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Aller Anfang ist schwer

Yamaha YZF R1
Themenstarteram 14. April 2015 um 19:34

Hallo liebe Motor Talk Community,

kurz über mich.. mein Name ist Paul, 20 aus München und ich bin seit heute neu im Forum :)

Da das Motorradfahren schon seit langem mein Traum ist habe ich mich nun entschlossen diesen auch zu verwirklichen.

Mit dem Führerschein hat alles geklappt nur stehe ich nun vor einigen schwierigen Entscheidungen.

Deswegen dachte ich mir wende ich mich doch an erfahrene Biker.. :)

Meine Fragen wären:

Welche Maschine wäre für den Anfang gut geeignet? Da ich auf jeden Fall eine Sportmaschine fahren möchte und ich als erstes Motorrad auf keinen Fall eine nagelneue Maschine kaufen möchte, dachte ich z.B. an eine Yamaha YZF R1. Diese müsste dann natürlich auch noch gedrosselt werden, was mich zu meiner nächsten Frage bringt.. wie genau läuft die Drosselung, ist jede Maschine dazu geeignet und natürlich was kostet das ganze?

Auch wichtig für mich wäre eine gute Ausrüstung. Welche Marke an Helm, Handschuhen , Schuhen und Lederkombi sind zu empfehlen? Bzw. welche Erfahrungen habt Ihr am Anfang gemacht?

Nach langer Eigenrecherche bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich fragen MUSS da zu viele verschiedene Informationen im Internet herumschwirren...

Ich danke schon mal für die Antworten und wünsche einen schönen Abend!

Beste Antwort im Thema
am 16. April 2015 um 5:38

Fahrschule ist wie Grundschule, du lernst die Basics wie lesen und schreiben.

Du hast gerade die Grundschule beendet und bewirbst dich jetzt darauf ein Kernkraftwerk zu betreiben/bedienen. Deswegen reden alle mit dir als wärst du Homer Simpson. Und so wirst du auch wirken wenn du mit der gedrosselten r1 als Anfänger rumfährst. Aber Homer hat ja auch seinen Spaß...

Auch wenn du immer gelernt hast dass du was besonderes bist, eine einzigartige Schneeflocke und bei dir ist alles anders als bei den vielen anderen Neulingen. dann muss man dir den Zahn leider ziehen - du machst grad genau dasselbe wie alle anderen Schneeflocken. Und du wirst auch genau die gleichen Schwierigkeiten und Nachteile haben.

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Zitat:

@twindance schrieb am 7. Mai 2015 um 20:35:40 Uhr:

Die Honda bin ich nicht gefahren. Die SV habe ich seit ca. 85.000km unter dem Hintern. ER6F mal als Probefahrt - ähnlich der SV. Wenn viel AB dabei ist, wäre auch eine SV1000 eine Alternative - die hat dann ordentlich Bumms im Keller :D. Ich kann das selber vergleichen, da ich auch die SV1000 besitze und die 750er GSX-R als SSP. Nun kann man mir ja auch (nicht unberechtigt) Befangenheit und V-Twin-Liebe vorwerfen.

Aber kleine Begebenheit - Kumpel Hubert ist stolzer Besitzer einer BMW S1000RR HP4 DIE Reihen-Vierer Sportwaffe an sich.. Neulich kommt er vorbei, fett grinsend und geradezu euphorisch - "Ey, ich sag Dir, ich hab mir ein Mörderteil gekauft, dass Ding hat einen derartigen Bumms."

-----Es ist eine SV1000S, K3 :D

Ich spreche hier nicht für neuere Modelle, aber die erste SV hat mir in extremen Fahrsituationen auch schonmal wirklich sehr weh getan. Das muss selbstverständlich heute nicht mehr so sein, klar. Mein persönlicher Vergleich zur Einser R!? Ich persönlich tendiere eher zur Meinung, die R1 ist gegen die SV eher ein Damenfahrrad. Ist aber auch wieder meine unmassgebliche und äusserst subjektive Meinung. Heute fahr ich keine SSP'ler mehr.

Zitat:

@DerZombie schrieb am 7. Mai 2015 um 20:35:20 Uhr:

Ich schmeiß dann einfach mal die CBR 600 F Sport rein, SSP Optik mit etwas entspannterer Sitzposition.

Zuverlässig wie man es von Honda gewöhnt und gehen recht günstig her.

