ForumBiker-Treff
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Motorrad
  4. Biker-Treff
  5. Alkohol im Straßenverkehr

Alkohol im Straßenverkehr

Themenstarteram 17. Oktober 2005 um 10:11

Hallo!

Es gibt ja bekanntermaßen eine Promillegrenze für das führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr.

Gibt es auch eine Promillegrenze für Radfahrer?

Wie sieht die Rechtslage da aus?

Ähnliche Themen
98 Antworten

*zustimm*

Themenstarteram 24. Oktober 2005 um 21:17

Bei uns verkauft die Regionalbrauerei auch Alkfreies, aber jetzt mal ganz ehrlich. Es schmeckt einfach anders, ganz anders. Dann lieber nur ein richtiges un den Rest des Abends Wasser

Zitat:

Original geschrieben von BoyScout

Es schmeckt einfach anders, ganz anders.

Wenn du mal ein Jahr lang nur alkoholfreies Bier trinkst, gewöhnen sich deine Geschmacksnerven daran.

Alkohol und Strassenverkehr passen für mich einfach nicht zusammen!

Wenn ich mit dem Auto oder dem Möpp unterwegs bin, dann gibt es keinen Tropfen, nur Sachen gänzlich ohne Alkohol.

( Da ich eh kein Bier trinke, fällt das für mich sowieso aus....:) )

Und wenn ich doch was trinken sollte, dann bleibt mein Fortbewegungsmittel stehen, ganz einfach!

Leute, die was trinken, und dann noch fahren, sind für mich einfach nur komplett bescheuert und verantwortungslos sich selbst und anderen gegenüber!!!!

Herzliche Grüße, die Diva

am 25. Oktober 2005 um 19:14

Nochmal auf die Sache mit der Fahrradfahrerei zu kommen:

Mein Fahrlehrer hat mal von einem Gerichtsurteil erzählt, bei ein Radfahrer vor Gericht gezogen ist weil man ihm den Führerschein entzogen hat, nachdem er sturzbetrunken auf dem Rad erwischt worden ist.

Das Gericht entschied wohl so, das der Radfahrer zwar die Geldstrafe zu bezahlen hat, der Führerscheinentzug jedoch unrechtmäßig ist da er kein Kraftfahrzeug geführt hat.

Ich finde das Urteil in Ordnung denn stellt man sich vor das einem Radfahrer der keinen Führerschein hat dieser auch nicht entzogen werden kann, einem anderen mit Führerschein dieser jedoch entzogen wird, fragt man sich wo der Grundsatz "gleiches Recht für alle" bleibt.

Grundsätzlich bin ich aber auch dafür: Entweder man säuft oder man fährt......und nichts anderes. Meinetwegen könnte die 0,0%o Grenze eingeführt werden.

Grüsse

Frank

Ich hatte Eingangs auf Seite 1 den § 315c des Strafgesetzbuches zitiert. Da steht nix von Kraftfahrzeugen, sondern von Fahrzeugen. Hierzu zählen auch Fahrräder und Rollstühle.

Der betrunkene Fahrradfahrer begeht ebenso wie ein betrunkener Kraftfahrer einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und wird dafür zur Verantwortung gezogen.

Ein Urteil nach "hörensagen" zu beurteilen ist schwachsinnig.

nochmal zur 0,0 Promille Grenze.

