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Ardennen - Tips und Must sees?

Suzuki GSF 1200 Bandit
Themenstarteram 13. Juli 2020 um 13:51

Hallo,

kommendes Wochenende möchte ich mit meiner 1200er Bandit eine kleine Solotour in die Ardennen machen. Dazu dort irgendwo im Zelt nächtigen

Was sind die Highlights der Ardennen, egal ob Belgien, Frankreich oder Luxemburg. Welches ist die schönste Strecke, wo sind die schönsten Aussichten? Was sollte man meiden? Welches Gericht muss man unbedingt gekostet haben?

Ich mag:

Burgen. Felsige Landschaft / Strassen am Fels . Weite Aussichten. Brücken. Gewässer. Bikertreffpunkte.

Aktuell denke ich, von Maastricht aus immer an der Maass entlang zu fahren und die erste Nacht z.B. in Dinant zu zelten. Nächsten Tag wollte ich mich dann nach Bouillon durchschlagen.

Freue mich über jeden Tip.

Gruss, Matthias

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 2. August 2020 um 23:45

Zitat:

@Quaeker schrieb am 27. Juli 2020 um 22:27:54 Uhr:

@Matthias_SG

Wie war der WE Trip?

Was haste gesehen - was haste ausgelassen?

... nur, wenn es keine Mühe macht :)

Hallo,

ich habe meinen Ursprungsplan durchgeführt. Morgens um 7 von Duisburg aus bin ich nach Venlo, dann immer der Maas entlang über Maastricht, Liegé, Huy, Namur bis nach Dinant. Dortt hat die Maas ein Tal in die Felsen gegraben, Dinant liegt an steilen Felsklippen. Es gibt einen kleinen unscheinbaren Campingplatz, dort hab ich mein Zelt aufgeschlagen und Mittags Siesta gehalten. Am Nachmittag bin ich dann tief in die Ardennen gefahren, immer der Maas entlang, hab mich eher an Nebenstrassen gehalten und die grösserren Ortshcfaten gemiedne, wenn es ging. Oft fuhr ich nur "nach Schnauze", da ich kein Ziel hatte. Einmal habe ich eine grosse Zitadelle auf einem Berg besichtigt, aber Sightseeing war garnicht mein Ziel.

Irgendwann landete ich am "Lac de Vielles Forges", dort sprang ich einmal zur Abkühlung kurz trein, es war nicht unclever, sich eine Badehose einzustecken. Insgesamt war es mit 28 Grad warm, aber besonders Abends nicht brutal heiss.

Zurück nach Dinant fuhr ich einen Riesenbogen, den ich kaum nachvollziehen kann, da ich insgesamt ohne Navi oder KArte fuhr, nur ab und zu aufs Handy schaute. Ich kam durch Wälder und durch Hügel, teils sehr lange, einsame und hübsch kurvige Strassen, dessen Tempolimits ich natürlich strengstens einhielt. Am Abend prasselten mir die Insekten auf den Helm, soviele gibt es bei uns kaum mehr.

Den zweiten Tag fuhr ich nach Boullion, wo ich an der Burg des berühmten Kreuzritters vorbei kam. Dann verbrachte ich den Tag, ungezielt an der Luxemburger Grenze entlang Richtung Norden zu fahren. Wieder mied ich die grösseren Strassen und fuhr frei Schnauze auf kleineren Verbindungsstrassen. Irgendwann am Nachmittag fuhr ich dann zielgerichtet Richtung Heimat.

Diese Solotour soltle mich etwas vorbereiten auf längere Touren, daher nahm ich ein paar Erkenntnisse mit:

1. Ein Sportauspuff geht dir irgendwann auf die Nüsse (und Sonntags morgens in einsame Dörfer einzulärmen macht einem nicht viele Freunde)

2. Viele Stunden Motorradfahren am Tag hält mein Popo problemlos aus.

3. Mit einer 1200er, auch wenn es keine ultrabrutale Bandit ist, bin ich ausserhalb deutscher Autobahnen dezent übermotorisiert. Daher werd ich mittelfristig auf eine Reiseenduro um 800 / 900 Kubik umsteigen ( BMW F GS oder Triumph Tiger )

Im mittleren Alter knapp über 40 ändert es sich bei mir von den schnellen Hausrunden zu genussvollen, längeren Touren). Die neue Tiger 900 Rally hat mir schon sehr gut gefallen.

4. Tatsächlich fand ich das Zelten recht angenehm. Ich bin kein grosser "Camper" mit kompletter Survivalausstattung, daher eher Frittenbude als Gaskocher, aber geschlafen hab ich wunderbar.

Zwischendurch hielt ich mich mit Nuss-Riegeln, Beef Jerky und Wasser auf dem Damm.

Derzeit plane ich eine weitere Tour in 2 Monaten. Entweder möchte ich einen Quickie in die Alpen fahren oder den Süden Englands erkunden. Wieder mit Zeltübernachtung,

Foto: Dinant im Morgennebel.

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Da war mein Opa schon 1914.

Was hat dein Opa für Highlights erkundet

Das würde jetzt zu sehr abschweifen.

Aber zum Thema Ardennen finde ich, dass das Gebiet relativ klein ist. Da ist man schnell durch.

Die schönsten Kurven gibts im Luxemburger Norden (Alles nördlich von Ettelbrück). Bastogne (schöner Platz mitten in der Stadt mit Sherman und Gastronomie aller Art drumrum) mit dem Mardasson Memorial ist echt ein "must see". Fürs Museum braucht man 2 Stunden. Von daher auf Motorradtour eher zu lang. Von da aus auf kleinen Strassen nach Sedan (Festung) und dann quer durch wieder Richtung Eifel.

