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Alcohol statt Benzin?!?!?
Ich habe neulich im Dritten einen interessanten Bericht über Alcohol als Benzinersatz gesehen.
Interessant am Alcohol ist, das die Umrüstung von Benzin auf Alcohol mit wenigen technischen Eingriffen am Motor zu bewerkstelligen ist. Dabei werden die Abgasemisionen sogar verbessert. Leistung verlieren die Motoren nach dem Umbau ebenfalls nicht.
Der Oberhammer ist allerdings, das Ford hier in Deutschland ein Modell des Ford Focus Fusion baut, das für den Betrieb mit Alcohol ausgelegt ist. Leider wird das Fahrzeug aber nur nach Schweden ausgeliefert.
Mich verwundert, das noch niemand auf die Idee gekommen ist, hier in Deutschland Alcohol als alternativen Kraftstoff anzubieten. Währe doch ein Knaller, schließlich kann man Alcohol aus fast jeder Biomasse in beliebigen Mengen produzieren.
Beste Antwort im Thema
n-Prop würde ICH persönlich in Reinigern entsorgen. Weil in den Tank kippen leider Steuerhinterziehung wäre. Desinfizierend im heimbereich ists auch, die Fenster werden schön sauber....
Achja, Nicht-ionische Tenside wie https://www.amazon.de/gp/product/B004ZITXQU/ dazu und du hast einen 1a Fensterreiniger. Der so ab 60% n-Prop auch noch toll desinfizierende Wirkung entfalten "könnte"...
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444 Antworten
Hallo !
Danke für die präzisen Antworten !
Sehr aufschlussreich - somit auch die Bastellarbeiten übers Wochenende hinfällig :-((( ;-)
Bis dann !
MMD996
Zitat:
Original geschrieben von Kokos
@XLTRanger
In den USA gibt es schon einige Jahre Fahrzeuge mit Flexible Fuel Motoren
Oh ja! Ford seit mindestens '99 oder so, Taurus, Explorer, Ranger, ...
Allerdings hat man sich auch erst mit Motoren an die Materie herangetastet, deren spezifische Leistung eher im unteren Bereich angesiedelt ist, und in einem Markt, auf dem ein Motor bei Richtgeschwindigkeit knapp über Leerlauf läuft.
Mercedes erst seit kurzem, glaube auch mit einem 2.4l oder 2.6l. Und auch erstmal auf dem US Markt "zum Üben"...
Zitat:
Original geschrieben von MadMaxCorsa
Hallo !
Danke für die präzisen Antworten !
Sehr aufschlussreich - somit auch die Bastellarbeiten übers Wochenende hinfällig :-((( ;-)
Bis dann !
MMD996
Ich habe schon Tests gemacht mit Alkohol im Benzin.
Methanol z.B. kann man nur wenig einsetzen (hoher Sauerstoffgehalt von 50 % des Methanol), Ethanol mehr, da der Sauerstoffgehalt hier um 33 % ist (rund 10 % werden auch von Fachleuten als möglich angesehen, ich hatte schon um 20%)), bei Isopropylalkobol habe ich schon 30 % zugemischt, ohne dass sich der Spurt verschlechtert hätte.
Ab 2010 sind im Benzin nach EU-Recht ohnehin rund 6 % Bioethanol vorgeschrieben.
Zitat:
Original geschrieben von Matti01
Ich weis nur, dass es in Brasilien erstaunlich gut funktioniert, nur als das Program eingestellt wurde sind sehr viele eher auf Gas umgestiegen, also das Gelbe vom Ei kanns noch nicht so ganz sein wenn das so passiert ist ;)
Aber möglich ist es, und entwickelt ist auch alles, man muss es nurnoch nutzen, und dabei liegt das Problem.