Bei der Erarbeitung einer Vorschrift ist neben der Theorie immer auch die Praxis zu beachten. Der Polizist am Straßenrand kann nicht jeden, der da kommt einfach zur Blutprobe mitnehmen. Es muss ein hinreichender Tatverdacht für eine Trunkenheitsfahrt vorliegen. Das kann ein Unfall sein, eine ZickZackfahrt, Alkoholgeruch aus dem Auto, lallende Sprache, derangierte Kleidung u.s.w. Ist nix von alldem vorhanden, darf eine Blutentnahme nicht angeordnet werden. Ein weiteres Indiz für eine Trunkenheitsfahrt kann ein Atemlufttest mit einem Alkomat sein, der festgelegte Werte anzeigt. Und genau hier liegt das Problem: Wird jemand zur Blutprobe geschleppt, obwohl er kein Alkohol getrunken hat, erfüllt dies den Straftatbestand der Körperverletzung!!! Bei unserer klagefreudigen Gesellschaft findet sich immer ein findiger Anwalt, der hieraus seine Gebühren zieht. Es muss deshalb ein sinnvoll messbarer Grenzwert benannt werden.

Wie jeder einzelne damit umgeht, ist wieder ein anderes Problem. Mag der eine gar keinen Alkohol trinken, der andere sich an Grenzwerte heransaufen. Wer ohne Schuld ist, nie bei rot über die Ampel gelaufen ist, der werfe den ersten Stein.

Es kann ja sein das man einem Radler den Schein nicht wegen dem besoffen sein abnehmen kann und er ihn deshalb wiederbekommen hat.Stellt sich nur die Frage für wie lange.Wenn amn mit über 1,6 o/oo auf dem Rad erwischt wird kommt in der Regel von der Führerscheinstelle die Aufforderung innerhalb einer kurzen Frist eine positive MPU vorzulegen.Legt man die nicht vor oder fällt sie Negativ aus ist der Schein weg.

:D Könnte mir gar nicht passieren,mit dem Pegel komme ich mit Sicherheit nicht mehr aufs Rad rauf,vom fahren ganz zu schweigen.

Richtig find ichs trotzdem nicht. Denn Alkohol ist ja keine Dauerdroge und macht zwar abhängig, aber ich denke nicht, dass jeder der besoffen auf nem Drahtesel sitzt Alkoholiker ist.

Und Lappen weg ist auf keinen Fall gerechtfertigt. Auch der Nachweis nicht. Wie soll ich denn nachweisen, das ich kein Gewohnheitstrinker bin? Und selbst wenn, ist es ja für den Straßenverkehr völlig irrelevant, denn deshalb heißt es ja noch lange nicht, das ich besoffen fahr. Ich kann mir ja abend die Birne wegbomben und trotzdem am nächsten Tag mittags einkaufen fahren...

Also ich find das reine Geldschneiderei, die den tollen MPU-Ärzten und Führerscheinstellen Geld in die Kassen spülen sollen. Immerhin ist die MPU un die Gebühren recht teuer....

Und die Alkoholunfälle werden in meinen Augen eher von Jugendlichen fabriziert, die sich überschätzen. Und nicht von Alkoholikern...

Zitat:

Original geschrieben von 2young2die

Ich kann mir ja abend die Birne wegbomben und trotzdem am nächsten Tag mittags einkaufen fahren...

Der Restblutalkohol wird leider immer noch von vielen Zeitgenossen unterschätzt. Im Schnitt werden pro Stunde 0,1 Promille abgebaut, d.h. bei einem angenommenen Blutalkoholwert von 2,0 Promille am Abend (24 Uhr) hat man am nächsten Mittag (12 Uhr) immer noch einen Blutalkoholwert von 0,8 Promille.

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Der Restblutalkohol wird leider immer noch von vielen Zeitgenossen unterschätzt.

Das ist aber auch sehr schwierig. Ich hab noch nie in so ein Gerät gepustet und kann absolut nicht einschätzen, wieviel Alkohol ich im Blut hab, wenn ich mal was getrunken hab.

Zitat:

Original geschrieben von Anja1984

Das ist aber auch sehr schwierig.

Sicherlich, das ist wirklich nicht leicht ohne Meßgerät. Aber wenn man sich am Abend "zubombt", kann man i.d.R. von mindestens 2 Promille ausgehen.

@ 2young:

mit dieser Einstellung würdest Du jede MPU verkacken!!!

