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Auch in Zukunft ein günstiges Motorrad?

Themenstarteram 26. April 2014 um 9:38

Bei den Autos gibt es ja schon den Trend zum Youngtimer, meistens nicht wg. der Geschichte, sondern wg. der geringen Kosten - wenn man ehrlich ist. Und wg. des Gefühls, noch was Reales unterm Hintern zu haben, wo man ein Birne noch selber wechseln kann.

Der Trend bei den neuen Bikes geht aber doch eher in Richtung mehr Elektronifizierung, mehr Leistung und Ausstattung. Und selber warten und reparieren wird auch nicht leichter...

Wo soll das noch hinführen? Wer soll in Zukunft ein anständiges Motorrad noch finanzieren und unterhalten können? Die gesamten Lebenshaltungskosten steigen unaufhörlich, das Einkommen der meisten Bürger sinkt aber real kontinuierlich!

Müsste die Industrie darauf nicht reagieren? In Asien gibt es doch jede Menge Modelle "für jedermann", die werden hier aber gar nicht angeboten.

Ich wünsche mir einen Klassiker wie die Honda Cub. Nein, nicht in der Form, aber mit dem Anspruch, bezahlbar und unverwüstlich zu sein. 500ccm, um die 48 PS um schon für den A2 geeignet zu sein, stabil, wenig Ausstattung, wohl ABS und Einspritzung, gut zugängliche und leicht zu wartende Aggregate, zeitloses Design ohne Schnickschnack, Verbrauch um die 3.5l. Und das für höchsten 5T€.

Ist das zuviel verlangt? Ich finde nicht, vor allem weil ich befürchte, dass ansonsten in Zukunft immer mehr Biker gezwungenermaßen absteigen müssen....

Beste Antwort im Thema
am 26. April 2014 um 12:03

Zitat:

Original geschrieben von Zitterhuck

Bei den Autos gibt es ja schon den Trend zum Youngtimer, meistens nicht wg. der Geschichte, sondern wg. der geringen Kosten - wenn man ehrlich ist. Und wg. des Gefühls, noch was Reales unterm Hintern zu haben, wo man ein Birne noch selber wechseln kann.

Der Trend bei den neuen Bikes geht aber doch eher in Richtung mehr Elektronifizierung, mehr Leistung und Ausstattung. Und selber warten und reparieren wird auch nicht leichter...

Deine Annahme sind etwas an der Realität vorbei. Das Durchschnittsalter im Fahrzeugbestand ist bei Motorrädern erheblich höher als bei Automobilen. Von einem "Trend zum Youngtimer beim Auto" kann man wenn überhaupt nur in einer ganz kleinen Nische sprechen - auf 99% des Fahrzeugbestands bezogen völlig ohne Bedeutung.

Die "Elektrifizierung" betrifft v.a. die Neuentwicklungen - und hierbei sind PKW und Motorräder gleichermaßen betroffen. Aber: Der PKW ist hier weit voraus. In Welchem Jahr hatte die Einspritzung einen 90% Anteil bei den Neu-PKW erreicht? Und in welchem Jahr war das bei Motorrädern der Fall? Eben.

Zitat:

Wo soll das noch hinführen?

Es führt dorthin wo es uns die letzten 100 Jahre schon hingeführt hat: Der Mensch muss weniger seiner Arbeitszeit investieren und bekommt im Gegenzug ein Fahrzeug was mehr kann. Gemessen an der durchschnittlichen Kaufkraft wird motorisierte Fortbewegung im langen Trend nicht teurer.

Zitat:

Müsste die Industrie darauf nicht reagieren? In Asien gibt es doch jede Menge Modelle "für jedermann", die werden hier aber gar nicht angeboten.

Hat sie doch längst, es gibt auch in Europa/Deutschland die Honda Wave 110i, was m.E. die ökonomischste Art der motorisierten Fortbewegung ist. Die sind im Markt aber nicht erfolgreich weil die meisten Menschen lieber mehr Geld investieren und ein Auto zur Verfügung haben. Selbst Studenten ohne eine dauerhafte Festanstellung.

Wie schon jemand weiter oben schrieb: Früher war ein motorisiertes Zweirad etwas für Leute die sich (noch) kein Auto leisten konnten. Das gibts so heute nicht mehr. Jeder kann sich ein Auto leisten und auch wenn er es nicht kann, dann tut er es trotzdem. Das Motorrad ist ein Hobby-/Freizeitgerät geworden - dementsprechend wird der Markt auch von anderen Bedürfnissen/Kaufverhalten angetrieben.

