Active Lane Assist erkennt oft keine Linien
Hallo,
ich habe seit Dezember den neuen B9 und ich habe ein paar Probleme mit dem active lane assist... Öfters wenn ich fahre (egal ob Autobahn oder Bundesstraße) erkennt der Assistent plötzlich die Linien nicht mehr, obwohl sie für mich genau gleich ausschauen wie einen Moment zuvor. Also weder unterbrochen, beschädigt, dreckig, beschneit... Und irgendwann erkennt er sie dann plötzlich wieder. Ist auch nicht immer so und tritt auch nicht an den selben Stellen auf.
Ich hab das jetzt schon zwei Mal beim Service überprüfen lassen, aber da heißt es dann nur, dass technisch alles passt und sie auch nicht wissen wieso das so ist.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder funktioniert das Ding bei euch immer?
Beste Antwort im Thema
Die Technik ist vorhanden, um unter Idealbedingungen zu funktionieren - die man mal öfter, mal seltener antrifft.
Beispiel Spurwechsel-Assistent: der ist in der Praxis ungefähr so oft einsetzbar wie der Parkassistent - also alle heiligen Zeiten einmal.
Nicht weil der Assistent per se schlecht funktionieren würde - sondern weil die Autobahn kein Labor ist, und kaum jemand den Sicherheitsabstand einhält, der notwendig wäre, damit der Assistent die Spur wechseln und sich einreihen kann. Gerade in Österreich und Deutschland, wo sowieso schon jeder Spurwechsel von anderen Autofahrern als persönliche Provokation gesehen wird.
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Dann verstehe ich auch den ganzen Assistenten nicht. Wenn ich also die Hände nicht vom Steuer nehmen darf und so wie die ganzen Superfahrer hier immer mit 110% Aufmerksamkeit und perfekter Sitzposition mit beiden Händen am Lenkrad die Geschwindigkeitsbegrenzung perfekt einhaltend im Auto sitze. Warum zum Teufel brauch dann jemand einen Lane Assist? Wird ja wohl niemand bei den oben genannten Parametern nicht in der Lage sein alleine die Spur zu halten.
Und warum gibt es eine Meldung, dass ich die Lenkung übernehmen soll wenn ich das Lenkrad gar nicht loslassen darf?
Der Assistent ist für die Experten die 1.000km nonstop fahren. Oder stundenlang mit 250km/h Schnitt, während Formel 1 Fahrer schon nach der halben Zeit unkonzentriert Fehler machen :D
Der Spurhalteassistent ist ein Notfallsassistent - wie Pre Sense oder der Ausweichassistent.
Als "guter Fahrer" sollte man den tatsächlich nie beanspruchen. Aber jeder ist mal unkonzentriert, und Sekundenschlaf gehört zu den häufigsten Unfallursachen - daher ist es gut, dass es den Assistenten jetzt gibt.
Mir ist schon klar warum es den gibt. Aber laut den Spezialisten hier darf ich meine Hand ja nicht unten am Lenkrad ruhen lassen weil das unverantwortlich ist. Ergo darf ich auch niemals eine Sekunde müde oder unaufmerksam fahren. Und dann brauch eben auch niemand diesen Assistenten.
Aber um wieder in der Realität anzukommen. Natürlich fahren viele müde und aufmerksam. Darum ist das ein nützliches Teil. Genauso wie es nützlich ist, dass Audi es mir durch diesen Assistenten ermöglicht kurzzeitig die Hände vom Lenkrad zu nehmen um meine Sonnenbrille zu holen oder ein Getränk zu öffnen. (Ja, sowas machen wir unverantwortlichen Kamikazefahrer) Aber dann muss eben auch eine Warnung vom Assistenten kommen wenn er die Spur nicht mehr erkennt und keine Hände am Steuer sind.
Zitat:
@Marcodepolooo schrieb am 30. April 2016 um 20:09:13 Uhr:
Die Warnmeldung, die du haben möchtest, wird es nicht geben, so lange das System als ein Assistenzsystem ausgelegt ist und nicht als Autonomes fahren. Audi möchte ja nicht noch mehr die Fahrt ohne Hände am Lenkrad fördern.