Da würde schlichtweg rauskommen, dass Dir zum Führen von Kraftfahrzeugen die charakterliche Reife fehlt.

am 27. Oktober 2005 um 8:51

Hi,

also, als aller erstes muß man mal wissen, wieviel Gramm Alkohol in dem was ich trinke enthalten ist. Das kann man durch die Alkoholprozentzahl (steht auf jeder Flasche) umrechnen.

Es geht aber auch so, daß man sich mal im groben merkt, daß 0,5 l Bier ca. 20 g Alkohol beinhalten. Wie gesagt. ca.

Es gibt natürlich stärkeres und schwächeres Bier.

Diese Rechnung soll auch nur als ca. Anhaltspunkt dienen.

Also. 20 g . Also ich, weiblich ca. 60 kg trinke 0,5 l Bier.

Dann rechnet man bei Frauen mit einem Multiplikator von 0,6

(bei Männern 0,7) 60 kg x 0,6 = 36. Diese Zahl 36 teil ich durch die Gramm. Also 20 g : 36 = 0,55 Promille.

Jetzt ist noch wichtig Trinkanfang und Trinkende. Sollte ich für 1 Bier 30 min. gebraucht haben zieh ich nochmal 0,05 ab. Also hab ich nach einer 1/2 Stunde bei 1 Bier 0,5 Promille

Man geht davon aus das man ca 0,10 - 0,15 Promille in einer Stunde abbaut. Um aber auf der sicheren Seite zu sein bin ich jetzt von 0,10, also 0,05 in 30 min. ausgegangen.

So die Rechnung bei 2 Bier? 40:36 = 1,11 -Abbau, also ca. 0,9-1. Promille. Klingt zwar viel, ist aber so.

Wie gesagt weiblich, 60 kg.

Männlich 75 kg bei 2 Bier: 75x0,7 = 52,5

40 g : 52,5 = 0,76 - Abbau

Also 2 Bier können schon zuviel sein. Wieviel Bier schütten sich die "guten" an einem guten Abend rein?

Sagen wir 6 Bier: 6x20= 120 g:52,5 = 2,28 minus Abbau

Da kommt doch schon was zusammen oder?

Also nicht unterschätzen, das war nur Bier.

Von Schnaps oder anderen tollen Sachen mal ganz zu schweigen.

So ,und weil das alles so kompliziert ist ist 0,0 genau richtig.

Dann weiß jeder wieviel er zu trinken hat.

Und über bestandene MPU´s oder Gewohnheitstrinker oder negative MPU´s möcht ich jetzt nicht viel schreiben, da dies endlos wäre. Nur soviel:

1. Einsicht

2. Problem erkennen

3. Verhaltensänderung

4. Strategie um Verhaltensänderung beizubehalten

Alles klar.?

Gut wie gesagt. 0,0 keine Problem- keine MPU

gruß

X4Wuzi

Ja, das ist schon Interessant mit der "Promille-Berechnung". Fakt ist: Solange man seinen wahrscheinlichen Blutalkoholwert anhand der von Wuzi dargestellten Methode im Kopf berechnen kann ist man noch nicht ernsthaft besoffen...

am 27. Oktober 2005 um 11:50

@ 2young2die

Also da möcht ich doch noch was dazu schreiben.

Du schreibst selbst, das Alkohol abhängig machen kann. Wenn das eintrifft, ist Alkohol sehrwohl eine Dauerdroge. Der Alkoholiker braucht sie nämlich und zwar nicht wenig davon.

Da es auch besoffene Alkoholiker gibt, kannst Du nicht so einfach sagen, daß von Alkoholikern keine Unfälle verusacht werden. Da sollte man sich wohl eher mal die Statistiken anschauen. (Ja ich weis schon, glaube nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast)

Dann mußt Du unterscheiden was ist ein Gewohnheitstrinker ,was ist ein Alkoholiker und was sind die Menschen, die mit Alkohol umgehen können?