Ich fürchte, Vernunft ist hier nicht sehr gefragt.

Hier geht's mehr um für Anfänger gedrosselte Mördermoppeds.

CBR 600 F ? Fffffff - zu vernünftig.

Zitat:

@.Krempel schrieb am 7. Mai 2015 um 20:21:18 Uhr:

Optik ist selbstverständlich auch ein Punkt. Allerdings werde ich auch häufig auf der Autobahn unterwegs sein und fände daher eine verkleidete mit Scheibe geeigneter.

Du willst also häufiger Autobahn fahren? Und dann einen Supersportler? Supersportler sind auf niedrigen Luftwiderstand ausgelegt, nicht auf Bequemlichkeit für den Fahrer. Freu Dich auf Nackenschmerzen, Muskelverspannung, viele Pausen, weil Du es nicht lange auf dem Bock aushälst... Was noch dazu kommt: Die tolle Kurvenfreudigkeit kann man auch anders nennen: Nervös, unruhig, mieser Geradeauslauf, für Anfänger schwer beherrschbar. Die R1 ist nicht für den Alltag, die ist für die Rennstrecke konzipiert.

Auch wenn es hart klingt: Du mußt Dich entscheiden. Soll es ein cooler Supersportler sein, der weder besonders gut zu fahren, noch bequem oder praktisch ist? Dann passt die R1. Oder willst Du tatsächlich ein souveränes Reisemoped haben? Dann passt die R1 ganz sicher nicht. Für den Zweck in Verbindung mit der Klasse A2 wäre z. B. die CBF 600 S etwas für Dich. Ich würde ohnehin zu einem Moped mit weniger Hubraum raten, weil die nicht so dicken Motoren nicht so extrem gedrosselt werden müssen und in aller Regel viel harmonischer laufen.

 

Gruß Michael

 

Zitat:

@Bihumi schrieb am 7. Mai 2015 um 21:04:07 Uhr:

... die R1 ist gegen die SV eher ein Damenfahrrad.

Man gut daß nicht ich das geschrieben habe! :)

Zitat:

@cng-lpg schrieb am 8. Mai 2015 um 00:15:24 Uhr:

Zitat:

@.Krempel schrieb am 7. Mai 2015 um 20:21:18 Uhr:

Optik ist selbstverständlich auch ein Punkt. Allerdings werde ich auch häufig auf der Autobahn unterwegs sein und fände daher eine verkleidete mit Scheibe geeigneter.

Du willst also häufiger Autobahn fahren? Und dann einen Supersportler? Supersportler sind auf niedrigen Luftwiderstand ausgelegt, nicht auf Bequemlichkeit für den Fahrer. Freu Dich auf Nackenschmerzen, Muskelverspannung, viele Pausen, weil Du es nicht lange auf dem Bock aushälst... Was noch dazu kommt: Die tolle Kurvenfreudigkeit kann man auch anders nennen: Nervös, unruhig, mieser Geradeauslauf, für Anfänger schwer beherrschbar. Die R1 ist nicht für den Alltag, die ist für die Rennstrecke konzipiert.

xxxxxxxxxxxx

Legenden sterben wohl wirklich nie.

A) wer mit Rückenschmerzen und AUA-Handgeleenken nach Autobahn von einem SSOP steigt, sollte nicht dem Konzept Schuld geben. Wenn man freilich wie ein Sack nasser Putzlumpen auf dem Bike hockt wie in seinem Fernseh-Sessel----- war gerade wieder vo 2 Wo 750 km einfache Fahrt mit 3x je 5 Minuten Pinkelpause auf der Bahn - Null Rücken, Null Nacken, Null Handgelenk bißchen Arsch-Zwick

B) Kurven-Handlichkeit ist beim SSP eben NICHT so doll - deswegen ja auch bei Landstraßen-Tempo Körpereinsatz gefordert, Gewichtsverlagerung, was dann als missglückter Posing-Versuch vom Klapphelm-Fahrer gedeutet wird. Dafür sind die Teile eben bockstabil bei hohem Tempo. Wo ein SSP ungerührt seine Bahn zieht, da zerrt es an der Gelobten CBF ganz odrentlich und z.Bsp. die wirklich kurvenhandlichen SuMo/Großenduro wackeln teils wie die Lämmerschwänze.

