Audi A3 e-tron
Wer kann schon Aussagen treffen über Bestell-Liefermöglichkeiten, Preislisten und wann offizielle Vorstellung. Auf der IAA stand doch schon laut Audi das Serienmodell. Soll doch ab Frühjahr 2014 bestellbar sein oder wird es erst wieder Herbst und der Golf Plug in vorgezogen.
Beste Antwort im Thema
Erfahrungsbericht Kaufentscheidung Audi A3 e-tron
Hallo, liebe e-tron Gemeinde!
Ich bin nun seit über einem Monat stolzer Besitzer eines A3 e-tron und möchte mich mit meinem Erfahrungsbericht in diesem Forum zu Wort melden. Da ich in den letzten Monaten dieses Forum auch für meine Kaufentscheidung frequentiert habe, möchte ich in meinem Bericht besonders auf die in mir stattgefundenen Denk- und Entscheidungsprozesse eingehen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es viele potentielle Käufer gibt, die wie ich noch nicht alle ihre Fragen durch Recherche in diesem wirklich hervorragenden Forum beantworten konnten. Genau an diese richtet sich dieser Bericht.
Welcher Antrieb soll es denn sein?
Bei dieser Frage war für mich von vornherein klar, ein Diesel wird nicht mehr in Frage kommen. Diese Erkenntnis stammt nicht aus dem Ergebnis der Dieselaffäre, sondern eher aus der technischen Überzüchtung der modernen Selbstzünder. Ohne Frage, ein moderner Diesel hat mächtig Dampf und macht viel Fahrfreude, der aber mit einer exorbitant hohen Belastung der einzelnen Materialien am und im Motor teuer erkauft wird. Zudem kann ich mir gut vorstellen, dass wir nach der nächsten Bundestagswahl „Dieselfreie“ Innenstädte bekommen. Und da möchte ich nicht ausgeschlossen werden.
Kommt für mich ein Elektroauto in Frage?
Nein! Zwar ist ein EV für mich vom Einsatzzweck (42km einfacher Arbeitsweg) her möglich, aber ich möchte auf jeden Fall ein „vollwertiges“ Auto mit allen Annehmlichkeiten, Assistenzsystemen und einer AHK an Bord. Zudem möchte ich auch unabhängig von der rein elektrischen Reichweite sein, da die (Schnell-) Ladeinfrastruktur in unserem Land noch zu wünschen übrig lässt. Auch die einheitlichen Abrechnungsmodalitäten des bezogenen Stroms befinden sich alle erst noch im Aufbau.
Dann wird es wohl ein Benziner?
Da kommen wir doch der Entscheidung bereits etwas näher. Aber Benzin alleine? Meine letzten 3 Benziner (Gebrauchtwagen mit abgelaufener Garantie) habe ich auf Autogas/LPG umgerüstet, um den hohen Benzinpreis etwas entgegenzuwirken. Dies war bei den Saugmotoren auch eine gute Entscheidung. Aber eine Umrüstung auf LPG…bei einem Neu- oder Jahreswagen…bei den heutigen Motoren? Wenn ich mich bei der Finanzierung für Leasing entscheiden würde, fällt diese Option sowieso weg. Und ein g-tron….nein danke! Habe mich bereits bei meinen früheren Umrüstungen aus Sicherheitsgründen und der besseren Tankinfrastruktur für LPG entschieden. Die letzten Ereignisse bei den Erdgasautos, haben mich in meiner Entscheidung bestätigt. Was aber könnte hier ein geeignetes Antriebkonzept sein, dass ich wählen könnte?
Genau… der Hybrid!
Genauer gesagt in meinem Fall der Plugin- Hybrid. Also habe ich mich mit diesen Antrieben näher auseinandergesetzt und bin bei meinen Recherchen auch auf dieses Forum gestoßen. Da ich über ein Haus und damit einen Stromanschluss an meinem Stellplatz verfüge, schlug das Pendel sehr rasch in die Richtung PHEV. Denn über eines muss man sich im Klaren sein, ein PHEV ist nur dann effizient, wenn ich ihn am Strom laden kann. Habe ich diese Möglichkeit nicht, macht aus meiner Sicht nur ein HEV wie Toyota Prius oder Auris sinn. Was mich an dem PHEV auch gereizt hat ist, dass ich kleinere Wegstrecken rein elektrisch fahren kann. Aus meiner Sicht passte der Antrieb also genau zu meinen Anforderungen. Ich kann möglichst effizient meine Arbeitsstrecke bewältigen, ohne dass ich auf meinem Luxus im Auto verzichten muss. Klingt doch gut, oder?