Warte mal ab bis das Teilautonom-Fahren-Paket gegen tausende Euro Aufpreis zum Assistenz-Paket erhältlich ist, dann möchte Audi ganz schnell die Fahrt ohne Hände am Lenkrad fördern.
Und je größer der Funktionsabstand der beiden Pakete ist, desto besser lässt sich der Verkauf des teureren verargumentieren.
Ein Schelm, der jetzt böses denkt... ;)
Ciao
Zitat:
@MarcelA4B9 schrieb am 30. April 2016 um 19:12:55 Uhr:
Arbeiten hier so viele bei Audi und versuchen deshalb bei jeder Gelegenheit das Auto zu verteidigen?
Es geht nicht ums verteidigen von Audi. Es geht darum, das nicht jeder denkt das der Assistent autonomes fahren unterstützt, dafür ist der einfach nicht ausgelegt. Auch wenn es möglich wäre mit dem Assistent ist, aber die Gesetzeslage verbietet es. Daran muss sich jeder Hersteller halten, sonst könnte jeder den Hersteller verklagen.
Was nicht wirklich ideal ist, wenn man die Hand am Lenkrad hat und er trotzdem viel meckert. Aber so wie ich die Erkennung verstehe, misst es denn Druck (was den Trick mit der Flasche erklärt).
Was oft hilft ist, einfach mal gelegentlich das Lenkrad streicheln. Ich streichel das Lenkrad oberhalb von links nach rechts, und der Stauassistent hatte dann sehr selten gemeckert.
Tatsache ist, dass es völlig lächerlich ist, um nicht zu sagen idiotisch, jemanden dafür anzuklagen er hätte nicht zu 100% beide Hände ständig am Lenkrad. So was kann ich trotz ehrlicher Bemühung einfach nicht ernst nehmen.
Fakt ist aber auch, dass auch dann die Warnung anschlägt wenn man beide Hände am Lenkrad hat. Manche Menschen haben nun mal sehr viel Gefühl und Ruhe in den Händen. Der Wagen liegt ruhig und das Spurhaltesystem arbeitet sauber (so lange es die Linien erkennt). Dementsprechend ist es auch nicht notwendig Druck aufs Lenkrad auszuüben.
Und jetzt oute ich mich als extrem verantwortungsloser Verkehrsteilnehmer: manchmal halte ich das Lenkrad nur mit einer Hand und fahre 10km/h schneller als erlaubt... :-( Zum Glück ist mir in 30 Jahren nichts passiert!
Und damit sich keiner traut die Hände vom Steuer zu nehmen, hat Audi extra die Warnung beim nicht erkennen von Linien und nicht funktionieren des LA weggelassen?
Ich nehme an es geht darum, dass vom logischen Ablauf die Warnung ja keinen Sinn machen würde. Der Wagen "weiß" ja nicht, ob Du die Hände am Lenkrad hast. Stell dir einen Timer vor, der bei jeden Druck am Lenkrad zurückgesetzt wird.
Ein Lane Assist Warning müsste also immer dann Anschlagen wenn die Linien verloren gehen. Unabhängig davon wo Deine Hände sind. Das wäre nicht schlecht. Zudem ich den LA ja auch ausschalten kann (zB im Stadtbereich) um nicht ständig genervt zu werden.
Und Last but not Least: es steht außer Frage, dass zumindest eine Hand am Lenkrad sein MUSS! Der B9 fährt nicht Autonom!
Zitat:
@MarcelA4B9 schrieb am 1. Mai 2016 um 13:28:03 Uhr:
Und damit sich keiner traut die Hände vom Steuer zu nehmen, hat Audi extra die Warnung beim nicht erkennen von Linien und nicht funktionieren des LA weggelassen?
Da man die Hände am Lenkrad lassen soll, kann man es nach vollziehen eigentlich.