Manchmal frage ich mich wirklich, wer der Mahner wirklich schon mal einen SSP der neueren Generationen (so ab 2000) wirklich gefahren ist ( und nicht nur passiv draufhockte) :confused: - da reden Vegetarier vom Steak - nicht persölich gemeint :D

am 8. Mai 2015 um 4:23

Zitat:

@twindance schrieb am 7. Mai 2015 um 17:04:06 Uhr:

..........

@Alex: nimm meinen freundschaftlichen Rat an und halt einfach die Klappe, wenn es um die SSP geht. Deine Beiträge sind weder lustig noch fachlich von geringstem Wert - bitte hör auf damit, Dich bei diesem Thema zum Obst zu machen. Und hinter jedem neuen Nutzer einen Troll oder zweit-Account zu wittern und dies herumzutröten - sorry, dies nimmt so langsam pathologische Züge an.

Sorry Twin- hast ja Recht!

HAllo Leon - Hallo R1

tut mir leid, dass ich da ziemlich überreagiert habe.

Ich begrüße euch ganz herzlich und Freue mich dass ihr beide da seid!

Es ist wichtig und richtig das Neue User sich hier einbringen und verschiedenste Fasetten hier zu Wort kommen!

So und jetzt auf und Los - einfach fragen hier werden sie geantwortet!

Bringt euch ein und erzählt so etwas von euch bzw. berichtet von euren Erlebnissen und Problemen

Alex

PS - GRINS- nein - ich beisse nicht und nein - ich will kein Danke!

finde es dennoch schade nur einmal danke klicken zu können!

PPS stimmt Ritter - ich bin damals nur 1997 ne Yamaha YZF 750 gefahren

PPPS Sorry für OT

Wirklich gefahren? Das ist jetzt die Frage was wirklich gefahren ist.

Ich habe so einen Supersportler mal eine halbe Stunde zu Testzwecken gefahren.

Ich finde, das ist ein ganz normales Motorrad. Nur der Tank ist irgendwie zu hoch,

da kommt der Bauch schlecht rüber, bei rechts-links-rechts....

Und R1 gedrosselt ist doch prima. Dann kann ich mehr R1 Kerben in mein Wandermotorrad ritzen :D

Muss nicht mal gedrosselt sein, wenn der R1-Fahrer schiss hat in der Kurve das Gas auch nur anzufassen, klappt das auch so... ;)

am 8. Mai 2015 um 7:59

@Alex

Schön zu sehen dass hier auch mal jemand zurück rudert. (Und ja Du warst auf der Ignore-Liste aber ich konnte nicht widerstehen auf das "hier klicken" zu drücken um zu sehen was twindance Post bewirkt hat ;)) So oder so, für mich ist die Sache damit erledigt und meine Ignore-Liste wieder leer :)

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 8. Mai 2015 um 08:10:04 Uhr:

Wirklich gefahren? Das ist jetzt die Frage was wirklich gefahren ist.

Ich habe so einen Supersportler mal eine halbe Stunde zu Testzwecken gefahren.

Das ist vermutlich genau das Problem dass hier immer wieder zu den Konfrontationen führt. Ne halbe Stunde ist praktisch wie nicht gefahren. Die SSP sind in sovielen Belangen anders (ob besser oder schlechter sei mal dahingestellt) dass ne halbe Stunde nicht ausreicht um sich ein vernünftiges Urteil zu bilden. Ich kann mich doch gut dran erinnern wie ich bei meiner ersten GSX-R, die vom Vorbesitzer nen Superbike-Lenker bekommen hatte, irgendwann wieder auf die Stummel zurück gebaut hab. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon über 3000km mit dem Superbike-Lenker hinter mir, kannte das Motorrad also schon ganz gut. Trotzdem hab ich gemeint ich muss Motorrad fahren fast neu lernen als ich das gleiche Motorrad plötzlich mit Stummeln fahren sollte. Das braucht einiges an Gewöhnung und umlernen von dem was man von den üblichen Motorrädern gewöhnt ist und bis man da den Dreh raus hat, fährt man tatsächlich keine sauberen Linien und insgesamt fühlt sich das alles nicht richtig an (zumindest ging es mir so).

Umgekehrt hab ich später, als ich mal wieder einen Tourer gefahren bin, gemerkt dass die Stummel mich scheinbar gezwungen hatten mir ne sauberere Technik anzugewöhnen.