Aber welches Fabrikat nehme ich denn da?
Mein letztes Auto war ein BMW 118d (Bj. 2015). Wenn möglich also wieder Kompaktklasse, da für uns völlig ausreichend. Gut BMW hat nur den 2er ActiveTourer als kleinsten Hybrid im Programm… aber das Alter um dieses Auto zu fahren habe ich noch nicht. Ist schade, denn das Antriebskonzept mit dem Elektromotor an der Hinterachse finde ich spannend, sozusagen ein AWD on demand. Also blieb nur der A3 e-tron und der Golf GTE. Eigentlich blieb ja nur der A3, denn Golf…? Nee….hatte ich einmal, brauche ich nicht wieder! Der Kopf hat sich also in der Theorie für den A3 e-tron entschieden, aber wie fährt sich das Auto überhaupt. Wie spielen die einzelnen Komponenten zusammen und was kostet der Spaß?
Hält der Audi A3 e-tron, was ich mir von ihm verspreche?
Das finde ich gemeinsam mit meiner Frau bei einer langen, ausgedehnten Probefahrt heraus. Wir haben alles ausprobiert, elektrisch fahren, Hybrid- Auto, Hybrid-Hold und sogar den Charge Mode (hier das vorerst einzige mal). Aufladen an der heimischen Steckdose, aufladen an der IKEA- Ladestation (kostenlos)…und vieles mehr. Wir haben während des Tests nicht auf die Verbrauchswerte geschaut, denn die Effizienz dieses Fahrzeugs kommt erst auf, wenn man sich auf ihn eingelassen hat, also wenn man weiß, wie man den e-tron bewegen sollte. Aber das Fahrgefühl bei reiner Elektrofahrt, das harmonische Zusammenspiel der einzelnen Komponenten, das Segeln auf gerader Straße sowie das Rekupieren beim Bremsen oder bei Bergabfahrten ist einfach „geil“!!! Und wenn man will, geht der auch richtig gut nach vorn!
Was kostet der Spaß?
Soviel vorab…er ist nicht billig…aber seine Brüder ohne zusätzlichen Elektromotor mit vergleichbarer Ausstattung und Motorisierung sind es auch nicht. Insgesamt liegen die Listenpreise gar nicht so weit auseinander und wenn man dann die Rabatte, Prämie und Leasingsubventionen hinzuzieht, kann der e-tron sogar günstiger sein. Somit kann ich die Diskussionen über „e-tron sind teuer“ nicht wirklich verstehen. Man muss eben Äpfel mit Äpfel vergleichen und nicht mit Birnen. Aber natürlich ist dies auch abhängig vom eigenen Preisempfinden.
Also dann bestellen wir das Auto doch, oder?
Klar bestellen wir! Als Finanzierung kam für mich in diesem Fall nur Leasing in Frage. Erstens wird dieses Fahrzeug spätestens mit dem Rollout des Nachfolgers „technisch“ veraltet sein und dann gibt es noch keine verlässlichen Werte über die Standfestigkeit des Akkus. Zweitens wird das Fahrzeug derzeit im Leasing so hoch subventioniert…da muss ich einfach zuschlagen.
So, ist doch nun alles klar, oder?
Normal ja… Fahrzeugentscheidung gefallen, Wunschfahrzeug konfiguriert, Finanzierungsentscheidung steht. Steht noch die Frage des Liefertermins aus…..!
Lieferung in 10 Monaten!!! So what???