Zitat:

Ich wünsche mir einen Klassiker wie die Honda Cub. Nein, nicht in der Form, aber mit dem Anspruch, bezahlbar und unverwüstlich zu sein. 500ccm, um die 48 PS um schon für den A2 geeignet zu sein, stabil, wenig Ausstattung, wohl ABS und Einspritzung, gut zugängliche und leicht zu wartende Aggregate, zeitloses Design ohne Schnickschnack, Verbrauch um die 3.5l. Und das für höchsten 5T€.

Ist das zuviel verlangt? Ich finde nicht, vor allem weil ich befürchte, dass ansonsten in Zukunft immer mehr Biker gezwungenermaßen absteigen müssen....

Und ich wünsche mir ein Pony. Der Markt richtet sich aber nicht an dem was einzelne sich wünschen, sondern danach wo die Käufer ihr Geld hintragen. 3-Zylinder waren praktisch nicht mehr existent am Markt. Dann hat Triumph ein erfolgreiches Modell rausgebracht und in ein paar Jahren sind zahlreiche Hersteller auf den Zug aufgesprungen als sie gesehen haben, dass sich damit Geld veridenen lässt. Es gibt mehrere Hersteller die günstige A2-Motorräder ins Angebot aufgenommen haben die um oder unter 5000€ kosten. Wenn genug Leute kaufen, und die Hersteller damit Geld verdienen wird sich das Angebot vergrößern/verbessern.

Die einzige spezielle Anforderung ist, dass sie wartbarer sein soll - aber auch das ist nur wieder eine Nischenanforderung. Die meisten Menschen trauen es sich nicht zu viel selber zu machen - deswegen ist diese Eigenschaft weder auf dem Neufahrzeugmarkt noch auf dem Gebrauchtfahrzeugmarkt ein Faktor der starken Einfluß auf die Nachfrage und damit auf den Preis nimmt. Meistens wird er erheblich von anderen Faktoren überschattet, bspw. wie der allgemeine Pflegezustand der Maschine ist, ob sie um-/unfallschäden hat oder hatte usw. D.h. der Markt wird überwiegend von dem bestimmt wofür die Käufer Geld ausgeben. Und bei einem so emotionalen Hobby-Thema wie Motorrad ist das eben nicht die Frage nach der Wartbarkeit.

Aber mach es doch mal konkreter: Welche Wartungsarbeiten willst du denn konkret an deiner fiktiven Maschine selber erledigen, welche du aktuell nicht könntest. Kettenpflege, Reifen wechseln, Birnen wechseln, Ölwechsel, Ölfilter, Luftfilter, allerlei Anbauteile wie Lenker, Spiegel, Sättel, Rasten, Koffer usw. sind ja bei quasi allen Modellen leicht selbst zu machen. Und wer technisch begabt ist und anspruchsvolle Dinge wie das Ventilspiel selber machen will - da liegt die Hürde seltenste daran wie gut zugänglich etwas ist, sondern einfach daran, dass ein Motor ein sehr anspruchsvolles Stück Technik ist und die wenigsten Laien/Hobyisten das Notwendige Know-How oder das notwendige Geschick dafür mitbringen. Daher also mal die konkrete Bitte anhand von 3 Beispielen zu erklären welche Art der Wartung du machen willst, welche du mit aktuell am Markt befindlichen 50ern nicht (gut) machen kannst.

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Mit meiner SV komme ich deutlich über 300 km weit mit einer Tankfüllung.

Und nein, sie fährt nicht mit Diesel und hat auch keinen Extratank! ;)

 

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

beieinem Dieselpreis für 1,30 ist der Diesel vermutlich doch das wirtschaftlichere Auto.

Ich glaube, darüber kann man streiten.

M.E. ist nur noch Erdgas günstiger.

Flüssiggas lohnt sich aber nur bei längeren Strecken. Bei kurzen Strecken durch die Stadt wäre eine Nachrüstung ein schwerer Fehler.

Die Gasanlage springt erst an, wenn der Motor warm ist.

Die Gasanlage ist ein zusätztlicher Wartungsposten. Beim TÜV wird die Anlage ebenfalls kontrolliert (und verursacht da auch Mehrkosten?).

Im Prinzip kann man sagen, daß eine Gasanlage je mehr lohnt, desto länger die Strecken sind und je durstiger das Fahrzeug ist.

TDIBIKER wohnt in Frankreich. Da gibt's LPG überall da, wo die Holländer Urlaub machen (und quasi nur dort) und Erdgas ist dort beinahe vollkommen unbekannt.

Die Autobahntanken haben keins, Du musst zum Erdgastanken die Autobahn verlassen und hoffen, dass die anvisierte Tankstelle auf hat und Deine Karten akzeptiert.