Da haste für 2 Tage mehr als genug zu fahren.

In LUX: Müllerthal = sehr schöne Strecken + Felsen ähnlich der Sächsischen Schweiz.

Tal der Our = Grenfluß zu D

Tal der Sure (=Sauer) ... Esch-sur-Sure.

Chateau de Bourscheid, Schloß Vianden, Burg Fels/Larochette etc.

Themenstarteram 15. Juli 2020 um 7:31

Okay, Reisewarnung des auswärtigen Amts für Luxemburg. Das Land fällt schonmal aus

Es gibt keine Grenzkontrollen und wenn Du in D oder B nächtigst, kannst Du den Tag über durch Luxemburg kurven.

So groß ist das ja nicht.

Zitat:

@Matthias_SG schrieb am 15. Juli 2020 um 07:31:11 Uhr:

Okay, Reisewarnung des auswärtigen Amts für Luxemburg. Das Land fällt schonmal aus

Würde ich auch raten.

Eine Reise in ein Land, für das eine Warnung des AA besteht, kann eine Quarantänemaßnahme nach sich ziehen, die im Einzelfall den Job kosten kann.

Ich beobachte das gerade mit Argusaugen für Kroatien. Die Corona-Herde sind zwar Hunderte km weg von Istrien, wo wir übernächste Woche hinwollen, aber wenn das AA eine Warnung für das Land herausgibt, werde ich stornieren. Bis zum 24.7. muss Klarheit herrschen.

Themenstarteram 18. Juli 2020 um 21:04

Der Wettergott ist mit mir.

20200718

@Matthias_SG

Wie war der WE Trip?

Was haste gesehen - was haste ausgelassen?

... nur, wenn es keine Mühe macht :)

Themenstarteram 2. August 2020 um 23:45

Zitat:

@Quaeker schrieb am 27. Juli 2020 um 22:27:54 Uhr:

@Matthias_SG

Wie war der WE Trip?

Was haste gesehen - was haste ausgelassen?

... nur, wenn es keine Mühe macht :)

Hallo,

ich habe meinen Ursprungsplan durchgeführt. Morgens um 7 von Duisburg aus bin ich nach Venlo, dann immer der Maas entlang über Maastricht, Liegé, Huy, Namur bis nach Dinant. Dortt hat die Maas ein Tal in die Felsen gegraben, Dinant liegt an steilen Felsklippen. Es gibt einen kleinen unscheinbaren Campingplatz, dort hab ich mein Zelt aufgeschlagen und Mittags Siesta gehalten. Am Nachmittag bin ich dann tief in die Ardennen gefahren, immer der Maas entlang, hab mich eher an Nebenstrassen gehalten und die grösserren Ortshcfaten gemiedne, wenn es ging. Oft fuhr ich nur "nach Schnauze", da ich kein Ziel hatte. Einmal habe ich eine grosse Zitadelle auf einem Berg besichtigt, aber Sightseeing war garnicht mein Ziel.

Irgendwann landete ich am "Lac de Vielles Forges", dort sprang ich einmal zur Abkühlung kurz trein, es war nicht unclever, sich eine Badehose einzustecken. Insgesamt war es mit 28 Grad warm, aber besonders Abends nicht brutal heiss.

Zurück nach Dinant fuhr ich einen Riesenbogen, den ich kaum nachvollziehen kann, da ich insgesamt ohne Navi oder KArte fuhr, nur ab und zu aufs Handy schaute. Ich kam durch Wälder und durch Hügel, teils sehr lange, einsame und hübsch kurvige Strassen, dessen Tempolimits ich natürlich strengstens einhielt. Am Abend prasselten mir die Insekten auf den Helm, soviele gibt es bei uns kaum mehr.

Den zweiten Tag fuhr ich nach Boullion, wo ich an der Burg des berühmten Kreuzritters vorbei kam. Dann verbrachte ich den Tag, ungezielt an der Luxemburger Grenze entlang Richtung Norden zu fahren. Wieder mied ich die grösseren Strassen und fuhr frei Schnauze auf kleineren Verbindungsstrassen. Irgendwann am Nachmittag fuhr ich dann zielgerichtet Richtung Heimat.

Diese Solotour soltle mich etwas vorbereiten auf längere Touren, daher nahm ich ein paar Erkenntnisse mit:

1. Ein Sportauspuff geht dir irgendwann auf die Nüsse (und Sonntags morgens in einsame Dörfer einzulärmen macht einem nicht viele Freunde)

2. Viele Stunden Motorradfahren am Tag hält mein Popo problemlos aus.

3. Mit einer 1200er, auch wenn es keine ultrabrutale Bandit ist, bin ich ausserhalb deutscher Autobahnen dezent übermotorisiert. Daher werd ich mittelfristig auf eine Reiseenduro um 800 / 900 Kubik umsteigen ( BMW F GS oder Triumph Tiger )

Im mittleren Alter knapp über 40 ändert es sich bei mir von den schnellen Hausrunden zu genussvollen, längeren Touren). Die neue Tiger 900 Rally hat mir schon sehr gut gefallen.

4. Tatsächlich fand ich das Zelten recht angenehm. Ich bin kein grosser "Camper" mit kompletter Survivalausstattung, daher eher Frittenbude als Gaskocher, aber geschlafen hab ich wunderbar.

Zwischendurch hielt ich mich mit Nuss-Riegeln, Beef Jerky und Wasser auf dem Damm.

Derzeit plane ich eine weitere Tour in 2 Monaten. Entweder möchte ich einen Quickie in die Alpen fahren oder den Süden Englands erkunden. Wieder mit Zeltübernachtung,

Foto: Dinant im Morgennebel.

Dfx
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