Solange wollte ich nun nicht auf mein neues, innovatives Fahrzeug warten. Daher habe ich mich dann für den Vorführer des Audi Händlers entschieden. Zwar verfüge ich nun nicht über das Facelift mit klappbarer AHK und Virtual Cockpit, aber dafür habe ich eine bessere technische Ausstattung, schwarzen Dachhimmel, Teilleder, abnehmbarer AHK, noch 4 Jahre Garantie und kann das Fahrzeug gleich ohne weitere Wartezeit bekommen. Dies machte mir die Entscheidung für ein Jahreswagen somit sehr leicht. Also Leasingvertrag aufgesetzt und Abholungstermin vereinbart.
An dieser Stelle möchte ich einmal auf die Verfügbarkeit/ Lieferfähigkeit der deutschen Automobilhersteller eingehen. In meinen Augen ist es untragbar, dass für diese Autos solch extrem langen Lieferzeiten existieren. Anreize zum Kauf sind eben nicht nur „Prämien und Vergünstigungen“ sondern auch „Verfügbarkeit“. An diesen Umstand merkt man einfach, dass es für die Konzerne derzeit noch viel lukrativer ist die „normalen“ Modelle zu veräußern. Ich ziehe vor allen Käufern, die sich diese langen Lieferzeiten antuen meinen Hut, da ich diese Geduld nicht hätte.
Tipp: Da die Händler derzeit mit den Faceliftmodellen des e-tron als Vorführer versorgt werden oder bereits wurden, wollen diese die alten Modelle veräußern. Hier könnt Ihr zur Zeit gute Rabatte und damit verbunden super Leasingverträge aushandeln. Dies wiegt auch die dann fehlende „Elektroprämie“ für die Neufahrzeuge nicht auf. Und die Vorführer sind auch meistens sehr gut Ausgestattet, sodass man hier keine Einbußen zum selbst konfigurierten Neufahrzeug hinnehmen muss (außer vielleicht bei der Farbe).
So, der Wagen befindet sich nun nach einer interessanten Entscheidungsfindung endlich in meinem Besitz. Nun geht das Lernen mit dem neuen los. Bis ich dann mal einen ausführlichen Nutzungsbericht abgeben kann, habe ich aber bereits jetzt noch ein paar Anmerkungen zu verschiedenen, mir wichtigen Punkten.
Neuer Stromlieferant:
Da mein Auto ja nun von der heimischen Steckdose versorgt wird, habe ich natürlich auch meinen Stromvertrag auf den Prüfstand gestellt. Ich habe für das Jahr 3000kw/h durch den Verbrauch des e-tron auf den Hausverbrauch Strom hinaufgerechnet. Durch den Mehrverbrauch an Strom konnte ich in meiner Region einen Vertrag mit nun 20ct. Brutto pro kwh (alter Vertrag 25ct. Brutto) abschließen. Damit ergibt sich eine Ersparnis von 5ct. Pro kwh auf den Gesamtverbrauch des Hauses. Also unbedingt auch diesen Punkt vor oder nach dem Kauf beachten. Natürlich sollte man hier generell jedes Jahr wieder neu vergleichen.
Wartung:
Dieser Punkt wird im Forum auch sehr oft diskutiert. Ja, einmal im Jahr muss der e-tron zur Wartung verbracht werden. Dies ist aber für mich persönlich nicht schlimm, da die Wartung mit im Leasingvertrag abgedeckt ist. Ob diese Option wirklich notwendig ist, bleibt jedem selbst überlassen. Ich für meine Person wollte halt das Rundum Sorglos Paket für meinen Audi haben, da ich beruflich auf mein Auto angewiesen bin.
Charge & Fuel Card:
Diesen Service, für Leasingnehmer kostenlos, finde ich echt klasse. Ich kann meinen e-tron an allen Verbundladestationen mit dieser Karte oder der App für das Handy (Android und IOS) laden. Der größte Vorteil ist hier, dass ich immer zum Preis der Charge & Fuel Card Vereinbarungen (derzeit 0,95€ je Std.) laden kann. Das System funktioniert bislang wirklich sehr gut. Für Ladestationen wo ich meinen Strom derzeit noch kostenlos bekomme, habe ich bereits eigene Karten an Bord. Um die Ladestationen der Regionen zu entdecken, kann ich die Seite von www.goingelectric.de wärmstens empfehlen. Erstens sind die Ladestationen mit den Anschlussvarianten verzeichnet und gleichzeitig ist der jeweilige Betreiber und die Verbundteilnehmer aufgezeigt.
