relation eines Produkts. UND DIE STIMMT BEI AUDI SCHON LANGE NICHT MEHR! Dank "derer", die sich von der "schnöden Golfkundschaft" abheben wollen - dabei ist der Golf DAS klassenlose Auto schlechthin.
Gelächter .. der gute Golf ist ein Versuch, alles unter einen Hut zu bekommen. Deshalb hat er keine Klasse.
.. so Freunde ich lasse mir jetzt noch was vom Audimarketing das Gehirn waschen
;)
:D
Ich weiß auch nicht, wohin die Diskussion fühen soll. Wurde hier jemand gezwungen, Audi zu kaufen? Porsche ist auch überteuert - bei welcher Automarke zahlt man schon nur für das, was man materiell bekommt? Richtig, bei Marken, die allgemein nicht sonderlich angesehen sind.
Ich für meinen Teil habe mir den SB bestellt, weil ich das SFG-Design von Audi klasse finde, ohne Konkurrenz zur Zeit. Dass es ein Audi ist, lässt mich auf solide Verarbeitung und Langlebigkeit hoffen. Und ja, ich fahre auch lieber einen Audi als einen Mazda, Marketing hin oder her. Ich bin durchaus froh, mich für den Nobel-Golf entschieden zu haben.
Zitat:
Original geschrieben von patrickx
Ich bin durchaus froh, mich für den Nobel-Golf entschieden zu haben.
Pass auf, jetzt kommt gleich wieder das Argument, "aber der neue Golf ist doch mittlerweile ein Nobel Audi" :D
@All: Ka, was sich hier in diesem Thread alle so künstlich aufregen und die Länge ihres Lümmels zur Diskussion stellen, es wurde doch mehr als einmal erwähnt, dass wer bereit ist mehr für den Audi zu bezahlen dies tun soll und wer dies eben nicht ist, soll sich nen Golf, Lupo oder was weiß ich sonst noch holen. Ich fahr jedensfalls bald Audi und bin trotz dem Wissen, dass der Golf VI günstiger und in einigen Bereichen auch besser ist, stolz ein Audi zu fahren ;) (oh ja und bitte argumentiert wieder mit Marketinggehirnwäsche, das macht mich immer ganz wuschig *hrrr)
Naja wie dem auch sei, der Thread hier erinnert mich ein wenig an Ritter und Windmühlen, nur ist aus verschiedenen Blickwinkeln weder das Lager der Golfer noch der Audianer zu Rittern oder Windmühlen zuordnungsfähig. Kleine Metapher zum drüber nachdenken ;)
Imho ist der Thread nicht unbedingt überflüssig aber so wie der Thread sich mit einigen Beiträgen entwickelt hat und vom Thema abgekommen ist, kann man sich die ganze Diskussion schenken.
Und damit hier mal was Sinnvolles drinsteht: "Golfer haben kurze Lümmelmännchen" ;) (beachtet den Smilie, dann kann man durchaus ein wenig Ironie finden, auch wenns schwer ist ;) )
Zitat:
Original geschrieben von patrickx
:D
Ich für meinen Teil habe mir den SB bestellt, weil ich das SFG-Design von Audi klasse finde, ohne Konkurrenz zur Zeit. Dass es ein Audi ist, lässt mich auf solide Verarbeitung und Langlebigkeit hoffen. Und ja, ich fahre auch lieber einen Audi als einen Mazda, Marketing hin oder her. Ich bin durchaus froh, mich für den Nobel-Golf entschieden zu haben.
@ patrickx: Kläre mich bitte auf: Was bitte ist das SFG-Design? "grübel..."
Ansonsten ist es zwar sehr herzerfrischend, diese ganzen Postings hier zu lesen, nur letztendlich drehen wir uns hier im Kreis. Der Eine ist bereit, (sehr) viel mehr Geld für einen A3 auszugeben, der Andere eher nicht und kauft sich dann lieber einen Golf. Dabei ist die Schmerzgrenze jeweils unterschiedlich hoch angesiedelt.
Themenstarter: Ich glaube Deine Frage kannst Du Dir nur selbst beantworten...
Allen, die in den nächsten Wochen ihren ersten A3 ausgeliefert bekommen, sei gesagt: Freut Euch auf Euer neues Auto! Der ist wirklich gut!
Fahre seit 2 Jahren meinen A3 SB (z.Zt. noch als 2.0 TDI) und habe noch nicht eine Sekunde meine Entscheidung von damals bereut, auch wenn ich mir jetzt einen "Neuen" bestellt habe. Manche Dinge wie Haptik, Handling, Ausstrahlung, Fahrgefühl, usw. kann man nicht in Heller und Pfennig darstellen.
Warum muß eigentlich der A3-Käufer begründen, warum er ein eventl. überteuertes Auto kaufen will? Er will es eben. Ein Auto-Kauf ist eben, wie manche andere Sache, eben auch eine Bauchentscheidung. Wenn es anders wäre, wäre auf dem Unterhaltungselektronikmarkt eine Fa. Loewe schon lange nicht mehr existent; alle würden dann Samsung o.ä. kaufen.
Laßt doch jedem "Tierchen" sein Pläsierchen.