Nachweisen, daß Du kein Gewohnheitstrinker bist, kann man nicht.Vorallendingen wie soll man das nachweisen, wenn man es vielleicht doch ist? Man kann aber eines tun. Wenn man mit Alkohol ein Problem hat, (das hat man ja schon, wenn man den Lappen weg hat) dann muß man sich dieses Problem vor Augen halten und begreifen was eigentlich abgelaufen ist.

Auf alle Fälle gehört man in diesem Moment nicht mehr zu denjenigen, die mit Alkohol umgehen können, sonst wär ja nichts passiert. Klar oder?

Gut also weiter.

Ein kurzes Beispiel: Jemand, der nie was trinkt, der trinkt 2 Bier. Was glaubst Du spürt der nach den 2 Bier?. Der ist besoffen. Hat aber nicht mehr oder weniger Promille im Blut als wenn er es gewohnt wäre. Wenn jemand Alkohol gewohnt ist, verändert sich praktisch nur die Promollezahl bis der was spürt oder besoffen ist. Verstanden?

Also, je mehr Promille jemand "verträgt" desto "trainierter" ist der Bursche.

Hier haben ja schon eigige geschrieben, das sie nicht mehr fahren könnten wenn sie 1,6 Promille hätten. Das sind diejenigen, die Alkohol einfach nicht gewöhnt sind. Drum sind diejenigen schon ziemlich zeitig daneben.

Aber die, die noch mit 1,6 Promille so sind, als seien sie nüchtern? Gut trainiert. Tja und was ist ein gut trainierter? Der ist wohl einiges gewohnt. Ah, da haben wir unseren Gewohnheitstrinker. So, und der wird jetzt erwischt. (Wurscht womit) Wie soll der jetzt beweisen, das er kein Gewohnheitstrinker ist, wo er doch einer ist?

Siehst Du, das kann er nicht. aber er kann einsehen und verstehen, daß er einer ist, und am besten was daran ändern.

Da haben wir wieder unsere Verhaltensänderung. Die heißt nunmal 0 Pormille. Nicht´s mehr trinken, weil er nicht damit umgehen kann. Und damit fährt er in Zukunft am besten. Nämlich nüchtern.

Und das ist es wo es bei der MPU geht. Nicht zu beweisen, daß ich kein Alkoholproblem habe, sondern zu beweisen, daß ich sehrwohl zum führen eines Kraftfahrzeuges in Zukunft in der Lage bin.

Nämlich ohne Alkohol, weil ich es kapiert habe.

Ob das Abzocke ist oder nicht, muß jeder für sich selbst entscheiden. Jeder der durchfällt, weil er lügt, wird das als Abzocke sehen. (Lügen tun natürlich die meisten, weil sie ja damit beweisen wollen, daß sie kein Problem haben, haben sie aber doch)

Jeder der bewiesen hat, daß es für ihn besser ist die Finger von etwas zu lassen, mit dem er nicht umgehen kann wird das vielleicht nicht als Abzocke sehen.

Vielleicht gibt es ja Menschen, denen es geholfen hat,bevor sie sich vor einem noch größeren Alkoholproblem sehen, weil sie es ERNSTHAFT eingesehen haben.

Daran schon mal gedacht?

Der Weg vom Gewohnheitstriner zum Alkoholiker, der ist nicht weit und der geht schleichend. Man merkt es nicht mal.

Hoffe, Du verstehst ein wenig besser, warum man die Leute zur MPU schickt, auch wenn sie mit dem Drahtesel erwischt wurden. (kommt eh selten vor )Es geht immer nur um das eine. Um den Alkohol.

Zwecks Restalkohol hat Dir ja schon einer sehr richtig geantwortet.

Grüße

von jemanden, die jahrelang Leuten geholfen hat, positiv durch die MPU zu kommen.

X4Wuzi

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Motorrad
  4. Biker-Treff
  5. Alkohol im Straßenverkehr