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Allradantrieb Santa Fe

Hyundai Santa Fe 2 (CM)
Themenstarteram 26. Januar 2011 um 20:53

Hallo Leute!

Ich fahre seit 3 Monaten einen neuen Santa Fe Diesel, Automatik. Musste ihn gestern auf nasser Wiese und Maisacker mal etwas härter rannehmen, da es schließlich matschiger wurde als ich zunächst vermutet hatte: An leichter Steigung gings mit leicht durchdrehenden Rädern immer langsamer voran bis zum Stillstand. Es war eine leichte Steigung, deswegen zurückgesetzt, war schwierig, aber ging, dann wieder vor, versucht, etwas mehr Schwung zu nehmen, ging nicht. Nochmal zurück, dann wieder vor, die Spur wurde wohl etwas fester, die Räder griffen etwas besser, dann plötzlich Kontrollleuchte des 4wd-lock aufgeblinkt und - Stillstand!

Zum Glück hatte ich rein zufällig einen Tag zuvor in der Auto-Bild-Allrad einen Test gelesen, dass sich das Allradsystem des Santa Fe bei Überhitzung verabschiedet und alles auf Frontantrieb umschaltet. Sonst hätte ich gedacht, es wäre was kaputtgegangen. Nur mit Frontantrieb hat man natürlich das Gefühl, es sei überhaupt keine Traktion mehr vorhanden. So wartete ich 2 Minuten, wieder auf 4-lock gestellt und ich zog mich langsam aus dem Schlamm!

Nun meine Frage an das Forum: Kommt sowas öfter vor, zum Beispiel beim Freifahren aus hohem Schnee? Weis jemand, warum sich das Zentraldifferential überhitzt, obwohl man eigentlich vermutet, dass es ja dann, wenn man den 4lock-Schalter betätigt hat, fest verbunden sein müsste und eigentlich keine Reibungshitze entstehen dürfte?

Bin für alle Antworten dankbar außer Kommentaren wie: Auf solche Äcker fährt man auch nicht, wo man fast 20 cm versinkt! Reifen waren natürlich keine MT, sondern neue Winterreifen Bridgestone 4x4.

Gruß Rüdiger

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9 Antworten

hallo,

hat der nicht die gleiche magnetkupplung, wie der tucson?

in meiner betriebsanleitung steht nichts von abschalten bei überlastung.

wie ist es bei dir mit den esp? hattest du das abgeschalten? bzw. geht das bei deinem santa fe abzuschalten?

 

mfg41

Es ist kein Allrad fürs Grobe, dazu fehlen Ihm einfach die nötigen Diff.sperren um Traktionsdifferenzen zw. den einzelnen Rädern auszugleichen. Du hast nach deiner Beschreibung die Grenzen dieses "Straßenallrad" kennen gelernt. Mit Straßenallrad meine ich schwierige Straßenbedingungen und leichte "Gelände"Bedingungen (feuchte Wiese, Feld- und Waldweg...). Bin mal auf ner Messe mit nem Santa Fe eine Steigung von knapp 70% im Geländepark. hoch, einfach irre. Auch für solche Sachen ist der Allrad gut.

Überhitzen wird nicht der Allrad, sondern die Bremsen, die aufgrund fehlender Differentialsperren den Drehmomentausgleich zwischen den Rädern bewerkstelligen müssen.

In Situationen wie der von Dir geschilderten dreht immer irgendein Rad durch und das ASR/ESP regelt die Bremse an diesem Rad hoch. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube beim Santa Fe wird nicht ins Motormanagement eingegriffen, wie das z. B. bei Mercedes der Fall ist. Wenn ich meinen letzten Mercedes am vereisten Berg mit Vollgas habe arbeiten lassen, ist der Motor immer fast versoffen.

Konkret zu Dir: In solchen Situationen würde ich AWD LOCK einschalten und ASR/ESP (weiss gerade nicht wie der Knopf beschriftet ist) abschalten. Und langsam (über 30-40 kmh schaltet der Allrad immer ab) die fragliche Stelle überwinden. Da kann dann schonmal ein Rad durchdrehen und die ganze Kiste schlingern, aber das ist bei angepasster Geschwindigkeit besser zu kontrollieren als die überhitzenden Bremsen.

Korrigiert mich, wenn ich Mist erzähle

Jörg

Zitat:

Korrigiert mich, wenn ich Mist erzähle

Jörg

Erzählst keinen Mist. Jedoch scheint es doch so zu sein, dass der autom. zuschaltende Allrad im Hyundai nicht für Dauerbelastungen ausgelegt ist.

Hab hier noch die Autobild Allrad Ausgabe 02/2007 rumliegen.

Da taucht das selbe Problem beim Santa Fe auf.

Nach mehreren Zugtests auf Eis und Schnee überhitzt wohl die Lamellenupplung für den Hinterradantrieb, sodass erst von autom. auf starren Durchtrieb geschaltet wird und später sich das System ganz abschaltet. Erst wenn die Kupplung abgekühlt ist funtzt auch der Allrad wieder.

Denke mal das Grundproblem von Rüdiger war, dass die Strassenreifen sich auf der nassen Wiese komplett mit Matsch zugesetzt haben.