Zitat:
Original geschrieben von patrickx
Porsche ist auch überteuert - bei welcher Automarke zahlt man schon nur für das, was man materiell bekommt?
Ich würde noch einen Schritt weiter gehen und sagen: Bei keiner!!! :eek: Aber das nicht der Punkt.
Ich fahre eine Mercedes E-Klasse mit V6-Diesel und 7-Gangautomatik. Warum fahre ich z. B. keinen VW Passat? Das Auto fährt auch, hat auch viel Platz usw. Warum habe ich mich für einen teuren Premiumanbieter aus Stuttgart entschieden? Sicher nicht weil ich unbedingt einen Stern und dessen Image brauche, auch wenn mir das "Mercedes-Gefühl" ganz sicher gefällt ;) Der Grund ist relativ simpel, abseits der Kosten hat die E-Klasse in allen Eigenschaften deutliche Vorteile: Bessere Sicherheit, besserer Komfort, besser Motor, besserer Innenraum, usw. usw. bis zum - ganz wichtig - besseren Service. Nur Vorteile durch "Premium", aber auch teurer. (Fragt mich nicht, warum ich Mercedes und keinen Audi fahre, das ist ein anderes Kaptel ;))
Um auf Audi zurückzukommen: Wenn man die Modelle über dem A3 mit den VW-Modellen vergleicht, dann sieht die Welt auch anders. Die Technik ist ab dem A4 mit der Längsplattform in weiten Teilen eigenständig, damit kann man sich dann auch anders positionieren. Nur der Service ändert sich nicht.
Diese Differenzierung gibt es beim Audi A3 im Vergleich mit dem Golf nicht, das bleibt einfach ein teurer Golf. Klar der Innenraum sieht ein bißchen besser aus, aber sobald man z. B. die Schrumpelsitze betrachtet, wird dem letzten klar, dass Premium etwas anderes ist. Die Technik ist und bleibt identisch, es gibt keinen Mehrwert außer dem "Audi-Gefühl", welches eine sehr subjektive Angelegenheit. Ob man in einem neuen Golf wirklich unglücklicher daherkommt, sei mal dahingestllt.
Die Manager freuen sich jedenfalls über die dicke Marge, die ein A3 abwirft. Das hilft beim nächsten Rekordjahr ;) In der aktuellen Autobild ist ein Vergleichstest der aktuell ab Werk erhältlichen Navigationssystem. Genau das gleiche Navi aus dem VW ist im Skoda fast 900€ billiger. Reine Geldschneiderei, das Geld geht 1:1 in den Konzerngewinn. Es gibt hier keinen Mehrwert und das wird dem Kunden irgendwann auffallen.
Nicht dass es nun gleich heißt, dann mach doch hier gleich Werbung für den noch billigeren Skoda: Beim Vergleich Skoda und VW erkenne ich durchaus einen Mehrwert des VW: Der Fahrwerk ist harmonischer, das Fahrzeug ist besser gedämmt, die Bremsen sind besser usw. Beim Vergleich Golf vs. A3 sehe ich abseits der Matrialanmutung (nicht Qualität!) keine Vorteile, die den Aufpreis rechtfertigen würden. Dafür hat der A3 dann aber auch noch einige Nachteile (auch technisch) im Gepäck...
Was ich sagen will: Die Premiumhersteller müssen einen echten Mehrwert gegenüber den Brot-und-Butter-Autos bieten, nur dann ist auch der Mehrpreis gerechtfertigt (zumindest zum Teil). Das ist beim Audi A3 faktisch nicht der Fall, da gibt es nicht mehr Auto für mehr Geld sondern nur eine "schöne" Audi-Verpackung, die entscheidenden inneren Werte bleiben identisch. Das ist schon länger, aber vor nicht allzu langer Zeit auch, da war das deutlich günstiger. Aus 1000 € beim Start des Golf V ist jetzt leicht das 4-6 fache geworden.
Für diesen Aufpreis muss Audi in Zukunft einfach mehr bieten, der Premium-Anspruch muss auch technisch umgesetzt werden, da die Käufer diese Mogelpackung einzig zum Wohle der Konzernkasse irgendwann entlarven werden. Einfach ein Premium-Label auf ein Allerweltsauto zu kleben, wird auf Dauer nicht ausreichen, auch wenn das Audi-Marketing wirklich ganze Arbeit geleistet hat ;)
Gruß
Ich stimme Dir ja in weiten Teilen Deines Beitrags zu, aber eines fehlt mir in der Betrachtung: Der persönliche Geschmack bzgl. des Designs.
Ich habe mir meinen Sportback ganz bewusst ausgesucht und sehenden Auges deutlich mehr ausgegeben, als das Auto eigentlich wert ist. Eigentlich war mir sch***egal, was das Auto kostet. Es hätte auch problemlos ein A4 oder A6 werden können, und bei einem A6 Avant wäre ich auch beinahe schwach geworden. Da ich aber ledig bin und keine Kinder habe und meine Lebensgefährtin ein eigenes Auto besitzt, habe ich mich bewusst für den A3 entschieden. Die Grösse passt einfach zu meiner aktuellen Lebenssituation und ich finde den A3 Sportback einfach den mit Abstand schönsten Audi, der zur Zeit erhältlich ist (Achtung: subjektiv!).