Verbrauch oder Hybrid vs. EV- Mode:
Sich zu den Verbräuchen zu äußern ist wirklich schwierig, da die Angaben von so vielen verschiedenen Faktoren (Fahrweise, Wegprofil, Wetterbedingungen, Fahrmodus, etc.) abhängig sind. Ich kann nur so viel sagen, dass der Verbrauch für mich absolut in Ordnung geht. Nicht selten komme ich bei Temperaturen um die 0 Grad unter die 4,5l Durchschnittsverbrauchsmarke je 100km wenn ich meinen Arbeitsweg von 84km (gesamt) betrachte. Natürlich bin ich hier nicht sportlich unterwegs, aber ich krieche auch nicht mit 80km/h auf der Autobahn umher. Und man muss bedenken, dass sich der Motor 2x im Kaltstart befindet. Bei dieser Fahrweise habe ich noch nicht einmal den kompletten Energiespeicher verbraucht. Es bleiben immer ca. 2-3 kwh übrig. Also ich nutze hauptsächlich den Hybrid Auto Mode, denn ich habe einen Benziner mit elektrischer Unterstützung erworben und genau für diesen Einsatz ist dieses Auto optimiert. Natürlich fahre ich nahe Ziele in meinem Umkreis auch rein elektrisch an, muss hier aber eine geringere Reichweite in Kauf nehmen, die der Klimatisierung an kalten und warmen Tagen geschuldet ist.
Laden des Akkus/ Standklimatisierung:
Für das Laden des Akkus nutze ich meistens den Ladetimer, damit der Akku aus Gründen der Haltbarkeit erst vor Fahrtantritt gefüllt ist. Die Standklimatisierung benutze ich nur, wenn wirklich mit Eis auf den Scheiben zu rechnen ist, da ich keine Lust zum Scheibenkratzen habe. Ansonsten übernimmt der Verbrenner für mich die Konditionierung des Innenraums und des Akkus (Abwärme fällt ja hier bekanntlich in Massen an) während der Fahrt. Warum soll ich also alles vorab aufwärmen, wenn die benötigte Wärme mit dem Benzin eh produziert wird!
MMI Connect und App:
Hatte mit den Einrichtungen keinerlei Probleme. Die Audi IT scheint ab und an mal an Ihrem System zu schrauben, sodass man in der Zeit keine Verbindung zum Fahrzeug aufbauen kann. Aber das ist auch das einzige, was mir bis jetzt negativ aufgefallen ist. Im Vergleich zum BMW Connected werden die Befehle schneller an das Fahrzeug abgesetzt.
Mit diesen Sätzen soll es nun aber auch von mir gewesen sein. Ich hoffe, dass ich mit meinem Aufschrieb einige Interessierte helfen kann, sich für oder gegen einen PHEV zu entscheiden. Wichtig ist letztlich, dass jeder der sich für dieses Konzept entscheidet am Ende zufrieden ist. Ich für meine Person kann nur sagen, dass ich es auf ganzer Linie bin.
Ich wünsche Euch allen ein großartiges Jahr 2017…!
Viele Grüße
Euer tailgate
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6863 Antworten
Danke für eure Antworten, vor allem an XSchueddiX.
Werde den eTron am WE mal Probe fahren, dann kann ich aus ersten Hand über den "gefühlten" Unterschied berichten.
Ich kann von meiner ersten richtigen Langstreckenfahrt ohne Lademöglichkeit berichten. Stuttgart -> Venedig und eine Woche später zurück. Hinweg über München, Salzburg. Den Rest der Strecke 130 km/h. Gesamtverbrauch: 6,5 Liter/100 km. Es wären auch 6 Liter möglich gewesen, aber von Stuttgart bis München bin ich weitgehend mit 200 km/h gefahren.