Will nicht heißen dass ich behaupte ein SSP wäre das perfekte Reisemotorrad oder überhaupt das beste Motorrad. Sowas gibt es einfach garnicht. Wir alle fahren die Motorräder die wir fahren doch irgendwie weil wir glauben das es das Beste ist, das trifft aber halt auch nur für das jeweilige Fahrer-Profil zu.

Aber es nervt einfach tierisch wenn man hier immer die gleichen Märchen erzählt bekommt von denen man aus Erfahrung weiß dass diese in der überwiegenden Mehrheit durch mangelnde Erfahrung oder falsche Erwartungen entstehen. Mir fällt es da einfach immer schwer zu verstehen wieso man da nicht einfach das Feld denjenigen überlässt die sich mit dem angefragten Typ Motorrad auskennen.

Ich bin neulich z.B. mal wieder (unfreiwillig :D) ne CBF 1000 für ne Stunde gefahren. Für MICH ist das Motorrad ne mittelprächtige Katastrophe. Null bumms (verglichen zu meinem Alltags-Mopped), viel zu Kippfreudig in Kurven und beim Rausbeschleunigen geht mir alle Daumen lang das Hinterrad seitwärts spazieren. Ich weiß aber auch dass die CBF generell absolut kein schlechtes Motorrad ist, immerhin kommt mein Bruder spitzenmässig damit klar (wobei er bei gemeinsammen Touren auch gelegentlich jammert dass schon schauen muss um beim Überholen dran zu bleiben weil da eben tatsächlich noch ein massiver Bumms-Unterschied besteht). Sie passt halt einfach nur nicht auf mein Fahrerprofil das eben einfach sportlicher angelegt ist. Deswegen spring ich aber doch auch nicht in jedes Topic wo jemand nach nem Tourer fragt und verbreite oben stehende Kritik als absolute Wahrheit.

Ich lass hier auch nicht gelten dass man bei den Fahranfängern ja auch mal einen Gegenpol aufmachen muss. Ich und einige andere hier die sich mit SSP'ler und im speziellen sogar mit den R1'snen auskennen haben unsere Bedenken ob der Tauglichkeit der RN01 ja ebenfalls klar zum Ausdruck gebracht. Wenn der Fahranfänger sich aber unbedingt sowas einbildet (was ich verstehen kann, ich war nicht anders und lebe trotzdem noch), dann helfen ihm die Märchen nicht weiter, sehr wohl aber die Erfahrungen von Leuten die genau solche Geräte im Sommer täglich bewegen und das z.B., entgegen dem Märchen das man mit nem SSP kein langen Touren fahren kann, durchaus auch mehrere hundert Kilometer am Tag.

Ich verlange ja noch nichtmal dass Leute mit anderer Meinung sich nicht äussern, aber die ewig gleichen Märchen nutzen nun wirklich niemandem und hier kommt es mir oft so vor als würde alleine deshalb vom SSP abgeraten weil man selbst der MEINUNG ist, so ein SSP'ler gehört nicht in den öffentlichen Straßenverkehr. Ich persönlich finde es traurig dass selbst unter Motorradfahrer inzwischen soviel Intoleranz besteht dass man nicht einfach aktzeptieren kann dass es unterschiedliche Meinungen und Fahrstile gibt. Alleine die Sprüche wieviel SSP'ler man schon versägt hat sind in den meisten fällen doch nur peinlich. Frag nicht wie oft ich schon von Tourern versägt worden bin. Die Gründe sind vielfältig:

- Ich bin an dem Tag einfach auf Blümchenpflücker-Tour

- Ich kenne die Strecke nicht

- Ich lass den Wahnsinnigen freiwillig vorbei weil ich nicht abgeschossen werden will

- etc.

Hätte ich es drauf angelegt, hätte mich vermutlich kaum einer jemals versägt. Aber wenn ich Rennen fahren will oder mit jemandem zu klären hab wer schneller ist, dann mach ich das auf der Rennstrecke und nicht auf öffentlichen Strassen. Und damit steh ich unter den SSP-Fahrer alles andere als alleine da. Insofern sollte man sich vor dem Kerbe machen immer nochmal überlegen ob der überholte nicht konnte, oder einfach nicht wollte. Die Chance für letzteres steht nämlich garnicht so schlecht ;)

 

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 8. Mai 2015 um 08:10:04 Uhr:

Ich finde, das ist ein ganz normales Motorrad. Nur der Tank ist irgendwie zu hoch,

da kommt der Bauch schlecht rüber, bei rechts-links-rechts....