Du hältst die Hand nicht am Lenkrad. Und fährst in einer Kurve mit 200km/h (55,556 m/s) Mitten in der Kurve erkennt er die Linie nicht und in dem Moment warnt er dich (so wie du es möchtest). Und in diesem Moment würde das Auto gerade aus fahren, ist nicht ungefährlich? Selbst wenn du innerhalb einer Sekunde das Lenkrad in die Hand nimmst, bist du schon nach einer Sekunde 55,556 Meter gefahren. Natürlich könnte der Assistent paar Sekunden den Lenkrad Einschlag halten, aber das tut der nicht.
Also, einfach so eine Warnung aussprechen ist nicht und hilft nicht. Selbst bei 100km/h sind es 27,778 m/s.
Also müsste der Assistent in diesem Moment mehr tun, außer nur zu warnen.
Mit Verlaub: wenn ich 2 Stunden lang geradeaus fahre und nicht lenken muss (theoretisch) und dazu eine oder zwei Hände am Lenkrad habe (gibt ja auch Leute mit nur einer Hand), dann sollte das System 2 Stunden die Klappe halten. Es sei denn ich übertrete eine der Spurlinien.
Wenn dem nicht so ist, werde ich diesen Assistenten nur in Stau nutzen. Für alles andere brauche ich ihn nicht. Vor allem nicht, wenn er bei zu gerader Fahreweise nicht erkennt, dass der Fahrer alles im Griff hat.
Im übrigen gibt es in UK nen super System für die Straßen. Dort gibt es auf den Markierungen Erhebungen, sodass man es deutlich im Lenkrad spürt, wenn man aus seiner Spur kommt. Das ist nen super Assistent, der auch bei älteren Fahrzeugen ohne Technik funktioniert. Etwas über das man in Deutschland auch nachdenken sollte.
Was wirklich passiert ist, dass man sich unterbewusst an das Eigenlenkverhalten gewöhnt und den Wagen fahren lässt und dann manchmal nicht gleich mitbekommt wenn er die Linien verliert und etwas abdriftet.
Zitat:
@Monty_67 schrieb am 1. Mai 2016 um 13:41:55 Uhr:
Ich nehme an es geht darum, dass vom logischen Ablauf die Warnung ja keinen Sinn machen würde. Der Wagen "weiß" ja nicht, ob Du die Hände am Lenkrad hast. Stell dir einen Timer vor, der bei jeden Druck am Lenkrad zurückgesetzt wird.
Ein Lane Assist Warning müsste also immer dann Anschlagen wenn die Linien verloren gehen. Unabhängig davon wo Deine Hände sind.
Würde mich am kotzen und Nerven, wenn das Ding nur noch warnt weil dir Kurve zu eng (warum auch immer bei ner 180° Kamera), oder Spur zu eng.
Zitat:
@Monty_67 schrieb am 1. Mai 2016 um 13:41:55 Uhr:
Und Last but not Least: es steht außer Frage, dass zumindest eine Hand am Lenkrad sein MUSS! Der B9 fährt nicht Autonom!
Genau das meine ich auch. Es ist kein autonomer Assistent. Er soll nur unterstützen, mehr nicht. Sonst könnte mein Parkassistent ja auch komplett von alleine ein parken. ;)
@MakesK bei gerade Strecke, kann ich das noch was nach vollziehen.
Das mit den Markierungen, gibt es auch hier in Deutschland. Nur nicht überall.
Ich denke es würde schon reichen das System etwas sensibler einzustellen, so dass es auch leichteren Druck erkennt. Was ja scheinbar bei anderen Modellen auch so ist.
Zitat:
@DJ BlackEagle schrieb am 1. Mai 2016 um 13:53:00 Uhr:
@MakesK bei gerade Strecke, kann ich das noch was nach vollziehen.
Das mit den Markierungen, gibt es auch hier in Deutschland. Nur nicht überall.
Das ist ja derzeit eine der Grundsatzdiskussionen. Autonomes Fahren ist zu einen großen Teil auch von funktionierender Infrastruktur abhängig. Und von perfekten GPS Daten und Kartenmaterial. Erst wenn das alles zusammenspielt kann man wirklich über autonomes Fahren reden. D und Ö sind sehr weit, CH zb nicht so ganz (dort geht der Effizenzassistent wohl nicht?).