Rückfahrt über Verona, Innsbruck und dann über den Fernpass. Vorausschauendes Fahren und bis zur deutschen Grenz mit Beginn freier Autobahn ein Verbrauch von ebenfalls 6,5 Liter/100km. Danach ging es auf 7,5 hoch und hat sich bei 7,2 eingependelt, da vor Stuttgart nochmal ein größerer Stau war.
Ich habe dazu einen interessanten Vergleich, da ein Kollege mit seinem 4er Coupe mit dem 440i Motor (326 PS) die gleiche Strecke mitgefahren ist. Er hatte einen Verbrauch bei der Hinfahrt von 7,9Liter und bei der Rückfahrt 8,2 Liter. Der Verbrauch seines Autos hat mich mehr begeistert als meiner. Es zeigte sich, dass bei seinem größeren Motor eine wesentlich geringere Abweichung im Realbetrieb vom NEFZ-Zyklus auftritt. Gerade wenn Abschnitte mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden. Die Abweichung lag bei meinem e-tron bei über 40% und bei ihm bei knapp 20%. (NEFZ-Verbrauch Etron bei leerer Batterie = 4,5Liter., BMW 440i 6,8Liter)
Ein weiterer Gedankengang(korrigiert mich, falls ich das falsch interpretiert habe):
Beim VL habe ich auch eine Anzeige für den rein elektrischen Verbrauch in kWh. Diese lag bei beiden Fahrten bei ca. 3 kWh/100 km. Ich bin jeweils mit leerer Batterie gestartet, somit kommt der Verbrauch von der Energie durch die Rekuperation. Aufladen über Motor wurde nicht genutzt. Kann dadurch errechnet werden, wieviel Benzin ich gespart habe?
3 kWh x 90% Wirkungsgrad E-Maschine = 2,7 kWh. Bei einem Wirkungsgrad von 20% des Verbrenners müsste für diese Energie 1,35 Liter aufgewendet werden. Auf der anderen Seite beträgt das Mehrgewicht durch den alternativen Antrieb des Etron ca. 250 KG, was 0,75 Liter Mehrverbrauch entspricht. Somit hätten wir nur eine Ersparnis von ca. einem halben Liter zzgl. weiteren möglichen Einsparungen durch die Segelfunktion.
Als Fazit sehe ich den A3-Etron bei hohem Kurzstreckenanteil mit Lademöglichkeit und geringem Langstreckenanteil als interessant an. Langstrecke ist ohne Umdenken wie bei einem BEV möglich, lediglich der kleine Tank zwingt einen öfters zum Tankstop. Bei einer Langstreckenfahrt muss jedoch mit einem Mehrverbrauch gerechnet werden. Ein HEV, also ein Hybridfahrzeug ohne großen Akku wäre hier bei der Langstrecke effizienter, da es die gleichen Funktionen wie Rekuperation und Segeln bietet nur mit weniger Gewichteinsatz. Mit dem kommenden 48Volt System wird das noch effizienter. Trotzdem bietet der PHEV einen guten Kompromiss und macht wie gesagt Sinn, wenn das Fahrprofil aus einem hohen Kurzstreckenanteil besteht.
Zitat:
@Phil3000 schrieb am 21. August 2017 um 12:07:04 Uhr:
Als Fazit sehe ich den A3-Etron bei hohem Kurzstreckenanteil mit Lademöglichkeit und geringem Langstreckenanteil als interessant an. Langstrecke ist ohne Umdenken wie bei einem BEV möglich, lediglich der kleine Tank zwingt einen öfters zum Tankstop. Bei einer Langstreckenfahrt muss jedoch mit einem Mehrverbrauch gerechnet werden.
Gegenüber welchem Auto? Ich denke, unser Golf 1,4 TSI mit 140 PS hätte ungefähr einen ähnlichen Verbrauch wie der E-Tron mit 204 PS.
Zitat:
Ein HEV, also ein Hybridfahrzeug ohne großen Akku wäre hier bei der Langstrecke effizienter, da es die gleichen Funktionen wie Rekuperation und Segeln bietet nur mit weniger Gewichteinsatz.