Das Problem kenn ich auch, allerdings ist das erst in den letzten Jahren langsam aufgetaucht. Daher meine These: Nicht der Tank ist zu hoch, der Bauch hängt einfach schon zu tief und ich bin doch keine 20 mehr :D

 

@TDIBIKER schrieb am 8. Mai 2015 um 08:10:04 Uhr:

Und R1 gedrosselt ist doch prima. Dann kann ich mehr R1 Kerben in mein Wandermotorrad ritzen :D

Ok, den fand jetzt sogar ich witzig :D Leider gibt's aber andere Leute die sowas Tod-Ernst meinen.

Schön geschrieben R1ver. Der Daumen ist längst verdient. Ich finde auch, die Sportler, Renner und sonstigen Speedfreaks sollten sich

hier ruhig mehr zu Wort melden. Und Toleranz und sogar Sympathie unter Moppedfahrern ist immer vorhanden.

Sofern es sich nicht um die GS- oder Harley-brut handelt...:D:D:D

 

SPASS! SPASS! SPASS!

Es gibt ja Leute, die mit einem SSP wunderbar klarkommen. Die auch schon damit angefangen haben und für die nie was anderes in Frage käme. Kenn ich auch welche persönlich und war ich auch schon mit unterwegs.

Aber von diesen, für die ein SSP das Mopped der Wahl ist, würde nie einer auf den Gedanken kommen, in einem Internetforum zu fragen, ob das denn das Richtige ist.

Wer fragen muss, für den ist ein SSP nix.

Steile These, ich weiß. Aber ich bin davon überzeugt, eine ziemlich zutreffende.

Zitat:

@twindance schrieb am 8. Mai 2015 um 06:05:06 Uhr:

Manchmal frage ich mich wirklich, wer der Mahner wirklich schon mal einen SSP der neueren Generationen (so ab 2000) wirklich gefahren ist ( und nicht nur passiv draufhockte) :confused: - da reden Vegetarier vom Steak - nicht persölich gemeint :D

Da muß ich gestehen, die betreffenden Modelle tatsächlich nie gefahren zu sein. Weder die R1, noch die von mir vorgeschlagene CBF 600 S. Die jedoch in jedem Test und von jedem Fahrer vom Grundsatz her so einheitlich beschrieben wird, daß ich überzeugt bin, daß der Charakter schon richtig dargestellt wird.

Und bei den Supersportlern glaube ich ehrlich gesagt nicht, daß sich z. B. die R1 grundsätzlich anders verhalten sollte als andere Supersporler. Nach meiner wirklich erfahrenen Erfahrung sind die Fahrwerke der Supersportler sehr kurvengierig ausgelegt. Eine Kurve einzuleiten geht spürbar leichter als bei Allroundern oder Tourern - leider manchmal auch unbeabsichtigt.

Stabiler Geradeauslauf? Das würde ich anders formulieren: Die Supersportler haben stabile Fahrzustände. Physikalisch ist mit einem Motorrad jedoch keine Geradeausfahrt möglich. Es ist immer eine Aneinanderreihung von Kurven mit mehr oder weniger großen Radien. Einerseits wollen viele Supersportler also nicht geradeaus, sondern fordern Kurven (und damit den Fahrer), auf der anderen Seite sind sie ab einem bestimmten Neigungswinkel enorm stabil in Kurven. Das klingt widersprüchlich, aber besser kann ich es nach meinen Erfahrungen nicht beschreiben. Aber man kann es in einem Satz zusammenfassen:

Mit einem unerfahrenen Fahrer fährt das Moped und nicht der Fahrer mit dem Moped.

Ich räume aber ein, daß ich keinen der aktuellen Supersportler bewegt habe. Aber auch hier vertraue ich der Presse, den anderen Mopedfahrern und ein wenig meiner Erfahrung und der Wahrscheinlichkeit: 1987 bei der damaligen GSX R 1100 beginnend wurden die Supersportler über 20 Jahre immer sportlicher, bekamen also immer besser auf die Ansprüche sportlicher Fahrer zugeschnittene Fahrwerke. Ich kann mir ganz ehrlich nicht vorstellen, daß sich diese Entwicklung in den letzten 10 oder 15 Jahren komplett umgekehrt haben sollte und eine moderne R1 plötzlich wie ein Tourer oder Sporttourer fahren soll. Dann wären die unterschiedlichen Kategorien überflüssig und die R1 wäre der größte Blender(*) überhaupt.