In Brasilien gag es vor 20 Jahren das erste Programm, Proalcohol, welches dafür gesorgt hat, daß binnen weniger Jahre der Anteil von Alokohlmotoren bei Neuwagen auf 95% stieg. Leider konnte die Produktion von Alkohol nicht im selben Maße gesteigert werden wie die dadurch ausgelöste Nachfrage. Es kam zu Versorgungsproblemen und es waren auch noch nicht alle technischen Probleme gelöst, etwa der Kaltstart. Alle diese Fahrzeuge hatten Vergasermotoren und konnten nur mit reinem Alkohol fahren. Als dann der Präsident Collar auch noch die bras. Autos als Pferdekarossen defamiert und die Importe erlaubt hat, war das Interesse an der einheimischen Technik fasgt völlig verschwunden und zur Jahrtausendwende krebste der Anteil an Alkoholautos auch nur noch bei 1.x% rum, weil eben viele Städte diesen für Taxis Steuererleichterungen geben und sie sich wegen der höhreren Kompression besser zur Konvertierung auf Erdgas eigenen, einem Markt der sehr stark expandiert. Das die technischen Probleme nicht zuletzt durch die Einspritzung und Kaltstarteinrichtungen inzwischen gelöst waren, konnte die Situation ebensowenig retten, wie die teilweise günsitgen Betriebskosten. Der Schock saß zu tief und die Angst, an der nächsten Tankstelle eine leere Alkoholsäule vorzufinden war zu groß.
Dann begann 2003 die Einführung von Fahrzeugen, die mit modernen Flexmotoren sowohl mit Alkohol als auch mit Benzin in jeder Mischung im Tank problemlos fahren könne und diese haben nur fast 50% Marktanteil, Tendenz stark steigend. Kein Herstelller kann sich der Sache mehr entziehen, auch wenn seidher die Alkoholpreise so angezogen haben, daß es oft wirtschaftlich kaum lohnend ist, aber der psychologische Effekt, daß man mit viel weniger Geld den Tank auch voll bekommen kann, scheint schwerer zu wirken das der Gedanke, daß dieser auch schneller wieder leer wird.
Soviel zum Thema
http://search.ebay.com/Flex-fuel_W0QQsofocusZbsQQsbrftogZ1QQcoactionZcompareQQcopagenumZ1QQfromZR10QQcoentrypageZsearchQQsacatZ-1QQcatrefZC6QQsargnZ-1QQsaslcZ2QQsadisZ200QQfposZQ5AIPQ2FPostalQQftrtZ1QQftrvZ1QQfsopZ1QQfsooZ1
Also ich find das ganze schwer interresant, und ist schon Wert gefördert zu werden.
Ich finds jedenfalls besser als diese Wasserstoffscheisse, nichts geht über nen röhrenden V8
Zitat:
Original geschrieben von Matti01
Also ich find das ganze schwer interresant, und ist schon Wert gefördert zu werden.
Ich finds jedenfalls besser als diese Wasserstoffscheisse, nichts geht über nen röhrenden V8
Du weißt aber schon, daß der Verbrauch mit Ethanol etwa 40% höher liegt als mit Benzin. Also meine erste Wahl wäre ein V8 in diesem Fall nicht. Und wenn er noch so röhrt...
Man kann so´nen schönen V8 auch mit Wasserstoff röhren lassen ;)
Gruß Meik
Also Wasserstoff sollten wir hier aus dem Thread mal rauslassen, denn es ist ja nicht einfach zu gewinnen und noch schwerer zu lagern und handhaben. Da verlagert man das Problem der Energiequelle dann auch nur auf die Frage, wie man de Wasserstoff erzeugt. Bei Alkohol ist es doch etwas ganz anderes, der wird sehr einfach aus Pflanzen gewonnen und ist somit ein nachwachsender Rohstoff.