So groß wären die Unterschiede aber nicht. Jedoch gerade im Urlaub könnte man den größeren Kofferraum bei weniger Akku gebrauchen. Welcher Vollhybrid mit ähnlichen Fahrleistungen (z.B. ~7,6 s. auf 100) ist so sparsam wie der E-Tron?
j.
Zitat:
[ (NEFZ-Verbrauch Etron bei leerer Batterie = 4,5Liter., )
Wo hast du den NEFZ-Verbrauch her.
Steht doch nirgends, oder?
Zitat:
@jennss schrieb am 21. Aug. 2017 um 13:52:12 Uhr:
Gegenüber welchem Auto? Ich denke, unser Golf 1,4 TSI mit 140 PS hätte ungefähr einen ähnlichen Verbrauch wie der E-Tron mit 204 PS.
Genau, und ein reiner Verbrenner, man nehme zb den 2.0 tfsi mit 211 PS, welchen ich 3 Jahre gefahren bin, würde einen weit höheren Verbrauch als der Etron aufweisen. Vor allem auf Kurzstrecke mit viel Stop and Go. Dort schaffe ich es den Etron, wie schon gepostet, mit NEFZ Werten kombiniert zu fahren.
Die Vollhybride sind leider ein Auslaufmodell und werden durch die 48 Volt Mild Hybrid Technologie ersetzt. Ja, die Unterschiede wären wohl gering, keine Kofferraum Einbuße aber wie du sagst sicher ein praktischer Vorteil. Ein Fahrzeug ohne externe Lademöglichkeit bedeutet aber stets 100% Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Der NEFZ Verbrauch mit leerer Batterie lässt sich mit einer Formel für jedes Modell errechnen, Details siehe Link:
http://www.autokiste.de/service/verbrauchsrechner-plug-in-hybrid.htm
Natürlich ist ein PHEV weniger optimal ohne extern geladen zu werden - mit täglichem Laden dürften die Mehrheit der Fahrer weit unter 3l/100km liegen, der durchschnittliche Pendler mit seinen knapp 30 km täglich kann dann leicht auch unter 2 kommen - die Urlaubsfahrt eingerechnet.
In Anbetracht des im Vergleich zu reinen E-Autos kleinen Akkus sind 50% oder gar 70% elektrischer Anteil eine super Ausbeute.
Ich bin auch der Meinung, dass man es nicht so sehen sollte, doppelte Antriebe zu haben, denn die beiden Motoren ergänzen sich zu einem starken, also nix Überflüssiges. Und auch bei der Wartung soll der E-Anteil praktisch keine Extrakosten verursachen. In meinen Augen sind PlugIn-Hybriden eine super Sache.
j.
Hi,
ich habe seit letztem Donnerstag meinen e-tron und bin bisher (wie die meisten hier) von dem Auto begeistert. Hatte heute meine erste längere Fahrt (370 km) und bin im Hybrid Mode gefahren. Mein Verständnis wäre gewesen, dass auf der Autobahn bei >130 km/h der Benziner läuft, aber bei niedrigeren Geschwindigkeiten (Baustelle, etc.) der Elektromotor genutzt wird, bis der Akku leer ist. Leider lief auch in Baustellen bei 90-100 km/h die meiste Zeit der Benziner, sodass ich kaum etwas von meiner Akkuladung verbraucht habe. Habe einmal manuell auf EV geschaltet in einer längeren Baustelle und dann wieder auf Hybrid. Bin dann aber immer noch mit 15 km Restreichweite angekommen. Da ich am Ziel laden konnte, fand ich das schade, da hier Spritsparpontenzial "verpufft" ist. Dachte auch, dass der Hybridmodus immer zuerst die E-Maschine nutzt und nur bei hoher Last oder höheren Geschwindigkeiten den Benziner anschaltet. Wie gesagt, lief er aber auch bei 90-100 km/h meistens im Benzinmodus.
Meine Frage: Habe ich irgendwas falsch gemacht oder habe ich den Hybrid Modus einfach nur falsch interpretiert? Oder könnte das ggf. noch an der Einfahrphase liegen, dass da der Benziner häufiger läuft? Was kann ich machen, um in Autobahnbaustellen elektrisch zu fahren? Muss ich jedes Mal die Modi umschalten?