Kommen wir zu den Schmerzen: Rauf auf einen Supersportler heißt Kopp in den Nacken, sonst sieht man allenfalls das Vorderrad. An Schmerzen in den Handgelenken dachte ich nicht, denn die sind die Folge einer verkehrten Haltung, aber Nackenschmerzen wegen der sehr stark gekrümmten HWS sind quasi unvermeidlich. Außerden klagen viele Supersportlerfahrer über die taube und schmerzende Familienplanung. Ich finde es immer wieder urkomisch, wenn man SSP-Treiber sieht, die umständlich vom Bock klettern und dann extrem o-beinig gaaaaaanz vorsichtig die ersten Schritte machen. Man(n) leidet bei dem Anblick förmlich mit, aber es sieht einfach zu herrlich aus.

Nach meiner Erfahrung mit Mopeds aus den unterschiedlichsten Kategorien sind Allrounder oder Tourer für den Einstieg eigentlich optimal. Sie fördern eine saubere Linie, sind leicht zu beherrschen und taugen im Straßenverkehr eher mehr als weniger als ein Supersportler. Besonders leicht zu fahren sind dagegen Enduros. Die lassen sich durchweg viel mehr und besser lenken, als die Allrounder oder Tourer. Falsche Gewichtsverlagerung? Egal! Ich habe bis heute keinen wirklich sauberen Fahrstil, weil ich in den prägenden ersten Jahren hauptsächlich Enduros und Vespa Blechroller gefahren bin. Ich lenke bis heute gerne mit breiten Lenkern anstatt mittels Gewichtsverlagerung und Lenkimpulsen eine Kurve einzuleiten. Ja, ich gebe zu, daß mir schon deshalb sportliche Fahrzeugauslegungen zuwider sind.

Aber natürlich ändern sich Fahrzeugkategorien auch über die Jahre: Reine Enduros sind selten geworden. Dafür gibt es viel mehr Sumos und noch mehr Reiseenduros. Die mit ihrem weit höheren Gewicht längst den Handlingsvorteil eingebüßt haben und oft schon dicht am Allrounder sind. Da folgt der Fahrzeugmarkt natürlich auch der Mode.

Ich denke mal, der Grund für unsere unterschiedliche Sichtweise ist nicht Wissen oder Unwissen oder eine fehlende Erfahrung, sondern eine unterschiedliche Gewichtung bestimmter spezifischer Vor- und Nachteile. Meine HWS ist in ziemlich miesem Zustand. Sie hat nicht einen Bogen, sondern eine S-Form. Eine manifestierte Steilstellung. Für mich ist alleine die für die Sicht auf die Straße unverzichtbare Kopfhaltung eine Tortour. Der Supersportler-Fan ohne vorgeschädigte HWS wird das leichte Zwicken im Nacken ebenso abtun, wie ich die ergonomischen Katastrophen und ihre Folgen auf Cruisern erdulde, weil ich Cruiser mag. Da ist keiner von uns objektiv (obwohl ich zu den wenigen Cruiser-Freunden gehöre, der offen zugibt, daß die Sitzposition auf einem Cruiser nicht lässig und bequem, sondern objektiv betrachtet grottenschlecht ist).

Ich bleibe dabei: Mit einem Supersportler tut sich ein Anfänger keinen Gefallen. Es ist aber schon so, wie immer wieder von vielen alten Hasen angemerkt: Der Anfänger merkt das gar nicht, denn er hat ja keinen Vergleich.

 

Gruß Michael

 

(*) Richtig, nicht die modernen Supersportler sind die Blender, es sind meist die Fahrer, die auf Supersportlern sitzen. Die Fahrer, die das Potential dieser reinrassigen Spportgeräte nicht einmal ansatzweise ausschöpfen können und nicht selten wirklich vom Klapphelmfahrer auf seiner GS vorgeführt werden. Es gibt die fähigen Sportler-Fahrer, die sich die Rasten und Knieschoner auf der Nordschleife oder anderen Rennstrecken runterfahren, aber 9 von 10 SSP-Treiber können es eben nicht. Weshalb vermutlich nicht nur ich bei ihrem Anblick nicht wie von diesen Typen erwartet "Toller Kerl auf tollem Moped!" denke, sondern "Möchtegern"...