XLT, 30 bsi 40% Mehrverbrauch zeigt die Praxis in Brasilien. Das hängt eben davon ab, ob der Motor (vor allem von der Verdichtung her) mehr aus Alkohol (Ford) oder Benzin (Renault) ausgelegt wurde. Während Ford den Motor konkret für Alkoholbenutzung ausgelegt hat und mit einer auswendigen Regelung von Kühlmitteltemperatur und Einspritzdruck versucht, das Optimum aus dem bioloigschen Kraftstoff herauszubekommen (für Benzinbetrieb braucht man deshalb eine aufwendige Klopfregelung) hat Renault den Benzinmotor nur mit anderer Einspitzung und Zündverstellung alkoholtauglich gemacht. Da wurde sogar die orginale Kompressionsrate von unter 10:1 beibehalten und entsprechend ist der Verbrauch mit Alkohol dann auch deutlich höher im Vergleich zu Benzin wie bei dem Ford. Ein Flexmotor ist eben immer ein Kompromiß, zumindest solange man nicht auch die Kompression verstellen kann oder zumindest eine variable Aufladung hat.
Warum sollten wir künstlich unter einem enormen energieaufwand einen treibstoff herstellen, wenn ähnliches auf unseren Feldern wächst?
Irgendwann habe ich auch mal was über eine Brennstoffzellentechnologie gelesen, die mit Alkohol direkt betrieben werden sollte. Da wurde der Alkohol wohl in einer ersten Fase umgewandelt und dann in einer Brennstoffzelle Strom gewonnen. Wäre dann min. doppelt so energieeffizient wie ein Verbrennungsmotor.
Weiß jemand, ob es das wirklich gibt oder die Sache nie über ein (Denk?)modell hinausgekommen ist?
Es gibt Brennstoffzellen, die mit Methanol betrieben werden.
http://www.initiative-brennstoffzelle.de/de/live/start/48.html
Hier ein Auto mit Wasserstoff von Ford:
http://www.diebrennstoffzelle.de/.../...exzellenteFahrleistungen.shtml
@Holt
Die Idee ist folgende und geht über Methanol
Pfad A:
CH3OH -> CO + 2 H2
CO ist leider ein Brennstoffzellengift. Daher muss es umgewandelt werden:
CO + H2O -> CO2 (unschädlich) + H2
Das macht man zwei mal hintereinander bei etwa 350 bzw. 250°C um soviel CO wie möglich zu entfernen. Der Rest an CO wird über
2 CO + O2 -> 2 CO2 verbrannt (in einer Wasserstoffatmosphäre, das ist das spannende) und unter 15 PPM gedrückt. Mit dem Gas aus CO2 und H2 kann man nun die Brennstoffzelle befeuern und das Brennstoffzellenabgas wird per katalytischer Verbrennung zum Heizen der ersten Stufen verwendet.
Dieser Pfad ist zur Zeit bevorzugt, aber nicht serienreif
Pfad B:
CH3OH + H2O -> CO2 + 3H2. Leider zickt die Reaktion etwas und man muss die
2 CO + O2 -> 2 CO2 nachschalten, da Brennstoffzellen bei CO keinen Spass verstehen. Leider ist diese Reaktion technisch schwerer beherrschbar und langsam, was die Anlagen für eine gewisse Kapazität unnötig gross macht.
Direkt methanolverwurstende Brennstoffzellen sind meinem Kenntnisstand nach nicht laststabil und nur was für Notebooks / Handys und sowas kleines.
Methanol hat den Charme, flüssig zu sein und es ist aus wirklich jedem kohlenstoffhaltigen Trägermaterial zu gewinnen. Von mir aus auch aus Biomasseresten, welche nicht vergoren werden können. Hauptsache, es brennt irgendwie.
/GaryK
Gibt es im Umgang mit Methanol Besonderheiten, die sich aus der Giftigkeit ergeben?
Zitat:
Original geschrieben von kat2
Gibt es im Umgang mit Methanol Besonderheiten, die sich aus der Giftigkeit ergeben?
Trinken ist nicht erlaubt. Man kann blind werden dadurch. Schätze auch, dass man keine grösseren Mengen einatmen darf, aber das Zeug wird einem eh nicht bekommen in den Atemwegen.
Methanol wird auch durch die Haut aufgenommen, "Sie baden gerade Ihre Hände darin" ist keine gute Idee. Ansonsten ist es zwar giftig, aber wenigstens nicht wassergefährdend.
Zusammengefasst: benutzt du es sachgemäss, passiert nix. Trinkst du ein Glas auf Ex, so hast du ein Problem.