Vielen Dank!
Ich bin mir nicht sicher, wie es beim E-tron ist, aber beim 225xe ist es so, dass im Hybrid-Modus (Standard beim Start "Comfort" + "Auto eDrive") der E-Motor alleine nur bis 80 km/h läuft, ausgenommen im reinen E-Modus, wo der E-Motor ohne Benziner bis 125 km/h laufen kann. Man kann beim 225xe per Navi Ziele eingeben, so dass man möglichst leer ankommt. Ich weiß aber noch nicht, wie umständlich das ist (bekomme ihn erst in einem Monat). Ich denke, in solch einem Fall würde ich manuell eingreifen und unterwegs auf EV schalten. Ansonsten kann das Auto ja nicht ahnen, wann man im Ziel ist, und allgemein ist der Stromverbrauch über 80 Km/h schon recht hoch.
j.
Navi war an, was für mich ein Indiz mehr ist, dass der e-tron diese prädiktive Hybridstrategie vom GTE noch nicht hat (leider). Aber trotzdem würde es meiner Meinung nach Sinn machen, bei Geschwindigkeiten um die 100 km/h zunächst die elektrische Energie zu nutzen. Wenn ich das nicht will, kann ich ja auf Hybrid Hold gehen. Aber wenn ich mit halb vollem Akku ankomme, macht das ganze Fahrzeugkonzept weniger Sinn, da der reine Benzinbetrieb immer noch recht unwirtschaftlich ist.
Bis 70km/h fährt man im Hybrid modus Elektrisch darüber hinaus schaltet sich der Benziner zu
Ideal wäre vielleicht eine selbst einstellbare Grenze, ab wie viel km/h der Benziner im Hybrid-Modus starten soll.
j.
Das Auto weis aber besser was wann effizienter ist. 70 pauschal kann man nicht sagen, kommt auch noch auf die Topographie an. Er entscheidet aufgrund der sensorische welcher Antrieb am effizientesten ist aber die 70 kmh Grenze stimmt schwebend +-
Zitat:
Der NEFZ Verbrauch mit leerer Batterie lässt sich mit einer Formel für jedes Modell errechnen, Details siehe Link:
http://www.autokiste.de/service/verbrauchsrechner-plug-in-hybrid.htm
In der Berechnung ergibt sich ein Verbrauch von 4,96 ltr beim e-tron.
48 km elektrisch und 1,7 l Benzin.
Sind somit 30% zuviel.
Und ja, ein größerer Motor hat im NEFZ weniger Abweichung.
Deshalb wird auch beim neuen Zyklus der Unterschied bei großen Motoren geringer sein,
wie bei kleinen.
Zitat:
@matze3334 schrieb am 22. Aug. 2017 um 14:38:54 Uhr:
Meine Frage: Habe ich irgendwas falsch gemacht oder habe ich den Hybrid Modus einfach nur falsch interpretiert?
Es liegt daran, dass bei aktivierter Navigation der Etron auf der Autobahn im Hybrid Modus, unabhängig von der Geschwindigkeit, sehr schnell schon bei einer geringen Last den Verbrenner anspringen lässt. Sobald du in der Stadt unterwegs bist, springt der Verbrenner wesentlich später an. Bei vorsichtigem Beschleunigen gar nicht. Das kannst du mit der Power Anzeige testen.
Ich bin schon über 200 km auf der Autobahn im Hybrid Modus gefahren und die Batterie war noch nicht leer.
Wenn du an einem Baustellenabschnitt oder im Stop and Go rein elektrisch fahren möchtest, musst du in den E Mode umschalten.
Das Energiemanagement steuert das Fahrzeug also nicht mit dem Ziel, dass die Batterie beim Erreichen des Navigation Ziels möglichst leer ist. Es wird lediglich in der Stadt mehr elektrisch gefahren, auf der AB mit Verbrenner, was grundsätzlich Sinn macht.
Falls man am Ziel nicht laden kann, ist somit der Hybridmodus recht effizient. Falls man dort laden kann, einfach im E Mode fahren.