Damit gibts so gut wie keinen Grip mehr und dann muss der Allrad ständig die Kupplung schließen und öffnen (Drehzahlununterschied vorne hinten)was zur Überhitzung führte.

Ergo bei solchen Mannövern von Beginn an die Kupplung sperren und/oder andere Reifen verwenden.

Ist eben kein permanent Allrad wie im G, Defender, oder was es noch so gibt, sondern eher eine Anfahrhilfe.

Gruß Frank

am 2. Februar 2011 um 10:47

Der aktuelle SF ist ja auch eher Eisdielen SUV als denn ein Traktorersatz für das Pflügen des Ackers. Der automatische Allradantrieb funktioniert bei moderaten Traktionsproblemen auch über längere Zeit einwandfrei. Ich habe dies während des Schneechaos ausgiebig und über weite Strecken provoziert, ausgekostet. Bei offensichtlichen, permanenten Traktionsproblemen sperrt man eben per 4WD-Lock das Ganze manuell ( Betriebsanleitung hilft ). Dann wird dank fehlender Sperren den Achsdiffs eher warm als dem Mitteldiff. Im Tiefschnee gut zu erkennen. Wenn das Auto in einer Dampfwolke steht, einfach aufhören. Alles in Allem ein problemloser Allradler der kein Range Rover sein möchte.

Themenstarteram 4. Februar 2011 um 14:11

Hallo Leute!

Danke für eure Antworten!

Ich hatte in der schwierigen Geländepassage natürlich von vorn herein das Mitteldifferential gesperrt, also den 4-lock-Schalter gedrückt. Bin dann eigentlich von einer starren Verbindung ausgegangen, warum sollte da irgendwo Reibungshitze entstehen? Ist eigentlich unlogisch, scheint aber tatsächlich so zu sein!

Bei den drei Versuchen hatte ich zuerst das ESP ausgeschaltet, zweiter Versuch dann mit ESP, dritter dann wieder ohne. Die Bremsscheiben sind beim zweiten Versuch durch das ESP sicher auch etwas erhitzt worden, das hat ja aber nichts mit dem Selbstabschalten des Allradantriebs zu tun!

Vielleicht gibt es hier ja noch jemanden, der erklären kann, warum die Lamellenkupplung trotz eingeschaltetem 4-lock überhitzt!?

Gruß Rüdiger

Zitat:

Original geschrieben von Nissan-Fahrer

Hallo Leute!

Danke für eure Antworten!

Ich hatte in der schwierigen Geländepassage natürlich von vorn herein das Mitteldifferential gesperrt, also den 4-lock-Schalter gedrückt. Bin dann eigentlich von einer starren Verbindung ausgegangen, warum sollte da irgendwo Reibungshitze entstehen? Ist eigentlich unlogisch, scheint aber tatsächlich so zu sein!

Bei den drei Versuchen hatte ich zuerst das ESP ausgeschaltet, zweiter Versuch dann mit ESP, dritter dann wieder ohne. Die Bremsscheiben sind beim zweiten Versuch durch das ESP sicher auch etwas erhitzt worden, das hat ja aber nichts mit dem Selbstabschalten des Allradantriebs zu tun!

Vielleicht gibt es hier ja noch jemanden, der erklären kann, warum die Lamellenkupplung trotz eingeschaltetem 4-lock überhitzt!?

Gruß Rüdiger

Hallo,

ich glaube, daß hiermit Deine Frage beantwortet wird.

http://www.ebneter-ag.ch/Neuigkeiten/vergleichstest_allradsysteme.pdf

Gruß Rolf

Themenstarteram 8. Februar 2011 um 19:34

Hallo!

Ich kenne den Artikel, auch den neuen aus der Auto-Bild! Nur: Mann kann so was kaum glauben, warum sich ein starrer Durchtrieb erhitzen soll!? Oder ist der vielleicht gar nicht starr, sondern nur 90% und erhitzt sich dadurch? Beim zuschaltbaren Allrad wie im Nissan Pathfinder (R50) gibt es jedenfalls keine Erhitzung, der ist einfach fest verbunden!

Gruß Rüdiger

Mir als Laie kommen im ersten Augenblick zwei Möglichkeiten in den Sinn.

Da ich das Innenleben der Kupplung nicht kenne gibt es zwei mögliche "Fehlerquellen".

Variante eins: Die Lammenkupplung ist eine mit Öl gefüllte Einheit (ähnlich Haldex) wo durch Druck ein Öl so stark verdicht wird, dass es zäh wird und dann der Kraftschluss hergestellt wird.

In dem Fall kann irgendwann das Öl so heiß werden,dass es Luft mit aufnimmt (ich glaub sog. Hump-Effekt) und das Öl selbst "beschädigt" wird und mit der Zeit seine Viskosität verliert.

Variante zwei: Die Kupplung ist eine Reibkupplung und der "Wiederstand" der Hinterachse führt auch im geschlossenem Zustand zum rutschen der Kupplung, was auch wieder Wärme auslöst und die Kupplungsbeläge verglasen oder im schlimmsten Fall "verbrennen" lässt.

Wer es besser weiß oder erklären kann mich gerne verbessern.

Gruß Frank

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