Ich hab während des Urlaubs jetzt dort drauf geachtet und exakt 1 Erdgastankstelle gesehen. Auf fast 4000km.

Ich habe ihm ja auch keine Erdgasanlage empfohlen. Das wäre ja nicht einmal hierzulande uneingeschränkt sinnvoll, denn das Tankstellennetz dafür ist auch noch stellenweise sehr dünn.

am 5. Mai 2014 um 14:33

Ja. Uber so eine alternative hab ich auch schon nachgedacht. Also zumindest teilweise. Leider kann mir niemand sagen, ob die XJ Lachgas verträgt..

Lachgas nimmt jeder Benziner dankend an. Er dankt dann mit Leistung. Weniger mit Lebensdauer...:D

am 5. Mai 2014 um 14:43

Wenn LPG in Frankreich so teuer ist, lohnt sich das wirklich nicht.

Benzin braucht man aber wirklich nur fürs erste Warmlaufen, je nach Einstellung meist unter 1 Minute. Bringt also sogar für Kurzstrecken was.

Filter und Injektoren verursachen natürlich Kosten, aber bei in Deutschland ca. 40% Kostenersparnis hat man das schnell rausgefahren. Beim ollen Audi kommt da natürlich einiges zusammen: hoher Verbrauch, Motor möchte bei Benzin Super Plus (LPG hat mind. 110 Oktan) .. für modernere Fahrzeuge lohnt das alles weniger.

Bei Zero hatte ich mich angemeldet für eine Probefahrt am Motorrad Event Nord. Leider völlig den Termin verpennt. :=/

Gerade geschaut: LPG kostet hier 77,5 cents pro Liter.

Mal Lada Niva gucken...ay, das wird Ihr nicht gefallen.

Aber mir. Kann immer noch sagen, das ist gut für die Umwelt mit dem Gas.

Man braucht nur die rechte Argumentationskette....;)

Lass uns mal mit dem Gas ans Lager feuer ziehen...

am 5. Mai 2014 um 16:52

Zitat:

Original geschrieben von Marodeur

Ein Großteil der Nutzer macht seine Akkus selbst kaputt indem sie das Notebook dauernd am Netz lassen weils ja sonst "so schnell leer ist" oder aus Bequemlichkeit. Im Tesla wird man wohl kaum dauernd mit Kabel rumfahren.

Bingo!

Das Auto steht meistens zuhause und wird dort an die Strippe gelegt, damit der Akku voll ist, wenn man es braucht.

Aber natürlich: Wie im Notebookhandbuch wird auch im Tesla-Handbuch stehen, dass man das Kabel ziehen sollte, wenn der Akku voll ist. Beim Notebook im Arbeitszimmer macht das schon kaum jemand, aber in die Garage zum Auto laufen und abends den Stecker ziehen?

So kann es natürlich passieren, dass die Akkus keine 400.000km und mehr halten, wenn der Kunde zu faul/doof ist.

Aber eigentlich gibt es seit über 20 Jahren Netzteile, die etwas Elektronik drin haben, die ein Überladen der Akkus verhindert - oder verhindern sollte.

Ich bin mal gespannt, wenn in ein paar Jahren dennoch wider Erwarten die Akkus vorzeitig schlappmachen. Wahrscheinlich wird auf irgendeine Seite im Handbuch hingewiesen, dass man den Stecker bei längerem Nichtgebrauch ziehen sollte.

am 5. Mai 2014 um 17:22

Zitat:

Original geschrieben von Dessie

http://www.greenpeace.org/.../

Vielen Dank für den informativen Link.

Im Prinzip sehe ich das Problem mit den Akkus und der Verknappung der Recourcen ähnlich, bin aber etwas zuversichtlicher.

In der Industrie geht ein sehr grosser Trend dahin, immer energie- und rohstoffsparender zu produzieren. Ich meine jetzt weniger die Geräte, die beim Endkunden landen, sondern die Produktions- und Logistikeinrichtungen. Das hat wenig mit grünem Gewissen und irgendeiner Marketingidee zu tun, sondern hat rein kommerzielle Gründe. Energie- und Rohstoffpreise sind Kostentreiber und es muss immer günstiger produziert werden.

Energie- und Rohstoffeinsparung sind bei der Produktion durchaus wichtige Punkte, auch wenn wir meinen, die Wegwerfmentalität wird immer schlimmer. Bei der Produktion ist das zunehmend immer weniger der Fall, einfach weil das auf Dauer zu teuer ist.

Und Kostendruck ist ein sehr guter Motor für Innovationen.