Und damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich kann mit Supersportlern auch nicht wirklich umgehen. Sie liegen mir nicht. Ich sehe daher Nachteile noch nachteiliger und die Vorteile sind in meinen Augen auch eher klein. Für viele Mopedfahrer ist das Lieblingsfeindbild der BMW-Fahrer. In diesen Klischees haben die beheizbaren Griffe ungefähr den Stellenwert der umhäkelten Klorolle auf seligen Hutablagen von großen, aber langsamen Stufenhecklimousinen. Mein über Jahrzehnte aus einschlägigen Erfahrungen geformtes Feindbild, meine Karikatur eines Motorradfahrers ist der typische SSP-Treiber. Leute, die sich lächerlich machen und es selber nicht einmal merken. Wenn ich jeden Anfänger warne, sich ausgerechnet einen SSP auszusuchen, dann auch, um ihn davor zu bewahren, zur Witzfigur zu werden.

am 8. Mai 2015 um 8:34

Naja hier war ja nicht die Frage ob es das richtige für Ihn ist, sondern er hat nach Tips gefragt was er am Anfang beachten sollte. Zeugt meines Erachtens davon dass er sich schon entschieden hat das es das richtige ist, dennoch aber Klarheit darüber herrscht dass so ein Geschoss nur bedingt Anfängertauglich ist.

Ansonsten neige ich aber dazu mich Deiner These anzuschließen und deshalb verteufel ich es ja eben auch nicht generell dass die Frage aufgeworfen wird ob ein SSP'ler das richtige ist, ganz im Gegenteil, ich habe weiter oben sogar selbst vor dem Wunschmotorrad gewarnt.

Ich wehre mich nur vehement gegen die Märchenstunden über die angeblichen Nachteile eines SSP'lers die dann veranstaltet werden und häufig genug von Leuten die, wie twindance ja schon so treffend bemerkt hat, vermutlich noch nie wirklich ein solches Gefährt bewegt haben.

am 8. Mai 2015 um 8:37

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 8. Mai 2015 um 10:26:38 Uhr:

Aber von diesen, für die ein SSP das Mopped der Wahl ist, würde nie einer auf den Gedanken kommen, in einem Internetforum zu fragen, ob das denn das Richtige ist.

Wer fragen muss, für den ist ein SSP nix.

Das bringt es m.E. auf den Punkt.

Außerdem schreibt ja auch R1ver selbst, dass es anspruchsvoller war mit stummelllenkern, und dass er längere Zeit brauchte bis er damit genauso gut fuhr. Ist das nicht genau die Argumentation derjenigen die ein anderes Motorrad empfehlen für den Einstieg?

Aufmerksamkeit ist begrenzt, Unfälle entstehen wenn die Aufmerksamkeit aufgebraucht ist und die Ereignisse Kaskadieren. Wenn ich an meine brenzligen Situationen in der Anfangszeit zurückdenke dann wäre jedes quentschen Aufmerksamkeit was ich noch für was anderes hätte aufbringen muss vlt. Schon genug gewesen, dass es nicht mehr nur brenzlig gewesen wäre. Viele Anfänger haben ja schon bei aufrechten Motorrädern Probleme den Lenker nicht zum abstützen zu gebrauchen.

@R1ver: Du bist mir sympathisch, weil Du Vor- und Nachteile des SSP-Konzepts einräumst, also schlicht ehrlich und realistisch bleibst.

Machen wir uns nichts vor: Jeder von uns sieht andere Vor- und Nachteile bestimmter Motorräder. Wir mögen ja auch nicht alle denselben Frauentyp...

Ich bleibe aber dabei: Für die meisten Anfänger ist ein Supersportler keine gute Wahl. Das sind Motorräder für Könner, also entweder sehr begabte oder eben erfahrene Fahrer.

Mit der richtigen Erfahrung. Mein Fahrstil passt sehr gut zu Enduros, auch mit den sehr handlichen BMW-Fahrwerken harmonisiert mein Fahrstil sehr gut, aber auf einem Supersportler bin ich nach über 30 Jahren wenn man so will immer noch Anfänger. Nicht nur, weil ich wenig auf solchen Mopeds gesessen habe, sondern auch, weil ich mich den Anforderungen einer SSP an den Fahrer verweigere. Ich mag kein Lakritz und werde mir das widerliche Zeugs trotz meiner Begeisterung für Süßigkeiten auch nicht angewöhnen!

 

Gruß Michael

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