Zur Zeit konfiguriere ich mir auch ab und an mal einen TT 2.0 TFSI zusammen und irgendwann kommt dann wahrscheinlich auch der spontane Kauf, auch wenn der TT auch nur ein überteuerter Golf ist, genauso wie der A3. Mir gefällt er, deshalb spiele ich mit dem Gedanken, nicht mehr und nicht weniger.
Ich weiss sehr wohl, dass ich fast identische Technik im Golf auch deutlich preiswerter hätte haben können, aber ich war und bin eben dazu bereit, weit über 30 kEUR für einen schöneren Golf auszugeben und war mir der Irrationalität durchaus bewusst. Denoch habe ich nicht im geringsten den Zwang, mich dafür zu rechtfertigen ;). Wem der A3 zu teuer ist, der kauft eben einen Golf. Gut, dass der Markt so eine Vielfalt an Marken und Modellen hergibt um jeden Geschmack und Geldbeutel zu bedienen :).
Zitat:
Original geschrieben von ultimo79
... und war mir der Irrationalität durchaus bewusst.
in deinem Fall ist es sogar doppelt irrational: Dir war das in Deinen Augen herrausragende Design nicht nur den Aufpreis zu einem Golf wert, sondern auch den Nichtkauf eines A4, A6 oder A6 Avants. Und die hätten tatsächlich einen Mehrwert geboten. Vor allem aber auch hinsichtlich des hier so vergötterten Images. :)
Zitat:
Original geschrieben von Krallos
Den Vergleich, den hier viele mit anderen Gütern im Leben ziehen, ist mehr als treffend. Man hat eine Meinung, eine Lebenseinstellung, eine Phillosophie, eine Weltanschauung und nach dieser/diesen lebt und beschenkt man sich. Die reellen Werte eines Gutes sind häufig nebensächlich, für mich zählt wie glücklich mich ein Gegenstand macht.
Leider ist es in unserer "Geiz ist Geil" Gesellschaft mittlerweile ja schon standard, dass man sich ständig rechtfertigen muss, für ein spezielles Produkt mehr ausgegeben zu haben, als es ein andere Produkthersteller anbietet. Es gibt Werte, die kann man nach logischen Gesichtspunkten nicht zusammenrechnen, sondern nur fühlen/erleben.
Wahre Worte! ;)
Zitat:
Original geschrieben von Jovis
Zitat:
Original geschrieben von ultimo79
... und war mir der Irrationalität durchaus bewusst.
in deinem Fall ist es sogar doppelt irrational: Dir war das in Deinen Augen herrausragende Design nicht nur den Aufpreis zu einem Golf wert, sondern auch den Nichtkauf eines A4, A6 oder A6 Avants. Und die hätten tatsächlich einen Mehrwert geboten. Vor allem aber auch hinsichtlich des hier so vergötterten Images. :)
Ich habe kein Wort über das Image verloren. Mir gefiel er einfach. "Herausragend" würde ich es zwar nicht gleich nennen, ich neige - im Gegensatz zu manch anderem Teilnehmer hier - eher nicht zur Theatralik, sondern einfach nur ein schönes Auto ;).
Ich habe auch schon Autos anderer Fabrikate gefahren, welche "Image" wahrlich nicht zu bieten haben, einfach nur weil sie mir gefielen ;). Und nach kurzem Nachzählen stelle ich fest, dass ich tatsächlich noch alle Zacken an der Krone habe, es ist also keiner herausgebrochen, weil ich schon Autos ohne Image gefahren habe und nun einen teuren Golf chauffiere ;).
Und den Sportback finde ich tatsächlich schöner als den A4 B7 Avant und den A6 4F Avant. Auch wenn er kein echter Audi ist. Beim A4 8K Avant sähe es vermutlich anders aus, aber den gab es damals noch nicht.
Zitat:
Original geschrieben von ultimo79
Ich stimme Dir ja in weiten Teilen Deines Beitrags zu, aber eines fehlt mir in der Betrachtung: Der persönliche Geschmack bzgl. des Designs.
Das läuft in meinem Beitrag mit unter dem Aspekt "Audi-Gefühl" ;)
Zitat:
Original geschrieben von ultimo79
Ich weiss sehr wohl, dass ich fast identische Technik im Golf auch deutlich preiswerter hätte haben können, aber ich war und bin eben dazu bereit, weit über 30 kEUR für einen schöneren Golf auszugeben und war mir der Irrationalität durchaus bewusst.
Das ist doch der entscheidende Punkt in der Diskussion: Jeder soll das kaufen, was er für richtig hält. Nur sollte man dabei auch in der Realtät verwurzelt bleiben und sich das Audi-Maketing-Gebrabbel ("Stand der Technik" - "Stand der Technik" - "Stand der Technik"...) nicht zu Kopf steigen lassen ;)
Gruß
EDIT: Ah, verdammt... falscher Slogan. Ich meinte natürlich: "Premium" - "Premium" - "Premium" ...
:D :D :D