Themenstarteram 5. Mai 2014 um 17:22

Ich muss mich leider wiederholen: Ich finde es eine absolute Unverschämtheit, wie hier immer wieder Threads zu völlig abseitigen Themen dreist gekapert werden. Was haben die Autos und deren Verbrauch oder gar Akkus hier verloren? Wenn Ihr noch nie was von Netiquette gehört habt, so bleibt bitte weg oder haltet zumindest die Finger still !!! Mods, das geht doch nicht so!

am 5. Mai 2014 um 17:35

Zitat:

Original geschrieben von Zitterhuck

Ich muss mich leider wiederholen: Ich finde es eine absolute Unverschämtheit, wie hier immer wieder Threads zu völlig abseitigen Themen dreist gekapert werden. Was haben die Autos und deren Verbrauch oder gar Akkus hier verloren? Wenn Ihr noch nie was von Netiquette gehört habt, so bleibt bitte weg oder haltet zumindest die Finger still !!! Mods, das geht doch nicht so!

Huhu du Genie..

Vielleicht ist es dir ja bislang entgangen aber traditionell haben Autos und Motorräder eins gemeinsam - einen Verbrennungsmotor.

Dieses Antriebskonzept kann bei beiden künftig durch eine elektrische Lösung ersetzt werden.

FOLGLICH WIRD EIN GÜNSTIGES MOTORRAD DER ZUKUNFT NAHELIEGENDER WEISE AUCH DARAUF BASIEREND KONZIPIERT SEIN.

Oder meinst du, die Biker machen bald lieber in Holzvergasern?

So, nun hau fein auf den Bumper weil ich dich als Genie titulirrt hab und verschnauf mal bei nem kalten bier

am 5. Mai 2014 um 17:37

Ich darf mal zitieren:

Zitat:

Original geschrieben von Zitterhuck

Bei den Autos gibt es ja schon den Trend zum Youngtimer, meistens nicht wg. der Geschichte, sondern wg. der geringen Kosten - wenn man ehrlich ist. Und wg. des Gefühls, noch was Reales unterm Hintern zu haben, wo man ein Birne noch selber wechseln kann.

Der Trend bei den neuen Bikes geht aber doch eher in Richtung mehr Elektronifizierung, mehr Leistung und Ausstattung. Und selber warten und reparieren wird auch nicht leichter...

Wo soll das noch hinführen? Wer soll in Zukunft ein anständiges Motorrad noch finanzieren und unterhalten können? Die gesamten Lebenshaltungskosten steigen unaufhörlich, das Einkommen der meisten Bürger sinkt aber real kontinuierlich!

Müsste die Industrie darauf nicht reagieren? In Asien gibt es doch jede Menge Modelle "für jedermann", die werden hier aber gar nicht angeboten.

...

Dies ist sehr allgemein gehalten.

Ich sehe dieses "Wo soll das Alles nur noch hinführen" und "keiner denkt an den kleinen Mann" Gerede für ziemlichen Quatsch an.

Wenn ich sehe, wie immer mehr und bessere Autos unsere Strassen verstopfen, dann kann ich bei besten Willen nicht erkennen, dass man sich das kaum noch leisten kann. Das Gleiche gilt für Motorräder. Sehr viele können sich offensichtlich sehr teure neue Moppeds leisten.

Und da diese Moppeds sehr schnell an Wert verlieren, kann sich der kleine Mann eigentlich für relativ wenig Geld sehr gute gebrauchte Moppeds kaufen, die um Welten besser als dieser Dritte-Welt-Kram sind. Wem das immer noch zu teuer ist, der hat eh zu wenig Geld für dieses Hobby oder eine Neurose, weil er sich doch unbedingt was Neues kaufen muss.

Das Elektromopped ist übrigens mittelfristig eine Möglichkeit, die laufenden Kosten wieder in den Griff zu bekommen, auch wenn es heute noch zu teuer ist. Aber es muss ein Anfang gemacht werden und das ist gut so. Da kann man auch über die Unzulänglichkeiten der Technik und Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Klar, der Akku ist die Schwachstelle, der Rest der Technik ist aber günstiger als die jetzige Benzintechnik. Also passt die ganze Diskussion schon wieder zum Anfang.

Und jetzt einfach durchatmen und entspannen. Billige Moppeds wurden wohl auf den ersten Seiten genug genannt.

Bisschen Lachgas gefällig?

 

 

*armer Willie

 

Wir reden hier über Zukunft, günstig und Motorrad.

Du bist OT...

am 5. Mai 2014 um 17:41

Also ich will ein Wasserstoffmotorrad.

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